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	<title>Ballverliebt &#187; Constantini</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Pro: Foda als Teamchef</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 21:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Foda ist seit Ende der Saison 06/07 zum zweiten Mal Trainer des SK Sturm. Unter ihm gelang den Steirern nach der Beinahe-Pleite auch die sportliche Rehabilitation. In den vergangenen vier Saisonen schaffte der Deutsch es, die Mannschaft beständig in den oberen Tabellenregionen zu platzieren. Neben einem unglücklichen Ausscheiden gegen Zürich im UI-Cup zog Sturm heuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-5734" title="gp_bv_mini" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gp_bv_mini.jpg" alt="" width="125" height="150" />Foda ist seit Ende der Saison 06/07 zum zweiten Mal Trainer des SK Sturm. Unter ihm gelang den Steirern nach der Beinahe-Pleite auch die sportliche Rehabilitation. In den vergangenen vier Saisonen schaffte der Deutsch es, die Mannschaft beständig in den oberen Tabellenregionen zu platzieren. Neben einem unglücklichen Ausscheiden gegen Zürich im UI-Cup zog Sturm heuer zum zweiten Mal in die Gruppenphase der Europa League ein, nachdem der Verein in der Vorsaison den dritten Meistertitel feiern konnte. Auch der Cupsieg 2009/10 soll nicht unerwähnt bleiben.</p>
<p>Soweit die Zahlen und Bilanzen. Foda gilt aber auch als Trainer, der Wert auf Taktik legt. Einer von vielen und dazu einer der wichtigen Faktoren, die den ernsten Ex-Kicker vom mürrischen Tiroler Didi Constantini unterscheiden. Sturm arbeitet mit kleinem Finanzrahmen und geringer Kaderdichte. Was Foda geleistet hat ist also ungleich schwerer zu bewältigen als etwa für Budgetkrösus Red Bull Salzburg oder die Wiener Großklubs. Ich würde gerne sehen, was er aus dem durchwegs guten Spielermaterial machen kann, aus dem er als Nationaltrainer schöpfen kann.<span id="more-5708"></span></p>
<p><strong>Eine Frage der Optionen</strong></p>
<p>Bringt Foda die Qualifikation mit, um diesen Posten zu bekleiden? Sehr wahrscheinlich. Gibt es Alternativen? Realistisch gesehen: kaum. Gludovatz will nicht. Beenhakker und Rehhagel sind keine Zukunftsversprechen und vermutlich nicht ganz billig. Herzog fehlt außerhalb des ÖFB die Erfahrung, dazu haftet ihm leichtes Verhaberungs-Odeur an. Marco Pezzaiuoli war U17-Europameister mit Deutschland. Freilich, auch er ist für einen Trainer jung, gilt als Taktikfuchs und wäre leistbar. Bis auf ein halbes Jahr bei Hoffenheim mangelt es aber auch ihm an Erfahrung im Profibereich.</p>
<p>Und für die Utopisten: Wenger und Hiddink sind noch im Amt, teuer und vermutlich nicht bereit, sich den ÖFB langfristig anzutun. An die typischen „österreichische Lösungen“ verschwende ich keine Gedanken. Daran, dass man Personalien wie Walter Schachner aus den Untiefen der österreichischen Trainerriege herbeibeschwören könnte, will ich diesmal einfach nicht glauben. Bei aller Borniertheit muss der österreichische Fußballbund aus den letzten Jahren und der Ära Constantini genug gelernt haben, um einen solchen Fehler nicht jetzt schon wieder zu begehen.</p>
<p><strong>Der Richtige unter den Möglichen</strong></p>
<p>Ob Foda ein Strukturbrecher ist, der beim Bund organisatorisch was bewegen kann? Ich weiß es nicht. Es ist auch nicht wichtig, weil eine Verbandsreform längst nicht vom Trainerteam alleine getragen werden kann. Und Sturm? Die Blackies könnten mit ihrem Trainer bis Jahresende weiterarbeiten. Zeit genug, ausführlich nach dem richtigen Nachfolger zu sondieren.</p>
<p>Dass in Graz nach der Winterpause noch Europa League-Spiele stattfinden, ist bei allem Optimismus nicht zu erwarten. Selbst wenn Foda bei Sturm bliebe, wäre das aber keine Garantie für seinen langfristigen Verbleib. Kolportierterweise hätte er bereits die Chance gehabt, einen deutschen Bundesligisten zu betreuen. Gute Trainer sind begehrt, ausnahmsweise auch einmal vom ÖFB, wie es scheint.</p>
<p>Das Wunschprofil der Taktikgemeinde ist „zukunftsfähig und spielerisch versiert“. Der Fußballbund sucht einen Coach, der Deutsch spricht und nicht all zu viel kostet.Nein, Foda ist nicht der beste Teamchef, den das Nationalteam haben könnte. Betrachtet man die verfügbaren Optionen aber realistisch, so ist er der Richtige. (<a href="http://twitter.com/peorg" target="_blank">gpi</a>)</p>
<blockquote><p>Dieser Text ist Teil eines Pro/Contras. Die <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/12/contra-foda-als-teamchef/" target="_blank">Contra-Haltung hat Tom eingenommen</a>. In der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/12/umfrage-foda-als-teamchef/" target="_blank">Umfrage seid ihr am Wort</a>.</p></blockquote>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5708&amp;md5=a39278b0042ec6957df756aaf4b7804d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Modernisierung ist überfällig. Aber sieht das auch der ÖFB so?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 11:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Symptomatisch. Das ist das Wort, dass einem bei vielen Details einfällt, dieser Tage, rund um das österreichische Nationalteam. Und auch um den ÖFB. Wie der seltsame Abschied auf Raten vom Teamchef. Wie das Staatsgeheimnis, das um das angebliche verfeinerte Anforderungsprofil des neuen gemacht wird. Und wie die Reaktionen auf den Vorstoß von Paul Scharner. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-5730" title="phileit2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/phileit2.jpg" alt="" width="125" height="150" /> <strong><em>Symptomatisch. Das ist das Wort, dass einem bei vielen Details einfällt, dieser Tage, rund um das österreichische Nationalteam. Und auch um den ÖFB. Wie der seltsame Abschied auf Raten vom Teamchef. Wie das Staatsgeheimnis, das um das angebliche verfeinerte Anforderungsprofil des neuen gemacht wird. Und wie die Reaktionen auf den Vorstoß von Paul Scharner. Ein Kommentar.</em></strong></p>
<p><span id="more-5689"></span>Er biete sich selbst an, als Spielertrainer für die letzten beiden Qualifikationsspiele in Aserbaidschan und Kasachstan, gab Paul Scharner im Zuge der Salami-Trennung von Didi Constantini zu Protokoll. An der Mannschaft wäre er genauso nah dran wie der Teamchef, und der Erfolg ist offenbar eh zweitrangig. Der Aufschrei, der um die &#8220;Selbstüberschätzung&#8221; des offenbar wahnsinnig gewordenen Exzentrikers von West Brom durch das Land ging, war immens.</p>
<p>Und traurig zugleich.</p>
<p>Denn keiner schien die eigentlich unverhohlene Kritik an Teamchef und ÖFB verstanden zu haben. Schlechter als Constantini könne er es selbst auch nicht machen, so die Botschaft, und wie Ried-Trainer Paul Gludovatz zuletzt meinte: Im ÖFB kommt es auf andere Sachen an als Erfahrung und Qualifikation für den Job. Der Erfolg ist wohl tatsächlich nur zweitrangig &#8211; und Gludovatz muss es wissen, er war selbst lange genug im ÖFB. Weshalb er den Teamchef-Job von vornherein ablehnt. Sinngemäß: Das tu&#8217; ich mir nicht mehr an.</p>
<p>Zumal Scharner schon direkt nach dem 0:0 gegen die Türkei gesagt hatte, er hätte sich etwas Input von der Bank erhofft, zur Halbzeit &#8211; mehr Risiko? Sicherer stehen? Stattdessen kam erst gar nichts und dann ein Wechsel im System, bei dem ein Konterstürmer kam, obwohl man das Spiel selbst in die Hand nehmen musste. Offensichtlicher, als es Scharner gemacht hat, geht es kaum, und doch scheint seine Absicht keiner verstanden zu haben.</p>
<p>Das muss für Scharner noch frustrierender sein als es die letzten Spiele waren.</p>
<p>Denn auch, wenn mit Christoph Zöpfl der Sportchef der OÖ-Nachrichten <a href="http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/leitartikel/art11085,706085">nicht ohne durchklingender Geringschätzung schreibt</a>, dass &#8220;heimischen Netzwerker derzeit fast euphorisch ihren ersten Teamchef-Abschuss feiern&#8221; (der Fairness halber muss man aber sagen, dass Zöpfl sonst durchaus zu den kritischeren seiner Zunft gehört) - so sehr ich die Rolle der Kollegen von <a href="http://90minuten.at/">90Minuten</a>, von <a href="http://fm4.orf.at/blumenau">Martin Blumenau</a>, <a href="http://www.abseits.at/index.php/page/index.html">abseits.at</a> und auch von uns selbst gerne so groß sehen würde, waren es letztlich wohl doch eher die Folgen als die Ursachen, die zum Ende der Ära Constantini führten. Sprich, die desaströse Bilanz, die nackten Ergebnisse. Denn selbst nach dem Spiel gegen die Slowakei, in dem man dem Gegner <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/10/selbstblockade-bringt-12-im-test-gegen-die-slowakei/">inhaltlich heillos unterlegen</a> war, wurde nur von Pech und fehlender Chancenverwertung geredet.</p>
<p>Keine Frage: Die <a href="http://90minuten.at/index.php/90minutenfussball/44-nationalteam1/34630-spaziergaenger-vs-constantini-du-bist-ja-ein-ganz-ein-schlauer-">wegen kritischer Fragen</a> abgebrochen PK mitsamt &#8220;<a href="http://www.laola1.tv/de/at/fussball/oefb-nationalteam/turbulente-oefb-pk-teamchef-flieht/video/26-249-60222.html">Trottelgate</a>&#8221; war sicher nicht hilfreich für Constantini und sein Gespann und etablierte die nachdrängende Generation der &#8220;Netzwerker&#8221; (wie es Zöpfl nennt) weiter in der Mitte des öffentlichen Diskurses. Das ist auch sicher ein Mitgrund, warum nun hektisch von einem Anforderungsprofil geredet wird. Wie ernst es damit ist, entblätterte aber zuletzt die Heute recht schonungslos: <a href="http://www.heute.at/sport/fussball/Windtner-ist-unser-Maerchen-Onkel;art681,596499">Alles nur Blabla</a>.</p>
<p>Denn die  <a href="http://derstandard.at/1282979068290/Constantini-Taktik-generell-ueberbewertet">fehlende Bekenntnis zur inhaltlichen Arbeit</a> im sportlichen Bereich sind nur ein Teil des Problems.</p>
<p>Was noch schwerer wiegt, ist die komplette Verweigerung jedes noch so kleinen Schrittes zur Modernität bei denjenigen, die den Nachfolger von Constantini bestimmen. Wie die <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/09/theorie-bringt-den-fusball-nicht-weiter-interview-mit-tfv-prasident-geisler/">Aussagen von TFV-Boss Geisler</a>, die anmuten wie eine Mischung aus Steinzeit und finsterstem Mittelalter. Oder wie von <a href="http://90minuten.at/index.php/90minutenfussball/44-nationalteam1/37028-im-vorgestern-das-morgen-entscheiden-ein-stimmberechtigter-der-teamchefbestellung-im-gespraech?start=1">NÖFV-Präsident Gartner</a>, die vor Wischiwaschi nur so strotzen. Oder <a href="http://www.noen.at/news/sport/Egal-wer-auf-der-Bank-sitzt;art152,345357">denen von BFV-Chef Kaplan</a>, dem es gleich komplett wurscht ist, &#8220;ob der Teamchef nun Maier, Huber oder sonstwie&#8221; heißt. So war es dem ÖFB auch egal, dass ein Spielerberater U19-Teamchef wird &#8211; eine Ungeheuerlichkeit.</p>
<p>Als Deutschland vor einigen Jahren komplett am Boden war, wurden, wie es die Manager von Augsburg und Bremen, Andreas Rettig und Klaus Allofs, <a href="http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Sport-und-Talk-aus-dem-Hangar-7-011259389210329">zuletzt beim Talk im Hangar-7</a> erklärten, &#8220;alle persönlichen Eitelkeiten&#8221; von Vereinen und Verband hintangestellt, ein Generalbevollmächtiger im Nachwuchsbereich installiert (Matthias Sammer) und ein Teammanager für die Nationalmannschaft &#8211; Oliver Bierhoff, dynamisch, vergleichsweise jung, am Puls der Zeit und mit einem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium in der Tasche. Der DFB ist hochmodern aufgestellt &#8211; der ÖFB mutet dagegen wie ein in den 1970ern verkrusteter Verein an, von <a href="http://twitter.com/#!/pk2604">lobenswerten Ausnahmen </a>wie Pressechef Peter Klinglmüller abgesehen unwillig/unfähig zur Modernisierung.</p>
<p>Was sich auch bei einigen der öffentlich gehandelten Kandidaten für die Constantini-Nachfolge manifestiert.</p>
<p>Otto Rehhagel etwa. Ist er mit seinen 73 Jahren wirklich der Richtige für einen langfristigen Aufbau? Oder Leo Beenhakker. Der bei seiner letzten Station in Polen vor allem im Zuge der Euro2008 ähnliche Planlosigkeit offenbarte wie jene, die man Constantini vorwarf &#8211; mit einem <a href="http://img843.imageshack.us/img843/342/b2gerpol20.png">4-2-3-1 gegen die Deutschen</a> zu harmlos, mit einem <a href="http://img819.imageshack.us/img819/4679/b4autpol11.png">4-4-2 mit Raute gegen Österreich</a> überrant, mit einem <a href="http://img192.imageshack.us/img192/6142/b5polcro01.png">4-1-4-1 gegen ein kroatisches B-Team</a> zu behäbig. Und Beenhakker ist auch schon 69 Jahre alt.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist es durchaus positiv, dass sich mit Christian Fuchs in der &#8220;Kronen Zeitung&#8221; zuletzt eine gewichtige Stimme für einen modernen, jungen Trainer ausgesprochen hat. Einen wie Marco Pezzaiuoli &#8211; der die Strukturen des DFB kennt, darin mit dem U17-Europameister-Titel großen Erfolg hatte, in Hoffenheim David Alaba zum Stammspieler machte und trotz mäßiger Resultate einen <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/23/alaba-und-die-absolute-vertikalitat/">modernen Angriffsfußball</a> zu zeigen versuchte.</p>
