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	<title>Ballverliebt &#187; Deutschland</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>2:6 in Deutschland &#8211; weil ohne Druck im Mittelfeld jede Abwehr schlecht aussieht</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/02/26-in-deutschland-weil-ohne-druck-im-mittelfeld-jede-abwehr-schlecht-aussieht/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/09/02/26-in-deutschland-weil-ohne-druck-im-mittelfeld-jede-abwehr-schlecht-aussieht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 21:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweinsteiger]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wäre zu billig, die Schuld für die vielen Gegentore beim 2:6 des ÖFB-Teams in Deutschland nur in der österreichischen Hintermannschaft zu suchen. Ja, sie haben nicht gut ausgesehen &#8211; aber das eigentliche Problem war das komplett fehlende Pressing im Mittelfeld. Das hat es den Deutschen leicht gemacht. Das Spiel der letzten Chance, die erhoffte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Es wäre zu billig, die Schuld für die vielen Gegentore beim 2:6 des ÖFB-Teams in Deutschland nur in der österreichischen Hintermannschaft zu suchen. Ja, sie haben nicht gut ausgesehen &#8211; aber das eigentliche Problem war das komplett fehlende Pressing im Mittelfeld. Das hat es den Deutschen leicht gemacht.</strong></em></p>
<div id="attachment_5638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-2.png"><img class="size-full wp-image-5638 " title="2011 09 02 Deutschland-Österreich 6-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Österreich 6:2</p></div>
<p><span id="more-5632"></span>Das Spiel der letzten Chance, die erhoffte Fortsetzung des <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/">ordentlichen Auftritts beim 1:2 in Wien</a> &#8211; das war die Ausgangslage beim österreichischen Team. In einem Spiel, dass im Land von Rot-weiß-rot bis zum Erbrechen gehypt wurde. Dem die deutsche Öffentlichkeit aber bestenfalls schaumgebremst bis gleichgültig entgegen geblickt wurde. Gespielt haben die beiden Mannschaften dann eher umgekehrt zum jeweiligen Build-up. Was man aber sicher nicht nur auf das frühe 1:0 für den Gastgeber durch einen Weitschuss von Özil zurückführen kann und darf.</p>
<p><strong><em>Harnik und Arnautovic vorne</em></strong></p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/02/deutschland-osterreich-vorschau-auf-den-unwahrscheinlichen-ofb-pflichtsieg/">Von all den möglichen Varianten</a> wurde beim österreichischen Team ein Mittelding aus 4-4-1-1 und 4-4-2 gewählt. Als wirklich hängende Spitze kann man Harnik in diesem Spiel nicht bezeichenen. So richtig als echte Spitze Aranautovic auch nicht. Eher haben beide auf annähernd einer Höhe (zumeist war Arnautovic ein, zwei Schritte weiter vorne) beide so ein wenig eine hängende Spitze gegeben &#8211; allerdings jeweils auf den Halbpositionen. Die Position im zentralen offensiven Mittelfeld war somit nicht so richtig besetzt.</p>
<p>Das hatte den Vorteil, dass sich beide immer wieder auch realtiv weit nach hinten fallen lassen konnten, um dort eher anspielbar zu sein (was nicht so recht funktionierte), allerdings andererseits den Nachteil, dass Druck auf die Spieleröffnung der Deutschen nicht einmal im Ansatz möglich war. Hummels und Badstuber konnten sich die Bälle genüsslich hin- und herschieben und sich überlegen, was sie denn jetzt damit machen sollten, ohne dass es irgend einen Druck eines Österreichers gab.</p>
<p><strong><em>Dag und Lahm</em></strong></p>
<p>Interessant war die Rolle von Ekrem Dag auf der rechten Mittelfeldseite gegen Philipp Lahm. Der Besiktas-Legionär stand extrem hoch und wirkte wie eine Wand auf Lahm &#8211; er kam an der Seitenlinie nicht durch und konnte somit auch Lukas Podolski nicht wirklich ins Spiel einsetzen: Mit Steilpässen kaum und mit kurzen Anspielen schon gar nicht.</p>
<p>Lahm merkte jedoch schnell, dass Dag zwar hoch stand und gegen ihn gut defensiv die Flanke zumachte, aber offensiv nicht die geringste Bedrohung darstellte. So entschied sich Lahm alsbald, seine Flanke halt zu verlassen und in die Mitte zu ziehen. Dag entschloss sich in den meisten Fällen dazu, draußen zu bleiben und sich nicht von Lahm nach innen ziehen zu lassen.</p>
<p><strong><em>Voller Druck auf Baumgartlinger, volles Pensum von Alaba</em></strong></p>
<p>Ein großes Problem im österreichischen Spiel war, dass mit dem wenigen Ballbesitz wenig anfing. Gewonnene Bälle waren zumeist in Windeseile wieder verloren, weil die Deutschen ein durchaus sehenswerten Pressing anboten, vor allem auf Julian Baumgartlinger. Alaba wurde eher noch in Ruhe gelassen &#8211; der Bursche von den Bayern ist das Tempo und das Pressing aus der Bundesliga gewohnt und verfügt bekanntermaßen über ein waches Auge und extreme Spielintelligenz. Wenig überraschend kamen auch die meisten intelligenten Aktionen von ihm &#8211; obwohl er hinten absichern sollte, nach vorne einleiten, und auch noch für den dezent überforderten Royer auf der linken Seiten aushelten musste. Ein bissl viel für einen alleine.</p>
<p>Letztere hat zwar der Neo-Mainzer Baumgartlinger auch, aber er ist nach der kurzen Zeit in der Bundesliga das hohe Tempo nicht gewohnt und vor allem nicht das Pressing, schließlich gibt es das in der österreichischen Bundesliga de facto überhaupt nicht; schon gar nicht auf dem Niveau, wie es Kroos, Schweinsteiger und Co. anboten. So ließen die Deutschen Alaba etwas mehr Zeit am Ball und etwas mehr Raum zum Wirken, nahmen ihm aber die Anspielstationen; während sofort mindestens einer, zumeist aber eher zwei Mann auf Baumgartlinger stürzten, sobald der nur daran dachte, einen Ball anzunehmen.</p>
<p><strong><em>Probleme im Spielaufbau</em></strong></p>
<p>So fand geregelter Spielaufbau beim ÖFB-Team kaum statt. An Laufbereitschaft und -arbeit fehlte es nicht, aber wie selbst Franz Beckenbauer vor einigen Monaten geäußert hat, werden wahnsinnig viele leere Meter gemacht. Was dadurch natürlich noch verstärkt wurde, dass viele Anspiele nicht knapp am Empfänger vorbeigingen (was man ja mit wenig Zeit am Ball und dem Pressing der Deutschen erklären könnten), sondern immer wieder völlig ins Nirwana segelten.</p>
<p>In diesen Situationen entstand immer mehr der Eindruck, dass der eine nicht weiß, wo der andere hinläuft, sprich, die Laufwege überhaupt nicht passten bzw. aufeinander abgestimmt waren. Schnelle Konter ließ das deutsche Team kaum zu und so war die österreichische Mannschaft gefordert, neben Tempogegenstößen auch ineinander greifende Pässe und Laufwege aus geringerem Tempo anzubieten. Und so etwas gab es nur im überschaubaren Maß.</p>
<p><strong><em>Wenig Platz zum Kombinieren</em></strong></p>
<p>Was die Österreicher vom Prinzip her allerdings recht gut machten: Die Verteidigung rückte auf, wodurch angesichts des tief stehenden Duos Arnautovic/Harnik vorne der bespielbare Raum für die Deutschen sehr, sehr eng wurde. Das DFB-Team hatte somit zwar theoretisch eine systembedingte Überzahl im Zentrum, kam aber nicht wirklich dazu, diese auch auszuspielen. Immer wieder blieb nur der lange Ball, was angesichts der kopfballstarken Innenverteidigung mit Pogatetz und Schiemer kein allzu erfolgreiches Rezept war.</p>
<p>Was die Österreicher gar nicht gut machten, war das fehlende Pressing auf die deutschen Kreativspieler &#8211; bei einer hoch stehenden Verteidigungslinie ein absolutes Muss, weil sonst ein einziger halbwegs angekommender Pass durch die Schnittstellen ausreicht, um den vielen Platz hinter einer solchen hoch stehenden Abwehrreihe gnadenlos auszunützen. Druck auf Özil und Kroos und vor allem Schweinsteiger wurde seitens der Österreicher aber nicht annähernd in ausreichendem Umfang gezeigt.</p>
<p>Deutschland wurde folgerichtig immer dann gefährlich, wenn es durch das Tempo und die Ballsicherheit der in Ruhe gelassenen Mittelfeldspieler und des hervorragenden Spielverständnisses von Klose gelang, sich schnell und flach durchzukombinieren. So fiel das 2:0 und kurz darauf auch das 3:0, was das Spiel im Grunde schon entschied &#8211; dem Tor von Arnautovic kurz vor Schluss, als das DFB-Team etwas schleißig verteidigte und der Bremen-Legionär per Kopf in die lange Ecke traf, zum Trotz.</p>
<p><strong><em>Deutschland verwaltet Führung</em></strong></p>
<p>Dass die Österreicher gleich zu Beginn nach einem eigenen Eckball in den Konter laufen und das 1:4 kassieren, hat natürlich nicht geholfen, aber wirklich zurückgebracht hat das ÖFB-Team auch der fast postwendende eigene zweite Treffer nach einem technisch äußerst feinen Zusammenspiel von Arnautovic (der mit Badstuber und Hummels beide Innenverteidiger auf sich zog) und Harnik (der damit freie Bahn hatte) auch nicht.</p>
<p>Das Problem blieb weiterhin bestehen: Es wurde kaum Druck auf das deutsche Mittelfeld aufgebaut, das somit nie die Angst haben musste, von einem aggressiven Gegner angegangen zu werden oder sich unter dauerhaften massivem Zeitdruck um eine Anspielstation umsehen zu müssen. Auch, weil Alaba nach dem Seitenwechsel noch tiefer stand als zuvor.</p>
<p>Hinzu kam, dass Höwedes (der Royer in der ersten Hälfte zwar komplett abmontierte, aber nach vorne eher harmlos blieb) durch Jerome Boateng ersetzt wurde, der es im Verbund mit Thomas Müller schaffte, Christian Fuchs vollends aus dem Spiel zu nehmen.</p>
<p><em><strong>Bis zum Schluss kein Druck</strong></em></p>
<p>Auffällig wurde nach einer Stunde, dass sich jeweils einer aus dem Duo Arnautovic/Harnik weiter ins Mittelfeld zurück fallen ließ. Doch auch hier wurde hauptsächlich der leere Raum abgedeckt, als mal wirklich den ballführenden Deutschen anzugehen. Ob es angesichts des Spielstandes von 2:4 gegen einen deutlich besseren Gegner wirklich etwas gebracht hätte, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber es hätte zumindest an die Spieler im DFB-Trikot das Signal ausgesendet, dass man sich noch nicht ganz aufgegeben hat.</p>
<p>Die Einwechslung von Hoffer für den überforderten Royer (Arnautovic ging dafür auf die Flanke) war sicher nicht verkehrt, brachte aber letztlich nichts &#8211; weil keine wirklichen Chancen herausgespielt werden konnten und in der absoluten Schlussphase die Deutschen noch zweimal die Leichtigkeit des unbedrängten Seins aus dem Mittelfeld heraus ausnützten und noch zu zwei späten Toren zum 6:2-Endstand kamen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Wer keinen Druck ausübt, überfordert seine Abwehr</em></strong></p>
