<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ballverliebt &#187; Bayern</title>
	<atom:link href="http://ballverliebt.eu/tag/bayern/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://ballverliebt.eu</link>
	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 01:11:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-at</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/29/die-11-besten/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/12/29/die-11-besten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Ancelotti]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Asien-Cup]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Borghi]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Bröndby]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Clasico]]></category>
		<category><![CDATA[Copa America]]></category>
		<category><![CDATA[Dalglish]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
		<category><![CDATA[FC Porto]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen-WM]]></category>
		<category><![CDATA[Gludovatz]]></category>
		<category><![CDATA[Guardiola]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[La Liga]]></category>
		<category><![CDATA[Liverpool]]></category>
		<category><![CDATA[Mourinho]]></category>
		<category><![CDATA[ried]]></category>
		<category><![CDATA[Ruttensteiner]]></category>
		<category><![CDATA[Slutski]]></category>
		<category><![CDATA[Tabarez]]></category>
		<category><![CDATA[Uruguay]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>
		<category><![CDATA[villarreal]]></category>
		<category><![CDATA[Villas-Boas]]></category>
		<category><![CDATA[Wambach]]></category>
		<category><![CDATA[Zaccheroni]]></category>
		<category><![CDATA[ZSKA Moskau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=6279</guid>
		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
<dl id="attachment_6297">
<dt></dt>
</dl>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/12/29/die-11-besten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>1:0 bei den Bayern! Dortmund ist endgültig wieder zurück im Titelrennen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 22:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Kehl]]></category>
		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[Kroos]]></category>
		<category><![CDATA[Ribery]]></category>
		<category><![CDATA[Robben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=6089</guid>
		<description><![CDATA[Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet! International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet!</em></strong></p>
<div id="attachment_6093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6093 " title="2011 11 19 Bayern-Dortmund 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 0:1</p></div>
<p><span id="more-6089"></span>International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet &#8211; aber der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund hat sich zuletzt deutlich stabilisiert. So war das Spiel bei den bislang überragenden Bayern tatsächlich nicht nur das Duell der zwei großen Titelkandidaten der deutschen Bundesliga &#8211; sondern auch das des Tabellenersten gegen den Zweiten. Wobei die Bayern einen personellen Nachteil hatten: Mit Schweinsteiger (verletzt) und Tymoschuk (gesperrt) fehlten beide etatmäßigen Männer im defensiven Mittelfeld. Und das merkte man.</p>
<p><strong><em>Abstecken der Claims</em></strong></p>
<p>In den ersten zehn Minuten machten gleich beide Mannschaften deutlich, was ihre Intention war: Die Bayern gingen vor allem mit Müller und Gomez konsequent sogar den Dortmunder Torhüter Weidenfeller an, sodass dieser keine Gelegenheit hatte, eine geregelte Spieleröffnung zu versuchen; die Dortmunder pressten ab etwa 10 Metern in der gegnerischen Hälfte ebenso konsequent auf die Innenverteidiger der Bayern &#8211; sodass diese ebenso wenig zum Aufbau beitragen konnten.</p>
<div id="attachment_6094" class="wp-caption alignleft" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png"><img class="size-full wp-image-6094 " title="BayDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schon beim Match im Frühjahr stand Müller zu hoch und war somit vom Spiel abgeschnitten</p></div>
<p>Die Dortmunder verlegten sich danach allerdings schnell auf das Reagieren und darauf, im Mittelfeld so kompakt wie möglich zu stehen und es den Bayern zu verunmöglichen, das Spiel nach vorne zu tragen. Das schaffte der BVB vor allem dadurch, dass man durch enorme Laufarbeit das Zentrum unter Kontrolle brachte &#8211; und weil die Bayern einen Fehler <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">beim 1:3 im Frühjahr</a> wiederholten: Die zu hohe Rolle von Thomas Müller in der Zentrale.</p>
<p><em><strong>Müller zu hoch</strong></em></p>
<p>Dortmund schaffte es dadurch, das Spiel der Bayern in deren Hälfte festzusetzen: Die Viererkette hinten und die beiden defensiven Mittelfeldspieler, Luiz Gustavo auf der Sechs und Toni Kroos auf der Acht, waren nicht in der Lage, aus dem Zentrum heraus für Akzente im Spiel zu sorgen. Müller, der auf der linken Flanke eine tolle Saison spielt, fühlte sich im Zentrum sichtlich unwohl &#8211; wegen der Rückkehr des zuletzt verletzten Robben war er aber zur der zentralen Rollen gezwungen.</p>
<p>Und Kroos, der auf der Zehn ebenso eine herausragende Saison absolviert hatte, bekam auf der Acht von Dortmund praktisch nie Zeit und Platz &#8211; vor allem Kagawa, der so eine irrsinnige Defensiv-Arbeit leistete, stand ihm immer wieder auf den Füßen, zudem machten Kehl und der extrem lauffreudige Sven Bender Kroos immer wieder die Räume eng. So kam dieser nicht zur Geltung, und wenn er doch einmal Raum bekam, verpasste er das Abspiel oder den Abschluss zur rechten Zeit.</p>
<p><strong><em>Keine Akzente durch Kroos</em></strong></p>
<div id="attachment_6097" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png"><img class="size-full wp-image-6097  " title="kroos vs dortmund" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png" alt="" width="327" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos war zu extrem vielen horizontalen Pässen gezwungen, er kam nur zu einer Handvoll erfolgreicher Bälle nach vorne. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Wie diese Grafik zeit, hatte Kroos zwar viele Ballkontakte, war aber mangels Optionen im Spiel nach vorne zu vielen Querpässen gezwungen. Es gab nur eine Handvoll erfolgreicher Pässe nach vorne &#8211; Dortmund hatte das Geschehen im Griff.</p>
<p>Und zwar auch deshalb, weil mit Schmelzer und Piszczek die beiden Außen-Verteidiger sich, anders als es bei der Borussia sonst Usus ist, im Spiel nach vorne ziemlich zurück hielten und sich vornehmlich darauf verlegte, Ribéry und Robben möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Zudem setzte Schmelzer seinen Körper gegen Robben sehr intensiv ein, womit der Holländer überhaupt nicht zurecht kam.</p>
<p>Was auch deshalb gelang, weil die beiden, wenn sie denn Ball mal hatten &#8211; vor allem Ribéry ging viel nach hinten, um sich die Kugel dort zu holen &#8211; mit der Hilfe von Götze und Großkreutz, oft auch mit Kehl und Bender, gedoppelt wurden und sich nie wirklich entfalten konnten. Und für Lahm und Rafinha war dann auch noch immer ein Gegenspieler übrig.</p>
<p><strong><em>Kehl agierte konkreter</em></strong></p>
<p>Anders als Kroos, der den Ball zwar viel hatte, aber wenig damit machen konnte, legte mit Sebastian Kehl sein Gegenüber auf der Achter-Position das Spiel an. Er lief viel, machte Räume eng, presste und doppelte Gegenspieler, hatte aber den Ball selbst nicht annähernd so häufig wie Kroos. Doch wenn er ihn einmal hatte, versuchte der Routinier sofort, das Spiel schnell zu machen und nach vorne zu bringen.</p>
<div id="attachment_6100" class="wp-caption alignleft" style="width: 351px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png"><img class="size-full wp-image-6100 " title="kehl vs bayern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png" alt="" width="341" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Kehl versuchte vor allem über die link Seite, das Spiel schnell nach vorne zu bringen. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Das deutlich konkretere Spiel von Kehl mit dem Ball verdeutlicht die Ausrichtung im Spiel von Dortmund: Die Bayern weit vom eigenen Tor weghalten und nach Ballgewinn schnell Umschalten. Durch diese ständig lauernde Gefahr des Gegenstoßes nach einem Ballverlust in der Bewegung nach vorne minimierte sich das Risiko, das die Bayern zu nehmen bereit waren, immer mehr. So spielten die Gastgeber im Zweifel immer den sicheren Quer- oder Rückpass, vermieden jeden Pass nach vorne, der auch nur annähernd Gefahr ausstrahlte und bekamen somit natürlich überhaupt keinen Zugriff auf die Hälfte der Gäste, vom Strafraum ganz zu schweigen.</p>
<p>Hier spiegelte sich auch die generelle Ausgangslage im Spiel wider: Es ist noch die erste Saisonhälfte, es geht noch lange nicht um Alles oder Nichts und im Endeffekt wären die Bayern auch mit einem torlosen Remis alles andere als todunglücklich gewesen. Die Vorsicht dominierte bei den Münchnern.</p>
<p><em><strong>Götzes Tor bringt neue Impulse</strong></em></p>
<p>Gerade als ein nicht uninteressantes, aber auf jeden Fall unspektakuläres Spitzenduell immer mehr seinem beinahe logischen 0:0 entgegen ging, erzielte Mario Götze das 1:0 für Dortmund, bei dem der diesmal nicht immer ganz sattelfest Jerome Boateng etwas die Übersicht verloren hatte.</p>
<p>Was hieß, dass die Bayern deutlich mehr Riskiko im Spiel nach vorne nehmen mussten und die auf Ballsicherung basierende Spielweise zugunsten eines direkteren Zugangs aufgeben musste. Dortmund reagierte auf die Führung, ähnlich wie beim überragenden <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">3:1 im Februar</a>, mit dem Anziehen der Daumenschraube: Der BVB orientierte sich deutlich höher, attackierte noch früher und konnte sich sogar in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Von erhöhter Torgefahr vor dem Dortmunder Tor konnte keine Rede sein.</p>
<div id="attachment_6103" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png"><img class="size-full wp-image-6103 " title="FCB-BVB 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p><strong><em>Heynckes stellt um</em></strong></p>
<p>Jupp Heynckes sah natürlich, dass sich ohne Impulse von seiner Seite am Spiel der Bayern nichts ändern würde und reagiert: Erst brachte er Alaba (statt Robben für die rechte Seite) und Olic (als zweiten Stürmer statt des ganz schwachen Müller), stellte somit auf ein 4-4-2. Das ergab zwei Probleme: Erstens standen sich Olic und Gomez vorne auf den Füßen, der Abstand zwischen den beiden war viel zu klein. Und zweitens fehlte die Offensivzentrale nun komplett und Dortmund hatte im Zentrum zusätzlich zur besseren Laufarbeit nun auch eine 3-gegen-2-Überzahl. Diese wurde natürlich ausgespielt und der BVB sah im Spiel nach vorne deutlich besser aus, ein 2:0 schien näher als ein Ausgleich.</p>
<p>Woraufhin Heynckes auch Rechtsverteidiger Rafinha aus dem Spiel nahm und mit Petersen noch einen dritten echten Stürmer brachte. Mit der Ordnung im Spiel der Bayern war es nun endgültig dahin: Alaba hatte die komplette rechte Seite über, mit Moritz Leitner brachte Klopp im Gegenzug einen frischen Mann für die defensive Mittelfeld-Zentrale. Mehr als die Brechstange &#8211; lange Bälle nach vorne und hoffen, dass die drei Stürmer was daraus machen &#8211; kam nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Dortmunder Matchplan ging voll auf</strong></em></p>
<p>Natürlich hat den Bayern die Energie eines Bastian Schweinsteiger in Bestform absolut gefehlt, keine Frage. Aus dem Mittelfeld kamen ohne den verletzten Taktgeber nicht die nötigen Impulse, um die ungewohnt tief stehenden Dortmunder auszumanövrieren.</p>
<p>Die mit ihrer fleißigen Laufarbeit und ihrem guten Pressing für die Defensive extrem gut arbeitende offensive Dreierreihe des amtierenden Meisters aus Dortmund verunmöglichte es den Bayern, von hinten heraus das Spiel zu lenken. Ein zu hoch stehender Müller war isoliert, Robben wurde vom ungemütlichen Schmelzer neutralisiert und auch Ribéry kam gegen das ständige Doppeln kaum zum Zug. So fehlte es Kroos an den Optionen, um seine Mannschaft vor das gegnerische Tor zu bringen.</p>