<p>Zumal es ja sportlich gar keinen wirklichen Neuanfang braucht, die im Frühjahr auch abschätzig als &#8220;<a href="http://fm4.orf.at/stories/1684353/">linke Partie</a>&#8221; dimmamierte Internet-Gemeinde den auch gar nicht fordert, wie Zöpfl in den OÖN fälschlicherweise annimmt. Die paar logischen Figuren (Garics und Ivanschitz in erster Linie) zurück zu bringen ist kein Neustart.</p>
<p>Eher wäre angebracht, wenn man so etwas von sich gibt, ob es nicht vielleicht doch einen Grund gibt, warum die Internet-Gemeinde fast einstimmig ein so vernichtendes Urteil über die Ära Constantini fällt. Einen Grund, der nicht nur in schlechten Resultaten zu suchen ist.</p>
<p>Denn wenn die Kollegen von 90Minuten, FM4, abseits.at, Laola1 und wir selbst uns über eines erhaben fühlen, dann über simplen Resultatsjournalismus.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5689&amp;md5=3fdb93a799a50d3512107a1f2dae5ab5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das war die Ära Constantini</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 10:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Constantini]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ära Constantini ist vorbei &#8211; sicher am 31. Dezember, womöglich auch schon früher. Sie umfasste bisher 22 Spiele. Auch, wenn noch zwei Partien dazukommen: Ballverliebt blickt anlässlich des feststehenden Endes seiner Tätigkeit als Teamchef darauf zurück. 1. Spiel am 1. April 2009 in Klagenfurt gegen Rumänien, WM-Qualifikation. Tore: 0:1 (24.) Tanase, 1:1 (25.) Hoffer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Ära Constantini ist vorbei &#8211; sicher am 31. Dezember, womöglich auch schon früher. Sie umfasste bisher 22 Spiele. Auch, wenn noch zwei Partien dazukommen: Ballverliebt blickt anlässlich des feststehenden Endes seiner Tätigkeit als Teamchef darauf zurück.</em></strong></p>
<div id="attachment_5661" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-04-01-Aut-Rom-2-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5661 " title="2009-04-01 Aut-Rom 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-04-01-Aut-Rom-2-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Rumänien 2:1 (2:1)</p></div>
<p><span id="more-5660"></span>1. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/04/02/was-beim-21-gegen-rumanien-so-alles-auffiel/">1. April 2009 in Klagenfurt gegen Rumänien</a>, WM-Qualifikation. Tore: 0:1 (24.) Tanase, 1:1 (25.) Hoffer, 2:1 (44.) Hoffer. Ballverliebt meinte: &#8220;Hoffentlich glaubt jetzt keiner der Verantwortlichen, dass wir auf dem Weg der Besserung sind, nur weil dieses Spiel rein zufällig gewonnen wurde. Besser war nämlich, den wirklich braven Pehlivan mal ausgenommen, genau gar nichts.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5664" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-06-06-Srb-Aut-1-01.jpg"><img class="size-full wp-image-5664 " title="2009-06-06 Srb-Aut 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-06-06-Srb-Aut-1-01.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Serbien - Österreich 1:0 (1:0)</p></div>
<p>2. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/06/07/erfrischendes-deja-vuaus-belgrad/">6. Juni 2009 in Belgrad gegen Serbien</a>, WM-Qualifikation. Tor: 0:1 (7., Elfmeter) Milijas. Ballverliebt meinte: &#8220;Klar, heute war wie erwähnt alles drinnen, für ein wirklich großes Kaliber hätte es jedoch noch nicht gereicht. Die Entwicklung darf aber ruhig so weiter gehn, wie auch immer Constantini das anstellt.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5665" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-08-12-Aut-Cmr-0-2.png"><img class="size-full wp-image-5665 " title="2009-08-12 Aut-Cmr 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-08-12-Aut-Cmr-0-2.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Kamerun 0:2 (0:2)</p></div>
<p>3. Spiel am 12. August 2009 in Klagenfurt gegen Kamerun, Testspiel. Tore: 0:1 (28.) Webo, 0:2 (35.) Webo.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5666" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-09-05-Aut-Far-3-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5666 " title="2009-09-05 Aut-Far 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-09-05-Aut-Far-3-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Färöer 3:1 (2:0)</p></div>
<p>4. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/10/16/ein-ruckblick-das-war-die-wm-quali/">5. September 2009 in Graz gegen Färöer</a>, WM-Qualifikation. Tore: 1:0 (1.) Maierhofer, 2:0 (16.) Janko, 3:0 (59., Elfmeter) Janko, 3:1 (84.) A. Olsen. Ballverliebt meinte: &#8220;Maierhofers Blitz-Tor brachte das Spiel schnell in die richtige Richtung, der 3:1-Sieg stand nie zur Debatte.&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5667" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-09-09-Rom-Aut-1-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5667 " title="2009-09-09 Rom-Aut 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-09-09-Rom-Aut-1-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Rumänien - Österreich 1:1 (0:0)</p></div>
<p>5. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/10/16/ein-ruckblick-das-war-die-wm-quali/">9. September 2009 in Bukarest gegen Rumänien</a>, WM-Qualifikation. Tore: 1:0 (54.) Bucur, 1:1 (82.) Schiemer. Ballverliebt meinte: &#8220;Ein, man muss es so sagen, unfassbar schreckliches Fußballspiel, in dem die Österreicher zu spät merkten, dass man mit etwas weniger feig etwas mehr erreichen hätte können.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5668" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-10-10-Aut-Ltu-2-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5668 " title="2009-10-10 Aut-Ltu 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-10-10-Aut-Ltu-2-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Litauen 2:1 (1:0)</p></div>
<p>6. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/10/16/ein-ruckblick-das-war-die-wm-quali/">10. Oktober 2009 in Innsbruck gegen Litauen</a>, WM-Qualifikation. Tore: 1:0 (16.) Janko, 1:1 (66.) Stankevicius, 2:1 (80., Elfmeter) Wallner. Ballverliebt meinte: &#8220;Constantini konnte sich aber nicht dazu durchringen, sein Team auch als Favorit zu bezeichnen. Genauso ehrfürchtig vor dem biederen Gegner präsentierte sich dann auch die Mannschaft.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5669" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-10-14-Fra-Aut-3-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5669 " title="2009-10-14 Fra-Aut 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-10-14-Fra-Aut-3-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Österreich 3:1 (2:0)</p></div>
<p>7. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/10/16/ein-ruckblick-das-war-die-wm-quali/">14. Oktober 2009 in Paris gegen Frankreich</a>, WM-Qualifikation. Tore: 1:0 (17.) Benzema, 2:0 (26., Elfmeter) Henry, 2:1 (48.) Janko, 3:1 (66.) Gignac. Ballverliebt meinte: &#8220;Eine abstrus auf- und nicht eingestellte Mannschaft machte gegen ein abgezocktes französischen B-Team keinen Stich und verlor mit 1:3 verdient.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5670" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-11-18-Aut-Esp-1-5.jpg"><img class="size-full wp-image-5670 " title="2009-11-18 Aut-Esp 1-5" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2009-11-18-Aut-Esp-1-5.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Spanien 1:5 (1:3)</p></div>
<p>8. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2009/11/19/nur-zwei-links-zum-eins-zu-funf/">18. November 2009 in Wien gegen Spanien</a>, Testspiel. Tore: 1:0 (7.) Jantscher, 1:1 (10.) Fabregas, 1:2 (20.) Villa, 1:3 (45.) Villa, 1:4 (56.) Güiza, 1:5 (57.) Pablo. Anmerkung: Für Yasin Pehlivan, der nach einer halben Stunde vom Platz flog, war es das letzte Länderspiel für über ein Jahr, bis heute stand er nur noch einmal in der Startformation. Im Testspiel gegen Griechenland. Und es war überhaupt das letzte Spiel von Gyuri Garics im Nationalteam.</p>
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<div id="attachment_5671" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-03-03-Aut-Den-2-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5671 " title="2010-03-03 Aut-Den 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-03-03-Aut-Den-2-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Dänemark 2:1 (2:1)</p></div>
<p>9. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/03/04/osterreich-danemark-und-gastgeschenke-sind-keine-eigenleistung/">3. März 2010 in Wien gegen Dänemark</a>, Testspiel. Tore: 1:0 (12.) Schiemer, 1:1 (17.) Bendtner, 2:1 (37.) Wallner. Ballverliebt meinte: &#8220;Die mangelnde Außendeckung ist ein Problem. Die fehlende Dynamik ist drei Spiele vor der Quali eine Katastrophe. Und das Mittelfeld ist eine Baustelle, ohne deren Beseitigung wir auch zukünftig auf Geschenke wie heute angewiesen sein werden.&#8221;</p>
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<div id="attachment_5672" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-05-19-Aut-Cro-0-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5672 " title="2010-05-19 Aut-Cro 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-05-19-Aut-Cro-0-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Kroatien 0:1 (0:0)</p></div>
<p>10. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/19/warum-es-gegen-kroatien-nicht-geklappt-hat/">19. Mai 2010 in Klagenfurt gegen Kroatien</a>, Testspiel. Tor: 0:1 (87.) M. Bilic. Ballverliebt meinte: &#8220;Zu Hause wollte man gegen eine nicht in A-Formation auflaufende Auswahl aus Kroatien auf Konter spielen. Dementsprechend kam man auch kaum aus dem eigenen Schneckenhaus.&#8221;</p>
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<div id="attachment_5673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-08-11-Aut-Sui-0-11.jpg"><img class="size-full wp-image-5673 " title="2010-08-11 Aut-Sui 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-08-11-Aut-Sui-0-11.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Schweiz 0:1 (0:0)</p></div>
<p>11. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/11/osterreich-schweiz-gerechtigkeit-und-gastgeschenke/">11. August 2010 in Klagenfurt gegen die Schweiz</a>, Testspiel. Tor: 0:1 (73.) Costanzo. Ballverliebt meinte: &#8220;Wichtig wäre es, zum nächsten Spiel ein Angriffskonzept zu entwickeln, denn ein solches war nur selten zu erkennen – die Offensive baut noch zu sehr auf spontanen Ideen auf, weniger auf ausgereiften Konzepten.&#8221;</p>
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<div id="attachment_5674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-09-07-Aut-Kaz-2-0.jpg"><img class="size-full wp-image-5674 " title="2010-09-07 Aut-Kaz 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-09-07-Aut-Kaz-2-0.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Kasachstan 2:0 (0:0)</p></div>
<p>12. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/09/08/sieg-ja-vercoacht-auch/">7. September 2010 in Salzburg gegen Kasachstan</a>, EM-Qualifikation. Tore: 1:0 (90.) Linz, 2:0 (90.) Hoffer. Ballverliebt meinte: &#8220;Linz und Hoffer out of position. Schiemer im Spielaufbau nutzlos, die komplette Arbeit bleibt an Kavlak hängen. Harnik unerklärlicherweise von der eigenen Mannschaft ignoriert, Jantscher war zu lange am Feld; und Wechsel, die einem kaputten Spiel noch mehr geschadet haben.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-10-08-Aut-Aze-3-0.jpg"><img class="size-full wp-image-5675 " title="2010-10-08 Aut-Aze 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-10-08-Aut-Aze-3-0.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Aserbaidschan 3:0 (1:0)</p></div>
<p>13. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/09/zwei-manner-gegen-aserbaidschan/">8. Oktober 2010 in Wien gegen Aserbaidschan</a>, EM-Qualifikation. Tore: 1:0 (3.) Prödl, 2:0 (53.) Arnautovic, 3:0 (90.) Arnautovic. Ballverliebt meinte: &#8220;Das große Glück heute war das schnelle Tor von Prödl nach einer Standardsituation – mit ziemlicher Sicherheit hätte das Spiel sonst ganz ähnlich unerträglich gewirkt und wäre zur Geduldsprobe geworden, wie jenes gegen Kasachstan.&#8221;</p>
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<div id="attachment_5676" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-10-12-Bel-Aut-4-4.jpg"><img class="size-full wp-image-5676 " title="2010-10-12 Bel-Aut 4-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-10-12-Bel-Aut-4-4.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Belgien - Österreich 4:4 (1:2)</p></div>
<p>14. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">12. Oktober 2010 in Brüssel gegen Belgien</a>, EM-Qualifikation. Tore: 1:0 (11.) Vossen, 1:1 (14.) Schiemer, 1:2 (29.) Arnautovic, 2:2 (47.) Fellaini, 2:3 (62.) Schiemer, 3:3 (87.) Ogunjimi, 4:3 (89.) Lombaerts, 4:4 (90.) Harnik. Ballverliebt meinte: &#8220;Drei Faktoren haben dieses Spiel aber soweit entschieden, dass es keinen österreichischen Sieg gab: Die wackelige Defensive zum einen. Der blöde Scharner-Ausschluss zum Zweiten. Und, leider muss man es wieder so deutlich sagen, absurde Wechsel vom Teamchef.&#8221;</p>