<p>Österreich spielte von Beginn an, wie man sich einen kompletten Underdog bei einem Bewerbsspiel in Deutschland vorstellt: Tief stehen, nur die Räume eng machen, aber null Druck auf den Gegner ausüben. Kurz: Versuchen, das Ausmaß der sportlichen Katastrophe in Grenzen zu halten. Und weil, wenn schon drucklos, dennoch nicht einmal robust auch mal der Körper reingestellt wurde, merkte Deutschland schnell: Hier gibt&#8217;s Zeit, hier gibt&#8217;s keine Fouls &#8211; es muss sich nur noch durch den engen Raum durchgespielt werden.</p>
<p>Dass es für Österreich in dieser EM-Qualifikation und für Teamchef Constantini wohl überhaupt das Spiel der wirklich allerletzten Chance war, merkte man weder der Mannschaft noch dem Trainer an. Es wurde nicht einmal versucht, das deutsche Team zu ärgern, zu nerven, zu piesacken &#8211; und wenn man Weltklassespieler wie Schweinsteiger, Kroos und Özil so komplett in Ruhe lässt, kommen natürlich Tempoangriffe auf die Abwehr zu. Dass diese dem dann nicht standhalten kann, ist folgerichtig.</p>
<p>Darum ist es auch zu billig, die Schuld nur bei der Abwehr zu suchen. Sechs Gegentore sind die logische Folge eines mutlosen Auftritts, bei dem von Beginn an nicht an die eigene Chance geglaubt wurde. Man kann in Deutschland verlieren. Man kann in Deutschland auch hoch verlieren.</p>
<p>Aber man darf nicht schon von vornherein dem übermächtigen Gegner den Eindruck vermitteln, bereits kapituliert zu haben.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p>PS: An unsere vielen Leser aus Deutschland: Bitte nicht böse sein, dass es hier praktisch nur um das ÖFB-Team geht. Liegt aber weniger daran, dass das ein österreichischer Blog ist, sondern eher daran, dass dieses Spiel einfach deutlich mehr über die Mannschaft aus Österreich aussagt als über jene aus Deutschland. Das werdet auch ihr einsehen, wie ich hoffe ;-)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5632&amp;md5=ea7f9a8429b7966204f37a10feacd5cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland &#8211; Österreich: Vorschau auf den unwahrscheinlichen ÖFB-Pflichtsieg</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/02/deutschland-osterreich-vorschau-auf-den-unwahrscheinlichen-ofb-pflichtsieg/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 00:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Constantini]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein mangelndes Interesse am Spiel zu spüren. In Deutschland nimmt man diese Begegnung so nebenbei mit, sieht es als eine Art verschärftes Testspiel in dem alles andere als ein Sieg eine Sensation wäre. Der nur knapp errungene Sieg vom Hinspiel (hier die Analysen <a href="http://derstandard.at/1304553649635/AUT-vs-GER-Der-jaehe-Tod-aller-Ausreden?_blogGroup=1" target="_blank">von mir</a> und <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/" target="_blank">Philipp</a>) hat dort in der Öffentlichkeit also wenig Eindruck hinterlassen. In Österreich gilt er ja als Grund, wieso immer noch Dietmar Constantini am Trainerstuhl sitzt. <span id="more-5607"></span></p>
<p>Weil wir jüngst auch vom ZDF um eine Analyse gebeten wurden (die dann leider durch Tonprobleme im Mülleimer landete), haben wir uns die Partie noch einmal angesehen und mit dem zeitlichen und emotionalen Abstand zu diesem Abend erkennen müssen: Das Gedächtnis ließ dieses Spiel ziemlich gut wegkommen, aber mehr als sehr ordentlich war das gar nicht. </p>
<div id="attachment_5608" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"><img title="Österreich - Deutschland, EM Qualifikation 2011" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"  width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5608"/></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland: Die Formationen des Hinspiels</p></div>
<p>Deutschland trat damals im Happel-Stadion wie nebenstehend gezeichnet auf. Die Mannschaft war einigermaßen dezimiert im bekannten 4-2-3-1 aufgelaufen und wurde dort von einem hochmotivierten und talentierten ÖFB-Team (mit seinerseits einigen Ausfällen) an den Rand eines Punkteverlustes getrieben. Aber eben nicht darüber hinaus. </p>
<p>Jogi Löw spielte damals bei der Pressekonferenz nach dem Spiel alles eher runter und machte die Müdigkeit seiner Spieler für die Probleme verantwortlich. Er wollte aber schon damals eigentlich mit zwei Stürmern agieren um die ÖFB-Innenverteidigung unter Druck zu setzen. Die passenden Leute waren allerdings nicht fit &#8211; und sind es auch diesmal nicht.</p>
<p><strong>Deutschland</strong></p>
<p><div id="attachment_5614" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger-150x150.jpg" alt="" title="Erwartete Aufstellung von Deutschland gegen Österreich" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5614" /></a><p class="wp-caption-text">Erwartete Aufstellung von Deutschland im Heimspiel gegen Österreich</p></div> Trotzdem wird Deutschland sowohl personell als auch taktisch anders aussehen als in Wien. Auf Schalke ist damit zu rechnen, dass die Formation näher an dem 4-1-4-1 ist, das vor etwa einem Monat <a href="http://spielverlagerung.de/2011/08/11/deutschland-brasilien-die-lehren/" target="_blank">gegen Brasilien</a> für mediale Jubelmeldungen gesorgt hat. </p>
<p>Jogi Löw hat im Prinzip bereits schon im Vorfeld alle personellen Dinge geklärt, nur ob Lukas Podolski oder Andre Schürrle starten werden, ist noch nicht ganz klar. Ansonsten ist heute mit der nebenstehenden Aufstellung zu rechnen. Lahm wird diesmal über die linke Seite kommen und dort Druck über die Flanken machen. Von Podolski kann man sich einige Läufe in zentralere Schussposition erwarten (Schürrle würde sich wohl vertikaler bewegen). Auf der rechten Seite ist mit Höwedes eher die defensivere Verteidigervariante gewählt worden. Dort wird vorne wohl Müller der Mann für die Flanken sein. Die Innenverteidigung wird wohl komplett umgekrempelt, bietet aber wenig Angriffspunkte. Davor darf Schweinsteiger wieder einmal ran als Ballverteiler. Kroos dürfte weiter aufrücken als im Hinspiel um in der kritischen Zone für die gefährlichen Pässe zu sorgen, Özil neben ihm seine gewohnte Brillianz ausleben und mit Tempodribblings auf die Abwehr losgehn. Vorne wartet mit Klose ein beweglicherer Stürmer.</p>
<p><strong>Österreich</strong></p>
<p><div id="attachment_5618" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1-150x150.jpg" alt="" title="Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5618" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland</p></div> Bei Österreich hört man auch von zahlreichen Umstellungen, es fällt aber noch schwerer sich ein wirkliches Bild von Constantinis Absichten zu machen. Auch deshalb, weil man die Pressekonferenzen der Deutschen im Web verfolgen kann, die der Österreicher aber nur aus Medienberichten deuten muss. Fuchs, Pogatetz, Schiemer und Klein wären (weil Scharner leider gesperrt ist und Klein bei Constantini gesetzt scheint) noch keine größere Überraschung. Fuchs wird versuchen müssen, den Spagat zwischen der Bewachungs Müllers und eigenen Antritten zu schaffen. Klein muss Acht geben, dass er sich von Podolski nicht zu weit in die Mitte ziehen lässt, weil dann die Flanke für Lahm offen wäre.</p>
<p>Dass Alaba neben Baumgartlinger ins Zentrum rückt, scheint zwar neu aber auch eine gemachte Sache zu sein. Das bringt (<em>endlich</em>) zwei defensiv UND offensiv fähige Leute in diese Stellung. Dass sich diese Variante gerade gegen die heftige deutsche Offensive erstmals richtig behaupten muss (die Umstellung in der zweiten Testspielhälfte gegen die Slowakei fand unter gänzlich anderen Voraussetzungen statt), ist natürlich bedauerlich. Özil und Klose werden wegen ihrer Beweglichkeit Kollektivaufgabe sein und verlangen eine gut eingespielte Defensivzentrale.</p>
<p><div id="attachment_5619" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2-150x150.jpg" alt="" title="Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5619" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland</p></div> Der Rest ist personell unklarer. Über eine Seite dürfte Neo-Hannoveraner Royer kommen &#8211; ob der Rechtsfuß links oder rechts powern darf, bleibt abzuwarten. Es hängt wohl davon ab, wer auf der anderen Seite stehen wird. Kommt der pardonierte Arnautovic über links, würde das System zum konterstarken 4-2-3-1, in dem Fuchs sich offensiv zurückhalten könnte, Alabas Balleroberungen und vertikale Pässe aber umso wichtiger wären? </p>
<p>Oder wählt Constantini wie im Hinspiel Dag auf der rechten Seite und lässt den Türkei-Legionär zur Unterstützung gegen Podolski und Lahm eher absichern (was eher ein 4-4-1-1 darstellen würde das sehr stark von Harnik und dem Stürmer abhängig wäre &#8211; beide werden gut bewacht sein)? Auch Arnautovic und Dag scheinen an den Seiten als asymmetrischer Mix denkbar. Harnik dürfte wieder vor der Zentrale als Mann für alle Fälle agieren und das Spiel zu prägen versuchen. In der Spitze gibt es dann wieder zwei Varianten: Sowohl Hoffer als auch Arnautovic bringen das gegen sicherlich höher stehende Deutsche erwünschte Tempo mit.</p>
<p><strong>Andere Varianten sind unwahrscheinlich und gefährlich</strong></p>
<p><div id="attachment_5620" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3-150x150.jpg" alt="" title="Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5620" /></a><p class="wp-caption-text">Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland</p></div> Mancherorts wird überhaupt ein flaches 4-4-2 kolportiert mit Arnautovic und Hoffer vorne, Royer und Harnik an der Seite. Das wäre eine Blendervariante die Mut vortäuschen würde. Sie würde erhebliche Schwierigkeiten im Mittelfeld garantieren, hätte Schweinsteiger dann wegen der nicht besonders bekannten Deckungsqualitäten der beiden Stürmer doch Narrenfreiheit, um aus der Tiefe genüsslich die ÖFB-Defensive zu zerpflücken. Ein zurückfallender Kroos könnte sich zudem entweder jeder Bewachung entreißen oder einen Mittelfeldspieler aus der Formation ziehen, um die Defensivorganisation der Österreicher zu zerstören. Gerade dieses Loch gilt es zu vermeiden. Würde Österreich heute mit diesem 4-4-2 antreten, müsste man zudem nach der Logik fragen, nur drei echte Stürmer in den Kader aufzunehmen. Nein. An einem zentralen Offensivspieler und einer Solospitze führt für Constantini meiner Ansicht nach kein erfolgversprechender Weg vorbei.</p>