<p>Das Vorhaben von Klopp, &#8220;die Bayern auf unser Niveau herunterzuziehen&#8221;, spricht nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, klappte hervorragend und beweist, dass der BVB auch im Reagieren auf einen starken Gegner eine Partie gut bestreiten und sogar gewinnen kann. Das wird für die verbleibenden Spiele in der Champions League sicherlich Auftrieb geben und auch in der Bundesliga ist man <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">nach dem holprigen Start</a>, wo man noch auf der Suche nach einer passenden Adjustierung nach dem Abgang von Nuri Sahin war, bereits wieder auf zwei Punkte an den Bayern dran.</p>
<p>Natürlich: Angesichts der Pattstellung, die bis zum Tor herrschte, wäre ein 0:0 genauso ein passendes Resultat gewesen. Beschweren dürfen sich die Bayern über die Niederlage aber nicht: Über 90 Minuten kam nie die zündende Idee. Ausfälle von Schweinsteiger und Tymoschuk können also nicht einmal die in der bisherigen Saison so bärenstarken Bayern kompensieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6089&amp;md5=9451bc35f8a04ea1d5b2edb0af9c24ed" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6089&amp;md5=9451bc35f8a04ea1d5b2edb0af9c24ed" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Nuancen im Mittelfeld bestimmen das Spiel &#8211; 1:1 zwischen Napoli und Bayern</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/18/nuacen-im-mittelfeld-bestimmen-das-spiel-11-zwischen-napoli-und-bayern/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/10/18/nuacen-im-mittelfeld-bestimmen-das-spiel-11-zwischen-napoli-und-bayern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 21:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Cavani]]></category>
		<category><![CDATA[Kroos]]></category>
		<category><![CDATA[Maggio]]></category>
		<category><![CDATA[Mazzarri]]></category>
		<category><![CDATA[Napoli Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Tymoschuk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=5956</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand. Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand.</em></strong></p>
<div id="attachment_5957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5957 " title="2011 10 18 Napoli-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SSC Napoli - Bayern München 1:1</p></div>
<p><span id="more-5956"></span>Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der Gegner in der Serie A &#8211; zwei Stürmer und ein Zehner &#8211; angepasst, auf europäischer Ebene kann dieses System aber durchaus Probleme für das eigene Team bedeuten. Das wurde in der Anfangsphase gegen die Bayern klar.</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung mit Löchern</em></strong></p>
<p>Die Dreierkette stand hinten gegen nur einen Stürmer (Gomez), dafür hatten Zuñíga und Maggio auf den Flanken jeweils zwei Gegenspieler und im Zentrum gab es eine 2-gegen-3-Unterzahl. Das bedeutete, dass Napoli-Coach Walter Mazzarri das Stellungsspiel seiner Mannschaft etwa adaptieren musste. Im Detail sah das so aus, dass Lavezzi und (vor allem) Hamsik aus ihren üblichen Halbpositionen hinter Cavani weiter auf die Flügel ausweichen mussten, um Lahn bzw. Boateng entweder zu beschäftigen oder idealerweise nach innen zu ziehen.</p>
<p>Um den so aufgerissenen Raum hinter Cavani zu schließen, waren mit Gargano und Inler die beiden zentralen Mittelfeldspieler von Napoli gezwungen, deutlich weiter nach vorne aufzurücken als sie das gewohnt sind. Das hatte wiederum zu Folge, dass hinter dem Duo Raum entstand. In genau diesen kam schon in der 2. Minute eine Flanke von Boateng auf Kroos und dieser drückte zur frühen 1:0-Führung für die Bayern ab.</p>
<p><strong><em>Wirkungsloser Linksaußen Ribéry</em></strong></p>
<p>Die Gäste schalteten in der Anfangsphase deutlich agiler um als die Italiener und erzeugten so bei Ballgewinn immer wieder gute Aktionen. Auffällig war bei den Bayern aber vor allem die extrem vorgezogene Positionierung von Franck Ribéry auf der linken Seite. Er war weniger ein Mittelfeldspieler, sondern ein Linksaußen mit einigem Drall Richtung Zentrum. Auch das verursachte bei Napoli leichte Verwirrung: Campagnaro wurde so immer wieder aus der Position gezogen, weil Maggio weiter aufgerückt war. Die Bayern konnten daraus aber kein Kapital schlagen.</p>
<p><em><strong>Schlüsselspieler Campagnaro</strong></em></p>
<p>Im Laufe der ersten Halbzeit bekam Napoli das Spiel aber immer besser in den Griff. Das lag daran, dass Hugo Campagnaro aus der Dreierkette etwas aufrückte und sich vermehrt um Kroos kümmerte &#8211; so war das Missverhältnis in der Zentrale einigermaßen ausgeglichen und vor allem Gökhan Inler hatte nun endgültig die Möglichkeit, mit seiner ihm eigenen Energie seine Mannschaft in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.</p>
<p>Damit konnten auch die beiden Wings-Backs der Italiener, vor allem Christian Maggio, ihre offensive Rolle besser gestalten, das wiederum erlaubte Lavezzi und (vor allem) Hamsik, wieder weiter ins Zentrum zu gehen und die Bayern-Viererkette so in der Mitte zusammen zu ziehen. Angesichts des relativ weit aufgerückten Ribéry konnte kurz vor der Pause Maggio einen zielgerichteten Lauf nach vorne starten, Lahm stand zu weit innen und in der Mitte lenkte Badstuber im Zweikampf mit Hamsik Maggios Flanke ins eigene Tor ab. Der verdiente Ausgleich zum 1:1.</p>
<p><strong><em>Schlüsselspieler Tymoschuk</em></strong></p>
<p>Für die zweite Halbzeit modifizierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Spiel seiner Mannschaft etwas: Anatoli Tyomschuk rückte aus seiner relativ tiefen Position nun weiter auf, spielte zuweilen praktisch in der offensiven Kette und sorgte mit Tempo aus der Tiefe für mehr Schwung aus der Zentrale der Bayern. So wurde der Vorteil in der Raumaufteilung, den die Bayern rund um den Mittelkreis hatten, besser genützt.</p>
<p>Außerdem pressten die Bayern nun vor allem nach Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte wesentlich energischer auf den Gegner. Dabei verursachten die Münchner aber viele Fouls, sodass der dem Spielverlauf angepasste neue Ansatz nicht wirklich Früchte trug &#8211; auch, weil Mario Gomez einen Elfmeter in die Hände von Torhüter De Sanctis schob. Immerhing gelang es so aber, Napoli vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<p><em><strong>Maue Schlussphase</strong></em></p>
<p>Die Italiener erkannten die zentrale Rolle, die Tymoschuk bei den Bayern nach der Pause einnahm, nach etwa einer Viertelstunde und übten dann vermehrt Druck auf den Ukrainer aus. Dieser konnte so weder so energisch nach vorne gehen, wie er das zuvor konnte, noch konnte er seine Pässe für die Spieleröffnung passend anbringen. Hinzu kam, dass Ribéry, schon in der ersten Halbzeit nicht besonders stark, weiter nachließ und auch Müller keine Akzente mehr nach vorne setzen konnte.</p>
<p>Wie überhaupt bei beiden Mannschaften ab etwa der 70. Minute die Präzision dramatisch absank und somit auch das Tempo im Spiel und daraus folgend das Niveau. Beide Mannschaften schienen sich mit der korrekten Punkteteilung angefreundet zu haben, keiner ging mehr letztes Risiko. Als Mazzarri zehn Minuten vor Schluss Cavani aus dem Spiel nahm und dafür Mittelfeldspieler Dzemaili brachte, war das ein relativ deutliches Signal.</p>
<p><strong><em>Fazit: Kein Feuerwerk, aber auch nicht uninteressant</em></strong></p>
<p>Das Spiel zwischen dem Team der Stunde aus Italien und dem aktuellen Branchenprimus aus Deutschland war vielleicht nicht das Feuerwerk, das sich viele erhofft hatten. Was aber nicht heißt, dass nicht die Nuancen, die vor allem im Mittelfeld zu finden waren und dafür sorgten, dass das Spiel zumindest bis etwa zu 70. Minute mal in die eine Richtung, dann wieder dezent in die andere wogte, durchaus interessant war.</p>
<p>Napoli hatte erst damit zu kämpfen, dass man hinten einen Mann zu viel und im Zentrum einen zu wenig hatte, fand danach durch das Aufrücken von Campagnaro besser zum eigenen Spiel. Die Bayern antworteten mit der höheren Rolle von Tymoschuk, womit ihnen die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte, ehe sich beide Teams auf das 1:1 einigten.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5956&amp;md5=33a24fbd0cacbf56c086257cf186c78a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/10/18/nuacen-im-mittelfeld-bestimmen-das-spiel-11-zwischen-napoli-und-bayern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5956&amp;md5=33a24fbd0cacbf56c086257cf186c78a" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>0:2 bei den Bayern: Man City in der CL weiter nicht ganz auf der Höhe</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/27/02-bei-den-bayern-man-city-in-der-cl-weiter-nicht-ganz-auf-der-hohe/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/09/27/02-bei-den-bayern-man-city-in-der-cl-weiter-nicht-ganz-auf-der-hohe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 21:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Agüero]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Gomez]]></category>
		<category><![CDATA[Hart]]></category>
		<category><![CDATA[Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester City]]></category>
		<category><![CDATA[Mancini]]></category>
		<category><![CDATA[Ribery]]></category>
		<category><![CDATA[yaya toure]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=5808</guid>
		<description><![CDATA[In der Premier League läuft&#8217;s richtig gut für Man City. Aber in der Champions League? Nach dem 1:1 gegen Napoli setzte es bei den Bayern einen verdiente 0:2-Niederlage. Weil Trainer Mancini die Mittelfeld-Zentrale zu lange unterbesetzt ließ, zu spät wechselte und Mario Gomez die wenigen echten Chancen eiskalt nützte. Die Bayern? Nach dem Ausrutscher gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>In der Premier League läuft&#8217;s richtig gut für Man City. Aber in der Champions League? Nach dem 1:1 gegen Napoli setzte es bei den Bayern einen verdiente 0:2-Niederlage. Weil Trainer Mancini die Mittelfeld-Zentrale zu lange unterbesetzt ließ, zu spät wechselte und Mario Gomez die wenigen echten Chancen eiskalt nützte.</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<div id="attachment_5811" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-27-Bayern-ManCity-2-0.png"><img class="size-full wp-image-5811 " title="2011 09 27 Bayern-ManCity 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-27-Bayern-ManCity-2-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Manchester City 2:0</p></div>
<p><span id="more-5808"></span>Die Bayern? Nach dem Ausrutscher gegen Mönchengladbach am ersten Bundesligaspieltag mit elf Pflichtspiel-Siegen und 30:0 Tore, die deutsche Bundesliga niederwalzend. Man City? Stark gestartet, 16 von 18 möglichen Punkten in der Premier League, der größte Konkurrent von Lokalrivale United in der Premier League. Das Aufeinandertreffen am 2. Gruppenspieltag der Königsklasse hatte schon was von Clash of the Titans &#8211; obwohl Man City sich zum Start sicher mehr als ein <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/14/durch-die-mitte-spielt-man-napoli-nicht-aus-man-city-so-nur-11/">1:1 daheim gegen Napoli</a> erhofft hatte.</p>
<p><strong><em>Überzahl im Mittelfeld</em></strong></p>
<p>Versuchten es die Citizens gegen Napoli zu viel über die Mitte, ließen sich diesmal genau diese Zone etwas unterbesetzt. Die Bayern übernahmen hier schnell das Kommando im Mittelfeld &#8211; kein Wunder, mit einem 4-2-3-1 gegen das 4-4-2 von Manchester City. Hier kam aber noch ein weiterer Faktor hinzu: Weil Ribéry und Müller sich oft sehr weit im Zentrum aufhielten und sich dort viel und gut bewegten, wuchs die Überzahl der Bayern im Zentrum noch weiter an. Das Team von Roberto Mancini hatte zwei Varianten, darauf zu reagieren &#8211; Spielkontrolle generieren konnte zunächst keine davon.</p>