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<div id="attachment_5677" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-11-17-Aut-Gre-1-2.jpg"><img class="size-full wp-image-5677 " title="2010-11-17 Aut-Gre 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2010-11-17-Aut-Gre-1-2.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Griechenland 1:2 (0:0)</p></div>
<p>15. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2010/11/18/pech-unvermogen-verzweiflung/">17. November 2010 in Wien gegen Griechenland</a>, Testspiel. Tore: 0:1 (49.) Samaras, 1:1 (67.) Fuchs, 1:2 (81.) Fotakis. Ballverliebt meinte: &#8220;Österreich scheiterte zuerst an der Chancenverwertung und im späteren Verlauf an der Erzeugung gefährlicher Angriffe, nachdem Constantini die treibende Kraft namens Kavlak aus dem Spiel genommen hatte.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5678" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-09-Ned-Aut-3-1.jpg"><img class="size-full wp-image-5678 " title="2011-02-09 Ned-Aut 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-09-Ned-Aut-3-1.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Holland - Österreich 3:1 (1:0)</p></div>
<p>16. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/10/ein-trainingsspiel-und-drei-lehren/">9. Februar 2011 in Eindhoven gegen Holland</a>, Testspiel. Tore: 1:0 (28.) Sneijder, 2:0 (48.) Huntelaar, 3:0 (70., Elfmeter) Kuyt, 3:1 (84., Elfmeter) Arnautovic. Ballverliebt meinte: &#8220;Beide Mannschaften haben nicht ihr schnellstes Tempo gezeigt. Wenn Oranje aber mal aufgedreht hat, war meist Feuer am Dach. Schon beim nahenden Qualispiel gegen Belgien wird flotter gekickt werden (müssen).&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-25-Aut-Bel-0-2.jpg"><img class="size-full wp-image-5679 " title="2011-03-25 Aut-Bel 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-25-Aut-Bel-0-2.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Belgien 0:2 (0:1)</p></div>
<p>17. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/26/doppel-axel-erlegt-osterreich/">25. März 2011 in Wien gegen Begien</a>, EM-Qualifikation. Tore: 0:1 (6.) Witsel, 0:2 (50.) Witsel. Ballverliebt meinte: &#8220;Mit hohen Erwartungen kann das Team nicht umgehen. Die ganze Woche wurde alles hochgejubelt, ein Sieg schien schon beschlossene Sache zu sein. Dem wurde das Team nicht gerecht.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5680" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-29-Tur-Aut-2-0.jpg"><img class="size-full wp-image-5680 " title="2011-03-29 Tur-Aut 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-29-Tur-Aut-2-0.jpg" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Türkei - Österreich 2:0 (1:0)</p></div>
<p>18. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/29/erst-zu-feig-dann-zu-harmlos/">29. März 2011 in Istanbul gegen die Türkei</a>, EM-Qualifikation. Tore: 1:0 (28.) Arda, 2:0 (77.) Gönül. Ballverliebt meinte: &#8220;Die Herangehensweise der Österreicher mag angesichts der eher mauen Vorstellung gegen Belgien bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar sein, zielführend war sie allerdings nicht.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-06-03-Aut-Ger-1-2.png"><img class="size-full wp-image-5681 " title="2011 06 03 Aut-Ger 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-06-03-Aut-Ger-1-2.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland 1:2 (0:1)</p></div>
<p>19. Spiel am  <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/">3. Juni 2011 in Wien gegen Deutschland</a>, EM-Qualifikation. Tore: 0:1 (43.) Gomez, 1:1 (50., Eigentor) A. Friedrich, 1:2 (90.) Gomez. Ballverliebt meinte: &#8220;Woran man sieht, was mit dem vorhandenen Spielermaterial tatsächlich möglich wäre, zumal einige wirklich gute Spieler aus den verschiedensten Gründen ja gar nicht dabei waren: Es ist möglich, Teams wie Deutschland zumindest ordentlich zu nerven.&#8221;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-06-07-Aut-Lat-3-1.png"><img class="size-full wp-image-5682 " title="2011 06 07 Aut-Lat 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-06-07-Aut-Lat-3-1.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Lettland 3:1 (0:0)</p></div>
<p>20. Spiel am 7. Juni 2011 in Graz gegen Lettland, Testspiel. Tore: 0:1 (49.) Mihadjuks, 1:1 (75.) Dibon, 2:1 (81.) Harnik, 3:1 (90., Elfmeter) Harnik.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-21.png"><img class="size-full wp-image-5683 " title="2011 09 02 Deutschland-Österreich 6-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-21.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Österreich 6:2 (3:1)</p></div>
<p>21. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/02/26-in-deutschland-weil-ohne-druck-im-mittelfeld-jede-abwehr-schlecht-aussieht/">2. September 2011 in Gelsenkirchen gegen Deutschland</a>, EM-Qualifikation. Tore: 1:0 (8.) Özil, 2:0 (23.) Özil, 3:0 (28.) Podolski, 3:1 (42.) Arnautovic, 4:1 (47.) Özil, 4:2 (51.) Harnik, 5:2 (84.) Schürrle, 6:2 (89.) Götze. Ballverliebt meinte: &#8220;Dass es für Österreich in dieser EM-Qualifikation und für Teamchef Constantini wohl überhaupt das Spiel der wirklich allerletzten Chance war, merkte man weder der Mannschaft noch dem Trainer an. Es wurde nicht einmal versucht, das deutsche Team zu ärgern, zu nerven, zu piesacken.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<div id="attachment_5684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-06-Aut-Tur-0-01.png"><img class="size-full wp-image-5684 " title="2011 09 06 Aut-Tur 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-06-Aut-Tur-0-01.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Türkei 0:0</p></div>
<p>22. Spiel am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/06/masige-turken-biedere-osterreicher-logisches-00/">6. September 2011 in Wien gegen die Türkei</a>, EM-Qualifikation. Ballverliebt meinte: &#8220;Warum wurde hier zur Halbzeit nicht reagiert? Über die Flanken neutralisierte sich das Spiel, aber im Zentrum fehlte es an einem Spieler, der die Mauer durchbrechen hätte können. So blieb das Spiel nach vorne auch weiterhin bieder und ohne Nachdruck.&#8221;</p>
<p>Die Liste wird selbstverständlich vervollständigt, wenn die Spiele auch gespielt wurden &#8211; echte Signifikanz haben sie aber nicht mehr so wirklich.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5660&amp;md5=ac3ce5b1ca6a2140540c91522d19d22f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mäßige Türken, biedere Österreicher, logisches 0:0</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 21:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[0:0 gegen die Türkei &#8211; keine komplette Enttäuschung aber auch nichts, was dem ÖFB-Team und dem Teamchef wirklich weiterhilft. Auch, weil die Leistung zwar okay war, aber von &#8220;überzeugend&#8221; doch noch ein schönes Stück entfernt. Was im Übrigen auch für die Türken gilt, die in dieser Form sicher keine EM-Reife besitzen. Didi Constantini ist noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>0:0 gegen die Türkei &#8211; keine komplette Enttäuschung aber auch nichts, was dem ÖFB-Team und dem Teamchef wirklich weiterhilft. Auch, weil die Leistung zwar okay war, aber von &#8220;überzeugend&#8221; doch noch ein schönes Stück entfernt. Was im Übrigen auch für die Türken gilt, die in dieser Form sicher keine EM-Reife besitzen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-06-Aut-Tur-0-0.png"><img class="size-full wp-image-5650 " title="2011 09 06 Aut-Tur 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-06-Aut-Tur-0-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Türkei 0:0</p></div>
<p><span id="more-5647"></span>Didi Constantini ist noch im Amt &#8211; aber die Spatzen pfeifen nicht nur von den Dächern, dass das nicht mehr lange so sein dürfte, nein, sie trompeten es im dreistelligen Dezibelbereich heraus. Ein überzeugender Auftritt mit einem Sieg gegen die Türken, die zuletzt mit einem Last-Minute-Sieg gegen Kasachstan ja auch nicht übertrieben stark aufgetreten sind, hätte für einen Umschwung aus Sicht des Tirolers wohl Wunder bewirkt.</p>
<p>Sein Gegenüber Guus Hiddink hatte einiges an Personalproblemen &#8211; mit Sahin, Ekici und Kapitän Emre standen ihm drei Schlüsselspieler nicht zur Verfügung. Und das merkte man. Der holländische Teamchef der Türken brachte ein 4-2-3-1 auf das Feld, das erstaunlich vorsichtig eingestellt war. Die beiden Sechser Topal und Selcuk hielten sich sehr zurück, und mit Yekta setzte auch der nominelle Zehner (der tendenziell über halbrechts kam) keine Akzente. Das hieß: Scharner und Baumgartlinger hatten Platz und Zeit.</p>
<p><strong><em>Großes Loch</em></strong></p>
<p>Die Türken machten mit dem österreichischen Zentrum also genau das nicht, was die Deutschen beim 6:2 gemacht hatten: Den numerischen Vorteil in der Zentrale durch Pressing noch zu verstärken. Es dauerte aber eingige Zeit, bis sich Baumgartlinger und Scharner etwas weiter aufzurücken trauten.</p>
<p>So war die Formation der Österreicher eher ein 4-2-2-2, in dem Alaba und Royer auf den Außenpositionen recht hoch standen und auch &#8211; vor allem Alaba &#8211; recht weit innen. Der Effekt war vor allem in der Anfangsphase, dass das Loch zwischen den sechs defensiven Spielen und den vier offensiven sehr groß war und trotz den komplett fehlenden Drucks der Türken ein geregelter Spielaufbau schwer fiel.</p>
<p>Die besten Aktionen ergaben sich, wenn Alaba mit Tempo durch die Reihen ging und versuchte, sich mit Arnautovic zu verbinden. Vor allem Geschwindigkeit war ein Mittel, mit dem den Türken absolut beizukommen gewesen wäre, aber es wurde zu selten eingestzt. Außerdem gelang es durch die einrückenden Flügelspieler nie, die türkische Viertekette auseinander zu ziehen, wodurch sich für Arnautovic und Harnik kaum Lücken boten.</p>
<p><strong><em>Türkei schwach</em></strong></p>
<p>Das Team aus der Türkei präsentierte sich absolut enttäuschend. Die beiden Sechser Topal und Selcuk waren sehr erpicht darauf, möglichst Harnik und Arnautovic aus dem Spiel zu halten und machten sehr wenig nach vorne, und Yekta setzte weder irgendwelche Akzente, noch presste er auf die beiden österreichischen Sechser. So lag es an Arda Turan und Burak Yilmaz, zumindest von der Seite für Gefahr zu sorgen, aber aufgrund der fast schon beängistigenden Behäbigkeit im Spielaufbau hatten die Österreicher zumeist kaum Mühe, die Flügel ruhig zu halten und somit auch den türkischen Angriff.</p>
<p>Lediglich Christian Fuchs, der auch nach vorne einiges an Abspielfehlern anbot und seine aktuelle Formdelle bestätigte, ließ sich nach zehn Minuten einmal überlaufen; Ekrem Dag montierte Arda Turan sehr gut ab. Das hatte den Vorteil, dass Daniel Royer durchaus Freiheiten im Spiel nach vorne hatte und sich immer wieder als Anspielstation für lange 50-Meter-Pässe quer über den Platz (oftmals von Pogatetz geschlagen) anbot. Doch auch hier galt: Da war kein Tempo dahinter, das war für die türkische Defensive kein echtes Problem.</p>
<p><strong><em>Wenig Überzeugendes</em></strong></p>
<p>So plätscherte das Spiel weitgehend ereignisarm vor sich hin und es wurde ersichtlich, warum die Deutschen in der Gruppe allen anderen um Lichtjahre voraus sind &#8211; nicht nur wegen der Spielerqualität, sondern auch aufgrund der Spielweise. Die Türken prassten zaghaft bis gar nicht, bei den Österreichern schmiss sich eigentlich nur David Alaba wirklich mit Imbrunst den Gegenspielern entgegen.</p>
<p>So ist es auch zu erklären, dass Österreich trotz der nominellen Unterzahl im Zentrum das Spiel ganz ordentlich im Griff hatte und nicht allzu viel zuließ. Durch das fehlende Tempo, der nicht vorhandnen Breite im Spiel und die beiden türkischen Sechser zwischen Mittelfeld und Angriff ist es aber auch kein Wunder, dass nach vorne beim ÖFB-Team nicht allzu viel ging.</p>
<p><em><strong>Mehr über die Flügel</strong></em></p>
<p>Das Manko des mangelhaften Spiels über die Flanken hatten wohl beide Trainerteams erkannt und in der Halbzeit angesprochen, denn nach dem Seitenwechsel waren sowohl die Österreicher als auch die Türken sichtlich bemüht, die Außenverteidiger mit mehr Nachdruck nach vorne zu bringen als das in der ersten Hälfte der Fall war. Fuchs nützte nun endlich den Platz, den ihm der nach innen ziehende Alaba freiräumte, auch wenn sich die Türken davon nicht beeindrucken ließen.</p>
<p>Auch bei der Mannschaft von Guus Hiddink ging es nun schneller im Bedienen der Außenspieler. Hakan Balta machte auf seiner linken Außenbahn nun mehr Betrieb als zuvor und drückte Royer nach hinten. Der Neo-Hannoveraner arbeitete auch durchaus brav nach hinten und unterstützte Ekrem Dag, so gut er konnte &#8211; in dieser Hinsicht eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Spiel in Gelsenkirchen, wiewohl nach vorne auch diesmal nicht allzu viel kam.</p>
<p><strong><em>Hiddink schaltet einen Gang nach vorne</em></strong></p>
<p>Während Constantini nach etwa einer Stunde Jimmy Hoffer für Royer brachte (Harnik übernahm die Royer-Position, Hoffer ging nach vorne, Arnautovic spiele hängend), stellte Hiddink innerhalb seines Systems um und somit einen Gang nach vorne: Burak Yilmaz, der üblicherweise die Solospitze gibt, gesellte sich nun zu Bulut nach vorne. Das hieß, dass der türkische Schlüsselspieler nun Rechtsverteidiger Sabri wurde: Denn er musste nicht nur defensiv gegen Alaba dicht halten, sondern nun auch die Agenden im Spiel nach vorne übernehmen.</p>
