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	<title>Ballverliebt &#187; austria</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>3x Back to Back &#8211; Austria anders, Salzburg ähnlich, Sturm gleich</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 11:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 4. Spieltag in europäischen Gruppenphasen &#8211; die Back-to-Back-Spiele, es geht gegen den gleichen Gegner wie vor zwei Wochen. Und während Sturm und Salzburg von ihrer Herangehensweise nichts Gravierendes veränderten und somit nicht zum Erfolg kamen, traute sich die Austria wenigstens etwas. Auch wenn&#8217;s fast in die Hose ging, aber der Ansatz der Austria gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der 4. Spieltag in europäischen Gruppenphasen &#8211; die Back-to-Back-Spiele, es geht gegen den gleichen Gegner wie vor zwei Wochen. Und während Sturm und Salzburg von ihrer Herangehensweise nichts Gravierendes veränderten und somit nicht zum Erfolg kamen, traute sich die Austria wenigstens etwas. Auch wenn&#8217;s fast in die Hose ging, aber der Ansatz der Austria gegen Alkmaar sagte zumindest aus: Wir probieren was!</em></strong></p>
<p><span style="color: #800080;"><strong><span id="more-6034"></span>Ein anderes Spiel | Austria &#8211; Alkmaar 2:2 (0:2)</strong></span><br />
<em>58&#8242; Ortlechner, 61&#8242; Barazite bzw. 19&#8242;p Elm, 44&#8242; Wernbloom</em></p>
<div id="attachment_6035" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Austria-AZ-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6035 " title="2011 11 03 Austria-AZ 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Austria-AZ-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Wien - AZ Alkmaar 2:2</p></div>
<p>Karl Daxbacher ließ, wie in letzter Zeit regelmäßig, Roland Linz auf der Bank und stellte dafür Nacer Barazite in die Spitze. So war vorne etwas mehr Bewegung, und die Hausherren versuchten das zu nützen, indem sie von Beginn an mutig nach vorne spielten, Suttner und Junuzovic (gegen den überforderten Etienne Reijnen) und Klein (der viel ins Zentrum zog und Gorgon die Flanke überließ) marschierten viel.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/20/alkmaars-spielanlage-kommt-der-austria-entgegen-aber-es-reicht-nicht-ganz/">Anders als im Hinspiel, in dem die Austria mit guter Raumaufteilung defensiv stand und AZ zu neutralisieren versuchte</a>, rückte sie hier bei eigenen Angriffen recht weit auf, was sie für Konter der Holländer anfällig machte. So hatte die Austria zwar mehr vom Spiel, aber AZ strahlte mehr Torgefahr aus &#8211; als Ortlechner Altidore in der Drehung festhielt, hätte es einen Elfmeter geben müssen; wenige Minuten später war es aus einer wesentlich weniger klaren Situation (Hand Margreitter) dann soweit. Elm schoss zum 1:0 ein. Die Austria wirkte in der Folge verunsichert und vor allem die Seite von Gorgon und Klein &#8211; Ersterer mit einem schwachen Tag und Zweiterer von Holman oft weit in die Mitte gezogen &#8211; war anfällig, was Simon Poulsen mit viel Initiative ausnützte. Als kurz vor der Pause Wernbloom (wieder einmal) per Ecke zum 2:0 traf, war das nicht unverdient.</p>
<p>Nach der Pause brachte Daxbacher Linz (statt Gorgon), Barazite ging auf die rechte Seite. Die Folge war erst einmal, dass es in der Spitze kaum mehr Bewegung gab &#8211; echte Veränderung kam erst mit dem Einsatz von Liendl (statt Grünwald). Mit seiner ersten Aktion leitete er nach einem Freistoß das 1:2 ein, wenige Minuten später gab&#8217;s sogar das 2:2 &#8211; auch das war zwar nicht herausgespielt, beflügelte die Austria aber zusätzlich.</p>
<p>Mit dem etwas höher als Grünwald spielenden Liendl gelang es, die Spieleröffnung von Rasmus Elm zu stören, den vor der Pause recht unbehelligt agierenden Maher zu kontrollieren und Celso Ortiz, der für Holman eingewechselt wurde, konnte auch keine Akzente setzen. Alkmaar schaffte es nicht, nach dem Zurücklehenen dank der 2:0-Führung den Schalter wirklich wieder auf Angriff zu stellen &#8211; die Austria schaffte es aber auch nicht, die folgenden Chancen zu einem Siegtreffer umzumünzen.</p>
<p>Fazit: Es war eine komplett andere Partie als in Alkmaar, auch wenn das Resultat das gleiche ist. Diesmal war die Austria von Beginn an aktiv, aber hinten offen und fing sich einen Rückstand. Die Umstellung von Barazite von vorne auf die rechte Seite, das gute Auge von Liendl und zwei Tore aus Standards brachten die Austria zurück.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ein ähnliches Spiel | Salzburg &#8211; Bilbao 0:1 (0:1)</strong></span><br />
<em>37&#8242; Herrera</em></p>
<div id="attachment_6037" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Salzburg-Bilbao-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6037 " title="2011 11 03 Salzburg-Bilbao 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Salzburg-Bilbao-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">RB Salzburg - Athletic Bilbao 0:1</p></div>
<p>Deutlich weniger Unterschiede zum Hinspiel als beim Match der Austria gab es bei der Partie der Bullen gegen Bilbao. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/20/bilbao-dominiert-klar-es-braucht-aber-zwei-elfer-22-gegen-salzburg/">Beim 2:2 vor zwei Wochen dominierte Bilbao das Spiel klar</a>, war extrem flexibel im Mittelfeld, aber die Basken kamen gegen die sehr tief stehenden Salzburger kaum zu Torchancen.</p>
<p>Diesmal stellte Bilbao-Coach Bielsa seinen Spieleröffner Javi Martínez gleich zu Beginn in die Innenverteidigung, wie er das im ersten Spiel zur Halbzeit gemacht hatte. Salzburg aber stand nicht mehr so tief wie beim 2:2, griff den Gegner früher an und hielt ihn so vom eigenen Tor weg. Das Quartett im Bilbao-Mittelfeld rochierte zwar auch diesmal, aber deutlich weniger als im Heimspiel und es fehlte auch die Idee, wie man Llorente vorne ins Spiel bringen könnte.</p>
<p>Was vor allem an zwei Salzburgern lag: Schiemer räumte im defensiven Mittelfeld kompromisslos auf und ließ fast nichts zu; Martin Hinteregger neutralisierte seine Seite mit Susaeta und Iraola und versuchte auch nach vorne einiges zu machen.</p>
<p>Den Bullen fehlte es vorne aber auch diesmal an der Durchschlagskraft. Stefan Maierhofer arbeitet zwar viel, aber gerade gegen eine Abwehspieler, die ihm technisch so dermaßen überlegen sind wie San José und Javi Martínez, macht der Lange einfach keinen Stich &#8211; bei einer solchen Ausgangsposition geht der verletzte Alan noch viel mehr ab als in der Bundesliga.</p>
<p>Das Gegentor (aus einem Konter) änderte am Spiel an sich nichts, ebenso wie die Umstellungen. Moniz stellte halb durch die zweite Hälfte auf ein 4-4-2 um (Wallner statt Cziommer), Bielsa reagierte, indem er mit Amorebieta einen zweiten echten Innenverteidiger brachte und Martínez ins Mittelfeld aufrücken ließ (Iturraspe ging raus). Die Flanken gehörten Salzburg, zumal auch Leonardo einiges an frischem Wind brachte, aber das war etwas zu eindimensional und Bilbao verwaltete das 1:0 nach Hause.</p>
<p>Fazit: Ein recht ähnliches Spiel wie vor zwei Wochen. Salzburg stand höher und attackierte früher, Bilbao fiel im Mittelfeld trotz technischer Überlegenheit noch weniger ein als beim Hinspiel. Mit den Basken gewann jene Mannschaft, die eine ihrer wenigen Chancen nützte und defensiv recht sicher stand. Augenschmaus war dieses Spiel aber keines.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Das gleiche Spiel | Anderlecht &#8211; Sturm 3:0 (1:0)</strong><br />
<em>23&#8242; Gillet, 74&#8242; Suárez, 81&#8242; De Sutter</em></p>
<div id="attachment_6040" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Anderlecht-Sturm-3-0.png"><img class="size-full wp-image-6040 " title="2011 11 03 Anderlecht-Sturm 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-03-Anderlecht-Sturm-3-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">RSC Anderlecht - Sturm Graz 3:0</p></div>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/21/anderlecht-uber-die-flugel-besser-und-mit-weniger-fehlern-sturm-02/">Das Hinspiel in Graz war eine recht eindimensionale Angelegenheit</a>: Zwei Teams mit flachem 4-4-2 erklären das Zentrum zur toten Zone, was das Spiel nach vorne angeht, und die Belgier hatten Vorteile über die Flügel und nützten ihre Chancen besser zum 2:0-Sieg.</p>
<p>Das Rückspiel verlief praktisch genauso, nur Nuancen unterschieden sich. Anderlecht lief mit Fernando auf, so wurde aus dem 4-4-2 eher ein 4-4-1-1, weil der neue Mann tiefer stand und sich für Anspiele der beiden Sechser anbieten wollte. Eine Reaktion auf das Hinspiel, wo genau das ja nicht funktioniert hatte (außerdem musste Stürmer Mbokani passen).</p>
<p>Das hatte jedoch kaum Auswirkungen auf das Spiel &#8211; zum einen, weil sich Fernando im Rücken von Koch und Weber aufhielt und so selten frei stand, und zum anderen, weil in der Mittelfeld-Zentrale Ballverteiler Lucas Biglia fehlte. So waren die beiden Mittelfeld-Duos erst recht wieder sehr horizontal ausgerichtet &#8211; Verbindungsstationen auf dem Weg von der einen Seite zur anderen, Adjutanten im Spiel über die Flügel, aber ohne echte Relevanz im Spiel nach vorne.</p>
<p>Koch und Weber spielten die Bälle, wenn sie denn nach vorne gingen, entweder auf die Flügel hinaus oder weit auf Szabics bzw. Kienast. Beides hatte nicht den gewünschten Erfolg &#8211; anders als bei Anderlecht, wo sich auch schon mal die Stürmer auf die Flanken orientierten, und aus einem Anspiel von Suárez von der rechten Seite machte Gillet das 1:0.</p>
<p>Wie im Hinspiel musste auch diesmal nach einer Stunde ein Sturm-Verteidiger gehen &#8211; diesmal war es Felhofer &#8211; und wie im Hinspiel stellte Foda auf ein 4-4-1 um (Kienast ging raus, Pürcher kam). Das drückte das Spiel von Sturm noch weiter auf die Flügel, weil es nun zwischen dem defensiven Mittelfeld und dem gegnerischen Tor nur noch einen einzigen Spieler gab (erst Szabics, dann Haas).</p>
<p>Anderlecht wusste das und stellte sich darauf ein, zudem kamen mit Badibanga (links) und Kabasele (rechts) zwei frische Leute für die Mittelfeld-Außen. Mit dem 2:0 &#8211; wieder von der rechten Seite eingeleitet &#8211; war die endgültige Entscheidung gefallen, das 3:0 nur noch die Draufgabe.</p>
<p>Fazit: Beinahe eine Kopie vom Hinspiel: Zwei mal zwei Sechser, die sich gegenüberstehen und ähnliche Aufgaben haben, zwei Mal Spielaufbau, der konstruktiv fast nur über die Flügel kommt, und wieder hat Anderlecht dort Vorteile und macht weniger Fehler.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Nach vier Spieltagen ist die Chance auf den Aufstieg damit für Sturm so gut wie erledigt (man müsste in Moskau und gegen AEK gewinnen und hoffen, dass die Russen bei Anderlecht verlieren) und für Salzburg so gut wie (auch hier gilt: Siege gegen PSG und in Bratislava plus Schützenhilfe von Bilbao). Die Austria hat noch realistische Chancen, auch wenn man am Verteilerkreis ebenso auf fremde Hilfe angewiesen ist.</p>
<p>Sturm und Salzburg, die schon in den Hinspielen unterlegen waren (auch wenn Salzburg dort zwei Kontertore aus dem Nichts erzielt hatte), legten ihre Rückspiele ähnlich bzw. genauso an und haben damit fast folgerichtig nicht zum Erfolg. Die Austria hat sich zumindest getraut, etwas anderes zu probieren als im (eh schon nicht schlechten) Spiel vor zwei Wochen &#8211; das hat zwar nicht wie erhofft geklappt, aber richtige Umstellungen und voller Einsatz retteten das Remis.</p>