<p>Personell ein eher unwahrscheinlicher Starter ist Junuzovic, dessen gestalterische Fähigkeiten auf der rechten Seite diesmal nicht gebraucht werden (und von Lahm stark geprüft würden), in der Mitte hingegen ein selbstsicheres Spiel der Mannschaft benötigen würden, das nicht zu erwarten ist. Würde Janko spielen, dürfte man dem ÖFB zumindest zu einem gekonnten Kasperltheater über die letzten Tage gratulieren. Dass Dag in der Verteidigung aufläuft, wäre eine Variante die schon länger nicht mehr zu sehen war.</p>
<p><strong>Hoffen auf die stabile Abwehr</strong></p>
<p>Dass der ÖFB mit einer oft unnötig verjuxten EM-Qualifikation nun im schwersten aller Spiele einen Pflichtsieg feiern muss, sagt bereits viel aus. Selbst mit einem sehr guten Spiel, kann man bei Deutschland zu Gast immer noch ordentlich unter die Räder kommen. Die Deutschen werden die Qualifikation zumachen wollen. Österreich wird wohl eine heftige Anfangsphase überstehen müssen. Deutschland muss nicht alles riskieren, wird aber möglicherweise wenig Grund sehen, sich allzu sehr zurück zu halten. Das ist auch die scheinbar paradoxe Chance für Österreich: Kontern kann man. Etwas anderes als ein stark konterlastiges Spiel wurde von Österreich in den vergangenen Jahren hingegen nicht erfolgreich etabliert. Die Mannschaft kennt die heutigen Gegenspieler und wird um ihr Leben laufen. </p>
<p>Es könnte ein knappes Spiel werden, aber wenn Deutschland die Führung gelingt, dürfte für Österreich die Sache gegessen sein. Wenn die Constantini-Elf dann noch den für die Qualifikation nötigen Sieg anstrebt, muss man auch mit einer hohen Niederlage rechnen. Wenn man einige Spezialfälle außer Acht lässt, wäre eine knappe Niederlage vielleicht das enttäuschendste Ergebnis aus österreichischer Sicht. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
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		<title>Möglich wäre so einiges&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 00:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch ein spätes Tor von Mario Gomez verliert eine beherzt kämpfende österreichische Mannschaft gegen Deutschland mit 1:2. Die letzte Chance auf den EM-Ticket ist damit dahin, aber diesmal wusste die Mannschaft aus eigener Bundesliga-Erfahrung, wie man den DFB-Spielern beikommen kann. Was nur offenlegt, was mit diesem Team so alles möglich wäre. Denn anders als bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Durch ein spätes Tor von Mario Gomez verliert eine beherzt kämpfende österreichische Mannschaft gegen Deutschland mit 1:2. Die letzte Chance auf den EM-Ticket ist damit dahin, aber diesmal wusste die Mannschaft aus eigener Bundesliga-Erfahrung, wie man den DFB-Spielern beikommen kann. Was nur offenlegt, was mit diesem Team so alles möglich wäre.</em></strong></p>
<div id="attachment_4937" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.png"><img class="size-full wp-image-4937 " title="Aut-Ger 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland 1:2</p></div>
<p><span id="more-4935"></span>Denn anders als bei so manchem planlosen Auftritt gegen Mannschaften, deren Spieler man nur vom DVDs kennt, hatte das österreichische Team diesmal einen recht genauen Plan zu bieten, wie man die Deutschen Nerven kann. Denn Mehmet Scholl dürfte schon recht gehabt haben, als er sagte: &#8220;Den Österreichern ging&#8217;s heute doch gar nicht mehr um Platz zwei in der Gruppe. Sondern darum, die Deutschen zu ärgern!&#8221; Und das gelang.</p>
<p><strong><em>Gemeinschaftsjob Özil</em></strong></p>
<p>Österreich überließ dem DFB-Team erwartungsgemäß erst einmal die Initiative, nichts anderes sagte die Aufstellung in einem 4-4-1-1 auch aus. Die Aufgabe, Mesut Özil aus dem Spiel zu halten, wurde dabei auf mehrere Schultern aufgeteil. Etatmäßig war es Stefan Kulovits, der sich um den Mann von Real Madrid kümmerte, aber er machte das nur, wenn Özil nicht zu hoch stand und nicht gerade auf die Seiten auswich. Es war nämlich kein Problem, der Bewachung von Kulovits zu entgehen, wenn er einfach ein paar Schritte aufrückte und sich zwischen den Linien breit machte. Pogatetz und Scharner standen sehr tief und rückten auch nicht auf, um Özil zu bewachen.</p>
<p>Allerdings wurde ihm sofort die Zeit am Ball genommen, wenn er ihn doch einmal bekam. Er versuchte viel, auf die Seiten auszuweichen und die Hilfe von Müller und (vor allem) Podolski zu suchen. Hier machte sich aber die Maßnahme von Constantini bezahlt, mit Klein und Dag im Grunde zwei Rechtsverteidiger aufzustellen, außerdem kam im Fall der Fälle auch Baumgartlinger hinzu. Podolski war, bis auf seinen Lattenkracher aus 20m in der 8. Minute, kaum wirklich ein Faktor.</p>
<p>Die Mittelfeldkette der Österreicher verschob sehr gut und machte den Raum im Zentrum gut dicht, Alaba rückte da aber oftmals viel weiter ein als Dag auf der anderen Seite &#8211; schlicht, weil über Müller wenig kam und Fuchs ihn recht gut im Griff hatte. Vorstöße von Lahm unterband Alaba, so gut es ging. Die Folge: Deutschland hatte zwar klar mehr Spielanteile und auch einige Torschüsse, die wenigsten davon aber von innerhalb des Strafraums bzw. aus dem Spiel heraus.</p>
<p>Was auffiel: Pressing wurde beim ÖFB-Team nur vereinzelt gezeigt und es machte auch keinen wirklich eintrainierten Eindruck. Zwar war das Motto &#8220;einer presst, zwei lauern&#8221; zumeist schon erkennbar, aber es gingen nur ganz bestimmte Spieler auch tatsächlich gegen die Ballführenden: Fuchs und Alaba auf der linken Seite, mit Abstichen Pogatetz und Hoffer, besonders viel dafür Harnik. Fällt was auf? Genau, das sind exakt jene Spieler, die in der deutschen Bundesliga spielen. Andere, wie etwa Klein und vor allem Kulovits, waren da kaum ein Faktor. Vor allem Kulovits deckte, wenn Özil nicht in der Nähe war, oftmals nur den leeren Raum ab.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfigur 1: Harnik macht den Rooney</em></strong></p>
<p>Interessant war bei Österreich die Rolle von Martin Harnik. Der Stuttgarter übernahm jene Rolle, die in der Schlussphase der Saison von <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/12/giggs-lenkt-rooney-rennt/">Manchester United Wayne Rooney mit großem Erfolg</a> gespielt hatte: Jene als Mittelding aus hängender Spitze und Spielmacher. Der laufstarke Harnik &#8211; jener Spieler, vor dem Bundestrainer Löw laut eigener Aussage am meisten Respekt hatte &#8211; war überall auf dem Platz zu finden.</p>
<p>Hauptsächlich zentral, aber auch links, rechts, auch mal nach hinten arbeiten, mit großer Explosivität aus der Etappe kommen, keinen Zweikampf scheuen. So konnte Harnik durchaus die Tatsache, dass Sami Khedira seit einigen Wochen verletzungsbedingt kein Spiel mehr gemacht hatte, ausnützen. Khedira hatte gegen die spritzige Körperlichkeit von Harnik oftmals das Nachsehen.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfigur 2: Baumgartlinger, der bessere Scharner</em></strong></p>
<p>Es ist ja keinen allzu neue Erkenntnis &#8211; aber Jules Baumgartliner ist derzeit ohne jeden Zweifel der beste Sechser bzw. Achter, den Österreich hat. Die Übersicht und die Spielintelligenz des 23-jährigen Austrianers ist derzeit unübertroffen. Defensiv montierte er (in Gemeinschaft mit anderen, siehe oben) Mesut Özil ziemlich ab, er unterstützte sehr oft Dag und Klein gegen Podolski, erledigte seine Defensivaufgaben sehr ordentlich.</p>
<p>Vor allem aber: Anders als Paul Scharner, der, wenn er im Nationalteam dort spielen darf, oft übermotiviert alles zerreißen und alle Mittelfeld-Agenden selbst übernehmen will, hat Baumgartlinger das Gespür zu erkennen, wann er nach vorne gehen kann oder muss und vor allem, wann er in der Vorwärtsbewegung den möglichst einfachen, aber sinnvollen Pass anbringen kann. Das ist alles andere als spektakulär und sieht auch nicht wirklich auffällig aus, als Backbone einer Mannschaft braucht es aber genau solche Spieler: Einfache Pässe mit möglichst geringem Risiko zum Ballverlust, die in der Spieleröffnung oder -gestaltung aber doch etwas bringen. Baumgartlinger war eine Augenweide.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfiguren 3/4: Fuchs und Alaba, die Müller/Lahm-Abmonteure</em></strong></p>
<p>David Alaba hatte einen Monsterjob zu lösen: An ihm war es, den deutschen Kapitän Philipp Lahm zu so wenig Entfaltung wie möglich kommen zu lassen. Dabei war es sicher kein Nachteil, dass der zu Hoffenheim verliehene Bayern-Legionär zum einen aus seiner Zeit bei den Münchnern Lahm sehr genau kennt und weiß, wie ihm zuzusetzen ist. Und zum anderen, dass es sich der 18-Jährige absolut zutraute, das nicht mit reagieren zu tun, sondern mit agieren! Alaba stand um einiges höher als Ekrem Dag, sein Pendant auf der rechten Seite, setzte Lahm durchaus unter Druck und zermürbte ihn mit robustem Körperspiel zusätzlich.</p>
<p>Das alles wäre natürlich nicht möglich gewesen, wenn nicht Christian Fuchs hinter ihm gespielt hätte, der womöglich beste Linksverteidiger der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Der Mainz-Legionär begann zwar eher fahrig und einige Zuspiele nach vorne landeten eher weit weg vom geplanten Passempfänger, aber defensiv bekam er Müller schnell in den Griff und nach etwa 20 Minuten verband er sich auch immer mehr mit Alaba vor ihm.</p>
<p><strong><em>Österreich wird aktiver</em></strong></p>
<p>Wie gut das ÖFB-Team Özil und vor allem Müller im Griff hatte, zeigt sich exemplarisch daran, dass beide ihre wohl beste Szene in der 29. Minute hatten, als sich Özil tief in der eigenen Hälfte &#8211; also komplett out of position &#8211; aufhielt und an den aufgerückten Alaba und Fuchs vorbei Müller ins Laufduell mit Baumgartlinger schickte. Letztere musste das taktische Foul nehmen und sah dafür Gelb. Dem Würgegriff konnten sie sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr nur noch dann entziehen, wenn sie ganz andere Wege gingen.</p>
<p>Bei den Österreichern dauerte es zwar bis zur 24. Minute, ehe der este gemeinschaftlich aufgezogene Angriff über Fuchs und Alaba, mit Baumgartlinger aufgerückt und einem ebenso nach vorne gekommenen Scharner gezeigt wurde. Zwar wurde die Aktion von einem recht harmlosen 25m-Schuss von Scharner mit überschaubarem Erfolg abgeschlossen, aber es war so etwas wie der Startschuss.</p>
