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	<title>Ballverliebt &#187; Europa League</title>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>2:1-Sieg in Malmö, aber die Austria verschenkt&#8217;s fast noch</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 19:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<category><![CDATA[austria]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach fast sechs Jahren gewinnt die Austria mal wieder ein europäisches Gruppenspiel. Dabei wurde ein mehr aufgrund höherer Klasse als besserer Spielanlage herausgespielter 2:0-Vorsprung mutwillig durch seltsame Umstellungen in der Schlussphase beinahe noch hergeschenkt. Tomas Jun wurde nicht rechtzeitig fit &#8211; das hatte eine kleine Umstellung in der Mannschaft der Wiener Austria zur Folge. Alex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nach fast sechs Jahren gewinnt die Austria mal wieder ein europäisches Gruppenspiel. Dabei wurde ein mehr aufgrund höherer Klasse als besserer Spielanlage herausgespielter 2:0-Vorsprung mutwillig durch seltsame Umstellungen in der Schlussphase beinahe noch hergeschenkt.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5818" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-29-Malm%C3%B6-Austria.png"><img class="size-full wp-image-5818 " title="2011 09 29 Malmö-Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-29-Malm%C3%B6-Austria.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Malmö FF - Austria Wien 1:2</p></div>
<p><span id="more-5817"></span>Tomas Jun wurde nicht rechtzeitig fit &#8211; das hatte eine kleine Umstellung in der Mannschaft der Wiener Austria zur Folge. Alex Gorgon kam in die Mannschaft und übernahm die linke Seite, dafür rückte Nacer Barazite in die Mitte. Und er war dort das absolute Um und Auf bei den Violetten, also Mischung aus Zehner, hängender Spitze und Mädchen für alles im Mittelfeld.</p>
<p><strong><em>Nichts außergewöhnliches bei den Schweden</em></strong></p>
<p>Beim kürzlich entthronten schwedischen Meister aus Malmö stellte sich das System als klassischen 4-4-2 dar, das auch nicht besonders sophisticated angelegt war: Hoch aufrückende Abwehrkette, wenig Raum zwischen Vierteidigung und Angriff, und mit langen Bällen auf die beiden Spitzen Larsson und Ranegi. Erstaunlicherweise hatte die Austria in den Anfangsminuten gerade mit den zahlreichen, äußerst simplen, langen Pässen auf die beiden Stürmer von Malmö einige Probleme.</p>
<p>Die Schweden versuchten, den beiden Spieleröffnern Mader und Grünwald wenig Zeit am Ball zu lassen und Barazite so gut es ging zu isolieren. Was Malmö aber hauptsächlich in die Karten spielte, waren Leichtsinnigkeiten bei der Austria und das ungeheuerlich langsame Umschalten der Wiener von Defensive auf Offensive. Genau das nämlich machten die Gastgeber viel gedankenschneller und zwingender.</p>
<p><strong><em>Malmö schaltet schnell um</em></strong></p>
<p>Was sich in einigen Situationen zeigte, vor allem aber bei den zahlreichen unvorsichtigen Ballverlusten der Austria in der Vorwärtsbewegung. Sobald Malmö den Ball hatte, lief nicht nur der eine Spieler, der die Kugel erobert hatte, auf das Austria-Tor zu, sondern zumindest vier Mitspieler sprinteten ebenso Richtung gegnerischer Grundlinie, um die Austria-Abwehr zusätzlich unter Druck zu setzen und auf mögliche Abpraller gefasst zu sein.</p>
<p>Ganz anders bei der Austria: Kam Violett in Ballbesitz, wurde das Spiel erst einmal verschleppt, langsam gemacht; gewartet, bis sich die Mitspieler halbwegs in Position gebracht hatten. Was logischerweise dazu führte, dass dann längst auch die Schweden wieder gut gestaffelt standen und mit kurzen Pässen nicht mehr viel auszurichten war. Komisch, dass die Austria das beste Mittel gegen eine dicht gestaffelte, aber hoch stenden Abwehr viel zu selten versuchte: Steilpässe in den Lauf.</p>
<p><strong><em>Zwei richtige Aktionen, zwei Tore</em></strong></p>
<p>Es war bald klar, dass man sich durch den wenigen Platz im Zentrum nicht durchkombinieren kann. Aber mit Linz und auch Junuzovic auf der rechten Seite gab es durchaus schnelle Leute, die man steil in den Rücken der Viererkette schicken hätte können. Schnelle Pässe in den Raum gab es bei der Austria in der ganzen ersten Hälfte im Grunde nur in zwei Situationen &#8211; und genau das waren die beiden Tore zur 2:0-Halbzeitführung.</p>
<p>Erst wurde Junuzovic in den Raum hinter der Abwehr geschickt, sein Schussversuch wurde vor die Füße von Barazite geblockt und dieser zog trocken ab; dann sah Gorgon auf der anderen Seite Klein mit Tempo durchgehen, bediente ihn, und Alex Grünwald verwertete die Flanke zum zweiten Tor. Eine Führung, die sich angesichts des Spielverlaufs nicht wirklich abgezeichnet hatte, aber deutlich machte, dass die Austria an sich die klar bessere Mannschaft ist.</p>
<p>Denn es gab keinerlei Pressing, so konnte auch die Überzahl im Zentrum nicht genützt werden, es gab kaum Bälle in die Spitze, und doch eine 2:0-Führung. Auch, weil man sich man sich schnell auf die eher eindimensionale Spielgestaltung von Malmö einstellen konnte, kaum mehr als Weitschüsse zuließ und es den Schweden trotz guten Umschaltens immer seltener gelang, die Austria in Verlegenheit zu bringen.</p>
<p><strong><em>Souveränes Verwalten, bis&#8230;</em></strong></p>
<p>Und mit dem 2:0 hatte man nach Wiederanpfiff so ein wenig den Eindruck, dass die Austria das Spiel schon gewonnen hat, denn bei Malmö zeigte sich nun das klassische Problem mit einem 4-4-2: Wenn man nicht klar besser besetzt ist als ein im 4-2-3-1 oder 4-4-1-1 agierender Gegner (und das ist Malmö gegenüber der Austria ganz sicher nicht), kann man kein Spiel gestalten. Die Schweden versuchten nun durch intensiveres Pressing, der Austria den Ballbesitz zu nehmen.</p>
<p>Nur: Hatte die Heimmannschaft den Ball erobert, wusste sie nichts damit anzufangen. Die Austria hingegen stellte sich gut darauf ein, blieb mit sechs Mann hinten und stellte dort den Raum zu, während die vier Offensiven auf die sich immer wieder bietende Chance zu Kontern durch die nun einigermaßen entblößte Zentrale der Schweden lauerte. Die Austria spielte diese alles andere als konsequent aus, aber Malmö blieb ebenso harmlos.</p>
<p><strong><em>&#8230;Malmö richtig wechselt und die Austria falsch</em></strong></p>
<div id="attachment_5826" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Malm%C3%B6-Austria2.png"><img class="size-full wp-image-5826 " title="Malmö-Austria2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Malm%C3%B6-Austria2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 70. Minute</p></div>
<p>Alles deutete also auf ein souveränes Verwalten den 2:0-Vorsprungs hin, aber Malmö-Trainer Rikard Norling gab sich noch nicht geschlagen und stellte zwanzig Minuten vor Schluss auf ein 4-3-3 um &#8211; kurioserweise war es Innenverteidiger Pontus Jansson, der nun als Rechtsverteidiger spielte, ihn ersetzte der Finne Halsti im Abwehrzentrum. Ein logischer Wechsel, denn so konnte die Austria-Viererkette auseinander gezogen werden und gleichzeitig stellte man einen numerisches Gleichgewicht im Zentrum her.</p>
<p>Umso seltsamer war der folgende Wechsel von Karl Daxbacher: Für Roland Linz brachte er Petr Hlinka, stellte also somit das Zentrum defensiv zu. Das ginge, wenn man das Zentrum des Gegners anpresst und unter Druck setzt, genau das passierte aber gar nicht &#8211; und nur mit Raum zustellen geht&#8217;s heutzutage auch gegen einen an sich schwächeren Gegner auf internationaler Ebene nicht.</p>
<p>Alex Grünwald sollte nun etwas vorgerückt spielen, aber es fehlte nun so ein wenig das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive; Barazite war nun Solo-Spitze. Nun rannte Malmö die Austria über die Flanken nieder, riss Löcher und bekam das Spiel komplett in den Griff. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Ranégie zehn Minuten vor Schluss war logisch.</p>
<p>Die Austria packte danach endgültig die Angst, eine Partie noch herzugeben, die man komplett im Griff gehabt hatte; Malmö drückte, wenn auch mehr mit der Brechstange als noch wirklich durchdacht, auf den Ausgleich. Wie blank die Nerven bei der Austria lagen, dokumentiert auch der eher kuriose Ausschluss von Alex Grünwald, der sich bei seiner Auswechslung wohl etwas gar viel Zeit gelassen hatte. Aber es reichte.</p>
<p><em><strong>Fazit: Mutwillig einen sicheren Sieg fast hergeschenkt</strong></em></p>
<p>Inhaltlich war Malmö schon in der ersten Hälfte eigentlich die patentere Mannschaft, aber die individuelle Klasse war auf Seiten der Austria und so fiel die Spielanlage, die gegen einen stärker besetzten Gegner mit gleicher Ausrichtung garantiert nicht zum Erfolg geführt hätte, nicht allzu sehr ins Gewicht. Ja, durch zwei der wenigen tauglichen Angriffsaktionen kam man zu einer recht komfortablen 2:0-Führung, die in der zweiten Halbzeit souverän zu halten gewesen sein schien.</p>
<p>Aber die äußerst feige und auch nicht wirklich sinnbringende Reaktion der Austria, gegen ein flügelorientiertes 4-3-3, auf das Malmö in der 70. Minute umstellte, das Zentrum zuzustellen, hätte beinahe noch den Sieg gekostet. Letztlich war es einer Portion Glück zu verdanken, dass eine aufgrund der höheren Klasse souveräne Führung nicht noch auf recht patscherte Art und Weise verdaddelt wurde.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Nach Flutlichtausfall war Lok Moskau munterer &#8211; Sturm verliert mit 1:2</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 21:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Couceiro]]></category>
		<category><![CDATA[foda]]></category>
		<category><![CDATA[Lok Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[muratovic]]></category>
		<category><![CDATA[sturm]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch eine 40-minütige Verzögerung des Anpfiffs wegen Problemen mit dem Flutlicht konnte die Russen nicht einschläfern: Lok Moskau dominierte Sturm über weite Strecken klar und konnte es sich dann leisten, sich zurück zu lehnen. Somit startet der österreichische Meister mit einer 1:2-Heimniederlage in die Europa-League-Gruppenphase. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Sturm-Trainer Franco Foda ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Auch eine 40-minütige Verzögerung des Anpfiffs wegen Problemen mit dem Flutlicht konnte die Russen nicht einschläfern: Lok Moskau dominierte Sturm über weite Strecken klar und konnte es sich dann leisten, sich zurück zu lehnen. Somit startet der österreichische Meister mit einer 1:2-Heimniederlage in die Europa-League-Gruppenphase.</em></strong></p>
<div id="attachment_5765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Sturm-Lok.png"><img class="size-full wp-image-5765 " title="2011 09 15 Sturm-Lok" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Sturm-Lok.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - Lokomotiv Moskau 1:2</p></div>
<p><span id="more-5763"></span>Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Sturm-Trainer Franco Foda ab Winter ÖFB-Teamchef wird. Noch aber ist der Deutsche der Verantwortliche auf der Bank von Meister Sturm Graz &#8211; und im Spiel gegen Lok Moskau wurde das größte Problem schnell offensichtlich: Die totale Unterlegenheit im Mittelfeld. Das gewohnte 4-4-2 Fodas sieht nun mal nur zwei Mann in der Zentrale vor, und wenn einerseits einer davon eine Immobilie wie Samir Muratovic ist und andererseits der Gegner mit drei Mann auf engstem Raum ständige Überzahl herstellen, noch dazu mit gezieltem Pressing, ist da nicht viel zu machen.</p>