<p>Weshalb es durchaus okay ist, dass vom rot-weiß-roten Trio die Austria noch die besten Chancen auf Platz zwei hat.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6034&amp;md5=6c24e631d0dfcc02dd07b37339491811" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alkmaars Spielanlage kommt der Austria entgegen &#8211; aber es reicht nicht ganz</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 18:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange Zeit sah es so aus, als sollte die Austria beim holländischen Spitzenteam AZ Alkmaar einen überraschenden Sieg einfahren. Damit klappte es nicht ganz, aber die Erkenntnis bleibt, dass die Spielanlage der Holländer dem System und den Stärken der Austria durchaus entgegen kam. Was muss man tun, um gegen AZ zu bestehen? Erstens, sich von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Lange Zeit sah es so aus, als sollte die Austria beim holländischen Spitzenteam AZ Alkmaar einen überraschenden Sieg einfahren. Damit klappte es nicht ganz, aber die Erkenntnis bleibt, dass die Spielanlage der Holländer dem System und den Stärken der Austria durchaus entgegen kam.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5964" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-20-AZ-Austria.png"><img class="size-full wp-image-5964 " title="2011 10 20 AZ-Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-20-AZ-Austria.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">AZ Alkmaar - Austria Wien 2:2</p></div>
<p><span id="more-5962"></span>Was muss man tun, um gegen AZ zu bestehen? Erstens, sich von der sehr variabel ausgerichteten Abwehrkette, aus der immer einer aufrückt &#8211; auch die Innenverteidiger &#8211; nicht verwirren lassen. Und Spieleröffner und -gestalter Rasmus Elm aus dem Spiel nehmen.</p>
<p><strong><em>Rezept gegen Alkmaar</em></strong></p>
<p>Beides machte die Austria in Alkmaar recht gut. Allerdings nicht, indem die Violetten so massiv aus Elm pressten. Sondern, in dem sie den Schweden selbst eher in Ruhe ließen, ihm aber durch geschicktes Stellungsspiel und gute Laufarbeit die Anspielstationen nahmen. Vor allem die beiden Flügel Gudmundsson und Beerens wurden relativ heftig unter Druck gesetzt, sodass die Holländer über die Flügel praktisch gar keine Gefahr erzeugen konnten.</p>
<p>In der Mittelfeld-Zentrale hatten Mader und vor allem Hlinka einen dezidiert defensiven Job, sie nahmen Maher und Wernbloom gut auf. Vor allem Wernbloom wich immer wieder auf die Flanke aus, stand dort aber eher Beerens auf den Füßen, anstatt konstruktiv nach vorne zu spielen.</p>
<p><strong><em>Austria fühlt sich wohl&#8230;</em></strong></p>
<p>Was die Austria vor allem in diesem Bereich des Platzes sehr gut machten, war das Gewinnen des Balles gegen eine nicht gerade passsichere Mannschaft aus Holland und das flinke Umschalten vor allem von Jun und Barazite. Gerade Letzterer arbeitete sehr viel auch nach hinten, bot sich immer an und war gegen den im defensiven Mittelfeld nach Ballverlusten relativ einsamen Elm nicht selten in der besseren Position.</p>
<p>Die Austria fühlte sich in ihrer Rolle, das Spiel nicht machen zu müssen sondern Fehler der Gegner zu provozieren und ausnützen zu können, sichtlich wohl. Das hieß, dass die Außenverteidiger nicht allzu viel nach vorne machen mussten, darin in ja schließlich vor allem Klein nicht gerade ein Meister. Sie schalteten die gegnerischen Flügel aus, während Gorgon und Junuzovic vor ihnen bei Ballgewinn ausschwärmten.</p>
<p><strong><em>&#8230;und nützt die Chancen</em></strong></p>
<p>Vorne kam Alkmaar somit nicht richtig durch und hinten ergaben sich immer wieder Lücken, welche die Austria &#8211; deren Chancenverwertung schon in Malmö sehr stark war &#8211; gnadenlos ausnützten. Erst lenkte Rechtsverteidiger Dick Marcellis einen Eckball zwischen Barazite und Ortlechner ins eigene Tor ab, dann nützte Gorgon eine Unstimmigkeit in der AZ-Abwehr &#8211; und die Favoritener führten beim Favoriten mit 2:0.</p>
<p>Was nicht unverdient war, schließlich kam vor allem Barazite immer wieder zu Halbchancen. Auf der anderen Seite konnte Alkmaar das Tor von Pascal Grünwald praktisch gar nicht unter Beschuss nehmen, daran änderten auch die diversen Vorstöße von Innenverteidiger Ragnar Klavan nichts. Im Gegenteil: Im Raum rund um Elm und vor der Dann-noch-Dreierkette breiteten sich Jun und Barazite mit Genuss aus.</p>
<p><strong><em>Adjustierungen von Verbeek</em></strong></p>
<p>Alkmaar-Trainer Geert-Jan Verbeek reagierte, indem er in der zweiten Halbzeit Linksaußen Gudmunsson und Beerens die Seiten tauschen ließ, die jeweils weiter ins Zentrum zog und Simon Poulsen sowie Dick Marcellis dafür deutlich mehr Verantwortung im Spiel nach vorne übernahmen mussten. Das hatte den sicherlich erwünschten Effekt, dass Gorgon und Junuzovic  nun komplett in der Defensive gebunden waren und das Flügelspiel der Austria nun tot war.</p>
<p>Es sorgte aber nicht für mehr Esprit im Spiel nach vorne und nicht für deutlich mehr Torgefahr. Weiterhin ging zu viel über die Mitte, wo die sehr gut gegen den Ball arbeitende Austria zumeist allem im Griff hatte. AZ schaffte es nicht, ein wirksames Flügelspiel zu etablieren, es wurde zu wenig hinterlaufen, die Abwehr der Austria zu wenig in die Breite gezogen.</p>
<p><strong><em>Umstellung der Holländer&#8230;</em></strong></p>
<p>Immerhin, Alkmaar kam in dieser Phase nie in die Gefahr, ein endgültig entscheidendes drittes Gegentor zu kassieren &#8211; erst in der 70. Minute hatten die Gäste nach einem Eckball die erste echte Torchance in der zweiten Hälfte, bei der der vermeintliche Torschütze Jun jedoch deutlich im Abseits stand. Kurz darauf stellte Verbeek um: Mit Altidore kam statt Maher eine echte zweite Spitze &#8211; es war nun ein sehr flüssiges 4-4-2.</p>
<p>Das bot der Austria zwar im nun deutlich entzerrten Mittelfeld-Zentrum Räume, um nach Ballgewinnen kontern zu können. Das bedeutete aber andererseits, dass die Holländer nun eine zweite Anspielstation im Zentrum hatten, die sie mit ihren oftmals etwas längeren Bällen bedienen konnten. Vor allem der für die rechte Seite eingewechselte Lewis machte Suttner große Probleme.</p>
<p><strong><em>&#8230;macht sich bezahlt</em></strong></p>
<p>Uns Lewis war es auch, der zehn Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer für die Holländer vorbereitete: Eine seiner Flanken lenkte Petr Hlinka ins eigene Tor ab. Bitter, aber ein Treffer wäre es ohnehin geworden, weil hinter im Altidore einschussbereit stand. Und weil Alkmaar merkte, dass die Austria bei knapp vor das Tor gezogenen Flanken anfällig war, wurde die nächste Ecke genauso gebracht, und Wernbloom verwertete zum 2:2-Ausgleich. Daxbacher brachte daraufhin Linz für den müde gelaufenen Barazite &#8211; Unterschied machte es keinen mehr. Ebenso wenig wie der Ausschluss von AZ-Kapitän Moisander in der Nachspielzeit.</p>
<p><strong><em>Fazit: Spielverlauf lässt 2:2 wie Niederlage anfühlen</em></strong></p>
<p>Die Austria machte es gegen den nominell stärkeren Gegner lange Zeit sehr gut: Die Flügelstürmer aus dem Spiel nehmen, die Spitze isolieren, die Spieler im Halbfeld angehen und Taktgeber Elm die Anspielstationen nehmen. Das Mittelding aus 4-1-4-1 und 4-3-3, das Alkmaar 75 Minuten lang spielte, kam den Stärken und dem System der Austria sehr entgegen. Die Violetten nützten dazu ihre Chancen stark aus und blickten einem überraschenden Sieg entgegen.</p>
<p>Erst die Umstellung von Verbeek mit einer zweiten Anspielstation im Sturmzentrum und der Neubelebung der rechten Flanke mit Lewis statt Beerens (und in der 2. Halbzeit Gudmundsson) brachte das spielerische Übergewicht der Gastgeber auch auf das Scoreboard. Bitter für die Austria, dass es im Grunde zweimal das gleiche Tor war, das ihnen die Punkte raubte &#8211; jeweils eine kurz vor das Tor gezogene Flanke.</p>
<p>So fühlt sich das 2:2, das zweifellos für sich betrachtet ein wunderbares Ergebnis ist, tatsächlich eher wie eine Niederlage an.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5962&amp;md5=bf4919e85c231502211dd87427594c9c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>2:1-Sieg in Malmö, aber die Austria verschenkt&#8217;s fast noch</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/29/21-in-malmo-aber-die-austria-verschenkts-fast-noch/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 19:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach fast sechs Jahren gewinnt die Austria mal wieder ein europäisches Gruppenspiel. Dabei wurde ein mehr aufgrund höherer Klasse als besserer Spielanlage herausgespielter 2:0-Vorsprung mutwillig durch seltsame Umstellungen in der Schlussphase beinahe noch hergeschenkt. Tomas Jun wurde nicht rechtzeitig fit &#8211; das hatte eine kleine Umstellung in der Mannschaft der Wiener Austria zur Folge. Alex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nach fast sechs Jahren gewinnt die Austria mal wieder ein europäisches Gruppenspiel. Dabei wurde ein mehr aufgrund höherer Klasse als besserer Spielanlage herausgespielter 2:0-Vorsprung mutwillig durch seltsame Umstellungen in der Schlussphase beinahe noch hergeschenkt.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5818" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-29-Malm%C3%B6-Austria.png"><img class="size-full wp-image-5818 " title="2011 09 29 Malmö-Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-29-Malm%C3%B6-Austria.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Malmö FF - Austria Wien 1:2</p></div>
<p><span id="more-5817"></span>Tomas Jun wurde nicht rechtzeitig fit &#8211; das hatte eine kleine Umstellung in der Mannschaft der Wiener Austria zur Folge. Alex Gorgon kam in die Mannschaft und übernahm die linke Seite, dafür rückte Nacer Barazite in die Mitte. Und er war dort das absolute Um und Auf bei den Violetten, also Mischung aus Zehner, hängender Spitze und Mädchen für alles im Mittelfeld.</p>
<p><strong><em>Nichts außergewöhnliches bei den Schweden</em></strong></p>
<p>Beim kürzlich entthronten schwedischen Meister aus Malmö stellte sich das System als klassischen 4-4-2 dar, das auch nicht besonders sophisticated angelegt war: Hoch aufrückende Abwehrkette, wenig Raum zwischen Vierteidigung und Angriff, und mit langen Bällen auf die beiden Spitzen Larsson und Ranegi. Erstaunlicherweise hatte die Austria in den Anfangsminuten gerade mit den zahlreichen, äußerst simplen, langen Pässen auf die beiden Stürmer von Malmö einige Probleme.</p>
<p>Die Schweden versuchten, den beiden Spieleröffnern Mader und Grünwald wenig Zeit am Ball zu lassen und Barazite so gut es ging zu isolieren. Was Malmö aber hauptsächlich in die Karten spielte, waren Leichtsinnigkeiten bei der Austria und das ungeheuerlich langsame Umschalten der Wiener von Defensive auf Offensive. Genau das nämlich machten die Gastgeber viel gedankenschneller und zwingender.</p>
<p><strong><em>Malmö schaltet schnell um</em></strong></p>
<p>Was sich in einigen Situationen zeigte, vor allem aber bei den zahlreichen unvorsichtigen Ballverlusten der Austria in der Vorwärtsbewegung. Sobald Malmö den Ball hatte, lief nicht nur der eine Spieler, der die Kugel erobert hatte, auf das Austria-Tor zu, sondern zumindest vier Mitspieler sprinteten ebenso Richtung gegnerischer Grundlinie, um die Austria-Abwehr zusätzlich unter Druck zu setzen und auf mögliche Abpraller gefasst zu sein.</p>
<p>Ganz anders bei der Austria: Kam Violett in Ballbesitz, wurde das Spiel erst einmal verschleppt, langsam gemacht; gewartet, bis sich die Mitspieler halbwegs in Position gebracht hatten. Was logischerweise dazu führte, dass dann längst auch die Schweden wieder gut gestaffelt standen und mit kurzen Pässen nicht mehr viel auszurichten war. Komisch, dass die Austria das beste Mittel gegen eine dicht gestaffelte, aber hoch stenden Abwehr viel zu selten versuchte: Steilpässe in den Lauf.</p>
<p><strong><em>Zwei richtige Aktionen, zwei Tore</em></strong></p>