<p>Das machte der 27-jährige von Galatasaray aber hervorragend, und das stellte das österreichische Team in der Schlussphase durchaus vor Probleme &#8211; weil es nun bei den Türken neben dem Flügelspiel auch einen wirklich präsenten Stürmer im Zentrum gab. Das war der eher alleingelassene Umut Bulut zuvor ganz und gar nicht.</p>
<p>Und auch, wenn die Abseitsentscheidung gegen Martin Harnik kurz vor Schluss knapp war: Die Türken waren dem einen Tor schon ein Stück näher. Was beinahe noch belohnt wurde, als die weit aufgerückten Österreicher in der 90. Minute in einen Konter liefen und Pascal Grünwald bei seinem Länderspiel-Debüt Burak Yilmaz klar foulte. Doch der Austrianer parierte den Elfmeter von Arda &#8211; und so gab&#8217;s ein 0:0.</p>
<p><strong><em>Fazit: Maues Spiel, korrekterweise ohne Sieger</em></strong></p>
<p>Offenbarung war es bei Gott keine, was die Österreicher in diesem Spiel zeigten &#8211; aber es war zweifellos besser als in Gelsenkirchen. Defensiv stand das ÖFB-Team über weite Strecken ganz ordentlich, was aber auch am fehlenden Pressing von Seiten der Türken lag. Das machte es dem gegen die mit drei Mann anfliegenden Deutschen noch überforderte österreichischen Zentrum nicht allzu schwer.</p>
<p>Was nicht ganz verständlich war: Die komplette erste Halbzeit krankte das Spiel nach vorne beim Österreich daran, dass zwischen dem defensiven Mittelfeld und den beiden Stürmern kein einziger Österreicher, aber immer mindestens zwei, zumeist aber drei Türken standen. Warum wurde hier zur Halbzeit nicht reagiert? Über die Flanken neutralisierte sich das Spiel, aber im Zentrum fehlte es an einem Spieler, der die Mauer durchbrechen hätte können. So blieb das Spiel nach vorne auch weiterhin bieder und ohne Nachdruck.</p>
<p>Vom türkischen Team darf man durchaus enttäuscht sein. Ja, es fehlten drei absolute Stützen &#8211; aber ist das eine Erklärung, warum die Überzahl im Mittelfeld nicht ausgenützt wurde? Warum es am Druck und am Pressing auf die Österreicher fehlte, die mit einem 2:6 im Rücken daherkamen? Warum das Tempo vor allem vor der Pause bei jeder Gelegenheit verschleppt und nicht verschärft wurde?</p>
<p>Ja, die Türkei wird nach menschlichem Ermessen Gruppenzweiter werden. Aber im Playoff wird es mit so einer schwachen Leistung sicher nicht reichen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5647&amp;md5=717954789081f74b62c799591c333c48" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>2:6 in Deutschland &#8211; weil ohne Druck im Mittelfeld jede Abwehr schlecht aussieht</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 21:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Es wäre zu billig, die Schuld für die vielen Gegentore beim 2:6 des ÖFB-Teams in Deutschland nur in der österreichischen Hintermannschaft zu suchen. Ja, sie haben nicht gut ausgesehen &#8211; aber das eigentliche Problem war das komplett fehlende Pressing im Mittelfeld. Das hat es den Deutschen leicht gemacht. Das Spiel der letzten Chance, die erhoffte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Es wäre zu billig, die Schuld für die vielen Gegentore beim 2:6 des ÖFB-Teams in Deutschland nur in der österreichischen Hintermannschaft zu suchen. Ja, sie haben nicht gut ausgesehen &#8211; aber das eigentliche Problem war das komplett fehlende Pressing im Mittelfeld. Das hat es den Deutschen leicht gemacht.</strong></em></p>
<div id="attachment_5638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-2.png"><img class="size-full wp-image-5638 " title="2011 09 02 Deutschland-Österreich 6-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-02-Deutschland-%C3%96sterreich-6-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Deutschland - Österreich 6:2</p></div>
<p><span id="more-5632"></span>Das Spiel der letzten Chance, die erhoffte Fortsetzung des <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/">ordentlichen Auftritts beim 1:2 in Wien</a> &#8211; das war die Ausgangslage beim österreichischen Team. In einem Spiel, dass im Land von Rot-weiß-rot bis zum Erbrechen gehypt wurde. Dem die deutsche Öffentlichkeit aber bestenfalls schaumgebremst bis gleichgültig entgegen geblickt wurde. Gespielt haben die beiden Mannschaften dann eher umgekehrt zum jeweiligen Build-up. Was man aber sicher nicht nur auf das frühe 1:0 für den Gastgeber durch einen Weitschuss von Özil zurückführen kann und darf.</p>
<p><strong><em>Harnik und Arnautovic vorne</em></strong></p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/02/deutschland-osterreich-vorschau-auf-den-unwahrscheinlichen-ofb-pflichtsieg/">Von all den möglichen Varianten</a> wurde beim österreichischen Team ein Mittelding aus 4-4-1-1 und 4-4-2 gewählt. Als wirklich hängende Spitze kann man Harnik in diesem Spiel nicht bezeichenen. So richtig als echte Spitze Aranautovic auch nicht. Eher haben beide auf annähernd einer Höhe (zumeist war Arnautovic ein, zwei Schritte weiter vorne) beide so ein wenig eine hängende Spitze gegeben &#8211; allerdings jeweils auf den Halbpositionen. Die Position im zentralen offensiven Mittelfeld war somit nicht so richtig besetzt.</p>
<p>Das hatte den Vorteil, dass sich beide immer wieder auch realtiv weit nach hinten fallen lassen konnten, um dort eher anspielbar zu sein (was nicht so recht funktionierte), allerdings andererseits den Nachteil, dass Druck auf die Spieleröffnung der Deutschen nicht einmal im Ansatz möglich war. Hummels und Badstuber konnten sich die Bälle genüsslich hin- und herschieben und sich überlegen, was sie denn jetzt damit machen sollten, ohne dass es irgend einen Druck eines Österreichers gab.</p>
<p><strong><em>Dag und Lahm</em></strong></p>
<p>Interessant war die Rolle von Ekrem Dag auf der rechten Mittelfeldseite gegen Philipp Lahm. Der Besiktas-Legionär stand extrem hoch und wirkte wie eine Wand auf Lahm &#8211; er kam an der Seitenlinie nicht durch und konnte somit auch Lukas Podolski nicht wirklich ins Spiel einsetzen: Mit Steilpässen kaum und mit kurzen Anspielen schon gar nicht.</p>
<p>Lahm merkte jedoch schnell, dass Dag zwar hoch stand und gegen ihn gut defensiv die Flanke zumachte, aber offensiv nicht die geringste Bedrohung darstellte. So entschied sich Lahm alsbald, seine Flanke halt zu verlassen und in die Mitte zu ziehen. Dag entschloss sich in den meisten Fällen dazu, draußen zu bleiben und sich nicht von Lahm nach innen ziehen zu lassen.</p>
<p><strong><em>Voller Druck auf Baumgartlinger, volles Pensum von Alaba</em></strong></p>
<p>Ein großes Problem im österreichischen Spiel war, dass mit dem wenigen Ballbesitz wenig anfing. Gewonnene Bälle waren zumeist in Windeseile wieder verloren, weil die Deutschen ein durchaus sehenswerten Pressing anboten, vor allem auf Julian Baumgartlinger. Alaba wurde eher noch in Ruhe gelassen &#8211; der Bursche von den Bayern ist das Tempo und das Pressing aus der Bundesliga gewohnt und verfügt bekanntermaßen über ein waches Auge und extreme Spielintelligenz. Wenig überraschend kamen auch die meisten intelligenten Aktionen von ihm &#8211; obwohl er hinten absichern sollte, nach vorne einleiten, und auch noch für den dezent überforderten Royer auf der linken Seiten aushelten musste. Ein bissl viel für einen alleine.</p>
<p>Letztere hat zwar der Neo-Mainzer Baumgartlinger auch, aber er ist nach der kurzen Zeit in der Bundesliga das hohe Tempo nicht gewohnt und vor allem nicht das Pressing, schließlich gibt es das in der österreichischen Bundesliga de facto überhaupt nicht; schon gar nicht auf dem Niveau, wie es Kroos, Schweinsteiger und Co. anboten. So ließen die Deutschen Alaba etwas mehr Zeit am Ball und etwas mehr Raum zum Wirken, nahmen ihm aber die Anspielstationen; während sofort mindestens einer, zumeist aber eher zwei Mann auf Baumgartlinger stürzten, sobald der nur daran dachte, einen Ball anzunehmen.</p>
<p><strong><em>Probleme im Spielaufbau</em></strong></p>
<p>So fand geregelter Spielaufbau beim ÖFB-Team kaum statt. An Laufbereitschaft und -arbeit fehlte es nicht, aber wie selbst Franz Beckenbauer vor einigen Monaten geäußert hat, werden wahnsinnig viele leere Meter gemacht. Was dadurch natürlich noch verstärkt wurde, dass viele Anspiele nicht knapp am Empfänger vorbeigingen (was man ja mit wenig Zeit am Ball und dem Pressing der Deutschen erklären könnten), sondern immer wieder völlig ins Nirwana segelten.</p>
<p>In diesen Situationen entstand immer mehr der Eindruck, dass der eine nicht weiß, wo der andere hinläuft, sprich, die Laufwege überhaupt nicht passten bzw. aufeinander abgestimmt waren. Schnelle Konter ließ das deutsche Team kaum zu und so war die österreichische Mannschaft gefordert, neben Tempogegenstößen auch ineinander greifende Pässe und Laufwege aus geringerem Tempo anzubieten. Und so etwas gab es nur im überschaubaren Maß.</p>
<p><strong><em>Wenig Platz zum Kombinieren</em></strong></p>
<p>Was die Österreicher vom Prinzip her allerdings recht gut machten: Die Verteidigung rückte auf, wodurch angesichts des tief stehenden Duos Arnautovic/Harnik vorne der bespielbare Raum für die Deutschen sehr, sehr eng wurde. Das DFB-Team hatte somit zwar theoretisch eine systembedingte Überzahl im Zentrum, kam aber nicht wirklich dazu, diese auch auszuspielen. Immer wieder blieb nur der lange Ball, was angesichts der kopfballstarken Innenverteidigung mit Pogatetz und Schiemer kein allzu erfolgreiches Rezept war.</p>
<p>Was die Österreicher gar nicht gut machten, war das fehlende Pressing auf die deutschen Kreativspieler &#8211; bei einer hoch stehenden Verteidigungslinie ein absolutes Muss, weil sonst ein einziger halbwegs angekommender Pass durch die Schnittstellen ausreicht, um den vielen Platz hinter einer solchen hoch stehenden Abwehrreihe gnadenlos auszunützen. Druck auf Özil und Kroos und vor allem Schweinsteiger wurde seitens der Österreicher aber nicht annähernd in ausreichendem Umfang gezeigt.</p>
<p>Deutschland wurde folgerichtig immer dann gefährlich, wenn es durch das Tempo und die Ballsicherheit der in Ruhe gelassenen Mittelfeldspieler und des hervorragenden Spielverständnisses von Klose gelang, sich schnell und flach durchzukombinieren. So fiel das 2:0 und kurz darauf auch das 3:0, was das Spiel im Grunde schon entschied &#8211; dem Tor von Arnautovic kurz vor Schluss, als das DFB-Team etwas schleißig verteidigte und der Bremen-Legionär per Kopf in die lange Ecke traf, zum Trotz.</p>
<p><strong><em>Deutschland verwaltet Führung</em></strong></p>
<p>Dass die Österreicher gleich zu Beginn nach einem eigenen Eckball in den Konter laufen und das 1:4 kassieren, hat natürlich nicht geholfen, aber wirklich zurückgebracht hat das ÖFB-Team auch der fast postwendende eigene zweite Treffer nach einem technisch äußerst feinen Zusammenspiel von Arnautovic (der mit Badstuber und Hummels beide Innenverteidiger auf sich zog) und Harnik (der damit freie Bahn hatte) auch nicht.</p>
<p>Das Problem blieb weiterhin bestehen: Es wurde kaum Druck auf das deutsche Mittelfeld aufgebaut, das somit nie die Angst haben musste, von einem aggressiven Gegner angegangen zu werden oder sich unter dauerhaften massivem Zeitdruck um eine Anspielstation umsehen zu müssen. Auch, weil Alaba nach dem Seitenwechsel noch tiefer stand als zuvor.</p>
<p>Hinzu kam, dass Höwedes (der Royer in der ersten Hälfte zwar komplett abmontierte, aber nach vorne eher harmlos blieb) durch Jerome Boateng ersetzt wurde, der es im Verbund mit Thomas Müller schaffte, Christian Fuchs vollends aus dem Spiel zu nehmen.</p>
<p><em><strong>Bis zum Schluss kein Druck</strong></em></p>
<p>Auffällig wurde nach einer Stunde, dass sich jeweils einer aus dem Duo Arnautovic/Harnik weiter ins Mittelfeld zurück fallen ließ. Doch auch hier wurde hauptsächlich der leere Raum abgedeckt, als mal wirklich den ballführenden Deutschen anzugehen. Ob es angesichts des Spielstandes von 2:4 gegen einen deutlich besseren Gegner wirklich etwas gebracht hätte, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber es hätte zumindest an die Spieler im DFB-Trikot das Signal ausgesendet, dass man sich noch nicht ganz aufgegeben hat.</p>
<p>Die Einwechslung von Hoffer für den überforderten Royer (Arnautovic ging dafür auf die Flanke) war sicher nicht verkehrt, brachte aber letztlich nichts &#8211; weil keine wirklichen Chancen herausgespielt werden konnten und in der absoluten Schlussphase die Deutschen noch zweimal die Leichtigkeit des unbedrängten Seins aus dem Mittelfeld heraus ausnützten und noch zu zwei späten Toren zum 6:2-Endstand kamen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Wer keinen Druck ausübt, überfordert seine Abwehr</em></strong></p>
<p>Österreich spielte von Beginn an, wie man sich einen kompletten Underdog bei einem Bewerbsspiel in Deutschland vorstellt: Tief stehen, nur die Räume eng machen, aber null Druck auf den Gegner ausüben. Kurz: Versuchen, das Ausmaß der sportlichen Katastrophe in Grenzen zu halten. Und weil, wenn schon drucklos, dennoch nicht einmal robust auch mal der Körper reingestellt wurde, merkte Deutschland schnell: Hier gibt&#8217;s Zeit, hier gibt&#8217;s keine Fouls &#8211; es muss sich nur noch durch den engen Raum durchgespielt werden.</p>
