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	<title>Ballverliebt &#187; Bayern</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Die Bayern sind haushoch überlegen, aber Chelsea spielt den Party-Crasher</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 00:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gespielt hat nur eine Mannschaft &#8211; die Bayern. Torchancen hat sich auch nur ein Team aktiv erarbeitet &#8211; die Bayern. Eine Mannschaft war bis kurz vor Schluss vorne, hatte in der Verlängerung einen Elfer und war auch im Shoot-Out vorne &#8211; die Bayern. Gewonnen hat das Finale der Champions League in München aber trotzdem Chelsea. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Gespielt hat nur eine Mannschaft &#8211; die Bayern. Torchancen hat sich auch nur ein Team aktiv erarbeitet &#8211; die Bayern. Eine Mannschaft war bis kurz vor Schluss vorne, hatte in der Verlängerung einen Elfer und war auch im Shoot-Out vorne &#8211; die Bayern. Gewonnen hat das Finale der Champions League in München aber trotzdem Chelsea. 120 Minuten den Bus parken, einen Eckball verwerten und dann die Elfer-Lotterie gewinnen: Auch so kann man den Pokal holen.</em></strong></p>
<div id="attachment_7179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-19-Chelsea-Bayern-1-1.png"><img class=" wp-image-7179 " title="2012 05 19 Chelsea-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-19-Chelsea-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea - Bayern 1:1 n.V., 4:3 i.E.</p></div>
<p><span id="more-7178"></span>Am 18. Mai 2005 war es, in Lissabon. Da hatte Sporting das Finale des Uefa-Cups daheim, im eigenen Stadion, gegen ZSKA Moskau. Ging dabei sogar in Führung. Und verlor letztlich dennoch mit 1:3. Fast auf den Tag genau sieben Jahre später, Schauplatz München, wiederholte sich Geschichte. Mit einem kleinen Unterschied: Ivica Olic, damals im Trikot der Russen, stand diesmal auf der falschen Seite.</p>
<p><strong><em>So viele gesperrte Spieler</em></strong></p>
<p>Die Tatsache, dass bei den Bayern drei Stammkräfte (Badstuber, Alaba, Luiz Gustavo) gesperrt waren und bei Chelsea gleich vier (Terry, Ramires, Meireles und Ivanovic) zwang beide Trainer zu Umstellungen. Inhaltlich schmerzte Di Matteo vor allem der Ausfall von Ramires, der in den letzten Wochen der konstanteste Spieler war, sowohl defensiv sicher als auch offensiv, ob nun zentral oder auf dem Flügeln, ein integraler Bestandteil der Mannschaft. So brachte Di Matteo den langsamen Lampard und den im Vorwärtsgang eher limitierten Mikel für die Zentrale. Bosingwa und Cahill  ersetzten Ivanovic und Terry direkt.</p>
<p>Bei den Bayern waren die Umstellungen subtiler, aber dennoch merkbar. Was die größte Umstellung nach sich zog war die Sperre von Luiz Gustavo. Dieser ist zwar, was das Passspiel angeht, ohne Zweifel der unsicherste Bayern-Spieler und er ist im Aufbau gerade auf höchstem Niveau immer am ehesten ein Wackelkandidat, aber seine Zweikampfstärke ist unbestritten. Ohne den schmächtigen, aber in seinem Kerngebiet hervorragenden Brasilianer spielten mit Schweinsteiger und Kroos zwei Ballverteiler im defensiven Mittelfeld der Bayern, aber kein Ballgewinner mehr.</p>
<p><strong><em>Wie Chelsea mit Robben und Ribéry umging</em></strong></p>
<p>Alleine &#8211; ein solcher war gar nicht nötig. Chelsea präsentierte sich in einem 4-4-1-1, mit Mata sehr hoch fast auf einer Linie mit Drogba, und zwei Viererketten, die vor allem das Zentrum zumachten, sich gerade in der Anfangsphase zu zweit und zu dritt auf Robben stürzten, aber ansonsten keinerlei Druck auf den Ballführenden ausübten. Besonders auffällig war das bei Lampard und Mikel in der Mittelfeld-Zentrale.</p>
<p>Sie schirmten Müller ganz gut ab; ließen aber Schweinsteiger und Kroos &#8211; die beiden wechselten sich im Spiel nach vorne ab &#8211; einigermaßen unbehelligt. Sie stellten die Bayern nur, griffen sie aber nicht an. Das sah sehr passiv auf, hatte aber den Effekt, dass Chelsea die Bayern auf die Flügel zwang. Und dort hatte man gegen Robben und Ribéry eine gute Strategie am Start.</p>
<p>Es war abzusehen, dass die Duelle Bosingwa-Ribéry und Cole-Robben die Schlüsselduelle des Spiels werden würden. Ribéry durfte gegen Bosingwa durchaus immer wieder den Ball haben, verweigerte ihm aber durch gutes Positionsspiel und vor allem gutes Zweikampfverhalten den Weg in den Strafraum. Zusätzlich profitierte der Portugiese davon, dass das Hinterlaufen Ribérys von Alaba-Vertreter Diego Contento überhaupt nicht funktionierte. Contento spielte brav, wirkte in der Vorwärtsbewegung aber gehemmt, ging ganz selten bis zur Grundlinie durch und brachte in 120 Minuten auch nur eine einzige brauchbare Flanke in den Straufraum (in Minute 37).</p>
<p><strong><em>Die Chelsea-Flügel: Kalou und Bertrand</em></strong></p>
<p>Salomon Kalou ist kein besonders prickelnder Spieler. Dem Ivorer fehlt es deutlich an der Torgefahr, die ein Flügelstürmer normalerweise ausstrahlen sollten. Was er aber sehr wohl hat: Ein Gespür für sinnvolle Defensiv-Arbeit. Zweifellos war das der Grund dafür, dass er den Vorzug vor Daniel Sturridge erhalten hat. Und er erfüllte seine Aufgaben gut: Kalou schaffte es, Contento nie jenen Schub zu ermöglichen, den David Alaba in den letzten Monaten gemeinsam mit Ribéry entfalten konnte. All das jedoch: Keine echte Überraschung.</p>
<p>Womit allerdings viele nicht gerechnet hätten: Auf der linken Seite spielte nicht Florent Malouda, sondern der junge Ryan Bertrand in seinem allerersten Champions-League-Spiel. Der 22-Jährige ist gelernte Linskverteidiger, und das merkte man auch: Er schaute in erster Linie, dass Philipp Lahm nicht zu viel nach vorne machen konnte und Robben so möglichst isoliert war. Er mühte sich nach Kräften, aber defensiv brauchte es trotzdem immer wieder Ashley Cole, der einige Situationen bereinigen musste, und nach vorne war diese Seite tot.</p>
<p><strong><em>Das Aufbauspiel der Bayern</em></strong></p>
<p>Holger Badstuber ist Spieleröffner Nummer eins bei den Bayern, aber er neigt nicht zu großen Ausflügen. Das machte sein Vertreter Anatoli Tymoschuk etwas anders: Zusätzlich zu den beiden Kreativen Schweinsteiger und Kroos (die in Mata nur einen Gegenspieler hatten und so immer einer gefahrlos aufrücken konnte) vor ihm schaltete sich auch der Blondschopf, wenn auch vorsichtig, im Spiel nach vorne ein. Das Aufrücken des Ukrainers erlaubte es zusehens auch dem absichernden Spieler des zentralen Duos, sich höher zu positionierten &#8211; und natürlich auch Lahm im Zweifel auch mal vorne zu bleiben.</p>
<p>Zu sagen, das Spiel der Bayern hatte etwas Barcelona-eskes, wäre wohl etwas übertrieben. Aber die Münchner hatten doch sehr viel Ballbesitz und spielten von einer Seite zur anderen auf der Suche nach dem Loch im Abwehr-Verbund von Chelsea. Das wirkte oft auch ein wenig umständlich, mit zu wenig Tempo vorgetragen. Natürlich ergaben sich dadurch auch immer wieder Chancen &#8211; Robben in der 21. und 32., Müller in der 36., Gomez in der 42. &#8211; aber es fehlte ein Überraschungs-Moment, auch mal ein Tempo-Wechsel, und vor allem die wirkliche Gefahr über die Flügel.</p>
<p>Was aber vor allem ein Manko war: Wann immer Chelsea mal mit mehreren Spielern aufgerückt war und die Bayern eroberten in diesen Situationen den Ball, wurde zu langsam umgeschaltet, nicht konsequent genug nachgerückt und damit das Tempo aus dem Angriff genommen.</p>
<p>Je länger das Spiel dauerte, umso besser kam jedoch Thomas Müller in die Partie: Sobald er merkte, dass vor allem Lampard kein großes Interesse zeigte, das Zentrum zu verlassen, fing er an, zu rochieren &#8211; vornehmlich auf die rechte Seite. Weil er dort leichter anspielbar war, wurde er ein zunehmender Faktor im Spiel, er versuchte den Raum zwischen den Linie zu nützen und es war nicht unlogisch, dass er letztlich auch das Tor für die Bayern erzielen sollte.</p>
<p><em><strong>Chelsea eher mühsam</strong></em></p>
<p>Einen großen Offensiv-Plan hatten die Blues nicht zu bieten. Wenn der Ball erobert wurde, folge oft recht fix der lange Hafer Richtung Drogba. Damit hatten die Bayern-Verteidiger aber selten Probleme: Jerome Boateng lieferte eine starke Leistung ab und vor allem Philipp Lahm war in der Rückwärtsbewegung enorm stark, klärte immer wieder vor Drogba. Mata, die hängende Spitze, leistete auch enorm viel Arbeit gegen den Ball, rieb sich dadurch aber auf und war in der Vorwärtsbewegung kaum ein Faktor.</p>
<p>Bis auf einige kurze Phasen &#8211; also zwischen der 30. und 35. Minute und zwischen Wiederanpfiff und der 55. Minute &#8211; parkte Chelsea den Bus und strahlte wenig bis gar keine Torgefahr aus. Dafür verteidigten sie den eigenen Strafraum mit allem, was sie hatten. Da wurde sich in Schüsse geworfen und Bälle geblockt, dass bei den Bayern die Eckball-Statistik in lichte Höhen getrieben wurde. Das war recht mühsam anzusehen und es brauchte auch weiterhin etwas Glück, dass die Bayern weiterhin zu wenig präzise mit ihren Chancen umgingen &#8211; Ribéry in der 64., Robben in der 72., Müller in der 78. &#8211; aber bis sieben Minuten vor Schluss hielt das Bollwerk.</p>
<p><strong><em>Nach 0:1 kommt Torres. Für den Flügel!</em></strong></p>
<p>Als Thomas Müller in der 83. Minute doch noch das längst überfällige 1:0 für die Bayern erzielt hatte, musste bei Chelsea etwas passieren. Und Di Matteo tauschte das Personal auf den Flügeln aus: Nachdem zuvor schon Malouda statt Bertrand gekommen war, ersetzte er nun Kalou durch Torres. Das Signal war klar: Kompakte Defensive war von den Außenspielern nicht mehr gefragt, sondern der Vorwärtsgang. Dennoch brauchte es eine Ecke, um kurz vor Schluss noch zum 1:1 zu kommen. Das ist ein Vorwurf, den sich die Bayern machen lassen müssen: Sie selbst haben aus 20 Ecken nichts herausgeholt, Chelsea aus der einen sehr wohl.</p>
<div id="attachment_7181" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/CL-Finale-2.png"><img class=" wp-image-7181 " title="CL-Finale 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/CL-Finale-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Verlängerung</p></div>
<p>Interessanterweise ging Torres nicht in die Spitze zu Drogba, sondern besetzte die rechte Seite. Es wurde auch schnell klar, warum: Der flinke Spanier, der zuletzt doch so ein wenig zu seiner Form gefunden hat, ging konsequent in 1-gegen-1-Situationen gegen Diego Contento. Damit hatte dieser merklich Probleme, was dazu führte, dass Ribéry (und nach dessen Austausch wegen Verletzung auch Olic) sehr auf sich alleine gestellt war.</p>
<p>Zudem zeigten David Luiz und Gary Cahill beide wirklich starke Leistungen und ließen Gomez bis auf ganz wenige Situationen in der ersten Hälfte praktisch nicht am Spiel teilnehmen. Den Elfmeter, den Robben in der 97. Minute verschoss, verursachte Drogba mit einem eher ungeschickten Foul an Ribéry.</p>
<p>Das Pendel schwang nun immer weiter in Richtung von Chelsea. Die linke Angriffsseite der Bayern war weitgehend stillgelegt, Schweinsteiger pumpte schon kräftig, Gomez war abgemeldet und die beiden herben Rückschläge &#8211; das Gegentor in der 88. Minute und der verballerte Elfer in der 97. &#8211; hinterließen auch psychisch ihre Spuren.</p>
<p>So ging&#8217;s ins Elferschießen. In dem Cech den entscheidenden Versuch von Schweinsteiger an den Pfosten lenkte. Und gerade Drogba den letzten Penalty sicher verwandelte &#8211; für den Ivorer der erste große Titel.</p>
<p><strong><em>Fazit: Bayern haushoch überlegen, aber zu wenig konsequent</em></strong></p>
<p>Natürlich wäre ein Sieg der Bayern in ihrem Heim-Finale hochverdient gewesen. Chelsea hatte nie das geringste Interesse daran, irgend etwas für das Spiel zu tun, sie pressten nicht auf den Gegner, die griffen nicht an, Angriffszüge suchte man vergebens, aus dem Spiel heraus gab&#8217;s genau eine einzige echte Torchance (Kalou, 38.). Die Spielweise von Chelsea war mühsam, was destruktiv, war &#8211; wie es Sky-Kommentator Reif ausdrückte &#8211; &#8220;nervig&#8221;.</p>