<div id="attachment_4940" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-2.png"><img class="size-full wp-image-4940 " title="Aut-Ger 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Kroos fehlt es an Optionen in der Spieleröffnung: Özil ist isoliert, Schmelzer spielte schlecht - oft blieben nur lange Risikopässe. Bei Balleroberung schoss Österreich schnell nach vorne, vor allem über die Seite von Lahm</p></div>
<p>Fuchs ging nun noch mehr nach vorne, auch Klein traute sich immer mehr zu, Baumgartlinger bewegte sich gut und verteilte die Bälle zumeist sehr ordentlich; vor allem über die Seiten ging es nun nach Balleroberung sehr flink und flüssig. Die Folge: Wirklich gute Torchancen für die Österreicher häuften sich, Hoffer und Harnik vergaben dabei die besten.</p>
<p><em><strong>Bastian Schweinsteiger fehlt eklatant</strong></em></p>
<p>Das deutsche Spiel krankte, die Innenverteidigung einmal ausgenommen, im Grunde überall. Schmelzer zeigte eine ganz schwache Leistung und konnte Podolski überhaupt nicht helfen, andererseits kannte auch Poldi keinen Rückwärtsgang &#8211; ebenso wie Müller, weshalb Lahm gegen Alaba und Fuchs alleine stand und eigentlich ein armer Hund war. Zudem war Özil isoliert und Gomez hing in der Luft.</p>
<p>Der größte Schwachpunkt beim DFB-Team war aber das defensive Mittelfeld. Khedira fehlte sichtlich die Matchpraxis und Toni Kroos kann, vor allem ohne einen fitten Nebenmann, den verletzt fehlenden Bastian Schweinsteiger in keinster Weise ersetzen. Nicht nur, dass ihm permanent Harnik um die Ohren lief und er somit viel defensiv gebunden war, nein, in der Vorwärtsbewegung waren oftmals alle Anspielstationen zu. So war er gezwungen, oft statt des einfachen kurzen Passes einen langen zu nehmen, oftmals hoch, auf einen Spieler, der gut gedeckt war, sich schlecht bewegte &#8211; oder beides. Die Folge war wenig Tempo und kaum Spielfluss nach vorne und teils haarsträubende Fehlpässe, welche die Österreicher dankbar annahmen.</p>
<p>Deutschland war in dieser Phase nur noch aus Standardsituationen in der Lage, halbwegs sinnvoll für das Tor von Sturm-Goalie Gratzei zu kommen. Folgerichtig daher, dass kurz vor der Halbzeit Mario Gomez aus einem Eckball die Kugel über die Linie stolperte. Eine zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung, denn die größere Torgefahr hatte in den 20 bis 30 Minuten zuvor eindeutig Österreich ausgestrahlt.</p>
<p><em><strong>Gleiche Charakteristik nach Ausgleich</strong></em></p>
<p>Kurz nach der Pause wurde das ÖFB-Team doch noch für die sehr ansprechende Phase vor der Halbzeit belohnt, indem Arne Friedrich eine Flanke von Alaba quasi unter dem bereitstehenden Harnik hindurch ins eigene Tor beförderte. Am grundsätzlichen Charakter des Spiels änderte das 1:1 aber nichts: Österreich stand weiterhin in der Grundformation tief und überließ den Deutschen den Ball, um schnell zu kontern.</p>
<p>Was sich ebenso nicht änderte, war die mangelnde Bereitschaft von Müller und Podolski, nach hinten zu arbeiten. Das versuchte Löw in den Griff zu bekommen, indem er Müller und Özil ihre Plätze tauschen ließ. Er muss schnell erkannt haben, dass auch das keine signifikante Verbesserung bedeutete, so nahm Löw kurz darauf Podolski vom Platz und brachte dafür Schürrle. Özil ging wieder in die Mitte, dort ist er für die Mannschaft dann doch wertvoller.</p>
<div id="attachment_4944" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-3.png"><img class="size-full wp-image-4944 " title="Aut-Ger 3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab Minute 70</p></div>
<p><strong><em>Personelle Änderungen</em></strong></p>
<p>Halb durch die zweite Hälfte wechselte dann auch Constantini: Statt des braven und vor allem defensiv recht umsichtigen Dag kam mit Zlatko Junuzovic ein deutlich offensiverer Mann für die rechte Seite. Der Austrianer schob auch sofort deutlich weiter nach vorne als der Beşiktaş-Legionär. Mit der Folge, dass Schmelzer nun noch weniger nach vorne brachte und sich die Fehlerquote des Dortmunder Blondschopfes nicht senkte &#8211; aber ohne wirkliche Chancen zu kreieren.</p>
<p>Bei den Deutschen war für Khedira nach 70 Minuten Schluss, für ihn rückte Hummels ins defensive Mittelfeld auf und Badstuber übernahm den Platz in der Innenverteidigung. Das deutsche Mittelfeld-Duo mit Kroos und Hummels stand sehr souverän, was aber auch an Martin Harnik lag.</p>
<p>Der nach seiner extrem hohen Laufleistung ganz einfach am Ende war. Er ging nun etwas weiter nach vorne und wartete eher auf Anspiele, als dass er sich die Bälle noch selbst holen konnte. Zehn Minuten vor Schluss hatte er dann seinen Arbeitstag beendet, angesichts seines Einsatzes ist es erstaunlich, dass er überhaupt so lange durchhielt. Statt seiner kam Daniel Royer zu seinem Länderspiel-Debüt.</p>
<p><em><strong>Wer weniger Chancen braucht, gewinnt</strong></em></p>
<p>Der Rieder ging auf die rechte Seite und Junuzovic dafür ins Zentrum, er stand dort aber &#8211; Harnik ist an sich Stürmer, Junuzovic Spielmacher &#8211; tiefer als Harnik zuvor, war so aber ohne große Hilfe zwischen Hummels und Kroos eingeklemmt. Dennoch sah alles nach einem 1:1 aus &#8211; wenn da nicht die Kaltschnäuzigkeit wäre, welche die Deutschen auszeichnet.</p>
<p>Nach einem an sich geklärten Eckball von links konnte Lahm von der rechten Seite zurückflanken und am zweiten Pfosten stand der bullige Gomez ausgerechnet gegen den kleinen Royer. Ein Mis-Match, das der Torschützenkönig der deutschen Bundesliga natürlich eiskalt ausnützte und zum 2:1 traf. Dem Endstand</p>
<p><strong><em>Fazit: Man sieht, was möglich wäre&#8230;</em></strong></p>
<p>Ob Emanuel Pogatetz von Mirko Slomkas 10-Sekunden-Drill bei Hannover berichtet hat? Offensichtlich, so überfallsartig liefen die österreichischen Konter. Ob David Alaba von der Arbeit bei Bayern München weiß, wie Philipp Lahm beizukommen ist? Offensichtlich, so konsequent, wie der Jungspund den DFB-Kapitän anrennen ließ. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen &#8211; aber der Punkt ist klar: Die Österreicher hatten ganz offensichtlich einen recht genauen Plan, wie man sich gegen die fußballerisch natürlich klar überlegene Mannschaft aus Deutschland durchsetzen will und kann, und alle haben sich sehr diszipliniert daran gehalten.</p>
<p>Woran man sieht, was mit dem vorhandenen Spielermaterial tatsächlich möglich wäre, zumal einige wirklich gute Spieler aus den verschiedensten Gründen ja gar nicht dabei waren: Es ist möglich, Teams wie Deutschland zumindest ordentlich zu nerven und an einem Tag wie diesem einen Punkt mitzunehmen, der durchaus verdient gewesen wäre. Dass Deutschland in der 90. Minute das Tor noch macht und Österreich nicht ist letztlich ein Zeichen dafür, wer eine Spitzenmannschaft ist.</p>
<p>Natürlich war das eines der schwächeren Bewerbsspiele der deutschen Mannschaft und sowohl in der Halbzeit als auch in der Nachbetrachtung bemängelte das DFB-Betreuerteam um Jogi Löw und Hansi Flick vor allem eines: &#8220;Mangelde Seriosität&#8221; bei ihrer Mannschaft. Die halbe österreichische Mannschaft ist in Deutschland aktiv, kennt die Spieler nicht nur vom Band, sondern aus der persönlichen Praxis. Das merkte man: Vor allem die Bundesligisten Pogatetz, Fuchs, Alaba und Harnik wussten sehr genau, gegen wen man wie spielen muss.</p>
<p>Und es ist gut möglich, dass nach dem sicherlich besten Constantini-Länderspiel (<a href="http://img17.imageshack.us/img17/7868/20090606srbaut10.jpg">neben jenem in Belgrad</a>) bald noch ein weitere dazukommt. Denn seine wundervolle Leistung vor den Augen der deutschen Bundesliga-Manager hat Julian Baumgartlinger auf dem Weg zurück ins Ausland sicher nicht geschadet&#8230;</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4935&amp;md5=34549b618af2bf8050544fa1dec113e8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Österreich &#8211; Deutschland: Wie gefährlich ist Österreich für Jogi Löw?</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/29/osterreich-deutschland-wie-gefahrlich-ist-osterreich-fur-jogi-low/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/05/29/osterreich-deutschland-wie-gefahrlich-ist-osterreich-fur-jogi-low/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 21:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem aktuellen Blog-Eintrag von Martin Blumenau bin ich auf ein KURIER-Interview mit Joachim Löw gestoßen. Der erklärt dort, für wie wichtig er Taktik hält, und was er damit genau meint. Die einstudierten Lauf- und Spielzüge, die Raumaufteilung, die Anweisungen, wann wer attackiert werden soll. Kurz und knapp zusammengefasst: Das genau Studium der Stärken und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://fm4.orf.at/stories/1683341/" target="_blank">aktuellen Blog-Eintrag von Martin Blumenau</a> bin ich auf ein <a href="http://kurier.at/sport/fussball/3908203.php" target="_blank">KURIER-Interview mit Joachim Löw</a> gestoßen. Der erklärt dort, für wie wichtig er Taktik hält, und was er damit genau meint. Die einstudierten Lauf- und Spielzüge, die Raumaufteilung, die Anweisungen, wann wer attackiert werden soll. Kurz und knapp zusammengefasst: Das genau Studium der Stärken und Schwächen des Gegners und der eigenen Mannschaft und die Reaktion darauf. Die Überschrift des Interviews ist aber das Zitat &#8220;Österreich ist gefährlich&#8221;. Nun ist der Spruch von Dietmar Constantini, dass Taktik nicht so wichtig sei, mittlerweile allgemein bekannt und Löw wird auch darauf angesprochen. &#8220;Wie kann sich da dieser Top-Trainer in diesen Widerspruch verwickeln?&#8221;, fragt man sich. Erst wenn man das Interview zur Gänze liest, bemerkt man, dass der KURIER die wichtigsten Wörter aus der Überschrift rausgelassen hat. <span id="more-4917"></span></p>
<p>Löw sagt nämlich nicht, &#8220;Österreich ist gefährlich&#8221;. Er sagt, &#8220;Vom Potential ist Österreich gefährlich&#8221;. Weil es eine Reihe guter und talentierter Spieler hat, die auch in internationalen Ligen ihre Arbeit gut verrichten. Er beschreibt in anderen Antworten, was er von Constantinis Einstellung wirklich halten dürfte: &#8220;Nehmen wir den FC Barcelona. Die haben mit die beste Taktik von allen. [...] Alles andere, was ich bei einigen Mannschaften sehe, ist Zufall. Purer Zufall. Gewinnen sie, dann war&#8217;s eine gute individuelle Aktion&#8221;.</p>