<p>Dass es für Österreich in dieser EM-Qualifikation und für Teamchef Constantini wohl überhaupt das Spiel der wirklich allerletzten Chance war, merkte man weder der Mannschaft noch dem Trainer an. Es wurde nicht einmal versucht, das deutsche Team zu ärgern, zu nerven, zu piesacken &#8211; und wenn man Weltklassespieler wie Schweinsteiger, Kroos und Özil so komplett in Ruhe lässt, kommen natürlich Tempoangriffe auf die Abwehr zu. Dass diese dem dann nicht standhalten kann, ist folgerichtig.</p>
<p>Darum ist es auch zu billig, die Schuld nur bei der Abwehr zu suchen. Sechs Gegentore sind die logische Folge eines mutlosen Auftritts, bei dem von Beginn an nicht an die eigene Chance geglaubt wurde. Man kann in Deutschland verlieren. Man kann in Deutschland auch hoch verlieren.</p>
<p>Aber man darf nicht schon von vornherein dem übermächtigen Gegner den Eindruck vermitteln, bereits kapituliert zu haben.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p>PS: An unsere vielen Leser aus Deutschland: Bitte nicht böse sein, dass es hier praktisch nur um das ÖFB-Team geht. Liegt aber weniger daran, dass das ein österreichischer Blog ist, sondern eher daran, dass dieses Spiel einfach deutlich mehr über die Mannschaft aus Österreich aussagt als über jene aus Deutschland. Das werdet auch ihr einsehen, wie ich hoffe ;-)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5632&amp;md5=ea7f9a8429b7966204f37a10feacd5cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Deutschland &#8211; Österreich: Vorschau auf den unwahrscheinlichen ÖFB-Pflichtsieg</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/02/deutschland-osterreich-vorschau-auf-den-unwahrscheinlichen-ofb-pflichtsieg/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 00:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Constantini]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein mangelndes Interesse am Spiel zu spüren. In Deutschland nimmt man diese Begegnung so nebenbei mit, sieht es als eine Art verschärftes Testspiel in dem alles andere als ein Sieg eine Sensation wäre. Der nur knapp errungene Sieg vom Hinspiel (hier die Analysen <a href="http://derstandard.at/1304553649635/AUT-vs-GER-Der-jaehe-Tod-aller-Ausreden?_blogGroup=1" target="_blank">von mir</a> und <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/" target="_blank">Philipp</a>) hat dort in der Öffentlichkeit also wenig Eindruck hinterlassen. In Österreich gilt er ja als Grund, wieso immer noch Dietmar Constantini am Trainerstuhl sitzt. <span id="more-5607"></span></p>
<p>Weil wir jüngst auch vom ZDF um eine Analyse gebeten wurden (die dann leider durch Tonprobleme im Mülleimer landete), haben wir uns die Partie noch einmal angesehen und mit dem zeitlichen und emotionalen Abstand zu diesem Abend erkennen müssen: Das Gedächtnis ließ dieses Spiel ziemlich gut wegkommen, aber mehr als sehr ordentlich war das gar nicht. </p>
<div id="attachment_5608" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"><img title="Österreich - Deutschland, EM Qualifikation 2011" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"  width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5608"/></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland: Die Formationen des Hinspiels</p></div>
<p>Deutschland trat damals im Happel-Stadion wie nebenstehend gezeichnet auf. Die Mannschaft war einigermaßen dezimiert im bekannten 4-2-3-1 aufgelaufen und wurde dort von einem hochmotivierten und talentierten ÖFB-Team (mit seinerseits einigen Ausfällen) an den Rand eines Punkteverlustes getrieben. Aber eben nicht darüber hinaus. </p>
<p>Jogi Löw spielte damals bei der Pressekonferenz nach dem Spiel alles eher runter und machte die Müdigkeit seiner Spieler für die Probleme verantwortlich. Er wollte aber schon damals eigentlich mit zwei Stürmern agieren um die ÖFB-Innenverteidigung unter Druck zu setzen. Die passenden Leute waren allerdings nicht fit &#8211; und sind es auch diesmal nicht.</p>
<p><strong>Deutschland</strong></p>
<p><div id="attachment_5614" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger-150x150.jpg" alt="" title="Erwartete Aufstellung von Deutschland gegen Österreich" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5614" /></a><p class="wp-caption-text">Erwartete Aufstellung von Deutschland im Heimspiel gegen Österreich</p></div> Trotzdem wird Deutschland sowohl personell als auch taktisch anders aussehen als in Wien. Auf Schalke ist damit zu rechnen, dass die Formation näher an dem 4-1-4-1 ist, das vor etwa einem Monat <a href="http://spielverlagerung.de/2011/08/11/deutschland-brasilien-die-lehren/" target="_blank">gegen Brasilien</a> für mediale Jubelmeldungen gesorgt hat. </p>
<p>Jogi Löw hat im Prinzip bereits schon im Vorfeld alle personellen Dinge geklärt, nur ob Lukas Podolski oder Andre Schürrle starten werden, ist noch nicht ganz klar. Ansonsten ist heute mit der nebenstehenden Aufstellung zu rechnen. Lahm wird diesmal über die linke Seite kommen und dort Druck über die Flanken machen. Von Podolski kann man sich einige Läufe in zentralere Schussposition erwarten (Schürrle würde sich wohl vertikaler bewegen). Auf der rechten Seite ist mit Höwedes eher die defensivere Verteidigervariante gewählt worden. Dort wird vorne wohl Müller der Mann für die Flanken sein. Die Innenverteidigung wird wohl komplett umgekrempelt, bietet aber wenig Angriffspunkte. Davor darf Schweinsteiger wieder einmal ran als Ballverteiler. Kroos dürfte weiter aufrücken als im Hinspiel um in der kritischen Zone für die gefährlichen Pässe zu sorgen, Özil neben ihm seine gewohnte Brillianz ausleben und mit Tempodribblings auf die Abwehr losgehn. Vorne wartet mit Klose ein beweglicherer Stürmer.</p>
<p><strong>Österreich</strong></p>
<p><div id="attachment_5618" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1-150x150.jpg" alt="" title="Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5618" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland</p></div> Bei Österreich hört man auch von zahlreichen Umstellungen, es fällt aber noch schwerer sich ein wirkliches Bild von Constantinis Absichten zu machen. Auch deshalb, weil man die Pressekonferenzen der Deutschen im Web verfolgen kann, die der Österreicher aber nur aus Medienberichten deuten muss. Fuchs, Pogatetz, Schiemer und Klein wären (weil Scharner leider gesperrt ist und Klein bei Constantini gesetzt scheint) noch keine größere Überraschung. Fuchs wird versuchen müssen, den Spagat zwischen der Bewachungs Müllers und eigenen Antritten zu schaffen. Klein muss Acht geben, dass er sich von Podolski nicht zu weit in die Mitte ziehen lässt, weil dann die Flanke für Lahm offen wäre.</p>
<p>Dass Alaba neben Baumgartlinger ins Zentrum rückt, scheint zwar neu aber auch eine gemachte Sache zu sein. Das bringt (<em>endlich</em>) zwei defensiv UND offensiv fähige Leute in diese Stellung. Dass sich diese Variante gerade gegen die heftige deutsche Offensive erstmals richtig behaupten muss (die Umstellung in der zweiten Testspielhälfte gegen die Slowakei fand unter gänzlich anderen Voraussetzungen statt), ist natürlich bedauerlich. Özil und Klose werden wegen ihrer Beweglichkeit Kollektivaufgabe sein und verlangen eine gut eingespielte Defensivzentrale.</p>
<p><div id="attachment_5619" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2-150x150.jpg" alt="" title="Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5619" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland</p></div> Der Rest ist personell unklarer. Über eine Seite dürfte Neo-Hannoveraner Royer kommen &#8211; ob der Rechtsfuß links oder rechts powern darf, bleibt abzuwarten. Es hängt wohl davon ab, wer auf der anderen Seite stehen wird. Kommt der pardonierte Arnautovic über links, würde das System zum konterstarken 4-2-3-1, in dem Fuchs sich offensiv zurückhalten könnte, Alabas Balleroberungen und vertikale Pässe aber umso wichtiger wären? </p>
<p>Oder wählt Constantini wie im Hinspiel Dag auf der rechten Seite und lässt den Türkei-Legionär zur Unterstützung gegen Podolski und Lahm eher absichern (was eher ein 4-4-1-1 darstellen würde das sehr stark von Harnik und dem Stürmer abhängig wäre &#8211; beide werden gut bewacht sein)? Auch Arnautovic und Dag scheinen an den Seiten als asymmetrischer Mix denkbar. Harnik dürfte wieder vor der Zentrale als Mann für alle Fälle agieren und das Spiel zu prägen versuchen. In der Spitze gibt es dann wieder zwei Varianten: Sowohl Hoffer als auch Arnautovic bringen das gegen sicherlich höher stehende Deutsche erwünschte Tempo mit.</p>
<p><strong>Andere Varianten sind unwahrscheinlich und gefährlich</strong></p>
<p><div id="attachment_5620" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3-150x150.jpg" alt="" title="Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5620" /></a><p class="wp-caption-text">Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland</p></div> Mancherorts wird überhaupt ein flaches 4-4-2 kolportiert mit Arnautovic und Hoffer vorne, Royer und Harnik an der Seite. Das wäre eine Blendervariante die Mut vortäuschen würde. Sie würde erhebliche Schwierigkeiten im Mittelfeld garantieren, hätte Schweinsteiger dann wegen der nicht besonders bekannten Deckungsqualitäten der beiden Stürmer doch Narrenfreiheit, um aus der Tiefe genüsslich die ÖFB-Defensive zu zerpflücken. Ein zurückfallender Kroos könnte sich zudem entweder jeder Bewachung entreißen oder einen Mittelfeldspieler aus der Formation ziehen, um die Defensivorganisation der Österreicher zu zerstören. Gerade dieses Loch gilt es zu vermeiden. Würde Österreich heute mit diesem 4-4-2 antreten, müsste man zudem nach der Logik fragen, nur drei echte Stürmer in den Kader aufzunehmen. Nein. An einem zentralen Offensivspieler und einer Solospitze führt für Constantini meiner Ansicht nach kein erfolgversprechender Weg vorbei.</p>
<p>Personell ein eher unwahrscheinlicher Starter ist Junuzovic, dessen gestalterische Fähigkeiten auf der rechten Seite diesmal nicht gebraucht werden (und von Lahm stark geprüft würden), in der Mitte hingegen ein selbstsicheres Spiel der Mannschaft benötigen würden, das nicht zu erwarten ist. Würde Janko spielen, dürfte man dem ÖFB zumindest zu einem gekonnten Kasperltheater über die letzten Tage gratulieren. Dass Dag in der Verteidigung aufläuft, wäre eine Variante die schon länger nicht mehr zu sehen war.</p>
<p><strong>Hoffen auf die stabile Abwehr</strong></p>
<p>Dass der ÖFB mit einer oft unnötig verjuxten EM-Qualifikation nun im schwersten aller Spiele einen Pflichtsieg feiern muss, sagt bereits viel aus. Selbst mit einem sehr guten Spiel, kann man bei Deutschland zu Gast immer noch ordentlich unter die Räder kommen. Die Deutschen werden die Qualifikation zumachen wollen. Österreich wird wohl eine heftige Anfangsphase überstehen müssen. Deutschland muss nicht alles riskieren, wird aber möglicherweise wenig Grund sehen, sich allzu sehr zurück zu halten. Das ist auch die scheinbar paradoxe Chance für Österreich: Kontern kann man. Etwas anderes als ein stark konterlastiges Spiel wurde von Österreich in den vergangenen Jahren hingegen nicht erfolgreich etabliert. Die Mannschaft kennt die heutigen Gegenspieler und wird um ihr Leben laufen. </p>
<p>Es könnte ein knappes Spiel werden, aber wenn Deutschland die Führung gelingt, dürfte für Österreich die Sache gegessen sein. Wenn die Constantini-Elf dann noch den für die Qualifikation nötigen Sieg anstrebt, muss man auch mit einer hohen Niederlage rechnen. Wenn man einige Spezialfälle außer Acht lässt, wäre eine knappe Niederlage vielleicht das enttäuschendste Ergebnis aus österreichischer Sicht. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5607&amp;md5=a86cbd604d9deef5eb37d2635c799cd0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die inhaltliche Selbstblockade bringt verdiente Pleite gegen die Slowakei</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/10/selbstblockade-bringt-12-im-test-gegen-die-slowakei/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 21:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Ballbesitz war das einzige, wo Österreich einen Voreil hatte. Denn ansonsten blockerte sich ein wirres Team selbst. Flache Sololäufe, statt Janko einzusetzen. Ein Kulovits als Spielgestalter. Ein verschenkter Junuzovic. So reichte den nicht übertrieben starken, aber inhaltlich gut aufgestellten Slowaken eine absolute Durchschnittsleitung. Österreich ist rechts, Deutschland ist links &#8211; nein, das ist keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Ballbesitz war das einzige, wo Österreich einen Voreil hatte. Denn ansonsten blockerte sich ein wirres Team selbst. Flache Sololäufe, statt Janko einzusetzen. Ein Kulovits als Spielgestalter. Ein verschenkter Junuzovic. So reichte den nicht übertrieben starken, aber inhaltlich gut aufgestellten Slowaken eine absolute Durchschnittsleitung.</em></strong></p>
<div id="attachment_5528" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Svk1.png"><img class="size-full wp-image-5528 " title="Aut-Svk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Svk1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Slowakei 1:2</p></div>