<p>Doch so sehr man auch über Chelsea jammern mag, die extrem passive Spielanlage führte letztlich zum Erfolg. Nicht, weil diese Taktik so genial gewesen wäre. Im Gegenteil: Hätte Müllers 1:0 Bestand gehabt, Di Matteo wäre wohl medial gesteinigt worden, weil er nicht einmal versucht hat, das Spiel zu gewinnen. Nein, Chelsea geht mit dem Pokal aus dem Stadion, weil die Bayern aus ihrer haushohen Überlegenheit einfach viel zu wenig gemacht haben. Und Chelsea erst aus keiner Chance ein Tor machte und dann im Elferschießen die Nerven bewahrte.</p>
<p>So einfach kann Fußball manchmal sein.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7178&amp;md5=f98a8e6898876bde7f2e17875cfb8f3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dortmund zerlegt die Bayern 5:2! Der BVB holt hochverdient auch den Pokal</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 01:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bayern hatten mehr Ballbesitz, aber dennoch war dieses Pokal-Finale eine Macht-Demonstration von Borussia Dortmund. Beim 5:2-Sieg im Berliner Olympiastadion hatten die Münchner dem Meister inhaltlich einmal mehr nur wenig entgegen zu setzen und liefen in ein bitteres Debakel. Der fünften Niederlage gegen den BVB in Folge. &#8220;Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Bayern hatten mehr Ballbesitz, aber dennoch war dieses Pokal-Finale eine Macht-Demonstration von Borussia Dortmund. Beim 5:2-Sieg im Berliner Olympiastadion hatten die Münchner dem Meister inhaltlich einmal mehr nur wenig entgegen zu setzen und liefen in ein bitteres Debakel. Der fünften Niederlage gegen den BVB in Folge.</em></strong></p>
<div id="attachment_7168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-12-Dortmund-Bayern-5-2.png"><img class=" wp-image-7168 " title="2012 05 12 Dortmund-Bayern 5-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-12-Dortmund-Bayern-5-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia Dortmund - Bayern München 5:2</p></div>
<p><span id="more-7167"></span>&#8220;Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum so weit nach vorne, dass er zumeist auf einer Höhe mit Lewandowski spielte, aber die beiden Flügel blieben eher hinten und achteten darauf, dass auf den Außenbahnen nichts anbrannte. So war Dortmund eher in einem 4-4-2 angeordnet. Was zusätzlich den Effekt hatte, dass die beiden Spitzen Kagawa und Lewandowski beiden jeweils auf einen Innenverteidiger pressen und somit die Spieleröffnung der Bayern behindern konnten. Die Stürmer waren somit die vordersten Abwehrspieler.&#8221;</p>
<div id="attachment_7169" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-01.png"><img class=" wp-image-7169 " title="2012 04 11 Dortmund-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Dortmund - Bayern (1:0) am 11. April</p></div>
<p>Klingt vertraut? Kein Wunder. Diese Sätze stammen <a href="http://ballverliebt.eu/2012/04/12/the-big-lewandowski-mit-dem-goldenen-tor-dortmund-praktisch-meister/">von der Analyse zum 1:0-Sieg der Dortmunder über die Bayern</a> ziemlich genau einen Monat vor diesem Pokal-Finale. Und sie treffen exakt genauso auf dieses Spiel zu. Haben die Bayern nichts gelernt &#8211; oder fanden sie einfach kein Mittel?</p>
<p><em><strong>Dortmund lässt die Bayern nicht aufs Gaspedal</strong></em><strong><em><br />
</em></strong></p>
<p>Es war wohl ein Mix aus beidem. Weil, wie schon vor einem Monat, Badstuber durch das Pressing und das geschickte Positionsspiel der Dortmunder die Möglichkeit zu einer sinnvollen Spieleröffnung oftmals genommen wurde, gab es viele Querpässe hintenrum, aber wenig konkretes nach vorne. Anders als beim Duell in der Bundesliga wurden aber auch die anderen Bayern-Spieler konsequent angelaufen &#8211; was ebenso zu vielen Rückpässen bei den Münchnern führte.</p>
<p>Was auch daran lag, dass es Dortmund einmal mehr hervorragend verstand, die Flügel der Bayern aus dem Spiel zu nehmen. Vor allem die in den letzten Wochen so enorm starke Achse mit Alaba und Ribéry auf der linken Angriffsseite der Roten wurde komplett gekappt. Der jeweils weiter außen stehende der beiden Bayern wurde von zwei Spielern an der Außenlinie gestellt und vom Rest der Mannschaft isoliert. Wenn schon so der Pass ins Zentrum nicht immer ganz verhindert werden konnte, dann war doch zumindest das Tempo aus dem Bayern-Angriff entwichen.</p>
<p><em><strong>Kagawa und die linke Seite bei Dortmund</strong></em></p>
<p>Dieses Grundprinzip änderte sich weder durch die schnelle Dortmunder Führung, noch durch den Ausgleich der Bayern. Und es wurde dadurch noch verstärkt, dass Alaba an seine Überform der letzten Wochen in keinster Weise anschließen konnte und eine recht schwache Partie ablieferte. Zudem schalteten die beiden polnischen Gegenspieler der Bayern, Piszczek und vor allem Blaszczykowski, wie die komplette Dortmunder Mannschaft nach Ballgewinn extrem schnell um und waren eine ständige Bedrohung für die Bayern.</p>
<p>Noch mehr waren das aber Shinji Kagawa und Robert Lewandowski. Die beiden Dortmunder Spitzen machten nämlich nicht nur die Bayern-Spieleröffnung unmöglich, sondern sie machten auch in der Offensive ein grandioses Spiel. Kagawa war in seinem wohl letzten Spiel für die Borussia ein überragender Ballverteiler, der mit seiner Omnipräsenz und seiner Technik praktisch nicht zu verteidigen war. Luiz Gustavo, der als Zweikämpfer im defensiven Bayern-Mittelfeld für den Japaner zuständig gewesen wäre, kam mit Kagawa überhaupt nicht mit und spielte, derart zermürbt, auch immer wieder haarsträubende Fehlpässe. Einer führte zum 0:1, und als Kagawa das 1:3 vorbereitete, war der Brasilianer auch nicht im Bilde.</p>
<p><strong><em>Linke Seite und Zentrale der Bayern</em></strong></p>
<p>Nicht im Spiel war bei den Bayern indes Arjen Robben. Einmal mehr wurde er von Schmelzer abgemeldet, zudem arbeitete Kevin Großkreutz im linken BVB-Mittelfeld gewohnt stark gegen den Ball. Man ließ Philipp Lahm zwar nach vorne marschieren, schnitt ihn aber von den Anspielstationen ab. Robben ist bekanntlich gerade dann besonders gefährlich, wenn er zwischen den Linien die Kanäle auf dem Weg nach innen bearbeiten kann, aber genau das ließ Dortmund in 90 Minuten nur ein einziges Mal zu &#8211; ansonsten war der Holländer abgemeldet.</p>
<p>So ging über rechts nicht viel nach vorne, über links auch nicht, und im Zentrum ging auch nichts weiter. Weil Luiz Gustavo erstens verunsichert war und zweitens ohnehin kein Künstler am Ball ist, blieb die Verantwortung an Schweinsteiger und Kroos hängen. Doch Ersterem fehlt nach seiner Verletzungspause noch die Spielpraxis, und Letzerer war von den herausragend spielenden Kehl und Gündogan aus dem Spiel genommen.</p>
<p><em><strong>Logische, aber gefährliche Umstellung von Heynckes</strong></em></p>
<p>Und nach vorne nützte Dortmund die Fehler der Bayern eiskalt. Billige Ballverluste beim ersten und beim dritten Tor, dazwischen ein Elfmeter nach klarem Foul von Boateng. So entschloss sich Bayern-Coach Heynckes beim Pausenstand von 1:3 und angesichts des nicht vorhandenen Zugs in Richtung Dortmunder Tor (wo der verletzte Weidenfeller nach einer halben Stunde von Mitch Langerak ersetzt worden war) zu einer an sich logischen Umstellung.</p>
<div id="attachment_7171" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Cupfinal2.png"><img class=" wp-image-7171 " title="Cupfinal2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Cupfinal2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Zweite Halbzeit</p></div>
<p>Statt des indisponierten Luiz Gustavo kam Thomas Müller. Dieser ging auf die Zehner-Position, dafür rückte Toni Kroos zurück neben Schweinsteiger. Doch die Überlegung von Heynckes &#8211; mit zwei Gestaltern im defensiven Mittelfeld die Oberhand über das Zentrum zu gewinnen &#8211; wurde von den Dortmundern ausgehebelt.</p>
<p>Denn Luiz Gustavo &#8211; der in Spielen gegen wirklich starke Teams permanent der größte Wackelkandidat ist &#8211; spielte zwar nicht gut, aber ohne den Brasilianer fehlte der Zweikämpfer, der Ballgewinner in der Zentrale. Was im Rücken von Kroos und Schweinsteiger Räume gewährte, die Dortmund konsequent nutzte. Vor allem, weil neben Kagawa auch Robert Lewandowski einmal mehr eine absolute Weltklasse-Leistung bot.</p>
<p><em><strong>Lewandowski, Rücken zum Tor</strong></em></p>
<p>Was den Polen so stark macht, ist seine Fähigkeit im Spiel mit dem Rücken zum gegnerischen Tor. Er kann wie derzeit wohl weltweit kaum ein anderer die Bälle vorne auch gegen zwei, drei Gegenspieler halten, bis die Kollegen nachgerückt sind. So hatten die Bayern zwar weiterhin mehr Ballbesitz, aber ohne das Tempo und das kreative Element bei den Münchnern waren es die Dortmunder, die im Konter die klar besseren Chancen hatten. Schnell verfestigte sich der Eindruck, dass eher die Gelben das 4:1 schießen würden, als die Roten das 3:2. und genau so kam es auch. Großkreutz ging im Rücken von Lahm durch, der Ball wurde zu Lewandowski quergelegt, und der brauchte nur noch &#8220;Danke&#8221; zu sagen.</p>
<p>Was im Spiel der Bayern falsch lief, wurde zehn Minuten nach dem 1:4 deutlich. Da nämlich schafften es die Münchner zum einzigen Mal in der kompletten Partie, mal von hinten nach vorne Tempo aufzubauen, einen Spielzug schnell vor das Dortmunder Tor zu bringen und dort auch flink zum Abschluss zu kommen. Gomez&#8217; Kopfball klatschte zwar an die Latte, aber genau das war die Art von Fußball, mit der die Bayern den Gegner hätten knacken können. Mit ihrem umständlichen, langsamen und letztlich durchschaubaren Aufbauspiel hatte Dortmund kaum Probleme und auch das 2:4 (Einzelaktion von Ribéry) warf den BVB nicht aus der Bahn.</p>
<p>Nein, nur wenige Minuten später nützte der Meister einen Fehler von Neuer sogar zum 5:2 aus. Damit gaben die Roten das Pokal-Finale endgültig verloren und Jürgen Klopp konnte Shinji Kagawa nach einer seiner besten Leistungen im BVB-Trikot den verdienten Abgangs-Applaus zum Abschied gönnen.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der BVB zeigte eindrucksvoll, was ihn so stark macht</strong></em></p>
<p>Dortmund spielte das typische Dortmund-Spiel: Gegner anlaufen vorne, keinen Spielaufbau zulassen. Blitzschnelles Umschalten nach Ballgewinn. Mit der Überischt von Kagawa und den Fähigkeiten von Lewandowski, den Ball zu halten, den Gegner in Probleme zu bringen. Die Flügelzange der Bayern durch das Isolieren vom Rest der Mannschaft aus der Gleichung nehmen. Und hinten nichts anbrennen lassen.</p>
<p>Letzlich war es die gleiche Partie wie die beiden 1:0-Siege der Dortmunder in der abgelaufenen Bundesliga-Saison, mit dem Unterschied, dass diesmal die Toren fielen wie reife Früchte. Was die Bayern eine Woche vor dem Champions-League-Finale im eigenen Stadion sorgen muss, ist weniger die fünfte Niederlage gegen den BVB en suite an sich. Sondern die Tatsache, dass man dem Gegner einmal mehr inhaltlich unterlegen war, kein Mittel fand.</p>
<p>Für Dortmund markiert dieser 5:2-Sieg den Schluss- und vor allem den Höhepunkt einer (zumindest national) überragenden Saison. Das Team von Jürgen Klopp zeigte noch einmal alles, was es so stark macht und hat damit unterstrichen, wie hochverdient auch der Meistertitel ist. Ein Sieg, ein Statement. Und das erste Double der Vereinsgeschichte.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Achter und Zehner in Personalunion &#8211; Bayern kontrolliert Real dank Toni Kroos</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 00:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist dieser 2:1-Sieg für die Bayern ja ein ziemliches Null-Ergebnis. Die Chancen auf das Finale sind weiterhin ziemlich gleich verteilt. Aber festzuhalten gilt: Die Münchner zeigen sich von der verlorenen Meisterschaft gut erholt und fügen den unter den Erwartung bleibenden Madrilenen eine späte, aber zweifellos verdiente Niederlage zu Nein, gefallen hat Real Madrid das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Eigentlich ist dieser 2:1-Sieg für die Bayern ja ein ziemliches Null-Ergebnis. Die Chancen auf das Finale sind weiterhin ziemlich gleich verteilt. Aber festzuhalten gilt: Die Münchner zeigen sich von der verlorenen Meisterschaft gut erholt und fügen den unter den Erwartung bleibenden Madrilenen eine späte, aber zweifellos verdiente Niederlage zu</em></strong></p>