<p><em>Das</em> fürchtet Löw im Moment, wenn er an Österreich denkt. Er sieht die Klasse der Spieler und denkt, dass dieser Mannschaft sogar ohne Taktik der eine Geistesblitz gelingen könnte, um Deutschland in Gefahr zu bringen &#8211; wenns blöd läuft. (Und tatsächlich haben diese Momente uns in dieser Qualifikation dank des Ausnahmekönnens des nun ausgelassenen Marko Arnautovic bereits gute Dienste geleistet). Löw sieht die Gefahr einfach im Zufall. </p>
<p>Was diese Zusatzworte (&#8220;Vom Potential her&#8221;) aber auch verraten ist, dass Löw keine Angst davor hat, dass das ÖFB-Team so penibel genau eingestellt auftreten wird, wie er es für einen konzentriert erarbeiteten Sieg für nötig hält. Dass es die dafür nötige &#8220;Taktik&#8221; nicht wichtig genug nimmt, erzählt das hiesige Trainerteam ja auf jede Frage hin frei heraus. (tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4917&amp;md5=8c49aa46dac09a8c3f35599950742b98" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Späte Strafe von fahrlässigem Gladbach gegen umständliches Bochum</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 21:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer tollen Aufholjagd noch in die Relegation gekommen &#8211; das galt sowohl für M&#8217;gladbach als auch für Bochum. Im Hinspiel zeigte die Borussia aber, dass sie der Bundesligist ist: Nur, weil gerade gegen Ende zu viele Chancen liegen gelassen wurden, ist für die in diesem Spiel zu umständlich agierenden Bochumer noch alles drin. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nach einer tollen Aufholjagd noch in die Relegation gekommen &#8211; das galt sowohl für M&#8217;gladbach als auch für Bochum. Im Hinspiel zeigte die Borussia aber, dass sie der Bundesligist ist: Nur, weil gerade gegen Ende zu viele Chancen liegen gelassen wurden, ist für die in diesem Spiel zu umständlich agierenden Bochumer noch alles drin.</em></strong></p>
<div id="attachment_4769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Mgl-Boch.png"><img class="size-full wp-image-4769 " title="Mgl-Boch" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Mgl-Boch.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia M&#39;gladbach - VfL Bochum 1:0</p></div>
<p><span id="more-4767"></span>Was Bochum-Trainer Friedhelm Funkel unter &#8220;sicher stehen&#8221; meinte, wurde relativ schnell klar: Mit Toski und Dabrowski hatten seine beiden zentralen Spieler der vorderen Viererreihe im 4-1-4-1 kaum eine andere Aufgabe, als die beiden Sechser von Gladbach, Neustädter und Nordtveit, aus dem Spiel zu nehmen: Die beiden Bochumer folgten den beiden Gladbachern fast auf Schritt und Tritt, übten dabei zwar keinen überharten Druck aus, ließen ihnen aber kaum Zeit am Ball und somit auch keine Bindung zum restlichen Spiel zu.</p>
<p>Interessant auch zu beobachten, dass durch die Fixierung auf das Gladbacher Zentral-Duo Toski und Dabrowski oft sogar deutlich höher standen als die beiden Flügelstürmer bei Bochum, Korkmaz und Freier. Die beiden arbeiteten sehr viel nach hinten: Jantschke und Daems kamen so zwar selten wirklich an ihren Gegenspielern vorbei und ins 1-gegen-1 mit den Außenverteidigern. Sie kamen aber im Gegenzug selbst defensiv kaum unter Druck, weil Bochum die eigenen Angriffe zumeist viel zu umständlich und langsam ausspielte, sodass sich die Gladbacher wieder stellen konnten.</p>
<p><strong><em>Nur wenn sich Bochum locken ließ</em></strong></p>
<p>Dennoch: Die Fohlen taten sich gegen das dichte Defensiv-Konzept der Bochumer schon einigermaßen schwer. Oft waren sie gezwungen, in der Verteidigung mit dem unsicheren Dante und dem deutlich stabileren Stranzl (der sich extrem stabilisiert hat, seit Lucien Favre Trainer wurde) hin und her zu spielen. Während sich der Brasilianer mit der auffälligen Frisur in der Spieleröffnung zumeist zurück hielt &#8211; was eine gute Idee war, wie seine teils haarsträubenden Fehlpässe deutlich zeigten &#8211; trug Stranzl den Ball oft bis zur Mittellinie, um Jantschke das Aufrücken zu erlauben. Erst in der zweiten Hälfte taute auch Dante auf.</p>
<p>Zu wirklicher Torgefahr kam es aber nur nach Standardsituationen, oder wenn es gelang, Bochum herauszulocken. Hier war die Marschroute klar erkennbar: Wenn die Gäste selbst eine Aktion nach vorne starteten oder eine Standardsituation vorfanden, zündete Gladbach nach Ballgewinn sofort den Turbo und kam so schnell wie möglich vor das Tor. Lobend erwähnt gehört an dieser Stelle vor allem Stürmer Mo Idrissou, der viel arbeitete, sich gut bewegte und immer wieder versuchte, vor allem mit Arango auf der linken Angriffsseite zusammen zu spielen.</p>
<p>Dennoch: Das Bochumer Konzept war durchaus nicht ohne jeden Erfolg, zwei tolle Chancen blieben ungenützt &#8211; einmal klärte Daems nach einer Ecke auf der Linie, dann verschluderte Maltritz einen schnellen Konter nach einer Gladbacher Ecke. Die reifere, nach vorne aktivere Mannschaft war aber ganz klar das Heimteam.</p>
<p><strong><em>Offeneres Mittelfeld nach der Pause</em></strong></p>
<p>Für die zweite Hälfte brachte Funkel statt des abgemeldeten Mirkan Aydin seinen nordkoreanischen WM-Stürmer Jong Tae-Se. Die eigentliche Änderung spielt sich aber in der Mittelfeldzentrale ab: Dort ließen Toski und Dabrowski nun etwas von ihren Gegenspielern ab, um sich vermehrt über ihre jeweiligen Seiten in das Angriffsspiel einschalten zu können. Das erlaubte vor allem Paul Freier, sich weiter nach vorne zu orientieren und auch Björn Kopplin, der Arango über die ganze Spielzeit recht sicher im Griff hatte, könnte ebenfalls aufrücken.</p>
<p>Was allerdings nichts daran änderte, dass die Angriffsbemühungen von Bochum weiterhin zu umständlich waren und wenig Torgefahr erzeugten &#8211; auch nicht, als Federico für den schwachen Korkmaz eingewechselt wurde. Üüüüümit machte zwar gegen Reus einen guten Job, versuchte nach vorne aber zu oft zu offensichtlich, Freistöße zu schinden und nur eine einzige seiner Flanken kam halbwegs genau vor das Tor.</p>
<p><strong><em>Gladbach kommt nun zu Chancen</em></strong></p>
<p>Lucien Favre brachte nach etwa einer Stunde mit Igor de Camargo einen frischen Mann für die kräfteraubende Rolle des zweiten bzw. hängenden Stürmers statt Idrissou. Ein guter Wechsel, denn obwohl der Kameruner keine schlechte Partie abgeliefert hatte, brauchte es nun doch einen frischen Mann, der die immer müder werdende Bochumer Defensive vor Probleme stellen konnte. Und tatsächlich häuften sich nun die wirklich guten Torchancen der Gladbacher &#8211; Hanke nach Arango-Flanke (68.), Dante nach Eckbällen (74., 84.) und erneut Hanke (87.) hätten allesamt für die längst überfällige Führung sorgen müssen.</p>
<p>Bei Bochum war recht schnell nach Spielbeginn klar, dass man aus Sicht der Gäste mit einem Remis durchaus leben konnte und im Grunde änderte sich daran bis zum Schluss nichts. Nach zwei direkten Wechseln (Jong für Aydin vorne, Federico für Korkmaz links) war der dritte kurz vor Schluss, als Spielgestalter Azaouagh für den in seiner Rolle eher defensiven Toski kam, eher nur Alibi &#8211; denn der Deutsch-Marokkaner reihte sich nahtlos und unauffällig in die offensive Viererkette ein.</p>
<p>Und just als sich die Bochumer aus der Umklammerung etwas befreien konnten, durch einen Dabrowski-Weitschuss (90.) sogar noch zu einer Chance kamen und das 0:0 fix schien, fiel doch noch das verdiente Gladbacher Siegtor. Typisch für das Spiel: Erst hielt Luthe großartig, dann verstoplerte der schwache Hanke kläglich &#8211; und De Camargo stand richtig und versenkte den Ball im Netz&#8230;</p>
<p><strong><em>Fazit: Späte Belohnung für das bessere Team</em></strong></p>
<p>Taktisch war diese Partie nicht übermäßig interessant &#8211; sie lebte von der Spannung und der Tatsache, dass so eine Relegation eben eine Alles-oder-Nichts-Situation ist. Mönchengladbach war hierbei aber die deutlich zielstrebigere, ballsicherere und auch reifere Mannschaft, die einen verdienten, aber über die 90 Minuten wohl nicht ausreichend hohen Sieg einfahren konnten.</p>
<p>Bochum legte es von Anfang an sehr defensiv aus und wäre mit dem 0:0 sicherlich zufrieden gewesen, wiewohl auch der Zweitligist durchaus die eine oder andere Torchance vorgefunden hat. Im Endeffekt wurde man für die vorsichtige Spielweise und vor allem das viel zu umständliche Spiel nach vorne noch bestraft.</p>
<p>Dennoch lässt das Resultat von 1:0 für Mönchengladbach für das Rückspiel alle Möglichkeiten offen. Eine Entscheidung in der Frage, wer den letzten verbleibenden Platz in der nächstjährigen Bundesliga-Saison erhält, hat dieses Hinspiel beileibe noch nicht gebracht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4767&amp;md5=adc0882da71060c12d649c134820ac2f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Italiens lauwarmer Neuanfang</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 22:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[International]]></category>
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		<category><![CDATA[Löw]]></category>
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		<description><![CDATA[Italien rettet durch ein spätes Tor ein 1:1 beim Freundschaftsspiel in Dortmund &#8211; der Neustart nach der Katastrophen-WM stottert aber noch etwas. Ja, defensiv standen die Azzurri nach einigen Wacklern vor allem nach der Pause gut. Aber ob das noch eine große Mannschaft wird? Die Italiener waren am Boden, nach dem Desater bei der Weltmeisterschaft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Italien rettet durch ein spätes Tor ein 1:1 beim Freundschaftsspiel in Dortmund &#8211; der Neustart nach der Katastrophen-WM stottert aber noch etwas. Ja, defensiv standen die Azzurri nach einigen Wacklern vor allem nach der Pause gut. Aber ob das noch eine große Mannschaft wird?<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4033" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta.png"><img class="size-full wp-image-4033 " title="GerIta" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Italien 1:1</p></div>
