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	<title>Ballverliebt &#187; Austria Wien</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Spiel eins nach Baumgartlinger: Die Austria gewinnt 3:0 in Montenegro</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 18:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, Augenschmaus war das erste Pflichtspiel der Austria in der neuen Saison nicht. Letztlich wurde es einem beängstigend tempoarmen Spiel ein 3:0-Arbeitssieg in der montenegrinischen Hitze bei Rudar Pljevlja. Rückschlüsse zu ziehen, fällt schwer. Nur dass der Baumgartlinger-Abgang tatsächlich schwer zu kompensieren sein wird, deutete sich an. Vornehm ausgedrückt, führten beide Teams nicht gerade ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nein, Augenschmaus war das erste Pflichtspiel der Austria in der neuen Saison nicht. Letztlich wurde es einem beängstigend tempoarmen Spiel ein 3:0-Arbeitssieg in der montenegrinischen Hitze bei Rudar Pljevlja. Rückschlüsse zu ziehen, fällt schwer. Nur dass der Baumgartlinger-Abgang tatsächlich schwer zu kompensieren sein wird, deutete sich an.</em></strong></p>
<div id="attachment_5263" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rudar-Austria-0-3.png"><img class="size-full wp-image-5263 " title="Rudar-Austria 0-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Rudar-Austria-0-3.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rudar Pljevlja - Austria Wien 0:3</p></div>
<p><span id="more-5262"></span>Vornehm ausgedrückt, führten beide Teams nicht gerade ein Tempodiktat. Im Gegenteil: Das Spiel schleppte sich auf äußerst überschaubarem Tempo dahin. Bei der Austria setzte Karl Daxbacher auf ein 4-4-2 mit einem defensiven (Suttner) und einem offensiven Spieler (Junuzovic) im Zentrum. Dieses hatte war nominell gegen das 4-1-4-1 der Montenegriner, das bei Ballbesitz zu einem 4-3-3 wurde, in Unterzahl, weil aber Rudar-Sechser Franciskovic sich sehr weit zurück fallen ließ und oft sogar Linz und Barazite vor sich hatte.</p>
<p>Suttner spielte die Rolle, die bis vor Kurzem Julian Baumgartlinger inne hatte, zwar bemüht und brav, die ordnende Funktion seines Vorgängers konnte er aber nicht übernehmen. Der aktivste Austrianer war in der ersten Hälfte Michael Liendl auf der linken Seite: Er hatte mit Popovic zwar den aktiveren der beiden Rudar-Außenverteidiger gegen sich, aber weil mit Milan Jovanovic der Flügelstürmer verhältnismäßig hoch stand und sich Leovac um ihn kümmerte, konnte Liendl durchaus den Vorwärtsgang einlegen.</p>
<p>Dass das Spiel ohne die großen Szenen vor sich hinplätscherte lag auch daran, dass beide Teams, vor allem aber Rudar, Angriffsversuche immer wieder verschleppten und abbremsten. Direktes, schnelles Spiel nach vorne war bei beiden Teams nicht gerade angesagt &#8211; und so war es eher aus heiterem Himmel, als ein kluger Lochpass von Junuzovic im gegnerischen Strafraum Barazite fand und dieser zum 1:0 traf.</p>
<p><strong><em>Austria hat zweite Halbzeit im Griff</em></strong></p>
<p>Nach dem Seitenwechsel blieben die Montenegriner schon im Mittelfeld von den Austrianern weg. Diese nützten das aus, indem die Passgenauigkeit stieg und so der Ballbesitz kontrolliert werden konnte. In dieser Phase zeigte sich erstmals deutlich, dass die in weiß spielenden Violetten letztlich doch die klar besseren Spieler in ihren Reihen haben, und mit dem 2:0 nach einer Ecke, erneut von Barazite nach Junuzovic-Vorlage, war das Spiel entschieden.</p>
<p>Rudar stellte in der Folge hinten auf eine Dreierkette um und brachte mit Mrdak statt Popovic einen zusätzlichen Stürmer als Anspielstation neben Ivica Jovanovic in der Spitze. Gleichzeitig war Karl Daxbacher offenbar mit dem 2:0 zufrieden, denn mit Liendl nahm er einen Offensiven runter und stellte mit Petr Hlinka einen zweiten Sechser in die Zentrale; Junuzovic ging nach Außen.</p>
<p>Weil sich die montenegrinische Dreierkette &#8211; allenfalls der statt Linksaußen Igumanovic eingewechselte Ivanovic rückte auf die linke Abwehrseite zurück &#8211; von einem beherzte Flankenlauf des sehr fleißigen Barazite auf der rechten Defensivseite auseinander reißen ließ, hatte Jun (statt Linz gekommen) im Zentrum viel Platz zur Verfügung und stellte auf 3:0; kaum zwei Minuten später vergab er die Chance auf das 4:0 nur knapp. Woraufhin Rudar den Schaden begrenzen wollte und hinten wieder auf die Viererkette zurück ging, In Kauf nehmend, nicht mehr wirklich gefährlich zu werden.</p>
<p><strong><em>Fazit: Verdienter Sieg mit Leistungssteigerung</em></strong></p>