<div id="attachment_7071" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-17-Bayern-Real-2-1.png"><img class=" wp-image-7071 " title="2012 04 17 Bayern-Real 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-17-Bayern-Real-2-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Real Madrid 2:1</p></div>
<p><span id="more-7070"></span>Nein, gefallen hat Real Madrid das Halbfinal-Los nicht. Die Bayern, die &#8220;Bestia Negra&#8221;, sind im Lager der Königlichen berüchtigt. Klar hält man sich selbst für klar besser, und was die individuelle Klasse der Spieler angeht, auch mit einigem Recht. Aber die gut organisierte, athletische und vor allem psychisch stabile Anlage deutscher Teams im Allgemeinen und der Bayern im Speziellen liegen Real einfach nicht. Das wurde auch in diesem Spiel deutlich.</p>
<p><em><strong>Schlüsselfigur bei den Bayern: Toni Kroos</strong></em></p>
<p>Der auffälligste Spieler bei den Bayern war eindeutig Toni Kroos. Nicht nur, wegen seines unglaublichen Laufpensums, sondern auch wegen seiner Rolle innerhalb des Systems: Anders als <a href="http://ballverliebt.eu/2012/04/12/the-big-lewandowski-mit-dem-goldenen-tor-dortmund-praktisch-meister/">zuletzt etwa in Dortmund</a>, wo die Bayern mehr oder weniger in einem 4-2-4 aufgetreten waren, positionierte sich Kroos (nominell als Zehner im 4-2-3-1) oftmals extrem tief. Das mag auch daran gelegen haben, dass ihm Sami Khedira wie ein Schatten verfolgte, sobald Kroos die Mittellinie überquert hatten, wirkte sich aber sehr positiv auf das Spiel der Bayern aus.</p>
<div id="attachment_7072" class="wp-caption alignright" style="width: 306px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos.png"><img class=" wp-image-7072 " title="kroos" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos.png" alt="" width="296" height="383" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos verteilte die Bälle gut, war für Real kaum ausrechenbar</p></div>
<p>Zumindest ab dem Zeitpunkt, ab dem sich Kroos vermehrt durch tiefere Positionierung der Umklammerung von Khedira entzog. Bis dahin &#8211; also in der ersten Viertelstunde &#8211; hatte Real die Offensivkräfte der Bayern gut im Griff. Robben war isoliert, weil Lahm gegen Cristiano Ronaldo sehr vorsichtig im Spiel nach vorne war. Ribéry (und auch Alaba) wurden konsequent in Unterzahl-Situationen verwickelt &#8211; Arbeloa, der gut nach hinten arbeitende Di María und oft auch Khedira oder sogar Özil verwickelten das Bayern-Duo auf links in viele Zweikämpfe.</p>
<p>Über weite Strecken des Spiels zeigte Toni Kroos aber, was für ein hervorragender und vielseitiger Mittelfeldspieler er ist. Weil er neben der nominellen Rolle als Zehner auch viele offensive Aufgaben von Achter Schweinsteiger übernahm &#8211; dieser ist nach seiner langen Verletzungspause sichtlich noch einiges von seiner Topform entfernt &#8211; agierte er mehr aus der Tiefe heraus und vermochte so, die Bälle auf für Real ziemlich unberechenbare Weise zu verteilen. Zudem war er sich für keinen Zweikampf zu schade und half aus, wo es nötig war.</p>
<p><strong><em>Von einer Verlegenheit in die nächste</em></strong></p>
<p>Die Rolle und die starke Leistung von Kroos brachte Real im Zentrum in eine gewisse Verlegenheit. Khedira wollte sich nicht zu weit aus seiner Position ziehen lassen und Özil war in der Rückwärtsbewegung nicht allzu konsequent. So tauschten Özil und Di María halb durch die erste Hälfte ihre Plätze. Das brachte Real aber nur von einer Verlegenheit in eine andere &#8211; denn nun hatte Alaba deutlich mehr Freiheiten nach vorne und damit kam auch Ribéry besser in die Partie.</p>
<p>Die Hausherren erarbeiteten sich so ein deutliches Übergewicht nicht nur im Zentrum, sondern nun auch auf den Flanken, wodurch die 1:0-Führung (wiewohl Luiz Gustavo dabei alles andere als passiv im Abseits stand) vollauf verdient war. Zu sagen, die Madrilenen machten einen hilflosen Eindruck, wäre maßlos übertrieben. Aber eine gewisse Zerstreutheit müssen sich die Gäste schon nachsagen lassen.</p>
<p><strong><em>Spieleröffnung klappt nicht nach Wunsch</em></strong></p>
<p>Was aber auch daran lag, dass es die Bayern ganz gut verstanden, die Spieleröffnung von Real merklich zu stören. Hatten die Innenverteidiger Pepe und Ramos den Ball, war es ganz deutlich nicht Mario Gomez&#8217; Aufgabe, auf diese beiden zu pressen, sondern dafür zu sorgen, dass Xabi Alonso als Anspielstation aus der Gleichung genommen wird. Wenn schon keine echte Torgefahr von Gomez ausging, diese defensive Aufgabe löste er ganz ordentlich.</p>
<div id="attachment_7074" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ramos.png"><img class=" wp-image-7074 " title="ramos" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ramos.png" alt="" width="294" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">Ramos hatte wenig Gelegenheit zu kurzen Pässen nach vorne, die langen kamen zumeist nicht an</p></div>
<p>So brachte vor allem Sergio Ramos, der für die Spieleröffnung aus der Verteidigung verantwortlich war, recht wenig Pässe auf Xabi Alonso an und hatte so nur noch zwei Möglichkeiten: Raus auf Coentrão, der allerdings keine gute Leistung zeigte, oder langen Hafer nach vorne &#8211; diese Pässe kamen zumeist nicht an.</p>
<p>Was Real im Spiel nach vorne deutlich den Drive nahm. Cristiano Ronaldo war bei Philipp Lahm und Luiz Gustavo in guten Händen und nahm im Grunde nur bei Standard-Situationen am Spiel teil. Da half es auch nichts, dass Benzema extrem viel auf die Seiten auswich und dabei vor allem Badstuber ordentlich aus der Position zog, hier passten Boateng und der umsichtige David Alaba gut auf. So entstanden kaum defensive Löcher und die Bayern brachten das hochverdiente 1:0 auch in die Pause.</p>
<p><strong><em>Ausgleich erzwingt Änderung</em></strong></p>
<p>Zum Start der zweiten Hälfte war Özil wieder im Zentrum und nützte einige Minuten nach Wiederbeginn einen kollektiven Tiefschlaf in der Bayern-Defensive und einen geschickten Quer-Pass von Cristiano Ronaldo (dessen einzige wirklich produktive Aktion im ganzen Spiel) zum völlig gegen den Spielverlauf fallenden 1:1-Ausgleich.</p>
<p>Womit für Heynckes zwei Faktoren zusammen kamen, wegen denen er nach einer Stunde wechselte: Zum einen war Schweinsteiger einfach nicht besonders gut und auch noch nicht fit für mehr als 60 Minuten auf diesem Niveau, zum anderen musste er nun ohnehin eine weitere Option für vorne bringen. Also ging Schweinsteiger raus, Thomas Müller kam hinein. Das hieß, dass Kroos nun vollends Achter und Zehner gleichzeitig war, schließlich orientierte sich Müller auf der Zehn deutlich höher als das Kroos zuvor gemacht hatte.</p>
<p>Die Bayern blieben auch weiterhin die bessere Mannschaft, allerdings ließ die Genauigkeit immer mehr nach. Diesen Effekt verstärkte Mourinho, indem er Di María wieder ins Zentrum stellte, um dort für Stabilität zu sorgen und es Khedira zu ermöglichen, Kroos wieder aktiver nachzustellen. Für Özil kam mit Marcelo die defensivere Variante für die linke Seite, Cristiano Ronaldo wurde damit von Lahm erlöst. Dass im der rotzfreche David Alaba aber so fleißig um die Ohren rennt, dass er gemeinsam mit Ribéry Arbeloa mit Arbeit eindeckte und Ronaldo damit erst recht isoliert blieb, damit rechnete er aber wohl nicht.</p>
<p>So lief das Spiel einem 1:1 entgegen, mit dem Real aufgrund des Auswärtstores deutlich besser hätte leben können als die Bayern. Doch kurz vor Schluss brachte einer der zahllosen Vorstöße von Lahm noch einen Querpass vor das Tor, wo Mario Gomez verwertete &#8211; das 2:1, der alles in allem fraglos verdiente Siegtreffer für die Bayern.</p>
<p><strong><em>Fazit: Geschickte Taktik im Mittelfeld beschert Bayern verdienten Sieg</em></strong></p>
<p>Es wäre etwas hart zu sagen, dass Real nach einer CL-Saison, in der man es nur mit (übertrieben gesagt) Fallobst zu tun hatte, beim ersten echten Gegner sofort eine auf den Deckel bekommen haben. Aber Tatsache ist: Erstmals in dieser Europacup-Saison waren die Madrilenen wirklich gefordert, und sie wären, wenn es dabei geblieben wäre, mit einem schmeichelhaften Remis ins Rückspiel gegangen. Von einem dominanten Auftreten war Real weit entfernt.</p>
<p>Der Schlüssel bei den Bayern war, dass Toni Kroos die sehr fordernde Rolle, die er hatte, glänzend erfüllte. Seine Laufbereitschaft, die Spielübersicht und die zumeist recht genauen Pässe sorgten zwar nicht für übertriebene Torgefahr. Aber sehr wohl dafür, dass die Bayern im Zentrum das Kommando hatten. Zudem wurde Xabi Alonso recht gut kaltgestellt, wodurch Real auf die Flügel gezwungen wurde und dort die individuellen Duelle oftmals verloren wurden.</p>
<p>Das Auswärtstor und die Tatsache, dass das Rückspiel nun in Madrid steigt, sprechen hingegen für Real. Weshalb man zwar von einem verdienten Bayern-Sieg sprechen kann. Aber schlauer, was den Namen des Finalisten aus diesem Duell angeht, ist man mit diesem Spiel nicht geworden.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7070&amp;md5=992cea5a830fe12f8e647c246c429412" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Big Lewandowski mit dem goldenen Tor &#8211; Dortmund praktisch Meister!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 00:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum vierten Mal in Folge gewinnt Dortmund gegen die Bayern. Zum 24. Mal hintereinander bleibt die Borussia in der Bundesliga ungeschlagen. Keine Frage: Der BVB, nach dem 1:0-Sieg im heiß erwartete Duell mit den Münchnern praktisch Meister, ist ein verdienter Titelträger. Auch, wenn auch in diesem Spiel ein Remis verdient gewesen wäre. Aber die Ferse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zum vierten Mal in Folge gewinnt Dortmund gegen die Bayern. Zum 24. Mal hintereinander bleibt die Borussia in der Bundesliga ungeschlagen. Keine Frage: Der BVB, nach dem 1:0-Sieg im heiß erwartete Duell mit den Münchnern praktisch Meister, ist ein verdienter Titelträger. Auch, wenn auch in diesem Spiel ein Remis verdient gewesen wäre. Aber die Ferse von Lewandowski hatte etwas dagegen.</em></strong></p>
<div id="attachment_7048" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-0.png"><img class=" wp-image-7048 " title="2012 04 11 Dortmund-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia Dortmund - Bayern München 1:0</p></div>
<p><span id="more-7047"></span>Schon lange wurde um ein Spiel der deutschen Bundesliga kein so großer Hype mehr veranstaltet wie um das Duell zwischen Leader Dortmund und Verfolger Bayern &#8211; das letzte Mal, dass etwas vergleichbares zu erleben war, war im Dezember 2008, als die Münchner den in diesem Herbst unglaublich aufgeigenden Herbstmeister Hoffenheim empfingen.</p>
<p><strong><em>Sechs Mann hinten gegen Pressing</em></strong></p>
<p>Diesmal ging es aber de facto um die Meisterschaft, und die Bayern wussten: Eine Niederlage, und alles ist vorbei. Die größte Frage, die sich Jupp Heynckes im Vorfeld stellen musste: Wie soll man mit dem Pressing von Dortmund umgehen? Im &#8220;Aufwärmspiel&#8221;, dem mühsamen 2:1 über Augsburg, presste etwa der Außenseiter konsequent auf  Holger Badstuber und neutralisierte so den wesentlich spielintelligenteren der beiden Innenverteidiger.</p>