<p>Es war bald klar, dass man sich durch den wenigen Platz im Zentrum nicht durchkombinieren kann. Aber mit Linz und auch Junuzovic auf der rechten Seite gab es durchaus schnelle Leute, die man steil in den Rücken der Viererkette schicken hätte können. Schnelle Pässe in den Raum gab es bei der Austria in der ganzen ersten Hälfte im Grunde nur in zwei Situationen &#8211; und genau das waren die beiden Tore zur 2:0-Halbzeitführung.</p>
<p>Erst wurde Junuzovic in den Raum hinter der Abwehr geschickt, sein Schussversuch wurde vor die Füße von Barazite geblockt und dieser zog trocken ab; dann sah Gorgon auf der anderen Seite Klein mit Tempo durchgehen, bediente ihn, und Alex Grünwald verwertete die Flanke zum zweiten Tor. Eine Führung, die sich angesichts des Spielverlaufs nicht wirklich abgezeichnet hatte, aber deutlich machte, dass die Austria an sich die klar bessere Mannschaft ist.</p>
<p>Denn es gab keinerlei Pressing, so konnte auch die Überzahl im Zentrum nicht genützt werden, es gab kaum Bälle in die Spitze, und doch eine 2:0-Führung. Auch, weil man sich man sich schnell auf die eher eindimensionale Spielgestaltung von Malmö einstellen konnte, kaum mehr als Weitschüsse zuließ und es den Schweden trotz guten Umschaltens immer seltener gelang, die Austria in Verlegenheit zu bringen.</p>
<p><strong><em>Souveränes Verwalten, bis&#8230;</em></strong></p>
<p>Und mit dem 2:0 hatte man nach Wiederanpfiff so ein wenig den Eindruck, dass die Austria das Spiel schon gewonnen hat, denn bei Malmö zeigte sich nun das klassische Problem mit einem 4-4-2: Wenn man nicht klar besser besetzt ist als ein im 4-2-3-1 oder 4-4-1-1 agierender Gegner (und das ist Malmö gegenüber der Austria ganz sicher nicht), kann man kein Spiel gestalten. Die Schweden versuchten nun durch intensiveres Pressing, der Austria den Ballbesitz zu nehmen.</p>
<p>Nur: Hatte die Heimmannschaft den Ball erobert, wusste sie nichts damit anzufangen. Die Austria hingegen stellte sich gut darauf ein, blieb mit sechs Mann hinten und stellte dort den Raum zu, während die vier Offensiven auf die sich immer wieder bietende Chance zu Kontern durch die nun einigermaßen entblößte Zentrale der Schweden lauerte. Die Austria spielte diese alles andere als konsequent aus, aber Malmö blieb ebenso harmlos.</p>
<p><strong><em>&#8230;Malmö richtig wechselt und die Austria falsch</em></strong></p>
<div id="attachment_5826" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Malm%C3%B6-Austria2.png"><img class="size-full wp-image-5826 " title="Malmö-Austria2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Malm%C3%B6-Austria2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 70. Minute</p></div>
<p>Alles deutete also auf ein souveränes Verwalten den 2:0-Vorsprungs hin, aber Malmö-Trainer Rikard Norling gab sich noch nicht geschlagen und stellte zwanzig Minuten vor Schluss auf ein 4-3-3 um &#8211; kurioserweise war es Innenverteidiger Pontus Jansson, der nun als Rechtsverteidiger spielte, ihn ersetzte der Finne Halsti im Abwehrzentrum. Ein logischer Wechsel, denn so konnte die Austria-Viererkette auseinander gezogen werden und gleichzeitig stellte man einen numerisches Gleichgewicht im Zentrum her.</p>
<p>Umso seltsamer war der folgende Wechsel von Karl Daxbacher: Für Roland Linz brachte er Petr Hlinka, stellte also somit das Zentrum defensiv zu. Das ginge, wenn man das Zentrum des Gegners anpresst und unter Druck setzt, genau das passierte aber gar nicht &#8211; und nur mit Raum zustellen geht&#8217;s heutzutage auch gegen einen an sich schwächeren Gegner auf internationaler Ebene nicht.</p>
<p>Alex Grünwald sollte nun etwas vorgerückt spielen, aber es fehlte nun so ein wenig das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive; Barazite war nun Solo-Spitze. Nun rannte Malmö die Austria über die Flanken nieder, riss Löcher und bekam das Spiel komplett in den Griff. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Ranégie zehn Minuten vor Schluss war logisch.</p>
<p>Die Austria packte danach endgültig die Angst, eine Partie noch herzugeben, die man komplett im Griff gehabt hatte; Malmö drückte, wenn auch mehr mit der Brechstange als noch wirklich durchdacht, auf den Ausgleich. Wie blank die Nerven bei der Austria lagen, dokumentiert auch der eher kuriose Ausschluss von Alex Grünwald, der sich bei seiner Auswechslung wohl etwas gar viel Zeit gelassen hatte. Aber es reichte.</p>
<p><em><strong>Fazit: Mutwillig einen sicheren Sieg fast hergeschenkt</strong></em></p>
<p>Inhaltlich war Malmö schon in der ersten Hälfte eigentlich die patentere Mannschaft, aber die individuelle Klasse war auf Seiten der Austria und so fiel die Spielanlage, die gegen einen stärker besetzten Gegner mit gleicher Ausrichtung garantiert nicht zum Erfolg geführt hätte, nicht allzu sehr ins Gewicht. Ja, durch zwei der wenigen tauglichen Angriffsaktionen kam man zu einer recht komfortablen 2:0-Führung, die in der zweiten Halbzeit souverän zu halten gewesen sein schien.</p>
<p>Aber die äußerst feige und auch nicht wirklich sinnbringende Reaktion der Austria, gegen ein flügelorientiertes 4-3-3, auf das Malmö in der 70. Minute umstellte, das Zentrum zuzustellen, hätte beinahe noch den Sieg gekostet. Letztlich war es einer Portion Glück zu verdanken, dass eine aufgrund der höheren Klasse souveräne Führung nicht noch auf recht patscherte Art und Weise verdaddelt wurde.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>&#8220;Nur&#8221; 1:2 gegen Metalist &#8211; aber die Austria war ganz klar unterlegen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 23:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ergebnis und Torfolge täuschen ein wenig &#8211; die Austria war gegen Metalist Kharkiv eigentlich chancenlos. Zwar gingen die Violetten früh in Führung, aber Metalist wusste ganz genau, wen man wie anbohren musste, um die Austria problemlos zu kontrollieren. Was man umgekehrt leider nicht sagen kann. Auch wenn die Austria durch eine Schlafmützigkeit in der Metalist-Abwehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ergebnis und Torfolge täuschen ein wenig &#8211; die Austria war gegen Metalist Kharkiv eigentlich chancenlos. Zwar gingen die Violetten früh in Führung, aber Metalist wusste ganz genau, wen man wie anbohren musste, um die Austria problemlos zu kontrollieren. Was man umgekehrt leider nicht sagen kann.</em></strong></p>
<div id="attachment_5771" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Austria-Metalist-1-21.png"><img class="size-full wp-image-5771 " title="2011 09 15 Austria-Metalist 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-15-Austria-Metalist-1-21.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Wien - Metalist Kharkiv 1:2</p></div>
<p><span id="more-5768"></span>Auch wenn die Austria durch eine Schlafmützigkeit in der Metalist-Abwehr schon in der 7. Minute mit 1:0 in Führung ging &#8211; das Spiel gehörte ganz eindeutig der Nummer drei aus der Ukraine, jenem Team, das hinter Shachtar Donetsk und Dynamo Kiew quasi &#8220;Best of the Rest&#8221; in der Liga des Co-Gastgebers der nächsten EM darstellt.</p>
<p><strong><em>Keinerlei Pressing bei der Austria&#8230;</em></strong></p>
<p>Was auch deshalb möglich war, weil die Austria dass ohne wirkliche Gegenwehr zuließ. Die Violetten zogen sich schon recht früh sehr weit zurück und erwarteten die Ukrainer tief in der eigenen Hälfte, ohne aber, dass irgend eine Form von Druck ausgeübt worden wäre. Das Mittelfeld von Metalist konnte sich unbedrängt in der Austria-Hälfte die Kugel hin und herschieben, ohne dass mal ein Austrianer auf die ja auch nicht übertrieben schnell aufbauenden Ukrainer draufgepresst hätte.</p>
<p>Das Positionsspiel im Mittelfeld von Metalist war sehr flexibel. Grundsätzlich war Juan Manuel Torres (einer von sechs Argentiniern im Kader), vor ihm waren Edmar und Cleiton Xavier (zwei der vier gebürtigen Brasilianer von Metalist) die eher offensiv eingestellten. Die beiden wechselten sich immer wieder darin ab, nach vorne zu gehen &#8211; war der eine unterwegs, sicherte der andere neben Torres etwas ab. Die Aufgabenverteilung war aber hauptsächlich so ausgelegt, dass Xavier den Zehner gab und Edmar aufpasste, dass Alex Grünwald nicht ins Spiel kam.</p>
<p><strong><em>&#8230;sehr wohl aber bei den Ukrainern</em></strong></p>
<p>Denn Metalist-Coach Miron Markevich hatte seine Scouting-Aufgaben ganz offensichtlich erledigt. Er ließ nämlich nicht gegen alles und jeden pressen, sondern hatte sich seine Opfer augenscheinlich sehr gezielt ausgesucht. Einer davon war eben Alex Grünwald, der im Spiel der Austria der Taktgeber im Umschalten von Defensive auf Offensive sein sollte &#8211; er wurde, eben vornehmlich von Edmar, völlig kaltgestellt.</p>
<p>Ein anderer, auf den es Metalist abgesehen hatte, war Rechtsverteidiger Florian Klein. Er wurde vom aggressiven und hoch stehenden Taison nicht nur ziemlich hinten festgenagelt, sondern hatte seinen Gegenspieler auch immer auf den Füßen stehen, wenn er nach Ballgewinn das Spiel eröffnen wollte. Die Austria kam ohne Grünwald im Zentrum und Klein auf der rechten Seite nicht dazu, selbst sinnvoll das Spiel in die Hand zu nehmen.</p>
<p><strong><em>Die Problematik mit Junuzovic</em></strong></p>
<p>Weil nämlich auch die linke Seite, jene von Zlatko Junuzovic, ein offenes Scheunentor für Metalist-Rechtsverteidiger Cristian Villagra war. Was vornehmlich an Junuzovic lag. Denn so gut er etwa <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/22/zentrale-unterzahl-und-hofmann-loch-so-war-rapid-im-derby-chancenlos/">im letzten Derby gegen das Hofmann-Loch gespielt hat</a>, indem er sich tief stellte und Hofmann nicht ins Zentrum folgte, um den ganzen Platz für schnelle Gegenstöße vor ihm zu haben, ließ er sich in diesem Spiel von José Ernest Sosa (der sich auch einige Jahre mit mäßigem Erfolg bei Bayern München versucht hatte) fast nach belieben aus der Position ziehen, wodurch Villagra bis zu seiner Verletzung kurz vor der Pause freie Bahn bis zum sehr tief stehenden Suttner hatte.</p>
<p>Das große Glück der Austria in der ersten Hälfte war, dass es die Ukrainer verabsäumten, aus ihrer klaren Überlegenheit &#8211; vom Gegentor ließen sie sich kaum schocken &#8211; auch wirklich etwas zu machen. Zu selten kamen sie wirklich in den Strafraum durch, bis zum Seitenwechsel schaute dabei aber nichts Zählbares heraus.</p>
<p><strong><em>Der überfällige Ausgleich</em></strong></p>
<p>Auch nach dem Seitenwechseln dominierte Metalist den Ballbesitz, letztlich brauchte es aber einen Eckball, um durch Innenverteidiger Guéye den längst überfälligen Ausgleich zu erzielen. Allerdings verpasste es das Team aus der Ukraine, nach diesem Nackenschlag für die Austria nachzusetzen. Stattdessen zog sich Metalist etwas zurück und ließ die Austria kommen. Was aber andererseits angesichts der schon vor der Pause blitzschnell und brandgefährlich vorgetragenen Konter, wenn die Austria aufgerückt war, durchaus nicht ganz unlogisch war.</p>
<p>Es ging aber nie soweit, dass man den Eindruck haben musste, Metalist hätte das Spiel wirklich aus der Hand gegeben. Edmar ließ Alex Grünwald nun ein bisschen leben, zudem wurde das Spiel vor allem von Seiten der Austria nun deutlich ruppiger geführt. Das Offensiv-Quartett in Violett sah nun zwar mehr Bälle als zuvor, etwas Gefährliches damit anfangen konnte die Austria aber nicht.</p>
<p><strong><em>Austria macht die Flanken nicht zu</em></strong></p>
<p>Im Gegenteil: Vor allem über die Flanken blieben die Gastgeber immer unglaublich anfällig für Gegenstöße. Weniger, weil Klein und Suttner so weit aufgerückt wären, nein, die Viererkette zog sich unerklärlicherweise immer wieder geschlossen in den Strafraum zusammen und überließ Junuzovic und Barazite das Verteidigen der Flanken. Dass Metalist das nicht viel konsequenter ausnützte, war ein Glück für die Austria.</p>