<p>Wenn die Mittelfeld-Außen Nasri und Silva einrückten, um die Dominanz der Bayern im Zentrum zu brechen, ließen sie viel Platz für die Läufe von Lahn und vor allem Rafinha offen. Blieben die beiden draußen, arbeiteten sie zwar gut gegen die Bayern-Außenverteidiger zusammen (indem sie sehr eng an den eigenen AVs Richards bzw. Clichy standen), aber Kroos konnte mit seiner Spielübersicht im Zentrum schalten und walten. Was ihm leicht fiel, weil sich nicht nur Ribéry und Müller ständig in seiner Nähe tummelten, sondern auch Gomez sehr tief stand und somit im Grunde eine offensive Viererkette bei den Bayern stand. Klar: Wirklich torgefährlich wurden die Bayern nicht. Aber sie spielten geschickt um das Pressing von City herum und ließen nach hinten fast nichts zu (eben der mögliche Elfer in der 2., der verweigerte in der 23. und eine Flanke von Richards nach etwa zehn Minuten).</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung passt nicht</em></strong></p>
<p>Das Hauptproblem bei City war, dass der Raum, den man den Bayern vor der eignen Mittelfeld-Kette gewährte, zu groß war. Mit anderen Worten: Agüero und Dzeko standen zu weit vorne, als dass sie wirklich ins Spiel hätten eingreifen könnten oder sich auch als Passempfänger anbieten konnten, sodass zumindest einer aus dem Bayern-Defensivduo Schweinsteiger/Luiz Gustavo sich gefahrlos nach vorne einschalten konnte.</p>
<p>Barry und Yaya Touré waren defensiv gebunden, Nasri und Silva rieben sich auf und das prognostizierte Problem, das der langsame Van Buyten (der statt des grippekranken Badstuber spielen musste) mit Kun Agüero hat, wurde nicht oft zum Faktor. Die Bayern hatten das Spiel so zwar ohne wirkliche Probleme unter Kontrolle, wirklichen Zugriff auf den Strafraum von City bekamen sie nicht.</p>
<p><strong><em>City erkennt das Problemfeld</em></strong></p>
<p>Nach rund 20 Minuten erkannte Man City, was falsch lief und korrigierte das mit einem simplen Schachzug: Die Mittelfeldkette rückte nach vorne und störte nun schon die Spieleröffnung von hinten heraus, bzw. spätestens bei Schweinsteiger und Luiz Gustavo. Somit standen die vier offensiven Bayern nun zwar in größerem Raum zwischen Abwehr- und Mittelfeldkette, es gelang aber nicht mehr wirklich, sie auch einzusetzen.</p>
<p>Die Citizens setzten Bayern nun früher unter Druck und befreiten sich so aus der spielerischen Umklammerung, in der sie vorher gesteckt sind. Sie schafften es aber weiterhin nicht so richtig, das Tempo der beiden Spitzen gegen Van Buyten auszunützen &#8211; da war das Aufbauspiel dann doch wiederum zu statisch und zu langsam von hinten heraus. Angriffe wurde verschleppt und der Zug zum Tor fehlte.</p>
<p><strong><em>Zwei baugleiche Tore</em></strong></p>
<p>Da im Mittelfeld nun eine Pattsituation entstand, wurde aus dem ganzen Spiel eine ausgeglichenere Angelegenheit. Bitter also für die Gäste, dass just in der Phase, in der sie mit einer guten Adjustierung die Bayern etwas am Spielfluss hindern konnten, die beiden Tore fielen. Die Bayern kamen zur 2:0-Pausenführung, sie taten aber nichts grundsätzlich Anderes, um wiederum selbst die etwas verloren gegangene Kontrolle wiederzuerlangen.</p>
<p>Nein, es waren zwei Schüsse von außerhalb des Strafraums (Ribéry nach einem Lauf von Lahm bzw. ein Freistoß von Kroos), zweimal ließ City-Keeper Joe Hart prallen, zweimal war Mario Gomez da. Allerdings auch, weil er schneller reagierte als die Abwehr der Hellblauen.</p>
<p><strong><em>Mancini reagiert viel zu spät</em></strong></p>
<div id="attachment_5812" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ManCity2.png"><img class="size-full wp-image-5812 " title="Bayern-ManCity2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ManCity2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 55. Minute</p></div>
<p>Erstaunlicherweise stellte City-Trainer Roberto Mancini zur Halbzeit nicht um, sondern wartete damit noch weitere zehn Minuten zu. Dann nahm er den wirkungslosen Edin Dzeko aus dem Spiel und brachte mit Nigel de Jong endlich die dringend benötige personelle Verstärkung für das Mittelfeld. De Jong bildete mit (dem noch etwas tiefer stehenden) Barry nun das defensive Mittelfeldzentrum, Yaya Touré orientierte sich nach vorne.</p>
<p>Der Plan dahinter war klar: Im Zentrum gegen die flinken Bayern weiterhin sicher stehen, einen zusätzlichen Ballgewinner hinstellen um mehr körperliche Präsenz zu zeigen, und mit der ganzen Wucht von Yaya Touré und etwas höher stehenden Mittelfeld-Außen sollte nach vorne für Druck gesorgt werden &#8211; das schaffte der Ivorer zuvor wegen überbordender Defensivaufgaben gar nicht. Es war nun ein recht klares 4-2-3-1 auch bei Man City.</p>
<p><strong><em>Bayern lassen Tempo entweichen</em></strong></p>
<p>Die Bayern ließen sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken und nahmen das Tempo, das die davor ziemlich hoch gehalten hatten, aus dem Spiel. Es wurde eher mal im Mittelfeld abgewartet, auch um City etwas herauszulocken und dann in die sich bietenden Räume hineinzustoßen. Außerdem suchten die Münchner, allen voran der sehr viel arbeitende und stark spielende Ribéry, vermehrt Eins-gegen-Eins-Situationen und provozierten so Fouls. Das Spiel verlor seinen Fluss, was aber natürlich durchaus im Interesse der Bayern war.</p>
<p>Mancini versuchte, mit Wechseln innerhalb seines Sytems das Ruder noch herum zu reißen, aber die an sich völlig richtige Hereinnahme von De Jong und die besser auf den Gegner abgestimmte Raumaufteilung im Mittelfeld verpuffte an den vor Selbstvertrauen nur so strotzenden Bayern und dem erkennbaren Fehlen der Überzeugung, den Zwei-Tore-Rückstand wirklich noch aufholen zu können. So verwalteten die Bayern den 2:0-Sieg sicher über die Zeit.</p>
<p><strong><em>Fazit: Mancini wählte das falsche System</em></strong></p>
<p>Ein völlig verdienter Sieg der in diesem Spiel klar besseren Mannschaft: Die Bayern zeigten mehr Tempo, deutlich mehr Zug zum Tor &#8211; der fehlte bei City komplett &#8211; und dazu eine Stunde lang die bessere Raumaufteilung im Mittelfeld. Barry und vor allem Yaya Touré hatten in der Spieleröffnung keinerlei Wirkung, weil sie gegen die flinken und viel rochierenden Offensivspieler der Bayern komplett aufgerieben wurden, nach vorne fehlte bei City der Plan, wie das nicht besetzte zentrale offensive Mittelfeld gegen Schweinsteiger und Luiz Gustavo überwunden werden sollte.</p>
<p>Die Einwechslung von De Jong als zusätzlichen Ballgewinner im defensiven Mittelfeld war logisch und richtig, erfolgte aber viel zu spät &#8211; erstaunlich, dass Mancini nicht schon mit einem dritten robusten Mann in der Zentrale begonnen hat. Denn erstens kann das seine Mannschaft eigentlich gut (im Grunde wurde die komplette letzte Saison so gespielt) und zweitens war das System und die Spielweise der Bayern kein Geheimnis.</p>
<p>Auch, wenn beide Gegentore aus Unsicherheiten von Keeper Hart bei Weitschüssen entstanden sind: Diese Niederlage gegen wirklich bärenstarke Bayern muss sich Roberto Mancini selbst ankreiden.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5808&amp;md5=3d30fbb284ac5f0a071909c8431805ec" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/09/27/02-bei-den-bayern-man-city-in-der-cl-weiter-nicht-ganz-auf-der-hohe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5808&amp;md5=3d30fbb284ac5f0a071909c8431805ec" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Interview mit Andreas Heraf (Teil 3): &#8220;Solche Transfers mag ich gar nicht&#8221;</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/07/18/interview-mit-andreas-heraf-teil-3-solche-transfers-mag-ich-gar-nicht/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/07/18/interview-mit-andreas-heraf-teil-3-solche-transfers-mag-ich-gar-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 00:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[U20-WM 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Heraf]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[trainer]]></category>
		<category><![CDATA[Transfers]]></category>
		<category><![CDATA[U20 WM 2011]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=5292</guid>
		<description><![CDATA[Im dritten und letzten Teil unseres Interviews befragen wir U20-Teamtrainer Andreas Heraf zu allgemeinen Strukturen für die Nachwuchsmannschaften und -trainer im österreichischen Fußball, Jugendtransfers ins Ausland, seine persönliche Zukunft und darüber, warum das glückliche Österreich bei der kommenden U20-WM eigentlich die Arschkarte gezogen hat und er sich trotzdem darauf freut. Das Gespräch führten Philipp Eitzinger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5316" title="Andreas Heraf im Interview zur U20-Weltmeisterschaft" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/heraf3.jpg" alt="" width="505" height="235" /><br />
<em><strong>Im dritten und letzten Teil unseres Interviews befragen wir U20-Teamtrainer Andreas Heraf zu allgemeinen Strukturen für die Nachwuchsmannschaften und -trainer im österreichischen Fußball, Jugendtransfers ins Ausland, seine persönliche Zukunft und darüber, warum das glückliche Österreich bei der kommenden U20-WM eigentlich die Arschkarte gezogen hat und er sich trotzdem darauf freut. <span id="more-5292"></span> Das Gespräch führten Philipp Eitzinger und Tom Schaffer.</strong></em></p>
<blockquote><p><strong>Das komplette Interview:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/15/interview-mit-andreas-heraf-teil-1-wir-sind-am-anschlag/" target="_blank">Wir sind am Anschlag</a>&#8221; (Teil 1)</li>
<li>&#8220;<a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/16/interview-mit-andreas-heraf-teil-2-ich-wollte-zu-jedem-turnier/" target="_blank">Ich wollte zu jedem Turnier</a>&#8221; (Teil 2)</li>
<li>&#8220;Solche Transfers mag ich gar nicht&#8221; (Teil 3)</li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>Ballverliebt.eu: Österreichische Nachwuchsteams sahen in den letzten Jahren oft recht gut aus. Am Übergang in den Erwachsenenbereich hapert es ein wenig. Kann das daran liegen, dass es eine natürliche Grenze in einem Land mit schwacher Liga gibt, wo junge Menschen nach einer ähnlich guten Ausbildung nicht bei Topklubs Fuß fassen können?</strong></p>
<p>Andreas Heraf: Wir sind ein kleines Land und haben nicht so viele Möglichkeiten wie die besten Nationen. Aber wir sind was den Nachwuchs anbelangt auf einem guten Weg und diese Ergebnisse bestätigen das. Von der Kanada-Mannschaft spielen ja auch schon einige in der A-Nationalmannschaft. Ich bin mir auch sicher, dass es von dieser auch einige in den nächsten fünf Jahren schaffen werden. Wir müssen natürlich versuchen, aus unseren wenigen Mitteln das beste zu machen. Dass in der A-Nationalmannschaft die Luft immer dünner wird, ist auch klar. Und dass die Forderung im eigenen Land anders ist, als wenn man in Spanien spielt, ist auch klar. Wichtig ist, dass die Spieler Einsätze bekommen. Ich glaube, das Bekenntnis in Österreich ist da, junge Spieler in die Kampfmannschaft zu stecken und ihnen dort tragende Rollen zu geben. Es kann noch immer mehr werden, aber es ist schon auf einem guten Weg. Es braucht aber einfach noch etwas Zeit. Es wird aber nicht selbstverständlich sein, dass sich unsere A-Nationalmannschaft immer für eine Welt- oder Europameisterschaft qualifiziert. Aber mit der guten Qualität, die wir uns in den letzten Jahren erarbeitet haben, wird die Möglichkeit größer.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist da für junge Spieler der Schritt ins Ausland?</strong></p>
<p>Ich sehe das zweigeteilt. Wenn ein Spieler von einem Topklub geholt wird, wo es eine gute Infrastruktur gibt, wo er sich sportlich weiterentwickelt und wo er, ganz wichtig, auch reelle Chancen hat zu spielen, dann natürlich, muss er gehen. Aber ich sage vor allem bei 16-Jährigen, wenn die etwa zu englischen Klubs gehen&#8230; die holen zwanzig Talente und schauen, wer nach fünf Jahren übrigbleibt. Wenn da einer oder zwei übrig bleiben, gut für sie, aber die anderen sind ihnen wurscht. Dann ist es natürlich eine Katastrophe, wenn da bei den 18 oder 19 auch Österreicher dabei sind. Denn die sind dann weg.</p>