<p>Die Folge war, dass die Spieleröffnung ziemlich litt. In Dortmund agierte, wenn der Ball in der eigenen Verteidigung zirkulierte, auch das Duo im zentralen Mittelfeld realtiv tief. So ergab sich auch bei Dortmunder Pressing &#8211; das ohnehin vergleichsweise zahm daherkam &#8211; zumindest keine Unterzahl und es gab praktisch immer eine Anspielstation, an die man sich unter Bedrängnis wenden konnte.</p>
<p><strong><em>4-4-2 gegen 4-2-4</em></strong></p>
<p>Das Problem im Spiel nach vorne ergab sich dabei aus den verschiedenen Interpretationen der Systeme, die sich grundsätzlich beide aus einem 4-2-3-1 heraus ableiten. Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum so weit nach vorne, dass er zumeist auf einer Höhe mit Lewandowski spielte, aber die beiden Flügel blieben eher hinten und achteten darauf, dass auf den Außenbahnen nichts anbrannte. So war Dortmund eher in einem 4-4-2 angeordnet. Was zusätzlich den Effekt hatte, dass die beiden Spitzen Kagawa und Lewandowski beiden jeweils auf einen Innenverteidiger pressen und somit die Spieleröffnung der Bayern behindern konnten. Die Stürmer waren somit die vordersten Abwehrspieler.</p>
<p>Und auch bei den Münchnern gab es de facto zwei Spitzen: Thomas Müller positionierte sich sehr hoch und war so nur leicht versetzt hinter Gomez zu finden. Hintergedanke war fraglos der gleiche wie beim Gegner: Die Innenverteidigung daran hintern, einen gefahrlosen ersten Pass zu spielen. Das klappte zumeist ganz gut, Kehl und Gündogan waren oft nicht direkt anzuspielen.</p>
<p>Weil aber Ribéry und Robben auf den Flanken ebenfalls recht hoch standen, ergab sich bei den Bayern eher eine Art 4-2-4. Logische Folge: Zwischen den sechs defensiven Akteuren und den vier offensiven entstand ein Loch. Aufbauspiel, das über das defensive Mittelfeld hinausging, hatte es durch das Zentrum recht schwer und auf den Flügeln gelang es nicht, Überzahlsituationen herzustellen und/oder Flanken in den Strafraum zu bringen, die auch Torgefahr erzeugen hätten können.</p>
<p><strong><em>Dortmund mit mehr Zug zum Tor</em></strong></p>
<div id="attachment_7050" class="wp-caption alignright" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bayern-zmf-hz1.png"><img class="wp-image-7050 " title="bayern zmf hz1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bayern-zmf-hz1.png" alt="" width="330" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Luiz Gustavo und Toni Kroos lieferten vor der Pause fast nur Querpässe, aber wenig Direktes... (dfl.de)</p></div>
<p>Das Pressing der Borussia bereitete den Bayern also nicht allzu viele Probleme und die Fehlpass-Quote hielt sich in der ersten Hälfte mit 12,4 Prozent im Rahmen. Aber den Bayern fehlte es ganz dramatisch am Zug nach vorne. Vor allem aus der Mittelfeld-Zentrale kamen fast nur Querpässe auf die Flanken, anstatt Robben und Ribéry mit Tempo zu schicken. So hatten die Dortmunder &#8211; vor allem Großkreutz machte defensiv eine blitzsaubere Partie &#8211; wenig Probleme, Torgefahr von den Bayern gar nicht erst zuzlassen.</p>
<div id="attachment_7052" class="wp-caption alignleft" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gündogan-hz1.png"><img class="wp-image-7052 " title="gündogan hz1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gündogan-hz1.png" alt="" width="328" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">...während Ilkay Gündogan das Dortmunder Spiel im gleichen Zeitraum nach vorne beschleunigte. (dfl.de)</p></div>
<p>Die Fehlpass-Quote bei Dortmund war verglichen mit der des Gegners deutlich höher &#8211; nämlich 18.8 Prozent &#8211; dafür zeigte die Borussia ein wesentlich schnelleres und direkteres Spiel nach vorne, vor allem, wenn Ilkay Gündogan sein Team aus dem Zentrum heraus beschleunigte und vor allem Blaszczykowski schickte. Dass der Deutsch-Türke sich mit diesen Pässen immer mehr vertraut macht &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">zu Saisonbeginn war das beim Sahin-Ersatz noch eine große Schwäche</a> &#8211; ist sicher ein gewichtiger Grund, warum er sich immer mehr in der Dortmunder Mannschaft festbeißt.</p>
<p>Zudem erlaubt es das beinahe blinde Verständnis mit den Mitspielern den Borussen, sich flink durch die Reihen zu kombinieren und so zu deutlich besseren Torchancen zu kommen. Die beste hatte dabei Robert Lewandowski, er traf aber nur den Pfosten.</p>
<p><strong><em>Bayern übernehmen das Kommando&#8230;</em></strong></p>
<p>Das mangelnde Futter aus der Zentrale war sicherlich das größte Problem bei den Bayern, denn ohne schnelle Bälle in die Spitze erlaubte man den Dortmundern, die Angriffe allzu leicht abzufangen und den Bayern somit die Gelgenheit zu geben, von hinten aufzurücken und den Druck zu verstärken. Das hat Jupp Heynckes in der Halbzeit sicher angesprochen, denn nach dem Seitenwechsel funktionierte bei den Bayern vieles wesentlich besser.</p>
<div id="attachment_7054" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/luiz-gustavo-hz2.png"><img class=" wp-image-7054  " title="luiz gustavo hz2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/luiz-gustavo-hz2.png" alt="" width="327" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In der 2. Hälfte schickte Luiz Gustavo die Flügelspieler eher steil, was dem Bayern-Spiel gut tat (dfl.de)</p></div>
<p>Denn anstatt, wie noch vor der Pause, Querpässe auf Ribéry und Robben zu spielen, schickte Luiz Gustavo die beiden nun eher mit Steilpässen. Es kamen zwar längst nicht alle dieser Pässe an &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; aber weil die Bayern nun auch wesentlich aktiver waren, was das Nachrücken angeht, konnte man die Dortmunder dennoch immer mehr in deren Hälfte einschnüren. Alleine, wirkliche Chancen konnten die Bayern nicht herausspielen, weil sich Gomez vorne nicht gut bewegte und bei den BVB-Verteidigern Hummels und Subotic in guten Händen war.</p>
<p><em><strong>&#8230;aber die entscheidenden Situationen gehen an Dortmund</strong></em></p>
<p>So sah es immer mehr nach einem 0:0 aus (auch, nachdem Schweinsteiger, für die Start-Elf noch nicht fit genug, für Müller kam; Kroos ging nun auf die Zehn), mit leichten Vorteilen für die Bayern, ehe die zwei entscheidenden Situationen den Dortmundern den Sieg bescherten. Erst, als Robert Lewandowski &#8211; der als ballhaltender Mittelstürmer eine sehr ansprechende Partie ablieferte &#8211; nach einer Ecke einen Großkreutz-Schuss mit der Ferse den Ball unhaltbar für Neuer zum 1:0 ablenkte.</p>
<p>Und dann, als Weidenfeller den von ihm selbst an Robben verursachten Elfmeter parierte. Womit die Meisterschaft so gut wie entschieden ist.</p>
<p><em><strong>Fazit: Glücklicher Sieg, aber BVB verdienter Meister</strong></em></p>
<p>Nach <a href="http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/">dem 1:0 in München im Herbst</a> - mit dem dieses Aufeinandertreffen nicht ganz mithalten konnte - holt Dortmund nun also auch im Rückspiel einen 1:0-Sieg &#8211; was in der Tabelle genau jene sechs Punkte sind, die die Borussia vier Spiele vor Saisonende nun Vorsprung haben. Angesichts der Stabilität, mit der sich der amtierende Meister seit Monaten präsentiert &#8211; es ist dies das 24. ungeschlagene Bundesliga-Spiel in Folge &#8211; es kaum anzunehmen, dass die Bayern das noch aufholen können.</p>
<p>Das ist einerseits etwas bitter für die Bayern, weil in beiden Saisonduellen ein 0:0 dem Spiel eher entsprochen hätte und in beiden Saisonduellen Bastian Schweinsteiger entweder gar nicht zur Verfügung stand oder nur eine halbe Stunde, und das nach Verletzungspause ohne Spielpraxis. Dennoch war über die Saison gesehen Dortmund ganz einfach die stabilere Mannschaft und verdient sich den Titel absolut.</p>
<p>Damit holen die Münchner Bayern erstmals seit 1996 zwei Jahre hintereinander nicht die deutsche Meisterschaft. Titelträger damals? Borussia Dortmund. Zweimal.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7047&amp;md5=7cd1e881ed92bef5901aa615c3ebc00e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>M&#8217;gladbach scheitert im Elferschießen &#8211; zeigt aber eindrucksvoll seine Stärken</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/03/21/mgladbach-scheitert-im-elferschiesen-zeigt-aber-eindrucksvoll-seine-starken/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 22:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DAS Überraschungs-Team dieser Bundesliga-Saison? Eindeutig Borussia Mönchengladbach! Aber was macht jenes Team, das mit dem selben Kader letztes Jahr zweifellos abgestiegen wäre, wenn Lucien Favre nicht das Traineramt übernommen hätte, so enorm stark? Das Pokal-Halbfinale gegen die Bayern lieferte, obwohl die Borussia im Elferschießen scheiterte, viele Antworten auf diese Frage. Als Lucien Favre vor etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>DAS Überraschungs-Team dieser Bundesliga-Saison? Eindeutig Borussia Mönchengladbach! Aber was macht jenes Team, das mit dem selben Kader letztes Jahr zweifellos abgestiegen wäre, wenn Lucien Favre nicht das Traineramt übernommen hätte, so enorm stark? Das Pokal-Halbfinale gegen die Bayern lieferte, obwohl die Borussia im Elferschießen scheiterte, viele Antworten auf diese Frage.</em></strong></p>
<div id="attachment_6904" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-21-Gladbach-Bayern-0-0.png"><img class=" wp-image-6904 " title="2012 03 21 Gladbach-Bayern 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-21-Gladbach-Bayern-0-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia M&#39;gladbach - Bayern München 0:0 n.V., 2:4 i.E.</p></div>
<p><span id="more-6902"></span>Als Lucien Favre vor etwas mehr als einem Jahr das Trainer-Amt bei Borussia Mönchengladbach übernahm, war der Verein am Boden. Interne Querelen und ein Putsch-Versuch waren die Folge einer enttäuschenden Saison, das Team war zwölf Spiele vor Schluss hoffnungslos abgeschlagen Letzter, sieben Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Doch Favre schaffte den unglaublichen Turnaround, hielt <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/19/spate-strafe-von-fahrlassigem-gladbach-gegen-umstandliches-bochum/">dank eines Erfolgs in der Relegation</a> die Klasse &#8211; und mischt nun die Bundesliga auf.</p>
<p>Das Erstaunlichste dabei: In jene Mannschaft, die derzeit auf Platz drei in der Bundesliga liegt, spielt in der Regel ohne einen einzigen Neuzugang. Es ist der selbe Kader, mit dem Favres Vorgänger Michael Frontzeck mit Pauken und Trompeten auf Abstiegs-Kurs war &#8211; lediglich Marco Reus ging in die Spitze und Patrick Herrmann (der nach einem Schlüsselbeinbruch im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern erstmals wieder im Kader war) etablierte sich mit einer bärenstarken Saison im rechten Mittelfeld.</p>
<p><strong><em>Gladbach macht die Räume eng</em></strong></p>
<p>Was die Borussia zu einem dermaßen unangenehmen Gegner macht, ist vor allem die Art und Weise, wie sie die Räume verengt. Der Abstand zwischen Abwehrkette und den beiden Stürmern ist im Idealfall kaum 25 Meter. Das verlangt von der Abwehr eine extrem hohe und von den Angreifern eine extrem tiefe Positionierung von von allen Spielern höchste taktische Disziplin.</p>
<p>Dadurch, dass die Abwehrkette so hoch steht und der Abstand zur Mittelfeld-Kette so gering ist, bleibt für einen Gegner mit drei offensiven Mittelfeldspielern, einem Achter und einem Stoßstürmer praktisch kein Platz, sich zu entfalten. Die Bayern waren gezwungen, den Ball selbst tief zu halten und fanden durch das engmaschige Defensiv-Netz der Gladbacher nur sehr selten eine Anspielstation, und wenn doch, konnte diese mangels Platz und mangels Zeit am Ball nur sehr wenig damit anfangen.</p>
<p><strong><em>Ribéry und Robben sind kein Faktor</em></strong></p>