<p>Die es aber dennoch schaffte, die Gäste zur Führung einzuladen: Der anstonten recht glücklos und uneffektiv agierende Cristaldo wurde von Pascal Grünwald recht unsanft von den Beinen geholt, den fälligen Strafstoß verwandelte Cleiton Xavier sicher. Für den Austria-Goalie der zweite ziemlich baugleiche Elfmeter, den er innerhalb von knapp mehr als einer Woche verursacht, neben jenem im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/06/masige-turken-biedere-osterreicher-logisches-00/">Länderspiel gegen die Türkei</a>.</p>
<p><strong><em>Verpuffende Wechsel</em></strong></p>
<p>Das Problem bei der Austria, wenn Linz, Jun, Barazite und Junzuovic allesamt in der Startformation stehen &#8211; das hat Karl Daxbacher schon vor einiger Zeit angesprochen &#8211; ist, dass es an Alternativen von der Bank fehlt. So konnte der Austria-Trainer lediglich noch Stankovic statt Jun in die Schlacht werfen, ohne dass das eine Wirkung gehabt hätte. Und auch der Austausch von Alex Grünwald war eher ein verschenkter &#8211; denn es lag nich ausschließlich an ihm selbst, dass er nicht ins Spiel kam, sondern an Gegenspieler Edmar.</p>
<p>Umso seltsamer, dass Daxbacher mit Alex Gorgon den neuen Mann genau auf die selbe Position von Grünwald stellte, mit dem Unterschied, dass Gorgon wohl nicht ganz die Qualität seines Vorgängers hat. Edmar jedenfalls ließ Gorgon logischerweise genauso wenig am Spiel teilnehmen wie er das bei Grünwald zuvor gemacht hatte. Und nicht nur dem Trainer fiel nichts mehr ein, um den Punkt zu retten &#8211; auch der Mannschaft auf dem Platz nicht.</p>
<p><strong><em>Fazit: Hochverdiente Niederlage gegen starken Gegner</em></strong></p>
<p>Ganz ohne violette oder rot-weiß-rote Brille betrachtet: Die Austria war gegen einen um klassen besseren Gegner im Grunde genommen völlig chancenlos. Die frühe Führung hielt lange die Hoffnung am Leben, einen Sieg oder zumindest einen Punkt mitzunehmen, aber ein solcher wäre, so schade es ist, wirklich nicht verdient gewesen.</p>
<p>Bei Metalist war klar erkennbar, dass sehr gezielt auf einzelne Spieler gepresst wurde und so mit dosiertem Aufwand die Austria komplett niedergehalten wurde. So konnte es sich Metalist erlauben, das qualitativ sicher gutklassige Offensiv-Trio der Austria nicht allzu streng an die Kandarre zu nehmen, weil sie ihnen schon zuvor die Nachschubwege abgeschnitten haben.</p>
<p>Karl Daxbacher auf der anderen Seite fiel nicht nur nichts ein, um die Druckstellen von Metalist zu entschärfen &#8211; nein, er machte erst 80 Minuten lang gar nichts und brachte dann Gorgon für Grünwald, der in gleicher Position mit den genau gleichen Problemen zu kämpfen hatte wie Grünwald zuvor.</p>
<p>Der einzige Vorwurf, den sich Metalist machen kann, ist, dass es aus der teil drückenden Überlegenheit nicht gelang, auch nur ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Die Dominanz über die Flügel und die Unbedrängtheit im Zentrum hatten viel früher viel mehr ermöglicht. Gut für die Austria, dass das lange nicht ausgenützt wurde. Schade für die Austria, dass es nicht lange genug nicht ausgenützt wurde.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5768&amp;md5=8b4abd127c65c626f417707a1ab4ced1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zentrale Unterzahl und Hofmann-Loch &#8211; so war Rapid im Derby chancenlos</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 11:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gut aufgelegte Austria schlägt Rapid im 298. Wiener Derby klar mit 3:0 &#8211; weil die Grünen als schwächer besetztes Team auch noch das Mittelfeld hergaben. Und auch, weil ein überwunden geglaubtes Phänomen im Rapid-Spiel wieder auftauchte: Das Hofmann-Loch! Steffen Hofmann war zurück auf seiner nominellen rechten Seite! Dafür stellte Rapid-Trainer Peter Schöttel mit Harald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Eine gut aufgelegte Austria schlägt Rapid im 298. Wiener Derby klar mit 3:0 &#8211; weil die Grünen als schwächer besetztes Team auch noch das Mittelfeld hergaben. Und auch, weil ein überwunden geglaubtes Phänomen im Rapid-Spiel wieder auftauchte: Das Hofmann-Loch!</em></strong></p>
<div id="attachment_5569" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-21-Rapid-Austria-0-3.png"><img class="size-full wp-image-5569 " title="2011 08 21 Rapid-Austria 0-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-21-Rapid-Austria-0-3.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid - Austria 0:3</p></div>
<p><span id="more-5567"></span>Steffen Hofmann war zurück auf seiner nominellen rechten Seite! Dafür stellte Rapid-Trainer Peter Schöttel mit Harald Pichler und Stefan Kulovits zwei defensivere Spieler in die Mittelfeld-Zentrale seines 4-4-2. Was bedeutete, dass Rapid grundsätzlich eher auf Verhindern aus war &#8211; und dass die Austria das klar bessere Team ist, wurde schnell klar.</p>
<p><strong><em>Rapid-Mittelfeld funktionierte nicht</em></strong></p>
<p>Auch, weil das umbesetzte Mittelfeld der Grünen überhaupt nicht funktionierte. Das lag unter Anderem daran, dass das Zentrum nicht nur 2-gegen-3 unterbesetzt war, zumal auch die Rollenverteilung zwischen Pichler und Kulovits sehr unwucht war. Während Pichler tief stand und die Bälle eroberte, und diese dann auch schnell und möglichst intelligent zur Spieleröffnung weiter zu geben versuchte, hing Kulovits seltsam aufgabenlos in der Mitte herum. Es ging in keine Zweikämpfe, eroberte keine Bälle, und spielte, wenn er doch mal den Ball bekam, nur Alibi-Pässe.</p>
<p>Dazu kam, dass es Pichler an Anspielstationen fehlte. In Innsbruck und auch in seinen ersten Spielen bei Rapid agierte er in der Innenverteidigung und hatte vor ihm mit Hofmann einen zentralen Spielgestalter, dem er den Ball geben konnte. Im Zentrum dieses flachen 4-4-2 fehlte im diese Option: Prokopic links von ihm war mit Barazite defensiv vollzeitbeschäftigt, Kulovits brachte nichts. Außerdem standen vor allem in der Anfangsphase die sehr ähnlichen Spielertypen Alar und Nuhiu vorne viel zu eng zusammen.</p>
<p>So waren die langen Bälle, über die Rapid fast ausschließlich in die Spitze zu kommen versuchte, zum Scheitern verurteilt. Mit spielerischen Mitteln kam Rapid praktisch gar nicht vor das Austria-Tor &#8211; weil es einfach am Nachrücken fehlte. So musste der Ballführende vorne immer wieder das Tempo heraus nehmen und warten. So konnte sich die Austria immer recht problemlos stellen, bei Rapid wanderte der Ball mangels Ideen wieder zurück, und irgendwann kam der harmlose lange Ball. Und dann kam auch noch das Hofmann-Loch dazu.</p>
<p><strong><em>Das Hofmann-Loch und Junuzovic</em></strong></p>
<p>Es ist seit vielen Jahren so: Wenn Steffen Hofmann auf der rechten Seiten aufgeboten wird, hält er sich zumeist nicht daran und spielt im Grunde, wo er will. So entsteht das &#8220;Hofmann-Loch&#8221;, das der Rechtsverteidiger zu stopfen hat &#8211; diesmal war Michael Schimpelsberger der arme Hund. Er musste nämlich nicht nur selbst nach vorne gehen um anspielbar zu sein, sondern auch, um die Gegnerschaft möglichst früh zu empfangen.</p>
<p>Das war in diesem Fall Zlatko Junuzovic, der nach wenigen Start-Minuten auf der linken Seite mit Barazite tauschte und das Hofmann-Loch sehr geschickt bespielte. Und zwar, indem er sich recht tief stellte, sobald Hofmann die Flanke verließ &#8211; das passierte in den ersten 20 Minuten weniger, nach dem 1:0 für die Austria (Schrammel hatte bei einem Querpass in den Strafraum komplett auf Barazite vergessen) aber immer häufiger. Der Effekt war klar: Wenn Hofmann in die Mitte zog, stellte sich wie schon beschrieben der Großteil der Austria-Mannschaft sehr diszipliniert hinter den Ball &#8211; lediglich Jun und Barazite verblieben etwas höher, Linz natürlich ebenso.</p>
<p>Die tiefe Positionierung von Junuzovic aber ließ ihn nicht nur eine gute Anspielstation werden, nein, er hatte auch sehr viel Platz vor ihm, den er ausnützen konnte &#8211; viel Platz hinter ihm bringt in der Vorwärtsbewegung ja nichts. Kulovits musste hier zuweilen aushelfen, aber weil sich auch Jun tendenziell auf diese Seite orientierte, ging hier die meiste Gefahr aus.</p>
<p><strong><em>Ein Krisenherd bereinigt, aber Violett bleibt flüssiger</em></strong></p>
<p>Peter Schöttel reagierte in der Halbzeit zumindest auf einen der Schwachpunkte im Spiel seiner Mannschaft: Er nahm Kulovits vom Feld und brachte Drazan. Damit konnte der auf der linken Seite nach vorne unsichtbare Prokopic ins Zentrum, womit im nunmehrigen 4-1-3-2 der Sechser Pichler endlich eine Anspielstation vor ihm hatte. Somit lief das Spiel durchs Zentrum und die von Drazan besetzte linke Seite etwas besser.</p>
<p>Rapid tat sich nun leichter, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu halten, das Hofmann-Loch blieb aber ebenso bestehen wie die Anfälligkeit in der Rückwärtsbewegung. Was aber vor allem am extrem starken Offensiv-Quartett der Austria lag: Der Kombination aus Junuzovic&#8217; Spielverständnis, Juns Arbeitsrate, Barazites Technik und Linz&#8217; Torriecher war Rapid nicht gewachsen.</p>
<p>Außerdem spielte Rapid der Austria mit der Spielweise der beiden Mittelfeld-Außen noch in einem weiteren Aspekt direkt in die Karten: Dadurch, dass es überhaupt nie passierte, dass bei Rapid einer zur Grundlinie durchging, sondern Flanken allenfalls aus dem Halbfeld kamen, wurden die Außenverteidiger Klein und Suttner direkt nach vorne gezogen, was natürlich eine astreine Einladung war, sich nach vorne einzuschalten.</p>
<p><em><strong>Austria macht den Sack zu<br />
</strong></em></p>
<p>Die vier vorne mit der Unterstützung von Klein und Suttner von den Seiten und dem guten Achter Grünwald als Link zwischen Abwehr und Angriff &#8211; das lief schnell, das lief flüssig, da kam Rapid nicht mit. Das war beim 1:0 nach einer Viertelstunde so, als Schrammel auf Barazite vergessen hatte, und das war beim 2:0 nach einer Stunde genauso, nur von der anderen Seite &#8211; Schrammel kann nicht klären, Querpass, und Junuzovic hatte sich von Schimpelsberger gelöst. Wenige Minuten später gab&#8217;s durch einen Bilderbuch-Konter mit One-Touch-Fußball (ja, und das in Österreich) das 3:0 &#8211; die endgültige Entscheidung.</p>
<p>Für die letzten 20 Minuten stellte Peter Schöttel auf 4-2-3-1 um, indem er Heikkinen für Nuhiu brachte; zudem musste Hofmann Trimmel weichen. Das Spiel war gelaufen und die Austria drehte nur noch an der Uhr und nicht mehr an der Daumenschraube. Dafür wuchs der Frust bei Rapid &#8211; so holte sich Heikkinen eine Verwarnung ab und Prokopic, nachdem er schon vor der Pause Klein unsportlich angegangen war, senste Margreitter um. Und sah dafür glatt Rot.</p>
<p><strong><em>Fazit: Das Derby sagt mehr über Rapid als über die Austria</em></strong></p>
<p>Die Austria hat mit dem 4-2-3-1, in dem Daxbacher sein Team jetzt regelmäßig spielen lässt, das optimale System für die Stärken seiner Spieler gefunden. Das Spiel der Violetten war kompakt, schnell und sehr gut aufeinander abgestimmt, weswegen der Sieg auch in der Höhe durchaus in Ordnung geht.</p>
<p>Dennoch sagt dieses 298. Wiener Derby mehr über Rapid aus. Mit Hofmann auf der rechten Seite wurde eine Baustelle wieder aufgemacht, die eigentlich bereinigt schien, außerdem hing Kulovits im Zentrum in der Luft. Weil er neben sich am Mittelkreis keinen Spielgestalter hatte, sondern einen Balleroberer, der auch Bälle verteilen kann &#8211; Pichler spielte die Kulovits-Rolle deutlich besser als es Kulovits überlicherweise macht.</p>