<p><span id="more-4029"></span>Die Italiener waren am Boden, nach dem Desater bei der Weltmeisterschaft. Cesare Prandelli nahm sich des Trümmerhaufens an und machte sich sofort daran, viele neue Gesichter einzubauen. International sind Namen wie Mattia Cassani, Stefano Mauri und Giampiero Pazzini einzubauen. Aber ist das wirklich ein Neustart mit Zukunft? Mauri ist 30 Jahre alt, Pazzini ist 26, Cassani auch schon 27 &#8211; und der eingebürgerte Thiago Motta, der sein Debüt gab, hat schon 28 Lenze auf dem Buckel. Vieles ist neu. Aber jung ist das nicht.</p>
<p>Die deutsche Mannschaft hingegen war weitgehend in der Formation der WM angetreten &#8211; lediglich Badstuber ersetzte in den Innenverteidigung Arne Friedrich, der lange verletzt war. Auf der Problemposition links hinten spielte Dennis Aogo. Spielerisch und taktisch zeigte diese Mannschaft wenig Neues: Sie spielten schnell über die Außen (vor allem über Lahm, der Platz ohne Ende hatte); Özil bewegte sich viel auf die Seiten und stand oftmals sehr hoch, wodurch sich durch die offensiven Müller (der vor Lahm immer wieder nach innen zog) und Podolski eine offensive Viererkette ergab. Podolski ging auch immer mal wieder als zweite Spitze nach vorne neben Klose; Özil kam dann vermehrt über links. Alles nichts, was man vom DFB-Team nicht kennen würde.</p>
<p>Die Italiener waren in dem für italienische Teams fast schon typischen 4-3-1-2 angetreten, grundsätzlich defensiv orientiert. Die Breite im Spiel kam, wie bei so einem System fast logisch, in erster Linie von den Außenverteidigern. Mattia Cassini versuchte auf seiner rechten Seite auch immer wieder etwas, er empfing Podolski früh und hatte zudem von Aogo kaum etwas zu befürchten. Auf der anderen Seite aber stand mit Chiellini ein waschechter Innenverteidiger, und so spielte er dann die meiste Zeit auch. Er stand defensiv sehr tief und gewährte so Müller und vor allem dem bekannte flinken Lahm Räume, wie sich die beiden das wohl kaum eträumt hatten.</p>
<p>Logisch also, dass das 1:0 über diese Seite kam &#8211; und noch einen anderen Schwachpunkt bei den Azzurri aufdeckte: Den hochgelobten Innenverteidiger Andrea Rannocchia. Dieser machte nämlich (zumindest in der ersten Hälfte) einen äußerst unsicheren Eindruck, ließ sich immer wieder aus der Position ziehen und brachte seinen deutlich gefestigter wirkenden Nebenmann Bonucci (und Sechser Thiago Motta bei seinem Nationalmannschafts-Debüt) durchaus in Verlegenheit.</p>
<p>Nach vorne versuchten Montolivo und De Rossi, ihre Außenverteidiger zu unterstützen, indem sie bei Ballbesitz selbst Richtung Flanke gingen, um vorne die von außen nach innen ziehenden Stürmer Pazzini und Cassano in Szene zu setzen; auch Trequartista Mauri bewegte sich viel horziontal. Nach einer halben Stunde wagte sich auch Chiellini immer mehr nach vorne. Das machte er erstaunlich gut, in der Rückwärtsbewegung blieb er allerdings wackelig. Neben Pazzini wurde gegen Ende der ersten Halbzeit auf Seiten der Italiener vor allem Cassano immer giftiger und einsatzfreudiger. So kamen die Azzurri besser ins Spiel und hatten auch Pech &#8211; denn gleich drei strittige Situationen im Strafraum befand der holländische Referee Braamhaar nicht für elferwürdig.</p>
<p><strong><em>Neues Personal, alte Formation</em></strong></p>
<p>Wie bei Testspielen üblich, fingen mit dem Beginn des zweiten Abschnitts die Wechsel an. Beide Teamchefs wechselten bis zum Abpfiff oft, änderten ihre Grundformationen dabei aber nie. Was sich in Hälfte zwei aber zeigte: Cesare Prandelli hat einige taugliche Alternativen auf der Bank &#8211; während die Dortmund-Franktion, die Löw tröpfchenweise brachte (Götze für Müller in der HZ, Hummels für Badstuber nach einer Stunde, Großkreutz für Klose  nach 75 Minuten) nicht dafür sorgen konnte, den nun deutlich sicherer stehenden italienischen Abwehrverbund zu knacken. In der Tat spielten die Azzurri hinten nun sehr gut und praktisch fehlerfrei &#8211; das sah man in den letzten Jahren kaum noch.</p>
<div id="attachment_4032" class="wp-caption alignright" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta2.png"><img class="size-full wp-image-4032 " title="GerIta2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/GerIta2.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Italien 1:1 (bei Spielschluss)</p></div>
<p>Der entscheidende Wechsel, wegen dem sich Italien das späte 1:1 aber durchaus verdiente, war nicht jeder der beiden Sturmspitzen &#8211; der fleißige Borriello und der aus der Etappe kommende Rossi waren nicht so gefährlich wie ihre Vorgänger &#8211; sondern jener, der nach 65 Minuten &#8220;Principino&#8221; Alberto Aquilani statt Thiago Motta ins Spiel brachte. Aquliani nahm die Position im linken Halbfeld ein, dafür ging De Rossi zurück ins Zentrum. Und sofort war das Spiel der Italiener, das immer sicherer wurde, auch nach vorne mit Struktur versehen: Die klugen Pässe und das gute Auge waren die Basis dafür, dass aus der sicheren Abwehr heraus das italienische Team nun auch nach vorne immer mehr zur Geltung kam.</p>
<p>Und natürlich hat auch Per Mertesacker beim Ausgleich durch Rossi in der 81. Minute kräftig mitgeholfen. Das Zweikampfverhalten des Bremers, der seit Monaten am unteren Ende des Erträglichen spielt, war eines Nationalspielers nicht würdig und so konnte Rossi nach einem starken Zuspiel von Aquilani den Ausgleich markieren.</p>
<p><strong><em>Fazit: Italien okay, aber Zukunftsaussichten&#8230;?</em></strong></p>
<p>Personell ist es in der Tat ein echter Neustart, was Cesare Prandelli da bei den Italiener vollführt hat. Aber hat diese Mannschaft wirklich eine Zukunft? Schon jetzt hat das Team ein Durchschnittsalter von 27 Jahren; Leute wie Montolivo und Mauri sind brave Arbeiter, aber keine Führungsfiguren. Und was soll man von dem Signal halten, den 28-jährigen Brasilianer Thiago Motta einzubürgern?</p>
<p>Taktisch zeigten die Italiener, dass sie ihr 4-3-1-2 vor allem defensiv gut beherrschen, in der zweiten Hälfte kam Deutschland praktisch gar nicht mehr in den italienischen Strafraum. Aber nach vorne ist diese Formation natürlich etwas bedrückend. Das wurde erst besser, als Aquilani eingewechselt wurde und deutlich machte, was De Rossi und Montolivo in der Vorwärtsbewegung fehlt. Insgesamt kommt der italienische Neuanfang also bemüht daher, aber dennoch etwas lauwarm. Viel mehr als eine gute Mittelklasse-Mannschaft ist das im Moment nicht.</p>
<p>Und die Deutschen? Nichts außergewöhnliches, nichts bahnbrechend Neues. Wenn ein österreichischer Spion im Stadion war, hat er gesehen, wie man den WM-Dritten mit geordneter Defensive aus dem eigenen Strafraum fernhält. Ein 4-3-1-2 ist im rot-weiß-roten Repertoire aber nicht vorhanden und wenn man sich vor Augen führt, was die Italiener bis auf die jeweils letzte Viertelstunde der beiden Halbzeiten nach vorne gemacht haben, muss das auch kein Nachteil sein.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4029&amp;md5=d7372602cf3097183058453b8cf7746a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Union düpiert die Hertha</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 15:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[2. Liga]]></category>
		<category><![CDATA[Derby]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Union Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[74.000 Zuschauer in einem Zweitliga-Spiel &#8211; in Deutschland ist sowas möglich. Im Berliner Derby ging Tabellenführer Hertha BSC programmgemäß im Führung, aber Underdog Union gab sich nicht auf, stellte gut um und drehte das Spiel senstationell noch zu einem 2:1-Sieg! Die einen sind seit Jahrzehnten die Nummer eins in der Hauptstadt, der Platzhirsch, der den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>74.000 Zuschauer in einem Zweitliga-Spiel &#8211; in Deutschland ist sowas möglich. Im Berliner Derby ging Tabellenführer Hertha BSC programmgemäß im Führung, aber Underdog Union gab sich nicht auf, stellte gut um und drehte das Spiel senstationell noch zu einem 2:1-Sieg!<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/hbscunion.png"><img class="size-full wp-image-4002 " title="hbscunion" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/hbscunion.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Hertha BSC Berlin - Union Berlin 1:2</p></div>
<p><span id="more-4001"></span>Die einen sind seit Jahrzehnten die Nummer eins in der Hauptstadt, der Platzhirsch, der den Betriebsunfall Bundesliga-Abstieg so schnell wie möglich zu korrigieren sucht. Die anderen kultivieren ihr Underdog-Image, kämpfen mit viel Herz und wenig finanziellen Mitteln gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga und haben nichts zu verlieren. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen beim 2. Berliner Derby vor sensationellen 74.200 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion zwischen Hertha BSC und Union (<a href="http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/spieltag/2-bundesliga/2010-11/4/1013559/spielanalyse_1-fc-union-berlin-62_hertha-bsc-29.html">das 1:1 im Hinspiel</a> war überhaupt erst die Premiere!) nicht sein.</p>
<p>Und das Spiel begann gleich mal mit einer Unterbrechung &#8211; schon in der 2. Minute krachten Herthas Niemeyer und Unions Parensen so heftig zusammen, dass letzterer gleich ausgewechselt werden musste &#8211; Thomik kam und nahm die Position des Rechtsverteidigers ein. Dann wurde aber schnell klar, dass bei der Hertha die deutlich besseren Spieler auf dem Feld standen: Der Favorit begann mit wesentlich höherem Tempo, zudem wirkte Union ob der Kulisse recht nervös.</p>
<p>Vor allem die Tatsache, dass Raffael &#8211; eigentlich ein klassischer Zehner &#8211; aus der Tiefe des 4-4-1-1 kam, spielte der Hertha in die Hände. Weil sich sein eigentlicher Gegenspieler Menz oftmals nach hinten orientierte und so mitunter einen zweiten Sechser neben Peitz gab, hatte der Brasilianer einiges an Platz, sodass er mit seinem Bruder Ronny und dem fleißigen Linksverteidiger Kobiashvili die deutlich schwächere Union-Seite ziemlich aufwirbeln konnte. Der Schlüsselspieler in der Hertha-Offensive war aber der Kolumbianer Adrian Ramos.</p>
<p>Der hängenden Spitze stand Union-Sechser Peitz zwar ziemlich auf den Füßen, sodass Ramos sich sehr viel bewegen musste. Aber das tat er sehr gut: Links raus, rechts raus, dann wieder nach hinten, und mitunter auch nach vorne neben (den komplett blassen) Friend. Ramos war derjenige, der am meisten Gefahr erzeugen konnte, wann immer der Kolumbianer am Ball war, wackelte Union bedenklich.</p>