<p><strong><em>Lok sofort klar überlegen</em></strong></p>
<p>Und so war es dann auch: Die Russen übernahmen sofort das Kommando über das Zentrum und ließen einen geordneten Spielaufbau bei Sturm gar nicht zu. Damit war es aber nicht getan: Im 4-3-3 von Lok Moskau drückten die Außenverteidiger sehr nach vorne, und kreuzten gut mit den Flügelstürmern &#8211; mal hinterlaufen, mal ins Zentrum hinein. Die Viererkette von Sturm wurde so ziemlich auseinander gezogen.</p>
<p>Außerdem rückten die beiden defensiveren Spieler im russischen Mittelfeld, Glushakov und Osdojev ebenso relativ weit auf und mit den Innenverteidigern auf Höhe der Mittellinie wurde Sturm überhaupt kein Raum zum Atmen gegeben. Lok spielte den österreichsichen Meister ziemlich her, weil sich im schnellen Spiel immer ein freier Mann fand und Sturm mit dem Tempo auch einfach nicht mitkam.</p>
<p><strong><em>Führung gegen den Spielverlauf</em></strong></p>
<p>Die einzige Chance von Sturm war, nach Ballgewinn so schnell wie möglich mit Steilpässen die hohe Verteidigungslinie von Lok Moskau auszunützen und so schnörkellos wie möglich in deren Rücken zu gelangen. Nach einer Viertelstunde gelang dies mit einem blitzgescheiten Pass von Weber auf Wolf hervorragend, die Hereingabe verwertete Szabics komplett gegen den Spielverlauf zum 1:0 für Sturm &#8211; und kaum eine Minute später hatte der Ungar sogar die Chance auf das 2:0.</p>
<p>Die Probleme wurden aber dennoch nicht weniger. Der extrem mobile Zehner Senijad Ibricic war von Muratovic nie auch nur in irgendeiner Weise in den Griff zu bekommen; wie überhaupt das Spiel am erstaunlich tief stehenden Bosnier komplett vorbei lief. Die Überlegung hinter Muratovic&#8217; Positionierung wird wohl seine Fähigkeit zu klugen Pässen in der Spieleröffnung gewesen sein, aber er wurde praktisch nie ins Spiel mit einbezogen, und wenn doch, hatte er augenblicklich fünf Lok-Spieler um sich herum.</p>
<p><strong><em>Blöde Gegentore</em></strong></p>
<p>Trotz der drückenden spielerischen Überlegenheit tat sich Lok aber schwer, wirklich Zugriff auf den Strafraum von Sturm zu erlangen. So mussten zwei Aktionen für Tore der Russen herhalten, die mit spielerischen Mitteln eigentlich gar nichts zu tun hatten, um das Spiel verdientermaßen zu ihren Gunsten zu drehen.</p>
<p>Erst traf ein Freistoß den vor dem Tor stehenden Obinna am Fuß, ohne dass der wirklich etwas dafür konnte (das 1:1), und kaum eine Minute später reagierte Kapitan Dmitri Sitchov am schnellsten, nachdem ein Schuss von Glushakov (der auch vorher schon gefährlich aus der Distanz abgezogen hatte) aus über 30 Metern von der Latte zurück prallte.</p>
<p><strong><em>Drei Aspekte nach der Pause</em></strong></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel konnte sich Sturm gut aus der Umklammerung der Russen lösen. Das hatte drei Gründe: Erstens nahm Lok-Coach José Couceiro Ibricic aus dem Spiel und brachte dafür Zapater. Entweder Ibricic war angeschlagen oder er sollte geschont werden, denn mit seiner Leistung konnte die Auswechslung nichts zu tun haben. Was sich auch am Spiel ohne ihn zeigte: Zapater bemühte sich zwar redlich, aber er konnte trotz eines durchaus großen Aktionsradius nie die Präsenz und die Gefahr ausstrahlen, wie das Ibricic vor ihm konnte.</p>
<p>Zweitens wechselten Maicon und Obinna die Seiten &#8211; und zwar auf ihre jeweils &#8220;richtige&#8221;, sprich, Linksfuß Obinna spielte nun auch links, Rechtsfuß Maicon rechts. Dadurch gab es nicht mehr im gleichen Ausmaß wie zuvor die Läufe der beiden nach innen, wodurch zwar die Breite im Spiel der Russen immer noch gegeben war, aber das Zentrum von Sturm deutlich mehr Luft holen konnte.</p>
<p>Und drittens nützten das die Grazer aus, um merklich aufzurücken. Weber und Muratovic hatten nun nicht mehr sofort einen Gegenspieler an sich kleben, wenn sie den Ball hatten, wodurch sich das Spiel merklich weiter vom Sturm-Tor entfernte.</p>
<p><strong><em>Sturm geht die Luft aus</em></strong></p>
<p>Dieser Effekt sollte noch verstärkt werden, indem Bodul nach rund einer Stunde die Position von Muratovic im Zentrum einnahm und Mario Hass statt seiner in die Spitze ging. Bodul interpretierte seine Position deutlich offensiver als Muratovic vor ihm, was dem Spiel von Sturm durchaus gut tat. Alleine die wirkliche Torgefahr konnte weiterhin nicht entwickelt werden &#8211; russische Teams sind für ihre kompromisslose Abwehrarbeit bekannt, in keiner anderen Liga Europas fallen dermaßen wenig Tore wie in der russischen.</p>
<p>In der letzten Viertelstunde aber schienen bei Sturm die Kräfte immer deutlicher nachzulassen. In jedem Fall kam Maicon auf der rechten Seite viel besser ins Spiel, spätestens ab dem Moment, als sein Gegenspieler Joachim Standfest nach einer eher rüden Attacke am Brasilianer verwarnt worden war und sich in den Zweikämpfen mit ihm zurückhalten musste. Es machte, je mehr sich das Spiel seinem Ende näherte, immer weniger den Eindruck, Sturm könnte wirklich noch den Ausgleich schaffen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Vor allem vor der Pause war Lok klar besser</em></strong></p>
<p>In der ersten Halbzeit war Lok Moskau die klar überlegene Mannschaft &#8211; dominant im Mittelfeld, stark über die Außen, gutes Pressing, viel Laufarbeit. Dass Szabics das 1:0 für Sturm machte und gleich danach beinahe für das 2:0 gesorgt hätte, stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Dennoch muss sich Sturm über den Doppelschlag und den somit entstandnenen Rückstand ärgern, weil beide Tore der Russen nicht herausgespielt waren.</p>
<p>Mit der Herausnahme von Ibricic und dem Seitenwechsel von Obinna und Maicon, wozu auch immer er gut gewesen sein soll, brachte sich Lok selbst um die Dominanz, die das Team noch in der ersten Halbzeit ausgestrahlt hatte. Doch die gute Defensivarbeit der Moskauer erlaubte es Sturm nie wirklich, einem Ausgleich nahe zu kommen. Im Gegenteil &#8211; in der Schlussviertelstunde schien ein 3:1 wieder wahrscheinlicher.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5763&amp;md5=832f82bd1d52c36d88ca5d25f27bc6eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ried kann&#8217;s auch mit Viererkette &#8211; 0:0 gegen Eindhoven!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 21:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[eindhoven]]></category>
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		<description><![CDATA[Kapitän Glasner nach seiner Not-OP out, Mader zur Austria gewechselt &#8211; und doch holt Ried mit dem 0:0 gegen PSV Eindhoven das nächste tolle internationale Resultat! In einem Spiel, in dem Paul Gludovatz vom 3-3-3-1 abrückte, um gegen den Drei-Mann-Sturm und die holländische Windmühle im Zentrum gerüstet zu sein. Was macht man, wenn man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Kapitän Glasner nach seiner Not-OP out, Mader zur Austria gewechselt &#8211; und doch holt Ried mit dem 0:0 gegen PSV Eindhoven das nächste tolle internationale Resultat! In einem Spiel, in dem Paul Gludovatz vom 3-3-3-1 abrückte, um gegen den Drei-Mann-Sturm und die holländische Windmühle im Zentrum gerüstet zu sein.</em></strong></p>
<div id="attachment_5545" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedPSV.png"><img class="size-full wp-image-5545 " title="RiedPSV" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/RiedPSV.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - PSV Eindhoven 0:0</p></div>
<p><span id="more-5542"></span>Was macht man, wenn man sich einem Drei-Mann-Sturm holländischem Format gegenüber sieht? Wenn man, wie Ried, üblicherweise mit einer Dreier-Abwehrkette agiert, bietet sich eine Umstellung auf Viererkette an &#8211; um wieder den einen Mann mehr zu haben, den man als Dreierkette gegen einen Zwei-Mann-Sturm hat. Das macht Paul Gludovatz gegen die Ein/Drei-Mann-Angriffsformationen in der heimischen Liga nicht, weil da die Gegnerschaft nicht um Klassen besser ist als die Innviertler.</p>
<p><strong><em>Striktes Defensiv-Konzept</em></strong></p>
<p>Gegen den PSV Eindhoven befand Gludovatz das aber sehr wohl als notwendig, denn die Holländer sind zwar längst kein aboluter internationaler Spitzenverein mehr, aber als Top-Team der Eredivisie dennoch klar über Ried zu stellen. So ging der Ried-Coach erstmals seit etwas mehr als einem Jahr &#8211; einem 0:3 gegen Sturm &#8211; vom 3-3-3-1 als Startformation ab und schickte ein 4-2-3-1 auf das Feld. Wobei sich der Sechser Hadzic, wie im modernen Fußball üblich, immer wieder zwischen die Innenverteidiger Reifeltshammer und Karner fallen ließ, während sich Ziegl als Achter wann immer möglich nach vorne mit einschaltete.</p>
<p>Um die PSV-Außenstürmer kümmerten sich vornehmlich Riegler (um Lens) und Hinum (um Mertens). Die beiden waren dadurch sehr viel in der Defensive gebunden und wurden von ihren Gegenspielern nicht selten relativ weit in die Mitte gezogen, bis auf zwei, drei Situationen konnten die beiden aber einigermaßen ruhig gehalten werden. Was für Mittelstürmer Ola Toivonen hieß, dass er sich tendenziell eher zurückfallen lassen musste, um Bälle zu sehen &#8211; das macht ihm aber nichts, das muss er in der schwedischen Nationalmannschaft als hängende Spitze hinter Ibrahimovic genauso machen.</p>
<p>Hier war Hadzic allerdings sehr umsichtig und die Innenverteidiger ließen sich kaum einmal aus der Position ziehen. Ein größeres Problem waren da schon eher die aufrückenden Außenverteidiger der Holländer. Sobald diese Lexa bzw. Royer überwunden hatten, konnten sie unbedrängt durchgehen &#8211; im normalen Rieder System steht da sonst gleich mal der Wing-Back als nächste Instanz da.</p>
<p><em><strong>Eindhovener Windmühle im Zentrum</strong></em></p>
<p>Was auf den Außenbahnen von PSV ablief, passierte grundsätlich recht schematisch und immer sehr ähnlich. Womit die Holländer Ried aber so richtig verwirrten, war die sich ständig drehende Windmühle der drei zentralen Spieler von Eindhoven &#8211; das ständige Rochieren von Strootman, Ojo und Wijnaldum hebelte den numerischen Gleichstand, der mit 3-gegen-3 um den Mittelkreis eigentlich herrschte, komplett aus.</p>
<p>Gegen den Ball (was bei 75% Ballbesitz in Hälfte eins kaum einmal vorkam) orientierten sich die drei sofort gegen den Mann, im Spielaufbau wurde rochiert, was das Zeug hält. So hatten die Gäste das Spiel relativ problemlos unter Kontrolle und setzten sich schnell in der Rieder Hälfte fest, doch gemessen an der Überlegenheit an Spielanteilen kam dabei relativ wenig dabei heraus: Gebauer musste zwei-, dreimal eingreifen, einmal hatte Ried bei einem verpassten Stanglpass Glück; aber die Null stand.</p>
<p><strong><em>Einrücken ohne Hinterlaufen</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p>Lexa und Royer ziehen normalerweise relativ früh nach innen und lassen sich von den aufrückenden Wing-Backs hinterlaufen &#8211; so entsteht im 3-3-3-1 die so gut funktionierende Überzahl auf den Flügeln. Im 4-2-3-1 gegen Eindhoven rückten die beiden Rieder Außen zwar genauso nach innen, aber es fehlte an den aufrückenden Außenverteidigern, die den freien Raum hätten nützen können.</p>