<p>Das Vertrauen auf das flache 4-4-2 kostete dem ohnehin auch individuell auf fast allen Positionen schwächer besetzten Team von Rapid dann zusätzlich auch noch die Kontrolle über das Zentrum. So hatte eine gut aufgelegte Austria letztlich keine ernsthaften Probleme &#8211; wer, wie Rapid in diesem Spiel, als schwächere Mannschaft auch noch das Mittelfeld hergibt, verliert letztlich verdient.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Bundesliga-Vorschau: Der Titel wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 11:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. Ballverliebt nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird. Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8230;oder an dessen geschicktester Umgehung. </em>Ballverliebt <em>nimmt die fünf Top-Teams der österreichischen Bundesliga unter die Lupe &#8211; die Flügelteams Sturm, Salzburg und Ried, das Zentrums-Team Austria. Und die Mannschaft von Rapid, die wohl die interessanteste der neuen Saison wird.</em></strong></p>
<div id="attachment_5395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg"><img class="size-full wp-image-5395 " title="Bundesliga-Grafiken" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bundesliga-Grafiken1.jpg" alt="" width="460" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Was wird das Erfolgsrezept 2011/12?</p></div>
<p><span id="more-5391"></span>Sportlich ist in die &#8220;Großen 4&#8243; zuletzt das Team aus Ried dazugestoßen &#8211; die Innviertler ließen Rapid hinter sich, holten den Cup und schicken sich auch dieses Jahr an, im Konzert des Führungsquartetts mitzuspielen. Es ist Geschmackssache, ob man die Spitzenteams nun als &#8220;Große 5&#8243; oder als &#8220;Große 4 plus Ried&#8221; bezeichnet &#8211; in diese Vorschau jener Teams, die um die internationalen Plätze kämpfen, gehört Ried zweifellos dazu.</p>
<p><strong><em>Red Bull bekommt Flügel</em></strong></p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png"><img class="size-full wp-image-5396 " title="Salzburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Salzburg.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Salzburg unter Ricardo Moniz</p></div>
<p>Der Topfavorit auf den Meisterteller ist sicher das Team aus Salzburg. Was sich in den paar Spielen, die Ricardo Moniz am Ende der letzten Saison am Ruder war, angedeutet hatte, wird in der neuen Spielzeit konsequent verfeinert: Positiver Fußball ist angesagt, mit voller Konzentration auf die Flügel.</p>
<p>Moniz stellt sein Team in einem, wie es so schön heißt, holländischen 4-3-3 auf, ähnlich wie 2008/09 unter Co Adriaanse. War damals das Angriffsspiel auf Janko ausgerichtet war, so ist es das Anno 2011 auf den Brasilianer Alan, der von Huub Stevens sträflich vernachlässigt wurde aufblüht, seit Moniz ihm das Vertrauen schenkt.</p>
<p>Das Rezept der Bullen ist nicht allzu kompliziert: Die Spieler auf den Halbpositionen im Mittelfeld (Leitgeb und Cziommer) legen den Ball auf die Außenstürmer, diese flanken ins Zentrum auf Alan. Die offensichtliche (und kurzsichtichte) Möglichkeit, das zu verteidigen, ist die Konzentration auf Alan &#8211; aber der ist technisch so beschlagen, dass kein Verteidiger dieser Liga ihn über 90 Minuten ausschalten kann, wenn permanent die flachen (!) Flaken auf ihn zufliegen.</p>
<p>Es gibt grundsätzlich zwei Wege, das sinnvoll zu verteidigen: Entweder, die Außenverteidiger konzentrieren sich auf die Bullen-Flügel &#8211; worduch aber das eigene Angriffsspiel gelähmt wird. Oder man lässt die Pässe von Cziommer und Leitgeb gar nicht erst zu. Das wird, so wie die anderen Teams aufgestellt sind, die Variante sein, mit der es die Gegner wohl eher versuchen werden.</p>
<p>Was wiederum mehr Verantwortung für die Außenverteidiger der Bullen schafft: Denn, wie in einem holländischen 4-3-3 üblich, rücken diese zwar auf, sind aber nicht pirmär dafür vorgesehen, die Flügelstürmer zu hinterlaufen und selbst zur Grundlinie durchzugehen. So oder so, der Schlüsssel zum Erfolg bei Salzburg liegt ganz massiv auf den Flügeln &#8211; sicherlich ein Grund, warum man sich mit Leonardo einen Spieler geholt hat, der dieses System in- und auswendig kennt.</p>
<p>Dass ein Roman Wallner, der bulliger ist und technisch nicht so beschlagen wie Alan, in diesem System nicht so gut funktioniert, konnte man schon sehen. Sollte sich Alan verletzen, wird Moniz einen Plan B brauchen, zuden ist mit gesteigertem Frust bei Wallner zu rechnen, wenn er kaum spielt und, wenn doch, er kaum zur Geltung kommt.</p>
<p><em><strong>Sturm: Wer eröffnet des Meisters Spiel?</strong></em></p>
<p>Beim Meister gab es im Sommer eine ganz entscheidende Personalie: Gordon Schildenfeld verließ die Steirer und dockte bei Eintracht Frankfurt an, um dort in die deutsche Bundesliga aufzusteigen. Das ist nicht nur defensiv ein großes Problem, weil ohne den Kroaten der zweifellos beste Abwehrspieler der abgleaufenen Saison fehlt, sondern genauso in der Vorwärtsbewegung.</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png"><img class="size-full wp-image-5398 " title="Sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Sturm.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm unter Franco Foda</p></div>
<p>Denn ohne Schildenfeld stellt sich die einfache Frage: Wer soll das Spiel bei Sturm nun eröffnen? Denn den ersten Pass können weder die verblieben Feldhofer und Burgstaller so spielen wie der Kroate, und der als Ersatz verpflichtete Milan Dudic schon gleich gar nicht.</p>
<p>Was Sturm noch mehr zu einem flügelorientierten Team macht, als das in der Vergangenheit schon der Fall war. Denn weil aus der Innenverteidigung nicht mit viel zu rechnen ist, verstärkt das die Verantwortung für die Außenverteidiger (Standfest und vermutlich Popchadze) &#8211; auch über das zentrale Mittelfeld hinaus</p>
<p>Denn <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/31/volle-attacke-nicht-bei-sturm/">wie schon letzte Saison zu erkennen war</a>, ist das Zentrum kein Herd der Kreativität und wird im Spiel nach vorne eher eine untergeordnete Rolle spielen. Es bleibt zwar abzuwarten, ob Matthias Koch seine Rolle offensiver interpretiert als Mario Kienzl, da es aber auch ein einem wirklich mobilen möglichen Zehner fehlt, wird wieder sehr viel Aufbauarbeit über die Flanken kommen.</p>
<p>Die schnellen Hölzl und Wolf sind dafür prädestiniert und sie waren auch ein entscheidender Faktor zum Titelgewinn, aber die Besetzung der Offensivzentrale ist noch eine kleine Baustelle. Muratovic, der das in den ersten paar Pflichspielen gemacht hat, fehlt es altersbedingt massiv an Mobilität und Kondition, um da eine Dauerlösung zu sein &#8211; er war grandios als Joker für eine halbe Stunde, aber wahrscheinlicher ist, dass auf Sicht eher Imre Szabics die hängende Spitze gibt und Kienast den Stoßstürmer.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/2010/08/08/sturm-beschenkt-rapid-mit-platz-im-mittelfeld/">Szabics ist aber kein Zehner</a> und wird sich immer eher nach vorne orientieren als nach hinten &#8211; so wird er eher mit seiner hohen Arbeitsrate die Flügel unterstützen, als aus dem Zentrum für Zuspiele zu sorgen. Das macht Sturm anfällig gegen Teams mit defensivstarken Außenverteidigern und guter Spielgestaltung aus der defensiven Zentrale (wie Ried beim 1:1 zum Auftakt schon gezeigt hat), weil man zwischen Weber/Koch und dem Angriff mit einem größeren Loch rechnen kann.</p>
<p><strong><em>Wie wird die Austria Baumgartlinger ersetzen?</em></strong></p>
<div id="attachment_5400" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png"><img class="size-full wp-image-5400 " title="Austria" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Austria.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Die Austria unter Karl Daxbacher</p></div>
<p>Hat Sturm mit Schildenfeld den besten Innenverteidiger der Liga verloren, muss die Wiener Austria den Abgang von Julian Baumgartlinger verkraften &#8211; dem fraglos besten defensiven Mittelfeldmann und Spieleröffner, den es in Österreich derzeit gibt.</p>
<p>Die Unsicherheit, ob Junzovic bleibt oder auch noch ins Ausland geht, ist für die Austria zwar quälend, hat aber auf den Aufbau und die Ausrichtung der Mannschaft keine so weitreichenden Folgen das Fehlen von Baumgartlinger.</p>
<p>Das Problem: Petr Hlinka ist zwar ein geeigneter Staubsauger mit gutem Auge für das Verhindern gegnerischer Angriffe, aber er ist kein Spieleröffner. Darum wird wohl der aus Wr. Neustadt geholte Alex Grünwald auch dann den Job in der Zentrale bekommen, wenn Junuzovic bleibt (ansonsten wird halt Liendl die linke Seite übernehmen). Allerdings fehlt noch so ein wenig das Gefühl innerhalb der Mannschaft, Grünwald bei seiner Aufgabe auch zu unterstützen.</p>
<p>Bei seinem ersten Einsatz im Heimspiel gegen Rudar Pljevlja rückte das Offensivquartett so weit auf, dass sich zwischen Grünwald und dem Angriff ein Riesenloch auftat, in dem sich der Gegner breitmachte und sinnvolle Pässe von Grünwald in die Spitze unmöglich machte.</p>
<p>Hier wird es vor allem an Junuzovic (oder Liendl) und Barazite sein, auf die Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen und eine Spieleröffnung von Grünwald auch zuzulassen. Denn ansonsten wird die Austria dazu gezwungen sein, das Mittelfeld zu umgehen und wiederum über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Dann wäre aber Grünwald im Zentrum verschenkt, weil gegen die schwächeren Teams so ein zusätzlicher Mann vorne fehlte, um den zu erwartenden tief stehenden Gegner zu überwinden, und weil die besseren Teams ohnehin selbst hauptsächlich über die Flügel kommen und es zentral nicht viel zu verteidigen gäbe.</p>
<p><strong><em>Ried bleibt sich treu</em></strong></p>
<p>Herbstmeistertitel, Cupsieg und trotz eines eher mühsamen Frühjahrs ein starker vierter Platz in der Liga &#8211; die Innviertler waren letztes Jahr der Hecht im Karpfenteich. Es deutet nichts darauf hin, dass das dieses Saison anders ist, denn Ried wäre nicht Ried, wenn man sich nicht treu bleiben würde.</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png"><img class="size-full wp-image-5402  " title="Ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Ried.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ried unter Paul Gludovatz</p></div>
<p>So wird Paul Gludovatz weiter auf sein bewährtes 3-3-3-1 setzen, in dem die Abgänge mit jungem, spielintelligentem Personal nachbesetzt wurden &#8211; Benny Basala, U17-Europameister aus Köln, nimmt die Position des rechten Wing-Backs statt Brenner ein, Reifeltshammer jene von Stocklasa.</p>
<p>Das nominell unterbestzte Zentrum ist ein Zugeständnis an das auf Flügel konzentrierte Spiel der Gegner und ist gleichzeitig ein Schlüssel zum eigenen Spiel, schließlich gibt es so auf jeder Flanke drei Spieler gegen die sonst üblichen zwei bei der Gegnerschaft &#8211; Überzahl auf den Flanken, zumal mit jungen, dynamischen und schnellen Spielern (Royer, Basala) ist einer der entscheidenden Vorteile.</p>
<p>Gleichzeitig war der entscheidende Schritt nach vorne in der abgelaufenen Saison das Fallenlassen von Drechsel. Denn in der Offensive ist die Zehn nicht die entscheidende Funktion, dafür braucht es aufgrund des ansonsten entleerten Mittelkreises dort Spieler, die schnell sind und gegen die gegnerischen Sechser auch viel defensiv arbeiten kann.</p>
<p>Das war Drechsel nicht, das sind der schmächtige Carril und die Rieder Allzweckwaffe Anel Hadzic aber sehr wohl. Weswegen Carril, der diese Position letztes Jahr spielte, eher überschaubare Scorer-Werte hatte und auf den ersten Blick für viele keine übermäßig wichtige Rolle im Rieder Höhenflug spielte &#8211; letztlich aber seine Aufgaben erfüllte und sehr wohl seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat.</p>