<p>Gegen eine Mannschaft wie die Bayern, die in ihren letzten drei Pflichtspielen 20 Tore erzielt haben (7:1 gegen Hoffenheim, 7:0 gegen Basel und 6:0 bei Hertha BSC) muss man aber auch die zuletzt gut aufgelegten Flügelspieler aus der Partie nehmen. Und auch das machte Gladbach hervorragend: Franck Ribéry wurde vom überragenden Toni Jantschke komplett abgemeldet, der Franzose brachte nicht einen Ball sinnvoll in die Mitte und es gelang ihm ihn 120 nur ein einziges Mal, in den Rücken der Abwehrkette zu kommen. Dass die Maßflanke auf Robben nicht im Tor landete, war nicht Ribérys Fehler.</p>
<p>Arjen Robben auf der anderen Seite wurde konsequent gedoppelt, zuweilen sogar von drei Borussen angegangen. Das ließ zwar immer wieder Platz für den Robben hinterlaufenden Philipp Lahm, was aber nichts machte &#8211; denn entweder waren seine Hereingaben ein gefundenes Fressen für die extrem starken Dante und Stranzl, oder ein Borusse nahm ihm ganz flink die Zeit am Ball.</p>
<p><strong><em>Extreme Disziplin beim Verschieben</em></strong></p>
<p>Das Einüben des kollektiven Verschiebens ist zwar, wie man hört, auch bei Lucien Favre eine mühselige und eintönige Dauer-Arbeit, aber es gibt in der deutschen Bundesliga wohl kein Team, dass dabei im Spiel eine so exakte Disziplin an den Tag legt. In jeder Situation weiß immer jeder ganz exakt, wie sich alle anderen verhalten und wie bzw. wohin genau er selbst zu laufen hat, ohne dass in der schnellen Rück- oder Seitwärtsbewegung Löcher entstehen, in die der Gegner hinein stoßen könnte.</p>
<p>Die Bayern ließen in der Vorwärtsbewegung oft das nötige Tempo vermissen, um auf diesem Weg zu versuchen, die Reihen der Borussia auseinander zu reißen. Natürlich kamen sie auch immer wieder zu Chancen &#8211; vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte &#8211; aber in den Rücken der Abwehr kamen sie in 120 Minuten nur zwei- oder dreimal. Und wenn die Münchner doch zum Abschluss kamen, war Marc-André ter Stegen im Borussia-Tor zur Stelle.</p>
<p><em><strong>Die Rolle von Reus und Hanke</strong></em></p>
<p>Interessant ist bei Mönchengladbach auch die Rolle der beiden Stürmer. Denn von allen Angreifern, die Favre regelmäßig einsetzt, ist in Wahrheit nur Mike Hanke ein echter, gelernte Vollblut-Angreifer. Shooting-Star Marco Reus und Igor de Camargo hingegen sind Spieler, die sich (wie der Belgier) eher in der Etappe wohler fühlten oder (wie Bald-Dortmunder Reus) ursprünglich vom Flügel kommen. Das macht aber nicht nur nichts, nein, das System von Favre verlangt sogar nach solchen Spielern.</p>
<p>Eben weil durch das eng machen der bespielbaren Fläche die (nominellen) Stürmer so tief stehen, dass sie zeitweise als zusätzliche Mittelfeld-Spieler hinter dem Ball spielen, braucht es genau solche Spielertypen, die aus der Tiefe mit Tempo nach vorne gehen können. Vor allem Reus wurde immer wieder steil geschickt (oder es zumindest versucht), um mit seinem Tempo auf die Abwehr zulaufen zu können &#8211; nicht zuletzt Sebastian Prödl kann davon ein Lied singen, seit er im November bei Bremens 0:5 gleich dreimal von Reus überlaufen wurde.</p>
<p>Das Sturm-Duo hat aber noch eine andere, ganz wichtige Aufgabe: Auf die gegnerische Spieleröffnung pressen. Im Falle der Bayern ist es bekanntermaßen Holger Badstuber, der für den ersten Pass von hinten heraus zuständig ist, und Mike Hanke presste Badstuber immer wieder dermaßen an, dass ihm oft nur überhastete und damit ungenaue Pässe gelangen. Heißt: Obwohl &#8211; oder gerade weil &#8211; die Stürmer der Borussia eine so tiefe Ausgangsposition haben, ist ihr Spiel in höchstem Maße vertikal.</p>
<p><strong><em>Bayern stellt auf 4-4-2 um</em></strong></p>
<div id="attachment_6909" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gladbach-Bayern2.png"><img class=" wp-image-6909 " title="Gladbach-Bayern2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gladbach-Bayern2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab ca. 60. Minute</p></div>
<p>Die Bayern reagierten nach einer Stunde darauf, indem Thomas Müller aus seiner Position im zentralen offensiven Mittelfeld &#8211; Müller, Robben und Ribéry rochierten zwar sehr viel, kehrten dann aber recht schnell auch wieder auf ihre Grundpositionen zurück &#8211; sich etwas weiter nach vorne orientierte. Er war oft zwischen Nordtveit und Neustädter eingezwickt, weiter vorne erhoffte er sich wohl etwas mehr Platz zwischen den Linien.</p>
<p>Vor allem aber schien die geänderte Positionierung Müllers eine Absicht zu haben: Einen Innenverteidiger heraus zu ziehen. Denn wenn sich das Spiel in die Richtung des Borussia-Tores bewegte und dort auch Gomez in diese Richtung lief, blieb Müller erst einmal stehen und ließ die sich nach hinten verschiebenden Ketten der Borussia ein wenig an sich vorbei ziehen. Die Hoffnung war offenbar, dass einer der zwei Innenverteidiger &#8211; am Ehesten der statt des verletzten Stranzl gekommene Brouwers &#8211; an Müller bleibt und so hinten Platz für Gomez schafft. Die Borussia ließ sich von diesem Köder aber nicht locken. So ging Müller (wie auch der in der Verlängerung für ihn eingewechselte Petersen) eher wieder zurück in die alte Position.</p>
<p><strong><em>Verlängerung offenbart eine gewisse Fragilität</em></strong></p>
<p>Die hochinteressante und extrem intensive Partie verließ in der fast logischen Verlängerung so ein wenig die qualitative Spannkraft &#8211; je länger das Spiel dauerte und je fataler ein möglicher Fehler wurde, desto vorsichtiger legten es die beiden Mannschaften auch an. Im Zweifel wurde immer eher der Rückpass gewählt, die Sicherheits-Variante gespielt. Dennoch bekamen die Bayern immer mehr Übergewicht, und das ist nicht nur mit der Müdigkeit zu erklären.</p>
<p>Nein: Roman Neustädter schleppte sich im zentralen Mittelfeld sichtlich angeschlagen nur noch über das Feld, nachdem Favre das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Neustädter konnte seine ihm zugedachten Aufgaben nicht mehr erfüllen und so konnte die ganze Mannschaft nicht mehr wie zuvor verschieben und hing vor allem in den letzten zehn Minuten gegen ein Bayern-Team, das ihre Chance witterte, noch ziemlich in den Seilen. Es reichte für das Elferschießen, dort verschoss aber Dante und der Versuch von Nordtveit wurde gehalten &#8211; womit das Pokal-Finale ohne Mönchengladbach stattfindet.</p>
<p><strong><em>Fazit: Die Borussia zeigte eindrucksvoll ihre Stärken</em></strong></p>
<p>Auch, wenn es letztlich nicht für den Final-Einzug gereicht hat: Borussia Mönchengladbach hat in diesem hochinteressanten und extrem intensiven Spiel, ohne Zweifel einem 0:0 der allerbesten Sorte, ganz deutlich gezeigt, was die Mannschaft so stark macht, dass ihr zumindest der Platz in der Champions-League-Quali kaum noch zu nehmen ist. Extreme Kompaktheit, höchste taktische Disziplin, dem Gegner keinen Platz lassen und nach vorne das eigene Spiel sehr vertikal anlegen.</p>
<p>Die Bayern, die ja in einer unfassbaren Form waren, taten sich dann auch extrem schwer. Das Team aus München kam zu einigen guten Chancen, keine Frage, aber die mussten alle hart erarbeitet werden: Ribéry kam kaum vor, Robben wurde nach Kräften zugedeckt, Müller und Kroos im Mittelfeld eingezwickt und Gomez von den Innenverteidigern abmontiert.</p>
<p>Keine Frage: Dieses Team, das sich vor zehn Monaten noch gerade mal so vor dem Sturz in die 2. Liga gerettet hat, steht vollkommen zu Recht auf dem dritten Platz in der Bundesliga.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6902&amp;md5=de46c10409804d18832b2de74ff9c400" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lokalaugenschein beim rot-weiß-roten Quartett des FC Bayern München</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 14:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Feiersinger]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Puntigam]]></category>
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		<category><![CDATA[Wenninger]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. und 5. April stehen wieder zwei wichtigen Partien für die ÖFB-Frauen an. Da werden auch vier Spielerinnen von Bayern München im Kader sein &#8211; und alle vier waren an diesem Wochenende auch im Einsatz. Ballverliebt hat einen genauen Blick auf Carina Wenninger, Laura Feiersinger, Viki Schnaderbeck und Sarah Puntigam geworfen. Erste Anlaufstelle für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Am 1. und 5. April stehen wieder zwei wichtigen Partien für die ÖFB-Frauen an. Da werden auch vier Spielerinnen von Bayern München im Kader sein &#8211; und alle vier waren an diesem Wochenende auch im Einsatz. </strong></em><strong>Ballverliebt</strong><em><strong> hat einen genauen Blick auf Carina Wenninger, Laura Feiersinger, Viki Schnaderbeck und Sarah Puntigam geworfen.</strong></em></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-6875" title="Kette" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Kette.jpg" alt="" width="490" height="274" /></p>
<p><span id="more-6874"></span>Erste Anlaufstelle für österreichische Fußball-Spielerinnen im Ausland? Ganz klar Bayern München! Ein rot-weiß-rotes Quartett steht beim Münchner Klub unter Vertrag, und ehe Nadine Prohaska im Winter nach Spratzern gewechselt war, war es sogar ein Quintett. Zwei Wochen vor den EM-Quali-Spielen in Armenien (1. April) und gegen Portugal (in Wr. Neustadt am 5. April, dem Gründonnerstag) kamen alle vier auch zum Einsatz &#8211; IV Carina Wenninger, DM Viki Schnaderbeck und Flügelstürmerin Laura Feiersinger im Bundesliga-Team gegen Essen, ZM Sarah Puntigam in der &#8220;Zweiten&#8221; gegen Bad Neuenahr II.</p>
<div id="attachment_6877" class="wp-caption alignright" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ab-30.png"><img class=" wp-image-6877 " title="Bayern ab 30" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ab-30.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern - Essen 1:0 (Formationen ab der 33. Minute)</p></div>
<p>Doch auch, wenn &#8220;Bayern München&#8221; draufsteht und der Verein 2009 nur hauchdünn nicht Meister wurde (mit den inzwischen zurückgetretenen Österreicherinnen Nina Aigner und Sonja Spieler) &#8211; Top-Adresse im Frauen-Fußball sind die Münchner nicht. Vielmehr spielt im Stadion von Aschheim vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt ein Mittelständler &#8211; weit weg vom Titelkampf, aber deutlich zu stark, um sich vor dem Abstieg fürchten zu müssen.</p>
<p>Beim etwas glücklichen 1:0-Sieg gegen den Tabellennachbarn SG Essen-Schönebeck (nicht nur mit Ex-DFB-Team-Torfrau Ursula Holl, sondern auch mit zwei Portugiesinnen im Kader &#8211; nicht uninteressant für die EM-Quali) standen zwei davon in der Start-Formation (Wenninger und Schnaderbeck), während Laura Feiersinger nach einer halben Stunde für die verletzte Sylvie Banecki in die Partie kam.</p>
<p><strong><em>Bombensicher: Carina Wenninger</em></strong></p>
<p>Die 21-jährige Steirerin ist im dritten Jahr Stammkraft bei den Bayern, hat schon 25 Länderspiele in den Beinen und ist aus der Innenverteidigung nicht wegzudenken. Was auch in diesem Spiel deutlich wurde: An Wenninger gab&#8217;s kein vorbeikommen.</p>
<div id="attachment_6876" class="wp-caption alignleft" style="width: 282px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Wenninger.jpg"><img class=" wp-image-6876   " title="Wenninger" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Wenninger.jpg" alt="" width="272" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Carina Wenninger war wie eine Wand - an ihr gab&#39;s kein Vorbeikommen</p></div>
<p>Mit ihren 1.78m hatte sie gegenüber ihren Gegenspielerinnen klar Vorteile im Luftkampf, ihr Stellungsspiel war gut und ihre Spielübersicht ausgezeichnet. Immer wieder half sie auch Nebenfrau Rebecca Huyleur aus, wenn sich bei dieser Schwächen zeigten.</p>
<p>Gemeinsam mit ihrer routinierten Partnerin in der Innenverteidigung, Sandra de Pol, und der überragenden Torfrau Kathrin Längert, sorgte sie dafür, dass die Gäste nicht noch den Augleich schafften, der nicht ganz unverdient gewesen wäre. Denn während die Zentrale einen staubtrockenen Job machte, blieben die AV der Bayern praktisch immer hinten &#8211; die Viererkette bestand tatsächlich aus vier Leuten auf einer Linie, die zwischen sich und den eigenen Offensiv-Kräften unfassbar riesige Löcher ließ (siehe Bild ganz oben).</p>