<p>So blieben Standardsituationen, aus denen die Innviertler vor allem gegen Ende der ersten Hälfte gefährlich wurden, und Daniel Royer. Der kleine Blondschopf konnte, anders als der etwas überforderte Hammerer und der viel defensiv geforderte Nacho, den Ball immer wieder ganz gut behaupten und suchte auch den Abschluss. In die Kabinen ging es aber ohne Tore auf beiden Seiten.</p>
<p><em><strong>Umklammerung lässt nach</strong></em></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel gelang es den Rieder zunehmend besser, die Flügel unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Außenstürmer der Holländer konnten Karner und Hinum nun nicht mehr wie zuvor in die Mitte zeihen, auch weil Lexa und Royer nun etwas mehr nach hinten arbeiteten. Zudem wurde das holländische Dreigestirn im Zentrum vor allem von Hadzic und Nacho nun deutlich mehr unter Druck gesetzt, die Windmühle also praktisch zum Stillstand gebracht.</p>
<p>So löste sich die Umklammerung, in der die Rieder vor der Pause noch waren, immer mehr und Gebauer musste in der kompletten zweiten Halbzeit nur noch dreimal eingreifen &#8211; ansonsten hing Toivonen komplett in der Luft und auch seine Ausflüge in tiefere Gefilde waren mangels Unterstützung aus der Mittelfeld nicht von Erfolg gekrönt.</p>
<p><strong><em>Mehr Präsenz, mehr Kräfte</em></strong></p>
<p>Für die Rieder war es kein Nachteil, dass Hammerer kurz nach der Pause verletzt vom Platz musste. Einen Gegner vom Kaliber eines PSV Eindhoven hatte der Bursche noch nie, das mekte man &#8211; und Casanova, der für Hammerer eingewechselt wurde, zeigte in der Spitze mehr Präsenz und war eher in der Lage, auch mal Bälle zu halten, bis Mitspieler nachgerückt waren.</p>
<p>Hinzu kam noch, dass die Rieder &#8211; und das war schon im Rückspiel bei Brøndby deutlich sichtbar geworden &#8211; konditionell in einer unglaublichen Verfassung sind. Ließen die Kräfte bei Eindhoven, je länger das Spiel ging, immer deutlicher nach, waren körperliche Verschleißerscheinungen bei den Innviertlern kaum auszumachen. So konnte der Cupsieger in der Schlussphase sogar noch in einem Maße aufdrehen, dass sie vor dem Schlusspfiff einem eventuellen Siegtreffer sogar näher waren.</p>
<p><strong><em>Fazit: Umstellungen zahlten sich aus</em></strong></p>
<p>In der ersten Halbzeit war es den Riedern deutlich anzumerken, dass sie es überhaupt nicht gewohnt sind, hinten mit Viererkette zu spielen &#8211; defensiv stand man gegen die drei Stürmer zwar zumeist recht ordentlich, aber die andere Raumaufteilung wirkt sich natürlich auch auf das restliche Spielfeld aus. Dazu muss man natürlich erwähnen, dass die individuelle Klasse bei Eindhoven deutlich höher ist als in der heimischen Liga und auch über jene von Brøndby zu stellen ist.</p>
<p>Vor allem der Druck über die Flügel fehlte komplett, dafür war es gegen das vor allem vor der Pause unglaublich rochierende Zentrum der Holländer absolut notwendig, mehr Manpower als beim 3-3-3-1 im und um den Mittelkreis zu haben. Das wirkte sich nach der Pause immer positivier aus, je mehr die Kraftvorteile bei den Riedern zum Vorschein kamen.</p>
<p>Letztlich haben sich die Innviertler gegen einen übermächtig scheinenden Gegner wieder mit Hirnschmalz, guten Adjustierungen in der Halbzeit und extremer Kondition das Unentschieden redlich verdient. Und das alles, wohlgemerkt, ohne Glasner und ohne Mader. Und mit einem Defensiv-Sextett, das im Schnitt nur 21,8 Jahre alt ist!</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5542&amp;md5=5358f05b929c885f47166a809d6cd062" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Bullen-Motto: Raus auf die Flügel!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/07/14/das-bullen-motto-raus-auf-die-flugel/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 20:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan]]></category>
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		<description><![CDATA[Drei baugleiche Tore &#8211; Alan verwertet Flanke &#8211; entschieden die Bullen ihr Europacup-Spiel in Lettland schon vor der Pause für sich. Klar ersichtlich war die Offensiv-Strategie von Ricardo Moniz: Über die Flügel zum Erfolg kommen. Unter Ricardo Moniz waren die unter dem eiskalten Stevens-Regiment eingefrorenen Bullen merklich aufgetaut &#8211; nun hat der Holländer seine erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Drei baugleiche Tore &#8211; Alan verwertet Flanke &#8211; entschieden die Bullen ihr Europacup-Spiel in Lettland schon vor der Pause für sich. Klar ersichtlich war die Offensiv-Strategie von Ricardo Moniz: Über die Flügel zum Erfolg kommen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Liepaja-Salzburg.png"><img class="size-full wp-image-5271 " title="Liepaja-Salzburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Liepaja-Salzburg.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Metalurg Liepaja - Red Bull Salzburg 1:4</p></div>
<p><span id="more-5269"></span>Unter Ricardo Moniz waren die unter dem eiskalten Stevens-Regiment eingefrorenen Bullen merklich aufgetaut &#8211; nun hat der Holländer seine erste Vorbereitung als Cheftrainer hinter sich. Und das Credo von Moniz wurde beim ersten Pflichtspiel der neuen Saison, dem EL-Qualispiel in Lettland, auch deutlich: Selbst agieren und über die Flügel zum Erfolg kommen.</p>
<p>Die Letten kamen in einem etwas eigentümlichen 4-3-2-1 daher, in dem allerdings die Außenpositionen im Mittelfeld von der Dreierkette durchaus besetzt wurden. Die Besonderheit dabei: Mit Prohorenkovs stand nur ein Spieler vor dem zentralen Trio der Salzburger mit Cziommer, Leitgeb und Lindgren; die beiden hängenden Spitzen der Letten gingen oft erst zum Mann, wenn dieser den Ball hat. Dafür stand die Abwehr sehr hoch und die Salzburger Flügelstürmer hatten praktisch immer zwei Gegenspieler.</p>
<p><strong><em>Gute Defensivstrategie der Letten</em></strong></p>
<p>Was genau zur Spielweise der Bullen passte &#8211; denn das Grundprinzip war, aus der Zentrale heraus die Außenstürmer Zárate und Jantscher einzusetzen, die dann in den Strafraum flanken sollten. Durch die hohe Verteidigungslinie der Letten und die strikte Bewachung der Salzburger Flügel schafften es die Bullen nicht wirklich, dieses Spiel aufzuziehen.</p>
<p>Womit die Gäste zwar ein deutliches Plus an Ballbesitz für sich verbuchen konnten, damit aber keine echte Gefahr für das Metalurg-Tor ausstrahlten. Erst ein beherzter Alleingang von Svento auf der linken Seite, der die Letten am falschen Fuß erwischte, erreichte sein Ziel: Der in der Mitte bediente Alan drehte sich noch gekonnt um Kapitän Tamosauskas herum und versenkte zum 1:0.</p>
<p><strong><em>Jetzt klappt das Bedienen der Flanken</em></strong></p>
<p>Einmal durchbrochen, knickten die Hausherren merklich ein. Weil die Außen im Mittelfeld nun etwas aufrückten, um selbst mehr nach vorne tun zu können, bekamen Jantscher und Zárate nun den Raum, den sie bei den langen, hohen Bällen auf sie brauchten. Eine Hereingabe von links von Jantscher nützte Alan alsbald zum 2:0, eine von rechts von Zárate kurz vor der Pause zum 3:0 &#8211; womit die Entscheidung längst herbeigeführt war.</p>
<p>Für die zweite Halbzeit stellte Metalurg-Coach Vladimirs Osipovs dann auch ein 4-4-2 um, indem er Kavaliauskas etwas nach hinten beorderte und Valskis leicht hinter Kamess in die Spitze ging. Nun war das Zentrum zwar etwas mehr in der Hand der Salzburger, wodurch auch Rasmus Lindgren etwas mehr ins Spiel fand &#8211; am Neuzugang war die erste Hälfte völlig vorbeigelaufen &#8211; aber am Gesicht des Spiels änderte sich nichts. Salzburg versuchte weiter, die Flanken zu bedienen und die Letten versuchten weiterhin, das zu verhindern.</p>
<p><strong><em>Anschlusstor ohne Auswirkung</em></strong></p>
<p>Nach einer Stunde erzielte zwar auch Metalurg ein Tor, nachdem Kalns von der zu weit nach hinten gerückten Bullen-Abwehr etwas zu viel Platz bekam. Aber im Grunde hatten die Salzburger das an Intensität deutlich nachlassende Geschehen sehr sicher im Griff. So konnte Moniz eine Viertelstunde vor Schluss noch Neuzugang Leonardo (statt Jantscher) bringen, der zwar auch vom Flügel kam, aber eher zentraler als Jantscher vor ihm, sodass er mehr ein Mittelding aus zweiter Spitze und Rechtsaußen gab.</p>
<p>Ein Pfostenschuss der Letten ließ zehn Minuten vor Schluss die Zuschauer noch einmal aufschrecken, aber gegen Ende drehten die Bullen dann doch noch ein wenig mehr am Tempo statt an der Zeit. Der 25m-Hammer von Cziommer zum 4:1-Endstand war dann noch ein schöner Schlusspunkt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Über die Flügel zum Erfolg</em></strong></p>
<p>Das Rezept der Bullen war recht offensichtlich: Die Flügel bedienen, das Spiel in der Offensive so breit wie möglich machen. Die Zentrale war im Spiel nach vorne komplette Tabuzone, Leitgeb und Cziommer hatten ganz klar den Auftrag, den Außenstürmer steil zu schicken. Sobald die Letten ihre hohe Verteidigungslinie nicht mehr so gut halten konnten und ihre Mittelfeld-Flügel nach dem ersten Tor aufrückten, klappte das auch immer besser. So steht ein am Ende nie wirklich gefährderter Sieg, nach dem man das Rückspiel als Test unter Wettkampfbedingungen sehen kann.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5269&amp;md5=30431ea8a4a0b52a01d0e943aee660d8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spiel eins nach Baumgartlinger: Die Austria gewinnt 3:0 in Montenegro</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 18:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Baumgartlinger]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, Augenschmaus war das erste Pflichtspiel der Austria in der neuen Saison nicht. Letztlich wurde es einem beängstigend tempoarmen Spiel ein 3:0-Arbeitssieg in der montenegrinischen Hitze bei Rudar Pljevlja. Rückschlüsse zu ziehen, fällt schwer. Nur dass der Baumgartlinger-Abgang tatsächlich schwer zu kompensieren sein wird, deutete sich an. Vornehm ausgedrückt, führten beide Teams nicht gerade ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nein, Augenschmaus war das erste Pflichtspiel der Austria in der neuen Saison nicht. Letztlich wurde es einem beängstigend tempoarmen Spiel ein 3:0-Arbeitssieg in der montenegrinischen Hitze bei Rudar Pljevlja. Rückschlüsse zu ziehen, fällt schwer. Nur dass der Baumgartlinger-Abgang tatsächlich schwer zu kompensieren sein wird, deutete sich an.</em></strong></p>
<div id="attachment_5263" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rudar-Austria-0-3.png"><img class="size-full wp-image-5263 " title="Rudar-Austria 0-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rudar-Austria-0-3.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rudar Pljevlja - Austria Wien 0:3</p></div>
<p><span id="more-5262"></span>Vornehm ausgedrückt, führten beide Teams nicht gerade ein Tempodiktat. Im Gegenteil: Das Spiel schleppte sich auf äußerst überschaubarem Tempo dahin. Bei der Austria setzte Karl Daxbacher auf ein 4-4-2 mit einem defensiven (Suttner) und einem offensiven Spieler (Junuzovic) im Zentrum. Dieses hatte war nominell gegen das 4-1-4-1 der Montenegriner, das bei Ballbesitz zu einem 4-3-3 wurde, in Unterzahl, weil aber Rudar-Sechser Franciskovic sich sehr weit zurück fallen ließ und oft sogar Linz und Barazite vor sich hatte.</p>