<p>Das unübliche System, zum Leben erfüllt von einer jungen, schnellen und vor allem spielintelligenten Mannschaft, wird auch diese Saison viele Gegner vor große Probleme stellen. Einzige wirkliche Schwäche ist die fehlende Kadertiefe &#8211; viele Spieler dürfen nicht längerfristig ausfallen.</p>
<p><em><strong>Große Variabilität und viele Möglichkeiten bei Rapid</strong></em></p>
<div id="attachment_5404" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png"><img class="size-full wp-image-5404 " title="Rapid 1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-4-2)</p></div>
<p>Das interessanteste Team der neuen Saison wird, wie es derzeit aussieht, wohl Rapid werden. Denn der neue Trainer Peter Schöttel hat bereits angekündigt, sich in seiner Formation auch am jeweiligen Gegner zu orientieren, sich nicht auf ein System festlegen zu wollen und vor allem auch das Personal hat, um verschiedenste Varianten auf das Feld zu bringen.</p>
<p>Wichtigste Änderung unter Schöttel ist aber, dass Hofmann vom (nominell) rechten Flügel ins Zentrum geht und somit das jahrelange &#8220;Hofmann-Loch&#8221;, das entstand, wenn der Deutsche regelmäßig in die Mitte zog, geschlossen wird.</p>
<p>In einem 4-4-2 ist Hofmann zentral neben einem einzelnen Sechser (Kulovits hat wegen seiner Kampfstärke in diesem System Vorteile gegenüber Heikkinen). Hier würde das Spiel von Rapid jenem der Austria durchaus ähneln, wiewohl Hofmann sicher eher nach vorne aufrückt als Grünwald bei den Violetten. Der Vorteil dieses Systems: Beide Flügel bleiben doppelt besetzt bei gleichzeitiger Kreativität aus dem Zentrum &#8211; das fehlte in der Vergangenheit, zudem gibt es vorne zwei Anspielstationen. Nachteil: Die zwei Spieler vorne sind sich in der Spielanlage sehr ähnlich, ein Loch zwischen Mittefeld und Angriff macht gegen zwei Sechser beim Gegner das Loch schwer zu überwinden.</p>
<div id="attachment_5406" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png"><img class="size-full wp-image-5406 " title="Rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rapid2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid unter Peter Schöttel (4-2-3-1)</p></div>
<p>Es ist zu erwarten, dass das 4-4-2 eher die Variante ist, wenn es gegen Team mit nur einem Sechser geht (wie beim Startsieg gegen die Admira) und wenn Schöttel das Spiel selbst gestalten will. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem 4-2-3-1 aufzulaufen &#8211; ein probates Mittel gegen Mannschaften mit zwei defensiven Mittelfeldspielern.</p>
<p>Hier würde Hofmann auf die Zehn gehen und ihm mit Prager oder Prokopic (die das beide spielen können) ein Achter zur Seite gestellt werden, der eher aus der Tiefe kommt unf dort Platz sucht; mit einem klassischen Sechser als Absicherung &#8211; hier hätte Heikkinen wegen seiner Qualitäten als Holder wohl leichte Vorteile gegenüber Kulovits.</p>
<p>In dieser Formation hätte Rapid zwei Mann auf dem Feld, die ein Spiel aus der Zentrale heraus lenken können, und dennoch blieben wiederum beide Flügel besetzt.</p>
<p>Dort hat Schöttel nun auch vermehrt Möglichkeiten. Auf der linken Seite ist Schrammel zwar bei Standards nicht annähernd so gefährlich wie Katzer, bringt aber aus dem Spiel deutlich mehr. Eine mögliche Problemzone könnte eher die rechte Flanke sein &#8211; zwar muss niemand mehr die Putzfrau für Hofmann spielen, aber Thonhofer  ist keiner der Top-Rechtsverteidiger der Liga und Michael Schimpelsberger ist an sich eher Sechser oder Innenverteidiger.</p>
<p><strong><em>Zur These: Die Meisterschaft wird auf den Flügeln entschieden&#8230;</em></strong></p>
<p>Doch so oder so: Rapid macht auf dem Papier den mit Abstand varbaibelsten Eindruck gegenüber den sehr auf ein spezielles System fixierten und eher eindimensionalen Gegnern im Kampf um die internationalen Plätze bzw. den Meistertitel. Die Probleme bei den Hütteldorfern sind somit in der neuen Saison eher im Umfeld zu erwarten als auf dem Platz selbst.</p>
<p>Auffalend ist eben die Fixierung vieler Teams auf das Flügelspiel, obwohl eigentlich nur Ried &#8211; dank des Systems mit den Wing-Backs &#8211; die Außenverteidiger wirklich massiv nach vorne schieben lässt und neben den Innviertlern nur noch Salzburg mit echten Außenstürmern aufläuft.</p>
<p>Vor allem in den Spielen gegen Salzburg &#8211; weil dort der Kader individuell und in der Tiefe besetzt ist als bei Ried &#8211; wird es darauf ankommen, wie es gelingt, ohne die defensiv gebundenen Außenverteidiger das eigene Spiel eröffnet und wie sehr es möglich ist, die somit natürlich beschnittenen Flügel in den eigenen Offensivbemühungen umgeht.</p>
<p>Deshalb die These: Die Meisterschaft wird über die Flügel entschieden &#8211; oder für denjenigen, der den am besten funktionierenden Plan hat, um vom Gegner gebremste Flügel durch die Zentrale zu umgehen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5391&amp;md5=8289e4b82395e55d6535128619a98df9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/16/kick-off-zur-bundesliga-ja-jetzt-schon/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen! RED BULL SALZBURG Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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		<title>Eine kleine Bilanz&#8230; ja, jetzt schon!</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kärnten]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine sportlich vor allem in der zweiten Saisonhälfte eher öde Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Alle Entscheidungen sind soweit gefallen, die letzten vier Runden haben nur noch statistischen Wert. Man kann also getrost jetzt schon resümieren. Salzburg wird Meister, das steht nach dem 1:1 gegen Rapid so gut wie fest. Das Spiel war ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Eine sportlich vor allem in der zweiten Saisonhälfte eher öde Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Alle Entscheidungen sind soweit gefallen, die letzten vier Runden haben nur noch statistischen Wert. Man kann also getrost jetzt schon resümieren.<span id="more-1952"></span><br />
</strong></em></p>
<p>Salzburg wird Meister, das steht nach dem 1:1 gegen Rapid so gut wie fest. Das Spiel war ein seltenes Highlight in einer ansonsten sportlich erschreckend schlechten Rückserie &#8211; das ist die eigentliche Erkenntnis dieser Saison. Die vier Mannschaften, die im Herbst internationale durchaus gut dabei waren, haben sich aufgrund der sportlichen Belanglosigkeit der restlichen Saison wieder auf ein Niveau runterziehen lassen, das wir im Herbst längt überwunden hofften.</p>
<p>Klar, die vier Spitzenteams belegen auch in der Rückrundentabelle die vorderen Plätze (lediglich Wr. Neustadt könnte da noch reinstoßen), aber weniger, weil sie um so viel besser wären. Nein, das ist eher ein Resultat der im selben Maße nachlassenden Konkurrenz. In der Tat gab es unter den zehn Teams nur eines, das sich signifikant gegenüber dem Herbst gesterigert hat, und das ist Magna Wiener Neustadt. Salzburg cruist souverän zum Titel und wurde dabei in den direkten Duellen nur von Rapid wirklich gefordert. Der LASK stabilisierte sich zwar hinten, vorne fehlt aber Roman Wallner. Und die frisierte U21, die in ein paar Wochen wohl die Kärntner Konkursmasse bildet, kämpfte zwar brav, war aber immer noch die schlechteste Mannschaft der Liga. Und die Austria spielt ebenso unspektakulär wie im Herbst und fährt gut damit.</p>
<p>Alles andere? Naja. Rapid nahm sich mit einem beängstigenden Fehlstart selbst aus dem Rennen, Sturm kam durch Siege gegen Underdogs kurz wieder ran, impolidierte dann aber. Mattersburg ist froh über die Gelegenheit, ein paar junge Spieler einbauen zu können, Ried (immerhin älteste Mannschaft der Liga) versuchte wenig stilvoll, Herwig Drechsel einen Abgang schmackhaft zu machen. Und Kapfenberg ist halt nun mal nicht besser.</p>
<p>Im Grunde genommen ist, und einige beteiligte Journalisten dürften insgeheim auch schon zu diesem Schluss gekommen sein, jede Zeile und jedes Wort, das man über die restlichen vier Runden verliert, eine zu viel. Ja, vielleicht noch erwähnen, wenn Salzburg in zwei Wochen die Meisterschaft auch rechnerisch fixiert hat, aber eigentlich gibt es in dieser Saison nur noch ein einziges Spiel von Belang. Das wird das Cupfinale drei Tage nach dem letzten Spieltag sein &#8211; Sturm und Wr. Neustadt entscheiden im direkten Duell vor einer vermutlich eher traurigen Kulisse in Klagenfurt, wer das letzte Europapokal-Ticket bekommt.</p>
<p>Infrastrukturell wäre da natürlich ein Sieg der Grazer besser. Für die Neustädter käme hier der Europapokal noch ein Jahr zu früh, das neue Stadion wird frühestens nächstes Jahr bezugsfertig. Aber sportlich? Rein von diesem Aspekt könnte man angesichts der Eindrücke dieses Frühjahrs nur schwer glaubhaft argumentieren, dass sich Wiener Neustadt &#8211; die jüngste Mannschaft der Liga &#8211; bedeutend schlechter schlagen würde als die Grazer. Denen zudem eine Kaderrenovierung ins Haus steht &#8211; Jantscher etwa wird kaum zu halten sein, Sonnleitner ist schon weg, und auch mancher anderer könnte die Grazer wohl verlassen.</p>
<p>Also, Salzburg wird Meister. Rapid und Austria kommen in den Europacup, Kärnten wird die Liga verlassen. Dazwischen? Alles blunznwurscht. Ein Glück, dass uns im Mai mal wieder der Komödienstadl namens Lizenztheater ins Haus steht, sonst wär&#8217;s ja wirklich komplett fad.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1952&amp;md5=f22a88a041caaeb71f278ac0b5bb6617" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frühjahrsauftakt in der Ersten Liga</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/03/06/fruhjahrsauftakt-in-der-ersten-liga/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 12:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Admira]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war am 10. Juli des vergangenen Jahres, als ich in der Erste-Liga-Vorschau schrieb: &#8220;Läuft die Saison halbwegs so, wie man sich das erwarten kann, gibt es in der Saison 2009/10 wieder einen Bundesliga-Verein aus Niederösterreich. Die Frage ist demnach nur, welcher Mäzenaten-Plastikklub es sein wird: Stronachs FC Magna aus Wiener Neustadt, oder die Trenkwalders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1301" title="bild090306" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bild090306.jpg" alt="bild090306" width="599" height="136" /><br />
Es war am 10. Juli des vergangenen Jahres, als ich in der <a href="http://ballverliebt.eu/2008/07/10/zum-erste-liga-start-magna-oder-trenkwalder/">Erste-Liga-Vorschau</a> schrieb: &#8220;Läuft die Saison halbwegs so, wie man sich das erwarten kann, gibt es in der Saison 2009/10 wieder einen Bundesliga-Verein aus Niederösterreich. Die Frage ist demnach nur, welcher Mäzenaten-Plastikklub es sein wird: Stronachs FC Magna aus Wiener Neustadt, oder die Trenkwalders neue Admira aus der Südstadt.&#8221; Und siehe da, vor dem Start in die Frühjahrssaison ist die Situation exakt die prognostizierte.</p>