<p>Solche Transfers mag ich gar nicht. Da darf der Manager nicht dran denken, was er verdienen kann. Da müssen die Eltern dahinter sein und darauf achten, dass auch die schulische Ausbildung neben der sportlichen Weiterentwicklung passt. Denn der Bursch hat nichts davon, wenn er bei Manchester United ist, und dort nirgends zum Einsatz kommt und sich nicht weiterentwickeln kann.</p>
<p><strong>Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang, was bei Bayern und Stuttgart passiert, wo ja sehr viele Österreicher in den Jugendabteilungen sind?</strong></p>
<p>Sie wurden für den Nachwuchs geholt und spielen dort eine gute Rolle. Holzhauser und Stöger bei Stuttgart sind beides 1993er-Jahrgänge und trainieren schon bei der Kampfmannschaft mit &#8211; das schaut gut aus dort. Man muss halt schauen, wie der letzte Schritt verläuft, was auch der Grund ist, warum sie Holzhauser nicht freigeben. Sie sagen, er wäre schon so nah am Bundesliga-Team dran, da wollen sie ihn nicht jetzt herausreißen. Da habe ich auch Verständnis dafür.</p>
<p>Bei Bayern ist es um einiges schwieriger. Ich hoffe, dass David Alaba dort spielen wird, oder zumindest zu einigen Einsätzen kommt, denn die Qualität dazu hat er. Aber er braucht einfach Spielpraxis, da war Hoffenheim eine Supergeschichte. Ich würde mir wünschen, dass er wieder verliehen wird, sollte er bei den Bayern nicht zum Zug kommen.</p>
<p><strong>Ist die Gefahr gegeben, dass man in ausländischen Jugendabteilungen &#8211; weniger bei Bayern oder Stuttgart, aber etwa in Holland, wie bei Tobias Kainz von Heerenveen &#8211; in Österreich unter dem Radar fliegt?</strong></p>
<p>Bei Kainz war es tatsächlich so. Er ist einer meiner Lieblingsspieler, ich schätze ihn extrem, der menschlich, von seiner Einstellung, von seiner Persönlichkeit und auch von seinen fußballerischen Fähigkeiten fantastisch ist. Er war aber bei Heerenveen lange Zeit nur im Nachwuchs, und ich habe mich lange schon gefragt, warum er nicht mal zu den Amateuren oder zur Kampfmannschaft kommt. Aber er war geduldig, der Verein war geduldig, und er ist jetzt zu seinem Debüt in der Ersten gekommen. Dort sind zwei Spieler gegangen, da gibt es eine echte Chance, dass er dort regelmäßig spielen wird.</p>
<p>Man darf nur nicht die Angst haben, “Die in Österreich vergessen mich!” Heerenveen ist ein guter Verein, er war dort gut aufgehoben, und für ihn hat das alles wirklich hundertprozentig gepasst. Man darf halt nicht ungeduldig werden und sich sagen, “der Djuricin spielt bei Hertha und macht im ersten Match zwei Tore, und ich bin um nichts schlechter und spiele nur in der U19!” Das ist in Holland so, bei den U17-Europameistern von heuer spielen alle in der U17, und keiner weiter oben. Das ist deren Philosophie, darum war auch der Kainz lange in der U19. Ich glaube, dass seiner ein guter Weg war.</p>
<p><strong>Apropos Holland. Dort gibt es in der Entwicklung der Jugendmannschaften vom Verband verordnete klare Vorgaben, welche Schwerpunkte mit welcher Altersstufe zu trainieren sind. Gibt es solche Vorgaben beim ÖFB auch?</strong></p>
<p>Ja, selbstverständlich. Das sind ja auch nicht nur unbedingt Gesetzmäßigkeiten im Fußball, sondern generelle. Darauf wird auch bei den Leitlinien des ÖFB Rücksicht genommen, keine Frage.</p>
<p><strong>In wie weit unterscheiden sich in Österreich die Ausbildung von Nachwuchs- zu Profitrainern?</strong></p>
<p>Das gibt es Unterschiede, natürlich. Wir haben die Elite-Junioren-Lizenz, die ist die höchste Ausbildung für den Nachwuchsbereich, und die UEFA-Pro-Lizenz für Kampfmannschaften. Bei uns geht auch die Schiene in beide Richtungen. Man kann schon beides machen, aber speziell in den Akademien braucht man als Trainer oder auch als Sportlicher Leiter die Elite-Junioren-Lizenz, damit man für den Nachwuchs gerüstet ist.</p>
<p><strong>Ist in der Junioren-Schiene auch eine spezielle pädagogische Ausbildung dabei?</strong></p>
<p>Keine Frage, man ist als Nachwuchstrainer auch Pädagoge, man ist Lehrer, zum Teil auch Elternersatz. Speziell, wenn die Jungs in den Akademien oder in Internaten sind. Da hat man nicht nur die Rolle des Übungsleiters, des Lehrers, sondern auch des Menschen, des Erziehers, des Unterstützers.</p>
<p><strong>Um nochmal auf den Trainer Andreas Heraf zurückzukommen &#8211; es gibt Coaches, die sagen, “Das ist nervenaufreibend, weil ich von der Seitenlinie nichts bewirken kann”, und solche, die sagen, “Endlich kann ich ein Spiel so lenken, wie es mir als Spieler nicht möglich war”. Wo sehen Sie sich da selbst?</strong></p>
<p>Es hat beides was. Während des Spiels selbst kann man oft wirklich nicht mehr sehr viel tun, höchstens mit Auswechslungen oder Systemänderungen innerhalb der Mannschaft noch etwas bewirken. Aber so wie das Match läuft, wie die Tagesverfassung der Spieler ist, wie stark der Gegner ist, da ist man oft als Trainer nicht mehr in der Lage, allzu viel zu tun. Aber man kann einer Mannschaft natürlich schon eine Spielanlage mitgeben, wie man sich selbst den Fußball vorstellt.</p>
<p>Die Frage ist immer nur, wie das die Vorgesetzten sehen. Wenn das ein Verein ist, der sagt “wir halten auf jeden Fall am Trainer fest, seine Philosophie ist in Ordnung, auch wenn die Resultate mal nicht passen”, ist das wunderbar. Es gibt aber halt auch Vereine, wo es den Funktionären ganz wichtig ist, dass die Ergebnisse stimmen, dass man ganz vorne dabei ist, dass man ja nichts mit dem Mittelfeld zu tun hat. Und wenn man das eine oder andere Spiel verliert, ist der Trainer auch gleich mal weg. Und hat somit auch nicht die Möglichkeit, seine Philosophie einzubringen.</p>
<p>Das habe ich beides schon mitgemacht als Bundesliga-Trainer. Was ich daraus gelernt habe: Ich werde nur noch ein Angebot annehmen, wo die Ziele des Vereins mit meinen Vorstellungen zusammen passt. Wenn ein Präsident zu mir sagen würde, ich müsse jedes Jahr fünf 18-Jährige in die Mannschaft einbauen und trotzdem Meister werden, muss man auch sagen können, “Danke, aber das ist nichts für mich.”</p>
<p><strong>Der Job beim ÖFB ist jetzt also angenehmer als einer in der Bundesliga, wie etwa in Pasching, wo nach drei Spielen wieder Schluss war?</strong></p>
<p>Ganz anders zumindest. So etwas wie mit Pasching würde mir heute sicher nicht mehr passieren, was den Unterschied zwischen Erwartungen und Umsetzbarkeit betrifft.</p>
<p><strong>Sehen Sie ihre Zukunft als eher beim ÖFB oder doch wieder bei Vereinen?</strong></p>
<p>Das kann ich nicht sagen. Aber ich sehe meine Zukunft auf jeden Fall als Trainer. Ich habe seit einem Jahr die WM im Kopf und auf die konzentriere ich mich bis zur letzten Sekunden, danach übernehme ich die nächste U17, mit der es im Herbst in die EM-Quali geht. Ich habe meinen Vertrag beim ÖFB mal um zwei Jahre verlängert, es macht mir Riesenspaß. Was dann kommt, weiß ich nicht, aber ich kann mir durchaus vorstellen, beim ÖFB weiter zu machen.</p>
<p>Wenn Angebote von Vereinen kommen, werde ich mir diese in Absprache mit dem ÖFB anhören. Wenn etwas dabei ist, was mit meinen Vorstellungen kompatibel ist, muss man abwägen, ob man das dann macht, aber ich bin sehr zufrieden, wie es mit dem ÖFB läuft. Man kann hier wirklich gut arbeiten, professionell und mit voller Unterstützung. Das taugt mir.</p>
<p><strong>Abschließend nochmal zurück zur WM. Wenn nach dem Turnier das Flugzeug Richtung Heimat bestiegen wird, was muss in den Tagen, Wochen und Spielen davor passiert sein, damit der Andi Heraf zufrieden nach Hause fliegt?</strong></p>
<p>Wir sollten zumindest nicht am 5. oder 6. August heimfliegen, denn dann wären wie in der Vorrunde ausgeschieden. Da könnte ich auch selbst bei gutem Spiel meiner Mannschaft und vielleicht Lob nicht zufrieden sein, wenn man bei so einem Turnier mal dabei ist und dann übersteht man die Vorrunde nicht. Darüber hinaus wäre ich immer zufrieden, auch wenn es nach dem Achtelfinale vorbei sein sollte, wenn wir aus unseren Möglichkeiten das Maximum herausgeholt haben. Wenn wir uns so verkaufen, wie wir uns das erwarten, und es hätte einfach nicht zu mehr gereicht.</p>
<p>Denn es könnte passieren, dass wir nach der Vorrunde Dritter sind und dann in Bogotá gegen den Sieger der Gruppe A spielen müssen&#8230;</p>
<p><strong>&#8230;wahrscheinlich also Gastgeber Kolumbien oder Europameister Frankreich&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;für das wir drei Tage vorher nach Bogotà reisen müssten von null Meter Meereshöhe in Barranquilla auf 2.600 Meter. Und laut Medizinern, die sich mit Höhe beschäftigen, ist es unmöglich, in drei Tage eine gewisse Anpassung zu erfahren. Diese Mannschaft, auf die dieses Spiel wartet, das sind arme Hunde. Und wenn meine Mannschaft sich da gut verkaufen und verlieren sollte, müsste ich trotzdem zufrieden sein, denn da wäre körperlich normalerweise einfach nicht mehr möglich.</p>
<p><strong>Als Gruppenzweiter oder gar Sieger wäre es also leichter?</strong></p>
<p>Muss nicht sein &#8211; denn wir haben das in jeder Hinsicht schlechteste Los gezogen. Wir haben das blödeste Los gezogen mit der Schwüle und der Hitze. Wir haben das blödeste Los gezogen, wenn wir dann in die Höhe müssten. Wir haben das blödeste Los gezogen mit unseren Gegner, die alle aus heißem Klima kommen. Wir haben das blödeste Los gezogen, das Panama der erste Gegner ist, die nur herüberfahren und da sind. Wir haben das blödeste Los gezogen, dass in unserer Gruppe der Sieger gegen einen anderen Zweiten spielt, und nicht gegen einen Dritten. Und wir haben das blödeste Los gezogen, dass unser Zweiter nicht gegen einen anderen Zweiten spielt, sondern gegen einen Gruppensieger.</p>
<p><strong>Könnte es ein zusätzlicher Nachteil sein, dass man am letzten Gruppenspieltag als erste Mannschaft dran ist, und sich die möglichen Dritten der anderen Gruppen danach richten können &#8211; also man vorlegen muss, statt nachlegen zu können?</strong></p>
<p>Das ist mir wurscht. Sollten wir so viele Punkte haben, dass wir noch in Frage kommen, als Dritter weiter zu kommen, warte ich gerne. Das haben wir bei der ersten Qualirunde auch machen müssen &#8211; und da waren es nicht zwei Tage, sondern wir wussten zwei Monate lang nicht, ob wir noch Weiterkommen. Diese Zeit war eine Katastrophe, und dann sind wir doch noch in die nächste Runde gerutscht. Man muss also auch am Boden bleiben: Wir haben eine gute Mannschaft, aber ich weiß sehr wohl, dass wir einiges an Glück gebraucht haben, dass wir so weit gekommen sind.</p>
<p>Darum lass ich mir auch von niemandem einen Druck machen oder diese WM verderben. Denn dass wird dort sind, ist ein Riesenerfolg für Österreich, und was die Jungs bis jetzt geleistet haben, wird uns niemand mehr wegnehmen. Egal, wie die Weltmeisterschaft läuft!</p>
<p><strong>Alles Gute dafür!</strong> (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>, <a href="http://twitter.com/PEitzinger" target="_blank">phe</a>)</p>
<blockquote><p><strong>Das komplette Interview:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/15/interview-mit-andreas-heraf-teil-1-wir-sind-am-anschlag/" target="_blank">Wir sind am Anschlag</a>&#8221; (Teil 1)</li>
<li>&#8220;<a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/16/interview-mit-andreas-heraf-teil-2-ich-wollte-zu-jedem-turnier/" target="_blank">Ich wollte zu jedem Turnier</a>&#8221; (Teil 2)</li>
<li>&#8220;Solche Transfers mag ich gar nicht&#8221; (Teil 3)</li>
</ul>
</blockquote>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5292&amp;md5=ed534608ebf1c350d274d2432c0ce4c3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/07/18/interview-mit-andreas-heraf-teil-3-solche-transfers-mag-ich-gar-nicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5292&amp;md5=ed534608ebf1c350d274d2432c0ce4c3" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Der Louis-ist-weg-Effekt</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/04/18/der-louis-ist-weg-effekt/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/04/18/der-louis-ist-weg-effekt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 13:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Castro]]></category>
		<category><![CDATA[Gomez]]></category>
		<category><![CDATA[Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Jonker]]></category>
		<category><![CDATA[Leverkusen]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=4593</guid>