<p>Suttner spielte die Rolle, die bis vor Kurzem Julian Baumgartlinger inne hatte, zwar bemüht und brav, die ordnende Funktion seines Vorgängers konnte er aber nicht übernehmen. Der aktivste Austrianer war in der ersten Hälfte Michael Liendl auf der linken Seite: Er hatte mit Popovic zwar den aktiveren der beiden Rudar-Außenverteidiger gegen sich, aber weil mit Milan Jovanovic der Flügelstürmer verhältnismäßig hoch stand und sich Leovac um ihn kümmerte, konnte Liendl durchaus den Vorwärtsgang einlegen.</p>
<p>Dass das Spiel ohne die großen Szenen vor sich hinplätscherte lag auch daran, dass beide Teams, vor allem aber Rudar, Angriffsversuche immer wieder verschleppten und abbremsten. Direktes, schnelles Spiel nach vorne war bei beiden Teams nicht gerade angesagt &#8211; und so war es eher aus heiterem Himmel, als ein kluger Lochpass von Junuzovic im gegnerischen Strafraum Barazite fand und dieser zum 1:0 traf.</p>
<p><strong><em>Austria hat zweite Halbzeit im Griff</em></strong></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel blieben die Montenegriner schon im Mittelfeld von den Austrianern weg. Diese nützten das aus, indem die Passgenauigkeit stieg und so der Ballbesitz kontrolliert werden konnte. In dieser Phase zeigte sich erstmals deutlich, dass die in weiß spielenden Violetten letztlich doch die klar besseren Spieler in ihren Reihen haben, und mit dem 2:0 nach einer Ecke, erneut von Barazite nach Junuzovic-Vorlage, war das Spiel entschieden.</p>
<p>Rudar stellte in der Folge hinten auf eine Dreierkette um und brachte mit Mrdak statt Popovic einen zusätzlichen Stürmer als Anspielstation neben Ivica Jovanovic in der Spitze. Gleichzeitig war Karl Daxbacher offenbar mit dem 2:0 zufrieden, denn mit Liendl nahm er einen Offensiven runter und stellte mit Petr Hlinka einen zweiten Sechser in die Zentrale; Junuzovic ging nach Außen.</p>
<p>Weil sich die montenegrinische Dreierkette &#8211; allenfalls der statt Linksaußen Igumanovic eingewechselte Ivanovic rückte auf die linke Abwehrseite zurück &#8211; von einem beherzte Flankenlauf des sehr fleißigen Barazite auf der rechten Defensivseite auseinander reißen ließ, hatte Jun (statt Linz gekommen) im Zentrum viel Platz zur Verfügung und stellte auf 3:0; kaum zwei Minuten später vergab er die Chance auf das 4:0 nur knapp. Woraufhin Rudar den Schaden begrenzen wollte und hinten wieder auf die Viererkette zurück ging, In Kauf nehmend, nicht mehr wirklich gefährlich zu werden.</p>
<p><strong><em>Fazit: Verdienter Sieg mit Leistungssteigerung</em></strong></p>
<p>War es in der ersten Halbzeit noch ein unglaublich langsamer und ebenso uninspiererter Kick von beiden Seiten, fing sich die Austria nach der Pause merklich und nützte den ihnen zur Verfüngung gestellten Platz routiniert aus. Die Sechserposition dürfte gegen bessere Gegner ohne Julian Baumgartlinger wohl das größte Problem werden, denn hier fehlt eindeutig jemand, der diese Position gewohnt ist und von dort auch Akzente setzen kann &#8211; nicht wie Zerstörer Hlinka. Was die beiden einzigen Neuen in der Startformation &#8211; Goalie Grünwald und Innenverteidiger Rogulj &#8211; können, ist noch kaum zu beurteilen. Zu wenig wurden sie wirklich gefordert.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5262&amp;md5=f171f39bf9c23ced717d480b8fff8757" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Villas-Boas besteht die Meisterprüfung</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/18/villas-boas-besteht-die-meisterprufung/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 21:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[33 Jahre alt, und schon ein europäischer Champion: André Villas-Boas, der sich selbst als Nachfolger von Sir Bobby Robson sieht, feiert mit dem 1:0-Arbeitssieg in einem unspektakulären Finale gegen Braga seinen endgültigen internationalen Durchbruch. Untypisch für Porto mit sehr kontrollierter Offensive. Gianluca Vialli war der jüngste Trainer, der einen Europacup gewann &#8211; als Chelsea 1998 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>33 Jahre alt, und schon ein europäischer Champion: André Villas-Boas, der sich selbst als Nachfolger von Sir Bobby Robson sieht, feiert mit dem 1:0-Arbeitssieg in einem unspektakulären Finale gegen Braga seinen endgültigen internationalen Durchbruch. Untypisch für Porto mit sehr kontrollierter Offensive.</em></strong></p>
<div id="attachment_4762" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Porto-Braga.png"><img class="size-full wp-image-4762 " title="Porto-Braga" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Porto-Braga.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Porto - Sporting Braga 1:0</p></div>
<p><span id="more-4759"></span>Gianluca Vialli war der jüngste Trainer, der einen Europacup gewann &#8211; als Chelsea 1998 im Cupsieger-Finale von Stockholm durch ein Tor von Gianfranco Zola Stuttgart mit 1:0 besiegte, war er ein paar Monate älter als André Villas-Boas. Der in Anlehung an seinen Lehrmeister José Mourinho auch &#8220;The Special Two&#8221; genannt wird. Sich selbst aber eher in den Fußstapfen seines Entdeckers Sir Bobby Robson sieht. Und gegen den unangenehmen Underdog aus Braga mit seiner Mannschaft vor der Drucksituation stand, als haushoher Favorit eigentlich nur verlieren zu können.</p>
<p>Die beiden Spieler mit dem größten Einfluss auf das Spiel waren die  beiden, die wohl am wenigsten aufgefallen sind: Vandinho und Custódio im  defensiven Mittelfeld von Braga. Diese beide schafften es beinahe im  Alleingang, das sonst so spielstarke und im Spielaufbau der Flügel von  Porto so wichtige Mittelfeld im 4-3-3 von Porto völlig zum erliegen zu  bringen. Moutinho und vor allem der seit Monaten in einer Traumform  agierende Guarín waren über weite Strecken der ersten Hälfte überhaupt  kein Faktor, Fernando fand somit kaum Anspielstationen und das  Angriffsspiel von Port war praktisch vollständig auf lange Bälle  reduziert.</p>
<p>Álvaro Pereira und Christian Sapunaru konnten zudem oft nicht wie  gewünscht nach vorne marschieren, weil die Außenspieler von Braga &#8211; vor  allem Alan, aber auch Paulo César &#8211; über die Flügel eine ständig  drohende Gefahr waren und Bälle gut abschirmten, sodass die Mitspieler  Zeit hatten, aufzurücken. So war der einzige Spieler, der Braga in der  ersten Hälfte dauerhaft Probleme bereitete, Hulk.</p>
<p><strong><em>Hulk, die zentrale Anspielstation</em></strong></p>
<p>Denn nur der Brasilianer blieb als tauglicher Emfpänger für die hohen  Bälle über das Mittelfeld hinweg in Frage. Silvestre Varela bemühte  sich zwar redlich, ihm fehlt es aber an der körperlichen Statur, und  Falcao war bei Paulão und Alberto Rodríguez in guten Händen. Hulk aber  spielte, was er am besten kann: Den schnellen und bulligen Flügelstürmer  mit Zug zum Tor, gegen den oft nur überharter Einsatz hilft. So holten  sich schon in der ersten halben Stunde mit Viana und Sílvio zwei  Gegenspieler von Hulk die gelbe Karte ab &#8211; Sílvio hätte sich für seine  rüde Attacke sogar über Rot nicht beschweren dürfen.</p>
<p>Defensiv stand Braga vor allem dank Vandinho und Custódio also  hervorragend, nach vorne brachte der Außenseiter aber wenig auf die  Kette. Alan und Paulo César drückten die Porto-AVs zwar gut nach hinten,  ihre Pässe in die Mitte auf Lima wurden aber entweder verhindert oder  kamen nicht an. So verharrte das Spiel über weite Strecken der ersten  Halbzeit in einer Art gegenseitiger Würgegriff: Das Mittelfeld wurde  defensiv zwar von Braga dominiert, kreativ wurden die Roten aber nicht;  und auf den Flügeln stand man sich gegenseitig auf den Füßen.</p>
<p><strong><em>Erste Schlampigkeit sofort bestraft</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p>Bis kurz vor der Pause Viana und Vandinho  für einmal Fredy Guarín  doch entwischen ließen. Seine präzise Flanke aus dem Halbfeld  verwandelte Landsmann Falcao per Kopf zum 1:0 für Porto, weil auch die  Innenverteidigung von Braga in dieser Szene mal nicht im Bilde war.  Bitter für den Außenseiter, denn so wurde die erste Schlampigkeit in  einer bis dahin defensiv extrem stark geführten Partie sofort bestraft.</p>
<p>Und  die zweite große Schlampigkeit folgte unmittelbar nach Wiederanpfiff:  Der für Viana eingewechselte Mossoró luchste Rolando den Ball ab, lief  alleine auf Helton zu &#8211; aber anstatt überlegt zum Ausgleich  einzuschieben, schoss er den schon halb am Boden liegenden Porto-Goalie  mehr oder weniger an.</p>
<p><strong><em>Änderungen bei Braga verpuffen</em></strong></p>
<p>Domingos  Paciênca wechselte eben in der Pause zweimal innerhalb seines Systems:  Neben dem Innenverteidiger-Tausch Kaká für Rodríguez kam Mossoró für den  unauffälligen Viana &#8211; der ehemalige Jungstar, der auch bei Newcastle  und Valencia spielte, brachte nach vorne nur sehr wenig und hatte  defensiv schon die Hypothek einer gelben Karte zu tragen. Mossoró  interpretierte die Rolle etwas offensiver und orientierte sich noch mehr  als Viana auf die Seite von Paulo César.</p>
<p>Aber Porto spielte  nicht, wie im Verlauf der Saison schon so oft, weiter voll auf Angriff,  um das Spiel vorne zu entscheiden, sondern machten nun das Mittelfeld  ähnlich zu wie Braga das in der ersten Hälfte gemacht hat. Das hieß,  dass Vandinho und Custódio defensiv kaum mehr gebraucht wurden, der nun  immer mehr aufrückende Cuostódio kam aber gegen Fernando und dann auch  gegen den eingewechselten Belluschi kaum durch.</p>
<p><strong><em>Durch das Zenturm Standards schinden</em></strong></p>
<p>Und  auch der dritte Wechsel bei Braga &#8211; Meyong-Zé ersetzte Lima &#8211; brachte  nicht viel. Über die Flügel kam beim Außenseiter immer weniger, je näher  er zum Schlusspfiff ging; Alan rückte immer weiter ein, und so konnte  auch Álvaro Pereira immer mehr nach vorne gehen. Große Ideen hatte Braga  nicht, es ging immer mehr durch das Zentrum, und am Ende versuchte man  nur noch, Strandardsituationen zu schinden. Zumeist ohne Erfolg.</p>
<p>Brechstangenfußball  brachte Braga in diesem Finale aber nicht mehr zum Erfolg, und darum  gab es auch keinen Ausgleich mehr. Und Porto war der Sieger.</p>
<p><strong><em>Fazit: Braga einfach nicht gut genug</em></strong></p>
<p>Es  war kein Offensivfeuerwerk, das Porto da abbrannte. Im Gegenteil:  Anders als in den Runden zuvor wartete das Team von André Villas-Boas  geduldig auf die Chance, nützte diese eiskalt, und verwaltete in der  zweiten Hälfte den Vorsprung. So ist es nicht das Spiel, an das man sich  noch lange erinnern wird &#8211; sondern die Tatsache, dass dies das Finale  war, in dem Villas-Boas seinen ersten Europacup gewann, als jüngster  Trainer überhaupt. Braga fehlte es gegen die kompakte und kontrolliert  spielende Über-Mannschaft der portugiesischen Liga ganz einfach an der  Klasse.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4759&amp;md5=d034fc944825c8b862bd6191138134d4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Nur 48 Sekunden</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 22:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Porto]]></category>
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		<category><![CDATA[Villas-Boas]]></category>