<p><span id="more-1300"></span>Wenn es auch auf dem Weg dorthin einiges an Stolpersteinen für Magna und die Admira &#8211; die mittlerweile ja sogar beide ins Cup-Semifinale eingezogen sind, jeweils mit Siegen über Bundesligateams &#8211; zu überstehen gab. Vor allem bei der Admira lief es Anfangs alles andere als rund. Aber nachdem Heinz Peischl nach fünf Spielen in die Wüste geschickt worden war (und jetzt, wie&#8217;s aussieht, in den Trainerstab des neuen ÖFB-Teamchefs Constantini aufgenommen wird) und Walter Schachner das schlingernde Schiff übernahm, geht es nur noch aufwärts mit der Admira, die eigentlich mal Schwadorf war. Geringe Fluktuation in der Aufstellung, gute Defensivarbeit, ordentliche Offensive: Mit Schachner ist der Erfolg (wenn auch nicht die Zuschauer) in die Südstadt zurückgekehrt. Und für den Aufstiegskampf wurde auch noch ein wenig nachgerüstet: Allen voran soll Top-Talent Mihret Topcagic (20, vom FC Kärnten) eine neue Option im Angriff sein, und der von Ried gekommene Daniel Toth (21) das Mittelfeld beleben und aus Waidhofen stieß der routinierte Sascha Laschet (31) zu den Südstädtern. Walter Schachner peilt seinen also mit voller Kraft zweiten Bundesliga-Aufstieg an.</p>
<p>Und die Roten liegen nach 19 von 33 Spieltagen auch nur drei Punkte hinter den Blauen, hinter dem Spitzenreiter, hinter Magna Wiener Neustadt. Hier war kein Trainerwechsel nötig, um nach dem holprigen Saisonstart (u.a. mit dem 0:1 in Vöcklabruck oder der Heimpleite gegen Gratkorn) in Fahrt zu kommen. Im Winter hat Magna zudem den übervölkerten Kader etwas überarbeitet: Ein ganzer Schwung von Reservisten und mit Gerald Krajic nur ein Stammspieler wurden aussortiert, dafür mit dem ehemaligen U21-Teamspieler Harun Erbek (22), der vor den chaotischen Zuständen bei Kayserispor flüchtete, verstärkt. Außerdem eiste Svetits gegen heftigen Widerstand aus St. Pölten deren Topscorer Mirnel Sadovic (24) los, und aus Klagenfurt kam Flügelflitzer Patick Wolf (27) für die rechte Seite. Helmut Kraft hat auf dem Papier r den besseren Kader zur Verfügung &#8211; aber die Admira lauert, viele Fehltritte können sich die Neustädter nicht erlauben. Vorteil für Magna: Beide verbleibenden Spiele gegen die Admira finden auf heimischer Anlage statt.</p>
<p>Der erfreuliche Aufsteiger aus St. Pölten sorgte über die Winterpause gar für eine niederösterreichische Dreifachführung. Ja, die Mannschaft von Erfolgstrainer Martin Scherb liegt nur fünf Punkte hinter der Spitze. Aber dass sie noch in den Titelkampf eingreifen können, ist eher unwahrscheinlich: Zum einen spielte die Mannschaft um Jungstar Lukas Thürauer im Herbst schon am oberen Limit, zum anderen kam ihnen mit Mirnel Sadovic ein Schlüsselspieler abhanden. Und auch der Bundesliga-Absteiger aus Innsbruck wird in das Rennen um die Bundesliga kaum mehr ernsthaft eingreifen können. Was die Verantwortlichen in Tirol wissen &#8211; darum wird auch eher auf finanzielle Konsolidierung geachtet, als auf das Suchen sportlicher Kracher. So lotste man nur den Brasilianer Mossoró (23) als Sturmspitze an den Tivoli, von den Rapid Amateuren kam Talent Semsudin Mehic (20). Mit Samwald, Seelaus und Anfang verließen nur Wechselspieler die Innsbrucker. Und auch bei Austria Wien II blieb es weitgehend ruhig: Neben Stürmer Benjamin Sulimani (20) war der fliegende Wechsel auf der Trainerbank die einzige Änderung am Verteilerkreis. Hans Dihanich ersetzt den zum ÖFB gewechselten Thomas Janeschitz. Dieses Verfolgertrio ist nicht gut genug, um noch ernsthaft vorne mitzuspielen &#8211; wird aber nur durch deutliche Negativ-Serien noch in den Abstiegskampf rutschen.</p>
<p>Die in diesem Jahr enorm große Abstiegszone geht mit Gratkorn schon auf dem sechsten Platz los. Die Steirer liegen nur drei Punkte vor dem Abstiegsplatz, haben mit Dominic Hassler einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren. Mario Kreimer (23), der sich bei Sturm aber noch nicht durchsetzen konnte, soll Hassler ersetzen.. Zudem soll mannschaftsintern nicht alles in bester Ordnung sein, wirklich auch mental angenommen dürften einige Spieler der mit sehr viel Abstand ältesten Mannschaft der Liga (29,2 Jahre &#8211; Zweiter dieser Wertung ist Magna mit 25,8) den Absiegskampf noch nicht haben. Das jüngste Team (23,2 Jahre) allerdings, die Salzburg Juniors, haben sportlich keine ganz so schlechte Prognose: Das Team hat Talent, zudem konnten im Winter auch einige Akademie-Spieler auf sich aufmerksam machen. Zu kompensieren gibt es nur den Abgang von Abwehrmann Sonko nach Altach.</p>
<p>Die Vielarbeiter auf dem Spielersektor waren im Winter die Aufsteiger aus Vöcklabruck und Grödig. Vor allem bei den Oberösterreichern ist alles neu! Neuer Trainer (Stankovic statt Lesiak), neuer Manager (Nussbaumer statt Radlspäck), und sagenhafte neun (!!!) neue Spieler sollen den Klassenerhalt sichern. Mihael Rajic (24, Altach) und U20-Kanadier Thomas Pirker (22, Kärnten, im Tausch gegen Salvatore) sollen die schon im Herbst recht gute Defensive weiter stabilisieren, Alex Hörtnagl (28) und Daniel Hofer (25, Ried) für Ordnung im Mittelfeld sorgen, Igor Sekic (28, Leoben), Reinaldo Ribeiro (27, Altach) und Sandro Samwald (22, Innsbruck) für Schwung nach vorne, und die Brasilianer Roni (22) und Marcos (18) statt des zum GAK gewechselten Toth für die Tore. Ob tatsächlich bis auf Torhüter Feuerfeil, dem Rapidler in spe Schösswendter und Kapitän Feichtinger praktisch alle Stammplätze aus dem Herbst wackeln&#8230;?</p>
<p>Und auch in Grödig wurde einiges getan, auch wenn das Ausmaß nicht annähernd so extrem wie in Vöcklabruck. Dem Abgang von Thomas Eder und einer handvoll Reservisten stehen die Neuverpflichtungen von Torhüter Bartolomej Kuru (21, lange bei den Austria Amateuren), Mittelfeld-Mann Gerhard Breitenberger (30, Kärnten &#8211; sein Transfer zu Vöcklabruck platzte) und vor allem des ehemaligen Altach-Goalgetters Leonardo (28) gegenüber. Und auch der ehemalige Junioren-Teamspieler Rexhe Bytyci (21) erhofft sich einige Einsätze unter dem neuen Trainer Miro Bojceski. Der Neue (40), der vor einigen Jahren schon Spieler und Spielertrainer bei den Salzburgern war, löste Ex-Trainer Heimo Pfeifenberger ab, der sich mit Sportchef Christian Haas verkracht hatte.</p>
<p>Die große Enttäuschung des Herbstes waren aber die beiden Teams aus Lustenau. Anstatt um den Aufstieg mitzuspielen, zieren FC und Austria das Tabellenende. Weshalb auch in Vorarlberg viel Arbeit in verstärkte Kader gesteckt wurde. Bei der Austria trennte man sich von den stumpfen Spitzen Sulimani und Günes, holte dafür den erfahrenen Gerald Krajic (27) und den ehemaligen Sturm-Graz-Stürmer Amadou Rabihou (24); der Seekirchener Florian Leitner (20) soll eine weitere Alternative in der Offensive darstellen. Im Mittelfeld lieh sich die Lustenauer Austria LASK-Rohdiamant Emanuel Schreiner (20) aus und sicherte sich aus dem Nachlass des FC Kärnten Danijel Micic (20). Und nicht zuletzt kommt auch Torhüter Mario Krassnitzer (33) nach viereinhalb Jahren in Altach wieder zurück. Die Grünen fühlen sich gerüstet, und auch bei den Blauen vom FC Lustenau soll der Weg so schnell wie möglich vom Keller wegführen.</p>
<p>Nicht mehr helfen werden dabei der staksige Gil, der harmlose Regis und Andreas Bauer, der in seiner Wiener Heimat zurückkehrt. Dafür holte sich Eric Orie mit Maicos dos Santos (27) einen Spieler zurück, der schon einmal für den FCL kickte. Zudem kam Manuel Hartl (23, Magna) für die Außenbahn und der offensive, aber wenig torgefährliche Michael Kulnik (22) vom FC Kärnten. Wie der Brasilianer Tiago Tonini (22) und der neuseeländische Teamstürmer Daniel Ellensohn (23) einzuschätzen sind, muss sich erst zeigen.</p>
<p>Sicher ist: Aus dem Sextett Salzburg II, Gratkorn, Grödig, Vöcklabruck, Austria Lustenau und FC Lustenau müssen noch zwei Teams den Weg in die Regionalliga antreten. Dass es nicht drei sind, liegt am DSV Leoben. Die Obersteirer befinden sich <a href="http://ballverliebt.eu/2009/01/21/ultima-ratio/">in üblen Turbulenzen</a> und werden nicht um eine Lizenz für die kommende Saison ansuchen. Zum einen, weil sie diese ohnehin nie bekommen würden. Und zum anderen, weil der letzte Platz für die Leobener jetzt schon vorgezeichnet ist, ein sportlicher Klassenerhalt einem Wunder gleichkäme (das aber dennoch nichts nützen würde). Der Traditionsklub hat den Profibetrieb im Winter eingestellt, spielt als Amateurverein die Meisterschaft fertig und will im Sommer einen Neustart in der Regionalliga starten. Vom Angebot, ablösefrei den Verein zu verlassen, haben am Ende acht Spieler Gebrauch gemacht: Rauter und Spirk (GAK), Sekic (Vöcklabruck), Fröschl (Rapid Amateure), Briza (Amstetten), Gerald Säumel (Horn), Pavlov und Alar (Kapfenberg) haben die Flucht ergriffen. Allesamt Stammspieler. Für die beiden nach Kapfenberg Abgewanderten (vor allem Pavlov konnte seine Gefährlichkeit auch in der Bundesliga schon unter Beweis stellen) bekam der DSV als Nachbarschaftshilfe die KSV-Reservisten Reifeltshammer (22) und Lucic (27); von Regionalligist Bad Aussee kam Patrick Berger (25), ansonsten wird mit Spielern aus dem Unterhaus und den eigenen Reserve das Auslangen gefunden werden müssen. Lehrstunden wie das 1:8 in Wiener Neustadt im Herbst drohen in den verbleibenden 14 Spielen durchaus. Man kann den Leobenern auch auf ihrem weiteren Weg abseits den Profifußballs nur alles Gute wünschen.</p>
<p>So ist also die Ausgangsposition: Magna oder die Admira werden aufsteigen, Leoben absteigen, und zwei Teams werden Leoben folgen. Wer das sein wird? Vielleicht einer oder alle beide Lustenauer, die die Situation Abstiegskampf kaum kennen. Vielleicht Vöcklabruck und Grödig, wenn die vielen neuen Spieler nicht einschlagen. Vielleicht Gratkorn, wenn man weiterhin alles auf äußere Einflüsse schiebt und sich nicht im Abstiegskampf sieht. Vielleicht auch die Salzburg Juniors, sollten die jungen Spieler mit dem Druck nicht fertigwerden.</p>
<p>Oder einer aus der oberen Tabellenhälfte, der eine Niederlagenserie hinlegt? Oder&#8230; wer sagt, dass alle eine Lizenz bekommen? Vielleicht geht ja einer krachen, und nur noch ein anderes Team muss absteigen! Auf den elf Plätzen der zwölf Zweitligisten werden sich in den kommenden 14 Runden zumindest die sportlichen Fragezeichen auflösen.</p>
<p>Alles andere wissen wir spätestens am 31. Mai, wenn das Ständige Neutrale Schiedsgericht tagt.</p>
<p>Tabelle nach der Herbstsaison (19/33): Wr Neustadt 37 | Admira 34, St Pölten 32, Innsbruck 30, Austria II 27, Gratkorn 24, Salzburg II 23, Leoben 22, Grödig 22 | Vöcklabruck 21, A Lustenau 21, FC Lustenau 19.</p>
<p>(phe)</p>
<p>Bild: Voralpenstadion Vöcklabruck (phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1300&amp;md5=02cc8682e874d1f9442811ee8bd10f64" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Noch 8 Teams jagen den ÖFB-Cup</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 15:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1297" title="bild090302" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bild090302.jpg" alt="bild090302" width="600" height="140" />Wie heißt er, der kürzeste Weg in den Europacup &#8211; und der Bewerb, in dem man die wenigsten Spiele gewinnen muss, um den Titel abzuräumen? Genau, das ist der Pokal. Sechs Mal nicht verlieren, und schon darf man sich einen Pokal in die Vitrine stellen und sich im Europacup versuchen. Acht Teams von sieben Vereinen gehen ins Viertelfinale, um den drittletzten Schritt zu tun. Mit Meister in spe Salzburg (peinliche 1:2-Heimpleite gegen die Erste-Liga-Reserve der Wiener Austria), Rapid (2:3 in Ried verloren), Kärnten (Aus im Elferschießen gegen Ried), Mattersburg (die den Hintern von den Rapid Amateuren mit 1:5 richtig verdroschen bekamen), dem LASK (der bei Regionalligist Wels im Elferschießen scheiterte) und Altach (die wie Mattersburg den Rapid Amateuren zum Opfer fielen, allerdings nur mit 1:2) sind sechs der zehn Bundesligisten in dieser Runde der letzten acht gar nicht mehr vertreten. Und um mindestens ein weiteres Bundesligateam wird sich diese Liste auch im Viertelfinale vergößern.</p>