		<description><![CDATA[Andries Jonker soll die Bayern noch auf Platz drei, und somit in die Champions League führen. Im ersten Spiel nach der Entlassung von Louis van Gaal spielten die Bayern völlig anders: Sie gaben Leverkusen bereitwillig den Ball, und Bayer wusste nichts damit anzufangen &#8211; und machte zudem individuelle Fehler. Im Grunde ging&#8217;s in diesem Spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Andries Jonker soll die Bayern noch auf Platz drei, und somit in die Champions League führen. Im ersten Spiel nach der Entlassung von Louis van Gaal spielten die Bayern völlig anders: Sie gaben Leverkusen bereitwillig den Ball, und Bayer wusste nichts damit anzufangen &#8211; und machte zudem individuelle Fehler.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4594" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayLev.png"><img class="size-full wp-image-4594 " title="BayLev" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayLev.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Bayer Leverkusten 5:1</p></div>
<p><span id="more-4593"></span>Im Grunde ging&#8217;s in diesem Spiel fast ausschließlich um die Trainer. Auf der einen Seite Leverkusen-Trainer Jupp Heynckes, der im Sommer zu den Bayern geht. Für ihn war die Lage besonders pikant: Gewinnt er dieses Spiel, hat er zwar noch kleine Chancen auf den Titel mit Leverkusen, kickt die Bayern (und damit sich selbst) aber möglicherweise für die kommende Saison aus der Champions League. Auf der anderen Seite saß erstmals Andries Jonker als Chef auf der Bayern-Bank: Der langjährige Assistens von Louis van Gaal beerbt diesen für die letzten fünf Saisonspiele und übernimmt dann die 2. Mannschaft, die aus der 3. Liga absteigt.</p>
<p>Systematisch veränderte Jonker gegenüber seinem Ex-Boss nichts, er blieb beim 4-2-3-1. Aber die Art und Weise, wie dieses interpretiert wurde, unterschied sich schon merklich vom Ballbesitz-Spiel Van Gaals, natürlich auch befeuert von der frühen Führung &#8211; Rolfes bekam in der 7. Minute eine von Schweinsteiger verlängerte Ecke so unglücklich auf den Kopf, dass der Ball in sein eigenes Tor ging. So war Leverkusen schon früh gefordert, selbst mehr für das Spiel zu machen.</p>
<p>Was sich in der erstaunlichen Tatsache manifestierte, dass die Bayern vor der Pause weniger als 50% Ballbesitz hatten &#8211; das gab&#8217;s in 95 Pflichtspielen unter Van Gaal nur ein einziges Mal. Dafür setzten die Bayern ihre Gegner durchaus unter Druck. Das zwar zwar kein wildes Pressing á la Dortmund, aber es gelang auf diese Weise gut, Leverkusen in Schach zu halten.</p>
<p><strong><em>Die Formationen</em></strong></p>
<p>Jonker musste auf die gesperrten Robben und Badstuber verzichten. Das hatte zur Folge, dass Müller auf Robbens rechte Seite ging und dafür der von Van Gaal scheibchenweise abgesägte Klose hinter Sturmspitze Gomez auflaufen durfte (und das, seiner Natur entsprechend, eher hoch stehend tat). Hinten bildete Luiz Gustavo mit Van Buyten die Innenverteidigung, Pranjic (und nach dessen Muskelverletzung Contento) war Linksverteidiger. Butt kehrte für Kraft ins Tor zurück. Auffällig war, dass die drei im offensiven Mittelfeld viel rochierten &#8211; so tauchte Klose schon mal auf der rechten Seite auf, so rückte Ribéry auf der anderen Seite immer wieder ein. Auffällig war auch, dass sich vor allem Tymoschuk viel in die Offensive einschaltete &#8211; weil er es sich leisten konnte.</p>
<p>Denn Heynckes agierte von der Formation genauso in einem Mittelding aus 4-2-3-1 und 4-4-1-1. Unterschied auf der Position hinter der Spitze: Während bei den Bayern mit Klose ein Spieler dort stand, der von der Stürmerposition kommt, stellte Heynckes mit Ballack jemanden dorthin, der eher aus dem Mittelfeld kommt. Ballack, der zuweilen tatsächlich als hängende Spitze agierte, sollte wohl Druck auf Tymoschuk ausüben, damit dieser nicht zur Spieleröffnung kommt. Er stand dabei aber oft so hoch, dass er für Anspiele kaum in Frage kam und so keine echte Bindung zum Spiel fand &#8211; und Tymoschuk somit gefahrlos nach vorne gehen konnte.</p>
<p>Besonderer Schwachpunkt war aber die linke Seite von Leverkusen. Renato Augusto, der eher im Halbfeld agierte statt auf der Seite, gelang überhaupt nichts und Castro hinter ihm spielte um nichts besser. So hatten Müller und vor allem Lahm ihren Spaß mit Castro, während sie sich um Renato Augusto kaum kümmern müssen.</p>
<p><strong><em>Bayer drängt die Bayern auf die Seiten ab</em></strong></p>
<p>Nach der frühen Führung fühlten sich die Bayern komfortabel genug, Leverkusen bereitwillig den Ball zu überlassen &#8211; zum einen, weil sie selbst gut verteidigten und keinerlei Gefahr für das Tor von Jörg Butt entstand, zum anderen, weil sich so Räume ergaben, in die die Bayern nach Ballbesitz stoßen konnten. Und Leverkusen verlor die Bälle oft besorgniserregend schnell wieder.</p>
<p>Heynckes lässt nach Außen verteidigen, macht also die Mitte dicht und versucht, gegnerische Angriffe auf die Flügel abzudrängen. Das gibt im Idealfall dem jungen Innenverteidiger-Duo Schwaab/Reinartz Sicherheit, und nimmt zum anderen durch die gute Defensivarbeit von Rolfes und Vidal den gegnerischen Zehner (diesmal eben Klose) merklich aus dem Spiel. Das klappte auch diesmal gut, Castros Desaster-Tag zum Trotz. So taten sich die Bayern, obwohl sie alles im Griff hatten, schwer, vor Adlers Tor zu kommen</p>
<p><strong><em>Leverkusen implodiert</em></strong></p>
<p>Ehe ein krasser individueller Fehler den Bayern das 2:0 ermöglichte: Reinartz brachte den Ball nicht weg, Vidal wollte daraufhin, von Müller bedrängt, die Ecke verhindern &#8211; mit der Ferse. Sein blinder Rückpass landete genau auf den Füßen von Müller, der nur noch querlegen brauchte und Gomez traf. Das lähmte Leverkusen komplett, die bis dahin zwar harmlose, aber wenigstens nach hinten sichere Bayer-Elf implodierte völlig.</p>
<p>Was für die Bayern natürlich eine Einladung erster Güte war. Es bedaufte nicht einmal mehr jeglicher Form von Pressing, um die Bälle von den Leverkusenern ständig in die Füße gespielt zu bekommen. Vor allem Castro und Renato Augusto standen nun komplett neben sich, auch Balitsch auf der anderen Seite &#8211; zuvor recht sicher gegen Ribéry &#8211; ließ nach, Rolfes und Vidal konnten das Spiel somit auch nicht wie gewünscht lenken, und Ballack tauchte unter.</p>
<p>Wenn Bayer mit dem 0:2 in die Pause gekommen wäre, womöglich hätte Heynckes dort noch etwas ausrichten können. Aber nachdem Gomez mit einem Doppelschlag vor der Pause die enormen Räume, die Leverkusen nun anbot zu zwei Toren und somit dem 4:0-Pausenstand nützte, war natürlich alles gelaufen.</p>
<p><strong><em>Belanglose zweite Hälfte</em></strong></p>
<p>Angesichts der klaren Führung wurde die zweite Halbzeit naturgemäß zu einem ziemlichen Non-Contest. Heynckes erlöste den inferioren Castro, dafür ging Vidal nach links hinten und Lars Bender neu ins defensive Mittelfeld. Renato Augusto sah sich der Bayer-Coach noch zehn Minuten an, eher der ebenso inferiore Brasilianer auch raus durfte &#8211; Kießling kam für ihn rein und ging in die Spitze, Derdiyok auf die linke Seite.</p>
<p>Leverkusen erzielte nach einer Stunde das Ehrentor durch Derdiyok (nach einer Unstimmigkeit zwischen Van Buyten und Schweinsteiger); Ribéry sorgte eine Viertelstunde vor Schluss nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Schwaab für den 5:1-Endstand. Ansonsten ließen es die Bayern äußerst ruhig angehen und warteten nur noch, dass die Zeit vergeht. Sie überließen Leverkusen den Ball, die beste Rückrundenmannschaft (ja, das ist tatsächlich Bayer) konnte aber weiterhin wenig davon nützen.</p>
<p>Herauszuheben gilt es bei den Bayern, trotz Gomez&#8217; Hattrick, zwei andere Spieler, für die der Van-Gaal-Rauswurf ganz offensichtlich die größte Befreiung war. Zum einen Thomas Müller, der mit seiner ganzen aufgestauten Spielfreude vor der Pause Castro zerstörte, danach auch noch Vidal vollends entnervte und am Ende mit Michal Kadlec den dritten Linksverteidiger gegen sich hatte. Und Luiz Gustavo: Er spielte den Innenverteidiger defensiv bombensicher (zugegeben, er war auch kaum gefordert) und startete vor allem nach der Pause immer wieder Vorstöße, die ein wenig an Lúcio erinnerten. Allerdings machte der eher schmächtige Luiz Gustavo das nicht mit der ganzen Wucht der Ein-Mann-Büffelherde Lúcio, sondern mit viel Übersicht und sensationellen Pässen in der Spieleröffnung und -gestaltung.</p>
<p><strong><em>Fazit: Was tun mit dem Ballbesitz, Bayer?</em></strong></p>
<p>Ganz offensichtlich hatte Leverkusen nicht damit gerechnet, von den Bayern &#8211; zumal in der Allianz Arena &#8211; dermaßen viel Ballbesitz zu bekommen und somit auch Verantwortung in der Spielgestaltung zu haben. Bayer wusste wenig bis gar nichts damit anzufangen, außerdem spielten einige Leistungsträger richtig schlecht: Vor allem die linke Seite mit Castro und Renato Augusto war eine Katastrophe. Bevor Heynckes wirklich etwas ändern hätte können, fingen sich die Gäste noch zusätzliche Tore ein und in der zweiten Hälfte hatte Leverkusen so nur noch die Möglichkeit, das Außmaß der sportlichen Katastrophe in grenzen zu halten.</p>
<p>Auch, wenn das 5:1 spektakulär aussieht &#8211; im Grunde war es eine langweile und eher unspektakuläre Partie. Andries Jonker ließ seine Bayern nach dem frühen Tor zurückziehen, wollte Leverkusen kommen lassen, sodass das Spiel lange dahinplätscherte. Dann nützten die Bayern drei Fehler eiskalt aus, und die komplette zweite Halbzeit war im Grunde sinnlos.</p>
<p>In der Tat muss es aber so gewesen sein, dass viele Spieler bei den Bayern wie von einer Last befreit waren und sich im Hergeben des Ballbesitzes mit schnellen Gegenstößen wohler fühlen als im Ballbesitz-Spiel von Van Gaal. So war das Spiel sicherlich auch so ein wenig geprägt vom Louis-ist-weg-Effekt.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4593&amp;md5=cf07d787e4f928baf863212d3a3d3a58" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/04/18/der-louis-ist-weg-effekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4593&amp;md5=cf07d787e4f928baf863212d3a3d3a58" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Sneijders linke Tour und der totale Bayern-Kollaps</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/03/15/sneijders-linke-tour-und-der-totale-bayern-kollaps/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/03/15/sneijders-linke-tour-und-der-totale-bayern-kollaps/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 22:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Breno]]></category>
		<category><![CDATA[Eto'o]]></category>
		<category><![CDATA[Inter]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Pandev]]></category>
		<category><![CDATA[Robben]]></category>
		<category><![CDATA[Sneijder]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=4375</guid>
		<description><![CDATA[Über eine Stunde wurde Inter von starken Bayern fast hergespielt &#8211; aber die Münchner machten den Sack nicht zu. Und kollabierten nach einer Stunde komplett! So kamen die Nerazzurri zu einem 3:2-Sieg und zum Viertelfinal-Einzug. Und das, obwohl die Bayern auf Sneijders linke Tour an sich gut reagiert hatten&#8230; Es war am 17. April 1996 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Über eine Stunde wurde Inter von starken Bayern fast hergespielt &#8211; aber die Münchner machten den Sack nicht zu. Und kollabierten nach einer Stunde komplett! So kamen die Nerazzurri zu einem 3:2-Sieg und zum Viertelfinal-Einzug. Und das, obwohl die Bayern auf Sneijders linke Tour an sich gut reagiert hatten&#8230;<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4376" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayernInter.jpg"><img class="size-full wp-image-4376" title="BayernInter" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayernInter.jpg" alt="" width="410" height="590" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Inter Mailand 2:3</p></div>