		<category><![CDATA[ZSKA Moskau]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht länger als 48 Sekunden hatte es gedauert, da war das Europa-League-Achtelfinale zwischen dem FC Porto und ZKSA Moskau entschieden. Die Portugiesen gingen nach dem 1:0 in Moskau nun im Heimspiel umgehend in Führung und kontrollierten den Gegner danach mühelos. Was war das nicht für eine interessante Partie, das Hinspiel: Zwei hochinteressante Trainer, zwei aufregende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nicht länger als 48 Sekunden hatte es gedauert, da war das Europa-League-Achtelfinale zwischen dem FC Porto und ZKSA Moskau entschieden. Die Portugiesen gingen nach dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">1:0 in Moskau</a> nun im Heimspiel umgehend in Führung und kontrollierten den Gegner danach mühelos.</em></strong></p>
<div id="attachment_4387" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PortoCska.jpg"><img class="size-full wp-image-4387" title="PortoCska" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PortoCska.jpg" alt="" width="410" height="590" /></a><p class="wp-caption-text">FC Porto - ZSKA Moskau 2:1</p></div>
<p><span id="more-4386"></span>Was war das nicht für eine interessante Partie, das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">Hinspiel</a>: Zwei hochinteressante Trainer, zwei aufregende Teams, und am Ende entschied ein individueller Geniestreich für Porto. Was für das Rückspiel hieß: ZSKA musste unbedingt gewinnen, um doch noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Doch dann kam Hulk: Schon nach 48 Sekunden hüpfte ein Freistoß den Brasilianers an Freund und Feind vorbei ins Tor.</p>
<p>Bevor das Spiel wirklich begonnen hatte, gab&#8217;s also schon einen fürchterlichen Tiefschlag für das Team von Trainer Leonid Slutski. Von dem es sich nie mehr wirklich erholte. Dabei war das Personal &#8211; logischerweise &#8211; durchaus etwas offensiver als beim Heimspiel. Statt dem defensiven Mittelfeld-Duo Mamajev/Semberas wurde die Zentrale im 4-4-2 mit Aldonin als einzigem Defensiven neu besetzt, neben ihm rückte Keisuke Honda von der linken Seite ins Zentrum; dafür rutschte Zoran Tosic in die Mannschaft. Seydou Doumbia spielte eher eine hängende Spitze, um sich für kurze Anspiele anzubieten.</p>
<p>Doch nach dem frühen Gegentor war all das natürlich heftig erschwert: Porto konnte sich nun, wie schon nach dem Siegtor im Hinspiel, eher zurück ziehen und die Räume eng machen. So war ZSKA gezwungen, auch aufgrund des systemimanenten personellen Problemen im Zentrum umso schneller in die Spitzen oder auf die Flügel zu spielen. Das bedingte viele Ungenauigkeiten und fast immer hatte Porto den Ball abgefangen, ehe ZSKA auch nur in die Nähe des Strafraums kam.</p>
<p>Die endgültige Entscheidung war es letztlich, als in der 24. Minute Ignashevitch und Torhüter Akinfejev mit einem schreklichen Missverständnis Fredy Guarín das extrem billige 2:0 auflegten. Allen war klar, Porto war nun durch &#8211; wirkliche Hoffnung keimte bei den Russen nur nach dem Anschlusstreffer von Zoran Tošić nach etwa einer halben Stunde auf. Sapunaru hatte bei einem schönen Zuspiel das Abseits aufgehoben, der Serbe schoss ein.</p>
<p><strong><em>Porto staubtrocken</em></strong></p>
<p>Denn am grundsätzlichen Spiel änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts: Porto stand sicher und hatte vor allem Honda und Dzagojev sehr gut im Griff &#8211; lediglich Tošić bereitete hin und wieder Probleme. Was sich spätestens mit dem Tausch erledigt hatte, den Porto-Trainer Villas-Boas in der 52. Minute tätigte: Belluschi kam für Rechtsaußen James Rodríguez und orientierte sich deutlich zurückgezogener. So war nun auch Tošić aus dem Spiel &#8211; und damit der letzte Schwung.</p>
<p>Denn vor allem Sturmspitze Vágner Love war eine absolute Zumutung. Er ließ jegliche Laufbereitschaft und Kampfgeist vermissen, und kam er an den Ball, war er viel zu eigensinnig. Umso unverständlicher, dass Slutski Sturmpartner Doumbia und die Außen Dzagojev und Tošić auswechselte, den blauhaarigen Brasilianer aber bis zum Schluss drin ließ, und zudem dem 4-4-2 bis zum bitteren Ende treu blieb. Eigentlich machte es aber keinen Unterschied. Villas-Boas nahm tröpfchenweise seine Stürmer heraus und stellte das Mittelfeld voll &#8211; in der letzten halben Stunde ging es nur noch darum, die Zeit vergehen zu lassen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Frühes Tor entscheidend, Porto letztlich klar besser</em></strong></p>
<p>Hatte ZSKA im Hinspiel noch einige gute Chancen und war sicherlich nicht schlechter als der Gegner, fehlte es nach dem Blitz-Gegentor im Rückspiel zum einen an der individuellen Klasse und zum anderen am Plan B, wie das extrem sicher stehende Team aus Porto zu knacken gewesen wäre.</p>
<p>So hat letztlich nicht nur der FC Porto das Achtelfinale verdient für sich entschieden, sondern in gewisser Weise auch André Villas-Boas das Trainerduell gegen Leonid Slutski. Das 48-Sekunden-Tor hat natürlich mächtig geholfen, aber die Portugiesen stellten die über 180 Minuten reifere Mannschaft. Und sind sicher einer der heißesten Kandidaten auf den Cup.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4386&amp;md5=77b1eda817e3a892ad01ec0bcd05827c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Napoli ein Spitzenteam? (Noch) nicht.</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/02/24/napoli-ein-spitzenteam-noch-nicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 22:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Cavani]]></category>
		<category><![CDATA[Hamsik]]></category>
		<category><![CDATA[Mazzarri]]></category>
		<category><![CDATA[Napoli]]></category>
		<category><![CDATA[villarreal]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Überraschungs-Zweite der Serie A gegen das Team, dass in Spanien um den Titel &#8220;Best of the Rest&#8221; kämpft, Teil zwei: Im Hinspiel neutralisierten sich Napoli und Villarreal. Beim 2:1-Sieg der Spanier im Rückspiel zeigte sich vor allem, dass die Italiener zwar ein gutes Team stellen &#8211; aber keine Spitzenmannschaft. Walter Mazzarri änderte sein Team [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Überraschungs-Zweite der Serie A gegen das Team, dass in Spanien um den Titel &#8220;Best of the Rest&#8221; kämpft, Teil zwei: Im Hinspiel neutralisierten sich Napoli und Villarreal. Beim 2:1-Sieg der Spanier im Rückspiel zeigte sich vor allem, dass die Italiener zwar ein gutes Team stellen &#8211; aber keine Spitzenmannschaft.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4187" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/VilNap.png"><img class="size-full wp-image-4187 " title="VilNap" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/VilNap.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Villarreal CF - SSC Napoli 2:1</p></div>
<p><span id="more-4186"></span>Walter Mazzarri änderte sein Team gegenüber dem Hinspiel nur auf einzelnen Position, nicht aber seine bewährte Grundformation des 3-4-2-1; wobei die wohl wichtigste Änderung Edinson Cavani betraf: Er saß zunächst auf der Bank und José Ernesto Sosa begann. Bei Villarreal standen bis auf Senna (für ihn rückte Valero ins Team) die selben Spieler in der Startelf wie beim <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/17/napoli-villareal-ungeduld-kostet-punkte/">0:0 im Hinspiel letzte Woche</a>. Was auch hieß: Die Partie verlief auch sehr ähnlich dem von vor sieben Tagen.</p>
<p>Villarreal versuchte sich an der Spielgestaltung, was vom konsequenten und frühen Pressing der Italiener aber erfolgreich gestört. Selbst lief sich der aktuelle Zweite der Serie A aber nach Ballgewinnen praktisch immer in der schnell wieder dicht gestaffelten Abwehr der Spanier fest. Kam Villarreal doch einmal in die Nähe des Napoli-Strafraums, gab es dort ob der systembedingten Unterzahl kein Durchkommen. So war das Tempo des Spiels hoch, genauso die Intesität, aber Torszenen blieben aus.</p>
<p>Eminent wichtig waren im taktischen Duell natürlich vor allem beim Aufeinandertreffen des 4-4-2 von Villarreal mit dem 3-4-2-1 von Napoli die Kämpfe um die Flanken. Hier setzten sich über das Spiel gesehen die Spanier durch: Cani und Gaspar schafften es, dass Dossena zu keinem Zeitpunkt ernsthaft ins Spiel kam. Die linke Seite von Napoli war somit völlig aus dem Spiel.</p>
<p>Die andere Seite beackerte Zuniga mit etwas mehr Erfolg. Er hielt zum einen Cazorla gut ruhig und ging auch immer wieder beherzt nach vorne, konnt aber andererseits nicht verhindern, dass Weltmeister Capdevila oftmals tief in der Napoli-Hälfte auftauchte. Aber wenn bei Napoli was ging, dann über Zunigas Seite.</p>
<p><strong><em>Logische Folge: Führung aus einem Eckball</em></strong></p>
<p>So war es beinahe logisch, dass das 1:0 für Napoli aus einer Standardsituation entstand: Eine kurz abgespielte Ecke von rechts, eine Flanke vor das Tor und Hamsík köpft (wenn auch aus schwer abseitsverdächtiger Position) zum 1:0 für die Italiener ein. Was die mitgereisten Fans so heftig bejubelten, dass der Zaun zwischen Tribüne und Platz kollabierte und ein Dutzend Fans aufs Feld purzelten&#8230;</p>
<p>Ein Tor, das seine Wirkung nicht verfehlte &#8211; denn nun konnte sich Napoli etwas zurück ziehen und Villarreal etwas defensiver erwarten; schließlich brauchten die Hausherren nun schon zwei Tore. Angesichts der Tatsache, dass Zuniga und Dossena sich nun also normale Außenverteidiger verhalten konnten und die Seiten defensiv gut zumachten, standen dann immer noch drei Innenverteidiger und zwei defensive Mittelfeldspieler zur Verfüngung, die Villarreal auch noch umkurven musste. Kein Wunder, dass die Angriffsversuche der Spanier immer hilfloser wurden und das Tempo alsbald komplett aus ihrem Spiel wich. Napoli hatte alles fest im Griff, und als Lavezzi aus einem Konter ganz alleine auf Keeper Diego Lopez zulief, hätte es schon die Vorentscheidung sein müssen &#8211; aber der Villarreal-Goalie parierte (27.).</p>
<p><em><strong>Zwei Fehler, zwei Gegentore</strong></em></p>
<p>Es sah bei Napoli alles bombensicher aus, aber dann passte in der 42. Minute für einmal doch die Zuordnung nicht: Cribari grätschte daneben, ein schneller Steilpass vor das Tor, und Nilmar setzte sich gegen den zurückgeeilten Hamsik (!) durch &#8211; der Ausgleich. Und ehe es sich die Italiener versahen, lagen sie noch vor dem Pausenpfiff sogar im Rückstand: Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, schneller Ball auf Giuseppe Rossi, und dessen Schuss wird für Napoli-Schlussmann Morgan de Sanctis unhaltbar abgefälscht.</p>
<p>Den doppelten Nackenschlag konnte Napoli nicht so ohne Weiteres verarbeiten, wie die Anfangsphase der zweiten Hälfte deutlich zeigte. Es häuften sich nun die Fehlpässe, die Abwehr (die mit Cannavaro und Aronica ja gleich ohne zwei Stammverteidiger spielte) begann zu schwimmen. Zudem war das Spiel der Italiener weiterhin sehr eindimensional rechtslastig.</p>
<p><strong><em>Mit Cavani kommt Schwung, aber auch Planlosigkeit</em></strong></p>
<p>In der 53. Minute brachte Mazzarri dann mit Edinson Cavani seinen Superstar in der Spitze statt des unauffälligen Sosa. Mit dem Uruguayer kam zwar sofort Schwung in das Spiel der Italiener: Cavani hatte sofort die erste Kopfball-Chance (55.), traf den Pfosten (66.) und setzte einen Fallrückzieher über das Tor (72.).</p>
<p>Doch in gleichem Maße wich das durchdachten Spiel der ersten Hälfte immer mehr einem eher planlosen Angriffsspiel nach dem Motto &#8220;Gib den Ball einem der drei da vorne, die werden schon was draus machen&#8221;. Natürlich kann man einen wie Cavani nie ganz ausschalten, aber Villarreal machte einen guten Job, das so gefährliche Angriffstrio Cavani/Lavezzi/Hamsik (die 33 von Napolis 41 Serie-A-Toren erzielt haben) aus der unmittelbaren Gefahrenzone fern zu halten.</p>