<p>Oder: Noch bedenklicher als sonst. Denn es brauchte nicht einmal ein übermäßiges Pressing der Hertha, dass der Underdog kaum drei Pässe an den Mann brachte. Und es war auch folgerichtig, dass die Hertha in der 13. Minute mit 1:0 in Führung ging: Union klärte einen Freistoß zu kurz, der aufgerückte Mijatovic chipte den Ball zum aufgerückten Hubnik, der stand nicht im Abseits &#8211; und nickte den Ball ins Tor.</p>
<p><strong><em>Union kommt besser rein</em></strong></p>
<p>Bei Union ging es, wenn etwas ging, nur über die linke Seite. Linksverteidiger Kohlmann war sehr fleißig in seinem Offensivdrang, unterstützt wurde er in erster Linie von Kapitän Mattuschka &#8211; weil der eigentliche Flügelmann Chinedu Ede komplett unsichtbar war. Nachdem sich die Hertha nach einer halben Stunde etwas zurückgelehnt hatte, sorgte jene linke Seite für die meiste Entlastung. Auch, weil sich Hertha-Flügelmann Rukavytsya nicht allzu sehr um die Defensive kümmerte.</p>
<p>Dennoch kam es eher aus heiterem Himmel, als Union in der 37. Minute den Ausgleich erziehlte &#8211; logisch war aber, dass John Jairo Mosquera ihn erzielte. Ramos&#8217; kolumbianischer Landsmann nahm eine lange Flanke mit der Schulter (oder war&#8217;s doch der Oberarm?) an, hob ihn über Hubnik und versenkte den Ball zur Überraschung aller im Tor. Mosquera zeigte sich schon vor dem Ausgleich (wie Ramos) sehr laufstark, mit sehr viel Einsatz und immer im Bemühen, anspielbar zu sein.</p>
<p><strong><em>Die Hertha lässt sich einlullen<br />
</em></strong></p>
<p>Im Wissen, dennoch die klar bessere Mannschaft zu sein, ging die Hertha nur mit einer kleinen Änderung in die zweite Hälfte: Ronny und Rukavytsya haben die Seiten gewechselt. Der Underdog aber ließ sich nicht mehr so wie in der ersten Hälfte hinten reindrängen und nach etwa einer Stunde nahm Trainer Uwe Neuhaus eine entscheidende Änderung vor: Der Union-Coach nahm den erschreckenden Ede vom Platz und brachte mit Karim Benyamina eine neue Spitze.</p>
<p>Was bedeutete, dass Mosquera die Position von Ede einnahm und Benyamina die Solospitze gab. Das bedeutete auch, dass Mosquera das rechte Hertha-Duo Lell/Ronny viel mehr beschäftigte als Ede vor ihm und somit das Spiel des Tabellenführers immer mehr erlahmte. Man hatte den Eindruck, dass sich die Hertha von der nun auch etwas rustikaleren Spielweise des Unserdogs  beeindrucken und von der ausgelicheneren, aber nicht allzu spritzigen Spielanlage von Union einlullen ließ.</p>
<p><strong><em>Der Favorit wirft die Ordnung weg<br />
</em></strong></p>
<p>Nach dem Wechsel Ede/Benyamina fing das Mittelfeld von Union auch an zu rochieren: Da tauchte Kolk schon mal im Zentrum oder gar in der Spitze auf, mitunter auch Mosquera rechts und Benyamina im Mittelfeld. Das sah aber nicht unorganisiert aus, die Mitspieler agierten sehr umsichtig und die Grundordnung ging nicht verloren. Ganz anders als bei der Hertha nach dem Schock in der 71. Minute. Da nämlich ging Union durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mattuschka mit 2:1 in Führung. Ein Tor, bei dem Hertha-Goalie Aerts nicht gut ausgesehen hat.</p>
<p>Denn ab diesem Zeitpunkt regierte im Hertha-Mittelfeld das pure Chaos. Raffael orientierte sich sofort weit nach vorne, Niemeyer blieb hinten; das Zusammenspiel zwischen Friend und Ramos klappte überhaupt nicht mehr und als Babbel mit Domovchiskyi (statt Ronny) eine zusätzliche Spitze brachte, was das 40-Meter-Loch zwischen Abwehr und Angriff endgültig perfekt. Die Bälle wurden nur noch lang und weit nach vorne gedroschen, durchdachter Aufbau fand nicht mehr statt.</p>
<p>Und weil Ramos zwei tolle Chancen vernebelte, gelang der Ausgleich nicht mehr.</p>
<p><strong><em>Fazit: Hertha fehlt&#8217;s am Plan</em></strong></p>
<p>Die Hertha war in der ersten halben Stunde hoch überlegen und hätte schon höher als 1:0 führen müssen. Union legte aber spätestens mit dem Ausgleich die Nervosität ab und die gescheite Umstellung von Uwe Neuhaus nach einer Stunde nahm den immer schläfriger agierenden Herthanern die letzte Stärke. Somit feiert Union einen wichtigen Sieg &#8211; sowohl für das Selbstbewusstsein, als auch im Kampf gegen den Abstieg. Die Hertha bleibt zwar Tabellenführer, zeigte aber auch, voran es hapert: Am Toreschießen zum einen, und zum anderen an der Ordnung im Mittelfeld, wenn es wirklich gefordert ist &#8211; Raffael ist zwar trickreich, es fehlt im aber eklatant an jener Spielintelligenz, die etwa Ramos an den Tag legt.</p>
<p>Was auch zeigt: Die Tabellenführung von Hertha BSC fußt in erster Linie an der individuellen Klasse der einzelnen Spieler, weniger an durchdachter Taktik und ausgeklügeltem Spielzügen. Das reicht für die 2. Liga und wohl auch für den Aufstieg in die Bundesliga. Dort wird aber deutlich mehr notwendig sein, um nicht sofort wieder im Tabellenkeller festzusitzen&#8230;</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Die &#8217;10-Besten (oder: Ein halber Jahresrückblick)</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 12:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert Ballverliebt Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 10 &#124; Champions League-Quali &#124; Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3 &#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche Schwerfälligkeit bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit der WM in Südafrika im Sommer analysiert </em>Ballverliebt<em> Spiele regelmäßig &#8211; und zum Jahreswechsel gibt&#8217;s noch mal die zehn besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge ist willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em><span id="more-3631"></span>Platz 10 | Champions League-Quali | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">Salzburg &#8211; Hapoel Tel Aviv 2:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png"><img class="size-full wp-image-3632 " title="SbgHTA" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SbgHTA.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg - Hapoel Tel Aviv 2:3</p></div>
<p>&#8220;Zusätzlich zur taktischen Schwäche fiel eine unglaubliche  Schwerfälligkeit bei den Salzburger auf. Abseits des Balles wurde  herumgetrabt. Weder gab es hartes Pressing, noch eine schnelle  Rückwärtsbewegung des Mittelfeld.&#8221; &#8211; Konnte nach dem 0:1 auf den Färöern noch argumentiert werden, es wäre bei den Bullen da ja um nichts mehr gegangen, war spätestens nach diesem 2:3 im Hinspiel der letzten CL-Qualirunde gegen Hapoel Tel-Aviv klar: International hatte Salzburg in diesem Herbst nicht viel zu bestellen. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/18/wer-nicht-rennt-kriegt-auf-den-deckel/">wer nicht rennt, krieg eine auf den Deckel</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 9 | U21-EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">Österreich &#8211; Weißrussland 3:3</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png"><img class="size-full wp-image-3633 " title="AutBlr" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBlr.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Weißrussland 3:3</p></div>
<p>&#8220;Nach dem Tor zum 2:3 wussten alle im Stadion: Oje, jetzt wird’s noch einmal eng! Denn dass  der Schalter nun nicht mehr umgelegt werden konnte, war schon vorher  ersichtlich.&#8221; &#8211; Das wohl am besten besetzte U21-Team der ÖFB-Geschichte hatte in Pasching gegen die starken Weißrussen alles im Griff und führte komfortabel mit 3:1, doch nach eher verwirrenden Wechseln von Teamchef Andi Herzog wurde die Partie noch hergegeben und es schaute nur ein Remis heraus. Im kommenden Sommer sind die Weißrussen bei der EM dabei. Österreich nicht. Aber <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">nicht nur das vercoachte 3:3 war ärgerlich</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 8 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Frankreich &#8211; Mexiko 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png"><img class="size-full wp-image-3634 " title="A4 Fra-Mex 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/A4-Fra-Mex-0-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Mexiko 0:2</p></div>
<p>&#8220;Denn die französische Mannschaft implodierte nach der Pause regelrecht.  Keinerlei Laufbereitschaft war mehr erkennbar, kein Einsatz für den  Mitspieler, kein Aufbäumen, nichts. Aguirre hingegen hatte ein in sich funktionierendes Team geformt.&#8221; &#8211; Frankreich bei der WM, das war allerbeste Unterhaltung. Zumindest abseits des Platzes. Denn sportlich war das Team von Raymond Domenech ein einziges Desaster, was sich vor allem beim 0:2 gegen die starken Mexikaner zeigte. Die spielten mit der Équipe Tricolore nämlich <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/18/day-7-hollywood/">Hollywood</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 7 | Champions League | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/20/die-spurs-konnen-auch-effizient/">Tottenham &#8211; Inter Mailand 3:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3636" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg"><img class="size-full wp-image-3636 " title="tot_int1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tot_int11.jpg" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Tottenham - Inter 3:1</p></div>
<p>&#8220;Schon nach einer halben Stunde zeigte sich bei Inter Ratlosigkeit. Nur einmal musste sich  Modric 25 Meter vor dem Tor gegen Eto’o mit einem Foul helfen, ansonsten  reichte reichte das Spiel der Schwarzblauen nicht einmal bei Kontern  bis in den Strafraum.&#8221; &#8211; Ohne Frage, Tottenham ist eine <em>der</em> Mannschaften des Herbstes 2010. Nicht nur die gute Verpflichtung von Rafael van der Vaart, sondern vor allem der Durchbruch von Flügelflitzer Gareth Bale ist dafür verantwortlich. Der Waliser trieb gegen Inter mit Maicon einen der besten Rechtsverteidiger der Welt an den Rande des Wahnsinns. Die Spurs waren <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/03/das-team-mit-dem-weltklasse-momentum/">das Team mit dem Weltklasse-Momentum</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><em><strong>Platz 6 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">Deutschland &#8211; Arentinien 4:0</a></strong></em></p>