<p><span id="more-5517"></span>Österreich ist rechts, Deutschland ist links &#8211; nein, das ist keine politische Zuschreibung (obwohl man auf die Idee kommen könnte), sondern die Aufteilung der Flanken beim ÖFB-Team. Auf der linken Außenbahn waren Klein und Junuzovic aufgeboten, auf der linken wie gehabt Fuchs und Alaba. Und auch, wenn keine der beiden wirklich funktionierte, so war doch &#8211; wenig überraschend &#8211; die &#8220;deutsche&#8221; deutlich aktiver.</p>
<p><strong><em>Seltsame Besetzung der Zentrale</em></strong></p>
<p>Eine weitere Auffälligkeit in der österreichischen Aufstellung war die Tatsache, dass Spieleröffner Julian Baumgartlinger als tiefer Sechser aufgeboten war, Zerstörer Kulovits hingegen als Achter. Womöglich war die Absicht dahinter, dass Kulovits den Kettenhund für Marek Hamsik geben hätte sollen &#8211; der Napoli-Star spielte nur dummerweise auf der Flanke.</p>
<p>So tapste Kulovits eher verloren durch das Zentrum und war zu jenen Pässen in der Eröffnung gezwungen, die Baumgartlinger viel besser kann. Auch konnte er keinerlei Druck auf Jez und vor allem das Duo Guédé/Kucka ausüben. Im Gegenteil &#8211; der eingebürterte Guédé war der einzige Slowake, der einigermaßen konsequent auf den Gegner presste, in seinem Fall eben Kulovits.</p>
<p><strong><em>Alleinunterhalter Martin Harnik</em></strong></p>
<p>Hamsik auf der Flanke bedeutete, dass Christian Fuchs nicht annähernd so viel nach vorne machen konnte, wie das erhofft und geplant war; während Rechtsverteidiger Klein deutlich mehr mit sich selbst zu tun hatte. Er machte (einmal mehr) viel zu wenig nach vorne, er ging (einmal mehr) viel zu zögerlich in die Zweikämpfe. So musste Zlatko Junuzovic auf der für ihn ungewohnten rechten Seite viel mehr Defensivarbeit leisten, als ihm lieb war. Und so blieb auch viel zu viel Arbeit an Martin Harnik hängen.</p>
<p>Denn aus der Zentrale kam nichts (Baumgartlinger zu tief) und auf der linken Seite war Alaba ohne den gebundenen Fuchs ziemlich der Alleinunterhalter. Er machte dort aber viel mehr Wirbel als Junuzovic, an dem das Spiel komplett vorbei lief. Die Folge: Harnik orientierte sich viel mehr auf die linke Flanke, während Alaba oft sehr früh ins Zenturm zog und nicht selten alleine den Weg zum Tor suchte.</p>
<p>Das war sehr durchsichtig und die slowakische Zentrale mit Kucka und Guédé hatte in der Regel wenig Probleme, das zu verteidigen. Harnik tankte sich zwar immer wieder durch, allzu viele wirklich gefährliche Aktionen vor das Tor von Jan Mucha waren aber nicht dabei. Die ärmste Sau bei der ganzen Sache war indes Marc Janko: Weil hinter ihm oft Solos über die Halbpositionen kamen, aber nicht ein einziges Mal eine Flanke von der Grundlinie, KONNTE der Twente-Stürmer gar nichts ausrichten &#8211; völlig unmöglich.</p>
<p><strong><em>Slowakei schaltet hoch</em></strong></p>
<p>Weil Hamsik über die Fuchs-Seite wenig zur Geltung kam, ging er nach rund zwanzig Minuten für einmal ins Zentrum. Kulovits hatte diese Möglichkeit überhaupt nicht auf der Rechnung, und so war es Hamsik ein leichtes, sich im Rücken von Kulovits davon zu stehlen und einen Eckball heraus zu holen. Aus dem fiel dann das 1:0 für die Slowakei, weil Dragovic das Kopfballduell mit Juraj Kucka verlor.</p>
<p>Das war für die Slowaken der Startschuss. Während sich der WM-Achtelfinalist in der ersten Hälfte der ersten Hälfte vornehm zurückhielt, pressten sie nun deutlich aggressiver und auch deutlich höher, sodass den Österreichern kaum noch Zeit blieb, das Spiel auch nur zu eröffnen. Die Folge waren immer mehr lange Bälle, die kaum einen Abnehmer fanden. Andererseits ging es bei Ballgewinn der Slowaken nun aber sehr schnell und direkt nach vorne, und auch wenn es Abseits war, das 2:0 war nur folgerichtig.</p>
<p>Für die zweite Hälfte nahm Constantini den eher sinnlosen Kulovits heraus und brachte mit Daniel Royer einen neuen Mann für den linken Flügel, Alaba übernahm die Position als Achter. Das brachte allerdings wenig, weil bei den Slowaken gleichzeitig mit Erik Jendrisek ein neuer Gegenspieler statt Hamsik kam, der sich für den ausgewechselten Jez ins Zentrum orientierte. Die Folge: Royer war durch den aktiven Jendrisek viel hinten gebunden, Alaba durch Hamsik im Zentrum, und das Spiel stockte weiterhin.</p>
<p><strong><em>Noch weniger Plan nach Systemumstellung</em></strong></p>
<div id="attachment_5524" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutSvk2.png"><img class="size-full wp-image-5524 " title="AutSvk2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutSvk2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Letzte halbe Stunde</p></div>
<p>In der 55. Minute stellte das ÖFB-Team auf ein 4-4-2 um. Hoffer kam statt des unsichtbaren Junuzovic, Harnik besetzte die rechte Seite. Das ging zunächst gar nicht, weil es das ÖFB-Team im Mittelfeld und auf den Seiten falsch spielte: Wenn man aus einem 4-4-2 das Spiel gestalten will, müssen die Außen im Mittelfeld einrücken und die Außenverteidiger brutal nach vorne preschen &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/07/twentes-dreierkette-gegen-flugel-chancenlos/">so wie etwa bei Villarreal</a>.</p>
<p>Das passierte bei den Österreichern nicht: Baumgartlinger stand zentral tief, Alaba deckte vor ihm das Zentrum ab, aber Harnik und Royer wurden von ihren Gegenspielern auf die Flügel gezwungen, weil vor allem Klein überhaupt nicht mithalf. Es ist nur der fehlenden Konsequenz der Slowaken zu verdanken, dass sie das ziemlich aufgerissene österreichische Mittelfeld überhaupt nicht bestraften.</p>
<p><em><strong>Komplette inhaltliche Leere</strong></em></p>
<p>Wie zum Hohn für diese Umstellung Österreich nach der einzigen wirklich guten Flanke im ganzen Spiel (eine einzige, in 90 Minuten) den Anschlusstreffer erzielte, übertüncht nur die inhaltliche Leere. Dass ausgerechnet der kleine Hoffer dem eher bemitleidenswerten Janko den Ball vom Schädel nahm und ihm auch noch das Tor wegnahm, war für den Holland-Legionär sicher auch kein Boost für das Selbstvertrauen.</p>
<p>Zumal das Spiel der Österreicher in der letzten halben Stunde fast nur noch auf lanke Seitenwechsel &#8220;aufgebaut&#8221; war, obwohl Alaba und Baumgartlinger durchaus aufrückten und auch die Abwehrreihe hoch stand. Aber die Slowaken spielten ihre Umstellungen deutlich klüger aus, weil sie innerhalb ihres Systems durchwechseln konnten, ohne dass sich an der klar erkennbaren Linie im Spiel auch nur das geringste änderte.</p>
<p>Sebo vorne, dafür Holosko auf der Seite? Kein Problem. Jendrisek ins Zentrum, dafür Guédé raus und Hamsik zurück auf die Acht? Nur für Alaba eine Umstellung, weil er defensiv mehr tun musste &#8211; ein weiterer Grund, warum Österreich nur noch durch langen Hafer nach vorne kam. So ist es am Ende zwar für das Resultat aus ÖFB-Sicht bitter, dass der vermeintliche Ausgleich von Hoffer wegen Abseits zurecht nicht zählte. Dem Spiel entspricht die österreichische Niederlage aber durchaus.</p>
<p><strong><em>Fazit: Da passte sehr, sehr wenig. Eigentlich nichts.</em></strong></p>
<p>Kulovits auf der Acht? Ein seltsames Manöver, das ein Schuss in den Ofen war. Junuzovic auf die rechte Seite stellen? Keine gute Idee, weil auch von Klein nichts kam. Nach innen ziehende Angriffe über Alaba und Harnik? Funktionierte nicht, zudem wurde so Janko aus dem Spiel genommen. Umstellung auf 4-4-2? Raubte dem Team den letzten Funken Kreativität.</p>
<p>Das slowakische Team ist von der Besetzung und dem Potenzial her weder wirklich etwas Besonderes noch wirklich über die Mannschaft aus Österreich zu stellen. Doch Teamchef Vladimir Weiss versteht es, seinem Team eine klare Linie zu verschaffen, innerhalb er ohne Reibungsverluste wechseln kann und das zwar recht bieder daherkommt (vor allem, wenn wie in diesem Spiel Marek Hamsik nicht so zur Geltung kommt), aber weil jeder genau weiß, wann er was zu tun hat, reichen letztlich gute 25 Minuten, um einen Gegner wie Österreich in der aktuellen Verfassung verdient zu besiegen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5517&amp;md5=0a88927e3e7e88ed941abd85b4b6d7c0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Theorie bringt den Fußball nicht weiter&#8221; &#8211; Interview mit TFV-Präsident Geisler</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 16:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Constantini]]></category>
		<category><![CDATA[Geisler]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Grau ist alle Theorie &#8211; sie bringt den Fußball nicht weiter!&#8221; Das sagt mit Josef Geisler der Präsident des Tiroler Fußballverbandes. Ballverliebt hat sich mit ihm unterhalten. Herr TFV-Präsident Geisler, Sie werden in der &#8220;Kronen Zeitung&#8221; (Abendausgabe vom 9. August 2011) mit der Aussage zitiert, dass das ÖFB-Team nicht in &#8220;die Hände der Theoretiker&#8221; fallen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Grau ist alle Theorie &#8211; sie bringt den Fußball nicht weiter!&#8221; Das sagt mit Josef Geisler der Präsident des Tiroler Fußballverbandes. </em>Ballverliebt<em> hat sich mit ihm unterhalten.</em></strong></p>
<p><strong><em>Herr TFV-Präsident Geisler, Sie werden in der &#8220;Kronen Zeitung&#8221; (Abendausgabe vom 9. August 2011) mit der Aussage zitiert, dass das ÖFB-Team nicht in &#8220;die Hände der Theoretiker&#8221; fallen dürfe. Wie meinen Sie das genau?</em></strong></p>
<p>Genau wie ich es gesagt habe. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Mannschaft am Besten aufgehoben ist bei den Praktikern, die im Moment die Verantwortung haben, also Herrn Constantini und Herrn Zsak. Denn wie heißt es so schön: &#8220;Grau ist alle Theorie&#8221; &#8211; sie bringt den Fußball sicherlich nicht weiter.</p>
<p><strong><em><span id="more-5507"></span>Dabei mehren sich aber die Stimmen, die genau einen solchen Teamchef fordern?</em></strong></p>
<p>Ja, und ich will nicht, dass diese Forderungen unwidersprochen im Raum bleiben. Ich habe im Direktorium meine Meinung kundgetan, weil das auch von den Vereinen, die ich als Verbandspräsident von Tirol vertrete, so erwartet wird. Ich habe das medial auch nicht nur dem Herrn Linden so gesagt, sondern schon letzte Woche in der Tiroler Tageszeitung.</p>
<p><strong><em>Warum, glauben Sie, flammt die Kritik an Constantini immer wieder auf?</em></strong></p>
<p>Das weiß ich nicht. Wenn man ihm aber vorwirft, dass er ein Sturkopf wäre, dann muss ich sagen, dass man das schon vorher gewusst hat. Wo Constantini draufsteht, ist Constantini drin.</p>
<p><strong><em>Hätten Sie ein Problem mit einem &#8220;Theoretiker&#8221; im Trainerstab?</em></strong></p>
<p>Das hängt von dessen Persönlichkeit ab. Man muss das ja auch mit einem Gesicht verbinden können.</p>
<p><em><strong>Gut. Nach der Heim-EM war etwa Mirko Slomka ein Thema als Teamchef, dieser feiert nun in Hannover mit bescheidenen Mitteln großartigen Erfolg.</strong></em></p>
<p>Das stimmt schon. Aber ich finde es großartig, wenn ein Teamchef jungen, hungrigen und aufstrebenden Spielern die Chance gibt, sich auf internationaler Ebene zu bewähren. Am Ende ist ein Trainer aber nun mal auch von den ihm zur Verfügung stehenden Spielern abhängig.</p>
<p><strong><em>Es heißt aber, dass die aktuelle Spielergeneration die beste seit lange Zeit ist.</em></strong></p>
<p>Kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass unsere Nachwuchsarbeit so toll wäre, mit all den modernen Mitteln wie diesen High-Tech-Zahnspangen in  Kolumbien (<em>Anm.: Diese stellen den Kiefer in eine offenere Stellung, wodurch mehr Sauerstoffzufuhr möglich ist &#8211; auch Ried verwendet sie</em>). Was haben die denn damit erreicht? Gar nichts, nicht einmal ein Tor haben sie geschossen. Und die U21 ist letztes Jahr auch gescheitert&#8230;</p>
<p><strong><em>An Weißrussland, denen bei der U21-EM vor sechs Wochen zwei Minuten zum Finaleinzug gefehlt haben&#8230;</em></strong></p>
<p>Das mag ja sein, aber der Vergleich hinkt doch. Die besten Spieler in diesem Alter spielen doch schon längst in der A-Mannschaft, das wissen Sie so gut wie ich.</p>
<p><strong><em>Neun der elf Weißrussen aus der Qualifikation waren auch bei der U21-EM im Stamm.</em></strong></p>
<p>Aber dennoch, die sollten doch nicht besser als unsere sein. Und doch haben wir uns nicht qualifiziert. Wie gesagt, ich stehe nicht an, auch andere Meinungen als die meine gelten zu lassen. Aber ich bin nun mal der Meinung, dass wir mit einem Trainerteam Constanini/Zsak gut gefahren sind und das jetzt auch nicht ändern sollten.</p>
<p><strong><em>Herr Geisler, wir danken für das Gespräch!</em></strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5507&amp;md5=04e84a843521821abf9dc7dac86653c6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Möglich wäre so einiges&#8230;</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 00:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch ein spätes Tor von Mario Gomez verliert eine beherzt kämpfende österreichische Mannschaft gegen Deutschland mit 1:2. Die letzte Chance auf den EM-Ticket ist damit dahin, aber diesmal wusste die Mannschaft aus eigener Bundesliga-Erfahrung, wie man den DFB-Spielern beikommen kann. Was nur offenlegt, was mit diesem Team so alles möglich wäre. Denn anders als bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Durch ein spätes Tor von Mario Gomez verliert eine beherzt kämpfende österreichische Mannschaft gegen Deutschland mit 1:2. Die letzte Chance auf den EM-Ticket ist damit dahin, aber diesmal wusste die Mannschaft aus eigener Bundesliga-Erfahrung, wie man den DFB-Spielern beikommen kann. Was nur offenlegt, was mit diesem Team so alles möglich wäre.</em></strong></p>