<p>Daran änderte sich auch nichts, als Mazzarri zehn Minuten vor Schluss Innenverteidiger Cribari vom Platz nahm und mir Mascara einen weiteren Stürmer brachte. Im Gegenteil &#8211; Villarreal hatte im Konter sogar noch diverse Chancen, mit einem dritten Tor das Spiel zu entscheiden.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der kühlere Kopf gewinnt</strong></em></p>
<p>Eigentlich hatte Napoli ja den besseren Matchplan: Frühes Pressing, hinten gut zumachen, vorne auf die individuelle Klasse bauen. So hatten die Italiener Villarreal in der ersten halben Stunde voll im Griff. Nach der Führung aber ließen sie die Zügel zu schnell schleifen und die Spanier nützten zwei Fehler gnadenlos aus. Nach der Pause fehlte es Napoli an der Ruhe, wieder zum eigenen Spiel zurück zu kehren und die Spanier brachten den Sieg über die Zeit.</p>
<p>Im größeren Kontext sagt dieses Spiel mehr über Napoli aus, als über Villarreal. Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass es beim Zweiten der Serie A noch an der Klasse fehlt, gegen einen qualitiativ wirklich guten Gegner Rückschläge zu verarbeiten und die Ruhe zu bewahren, wenn es darauf ankommt. Das unterscheidet eine gute Mannschaft von einem Spitzenteam &#8211; und letzteres ist Napoli dann doch (noch) nicht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger" target="_blank">phe</a>)</p>
<p><em><strong>Lest auch die <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/17/napoli-villareal-ungeduld-kostet-punkte/">Analyse des Hinspiels</a> auf ballverliebt</strong></em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4186&amp;md5=2780d679e3b8f90369de77b6b4db337c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Επόμενη στάση: Ελλάδα (Nächster Halt: Griechenland)</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/02/22/%ce%95%cf%80%cf%8c%ce%bc%ce%b5%ce%bd%ce%b7-%cf%83%cf%84%ce%ac%cf%83%ce%b7-%ce%95%ce%bb%ce%bb%ce%ac%ce%b4%ce%b1-nachster-halt-griechenland/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 18:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
		<category><![CDATA[AEK]]></category>
		<category><![CDATA[Aris]]></category>
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		<category><![CDATA[PAOK]]></category>
		<category><![CDATA[Thessaloniki]]></category>
		<category><![CDATA[ZSKA Moskau]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Epomeni stasi&#8221; &#8211; also &#8220;Nächster Halt&#8221;, das bekommt man in Griechenland oft zu hören, wenn man sich mit Bus oder U-Bahn durch das Land bewegt. Genau das habe ich neun Tage lang gemacht. Ein Lokalaugenschein in dem Land, das hierzulande durchaus unterschätzt wird. Denn selbst Abstiegskandidat Panionios würde nach den Eindrücken des Gesehenen in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Epomeni stasi&#8221; &#8211; also &#8220;Nächster Halt&#8221;, das bekommt man in Griechenland oft zu hören, wenn man sich mit Bus oder U-Bahn durch das Land bewegt. Genau das habe ich neun Tage lang gemacht. Ein Lokalaugenschein in dem Land, das hierzulande durchaus unterschätzt wird. Denn selbst Abstiegskandidat Panionios würde nach den Eindrücken des Gesehenen in der österreichischen Liga locker um die Europacup-Plätze mitspielen können.<br />
</em></strong></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/headpic.jpg"><img class="size-full wp-image-4120  aligncenter" title="headpic" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/headpic.jpg" alt="" width="480" height="270" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-4117"></span>Doch bevor es in das Land des Europameisters von 2004 ging, noch ein anderer Kick, quasi als Aufwärmprogramm: Augsburg gegen Duisburg. Die Hoffnung, Stefan Maierhofer zu sehen, wurde von seiner Gelbsperre recht schnell zerstört &#8211; die Hoffnung auf ein gutes Spiel lebte zwar länger, wurde aber letztlich auch nicht erfüllt.</p>
<div id="attachment_4123" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AugDui.png"><img class="size-full wp-image-4123 " title="AugDui" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AugDui.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Augsburg - Duisburg 0:0</p></div>
<p style="text-align: left;">Ohne den &#8220;Langen&#8221; in der Spitze stellte Duisburg-Coach Sasic auf ein 4-4-1-1 um und ließ Glatzkopf Srdjan Baljak vorne alleine stürmer, hinter ihm war Filip Trojan als hängende Spitze aufgestellt. Der mit Abstand beste Duisburger war in diesem äußerst mäßigen Spiel  aber einer, der sicherlich nicht mehr lange in der zweiten Liga spielen wird: Blondschopf Julian Koch. Der 20-Jährige ist zwar eigentlich Außenverteidiger, muss aber auch schon mal innen ran &#8211; oder im zentralen Mittelfeld. Diesmal gab er den Achter und war der einzige in seiner Mannschaft, der zumindest versuchte, etwas Linie reinzubrigen. Ivica Grlic, der sonst für die kreativen Momente sorgen soll, musste wenige Minuten vor dem Spiel w.o. geben und wurde vom unauffälligen Exslager ersetzt.</p>
<div id="attachment_4124" class="wp-caption alignleft" style="width: 378px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AugDui2.jpg"><img class="size-full wp-image-4124" title="AugDui2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AugDui2.jpg" alt="" width="368" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Das Spiel war eher einschläfernd</p></div>
<p style="text-align: left;">Ansonsten gestaltete zwar Augsburg das Spiel, es ging aber viel zu selten über die Außen, und die Mitte war zu. Außerdem fehlte es eklatant am Tempo &#8211; und auch ein wenig an der Spielintelligenz. Der Duisburger Torhüter Yelldell fing hohe Flanken völlig mühelos ab, dennoch verlegten sich die Augsburger nie darauf, auf dieses untaugliche Mittel zu verzichten. So plätscherte das Spiel vor sich hin und hielt nicht alle der 20.000 Zuschauer wach (wie im Bild zu sehen ist).</p>
<p style="text-align: left;">Zwanzig Minuten vor Schluss stellte Augsburg-Coach Luhukayauf ein 4-4-2 um, aber Duisburg hatte das bessere Ende für sich &#8211; auch wegen Jürgen Säumel. Der langjährige Italien-Legionär kam in der Schlussphase, spielte als Zehner hinter Baljak und trieb sein Team mit klugen Pässen und ausgereifter Übersicht an. Zu einem Tor langte es aber nicht mehr, weshalb das Spiel mit einem sehr mauen 0:0 endete.</p>
<p style="text-align: left;">In dieser Form haben beide Mannschaften in der Bundesliga überhaupt nichts verloren. Aber wenigstens blieb es das schwächste Spiel des ganzen Trips.</p>
<p style="text-align: left;"><em><strong>Einschub: Die OPAP Hellenic Super League</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Die griechische Liga ist ein Spiegelbild des Landes selbst: Seit jeher dominieren die drei großen Teams aus der Hauptstadt Athen (Olympiakos aus dem Stadtteil Pireas im Süden, Panathinaikos aus dem Stadtteil Ambelokipi im Osten und AEK aus dem Stadtteil Nea Filadelfia im Westen), die ewigen Verfolger sind die Teams aus der zweitgrößten Stadt Thessaloniki (das politisch eher rechte PAOK; das politisch gemäßigte aber heißblütigere Aris; dazu mit Iraklis das Beiwagerl, das keinen wirklich interessiert). Alles andere ist Provinz und im Grunde nicht näher relevant.</p>
<p style="text-align: left;">Die Liga umfasst 16 Teams (davon fünf aus Athen und drei aus Saloniki). Der Meister ist direkt für die Champions League qualifiziert &#8211; in zwölf der letzten 14 Jahre ging der Titel an Olympiakos. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis fünf Spielen in einer Vierergruppe den CL-Qualiplatz und die beiden Europa-League-Plätze aus; die Punktdifferenz aus der regulären Saison wird übernommen. Die letzten drei steigen direkt ab.</p>
<p style="text-align: left;">In der Tabelle, wie sie sich zum Zeitpunkt der Anreise (vor dem 22. Spieltag also) darstellt, führt Olympiakos dank zehn Heimsiegen in ebenso vielen Spielen sieben Zähler vor Panathinaikos. Dahinter klafft ein 14-Punkte-Loch zu PAOK auf Platz drei. Danach wird es eng: AEK einen Zähler dahinter Vierter, es folgen die Überraschungsteams aus Kavala und Volos, danach &#8211; drei Punkte hinter Playoff-Platz fünf &#8211; mit Aris der Bezwinger der Austria in der Europa-League-Quali im letzten August. Hinten kämpft Panionios gegen den Abstieg, vor dem Spiel gegen PAOK punktgleich mit dem rettenten 13. Platz.</p>
<p style="text-align: left;">&#8212;</p>
<p><strong><em><span style="color: #808000;">Samstag, 12. Februar 2011</span><br />
Athen, Stadion Nea Smyrni, 17.15 Uhr: </em></strong><strong><em><span style="color: #808000;">Πανιώνιος &#8211; ΠΑΟΚ </span></em></strong><br />
<strong><em><span style="color: #ff0000;">Panionios &#8211; PAOK 1:0 (0:0).</span> </em></strong><em><span style="color: #008000;">SR Stathopoulos, 3.500 Zuschauer.</span><span style="color: #0000ff;"> Tor: 1:0 Balaban (73., Elfmeter).</span></em></p>
<p>Am Tag nach dem Augsburg-Spiel waren im sonnigen, aber windigen Süden von Athen deutlich weniger Fans zugegen, als das  Team von Teamtorhüter Jürgen Macho, Panionios, PAOK empfing. Was dieses Spiel aber deutlich machte: Hinter der absoluten Spitze ist die Leistungsdichte extrem hoch.</p>
<div id="attachment_4127" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok.png"><img class="size-full wp-image-4127 " title="PaniPaok" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Panionios - PAOK 1:0</p></div>
<p>Seit der ehemalige Olympiakos-Coach Takis Lemonis bei Panionios das Trainerzepter schwingt, geht es beim Klub aus dem  recht gepflegten Stadtteil Nea Symni im Südosten der Stadt deutlich bergauf. Mit dem tschechischen Ex-Teamspieler Vaclav Sverkos (einst auch bei der Austria) wurde ein neuer Stürmer geholt &#8211; dringend notwendig, denn bis zu diesem Match gelangen in 21 Spielen erst 13 Tore&#8230;</p>
<p>Panionios trat in einem recht klar strukturierten 4-3-3 an. Mutig für eine Mannschaft, die auf einem Abstiegsplatz steht und gegen den Liga-Dritten spielt! Vor der recht sicheren Viererkette, aus der vor allem Galitsios links immer wieder beherzt nach vorne marschierte, war mit dem Nigerianer Suleiman Omo der wohl beste Spieler der Partie angesiedelt. Der Sechser nahm PAOK-Zehner Ivic aus dem Spiel, fing viele Bälle ab, zeichnete sich durch hervorragendes Positionsspiel aus und spielte oftmals kluge Pässe in der Spieleröffnung. Der 25-Jährige machte richtig Spaß.</p>
<div id="attachment_4130" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok2.jpg"><img class="size-full wp-image-4130 " title="PaniPaok2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok2.jpg" alt="" width="473" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Formationen bei Panionios - PAOK</p></div>
<p>Deutlich vor ihm spielten mit Kapitän Goundoulakis halblinks und Samaris halbrechts zwei Adjutanten der Flanken-Duos und vorne wartete Sverkos auf Zuspiele vor allem von den sehr hoch stehenden Außenstürmern Sito Riera rechts und dem langjährigen kroatischen Teamspieler Bosko Balaban links.</p>
<p>Die beiden konnten sich vor allem deshalb von ihren Außenverteidigern unterstüzen lassen, weil die PAOK-Außen Vieirinho und vor allem Lino absolute Defensiv-Verweigerer waren, die auch nach vorne nur zaubern wollten und von den kompromisslosen Panionios-AVs problemlos in Schach gehalten wurden, ohne dass die beiden Zentralen helfen hätten müssen. So blieben mehr Ressourcen für das Spiel nach vorne übrig.</p>