<p>Die logische Folge: Essen hatte viel Platz, die Angriffe aufzuziehen und kam immer wieder mit Tempo auf die Abwehr zu.</p>
<p><strong><em>Fleißig, aber ohne Unterstützung: Laura Feiersinger</em></strong></p>
<p>Ein weitere, mindestens ebenso Sorge bereitender Effekt: Den Flügelspielerinnen fehlte es komplett an der Hilfe von hinten. Daran krankte das Spiel der Bayern, weil es Bürki und Banecki &#8211; und ab der 33. Minute eben auch Laura Feiersinger &#8211; damit auf den Flügeln permanent mit 1-gegen-2-Situationen zu tun hatten.</p>
<div id="attachment_6880" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Feiersinger.jpg"><img class=" wp-image-6880  " title="Feiersinger" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Feiersinger.jpg" alt="" width="240" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Laura Feiersinger war sehr aktiv, aber auf sich alleine gestellt</p></div>
<p>Die 18-jährige Tochter von Ex-Team-Libero Wolfgang Feiersinger, selbst mit bislang zehn Einsätzen im ÖFB-Team, spielt ihre zweite Saison bei den Bayern und profitierte in dieser Partie von der frühen Verletzung von Sylvie Banecki. Mit ihr kam merklich Schwung ins etwas statische Spiel der Münchnerinnen, was nicht zuletzt mit dem 1:0 kurz vor der Pause (durch die Schweizerin Vanessa Bürki) belohnt wurde.</p>
<p>Aber je länger die Partie dauerte und je mehr das Team aus Essen den vielen Raum zwischen Defensive und Offensive nutzen wollten, desto mehr war Feiersinger isoliert. Es war in der zweiten Hälfte fast nur noch sie, die die Bälle nach vorne trug &#8211; erst über die linke Seite, ab etwa der 70. Minute über die rechte (gegen die Portugiesin Carole, gegen die es wohl auch im Länderspiel gegen wird). Von Katharina Baunach hinter ihr kam gar nichts, die US-Amerikanerin Hagen im Sturmzentrum wurde von der Essener Defensive gut aus dem Spiel genommen. So verpufften viele Aktionen der in dieser Phase klar Aktivsten im Bayern-Trikot.</p>
<p><strong><em>Unauffällig und solide: Viki Schnaderbeck</em></strong></p>
<p>Die 21-jährige Cousine von Sebastian Prödl hat einen undankbaren Job: Nicht nur, dass die eher schmächtige Steirerin auf dem Feld eine recht unscheinbare Figur ist, nein, im defensiven Mittelfeld hatte sie als Absicherung für Petra Wimbersky auch noch eine Aufgabe, in der sie nicht allzu oft am Ball war.</p>
<div id="attachment_6882" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Schnaderbeck.jpg"><img class=" wp-image-6882    " title="Schnaderbeck" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Schnaderbeck.jpg" alt="" width="252" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Viki Schnaderbeck zeigte gute Übersicht und machte wenig Blödsinn</p></div>
<p>Ein unauffällige Job Description, aber eine umso wichtigere Aufgabe. Die die 12-fache Nationalspielerin sehr anständig löste: Sie hielt Wimbersky, die aus der Zentrale heraus für spielerische Akzente sorgen sollte und sich weiter nach vorne orientierte, gut den Rücken frei und schloss Löcher, die sich im Mittelfeld ergaben &#8211; was angesichts der system-immanenten Unterzahl im Mittelfeld eines 4-4-2-Teams gegen einen Gegner im 4-2-3-1 ergibt.</p>
<p>Zudem verlieb sie, wenn das (taktisch wohl eher fragwürdige) Mega-Loch zwischen Abwehr und Angriff in der zweiten Hälfte immer mehr auftrat, als Sechser vor der wie auf einer Perlenkette aufgefädelten Viererkette. Hier hätte sie zwar womöglich etwas höher stehen können, um nicht erst auf konternte Gegenspielerinnen zu treffen, wenn diese schon im voll Lauf waren, es ging aber letztlich alles gut.</p>
<p>Was man von Schnaderbeck jedoch nicht sah: Torschüsse. Wenn sie aufgerückt war und auch mal aus der zweiten Reihe hätte schießen können, kam praktsich immer ein kurzer Querpass, auch wenn sie nicht unter akutem Druck stand &#8211; und auch, wenn ein eigener Schuss wohl die bessere Option gewesen wäre.</p>
<p><strong><em>Erst ganz okay, dann ausgeschlossen: Sarah Puntigam</em></strong></p>
<p>Anders als die Kampfmannschaft in der 1. Bundesliga ist die Reserve-Mannschaft in der 2. Liga in den Abstiegskampf verstrickt. Die Lage verschäfte sich durch das 1:2 gegen den direkten Konkurrenten SC Bad Neuenahr II noch &#8211; damit steht das Team auf einem Relegationsplatz.</p>
<div id="attachment_6887" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-18-Bayern-II-Neuenahr-II-1-2.png"><img class=" wp-image-6887 " title="2012 03 18 Bayern II-Neuenahr II 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-18-Bayern-II-Neuenahr-II-1-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München II - SC Bad Neuenahr II 1:2</p></div>
<p>Auffällig war nicht nur, dass selbst bei der 2. Mannschaft der Bayern-Frauen mehr an Betreuer-Personal am Werk sind als bei vielen österreichischen Herren-Bundesliga-Teams. Sondern auch, dass sich &#8211; abgesehen von den in der Kampfmannschaft gar passiven AV &#8211; die taktische Ausrichtung gleich präsentierte wie bei der &#8220;Ersten&#8221;. Heißt: 4-4-2 mit einer Tendenz zum 4-4-1-1, eine klar defensive und eine offensiver orientierte Spielerin im zentralen Mittelfeld.</p>
<p>Diese Position &#8211; also die offensivere im Mittelfeld &#8211; nahm Sarah Puntigam ein. Die 19-Jährige, genau wie Wenninger und Schnaderbeck aus der schier unerschöpflichen Talente-Schmiede des LUV Graz, tastet sich nach einem Kreuzbandriss wieder heran. Nach der Verletzung, die der 18-fachen Teamspielerin das komplette Jahr 2011 gekostet hat, war sie in einer nicht besonders guten Mannschaft noch eine der besseren.</p>
<div id="attachment_6890" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Puntigam.jpg"><img class=" wp-image-6890   " title="Puntigam" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Puntigam.jpg" alt="" width="249" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Alles aus: Sarah Puntigam sieht kurz vor Schluss die rote Karte - leider zu Recht</p></div>
<p>Dennoch: Es fehlte der Mannschaft eindeutig an der Kreativität und man lag nicht unverdient 0:2 im Rückstand. Über die Flügel kam wenig und die durch die gut gestaffelte Abwehr des Teams aus dem Rheinland kam man nicht durch. Daran konnte auch Puntigam nichts ändern.</p>
<p>Was sie offensichtlich ähnlich frustrierte wie allzu lästige Gegenspielerinnen. So ließ sich die Österreicherin fünf Minuten vor Schluss &#8211; kurz, nachdem ihrem Team der Anschlusstreffer zum 1:2 gelungen war und man die Schlussoffensive gestartet hatte &#8211; dazu hinreißen, ihre Gegenspielerin nach einem Zweikampf mit beiden Händen zu Boden zu stoßen. Eine klare Tätlichkeit, die die Unparteiische auch als solche erkannte hat und, leider absolut zu Recht, die rote Karte zückte. Damit war die Luft ein wenig raus, wirkliche Chancen auf den Ausgleich gab es nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Österreicherinnen zeigen durchaus auf</strong></em></p>
<p>Eine verdiente Niederlage der Zweiten, ein glücklicher Sieg der Ersten &#8211; für die Bayern-Frauen generell kein superguter, aber auch kein furchtbarer Tag. Erfreulich aus rot-weiß-roter Sicht kann man verbuchen, dass die vier eingesetzten Österreicherinnen durch die Bank zumindest ordentliche Leistungen gebracht haben. Am ehesten fällt wohl noch Sarah Puntigam ab, vor allem wegen ihrer Unbeherrschtheit vor dem Ausschluss. Was das Spielerische angeht, muss man bei ihr nach ihrer schweren Verletzung aber sicher noch ein wenig Nachsicht haben. Zwölf Monate praktsich ohne Spielpraxis gehen nicht spurlos an einem vorbei.</p>
<p>Das Trio in der Kampfmannschaft sorgte &#8211; und das sei hier nicht nur mit der rot-weiß-roten Brille betrachtet &#8211; gemeinsam mit der extrem starken Torfrau Längert dafür, dass es den Sieg gegen Essen gab. Carina Wenninger war eine absolute Wand in der Innenverteidigung. Viki Schnaderbeck zeigte eine unauffällige, aber sehr solide Leistung im defensiven Mittelfeld-Zentrum. Und Laura Feiersinger war mit Fortdauer des Spiels die einzige, die konstanten Zug nach vorne zeigte.</p>
<p>Was man alles als gutes Omen für die zwei anstehenden Spiele in der EM-Qualifikation sehen kann.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Fotos von @A.E.</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6874&amp;md5=ad69f0074554bd71e0fcc72c0ba32bc4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Basel kannte die Bayern ganz exakt &#8211; Vogel feiert Punktsieg über Heynckes</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 22:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Kleiner muss man sich umso mehr auf das eigene Hirnschmalz verlassen. Genau das tat Basel-Trainer Heiko Vogel: Er stellte sein Team 100-prozentig exakt auf das (zugegeben erschreckend vorhersehbare) Spiel der Bayern ein. Mit großem Erfolg, denn am Ende gewann das Team mit Aleksandar Dragovic gegen jenes mit David Alaba mit 1:0. Statisch, vorhersehbar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Als Kleiner muss man sich umso mehr auf das eigene Hirnschmalz verlassen. Genau das tat Basel-Trainer Heiko Vogel: Er stellte sein Team 100-prozentig exakt auf das (zugegeben erschreckend vorhersehbare) Spiel der Bayern ein. Mit großem Erfolg, denn am Ende gewann das Team mit Aleksandar Dragovic gegen jenes mit David Alaba mit 1:0.</em></strong></p>
<div id="attachment_6786" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-22-Basel-Bayern-1-01.png"><img class=" wp-image-6786 " title="2012 02 22 Basel-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-22-Basel-Bayern-1-01.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Basel - Bayern München 1:0</p></div>
<p><span id="more-6778"></span>Statisch, vorhersehbar und inhaltlich nicht besonders aufregend &#8211; so präsentierten sich die Bayern in den letzten Wochen. Was ihnen in der deutschen Bundesliga den Rückfall von Platz eins auf Rang drei bescherte. Weil die Konkurrenten der Münchener natürlich auch Video schauen: Mit guter Defensiv-Organisation ist den Bayern beizukommen, weil jegliches Überraschungmoment fehlt.</p>
<p><strong><em>Bayern wie immer, Basel erwartet es genau so</em></strong></p>
<p>Basel-Trainer Heiko Vogel ließ seine Mannschaft in einem flachen 4-4-2 auflaufen und das wurde von den Schweizern so interpretiert, wie man es heutzutage interpretieren muss, will man damit Erfolg haben: Als reines Konter-System. Die beiden zentralen Mittelfeld-Leute, der routinierte Benni Huggel und U-21-Vize-Europamesiter Granit Xhaka, machten die Mitte extrem eng, wodurch es für Bayern-Zehner Toni Kroos kaum Möglichkeiten zur Entfaltung gab.</p>
<p>Die Mittelfeld-Außen spielten relativ weit innen. Das verlieh dem Zentrum zusätzliche Stabilität, die Auslegung ihrer Rollen war für Fabian Frei und Xherdan Shaqiri aber sehr auf ihre Gegner abgestimmt: Während Frei weiter außen blieb, blieb Shaqiri weiter innen, auch in der Rückwärtsbewegung. Das lud Robben und Ribéry genau zu ihrem Spiel ein: Robben zog in Freis Rücken nach innen, wurde dort aber vom mit ihm nach innen gehenden Basel-LV Park begleitet, während sich Frei auf der Außenbahn um den sehr passiven Rafinha kümmerte.</p>
<p>Ribéry hingegen wurde mit Shaqiris zentralerer Rolle eingeladen, eher auf der Flanke zu verbleiben &#8211; was Steinhöfer wusste und sich entsprechend verhielt. Die Bayern hatten so zwar viel Ballbesitz, aber keine Ideen nach vorne. Die Flanken waren furchtbar &#8211; in der ersten Hälfte kam nur eine einzige an &#8211; und das ganze Spiel des Favoriten war statisch und langsam. Es fehlten die Tempowechsel, es gab nichts Überraschendes.</p>
<p><strong><em>Basel kontert über die Außenbahnen</em></strong></p>