<p><span id="more-4375"></span>Es war am 17. April 1996 &#8211; das bisher einzige Mal, dass in der Champions League noch eine Mannschaft weiterkam, die daheim das Hinspiel verloren hatte. Es war Ajax Amsterdam mit einem 3:0 über Panathinaikos Athen &#8211; und Trainer der Holländer war damals Louis van Gaal. Diesmal machte er es umgekehrt, auch wenn er selbst nicht unmittelbar daran Schuld war. Eher schon jene Verteidigung, an der der Bayern-Coach schon die ganze Saison erfolglos herumdoktort.</p>
<p><strong><em>Sneijders linke Tour</em></strong></p>
<p>Die Bayern-Abwehr spielte aber lange keine Rolle. Eher schon die etwas überraschende Formation von Inter: Leonardo stellte sein Team nämlich in einem eher defensiven 4-3-3 auf, was mehr ein 4-2-3-1 war und sehr schräg in der Gegend hing (<a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/14/toter-2-mann-besoffene-schiefe-und-andere-erkenntnisse/">ein Trend, der seit der WM</a> erstaunlicherweise beinahe in Vergessenheit geriet). Im Detail sah das so aus, dass Samuel Eto&#8217;o ganz vorne spielte, Goran Pandev als echter Rechtsaußen Pranjic nach hinten drückte, und vor allem Wesley Sneijder von der Zentrale auf die linke Seite rückte; Stankovic agierte zentral.</p>
<p>Das hatte zwei Effekte: Zum einen hatte Sneijder so nicht, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/23/3-aspekte-2-zasuren-und-1-eiertor/">wie im Hinspiel</a>, gegen den unangenehmen Luiz Gustavo spielen, zum anderen war so Philipp Lahm zu erhöhter Vorsicht gezwungen und konnte Robben &#8211; der nach wochenlangem leichten Durchhänger mit seinem Hattrick beim 6:0 gegen den HSV am Wochenende wieder neues Selbstvertrauen getankt hatte &#8211; nicht wie sicherlich geplant unterstützen. Sneijder zog zwar immer wieder in die Mitte, aber die Bayern mieden diese Seite eher. Sei es weil Lahm nicht viel beitragen konnte, oder aus Angst, mit Ballverlusten sofort Sneijder ins Spiel zu bringen, sei dahingestellt.</p>
<p><em><strong>Bayern fluten das Zentrum</strong></em></p>
<p>Mit der (erfolgreichen) Maßnahme, Pranjic und vor allem Lahm in der Defensive zu binden, wollte Inter zweifellos die so starken Flügel der Bayern, die ihnen im Hinspiel noch so zugesetzt hatten, kappen. Die Bayern aber reagierten nach dem frühen Rückstand &#8211; Eto&#8217;o hatte sich im Rücken von Breno davongemacht und netzte, wenn auch aus knapper Abseitsposition, schon in der 4. Minute zum 1:0 für Interein &#8211; prompt. Indem die das Zentrum fluteten.</p>
<p>So machte sich Schweinsteiger im Rücken von Pandev breit und spielte de facto einen Ersatz-Linksverteidiger für Pranjic, vor ihm rückte Ribéry gerne etwas ein. Noch extremer machte es aber Robben auf der anderen Seite: Er spielte zwischen halbrechter Position und Zentrum. Müller, der deutlich mehr Defensivarbeit erledigte wie gewohnt, spielte gut um ihne herum und vorne arbeitete Gomez sehr viel und ließ sich oft auch weit nach hinten fallen, spielte zuweilen beinahe einen falschen Neuner.</p>
<p>So standen im Zentrum vier bis fünf Bayern-Spieler den beiden defensiven Mittelfeldspielern von Inter (Motta zentral tief, Cambiasso auf der Ribéry-Seite etwas höher) gegenüber. Die Folge: Die Bayern bekamen das Spiel sehr schnell unter Kontrolle und drückten Inter hinten rein. Die Italiener blieben gefährlich, wenn es schnell ging, vor allem wenn sich Cambiasso mit Pandev zusammenschließen konnte. Wich aber das Tempo aus dem Inter-Aufbauspiel, kamen die Bayern mit gutem Pressing schnell wieder in Ballbesitz.</p>
<p><strong><em>Inter baut defensiven Bockmist</em></strong></p>
<p>So war es auch folgerichtig und hochverdient, dass die deutlich überlegeenn Bayern nach einer halben Stunde den Ausgleich schafften und somit in der Gesamtbegegnung wieder in Führung gingen. Auch, wenn es erneut einen fürchterlichen Schnitzer von Inter-Torwart Júlio César brauchte, der wie im Hinspiel einen harmlosen Robben-Schuss nicht unter Kontrolle brachte und Gomez artistisch abstaubte.</p>
<p>Die Bayern setzten gleich nach, Inter kam bis zur Halbzeit nicht mehr ins Spiel. Und weil dann auch noch Thiago Motta patzte und Müller den Ball ideal servierte, gingen die Bayern mit 2:1 in Führung. Und nicht zuletzt, weil Júlio César bei einem Alleingang von Ribéry gleich danach gut parierte, rettete sich Inter nicht nur schwimmend, sondern schon halb untergehend mit einem 1:2 in die Kabinen. Die Bayern hätten locker schon 4:1 führen können, wenn nicht müssen: Was Inter nach dem frühen Tor anbot, war schlicht lächerlich und zeigte deutlich, warum die Serie A den internationalen Ansprüchen derzeit meilenweit hinterher hinkt.</p>
<p>So kam Müller zu spät, um den auf der Linie kullernden Ball einzudrücken (40.), Robben verpasste knapp (43.), und dann ließ sich Lúcio düpieren (45.) &#8211; sein Kollege Andrea Ranocchia zeigte war gute Ansätze, neigt aber zu haarsträubenden Leichtsinnigkeiten. Auch der Platztausch der beiden halb durch die erste Hälfte änderte daran wenig.</p>
<p><strong><em>Mehr Freiheiten für Sneijder</em></strong></p>
<p>Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel musste Inter-Coach Leonardo endgültig gesehen haben, dass Stankovic in der Mitte nichts zu Wege brachte, er wurde wiederum von Luiz Gustavo ziemlich abmontiert und hinterde zudem mit seinem recht statischen Spiel Sneijder ein wenig an der Bewewgungsfreiheit. Für Stankovic &#8211; in Abwesenheit von Zanetti, der mit Fieber das Bett hütete, Kapitän &#8211; kam Coutinho ins Spiel, und der junge Brasilianer hatte offenbar die Aufgabe, der willfährige Löcherstopfer für Sneijder zu sein.</p>
<p>Der Holländer orientierte sich nun vermehrt auch immer wieder ins Zentrum, stiftete damit etwas Verwirrung zwischen Lahm und Luiz Gustavo und der quirlige Coutinho spielte praktisch komplementär zu Sneijder. Zudem rückte Pandev auf der anderen Seite nun immer mehr ein und zog so Pranjic zuweilen sehr weit aus seiner Position, was für zusätzliche Unordnung in der Bayern-Defensive sorgte. Von der sich vor allem Breno anstecken ließ: Er blieb andächtig von Eto&#8217;o und Sneijder weg, als der Kameruner für den Holländer ablegte und Letzterer für den 2:2-Ausgleich sorgte.</p>
<p><strong><em>Die Bayern brechen weg</em></strong></p>
<p>Was der Startschuss für einen spannende Schlussphase war. Denn die Bayern schafften es nun nicht mehr so wie zuvor, die Räume für Inter im Mittelfeld schon eng zu machen und den Nerazzurri die Zeit am Ball und zum Spielaufbau zu nehmen. Zudem musste Robben raus, nachdem er alleine durch seine Präsenz Chivu einiges an Verusicherung verliehen hatte. Sein Ersatz Hamit Altintop fiel da deutlich ab. Und der zunehmend leichtsinnige und oft eher kopflos weit nach vorne aufrückende Van Buyten musste Holger Badstuber weichen.</p>
<p>Inter merkte: Nach einer Stunde, indem man von starken und spielfreudigen Bayern zum Teil hergespielt worden war, gab es nun tatsächlich noch die Möglichkeit, sogar wirklich noch ins Viertelfinale einzuziehen. Vor allem Sneijder riss die Verantwortung nun an sich und sorgte dafür, dass die Münchner hinten noch mehr zu wackeln begannen und Konter der Bayern gar nicht mehr ausgespielt wurden, sondern nur noch zum Zeitgewinn genützt wurden.</p>
<p>Und so kam es, wie es kommen musste: Breno, dessen Leistung sich der Bewertung &#8220;katastrophal&#8221; in der zweiten Halbzeit mit riesengroßen Schritten näherte, ließ sich viel zu billig von Eto&#8217;o austanzen und vergaß völlig auf Pandev in seinem Rücken, nachdem sich dieser auch vom ebenso heftig nachlassenden Pranjic gelöst hatte. Der Mazedonier drosch den Querpass von Eto&#8217;o in die Maschen &#8211; das 3:2 für Inter. Und das Ende für die Bayern.</p>
<p><em><strong>Fazit: Ein lange schreckliches Inter profitiert vom Bayern-Kollaps</strong></em></p>
<p>Das Resultat sagt deutlich mehr über die Bayern aus als über Inter. Dass eine Mannschaft, die eine halbe Stunde Zeit hat, um ein einziges Tor zu schießen, sich aufbäumt, kann man von einem amtierenden Champions-League-Sieger erwarten.</p>
<p>Dass die Bayern aber, die Inter komplett unter ihrer Knute hatten und schon 4:1 oder 5:1 führen hätten <em>müssen</em> diese Überlegenheit noch so aus der Hand geben und in der letzten halben Stunde so derart zu kollabieren, dass sich der K.o.-Schlag in Form des dritten Gegentores schon abgezeichnet hatte, ist kaum nachvollziehbar. Viele Gründe gibt es für den Zusammenbruch: Der leichtsinnige Umgang mit besten Torchancen auf der einen Seite genauso wie eine Abwehr, die ganz einfach höheren internationalen Ansprüchen in keinster Weise genügt.</p>
<p>Was sich letztlich auch Louis van Gaal ankreiden lassen muss, der taktisch ja eigentlich alles richtig gemacht hatte: Seine Mannschaft reagierte hervorragend auf das Manöver, Sneijder auf die Seite zu beordern und auf die vorgezogene Rolle von Pandev. Aber es war auch der Holländer, der sich weigerte, für die Abwehr &#8211; die ja letzte Saison schon das Sorgenkind war &#8211; adäquat nachzurüsten.</p>
<p>So gesehen haben die Bayern ihr Glück, dass die auf dem Weg ins letztjährige Champions-League-Finale gegen die Fiorentina und Man United mit auch schon teils fragwürdigen Defensiv-Leistungen strapaziert hatten, nun aufgebraucht. Und sich als an sich etwas bessere von zwei ähnlich starken Teams nun verabschiedet.</p>
<p>Womit sie nun vor den Trümmern einer Saison stehen</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4375&amp;md5=2adceb4c9fb4ddfa02ac275960de99ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/03/15/sneijders-linke-tour-und-der-totale-bayern-kollaps/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4375&amp;md5=2adceb4c9fb4ddfa02ac275960de99ea" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Hannover sägt Van Gaals Trainerstuhl ein weiteres Bein ab</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/03/06/hannover-sagt-van-gaals-trainerstuhl-ein-weiteres-bein-ab/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/03/06/hannover-sagt-van-gaals-trainerstuhl-ein-weiteres-bein-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 12:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Lahm]]></category>
		<category><![CDATA[pogatetz]]></category>
		<category><![CDATA[Robben]]></category>
		<category><![CDATA[Slomka]]></category>
		<category><![CDATA[Tymoschuk]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=4266</guid>
		<description><![CDATA[Wie lange ist Louis van Gaal noch Trainer bei den Bayern? Nach dem 1:3 in Hannover scheint die Antwort eher &#8220;Tage&#8221; zu sein als &#8220;Wochen&#8221;. Denn beim Überraschungsteam der Bundesliga machten die Bayern einmal mehr erstaunlich viel schon in der Herangehensweise an die Partie falsch. Es war als Schicksalsspiel für Bayern-Trainer Louis van Gaal angekündigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wie lange ist Louis van Gaal noch Trainer bei den Bayern? Nach dem 1:3 in Hannover scheint die Antwort eher &#8220;Tage&#8221; zu sein als &#8220;Wochen&#8221;. Denn beim Überraschungsteam der Bundesliga machten die Bayern einmal mehr erstaunlich viel schon in der Herangehensweise an die Partie falsch.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/HanBay.png"><img class="size-full wp-image-4267 " title="HanBay" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/HanBay.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Hannover 96 - Bayern München 3:1</p></div>
<p><span id="more-4266"></span>Es war als Schicksalsspiel für Bayern-Trainer Louis van Gaal angekündigt worden &#8211; und die Bayern versagten nach dem Cup-Aus gegen Schalke nun auch beim Überraschungsteam in der Bundesliga &#8211; und das, obwohl bei Hannover der an sich beste Stürmer Didier Ya-Konan verletzt nicht dabei sein konnte &#8211; für ihn spielte Ex-Bayer Jan Schlaudraff als zweite Spitze in einem recht klassischen 4-4-2.</p>
<p>Deutlich mehr umstellen musste indes Van Gaal: Der zuletzt formschwache Schweinsteiger musste gelbgesperrt aussetzen, Luiz Gustavo war krank. So agierte Kroos in der tiefen Rolle vor der Abwehr und &#8211; was schon in den letzten Spielen nicht funktioniert hat &#8211; Linksverteidiger Pranjic als Achter, dafür mit Badstuber wieder ein spieler links hinten, der sich dort nicht allzu wohl fühlt. Folgerichtig kam vom gelernten Innenverteidiger nicht allzu viel Unterstützung für Ribéry.</p>