<div id="attachment_4133" class="wp-caption alignleft" style="width: 317px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok3.jpg"><img class="size-full wp-image-4133   " title="PaniPaok3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaniPaok3.jpg" alt="" width="307" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Der Zugang zur kompletten (!) Gegentribüne ist für klaustrophische Fans eher ungeeignet</p></div>
<p>Was zur Folge hatte, dass Panionios die klar dominierende Mannschaft war und auch die eine oder andere Möglichkeit hatte, in Führung zu gehen. Wenn PAOK doch einmal nach vorne kam, war Jürgen Macho zur Stelle &#8211; spätenstens an ihm endeten alle Angriffe (ebenso wie jede einzelne Flanke) des vermeintlichen Favoriten.</p>
<p>Dennoch musste ein Foul-Elfmeter in der zweiten Hälfte herhalten, um die schon längst überfällige 1:0-Führung für Panionios zu fixieren: Ein ebenso plumpes und dämliches wie offensichtliches Elfer-Foul von Malezos an Riera führte dazu. Generell zeigte der Schiedsrichter eine solide Leistung. Einziger grober Fehler: Er hätte PAOKs Pablo García kurz vor der Halbzeit ausschließen müssen, nachdem dieser eine Tätlichkeit an Omo begangen hatte. Erst, als der italienische Abwehrboss Cirillo zum zweiten Mal um Gelb-Rot gebettelt hatte, flog kurz vor Schluss doch noch ein PAOK-Spieler vom Platz.</p>
<p>Für Panionios ein extrem wichtiger Sieg &#8211; denn damit hüpfte das Macho-Team von einem Abstiegsplatz herunter. Verdient, denn es wurde technisch und taktisch guter Fußball gezeigt, und auch die in dieser Situation notwenige Härte war zu sehen &#8211; mit welcher Inbrunst sich Bosko Balaban in Defensiv-Zweikämpfe warf, war bewundernswert. Im Vergleich zu Österreich? Mit dieser Leistung wäre Panionios in den Top-4 der heimischen Bundesliga problemlos mit dabei. Und das, im Übrigen, bei einem moderaten Ticketpreis von fünf Euro.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong><em><span style="color: #808000;">Sonntag, 13. Februar 2011</span><br />
Athen, Olympiastadion Spyridon Louis, 19.30 Uhr: <span style="color: #808000;">Παναθηναϊκός &#8211; ΑΕΚ</span><br />
<span style="color: #ff0000;">Panathinaikos &#8211; AEK 3:1 (1:0).<span style="color: #008000;"> </span></span></em></strong><em><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #008000;">SR Pamberidis, 37.500 Zuschauer.</span> <span style="color: #0000ff;">Tore: 1:0 Katsouranis (44.), 2:0 Vyntra (51.), 2:1 Scocco (58.), 3:1 D. Cissé (75.).</span><br />
</span></em></p>
<p>Das alte Nikos-Goumas-Stadion von AEK im Stadtteil Nea Filadelfia steht nicht mehr. Das alte Apostolos-Nikolaidis-Stadion von Panathinaikos in Ambelokipi steht zwar noch, ist aber für Nicht-Romantiker eine baufälliger Steinhaufen und für den Fan-Andrang vor allem bei solchen Spielen wie dem Derby gegen AEK schlicht zu klein. Deswegen spielen beide Teams seit einigen Jahren im riesigen, für 2004 renovierten Olympiastadion im Norden der Stadt. Das ist mit seiner Kapazität von 71.000 natürlich viel zu groß für beide Vereine.</p>
<div id="attachment_4137" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek.png"><img class="size-full wp-image-4137 " title="PanaAek" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Panathinaikos - AEK 3:1</p></div>
<p>Selbst, wenn es im direkten Duell gegeneinander geht. Auswärtsfans sind bei Athener Derbies nicht mehr erlaubt, seit sich Ausschreitungen gehäuft haben. So machten die 37.500 Zuschauer, die bei diesem Spiel im Stadion waren, zwar zum am zweitbesten besuchte Match der Saison. Dennoch war das weite Rund damit nur zur Hälfte gefüllt.</p>
<p>Panathinaikos, das Heimteam in diesem Derby, ist derzeit das klar bessere der beiden Teams. Das wird bei einem Blick auf die Tabelle klar, und das war auch in diesem Spiel ersichtlich. Das zentrale Mittelfeld hatte gegen das 4-4-2 von AEK praktisch immer einen zahlenmäßigen Vorteil, zudem waren die Außen von AEK oftmals hinten gebunden. Rechts drückte der sehr offensiv eingestellte Loukas Vyntra seinen Gegenspieler Lagos nach hinten (oder bekam gemeinsam mit Christodoulopoulos gleich kampflos die ganze Seite überlassen), auf der anderen Seite wusste Michel nicht so recht, wie er mit dem immer wieder weit nach innen ziehenden Sebastian Leto umgehen sollte. Und vor Bouba Diop ließ sich zwar Liberopoulos immer wieder ins Mittelfeld fallen, mehr als eine echte Torchance konnte AEK in der ersten Hälfte so aber auch nicht herausspielen.</p>
<div id="attachment_4139" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek2.jpg"><img class="size-full wp-image-4139" title="PanaAek2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek2.jpg" alt="" width="473" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Formationen bei Panathinaikos-AEK</p></div>
<p>Panathinaikos verstand es, mit konsequentem Flügelspiel, mit gut gespielten Seitenwechseln, mit Dominanz im Zentrum und guter Spieleröffnung von hinten, das Spiel einigermaßen nach Belieben zu dominieren und kurz vor der Pause belohnte sich der Gastgeber durch das Führungstor von Kostas Katsouranis selbst &#8211; auch, wenn es einen groben Abwehrschnitzer von AEK dazu bedurfte.</p>
<p>Das große Mysterium bei Panathinaikos ist indes Djibrill Cissé. Der ganzkörpertätowierte französische Stürmer tut genau gar nichts für seine Mannschaft. Er steht nur in der Gegend herum, er geht keinem Anspiel entgegen (weshalb die Erfolgsquote bei Pässen auf Cissé auch erbärmlich gering ist), er geht in keinen Zweikampf und besonders lauffreudig ist er auch nicht. Und trotzdem wird er von den Panathinaikos-Fans gefeiert wie ein Volksheld.</p>
<div id="attachment_4141" class="wp-caption alignleft" style="width: 360px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek3.jpg"><img class="size-full wp-image-4141 " title="PanaAek3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaAek3.jpg" alt="" width="350" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Erst vor sieben Jahren renoviert, aber an was haben die Honks damals nicht gedacht? Genau - ans Klo...</p></div>
<p>Was natürlich nicht an seiner Spielweise an sich liegt, sondern daran, dass er mit zwei gelungenen Aktionen ein ganzes Spiel entscheiden kann. So konnte er sich kurz nach Wiederbeginn zu einem erstaunlich beherzten Solo entschließen, mit dem sich drei Abwehrspieler auf sich binden ließen. Sein Querpass fand den völlig freien aufgerückten Loukas Vyntra &#8211; und dieser hatte keinerlei Mühe, zum 2:0 einzuschieben. Die vermeintliche Entscheidung.</p>
<p>Vermeintlich deshalb, weil die Abwehr der Grünen den sicheren Sieg vor Augen den kurz zuvor eingewechselten Scocco gewähren ließ und das schnelle 1:2 fiel. Aber trotzdem hatte man nie das Gefühl, dass Panathinaikos das Spiel tatsächlich noch aus der Hand geben könnte &#8211; und als Cissé mit seiner zweiten guten Aktion (und seinem 18. Saisontor) das 3:1 erzielen konnte, war alles entschieden.</p>
<p>Panathinaikos nützte die bessere Raumaufteilung und den sich damit ergebenden Platz gut aus und gewann auch hochverdient. Ersichtlich ist aber auch: Das schwache Abschneiden in der Gruppenphase der Chmapions League kann mit fehlender Körperlichkeit sicherlich zu einem beträchtlichen Teil erklärt werden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong><em><span style="color: #808000;">Dienstag, 15. Februar 2011</span><br />
Thessaloniki, Stadion Harilaou Kleanthis Vikelidis, 19.00 Uhr: </em><span style="color: #808000;"><em>Aρης </em></span></strong><strong><em><span style="color: #808000;">- Manchester City</span><br />
<span style="color: #ff0000;">Aris &#8211; Man City 0:0. </span></em></strong><em><span style="color: #008000;">SR Undiano-Mallenco (Esp), 22.000 Zuschauer.</span><br />
</em></p>
<p>Eine sechseinhalbstündige Busfahrt liegt zwischen Athen und Thessaloniki. Und auch emotional trennen die Stadt am Tor zur Chalkidiki-Halbinsel von der Hauptstadt Welten. Weniger, was den Tourismus angeht, hier hält die Millionenstadt im Norden durchaus dagegen. Dafür gibt es natürlich das generelle Gefühl des Links-Liegengelassen-Werdens, das es gegenüber der Hauptstadt natürlich in anderen Ländern auch gibt. Was den Fußball betrifft, wird im Gespräch mit Fans beider Lager &#8211; es gibt in der öffentlichen Wahrnehmung auch innerhalb von Thessaloniki nur PAOK und Aris &#8211; klar: Es herrscht Bitternis über systematische Benachteiligung gegenüber den drei Athener Großklubs. Haarsträubende Fehlentscheidungen sollen demnach der Hauptgrund sein, dass Aris am Wochenende nach einer 1:0-Führung noch gegen das einflussreiche Olympiakos verloren hat. Einem ehemaligen PAOK-Spieler soll im Sommer gesagt worden sein: Wenn du nicht nach Athen gehst, kannst du das Nationalteam vergessen. Der Abwehrspieler wechselte prompt in die Hauptstadt. Und auch PAOK-Legende Theodoros Zagorakis (heute Vereinspräsident), heißt es, wäre niemals beim EM-Triumph 2004 Kapitän gewesen, wenn er nicht bei AEK unter Vertrag gestanden hätte.</p>
<div id="attachment_4158" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity.png"><img class="size-full wp-image-4158 " title="ArisMcity" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aris - Man City 0:0</p></div>
<p>So oder so: Auch in dieser Saison geht der Titel, wie in den letzten 21 Jahren immer, nach Athen. International aber waren die beiden Teams aus Thessaloniki im Herbst wesentlich erfolgreicher, beide überstanden die Gruppenphase der Europa League, und deshalb wurde auch eines der beiden Spiele vom Donnerstag auf den Dienstag verlegt. Das von Aris &#8211; jenem Team, dass nach der Wiener Austria in der Qualifikation auch Titelverteidiger Atlético Madrid in der Gruppenphase eliminiert hat.</p>
<p>Weil es in der Liga für die Gelben aber gar nicht nach Wunsch läuft, trat Trainer Héctor Cúper im Jänner nach anderthalb Jahren im Amt zurück. Seither ist Giannis Michalitsios Coach jener Mannschaft, die dennoch schon bei der Ankunft im Bus zu kämpfen hatte, sich durch die euphorisierte Menge zu kämpfen (siehe Bild oben). Was die Mannschaft von Trainer-Star Cúper gelernt hat, wendete sie gegen die Gäste aus England auch prompt an: Humorloses Verteidigen und aggressives Pressing. Auf dem Platz stellten sich die Hausherren in einem defensiv orientierten 4-1-4-1 auf, wobei schon das Mittelfeld sehr früh störte und vor allem über die Seite von Toja und Sakata schnell zu kontern versuchte.</p>
<div id="attachment_4160" class="wp-caption aligncenter" style="width: 486px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity21.jpg"><img class="size-full wp-image-4160" title="ArisMcity2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity21.jpg" alt="" width="476" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Formationen bei Aris - Man City (so gut es aus dem Block halt ging)</p></div>
<p>Die Bürde der Spielgestaltung blieb an dem Team aus England hängen, das sich damit ja bekanntlich nicht allzu leicht tut. Vorne wartete Dzeko auf Anspiele und nahm ansonsten am Spiel nicht allzu aktiv teil; dahinter machten Silva und Tevez ziemlich was sie wollten, ohne dass das wirklich konstruktiv aussah. Shaun Wright-Phillips versuchte es ohne körperlich dagegenzuhalten und wurde komplett überrannt, Barry spielte nur Alibi-Pässe und Yaya Touré kümmerte sich vornehmlich um Bobadilla.</p>