<div id="attachment_4937" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.png"><img class="size-full wp-image-4937 " title="Aut-Ger 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland 1:2</p></div>
<p><span id="more-4935"></span>Denn anders als bei so manchem planlosen Auftritt gegen Mannschaften, deren Spieler man nur vom DVDs kennt, hatte das österreichische Team diesmal einen recht genauen Plan zu bieten, wie man die Deutschen Nerven kann. Denn Mehmet Scholl dürfte schon recht gehabt haben, als er sagte: &#8220;Den Österreichern ging&#8217;s heute doch gar nicht mehr um Platz zwei in der Gruppe. Sondern darum, die Deutschen zu ärgern!&#8221; Und das gelang.</p>
<p><strong><em>Gemeinschaftsjob Özil</em></strong></p>
<p>Österreich überließ dem DFB-Team erwartungsgemäß erst einmal die Initiative, nichts anderes sagte die Aufstellung in einem 4-4-1-1 auch aus. Die Aufgabe, Mesut Özil aus dem Spiel zu halten, wurde dabei auf mehrere Schultern aufgeteil. Etatmäßig war es Stefan Kulovits, der sich um den Mann von Real Madrid kümmerte, aber er machte das nur, wenn Özil nicht zu hoch stand und nicht gerade auf die Seiten auswich. Es war nämlich kein Problem, der Bewachung von Kulovits zu entgehen, wenn er einfach ein paar Schritte aufrückte und sich zwischen den Linien breit machte. Pogatetz und Scharner standen sehr tief und rückten auch nicht auf, um Özil zu bewachen.</p>
<p>Allerdings wurde ihm sofort die Zeit am Ball genommen, wenn er ihn doch einmal bekam. Er versuchte viel, auf die Seiten auszuweichen und die Hilfe von Müller und (vor allem) Podolski zu suchen. Hier machte sich aber die Maßnahme von Constantini bezahlt, mit Klein und Dag im Grunde zwei Rechtsverteidiger aufzustellen, außerdem kam im Fall der Fälle auch Baumgartlinger hinzu. Podolski war, bis auf seinen Lattenkracher aus 20m in der 8. Minute, kaum wirklich ein Faktor.</p>
<p>Die Mittelfeldkette der Österreicher verschob sehr gut und machte den Raum im Zentrum gut dicht, Alaba rückte da aber oftmals viel weiter ein als Dag auf der anderen Seite &#8211; schlicht, weil über Müller wenig kam und Fuchs ihn recht gut im Griff hatte. Vorstöße von Lahm unterband Alaba, so gut es ging. Die Folge: Deutschland hatte zwar klar mehr Spielanteile und auch einige Torschüsse, die wenigsten davon aber von innerhalb des Strafraums bzw. aus dem Spiel heraus.</p>
<p>Was auffiel: Pressing wurde beim ÖFB-Team nur vereinzelt gezeigt und es machte auch keinen wirklich eintrainierten Eindruck. Zwar war das Motto &#8220;einer presst, zwei lauern&#8221; zumeist schon erkennbar, aber es gingen nur ganz bestimmte Spieler auch tatsächlich gegen die Ballführenden: Fuchs und Alaba auf der linken Seite, mit Abstichen Pogatetz und Hoffer, besonders viel dafür Harnik. Fällt was auf? Genau, das sind exakt jene Spieler, die in der deutschen Bundesliga spielen. Andere, wie etwa Klein und vor allem Kulovits, waren da kaum ein Faktor. Vor allem Kulovits deckte, wenn Özil nicht in der Nähe war, oftmals nur den leeren Raum ab.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfigur 1: Harnik macht den Rooney</em></strong></p>
<p>Interessant war bei Österreich die Rolle von Martin Harnik. Der Stuttgarter übernahm jene Rolle, die in der Schlussphase der Saison von <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/12/giggs-lenkt-rooney-rennt/">Manchester United Wayne Rooney mit großem Erfolg</a> gespielt hatte: Jene als Mittelding aus hängender Spitze und Spielmacher. Der laufstarke Harnik &#8211; jener Spieler, vor dem Bundestrainer Löw laut eigener Aussage am meisten Respekt hatte &#8211; war überall auf dem Platz zu finden.</p>
<p>Hauptsächlich zentral, aber auch links, rechts, auch mal nach hinten arbeiten, mit großer Explosivität aus der Etappe kommen, keinen Zweikampf scheuen. So konnte Harnik durchaus die Tatsache, dass Sami Khedira seit einigen Wochen verletzungsbedingt kein Spiel mehr gemacht hatte, ausnützen. Khedira hatte gegen die spritzige Körperlichkeit von Harnik oftmals das Nachsehen.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfigur 2: Baumgartlinger, der bessere Scharner</em></strong></p>
<p>Es ist ja keinen allzu neue Erkenntnis &#8211; aber Jules Baumgartliner ist derzeit ohne jeden Zweifel der beste Sechser bzw. Achter, den Österreich hat. Die Übersicht und die Spielintelligenz des 23-jährigen Austrianers ist derzeit unübertroffen. Defensiv montierte er (in Gemeinschaft mit anderen, siehe oben) Mesut Özil ziemlich ab, er unterstützte sehr oft Dag und Klein gegen Podolski, erledigte seine Defensivaufgaben sehr ordentlich.</p>
<p>Vor allem aber: Anders als Paul Scharner, der, wenn er im Nationalteam dort spielen darf, oft übermotiviert alles zerreißen und alle Mittelfeld-Agenden selbst übernehmen will, hat Baumgartlinger das Gespür zu erkennen, wann er nach vorne gehen kann oder muss und vor allem, wann er in der Vorwärtsbewegung den möglichst einfachen, aber sinnvollen Pass anbringen kann. Das ist alles andere als spektakulär und sieht auch nicht wirklich auffällig aus, als Backbone einer Mannschaft braucht es aber genau solche Spieler: Einfache Pässe mit möglichst geringem Risiko zum Ballverlust, die in der Spieleröffnung oder -gestaltung aber doch etwas bringen. Baumgartlinger war eine Augenweide.</p>
<p><strong><em>Schlüsselfiguren 3/4: Fuchs und Alaba, die Müller/Lahm-Abmonteure</em></strong></p>
<p>David Alaba hatte einen Monsterjob zu lösen: An ihm war es, den deutschen Kapitän Philipp Lahm zu so wenig Entfaltung wie möglich kommen zu lassen. Dabei war es sicher kein Nachteil, dass der zu Hoffenheim verliehene Bayern-Legionär zum einen aus seiner Zeit bei den Münchnern Lahm sehr genau kennt und weiß, wie ihm zuzusetzen ist. Und zum anderen, dass es sich der 18-Jährige absolut zutraute, das nicht mit reagieren zu tun, sondern mit agieren! Alaba stand um einiges höher als Ekrem Dag, sein Pendant auf der rechten Seite, setzte Lahm durchaus unter Druck und zermürbte ihn mit robustem Körperspiel zusätzlich.</p>
<p>Das alles wäre natürlich nicht möglich gewesen, wenn nicht Christian Fuchs hinter ihm gespielt hätte, der womöglich beste Linksverteidiger der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Der Mainz-Legionär begann zwar eher fahrig und einige Zuspiele nach vorne landeten eher weit weg vom geplanten Passempfänger, aber defensiv bekam er Müller schnell in den Griff und nach etwa 20 Minuten verband er sich auch immer mehr mit Alaba vor ihm.</p>
<p><strong><em>Österreich wird aktiver</em></strong></p>
<p>Wie gut das ÖFB-Team Özil und vor allem Müller im Griff hatte, zeigt sich exemplarisch daran, dass beide ihre wohl beste Szene in der 29. Minute hatten, als sich Özil tief in der eigenen Hälfte &#8211; also komplett out of position &#8211; aufhielt und an den aufgerückten Alaba und Fuchs vorbei Müller ins Laufduell mit Baumgartlinger schickte. Letztere musste das taktische Foul nehmen und sah dafür Gelb. Dem Würgegriff konnten sie sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr nur noch dann entziehen, wenn sie ganz andere Wege gingen.</p>
<p>Bei den Österreichern dauerte es zwar bis zur 24. Minute, ehe der este gemeinschaftlich aufgezogene Angriff über Fuchs und Alaba, mit Baumgartlinger aufgerückt und einem ebenso nach vorne gekommenen Scharner gezeigt wurde. Zwar wurde die Aktion von einem recht harmlosen 25m-Schuss von Scharner mit überschaubarem Erfolg abgeschlossen, aber es war so etwas wie der Startschuss.</p>
<div id="attachment_4940" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-2.png"><img class="size-full wp-image-4940 " title="Aut-Ger 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Kroos fehlt es an Optionen in der Spieleröffnung: Özil ist isoliert, Schmelzer spielte schlecht - oft blieben nur lange Risikopässe. Bei Balleroberung schoss Österreich schnell nach vorne, vor allem über die Seite von Lahm</p></div>
<p>Fuchs ging nun noch mehr nach vorne, auch Klein traute sich immer mehr zu, Baumgartlinger bewegte sich gut und verteilte die Bälle zumeist sehr ordentlich; vor allem über die Seiten ging es nun nach Balleroberung sehr flink und flüssig. Die Folge: Wirklich gute Torchancen für die Österreicher häuften sich, Hoffer und Harnik vergaben dabei die besten.</p>
<p><em><strong>Bastian Schweinsteiger fehlt eklatant</strong></em></p>
<p>Das deutsche Spiel krankte, die Innenverteidigung einmal ausgenommen, im Grunde überall. Schmelzer zeigte eine ganz schwache Leistung und konnte Podolski überhaupt nicht helfen, andererseits kannte auch Poldi keinen Rückwärtsgang &#8211; ebenso wie Müller, weshalb Lahm gegen Alaba und Fuchs alleine stand und eigentlich ein armer Hund war. Zudem war Özil isoliert und Gomez hing in der Luft.</p>
<p>Der größte Schwachpunkt beim DFB-Team war aber das defensive Mittelfeld. Khedira fehlte sichtlich die Matchpraxis und Toni Kroos kann, vor allem ohne einen fitten Nebenmann, den verletzt fehlenden Bastian Schweinsteiger in keinster Weise ersetzen. Nicht nur, dass ihm permanent Harnik um die Ohren lief und er somit viel defensiv gebunden war, nein, in der Vorwärtsbewegung waren oftmals alle Anspielstationen zu. So war er gezwungen, oft statt des einfachen kurzen Passes einen langen zu nehmen, oftmals hoch, auf einen Spieler, der gut gedeckt war, sich schlecht bewegte &#8211; oder beides. Die Folge war wenig Tempo und kaum Spielfluss nach vorne und teils haarsträubende Fehlpässe, welche die Österreicher dankbar annahmen.</p>
<p>Deutschland war in dieser Phase nur noch aus Standardsituationen in der Lage, halbwegs sinnvoll für das Tor von Sturm-Goalie Gratzei zu kommen. Folgerichtig daher, dass kurz vor der Halbzeit Mario Gomez aus einem Eckball die Kugel über die Linie stolperte. Eine zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung, denn die größere Torgefahr hatte in den 20 bis 30 Minuten zuvor eindeutig Österreich ausgestrahlt.</p>
<p><em><strong>Gleiche Charakteristik nach Ausgleich</strong></em></p>
<p>Kurz nach der Pause wurde das ÖFB-Team doch noch für die sehr ansprechende Phase vor der Halbzeit belohnt, indem Arne Friedrich eine Flanke von Alaba quasi unter dem bereitstehenden Harnik hindurch ins eigene Tor beförderte. Am grundsätzlichen Charakter des Spiels änderte das 1:1 aber nichts: Österreich stand weiterhin in der Grundformation tief und überließ den Deutschen den Ball, um schnell zu kontern.</p>
<p>Was sich ebenso nicht änderte, war die mangelnde Bereitschaft von Müller und Podolski, nach hinten zu arbeiten. Das versuchte Löw in den Griff zu bekommen, indem er Müller und Özil ihre Plätze tauschen ließ. Er muss schnell erkannt haben, dass auch das keine signifikante Verbesserung bedeutete, so nahm Löw kurz darauf Podolski vom Platz und brachte dafür Schürrle. Özil ging wieder in die Mitte, dort ist er für die Mannschaft dann doch wertvoller.</p>
<div id="attachment_4944" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-3.png"><img class="size-full wp-image-4944 " title="Aut-Ger 3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab Minute 70</p></div>
<p><strong><em>Personelle Änderungen</em></strong></p>
<p>Halb durch die zweite Hälfte wechselte dann auch Constantini: Statt des braven und vor allem defensiv recht umsichtigen Dag kam mit Zlatko Junuzovic ein deutlich offensiverer Mann für die rechte Seite. Der Austrianer schob auch sofort deutlich weiter nach vorne als der Beşiktaş-Legionär. Mit der Folge, dass Schmelzer nun noch weniger nach vorne brachte und sich die Fehlerquote des Dortmunder Blondschopfes nicht senkte &#8211; aber ohne wirkliche Chancen zu kreieren.</p>
<p>Bei den Deutschen war für Khedira nach 70 Minuten Schluss, für ihn rückte Hummels ins defensive Mittelfeld auf und Badstuber übernahm den Platz in der Innenverteidigung. Das deutsche Mittelfeld-Duo mit Kroos und Hummels stand sehr souverän, was aber auch an Martin Harnik lag.</p>
<p>Der nach seiner extrem hohen Laufleistung ganz einfach am Ende war. Er ging nun etwas weiter nach vorne und wartete eher auf Anspiele, als dass er sich die Bälle noch selbst holen konnte. Zehn Minuten vor Schluss hatte er dann seinen Arbeitstag beendet, angesichts seines Einsatzes ist es erstaunlich, dass er überhaupt so lange durchhielt. Statt seiner kam Daniel Royer zu seinem Länderspiel-Debüt.</p>
<p><em><strong>Wer weniger Chancen braucht, gewinnt</strong></em></p>
<p>Der Rieder ging auf die rechte Seite und Junuzovic dafür ins Zentrum, er stand dort aber &#8211; Harnik ist an sich Stürmer, Junuzovic Spielmacher &#8211; tiefer als Harnik zuvor, war so aber ohne große Hilfe zwischen Hummels und Kroos eingeklemmt. Dennoch sah alles nach einem 1:1 aus &#8211; wenn da nicht die Kaltschnäuzigkeit wäre, welche die Deutschen auszeichnet.</p>
<p>Nach einem an sich geklärten Eckball von links konnte Lahm von der rechten Seite zurückflanken und am zweiten Pfosten stand der bullige Gomez ausgerechnet gegen den kleinen Royer. Ein Mis-Match, das der Torschützenkönig der deutschen Bundesliga natürlich eiskalt ausnützte und zum 2:1 traf. Dem Endstand</p>