<p>Das Schlagerspiel dieses Viertelfinals ist sicherlich das direkte Duell der beiden besten verbliebenen Mannschaften, eigentlich eine Begegnung, die eines Finales würdig wäre &#8211; nämlich das Spiel zwischen Sturm Graz und der Wiener Austria. Beide kämpfen auch in der Liga um einen der Plätze, die zum Antreten im Europacup berechtigt, aber würde dieser über den Cup erreicht, hat das eigentlich nur Vorteile. Zum einen muss man nicht zwingend unter die ersten drei der Bundesliga kommen, zum anderen muss man nicht Ende Juni schon in die europäische Qualifikationsmühle, sondern erst Mitte Juli &#8211; also annähernd parallel zum Ligastart. Vom damit verbundenen Ersparen einer Reise an den Kaukasus oder an den Balkan mal ganz abgesehen.</p>
<p>Beide Teams sind nicht wunschgemäß in die Frühjahrssaison gestartet und werden in der Bundesliga die beiden Teams sein, die sich nach dem Heimsieg von Rapid gegen Ried um den dritten Platz streiten dürften. Sturm (zuvor 2:0 in Dornbirn, 5:0 gegen die Ried Amateure und glücklich 1:0 in Horn) war zwar im Heimspiel gegen Kapfenberg das deutlich reifere und spielstärkere Team, mit haarsträubenden Abwehrfehlern präsentierte man dem KSV die Punkte aber am Silbertablett. Die erste Heimniederlage seit 11 Monaten lässt aber auch Erinnerungen wieder wach werden: Denn es war am 29. März des Vorjahres ausgerechnet die Austria, die es bis zum Kapfenberg-Spiel als letzte Auswärtsmannschaft schaffte, drei Punkte aus Graz mitzunehmen. Saso Fornezzi im Austria-Tor hielt die unglaublichsten Bälle Sanel Kuljic schloss damals kurz vor Schluss den entscheidenen Konter zum 2:1-Sieg der Austria ab. Beide tragen heute nicht mehr das violette Dress.</p>
<p>Doch auch die Austria, die mit 5:1-Siegen in Bad Aussee und beim FC Lustenau, sowie einem 3:0 bei den Admira Amateurn ohne jede Mühe ins Viertelfinale eingezogen ist, geht nicht sorgenfrei in dieses Spiel. Das Gastspiel in Altach hat die Defizite der Violetten gnadenlos aufgezeigt: Die Mannschaft hängt am Tropf von Prinzessin Acimovic, ist vom Slowenen abhängig wie ein Komapatient von künstlicher Ernährung. Nimmt man den Standard-Spezialisten aus dem Spiel, ist die Austria komplett wertlos &#8211; und dass gerade ein (ehemaliger?) Abstiegskandidat wie Altach das aufzeigt, ist das wirklich alarmierende an dieser Tatsache. Karl Daxbacher hat es in den neun Monaten, die er bei der Austria werkt, nicht geschafft, das Spiel auf mehrere Schultern zu verteilen. So schob sich die Vierer-Abwehrkette der Austria im Schnabelholz auf höhe der Mittellinie zwar minutenlang den Ball hin und her und trieb den Ballbesitz damit in lichte Höhen, wurde aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels gefährlich, hatte im Grunde keine einzige ernst zu nehmende Torchance. Selbst der zwischenzeitliche Ausgleich von Emin Sulimani war zwar ein wunderschöner Schuss, aber keine herausgespielte Aktion.</p>
<p>Es ist anzunehmen, dass Franco Foda genau weiß, wie er das leicht ausrechenbare Spiel der Austria zu seinem Vorteil nützen kann. Und trotz dem Ende der Heimserie ist die Tatsache, dass die Partie in Graz stattfindet, natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Sturm. Vermeiden Gratzei und Co. ähnliche Fehler wie gegen Kapfenberg, sind sie gegen die Austria sicherlich Favorit. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Der Verlierer dieses Spiels MUSS über die Liga kommen, soll es noch was werden mit dem Europacup. Der Sieger hat immer noch den Cup-Joker in der Hinterhand.</p>
<p>Denn der Sieger dieses Viertelfinals ist sicherlich der Top-Favorit auf den Sieg in diesem Bewerb. Vorausgesetzt, es gibt kein Semifinale in Ried. Denn die Innviertler sind ähnlich heimstark wie das Sturm normalerweise ist. In der laufenden Saison wurde Rapid schon 1:0 (in der Liga) und 3:2 (im Cup-Achtelfinale, dem ein 4:1 beim FAC und und ein Penalty-Erfolg in Kärnten vorausgingen) verabschiedet, die Austria mit 3:1 besiegt, und Sturm gar mit einem 4:1-Tragerl aus dem Stadion geschossen. Ganz zu schweigen vom beachtlichen 2:2 gegen Salzburg. Keine Frage: In einem Heimspiel sind die Innviertler gegen keinen Gegner Außenseiter. Umso unangenehmer, dass die Mannschaft von Paul Gludovatz im Cup-Viertelfinale auswärts ran muss &#8211; gegen einen recht unangenehmen Gegner. Die &#8220;neue&#8221;, von Walter Schachner auf die Erfolgsspur zurückgebrachte Admira ist einer der großen Gewinner der Herbstsaison in der Ersten Liga. Was nicht nur am den Cup-Ergebnissen (3:1 in Pöllau, 1:0 gegen Grödig und 1:0 in Würmla) liegt.</p>
<p>Denn als Schachner die sportlichen Geschicke der von Richard Trenkwalder wiederbelebten Admira vor dem 6. Spieltag übernahm, war die von Vorgänger Heinz Peischl zugrunde gerichtete Mannschaft auf dem letzten Platz gelegen. Schachner schaffte es, personelle Kontinuität zu schaffen und mit einem klar definierten Spielerstamm in den kommenden 14 Spielen sagenhafte 33 Punkte zu holen und sich damit als ernsthafter Aufstiegskandidat zu positionieren. Schachner fand die richtige Mischung aus erfahrenen Leitwölfen (wie Hota und Dospel), ambitionierten Jungspunden (wie Dibon und Pusic), zwischen fleißigen Arbeitern (wie den Schickers) und einer starken Offensivabteilung (mir dem baumlagen Friesenbichler und dem bulligen Ledezma). Vor der Saison von Peischl geholte vermeintliche Führungsspieler wie Baranek, Surma oder Petrous hatten keine Chance mehr.</p>
<p>Nur vor einem müssen sich die Rieder natürlich nicht fürchten: Dass sie in einen Hexenkessel geraten. Denn ob nun erfolgreich oder nicht &#8211; die Südstadt ist auch unter Schachner ein besserer Friedhof. Nicht umsonst ist die Auswärtsbilanz der Admira sogar geringfügig besser als die im oft gerade mal mit einer vierstelligen Zuschauerzahl zumeist recht leeren Bundesstadion in Maria Enzersdorf. Zudem hat die Saison in der Ersten Liga noch nicht begonnen, daher ist das Heimspiel gegen die körperlich starke und taktisch clevere Truppe aus Ried das erste Pflichtspiel nach der langen Winterpause. Ob die mangelnde Spielpraxis durch das durchaus vorhandene spielerische Potential ausgeglichen werden kann? Keine Frage: Ried ist, obwohl auf fremden Plätzen alles andere als eine Großmacht, sicherlich der Favorit.</p>
<p>Diese Rolle ist im dritten Spiel ganz schwierig festzulegen. Sollte das Spiel zwischen Kapfenberg und Magna Wiener Neustadt stattfinden können (der Rasen ist nach dem plötzlichen Tauwetter eine große Matschgrube, aber kein angemessenes Geläuf), wartet auf die Beobachter zwar sicherlich kein Leckerbissen, aber eine enge Partie. Die Kapfenberger (die mit leichten 3:0-Siegen in St. Johann, Spittal und Wels im Cup bisher kaum Mühe hatten)  haben in den ersten beiden Frühjahs-Spielen gegen Kärnten und bei Sturm gezeigt, dass sie zwar immer noch deutlich limitierte Fußballer sind, aber einen guten Teamgeist entwickelt haben, hinten einigermaßen sicher stehen können und vorne mit beängstigender Effizienz treffen. Gegen Kärnten gelangen aus drei Chancen zwei Tore, beim überraschenden Sieg bei Sturm waren es gar drei Tore aus einer einzigen Torchance. Zudem haben die Steirer gegenüber den Wahl-Niederösterreichern den Vorteil, eben schon zwei eminent wichtige Bewerbsspiele in den Knochen zu haben und dank der geholten sechs Punkten vor Selbstvertrauen nur so zu strotzen.</p>
<p>Der Winterkönig der Ersten Liga hingegen befindet sich, wie Verfolger Admira logischerweise, am Ende der Vorbereitung und hat im Kalenderjahr 2009 noch gar nicht ins sportliche Geschehen eingegriffen. Personell hat Helmut Kraft zwar die besseren Argumente auf seiner Seite &#8211; der Magna-Kader ist auf dem Papier deutlich stärker als der der Kapfenberger &#8211; aber da der KSV spielerische, taktische und technische Mängel zu kompensieren weiß, sieht es derzeit mit einem Klassenerhalt in der Bundesliga gar nicht so schlecht aus. Der um Türkei-Heimkehrer Harun Erbek verstärkte Erstligist sieht dafür die Chance, den möglichen Aufstieg gleich mit einem Europacup-Platz zu krönen, schließlich weiß man um das um Topfavoriten wie Salzburg, Rapid und Austria/Sturm ausgedünnte Feld. Zudem ist das Gastspiel in Kapfenberg nicht nur die Gelegenheit, nach bislang eher dünnen Cup-Vorstellungen gegen auf dem Papier deutlich unterlegene Gegner (spätes 1:0 in Sollenau, Elferschießen gegen Parndorf, mühevolles 1:0 beim eigenen Farmteam Wienerberg) vergessen zu machen, sondern auch, sich selbst auf Bundesligatauglichkeit zu testen.</p>
<p>So kann man in diesem Duell kaum einen echten Favoriten ausmachen. So wie das auch beim heimlichen Highlight des Viertelfinales nicht möglich ist &#8211; dem großen kleinen Wiener Derby. Denn während die Bundesliga-Mannschaft von Rapid im Achtelfinale ausschied, sind die hungrigen (überwiegend) Einwanderer-Kinder von der Regionalligamannschaft nicht nur mühelos über das Regionalligateam von St. Florian drübergekommen (3:0), sondern hat wie eingangs erwähnt mit Altach (2:1) und Mattersburg (5:1) gleich zwei Bundesligisten auf der Abschussliste. Was nicht zuletzt daran liegt, dass das im vorderen Mittelfeld der Regionalliga Ost platzierten Junior-Mannschaft des Rekordmeisters vom wohl besten Trainer der Rapid-Familie betreut wird. Andreas Reisinger, der schon viele Jahre auf der Bank der Rapid Amateure sitzt, spuckt zwar keine großen Töne &#8211; es würde seiner spröden und manchmal etwas schroffen Art auch nicht entsprechen &#8211; aber er versteht es, junge Spieler an höheres Niveau heranzuführen. Nicht umsonst sind mit Christopher Drazan, Andi Lukse, Yasin Pelihvan und Tanyu Kayhan einige seiner Schützlinge auf dem Sprung, sich in der Bundesliga einen Namen zu machen.</p>
<p>Einen solchen haben sich auch viele Ex-Kicker der Austria Amateure gemacht. Nur halt eben nicht alle bei der Austria. Gansterer und Saurer beim LASK, Ulmer in Ried und jetzt bei Salzburg, dazu natürlich Okotie, Madl, Suttner und zuletzt Dragovic bei den Violetten selbst. Und auch der Jahrgang 08/09 hält sich mit einigen Talenten im sicheren Gefilden der Erste-Liga-Tabelle auf. Unterschied zu dem im Hanappi-Stadion wartenden Gegner: Während die Rapid Amateure mit Nermin Jusic &#8220;nur&#8221; einen erfahrenen Akteur in ihren Reihen haben, warten die Violetten gleich mit einigen Führungsfiguren auf. Torhüter Böcskör, Abwehr-Boss Korsos und Offensivgeist Schriebl sind die Korsettstangen des neuen Trainers Hans Dihanich. Sein Vorgänger Thomas Janeschitz, unter dem die Jung-Veilchen Wattens (mit viel Glück im Elferschießen), Regionalliga-Mitte-Schlusslicht Weiz (4:1) und eben die großen Bullen in Salzburg (2:1) eliminierten, trat die Nachfolge von Paul Gludovatz als Trainer-Ausbildner beim ÖFB an.</p>
<p>Die auf höherem Niveau erfahreneren Jung-Spieler und die routinierteren Leitfiguren hat sicherlich die Reserve der Austria auf ihrer Seite. Zudem taten sich die Rapid Amateure im bei ihren Auftritten zumeist recht leeren Hanappi-Stadion immer wieder schwer. Die besseren Leistungen zeigten sie eher auf dem Trainingsplatz im Schatten der Westtribüne, wo die Atmosphäre familiärer ist.</p>
<p>Tatsache ist: Es ist möglich, dass nur noch eine einzige Bundesliga-Mannschaft im Semfinale steht. Es ist möglich, dass eine Reserve ins Finale kommt &#8211; und das Finale gegen die eigene zweite Mannschaft, das Salzburg vor zwei Jahren verspielt hat, ist auch heuer wieder im Bereich des Denkbaren. Vielleicht wird Magna gegen Admira nicht nur das Duell um den Bundesliga-Aufstieg, sondern auch das Finale.</p>
<p>Nach dem Viertelfinale wissen wir mehr.</p>
<p>(phe)</p>
<p>ÖFB-Cup-Viertelfinale, Dienstag (3. März): Kapfenberg-Magna (18, Lechner); Admira-Ried (19, Krassnitzer); Rapid Amateure-Austria II (19.30, Prammer); Sturm-Austria (20.30, Plautz &#8211; LIVE ORF).</p>
<p>Foto: Ernst-Happel-Stadion (phe)</p>
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