<div id="attachment_4162" class="wp-caption alignleft" style="width: 334px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity3.jpg"><img class="size-full wp-image-4162  " title="ArisMcity3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArisMcity3.jpg" alt="" width="324" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Innenansicht der Choreo</p></div>
<p>So plätscherte das Spiel dahin &#8211; Man City hatte vor der Pause zwei gute Chancen durch Dzeko, Aris eine durch einen Freistoß von Toja, sonst passierte aber recht wenig. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht: Die Hausherren hielten tapfer dagegen, den Gästen fiel nicht viel ein. Eine Viertelstunde vor Schluss warf Mancini mit Balotelli (statt des inferioren Wright-Phillips) einen zusätzlichen Stürmer rein, er kam wie sein Vorgänger hauptsächlich über die rechte Seite. Als der Coach von Man City aber nur wenige Minuten später Verteidiger Zabaleta für den enttäuschenden Dzeko einwechselte, war klar: Hier ist der Favorit mit einem 0:0 zufrieden.</p>
<p>Zu dem kam es dann auch &#8211; ein Resultat, das Man City zwar weiterhin in der Favoritenrolle hält, aber nicht besonders ruhmreich war. Und die Aris-Fans? Die waren mit der konsequenten Leistung ihrer Mannschaft zufrieden und froh, dass sie weiterhin in internationalen Heimspielen ungeschlagen blieben, seit 42 Jahren mittlerweile. Doch so richtig zuversichtlich für das Rückspiel waren sie nicht.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong><em><span style="color: #808000;">Donnerstag, 17. Februar 2011</span><br />
Thessaloniki, Stadion Toumba, 22.05 Uhr:</em></strong><strong><em> <span style="color: #808000;">ΠΑΟΚ<strong><em> </em></strong></span></em></strong><span style="color: #808000;"><strong><em>- ЦСКА Москва</em></strong></span><br />
<strong><em><span style="color: #ff0000;">PAOK &#8211; ZSKA Moskau 0:1 (0:1). </span></em></strong><em><span style="color: #008000;">SR Marriner (Eng), 28.500 Zuschauer.</span><span style="color: #0000ff;"> </span></em><em><span style="color: #0000ff;">Tor: 1:0 Necid (29.).</span><br />
</em></p>
<p>Eine deutlich finsterere Erscheinung als die heißblütigen, aber im Grunde harmlosen Fans von Aris in ihrem fröhlichen Gelb ist die Anhängerschaft vom großen Lokalrivalen PAOK. Das macht zum einen natürlich schon mal das Schwarz, in dem sich Spieler wie Fans kleiden. Diesem Eindruck kann man sich aber auch im Rundherum nicht erwehren. Als offensichtlich Auswärtiger wird man da schon beinahe grundsätzlich schief angesehen &#8211; schwarzen Pulli zum Trotz.</p>
<div id="attachment_4147" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska.png"><img class="size-full wp-image-4147 " title="PaokZska" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">PAOK - ZSKA Moskau 0:1</p></div>
<p>International haben die besten Freunde von Partizan Belgrad &#8211; im Stadion wimmelt es nur so von Remineszenzen an die &#8220;Brüder&#8221; aus Belgrad, serbische Fahnen sind die einzigen Farbtupfer im sonst allgegenwärtigen Schwarz im Toumba-Stadion &#8211; in der EL-Quali Fenerbahce eliminiert und sich dann in der Gruppe gegen Dinamo Zagreb und Brügge durchgesetzt. Doch dass der matte Auftritt fünf Tage zuvor bei Panionios nicht nur das Resultat von Schonung war (mit Salpindigis und Contreras kehrten zwei Stammspieler gegen die Russen wieder zurück), sondern die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Truppe widerspiegelt, machte ZSKA durchaus deutlich.</p>
<p>Der aktuelle russische Vizemeister trat in einem 4-2-2-2 auf, das sich gewaschen hatte. Trainer Leonid Slutski verpasste seiner Truppe eine extreme Flexibilität, hohe Laufbereitschaft, und dank der exzellenten taktischen Einstellung fanden die Griechen praktisch nie ein Loch, durch das sie durchspielen konnten. Eckbälle waren das höchste der Gefühle, doch wie schon bei Panionios wurden diese fast immer humorlos in den Strafraum gehoben. Wo die russische Abwehr damit natürlich eine Freude hatte.</p>
<div id="attachment_4152" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska21.jpg"><img class="size-full wp-image-4152" title="PaokZska2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska21.jpg" alt="" width="473" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Formationen bei PAOK - ZSKA Moskau</p></div>
<p>In den ersten 15 bis 20 Minuten brauchten die Russen noch etwas, um sich die fehlende Spielpraxis &#8211; in Russland läuft die neue Saison noch nicht &#8211; etwas abzuspielen. Dann aber kam es kaum noch ein halten. Mamadov und Semberas (gegen den lauffaulen Ivic) und Beresutzki und Ignashevitch (gegen den isolierten Salpingidis) waren die einzigen Feldspieler bei den Russen, die ihre Positionen eisern hielten &#8211; ansonsten war das von einer den Gegner überfordernden Flexibilität. Tosic hatte gegen Lino (genau, den verspielten Brasilianer) seine helle Freude; Cauna wickelte den Polsen Sznaucner ein ums andere Mal ein. Alles unterstützt natürlich von den nach vorne preschenden Außenverteidigern: Der gelernte Sechser Tzoulakis und Linos Bruder im Geiste, Vieirinho, hatten all dem nichts, aber auch gar nichts entgegen zu setzen.</p>
<p>Und als ob das alles nicht schon genug Unheil für PAOK wäre, gab es vorne ja immer noch Tomas Necid und Seydou Doumbia. Der Tscheche ließ sich oftmals auch etwas fallen, agierte aber zumeist im Rücken Pablo Garcia und Vitolo; der Ivorer war der beste Mann am Platz und machte seine Gegenspieler regelrecht lächerlich. Als die Russen nach einer halben Stunde durch Necid in Führung gingen und den Griechen, die zuvor zumindest halbwegs versuchten, dagegenzuhalten, weiterhin rein gar nichts einfiel, schlief allmählich sogar der stimmgewaltige Anhang in der Kurve etwas ein.</p>
<div id="attachment_4153" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska3.jpg"><img class="size-full wp-image-4153 " title="PaokZska3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PaokZska3.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Bei PAOK wird auch um das Stadion herum keine allzu heimelige Atmosphäre verbreitet</p></div>
<p>Was bei PAOK vor allem nach der Pause auffällig wurde: Es fehlte ein echter Plan B. Weiterhin fehlte es eklatant an Maßnahmen, die Russen auseinander zu reißen. Schnelle Seitenwechsel (etwa auf den oft erstaunlich freistehenden Vieirinho) blieben komplett aus, allfällige Flanken fanden ihr Ziel nicht. Auch die Einwechslung von Liverpool-Leihgabe El-Zhar, der die Position im rechten Mittelfeld einnahm, verschaffte dem keine Abhilfe: Der Marokkaner bot sich zwar fleißig an, aber er bekam zu wenige Bälle. Und als PAOK-Trainer Makis Havos in Minute 70 auf ein 4-4-2 umstellte (Athanasiadis für Ivic), brachte das auch nichts.</p>
<p>Das einzige, was man ZSKA Moskau vorwerfen kann: Dass sie nicht höher gewannen. Aber angesichts der Tatsache, dass sie quasi aus dem Stand, drei Wochen vor ihrem Saisonstart, schon eine dermaßen souveräne Vorstellung ablieferten, lässt viel erwarten &#8211; ohne jeden Zweifel ist das Team von Leonid Slutski das stärkste Team, das auf diesem Trip zu sehen war. Ja, stärker sogar als Man City.</p>
<p>Auch, wenn es im Rückspiel am Dienstag nochmal eng wurde und PAOK zu einem 1:1 kam.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong><em><span style="color: #808000;">Samstag, 19. Februar 2011</span><br />
Athen, Stadion Georgios Karaiskakis, 19.30 Uhr:</em></strong><strong><em> </em><em><span style="color: #808000;">Ολυμπιακός &#8211; Παναθηναϊκός </span></em></strong><br />
<strong><em><span style="color: #ff0000;">Olympiakos &#8211; Panathinaikos 2:1 (1:0).</span> </em></strong><em><span style="color: #008000;">SR Kalopoulos, 31.000 Zuschauer.</span> </em><em><span style="color: #0000ff;">Tore: 1:0 Mirallas (20.), 1:1 Leto (58.), 2:1 Djebbour (90.).</span><br />
</em></p>
<p>Es dauerte keine drei Stunden nach Verkaufsstart, da war eines der größten Hass-Duelle Europas schon wieder ausverkauft. Wer nicht bereit war, Schwarzmarktpreise im (zumindest) hohen dreistelligen Euro-Betrag zu zahlen, hatte keine Chance. Ewig schade &#8211; denn das wäre ein Spiel gewesen, von dem man noch nach Jahren erzählt hätte.</p>
<div id="attachment_4155" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaOpks.png"><img class="size-full wp-image-4155 " title="PanaOpks" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/PanaOpks.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Olympiakos - Panathinaikos 2:1</p></div>
<p>Es war ein äußerst flottes Spiel, das hin und her wogte. In dem Olympiakos vor der Pause leichte Vorteile hatte und verdient in Führung ging. In dem Panathinaikos nach dem Seitenwechsel aufkam und den verdienten Ausgleich erzielte. Und das im Endeffekt von Schiedsrichter Kalopoulos entschieden wurde &#8211; und damit zu 99% auch die griechische Meisterschaft in diesem Jahr.</p>
<p>Dass Panathinaikos kurz vor der Halbzeit keinen Handelfmeter zugesprochen bekam, als sich Torosidis eher ungeschickt als beabsichtigt den Ball im Laufduell mit Ninis selbst an die Hand köpfelte, ist zweifellos noch eine absolut vertretbare Entscheidung. Aber was will das Schiri-Gespann gesehen haben, als Katsouranis in der 82. Minute nach einem Eckball das vermeintliche 2:1 erzielte, darüber herrscht auch Tage nach dem Spiel noch Rätselraten. Handspiel? War keines erkennbar. Abseits? War es unmöglich, es standen zum Zeitpunkt des Zuspiels sogar drei Olympiakos-Spieler näher zur Auslinie als der Torschütze. So oder so, das Tor zählte nicht.</p>
<p>Zur Farce wurde das Spiel dann endgültig, als in der Nachspielzeit Rafik Djebbour den Ball für Olympiakos ins Tor bugsierte. Das Tor zählte &#8211; ein Skandal. Zum einen Stand Djebbour selbst schon in abseitsverdächtiger Position, und dann schoss er den Ball auch noch durch die Beine des eingewechselsten Pantelic, der einen halben Meter vor Panathinaikos-Goalie Tzorvas stand. Auch darüber, was an diesem Abseits passiv gewesen sein soll, weiß außer dem Schiri wohl keiner Bescheid.</p>
<p>Der 2:1-Sieg von Olympiakos bedeutet, dass sieben Runden vor Schluss zehn Punkte zwischen den beiden Teams liegen und der Meistertitel von Olympiakos somit de facto feststeht. Kein Wunder, dass die Fans das genau so bejubelten, Platzsturm inklusive. Kein Wunder, dass sich Panathinaikos verschaukelt fühlte und Djibrill Cissé im Affekt gar ankündigte, bei nächster Gelegenheit Griechenland zu verlassen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Am Sonntag, dem 20. Februar fand dann noch das Spiel AEK-Panionios (es endete 1:1) statt. Aber mal ehrlich: Beide Teams schon gesehen, Stadion schon gesehen, da war ein Tagesausflug auf die Insel Ydra verlockender. Und das muss einmal gesagt sein: Wer schon mal in der Nähe ist und sich das trotzdem entgehen lässt, ist ein&#8230;</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ydra.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4156" title="ydra" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ydra.jpg" alt="" width="476" height="268" /></a></p>
<p>(phe)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Bilder by Philipp Eitzinger</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4117&amp;md5=ab99e7723c3eb1272249b14a34df1818" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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