<p>Auch direkte Bälle auf Gomez brachten keinen Erfolg, weil dieser gegen Abraham und vor allem dem bärenstarken Dragovic überhaupt keine Chance hatte. Kamen die Basler in Ballbesitz, ging es dafür relativ schnell: Dann schwärmten die Flügelspieler aus und mit langen Bällen auf die Flanken wurde versucht, schnell in den Rücken vor allem des mehr nach vorne spielenden Lahm zu kommen. Steinhöfer war ein dankbarer Abnehmer für diese Bälle.</p>
<p>Gegen den passiveren Rafinha stießen auf der anderen Seite Fabian Frei und Park Joo-Ho mit schnellem und vor allem flachen Spiel durch zu kommen. Auch bei Kontern galt also: Die Stärken und vor allem die Schwächen der Bayern waren jedem Basel-Spieler ganz offensichtlich bekannt und genau denen entsprechend wurde in jeder Situation auch gehandelt.</p>
<p>Und weil Bayern-Trainer Jupp Heynckes auch nichts grundlegend veränderte, stellte seine Mannschaft den Schweizermeister auch vor keine allzu gravierenden Probleme. Ehe Heiko Vogel in der Schlussphase frische Kräfte für die beiden Außenbahnen brachte. Mit Erfolg: Valentin Stocker brachte viel Schwung auf die linke Seite, auf der Fabian Frei in der zweiten Hälfte etwas nachgelassen hatte, und etwa zehn Minuten vor Schluss wurde mit dem Kameruner Jacques Zoua (statt Shaqiri) auch rechts neue Wucht gebracht. Die Folge: Genau diese beiden erarbeiteten sich den späten 1:0-Siegtreffer der Schweizer.</p>
<p><strong><em>David Alaba</em></strong></p>
<p>Gerade in solchen Spielen wird deutlich, wie sehr den Bayern Bastian Schweinsteiger fehlt. Mit seiner Präsenz auf dem Feld, seinen Führungsqualitäten und seiner Fähigkeit, auch während dem Spiel das Team in eine andere Richtung zu lenken macht es noch viel mehr den Unterschied aus, als das die immer eindimensionaler werdenden Robben und Ribéry tun.</p>
<div id="attachment_6780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 485px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Alaba-Tymoschuk.png"><img class=" wp-image-6780  " title="Alaba Tymoschuk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Alaba-Tymoschuk.png" alt="" width="475" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Tymoschuk und Alaba verleihen zwar Stabilität im Zentrum, das war gegen Basel aber nicht gefragt. Ohne Schweinsteiger fehlen die Impulse nach vorne.</p></div>
<p>Nicht falsch verstehen: David Alaba machte eine sehr ordentliche Partie, Anatoli Tymoschuk auch. Das Duo im zentralen defensiven Mittelfeld der Bayern war sehr viel unterwegs, spielte wenige Fehlpässe (Alaba 91,5%, Tymoschuk 87,3% angekommene Pässe) und verlieh dem Zentrum damit vor allem defensiv eine enorme Stabilität. Die war in dieser Partie aber nicht gefragt: Zum einen hatten die Bayern ohnehin 60% Ballbesitz, und zum anderen gab es bei Basel ganz einfach kein offensives Mittelfeld, gegen das es noch dazu zwei Sechser brauchte. Die Schweizer kamen ohnehin nur über die Flügel.</p>
<p>Und nach vorne fehlten von den beiden die Impulse. Alaba versuchte zwar immer wieder, das Spiel schnell zu machen, auch mal selbst den Abschluss zu suchen (wie bei zwei Schüssen aus der zweiten Reihe), aber er fand keine Löcher im Basler Abwehrverbund. Und dass Tymoschuk den Ball in der Vorwärtsbewegung fast immer gleich auf Arjen Robben spielte, war einer Unberechenbarkeit des Bayern-Spiel auch nicht gerade zuträglich.</p>
<p><strong><em>Bombensicher: Aleskandar Dragovic</em></strong></p>
<div id="attachment_6782" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dragovic.png"><img class="size-full wp-image-6782 " title="Dragovic" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dragovic.png" alt="" width="300" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Die Pässe von Aleks Dragovic</p></div>
<p>Ein wichtiger Faktor, der zum Sieg von Basel beigetragen hat, war zweifellos auch das IV-Duo der Schweizer mit David Abraham und Aleksandar Dragovic. Die beiden ließen Mario Gomez überhaupt nicht zum Zug kommen und wenn doch einmal Gefahr im Verzug war, wurde das schnell realisiert und entsprechend gehandelt.</p>
<p>Zudem war der österreichische Nationalspieler sehr sicher im Passspiel. Von den 38 Pässen, die Dragovic in der eigenen Hälfte spielte, landeten nur zwei in einer potentiell gefährlichen Position beim Gegner. Ansonsten wurde vermehrt darauf geachtet, aus der Defensiv-Zentrale nicht mit Risiko-Bällen zu agieren, sondern den Ball erst einmal in den eigenen Reihen zu halten.</p>
<p>Im Fall von Dragovic waren das hauptsächlich Bälle zu seinem Partner Abraham und, ganz besonders, auf die linke Seite zu Park und Fabian Frei. Was wiederum genau in den offensichtlichen Matchplan von Trainer Heiko Vogel passte.</p>
<p><em><strong>Fazit: Basel war perfekt eingestellt</strong></em></p>
<p>Natürlich hatten die Bayern mehr Ballbesitz. Aber das deutlich intelligentere Spiel zog der FC Basel auf: Jeder Spieler wusste genau über seine ganz spezifisch auf den Gegenspieler ausgerichteten Aufgaben und erfüllte diese auch. So muss man dieses Spiel &#8211; auch wenn es 0:0 ausgegangen wäre &#8211; als klaren Punktsieg des jungen Heiko Vogel gegen den routinierten Jupp Heynckes betrachten. Letzterer hat bis zum späten Gegentor rein gar nichts an der Ausrichtung, am System oder an der Spielanlage.</p>
<p>Erst nach dem Rückstand stellte er auf ein 4-4-2 um, was den Baslern aber den Platz im Zentrum bescherte, um erst recht das Spiel souverän herunter ticken zu lassen. Ob der 1:0-Vorsprung für das Rückspiel reicht, um tatsächlich nach Manchester United auch die Bayern aus dem Bewerb zu kegeln und ins Viertelfinale einzuziehen, wird sich zeigen. Sicher ist aber: Mit diesem Trainer ist das Basel absolut zuzutrauen.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6778&amp;md5=328d2275972c2d036a9b89a826c65687" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
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<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
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<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
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<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1:0 bei den Bayern! Dortmund ist endgültig wieder zurück im Titelrennen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 22:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet! International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet!</em></strong></p>
<div id="attachment_6093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6093 " title="2011 11 19 Bayern-Dortmund 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 0:1</p></div>
<p><span id="more-6089"></span>International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet &#8211; aber der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund hat sich zuletzt deutlich stabilisiert. So war das Spiel bei den bislang überragenden Bayern tatsächlich nicht nur das Duell der zwei großen Titelkandidaten der deutschen Bundesliga &#8211; sondern auch das des Tabellenersten gegen den Zweiten. Wobei die Bayern einen personellen Nachteil hatten: Mit Schweinsteiger (verletzt) und Tymoschuk (gesperrt) fehlten beide etatmäßigen Männer im defensiven Mittelfeld. Und das merkte man.</p>
<p><strong><em>Abstecken der Claims</em></strong></p>
<p>In den ersten zehn Minuten machten gleich beide Mannschaften deutlich, was ihre Intention war: Die Bayern gingen vor allem mit Müller und Gomez konsequent sogar den Dortmunder Torhüter Weidenfeller an, sodass dieser keine Gelegenheit hatte, eine geregelte Spieleröffnung zu versuchen; die Dortmunder pressten ab etwa 10 Metern in der gegnerischen Hälfte ebenso konsequent auf die Innenverteidiger der Bayern &#8211; sodass diese ebenso wenig zum Aufbau beitragen konnten.</p>
<div id="attachment_6094" class="wp-caption alignleft" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png"><img class="size-full wp-image-6094 " title="BayDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schon beim Match im Frühjahr stand Müller zu hoch und war somit vom Spiel abgeschnitten</p></div>
<p>Die Dortmunder verlegten sich danach allerdings schnell auf das Reagieren und darauf, im Mittelfeld so kompakt wie möglich zu stehen und es den Bayern zu verunmöglichen, das Spiel nach vorne zu tragen. Das schaffte der BVB vor allem dadurch, dass man durch enorme Laufarbeit das Zentrum unter Kontrolle brachte &#8211; und weil die Bayern einen Fehler <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">beim 1:3 im Frühjahr</a> wiederholten: Die zu hohe Rolle von Thomas Müller in der Zentrale.</p>
<p><em><strong>Müller zu hoch</strong></em></p>
<p>Dortmund schaffte es dadurch, das Spiel der Bayern in deren Hälfte festzusetzen: Die Viererkette hinten und die beiden defensiven Mittelfeldspieler, Luiz Gustavo auf der Sechs und Toni Kroos auf der Acht, waren nicht in der Lage, aus dem Zentrum heraus für Akzente im Spiel zu sorgen. Müller, der auf der linken Flanke eine tolle Saison spielt, fühlte sich im Zentrum sichtlich unwohl &#8211; wegen der Rückkehr des zuletzt verletzten Robben war er aber zur der zentralen Rollen gezwungen.</p>
<p>Und Kroos, der auf der Zehn ebenso eine herausragende Saison absolviert hatte, bekam auf der Acht von Dortmund praktisch nie Zeit und Platz &#8211; vor allem Kagawa, der so eine irrsinnige Defensiv-Arbeit leistete, stand ihm immer wieder auf den Füßen, zudem machten Kehl und der extrem lauffreudige Sven Bender Kroos immer wieder die Räume eng. So kam dieser nicht zur Geltung, und wenn er doch einmal Raum bekam, verpasste er das Abspiel oder den Abschluss zur rechten Zeit.</p>
<p><strong><em>Keine Akzente durch Kroos</em></strong></p>
<div id="attachment_6097" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png"><img class="size-full wp-image-6097  " title="kroos vs dortmund" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png" alt="" width="327" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos war zu extrem vielen horizontalen Pässen gezwungen, er kam nur zu einer Handvoll erfolgreicher Bälle nach vorne. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Wie diese Grafik zeit, hatte Kroos zwar viele Ballkontakte, war aber mangels Optionen im Spiel nach vorne zu vielen Querpässen gezwungen. Es gab nur eine Handvoll erfolgreicher Pässe nach vorne &#8211; Dortmund hatte das Geschehen im Griff.</p>
<p>Und zwar auch deshalb, weil mit Schmelzer und Piszczek die beiden Außen-Verteidiger sich, anders als es bei der Borussia sonst Usus ist, im Spiel nach vorne ziemlich zurück hielten und sich vornehmlich darauf verlegte, Ribéry und Robben möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Zudem setzte Schmelzer seinen Körper gegen Robben sehr intensiv ein, womit der Holländer überhaupt nicht zurecht kam.</p>
<p>Was auch deshalb gelang, weil die beiden, wenn sie denn Ball mal hatten &#8211; vor allem Ribéry ging viel nach hinten, um sich die Kugel dort zu holen &#8211; mit der Hilfe von Götze und Großkreutz, oft auch mit Kehl und Bender, gedoppelt wurden und sich nie wirklich entfalten konnten. Und für Lahm und Rafinha war dann auch noch immer ein Gegenspieler übrig.</p>
<p><strong><em>Kehl agierte konkreter</em></strong></p>
<p>Anders als Kroos, der den Ball zwar viel hatte, aber wenig damit machen konnte, legte mit Sebastian Kehl sein Gegenüber auf der Achter-Position das Spiel an. Er lief viel, machte Räume eng, presste und doppelte Gegenspieler, hatte aber den Ball selbst nicht annähernd so häufig wie Kroos. Doch wenn er ihn einmal hatte, versuchte der Routinier sofort, das Spiel schnell zu machen und nach vorne zu bringen.</p>