<div id="attachment_3638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png"><img class="size-full wp-image-3638 " title="4F3 Ger-Arg 4-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/4F3-Ger-Arg-4-01.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Argentinien 4:0</p></div>
<p>&#8220;Die Argentinier waren sichtlich beeindruckt von der Power der Deutschen. Es entstand ein riesenhaftes Loch im Mittelfeld, das die  Deutschen konsequent ausnützten. Symbolhaft war, wie  Burdisso minutenlang seinen Kollegen deutete, sie sollen soch ein wenig  weiter zurück kommen, um einen Spielaufbau zu ermöglichen.&#8221; &#8211; Für Diego Maradona war es wohl die schlimmste Niederlage seines Fußballerlebens: Argentinien hatte im WM-Viertelfinale gegen die in diesem Spiel überragenden Deutschen nie auch nur den Funken einer Chance. Das blutjunge deutsche Team hingegen deutete an, wozu es fähig sein kann. By <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/03/vf3-deconstructing-diego/">deconstructing Diego</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 5 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">Deutschland &#8211; Uruguay 3:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png"><img class="size-full wp-image-3639 " title="1kF Ger-Uru 3-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/1kF-Ger-Uru-3-21.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Uruguay 3:2</p></div>
<p>&#8220;Beide Teams suchten nun die Entscheidung möglichst schon in der  regulären Spielzeit, hatten aber keine panische Angst vor einer  Niederlage – so wogte das Spiel hin und her, mit mehr Ballbesitz für  Deutschland und mehr Geradlinigkeit auf Seiten der Südamerikaner.&#8221; &#8211; Und nochmal die Deutschen. Aber vor allem: Uruguay! Die Südamerikaner waren <em>die</em> Überraschung bei der WM, das Team des zum besten WM-Spieler gewählten Diego Forlán belegte letztlich den vierten Rang. Nach einem flammenden Plädoyer für die Beibehaltung des kleinen Finales. Denn es war eine sensationelle Partie, geführt <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/10/p3-mit-offenem-visier/">mit offenem Visier</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">Belgien &#8211; Österreich 4:4</a><br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_3640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png"><img class="size-full wp-image-3640 " title="AutBel" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutBel.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Belgien - Österreich 4:4</p></div>
<p>&#8220;Kavlak war laufstark, trickreich, mit dem Blick für den Mitspieler.   Er riss  das Spiel an sich, war in dieser Phase der klar beste Mann am   Platz.  Umso unverständlicher, dass er nach 56 Minuten den Platz für   Jimmy  Hoffer verlassen musste – die reinste Selbstkastration.&#8221; &#8211; Wer hätte das gedacht? Das ÖFB-Team kann mit den Secondos in der Offensive tatsächlich einen gepflegten Fußball spielen, wie das beim hochdramatischen 4:4 in Brüssel deutlich wurde. Wenn man sie denn lässt. Denn der Teamchef hatte im einzigen signifikanten Länderspiel des Jahres etwas gegen den Sieg. Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">dann kamen die Wechsel</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 3 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainz &#8211; Dortmund 0:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png"><img class="size-full wp-image-3642 " title="MaiDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MaiDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Mainz - Dortmund 0:2</p></div>
<p>&#8220;Bei Dortmund beteiligten sich wirklich alle Spiele am ganzen Platz am  Pressing. So war es in der 26. Minute Außenverteidiger Schmelzer, der  durch seine aggressive Bewegung Richtung Bungert dessen Fehlpass  provozierte, der zum nicht unverdienten 1:0 durch Mario Götze geführt  hat.&#8221; &#8211; Die beiden Mannschaften, die den Herbst in der deutschen Bundesliga bestimmt haben, im direkte Duell. Es war ein Festival des konsequenten Pressing, das für beide Teams richtungsweisend war. Denn für Mainz war nach diesem Spiel der Höhenflug beendet, der BVB zog weiter voll durch. Die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/01/mainz-findet-in-dortmund-seinen-meister/">Mainzer fanden in Dortmund ihren Meister</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 2 | Weltmeisterschaft | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">Chile &#8211; Spanien 1:2</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png"><img class="size-full wp-image-3643 " title="H5 Chi-Esp 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/H5-Chi-Esp-1-22.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chile - Spanien 1:2</p></div>
<p>&#8220;Die Chilenen waren die erste Mannschaft seit Ewigkeiten, welche die Spanier nicht nur mit  spielerischen Mitteln kontrolliert, ja beinahe knebelt – und nicht mit  extrem disziplinierter Defensive entnervt.&#8221; &#8211; Das beste Team der Endrunde in Südafrika gegen das aufregendste, und noch dazu ging es für beide noch um das Weiterkommen: Bei all den spannenden Partien in der K.o.-Phase ging dieses extrem gute und hochinteressante Match in der Erinnerung etwas unter. Letztlich setzten sich die Spanier durch, weil sie kaltschnäuziger waren, dank des Ergebnisses im Parallelspiel kamen beide weiter. Nach <a href="http://ballverliebt.eu/2010/06/26/day-15-h-der-kracher-und-der-snoozer/">einem echten Kracher</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong><em>Platz 1 | Primera Division | <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/30/mourinhos-schlimmste-demutigung/">Barcelona &#8211; Real Madrid 5:0</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png"><img class="size-full wp-image-3644 " title="BarcaReal1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BarcaReal11.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Barcelona - Real Madrid 5:0</p></div>
<p>&#8220;Barcelona sammelte zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil  Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! In den ersten 30 Minuten  gab es ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also  nicht, physisch hielt Real nicht dagegen, und so verdiente sich  Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.&#8221; &#8211; Das wohl meistgehypte Spiel des Herbstes, es war eine einzigartige Machtdemonstration des FC Barcelona. Zu keinem Zeitpunkt hatte das Starensemble aus Madrid auch nur die geringste Chance, es gab schließlich die ärgste Vernichtung seit Generationen. Und für <a href="In der ersten halben Stunde sammelte Barcelona auf die typische Art und Weise an die zwei Drittel Ballbesitz. Was auch deshalb möglich war, weil Real körperlich überhaupt nicht dagegen hielt! Versuchten die Holländer im WM-Finale gegen das von Barcelona übernommene Kurzpass-Spiel noch mit Brutalität zu bestehen, gab es bei Real in den ersten 30 Minuten genau ein einziges (!) Foul. Das mit dem Räume eng machen klappte also nicht, physisch hielt Real nicht dagegen – und so verdiente sich Barcelona das 2:0 vollauf. Real war schlicht nicht anwesend.">José Mourinho seine schlimmste Demütigung</a>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2010 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2011 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
<p>(phe/tsc/gpi)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3631&amp;md5=88198ad2255e0e9b63649f632fb18174" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fragwürdige Ticketpolitik des ÖFB in der EM-Qualifikation</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/12/03/fragwurdige-ticketpolitik-des-ofb-in-der-em-qualifikation/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 18:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer im kommenden Jahr die EM-Qualifikations-Heimspiele des ÖFB gegen Belgien , Deutschland und die Türkei sehen will, muss ein Abo für alle drei Spiele kaufen. Der ÖFB bietet keine Einzelkarten an. Eine namentliche Registrierung ist verpflichtend, mehr als vier Abos pro Person spielts nicht. Der Vorverkauf beginnt am 6. Dezember (9 Uhr). Die billigsten Abos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Wer im kommenden Jahr die EM-Qualifikations-Heimspiele des ÖFB gegen Belgien , Deutschland und die Türkei sehen will, muss ein Abo für alle drei Spiele kaufen. Der ÖFB bietet keine Einzelkarten an. Eine namentliche Registrierung ist verpflichtend, mehr als vier Abos pro Person spielts nicht. Der <a href="http://oefb.at/ab-612-das-kombiticket-fuer-die-news18287" target="_blank">Vorverkauf beginnt am 6. Dezember</a> (9 Uhr). Die billigsten Abos kosten 45€, ohne Ermäßigung 66€.</strong></em><span id="more-3435"></span></p>
<p><img class="size-full wp-image-3439 alignright" title="ÖFB" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/oefb.jpg" alt="" width="105" height="105" />Alle drei Spiele finden selbstverständlich im größten Stadion des Landes statt: Dem Ernst Happel-Stadion. Für Menschen aus den weiter entfernten Bundesländern ist diese Ticketpolitik äußerst ungünstig. Nicht allzu viele Menschen können bereits jetzt absehen, ob sie an all diesen Terminen nach Wien pendeln können.</p>
<p>Es ist allerdings nicht ganz von der Hand zu weisen, dass der ÖFB damit mehrere Probleme addressieren möchte. Einerseits könnte spätestens beim letzten dieser Heimspiele gegen die Türkei die Qualifikation bereits gelaufen sein, was die Besucherzahlen drücken könnte. Andererseits will man beim Fußballverband wohl verhindern, gegen die Türkei ein Auswärtsspiel im Happel-Stadion zu erleben.  (tsc)</p>
<p>Was haltet ihr von der Entscheidung?</p>
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	<div class='democracy'>
		<strong class="poll-question">Was haltet ihr von der Ticketpolitik des ÖFB?</strong>
		<div class='dem-results'>
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					<label for='dem-choice-32'>Finde ich nicht optimal, kann ich aber verstehen</label>
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					<label for='dem-choice-33'>So kann ich das vergessen</label>
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