<p><strong><em>Numerische Überlegenheit ohne Vorteil abgegeben</em></strong></p>
<p>Das Hauptproblem war aber einmal mehr das zentrale Mittelfeld. Gegen die zwei Hannoveraner im Zentrum gaben die Bayern &#8211; mit nominell drei Zentralen &#8211; die Überlegenheit auf, indem sich Müller weiter nach vorne orientierte und Kroos sehr tief stand. Das muss nicht verkehrt sein, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/15/das-statement/">Dortmund hat so zum Rückrundenstart das 4-4-2 von Leverkusen absolut zerlegt</a>. Großer Unterschied: Der angehende Meister hat Leverkusen mit eigenem Pressing entnervt und konnte so auf die Zentrale verzichten. Hier waren es aber die Hannoveraner, die zum Teil recht heftig gegen die Bayern pressten.</p>
<p>Vor allem die Tatsache, dass bei Hannover zwei Spitzen da waren, die volle Kanne pressten und somit schon die Spieleröffnung der Bayern extrem störten, brachte den vermeintlichen Favoriten schwer ins Wanken. So war Lahm gezwungen, umso mehr nach vorne zu tun. Ein weiteres Problem war &#8211; einmal mehr &#8211; Danijel Pranjic. Er war auf der Acht völlig unsichtbar und für Kroos selten eine Option, weil er, wie auch der Rest der Mannschaft, sehr hoch stand und die Bayern somit auf lange Bälle zurückgreifen mussten. Die sehr selten ankamen. Da half es auch nicht, dass Robben und vor allem Ribéry viel einrückten, um in der Zentrale wieder einen numerischen Vorteil herzustellen.</p>
<p>Und die Tatsache, dass die Bayern versuchten, sich sehr hoch anspielen zu lassen, spielte dem explosiven Konterfußball, den Mirko Slomka (<a href="http://ballverliebt.eu/2008/07/15/es-ist-zum-heulen/">wir erinnern uns mit Wehmut, der wäre nach der EM fast ÖFB-Teamchef geworden!</a>) seinem Team eingeimpft hat, voll in die Karten. So konnte Rausch einen Vorstoß von Lahm nützen, um in dessen Rücken freie Fahrt zu haben, seine Flanke fand den Norwegen Abdellaoue, und es stand 1:0 für die Hausherren.</p>
<p><strong><em>Hannover mit Plan, Bayern ohne Ordnung</em></strong></p>
<p>Defensiv stand Hannover exzellent, vor allem Robben hatten die Norddeutschen gut im Griff. Kam der Holländer mit Tempo, standen wie in den letzten Wochen auch immer zwei bis vier Gegenspieler um ihn herum. Wurde Robben allerdings stehend angespielt ohne Gefahr für Tempoläufe, ließ Hannover komplett von ihm ab und stellte den Strafraum voll. Ähnliches praktizierten sie auf der anderen Seite mit dem dennoch etwas aktiveren Ribéry. So blieben den Bayern fast nur Fernschüsse.</p>
<p>Der ärmste Hund bei den Münchnern war aber nicht Gomez, der zwar vorne viel arbeitete &#8211; und ebenso einige Male vom schwachen Schiedsrichter Drees benachteiligt wurde wie Hannover bei einigen falschen Abseitsentscheidungen &#8211; aber dem wenig gelang. Nein, das war Anatoli Tymoschuk: Er musste nicht nur den Innenverteidiger spielen, sondern zunehmend auch dem etwas hilflosen Kroos in der Spieleröffnung helfen und zudem die rechte Seite abdecken, die der defensiv haarsträubend schlechte Lahm freiließ. Denn nicht nur, dass der Kapitän seine Flanke offen ließ, auch im Zweikampf im Strafraum schaute er zumeist nur andächtig zu.</p>
<p><strong><em>Symptome behandeln und wiederkehrende Fehler korrigieren<br />
</em></strong></p>
<p>Dass Tymoschuk an dieser Dreifach-Aufgabe scheitern musste, war aufgelegt, seine Auswechslung zur Halbzeit war allerdings nur ein Behandeln der Symptome der Schwäche anderer, anstatt dass Van Gaal die Ursachen für die Überforderung angetastet hatte. Für den Ukrainer kam Daniel van Buyten, der nun nicht mehr hinter dem etwas disziplinieren Lahm aufräumen musste, zudem kam mit Ottl eine sich besser anbietende Anspielstation statt Pranjic ins defensive Mittelfeld. Es ist schon erstaunlich: Van Gaal ließ Pranjic zuletzt fast immer im Mittelfeld beginnen, um Luiz Gustavo (Achter) oder diesmal Badstuber (Innenverteidiger) auf der LV-Position beginnen zu lassen. Jedesmal korrigierte er diesen Missstand im Laufe des Spiels, weil es schlicht nicht funktioniert hat. Und doch stellt er Pranjic immer wieder ins Mittelfeld.</p>
<p>Der Kroate fühlt sich links sichtbar wohler, und nun kam auch etwas mehr Unterstützung für Ribéry, als das der ausgewechselte Badstuber geliefert hatte. Doch bevor diese Maßnahme wirklich greifen konnte, stand es schon 0:2 &#8211; nach einer Ecke ließen die Bayern Rausch völlig frei von der Strafraumgrenze schießen, Gomez fälschte den Schuss noch leicht ab. Ganz hatten sich die Münchner aber noch nicht aufgegeben und vier Minuten später zeigten sie auch, wie gut Hannover daran tat, sie nicht in den Strafraum kommen zu lassen. Ein Ball von (dem sonst indiskutabel schlechten) Müller fand etwas glücklich Ribéry, der setzte sich gegen Pogatetz durch und bediente Robben, der nur noch einschieben musste.</p>
<p><strong><em>Robben erst nach Schlampigkeitsfehler mit mehr Einsatz</em></strong></p>
<p>Dass Robben aber seit Wochen seltsam abwesend wirkt, wurde ihm aber kurz darauf wieder zum Verhängnis. Leichtfertiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, und wieder ging&#8217;s bei Hannover schnell. Weder Kroos noch Ottl und schon gar nich Van Buyten griffen den aufs Tor zustürmenden Pinto an, und auch Kraft machte beim folgenden Schuss keine gute Figur &#8211; und es stand 3:1 für Hannover.</p>
<p>Offensichtlich hat Robben diesen Fehler gebraucht, denn nun drehte er auf und schwang sich zu einem Aktivposten auf. Und zwar so sehr, dass in der Folge sein Gegenspieler Rausch &#8211; der die Freiheiten lange genoss &#8211; gegen den defensiv stärkeren Chahed ausgewechselt wurde. Allerdings zu einem Zeitpunkt, als die Partie schon vorentschieden war. Breno hatte in der 71. Minute nach einer Tätlichkeit die rote Karte gesehen.</p>
<p><em><strong>Dreierkette ohne Innenverteidiger</strong></em></p>
<p>Van Gaal musste nun alles riskieren und tat das auch. Er löste die Verteidigung komplett auf, indem er mit Van Buyten den verbliebenen IV als Kopfballoption in die Spitze schickte, nachdem er schon zuvor Klose für Kroos eingewechselt hatte. Hinten spielten die Bayern nun de facto mit einer Dreierkette, gebildet aus den Außenverteidigern Lahm und Pranjic sowie dem verbliebenen defensiven Mittelfelspieler, Ottl. In der letzten Viertelstunde gab es nur noch die Devise &#8220;Brechstange&#8221;.</p>
<p>Slomka brachte einen fünften Verteidiger für den fleißigen Stindl, nachdem er mit der Einwechslung von Stoppelkamp (für Schlaudraff) schon eher auf ein 4-5-1 umgestellt gehabt hatte. Man kann Hannover vorwerfen, die sich durchaus bietenden Kontermöglichkeiten in der Schlussphase nicht gut ausgespielt zu haben. Das machte aber in diesem Spiel nichts mehr aus, weil die Bayern ohnehin nie den Eindruck hinterlassen hatten, tatsächlich noch zwei Tore aufholen zu können.</p>
<p><strong><em>Fazit: Van Gaal arbeitet an seiner Entlassung</em></strong></p>
<p>Es ist schon erstaunlich, wie viel man falsch machen kann. Pranjic als Achter, Lahm zu offensiv, Tymoschuk mit drei aufgaben, offensives Mittelfeld zu hoch, Notlösungen auf links hinten. Und dann noch individuelle Aussetzer wie von Robben und Kraft (beim dritten Gegentor), sowie Breno (beim dämlichen Ausschluss). Und Van Gaals Reaktionen auf diese Unzulänglichkeiten. Wenn mal ein Spiel vercoacht wird, kann das ja mal passieren. Aber der &#8220;Tulpengeneral&#8221; macht seit Wochen nicht den Eindruck, diese Fehler wirklich korrigieren zu wollen.</p>
<p>Hannover hingegen machte so ziemlich alles richtig. Aktives Pressing von beiden Sturmspitzen (was deren Verwendung auch tatsächlich rechtfertigt), bekannt explosives Umschalten von Defensive auf Offensive, konsqeuentes Ausnützen der Fehler der Bayern. Nicht umsonst rangiert Hannover, letztes Jahr erst am letzten Spieltag vor dem Abstieg gerettet, auf dem dritten Platz und befindet sich auf dem Weg in die Champions-League-Quali &#8211; auf die viertplatzierten Bayern sind&#8217;s nun schon fünf Punkte Vorsprung&#8230;</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4266&amp;md5=bdd604135fe1cb96f0abd1711ae2b287" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/03/06/hannover-sagt-van-gaals-trainerstuhl-ein-weiteres-bein-ab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4266&amp;md5=bdd604135fe1cb96f0abd1711ae2b287" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Schlechte Bayern legen Schalke das Pokalfinale unter den Tannenbaum</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/03/03/schlechte-bayern-legen-schalke-das-pokalfinale-unter-den-tannenbaum/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/03/03/schlechte-bayern-legen-schalke-das-pokalfinale-unter-den-tannenbaum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 11:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[DFB Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[Magath]]></category>
		<category><![CDATA[Raúl]]></category>
		<category><![CDATA[Schalke]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=4247</guid>
		<description><![CDATA[Zum ersten Mal seit zehn Jahren verlieren die Bayern zwei Heimspiele hintereinander &#8211; und das 0:1 im Pokal-Semifinale gegen Schalke resultierte aus einer wirklich schlechten Leistung gegen das zu Beginn erstmals in einem 4-3-2-1-Tannenbaum-System agierende Schalke. Felix Magath musste auf den am Knie verletzten Klaas-Jan Huntelaar verzichten &#8211; und in Ermangelung einer echten Klasse-Alternative und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zum ersten Mal seit zehn Jahren verlieren die Bayern zwei Heimspiele hintereinander &#8211; und das 0:1 im Pokal-Semifinale gegen Schalke resultierte aus einer wirklich schlechten Leistung gegen das zu Beginn erstmals in einem 4-3-2-1-Tannenbaum-System agierende Schalke.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4253" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayS04.png"><img class="size-full wp-image-4253 " title="BayS04" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayS04.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Schalke 04</p></div>
<p><span id="more-4247"></span>Felix Magath musste auf den am Knie verletzten Klaas-Jan Huntelaar verzichten &#8211; und in Ermangelung einer echten Klasse-Alternative und angesichts der Tatsache, dass es sich um ein Auswärtsspiel bei den Bayern handelte, stellte der Schalke-Trainer um: Er verzichtete ganz auf einen zweiten Stürmer und ließ Raúl alleine an vorderster Front spielen und fand dafür neue Rollen für Farfán und Jurado, die im 4-4-2 üblicherweise die Außenpositionen im Mittelfeld besetzten: Die beiden Spielten in den Halbpositionen hinter Raúl in einem 4-3-2-1. Dahinter platzierte Magath drei statt der üblichen zwei defensiven Mittelfeldspieler: Kluge rechts, Annan links, und Matip als etwas tiefer stehender Sechser.</p>
<p>Das stellte sich nach vorne natürlich als &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; flügellahm dar, stellte die Bayern aber durchaus vor Probleme. Bei den Münchnern rückte gegenüber <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">dem 1:3 gegen Dortmund</a> Schweinsteiger von der tief stehenden Sechs auf die Achterposition, dafür übernahm Luiz Gustavo die Rolle vor den Innenverteidigern (diesmal Tymoschuk und Breno). Ribéry und vor allem Robben taten sich gegen die sehr tief stehenden Gegenspieler aber sehr schwer: Gerade Robben fand gegen Sarpei und den oft nach außen rückenden Annan überhaupt keine Bindung zum Spiel, da war auch Lahm keine große Hilfe.</p>
<p>Ein mindestens ebenso großes Problem wie der Spielaufbau waren bei den Bayern aber die Defensiv-Standards. Die Zuordnung klappte überhaupt nicht, bzw. agierten die Bayern dabei sehr passiv. So schwammen sie nach einer Viertelstunde bei zwei Ecken schon bedenklich, ehe es bei der dritten dann fast folgerichtig einschlug: Schweinsteiger versuchte nicht einmal, gegen Höwedes ins Kopfball-Duell zu gehen, sein Pass fand Raúl, und der Spanier traf zum 1:0 für die Schalker.</p>
<p><strong><em>Schalke zieht sich weiter zurück</em></strong></p>
<div id="attachment_4254" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayS04-2.png"><img class="size-full wp-image-4254 " title="BayS04 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayS04-2.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schalke stellt auf 4-4-2 um</p></div>