<p><strong><em>Fazit: Man sieht, was möglich wäre&#8230;</em></strong></p>
<p>Ob Emanuel Pogatetz von Mirko Slomkas 10-Sekunden-Drill bei Hannover berichtet hat? Offensichtlich, so überfallsartig liefen die österreichischen Konter. Ob David Alaba von der Arbeit bei Bayern München weiß, wie Philipp Lahm beizukommen ist? Offensichtlich, so konsequent, wie der Jungspund den DFB-Kapitän anrennen ließ. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen &#8211; aber der Punkt ist klar: Die Österreicher hatten ganz offensichtlich einen recht genauen Plan, wie man sich gegen die fußballerisch natürlich klar überlegene Mannschaft aus Deutschland durchsetzen will und kann, und alle haben sich sehr diszipliniert daran gehalten.</p>
<p>Woran man sieht, was mit dem vorhandenen Spielermaterial tatsächlich möglich wäre, zumal einige wirklich gute Spieler aus den verschiedensten Gründen ja gar nicht dabei waren: Es ist möglich, Teams wie Deutschland zumindest ordentlich zu nerven und an einem Tag wie diesem einen Punkt mitzunehmen, der durchaus verdient gewesen wäre. Dass Deutschland in der 90. Minute das Tor noch macht und Österreich nicht ist letztlich ein Zeichen dafür, wer eine Spitzenmannschaft ist.</p>
<p>Natürlich war das eines der schwächeren Bewerbsspiele der deutschen Mannschaft und sowohl in der Halbzeit als auch in der Nachbetrachtung bemängelte das DFB-Betreuerteam um Jogi Löw und Hansi Flick vor allem eines: &#8220;Mangelde Seriosität&#8221; bei ihrer Mannschaft. Die halbe österreichische Mannschaft ist in Deutschland aktiv, kennt die Spieler nicht nur vom Band, sondern aus der persönlichen Praxis. Das merkte man: Vor allem die Bundesligisten Pogatetz, Fuchs, Alaba und Harnik wussten sehr genau, gegen wen man wie spielen muss.</p>
<p>Und es ist gut möglich, dass nach dem sicherlich besten Constantini-Länderspiel (<a href="http://img17.imageshack.us/img17/7868/20090606srbaut10.jpg">neben jenem in Belgrad</a>) bald noch ein weitere dazukommt. Denn seine wundervolle Leistung vor den Augen der deutschen Bundesliga-Manager hat Julian Baumgartlinger auf dem Weg zurück ins Ausland sicher nicht geschadet&#8230;</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4935&amp;md5=34549b618af2bf8050544fa1dec113e8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erst zu feig, dann zu harmlos</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 20:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
		<category><![CDATA[arnautovic]]></category>
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		<category><![CDATA[Constantini]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Chance&#8230; vorbei? Das 0:2 in Istanbul offenbarte altbekannte Schwächen beim ÖFB-Team: Eine allzu vorsichtige Herangehensweise. Daraus folgend Harmlosigkeit in der Offensive. Und hinten gegen einen abgezockten Gegner nicht fehlerfrei. Hoffnungen auf die EM? Nur noch theoretisch. Spiel der letzten Chance? Charaktertest? Beides. Verlieren verboten? Eigentlich auch. Vor dem Spiel war es als 4-3-3 oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Letzte Chance&#8230; vorbei? Das 0:2 in Istanbul offenbarte altbekannte Schwächen beim ÖFB-Team: Eine allzu vorsichtige Herangehensweise. Daraus folgend Harmlosigkeit in der Offensive. Und hinten gegen einen abgezockten Gegner nicht fehlerfrei. Hoffnungen auf die EM? Nur noch theoretisch.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tur-Aut.jpg"><img class="size-full wp-image-4453" title="Tur-Aut" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Tur-Aut.jpg" alt="" width="410" height="590" /></a><p class="wp-caption-text">Türkei - Österreich 2:0</p></div>
<p><span id="more-4445"></span>Spiel der letzten Chance? Charaktertest? Beides. Verlieren verboten? Eigentlich auch. Vor dem Spiel war es als 4-3-3 oder als Tannenbaum interpretiert worden &#8211; aber letztlich war das, was Constantini da auf&#8217;s Feld des Stadions von Fenerbahçe schickte, ein Hosenscheißer-4-1-4-1 mit zwei eher defensiv orientierten Zentralspielern im Mittelfeld &#8211; Baumgartlinger halbrechts und Scharner halblinks. Pehilvan gab den klassischen Sechser. Ihre Aufgabe war klar definiert: Sahin und Ekici nicht durch die Mitte kommen zu lassen.</p>
<p>Was zur Folge hatte, dass es die Türken umso mehr über die Außenbahnen versuchten. Das System von Guus Hiddink war schon deutlich näher an einem 4-3-3. Allerdings kein symmetrisches, sondern mit Ekici deutlich höher auf halbrechts als Nuri Sahin auf der anderen Seite. Während der Borusse Sahin, wie es seinem Spiel entspricht, eher aus dem Backfield kam, drehte der Clubberer Ekici ziemlich am Tempo und unterstützte Kapitän Altintop und den auch immer wieder nach vorne stürmenden Gökhan Gönül sehr gut. Die Folge: Die Türken waren über die rechte Flanke wesentlich gefährlicher.</p>
<p>Zudem pressten sie nach Ballverlusten schnell auf die Gegner aus Österreich, wodurch hier kaum ein sinnvoller Spielaufbau möglich war. Es war an Harnik und (vor allem) Alaba, die auch einmal für ein paar Minuten die Seiten tauschten, über schnelle Konter für Entlastung zu sorgen. Gerade Alba agierte wesentlich sicherer als noch gegen Belgien. Das ging gut, solange die beiden Sturmspitze Maierhofer nicht ins Spiel brachten. Denn bei allem Einsatz, den der Lange an den Tag legt, er zeigte wieder ein Spiel wie das in Litauen, welches in einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tYE1BwMVP40">durchaus bekannten YouTube-Video</a> festgehalten wurde. Bei ihm verhielt sich der Ball wie eine Flipperkugel &#8211; er konnte also Bälle nicht halten, was wichtig gewesen wäre, um dem Mittelfeld Zeit zu geben, aufzurücken. Deshalb kamen Chancen für Österreich nur aus schnellen und geradlinigen Aktionen zu Stande, in denen Maierhofer Abwehrspieler band, aber nicht aktiv eingriff.</p>
<p><strong><em>Nach 1:0 reagierten die Türken, nicht Österreich</em></strong></p>
<p>So waren die Türken überlegen (70% Ballbesitz) und hatten die eine oder andere Chance (wie Burak schon in der 3. Minute), die rot-weiß-rote Abwehr hielt aber dicht &#8211; bis zur 28. Minute. Ausgerechnet Ekrem Dag ließ sich nach einem simplen Einwurf übertölpeln, Aleks Dragovic ließ sich ebenso ausspielen, und Arda Turan schoss einigermaßen ungehindert zum 1:0 für die Türken ein. Ein verdientes Tor, die Gastgeber waren die klar bessere Mannschaft.</p>
<p>Was die Österreicher komplett vermissen ließen, während der gesamten Spielzeit, war jegliche Form von Pressing &#8211; wenn hie und da mal einer halbherzig einen Schritt Richtung Gegner macht, reicht das einfach nicht, um einer technisch so guten Truppe wie jener der Türken auch nur auf irgend eine Weise beikommen zu können. Daran änderte sich auch nach dem Rückstand nichts, als das ÖFB-Team erstens einem Rückstand hinterher lief und zweitens durch die längere Behandlungspause von Arda kurz nach der Führung auch einige Zeit lang in Überzahl agierte. Davon merkte man <em>nichts</em>.</p>
<p>So reagierte Constantini erst mal gar nicht auf den Rückstand, sehr wohl aber Guus Hiddink auf die Führung. Er beorderte Hamit Altintop auf die rechte Seite, ließ Sahin und Inan nun tatsächlich im Zentrum ziemlich auf einer Höhe spielen und legte es nun mit einem 4-4-2 auf mehr Sicherheit in der Rückwärtsbewegung an. Der Holländer hatte zweifellos gemerkt, dass die Österreicher erst einmal keine Anstalten machen, das Heft in die Hand zu nehmen. So konnte das türkische Team im Bedarfsfall mit zwei Viererketten hinten den Raum gegen die nun natürlich endgültig gnadenlos unterbesetzte österreichische Offensive noch enger machen.</p>
<div id="attachment_4450" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutTur2.jpg"><img class="size-full wp-image-4450 " title="AutTur2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/AutTur2.jpg" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Türkei - Österreich (ab Min. 45)</p></div>
<p><em><strong>Hoffer statt Baumgartlinger</strong></em></p>
<p>Für die zweite Hälfte kam mit Jimmy Hoffer ein zweite Stürmer, für ihn musste Julian Baumgartlinger weichen. Der Austrianer hatte keinen guten Tag &#8211; wie Alaba gegen Belgien gingen bei ihm viele Bälle billig verloren. Und das lag nicht nur daran, dass sich selten jemand anbot.</p>
<p>Mit Hoffer war das ÖFB-Team nun in einem klaren Old-School-4-4-2 aufgestellt. Die Türken registrierten das und gingen umgehend wieder zu ihrer Raumaufteilung von vor der Führung zurück &#8211; klar, so gab&#8217;s wieder Überzahl im Zentrum. Mit der neuen Ausrichtung gelang es zwar nun, die Türken defensiv besser in Schach zu halten, aber nach vorne ging nichts. Die offene Frage in dieser Phase war natürlich: Ruhten sich die Türken auf ihrer Führung und der österreichischen Harmlosigkeit nur aus oder hatten sie tatsächlich schon abgestellt?  Constantini jedenfalls ging nun das Risiko, das er aufgrund des Spielstands und der Gesamtsituation gehen musste: Sechser Pehlivan (leicht angeschlagen) raus, Flügelflitzer Ümit Korkmaz rein.</p>
<p><strong><em>Arnautovic bringt Unruhe &#8211; ins eigene Team</em></strong></p>
<p>Der Bochum-Legionär nahm die Position im linken Mittelfeld ein, dafür ging Alaba ins defensive Zentrum &#8211; am 4-4-2 änderte sich nichts. Aber immerhin war noch eine Ordnung erkennbar. Mit der war&#8217;s vorbei, als Arnautovic für den (leider erneut enttäuschenden) Harnik kam. Arnautovic kann ein Spiel beflügeln, aber auch komplett ruinieren, und hier war es klar Letzteres. Nicht nur, dass er sich erstens &#8211; nicht zum ersten Mal, wenn man sich an die <a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/12/vercoacht-aber-nicht-nur-das-33-ist-argerlich/">U21-Partie gegen Weißrussland</a> erinnert &#8211; überhaupt nicht um Positionsspiel gekümmert hat, sondern sich immer dort herumgetrieben hat, wo&#8217;s ihm gerade gepasst hat. Mal links, mal rechts, mal im Halbfeld: Korkmaz konnte sich nur noch darauf konzentrieren, die Launen von Arnautovic auszugleichen und verpuffte selbst somit gänzlich.</p>
<p>Zweitens, und das ist gerade in seinem Fall beinahe noch schwerwiegender: Anstatt mit seiner Technik und seinem Tempo das Spiel schnell zu machen, verschleppte er es bei jedem Ballkontakt völlig. Er blieb stehen, er drehte sich ein, in Position laufende Mitspieler rannten umsonst, weil kein Zuspiel kam, und wenn doch, dann zu spät. Und so kam, was kommen musste: Christian Fuchs stand bei einem Lochpass des eingewechselten Semih auf den nach vorne stürmenden Gönül nicht richtig, dieser ließ im Strafraum dann auch Pogatetz aussteigen &#8211; und das 2:0 für die Türken war gefallen. Schade gerade für Christian Fuchs &#8211; denn er hatte in der zweiten Hälfte immer mehr, wie es sich für einen Kapitän gehört, das Spiel an sich gerissen und versuchte sehr viel.</p>
<p>Das war natürlich die Vorentscheidung in dieser Partie &#8211; und dass Stefan Maierhofer danach noch den (großzügigen) Elfer nicht zum Torerfolg nützte, passt letztlich zum recht harmlosen Spiel des ÖFB-Teams.</p>
<p><strong><em>Fazit: Bemühter, aber ähnlich ungefährlich</em></strong></p>
<p>Verglichen mit dem 0:2 gegen Belgien war die Leistung der Österreicher in Istanbul zwar schon bemühter, letztlich aber genauso harmlos und so reichte den Türken eine ordentliche, aber sicher nicht überragende Partie zu einem ebenso verdienten wie ungefährdeten 2:0-Heimsieg. Die Mannen von Guus Hiddink pressten besser (bzw., pressten überhaupt&#8230;) und ließen jene von Constantini nie wirklich zur Entfaltung kommen.</p>
<p>Die Herangehensweise der Österreicher mag angesichts der eher mauen Vorstellung gegen Belgien bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar sein, zielführend war sie allerdings nicht. Als das Vorhaben &#8220;Zerstören und ein 0:0 ermauern&#8221; nicht mehr realisierbar war, kamen zwar die entsprechenden Wechsel, die Türken waren aber clever genug um sich immer darauf einzustellen. Und das mit Arnautovic ist immer ein Risiko &#8211; beim 4:4 in Brüssel ging&#8217;s gut, heute nicht.</p>
<p>Die Türken liegen nun einen Punkt hinter Belgien auf Rang drei, haben aber ein Spiel gut. Und Österreich? Da stehen noch beide Spiele gegen Deutschland bevor, plus die haarigen Auswärtsspiele in Astana und Baku. Die EM in Polen und der Ukraine wird ohne das ÖFB-Team stattfinden.</p>
<p>Es wäre an der Zeit, nun einen Teamchef die Mannschaft übernehmen zu lassen, der etwas mit ihr anzufangen weiß. Das ist ein &#8220;Ceterum Censeo&#8221;, ja. Aber es wird nicht weniger wahr, je öfter man es sagt.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p>Bisherige Spiele der Österreicher in der EM-Quali: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/26/doppel-axel-erlegt-osterreich/">0:2 gegen Belgien</a>, <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/">4:4 in Belgien</a>, <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/09/zwei-manner-gegen-aserbaidschan/">3:0 gegen Aserbaidschan</a>, <a href="http://ballverliebt.eu/2010/09/08/sieg-ja-vercoacht-auch/">2:0 gegen Kasachstan</a>.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4445&amp;md5=bbfe17fb6725c7b18274f6d7d4cd792d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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