<div id="attachment_6100" class="wp-caption alignleft" style="width: 351px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png"><img class="size-full wp-image-6100 " title="kehl vs bayern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png" alt="" width="341" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Kehl versuchte vor allem über die link Seite, das Spiel schnell nach vorne zu bringen. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Das deutlich konkretere Spiel von Kehl mit dem Ball verdeutlicht die Ausrichtung im Spiel von Dortmund: Die Bayern weit vom eigenen Tor weghalten und nach Ballgewinn schnell Umschalten. Durch diese ständig lauernde Gefahr des Gegenstoßes nach einem Ballverlust in der Bewegung nach vorne minimierte sich das Risiko, das die Bayern zu nehmen bereit waren, immer mehr. So spielten die Gastgeber im Zweifel immer den sicheren Quer- oder Rückpass, vermieden jeden Pass nach vorne, der auch nur annähernd Gefahr ausstrahlte und bekamen somit natürlich überhaupt keinen Zugriff auf die Hälfte der Gäste, vom Strafraum ganz zu schweigen.</p>
<p>Hier spiegelte sich auch die generelle Ausgangslage im Spiel wider: Es ist noch die erste Saisonhälfte, es geht noch lange nicht um Alles oder Nichts und im Endeffekt wären die Bayern auch mit einem torlosen Remis alles andere als todunglücklich gewesen. Die Vorsicht dominierte bei den Münchnern.</p>
<p><em><strong>Götzes Tor bringt neue Impulse</strong></em></p>
<p>Gerade als ein nicht uninteressantes, aber auf jeden Fall unspektakuläres Spitzenduell immer mehr seinem beinahe logischen 0:0 entgegen ging, erzielte Mario Götze das 1:0 für Dortmund, bei dem der diesmal nicht immer ganz sattelfest Jerome Boateng etwas die Übersicht verloren hatte.</p>
<p>Was hieß, dass die Bayern deutlich mehr Riskiko im Spiel nach vorne nehmen mussten und die auf Ballsicherung basierende Spielweise zugunsten eines direkteren Zugangs aufgeben musste. Dortmund reagierte auf die Führung, ähnlich wie beim überragenden <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">3:1 im Februar</a>, mit dem Anziehen der Daumenschraube: Der BVB orientierte sich deutlich höher, attackierte noch früher und konnte sich sogar in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Von erhöhter Torgefahr vor dem Dortmunder Tor konnte keine Rede sein.</p>
<div id="attachment_6103" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png"><img class="size-full wp-image-6103 " title="FCB-BVB 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p><strong><em>Heynckes stellt um</em></strong></p>
<p>Jupp Heynckes sah natürlich, dass sich ohne Impulse von seiner Seite am Spiel der Bayern nichts ändern würde und reagiert: Erst brachte er Alaba (statt Robben für die rechte Seite) und Olic (als zweiten Stürmer statt des ganz schwachen Müller), stellte somit auf ein 4-4-2. Das ergab zwei Probleme: Erstens standen sich Olic und Gomez vorne auf den Füßen, der Abstand zwischen den beiden war viel zu klein. Und zweitens fehlte die Offensivzentrale nun komplett und Dortmund hatte im Zentrum zusätzlich zur besseren Laufarbeit nun auch eine 3-gegen-2-Überzahl. Diese wurde natürlich ausgespielt und der BVB sah im Spiel nach vorne deutlich besser aus, ein 2:0 schien näher als ein Ausgleich.</p>
<p>Woraufhin Heynckes auch Rechtsverteidiger Rafinha aus dem Spiel nahm und mit Petersen noch einen dritten echten Stürmer brachte. Mit der Ordnung im Spiel der Bayern war es nun endgültig dahin: Alaba hatte die komplette rechte Seite über, mit Moritz Leitner brachte Klopp im Gegenzug einen frischen Mann für die defensive Mittelfeld-Zentrale. Mehr als die Brechstange &#8211; lange Bälle nach vorne und hoffen, dass die drei Stürmer was daraus machen &#8211; kam nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Dortmunder Matchplan ging voll auf</strong></em></p>
<p>Natürlich hat den Bayern die Energie eines Bastian Schweinsteiger in Bestform absolut gefehlt, keine Frage. Aus dem Mittelfeld kamen ohne den verletzten Taktgeber nicht die nötigen Impulse, um die ungewohnt tief stehenden Dortmunder auszumanövrieren.</p>
<p>Die mit ihrer fleißigen Laufarbeit und ihrem guten Pressing für die Defensive extrem gut arbeitende offensive Dreierreihe des amtierenden Meisters aus Dortmund verunmöglichte es den Bayern, von hinten heraus das Spiel zu lenken. Ein zu hoch stehender Müller war isoliert, Robben wurde vom ungemütlichen Schmelzer neutralisiert und auch Ribéry kam gegen das ständige Doppeln kaum zum Zug. So fehlte es Kroos an den Optionen, um seine Mannschaft vor das gegnerische Tor zu bringen.</p>
<p>Das Vorhaben von Klopp, &#8220;die Bayern auf unser Niveau herunterzuziehen&#8221;, spricht nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, klappte hervorragend und beweist, dass der BVB auch im Reagieren auf einen starken Gegner eine Partie gut bestreiten und sogar gewinnen kann. Das wird für die verbleibenden Spiele in der Champions League sicherlich Auftrieb geben und auch in der Bundesliga ist man <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">nach dem holprigen Start</a>, wo man noch auf der Suche nach einer passenden Adjustierung nach dem Abgang von Nuri Sahin war, bereits wieder auf zwei Punkte an den Bayern dran.</p>
<p>Natürlich: Angesichts der Pattstellung, die bis zum Tor herrschte, wäre ein 0:0 genauso ein passendes Resultat gewesen. Beschweren dürfen sich die Bayern über die Niederlage aber nicht: Über 90 Minuten kam nie die zündende Idee. Ausfälle von Schweinsteiger und Tymoschuk können also nicht einmal die in der bisherigen Saison so bärenstarken Bayern kompensieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6089&amp;md5=9451bc35f8a04ea1d5b2edb0af9c24ed" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nuancen im Mittelfeld bestimmen das Spiel &#8211; 1:1 zwischen Napoli und Bayern</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/18/nuacen-im-mittelfeld-bestimmen-das-spiel-11-zwischen-napoli-und-bayern/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 21:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand. Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand.</em></strong></p>
<div id="attachment_5957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5957 " title="2011 10 18 Napoli-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SSC Napoli - Bayern München 1:1</p></div>
<p><span id="more-5956"></span>Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der Gegner in der Serie A &#8211; zwei Stürmer und ein Zehner &#8211; angepasst, auf europäischer Ebene kann dieses System aber durchaus Probleme für das eigene Team bedeuten. Das wurde in der Anfangsphase gegen die Bayern klar.</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung mit Löchern</em></strong></p>
<p>Die Dreierkette stand hinten gegen nur einen Stürmer (Gomez), dafür hatten Zuñíga und Maggio auf den Flanken jeweils zwei Gegenspieler und im Zentrum gab es eine 2-gegen-3-Unterzahl. Das bedeutete, dass Napoli-Coach Walter Mazzarri das Stellungsspiel seiner Mannschaft etwa adaptieren musste. Im Detail sah das so aus, dass Lavezzi und (vor allem) Hamsik aus ihren üblichen Halbpositionen hinter Cavani weiter auf die Flügel ausweichen mussten, um Lahn bzw. Boateng entweder zu beschäftigen oder idealerweise nach innen zu ziehen.</p>
<p>Um den so aufgerissenen Raum hinter Cavani zu schließen, waren mit Gargano und Inler die beiden zentralen Mittelfeldspieler von Napoli gezwungen, deutlich weiter nach vorne aufzurücken als sie das gewohnt sind. Das hatte wiederum zu Folge, dass hinter dem Duo Raum entstand. In genau diesen kam schon in der 2. Minute eine Flanke von Boateng auf Kroos und dieser drückte zur frühen 1:0-Führung für die Bayern ab.</p>
<p><strong><em>Wirkungsloser Linksaußen Ribéry</em></strong></p>
<p>Die Gäste schalteten in der Anfangsphase deutlich agiler um als die Italiener und erzeugten so bei Ballgewinn immer wieder gute Aktionen. Auffällig war bei den Bayern aber vor allem die extrem vorgezogene Positionierung von Franck Ribéry auf der linken Seite. Er war weniger ein Mittelfeldspieler, sondern ein Linksaußen mit einigem Drall Richtung Zentrum. Auch das verursachte bei Napoli leichte Verwirrung: Campagnaro wurde so immer wieder aus der Position gezogen, weil Maggio weiter aufgerückt war. Die Bayern konnten daraus aber kein Kapital schlagen.</p>
<p><em><strong>Schlüsselspieler Campagnaro</strong></em></p>
<p>Im Laufe der ersten Halbzeit bekam Napoli das Spiel aber immer besser in den Griff. Das lag daran, dass Hugo Campagnaro aus der Dreierkette etwas aufrückte und sich vermehrt um Kroos kümmerte &#8211; so war das Missverhältnis in der Zentrale einigermaßen ausgeglichen und vor allem Gökhan Inler hatte nun endgültig die Möglichkeit, mit seiner ihm eigenen Energie seine Mannschaft in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.</p>
<p>Damit konnten auch die beiden Wings-Backs der Italiener, vor allem Christian Maggio, ihre offensive Rolle besser gestalten, das wiederum erlaubte Lavezzi und (vor allem) Hamsik, wieder weiter ins Zentrum zu gehen und die Bayern-Viererkette so in der Mitte zusammen zu ziehen. Angesichts des relativ weit aufgerückten Ribéry konnte kurz vor der Pause Maggio einen zielgerichteten Lauf nach vorne starten, Lahm stand zu weit innen und in der Mitte lenkte Badstuber im Zweikampf mit Hamsik Maggios Flanke ins eigene Tor ab. Der verdiente Ausgleich zum 1:1.</p>
<p><strong><em>Schlüsselspieler Tymoschuk</em></strong></p>
<p>Für die zweite Halbzeit modifizierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Spiel seiner Mannschaft etwas: Anatoli Tyomschuk rückte aus seiner relativ tiefen Position nun weiter auf, spielte zuweilen praktisch in der offensiven Kette und sorgte mit Tempo aus der Tiefe für mehr Schwung aus der Zentrale der Bayern. So wurde der Vorteil in der Raumaufteilung, den die Bayern rund um den Mittelkreis hatten, besser genützt.</p>
<p>Außerdem pressten die Bayern nun vor allem nach Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte wesentlich energischer auf den Gegner. Dabei verursachten die Münchner aber viele Fouls, sodass der dem Spielverlauf angepasste neue Ansatz nicht wirklich Früchte trug &#8211; auch, weil Mario Gomez einen Elfmeter in die Hände von Torhüter De Sanctis schob. Immerhing gelang es so aber, Napoli vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<p><em><strong>Maue Schlussphase</strong></em></p>
<p>Die Italiener erkannten die zentrale Rolle, die Tymoschuk bei den Bayern nach der Pause einnahm, nach etwa einer Viertelstunde und übten dann vermehrt Druck auf den Ukrainer aus. Dieser konnte so weder so energisch nach vorne gehen, wie er das zuvor konnte, noch konnte er seine Pässe für die Spieleröffnung passend anbringen. Hinzu kam, dass Ribéry, schon in der ersten Halbzeit nicht besonders stark, weiter nachließ und auch Müller keine Akzente mehr nach vorne setzen konnte.</p>
<p>Wie überhaupt bei beiden Mannschaften ab etwa der 70. Minute die Präzision dramatisch absank und somit auch das Tempo im Spiel und daraus folgend das Niveau. Beide Mannschaften schienen sich mit der korrekten Punkteteilung angefreundet zu haben, keiner ging mehr letztes Risiko. Als Mazzarri zehn Minuten vor Schluss Cavani aus dem Spiel nahm und dafür Mittelfeldspieler Dzemaili brachte, war das ein relativ deutliches Signal.</p>
<p><strong><em>Fazit: Kein Feuerwerk, aber auch nicht uninteressant</em></strong></p>
<p>Das Spiel zwischen dem Team der Stunde aus Italien und dem aktuellen Branchenprimus aus Deutschland war vielleicht nicht das Feuerwerk, das sich viele erhofft hatten. Was aber nicht heißt, dass nicht die Nuancen, die vor allem im Mittelfeld zu finden waren und dafür sorgten, dass das Spiel zumindest bis etwa zu 70. Minute mal in die eine Richtung, dann wieder dezent in die andere wogte, durchaus interessant war.</p>
<p>Napoli hatte erst damit zu kämpfen, dass man hinten einen Mann zu viel und im Zentrum einen zu wenig hatte, fand danach durch das Aufrücken von Campagnaro besser zum eigenen Spiel. Die Bayern antworteten mit der höheren Rolle von Tymoschuk, womit ihnen die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte, ehe sich beide Teams auf das 1:1 einigten.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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