<p>Die Reaktion der Bayern? Erstmal keine. Auffällig war aber, dass Ribéry auf seiner Seite zielgerichteter agierte als Robben auf der anderen, und die eine oder andere Flanke segelte tatsächlich in den Strafraum. Mit der Führung im Rücken tat sich Magath wohl nicht allzu schwer, die Formation zu adaptieren. Farfán tauschte mit Jurado immer mehr die Position und stellte sich erst halbrechts, und rückte in der Folge auf die Position im rechten Mittelfeld. Schalke spielte nun mit einem recht klassischen 4-4-2 (bzw. einem 4-4-1-1 mit Jurado als hängender Spitze). Uchida fühlte sich mit der Hilfe von Farfán nun deutlich wohler und Ribéry wurde nun auch gut in Schach gehalten.</p>
<p>Der Spielaufbau bei den Hausherren gestaltete sich äußerst behäbig und es fehlte eklatant am Tempo &#8211; daran änderte sich auch nichts, als mit Kroos ein neuer Sechser kam (für Tymoschuk eingewechselt, Luiz Gustavo ging in die Innenverteidigung). Die exzellente Raumaufteilung bei Schalke zwang die ohnehin plan- und vor allem lustlos wirkenden Bayern zu ewigem Hin- und Hergeschiebe des Balles mit elf Schalkern hinter selbigem. Vor allem nach einer deutlich schwungvolleren Anfangsphase der zweiten Hälfte verebbten die Bayern zusehens.</p>
<p><strong><em>Bayern einfach schlecht</em></strong></p>
<p>Schalke spielte defensiv sehr ansprechende Partie, profitierte aber davon, dass die Bayern schlicht und einfach eine wirklich schlechte Partie ablieferten. Die Offensivspieler standen oft 40 Meter vor Luis Gustavo, Breno und Kroos, die von hinten heraus ebenso händeringend wie vergeblich nach sich anbietenden Mitspielern ausschau hielten. Und vorne fehlte es massiv an der Bewegung &#8211; keiner in der Bayern-Offensive suchte freie Räume oder versuchte, durch vermehrte Laufarbeit solche zu schaffen.</p>
<p>So musste zwar Manuel Neuer dann und wann eingreifen, wirklich gefährlich wurden die Bayern aber nur sehr vereinzelt. Ein Extralob muss man im Gegensatz dazu (einmal mehr) an Raúl aussprechen: Wie sich der 33-jährige Spanier für keinen Weg zu schade wie, wie er mit seinem Pressing die gegnerische Spieleröffnung permanent stört, wie er mannschaftsdientlich spielt und dazu noch (heute weniger, aber allgemein) Torgefahr ausstrahlt, ist bewundernswert.</p>
<p><em><strong>Fazit: Schalke solide, Bayern behäbig</strong></em></p>
<p>Der einzige taktisch interessante Punkt dieser Partie war die Startformation von Schalke &#8211; das 4-3-2-1 um das Fehlen von Huntelaar zu kompensieren und dazu defensiv gut zu stehen. Das Team von Felix Magath legte es sichtbar von Anfang an darauf an, den Bayern den Ball zu überlassen, hinten gut zu stehen und vorne auf einen Geniestreich und/oder eine Standardsituation zu hoffen.</p>
<p>Die Belohnung dafür war ein 1:0-Sieg und trotz der an sich verkorksten Saison mit einiger Wahrscheinlichkeit doch noch ein Platz im internationalen Geschäft. Denn dass die Königsblauen im Finale am 21. Mai gegen Zweitligist Duisburg klarer Favorit ist, steht wohl außer Frage.</p>
<p>Bei den Bayern hingegen muss man sich durchaus Sorgen machen: War man am Samstag gegen Dortmund noch einer klar besseren Mannschaft unterlegen &#8211; was ja mal passieren kann &#8211; so war diese Leistung gegen eine ordentliche, aber sicher nicht überragend aufgeigende Schalke Mannschaft schlecht bis unterirdisch. In dieser Form wird&#8217;s nicht nur in der für die CL-Plätze wichtigen Partie am Wochenende bei Überraschungsteam Hannover schwer &#8211; sondern vor allem im Rückspiel gegen Inter Mailand. Langsam aber sicher wackelt Louis van Gaal immer bedenklicher.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4247&amp;md5=c5397ddc4bbcdbf2f9a237c6e8fa8e99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/03/03/schlechte-bayern-legen-schalke-das-pokalfinale-unter-den-tannenbaum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4247&amp;md5=c5397ddc4bbcdbf2f9a237c6e8fa8e99" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Dortmund macht den Deckel drauf</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bender]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[Sahin]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinsteiger]]></category>
		<category><![CDATA[Van Gaal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=4195</guid>
		<description><![CDATA[Die letzten wilden Träumer sind nun auch aufgewacht: Wer auch immer glaubte, die Bayern hätten im deutschen Titelrennen noch eine Chance, wurde von der mit 22,3 Jahren jüngsten Dortmund-Elf der Bundesliga-Geschichte eindrucksvoll eines besseren belehrt. Nach dem 3:1-Sieg steht der Titel für den BVB de facto fest. Gegenüber dem 1:0-Sieg bei Inter kehrte Luiz Gustavo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die letzten wilden Träumer sind nun auch aufgewacht: Wer auch immer glaubte, die Bayern hätten im deutschen Titelrennen noch eine Chance, wurde von der mit 22,3 Jahren jüngsten Dortmund-Elf der Bundesliga-Geschichte eindrucksvoll eines besseren belehrt. Nach dem 3:1-Sieg steht der Titel für den BVB de facto fest.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_4196" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor.png"><img class="size-full wp-image-4196 " title="BayDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor.png" alt="" width="369" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<p><span id="more-4195"></span>Gegenüber dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/23/3-aspekte-2-zasuren-und-1-eiertor/">1:0-Sieg bei Inter</a> kehrte Luiz Gustavo wieder auf die Position des Linksverteidigers zurück &#8211; Van Gaal nahm diesmal keinen gegnerischen Zehner aus, den es in Manndeckung zu nehmen gab. Das hieß, dass Pranjic in die Zentrale zurückkehrte &#8211; und zwar nicht als Sechser, sondern als recht hoch stehender Achter. Die Absicht dahinter war vermutlich, den Platz ausnützen, denn Sven Bender &#8211; der bei Dortmund üblicherweise auf der halbrechten Position defensiver steht als Nuri Sahin.</p>
<p>Aber Sahin und Bender wechselten die Plätze oftmals &#8211; so stand Pranjic zumeist gegen Sahin, während Bender viel Platz vor ihm hatte. Das nützte dieser natürlich aus und zog immer wieder mit Tempo auf Schweinsteiger zu. Womit dieser nicht nur Robert Lewandowski zu beobachten hatte, sondern sich auch noch mit Bender herumschlagen musste. Das verschaffte Dortmund einen signifikanten Vorteil in der Mittelfeldzentrale.</p>
<p><em><strong>Konkurrenz auf den Flügeln</strong></em></p>
<p>Hinzu kam, dass der überlegene Tabellenführer aus Dortmund, anders als Inter Mailand, selbst über ein hervorragendes Flügelspiel verfügt und nicht nur mit eigenen Angriffen, sondern auch mit hervorragender Defensiv-Arbeit Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel nahm. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. All das, und das für die Borussia so typische sehr hoch beginnende und aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.</p>
<p>So musste Dortmund nur noch warten, bis sich durch das harte Pressing Fehler bei den Bayern und damit eigene Chancen ergaben, und schon in der 9. Minute war es so weit: Schweinsteiger wurde sah zwei Mann aus verschiedenen Richtungen auf sich zustürzen, verstolperte den Ball, und Großkreutz brauchte nur noch Barrios bedienen &#8211; das 1:0. Die Bayern reagierten, indem sie sich selbst weiter nach vorne schoben, und kamen nach einer Eckball-Serie durch einen Kopfball von Luiz Gustavo (Piszczek hatte das Nachsehen) schnell zum Ausgleich.</p>
<p><strong><em>Schweini zwischen den Stühlen</em></strong></p>
<p>Aber die Borussia ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und erzielte durch einen überfallsartigen Konter, abgeschlossen von einem sensationellen Heber von Nuri Sahin, sofort wieder die erneute Führung. In der Folge tauschten Bender und Sahin dann doch immer mal wieder die Plätze, ohne aber, dass die Bayern darauf reagierten &#8211; so hatte der türksiche Spielgestalter unerhoffte Freiheiten.</p>
<p>Und weil Sahin in der Offensive noch stärker ist als Sven Bender, saß Schweinsteiger in einer ähnlichen Zwickmühle wie <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/15/das-statement/">das defensive Mittelfeld von Leverkusen bei deren Heimpleite gegen Dortmund</a>: Angesichts der Tatsache, dass Lewandowski als Zehner deutlich höher spielt als Götze (oder im Herbst Kagawa) das tat, konnte Schweinsteiger nicht nach vorne rücken, um Sahin früher zu empfangen. So aber gewährte er Sahin den Platz, den er bei Kontern immer wieder ausnützte. So überließ Dortmund den Bayern zwar den Ball, hatte aber selbst die deutlicheren Chancen, noch vor dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung zu sorgen.</p>
<p><strong><em>Van Gaal behebt Kardinalproblem nicht</em></strong></p>
<p>In der Pause wechselte Louis van Gaal zwar &#8211; er behob aber nicht das Problem im Mittelfeld, sondern ersetzte den formschwachen Badstuber durch Breno. In der Zentrale blieb alles beim Alten &#8211; und somit auch das Spiel: Schweinsteiger stand zu tief und konnte nichts ausrichten, die Flügel blieben unter Kontrolle und Pranjic konnte als Achter weiterhin keine Akzente setzen. Deshalb setzte Van Gaal in der 57. Minute auf ein neues Pferd auf der Pranjic-Position: Toni Kroos kam für Luiz Gustavo, Pranjic ging nach links hinten.</p>
<p>Ob diese Maßnahme wirklich gegriffen hätte, ist allerdings hypotetisch, denn in der 60. Minute versenkte ausgerechnet Mats Hummels, der bei den Bayern nie eine reaslistische Chance hatte, einen Eckball zum 3:1 gegen seinen Ex-Klub. Was für Dortmund aber beileibe kein Anlass war, sich zurückzulehnen</p>
<p><strong><em>Klopp zieht die Daumenschraube an</em></strong></p>
<p>Im Gegenteil: Nun folgte eine neue Welle extremsten Pressings im Mittelfeld, dass die Bayern gar nicht erst auf die Idee kommen sollten, zu glauben, es wäre noch etwas möglich. Zudem kam etwa 20 Minuten vor Schluss Jakub Blaszczykowski für Sturmspitze Barrios. Aber nicht, wie man erwarten hätte können, für die Flügel &#8211; nein, der Pole übernahm erst einmal die Position von Barrios ganz vorne. Er sollte dort allerdings weniger für Torgefahr sorgen, sondern schlicht auf alles pressen, was sich bewegte. Klopp zog somit die Daumenschraube an: 3:1 voran beim vermeintlich stärksten Konkurrenten, aber nix da mit mal locker nach Hause spielen.</p>
<p>Die Bayern kamen erst in den letzten Minuten wieder etwas besser zur Geltung, als Antonio da Silva für den vor allem in der Defensivarbeit gegen Robben so starken Großkreutz als Zehner kam; Blaszczykowski ging nun doch auf den Flügel und Lewandowski nach vorne. Dadurch, und durch die am Ende offensichtlich nachlassenden Kräfte der Borussia, kamen die Bayern in der Schlussphase doch noch zu einigen Chancen, vornehmlich aus Weitschüssen. Dass Weidenfeller-Ersatz Langerak aber seine erste echte Prüfung erst in der 74. Minute zu bestehen hatte (gegen Gomez), spricht Bände &#8211; und ist ein klares Indiz dafür, dass Dortmund hochverdient gewonnen hat.</p>
<p><strong><em>Fazit: Raumaufteilung war der Schlüssel</em></strong></p>
<p>Der Schlüssel zum Sieg für Dortmund war die geschicktere Raumaufteilung in der Zentrale. Einer aus dem Duo Bender/Sahin hatte gegen den von Lewandowski nach hinten gedrückten Schweinsteiger immer Platz, um mit Tempo Richtung Bayern-Tor zu ziehen. Außerdem gewann die Borussia die Duelle auf den Flanken &#8211; und das heftige Pressing gab den Bayern den Rest.</p>
<p>Mit dieser wahrhaft meisterliche Vorstellung hat Borussia Dortmund nun zwar noch nicht rechnerisch, aber de facto den Deckel auf den ersten Meistertitel seit neun Jahren gemacht. Zehn Spiele vor Schluss hat der BVB nun 12 Punkte auf Leverkusen und gar 16 Zähler auf die Bayern Vorsprung, und beide Teams haben Klopp und Co. bereits auswärts besiegt.</p>
<p>Da geht nichts mehr schief.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4195&amp;md5=8ec3a5098e0203809a8c0388c52f48fb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4195&amp;md5=8ec3a5098e0203809a8c0388c52f48fb" type="text/html" />
	</item>
	</channel>
</rss>