<p>War es in der ersten Halbzeit noch ein unglaublich langsamer und ebenso uninspiererter Kick von beiden Seiten, fing sich die Austria nach der Pause merklich und nützte den ihnen zur Verfüngung gestellten Platz routiniert aus. Die Sechserposition dürfte gegen bessere Gegner ohne Julian Baumgartlinger wohl das größte Problem werden, denn hier fehlt eindeutig jemand, der diese Position gewohnt ist und von dort auch Akzente setzen kann &#8211; nicht wie Zerstörer Hlinka. Was die beiden einzigen Neuen in der Startformation &#8211; Goalie Grünwald und Innenverteidiger Rogulj &#8211; können, ist noch kaum zu beurteilen. Zu wenig wurden sie wirklich gefordert.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5262&amp;md5=f171f39bf9c23ced717d480b8fff8757" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Austria Wien: Ein würdiges Fußballfest zum 100er</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 22:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
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		<category><![CDATA[jubiläum]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Wiener Austria lud Freitagabend zum 100-Jahre-Jubiläumsspiel. Statt einem Großklub gastierte die Luis-Figo-Foundation, die ehemalige Weltstars wie Cafu, Hagi oder Ronaldo mit nach Wien brachte. Auch Luis Figo selbst streifte sich gleich mehrmals das weiße Dress des Auswärtsteams über.  Die Besucher in der Generali-Arena sahen ein unterhaltsames Spiel, das vom Heimteam durchaus Ernst genommen worden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wiener Austria lud Freitagabend zum 100-Jahre-Jubiläumsspiel.  Statt einem Großklub gastierte die Luis-Figo-Foundation, die ehemalige  Weltstars wie Cafu, Hagi oder Ronaldo mit nach Wien brachte. Auch Luis  Figo selbst streifte sich gleich mehrmals das weiße Dress des  Auswärtsteams über.  Die Besucher in der Generali-Arena sahen ein unterhaltsames Spiel, das vom Heimteam durchaus Ernst genommen worden war und in dem auch die violetten Legenden mit ganzem Einsatz zu Werke gingen. Ein Spielbericht.<span id="more-5003"></span><strong> </strong></p>
<p><strong>Figos Truppe startet mit Elan</strong><br />
Die Weltauswahl begann motiviert und vermochte die Veilchen &#8211; bei denen  unter anderem die Neuzugänge Rogulj, Patrick Grünwald und Alexander  Grünwald starteten &#8211; in den ersten Minuten in die Defensive zu drängen.  Mit einem abgefälschten Flachschuss eröffnete denn auch Dejan Stankovic  den Torreigen in Minute 7. Entgegen des Spielverlaufs stellte die  Austria jedoch umgehend auf 1:1 (Margreitter nach Ecke per Kopf, 9&#8242;).</p>
<p><strong>Die Allstars-Defensive patzt</strong><br />
Danach  herrschte 20 Minuten Torflaute, das Spiel ebbte ein wenig ab. Die  Weltauswahl von Luis Figo verlegte sich darauf, hinten dicht und  vielzählig zu stehen, und der Austria damit das Leben schwer zu machen.  Im Gegenzug blieben die Gäste nach vorne aber harmlos. Nach dem Tausch  von fünf Spielern bei der Figo-Elf (28&#8242;) wandelte sich das Spiel  drastisch zu Gunsten der Austria. Kurz nach einem Freistoß von van  Hooijdonk, der die Allstars beinahe wieder in Führung brachte und aus 30 Metern die Stange traf, schloss  Nasser Barazite die Gegenoffensive dank eines Defensivpatzers zum 2:1 ab (33&#8242;).  Zwei Chancen später profitierte Tomas Jun von einem Blackout des  portugiesischen Goalies Vitor Baia (3:1 per Kopf, 39&#8242;). Insbesondere  über Liendl drückten die Veilchen auf das 4:1, das aber vor der Pause  nicht fallen sollte. Der eingewechselte Ronaldo lieferte dem Publikum  ein paar technische Gustostückerl, ehe er nach dem Halbzeitpfiff  abreiste.</p>
<p><strong>Tadic und &#8220;Roligol&#8221; legen nach</strong><br />
Mit  einem etwas glücklichen Tor eröffnete die Austria die zweite  Spielhälfte: Eine scharfe Flanke von Dario Tadic wurde für Baia  unhaltbar ins kurze Eck abgefälscht (48&#8242;). Die in der Pause komplett  erneuerte Gastgeber-Truppe setzte ihren wesentlich älteren Gegnern  infolge via Pressing und aggressive (doch stets fairem)  Zweikampfspiel im Mittelfeld schwer  zu. Dies gipfelte im vorentscheidenden 5:1 von Roland Linz, der nach  schönem Lupfer von Tadic den Ball an Baia vorbeispitzeln konnte (56&#8242;).</p>
<p><strong>Der &#8220;Traumsturm&#8221; startet gut</strong><br />
Nun  begannen die Allstars (mittlerweile wieder mit frischen Kräften und  Taffarel im Tor) sich aufzubäumen: Elber und Hagi (nach Ecke) stellten  Veilchen-Keeper Heinz Lindner auf die Probe. Der bewährte sich. Trotzdem  setzte die Austria ihre schnelle Torfolge fort. Nach einem flotten  Doppelpass enteilte Junuzovic seinem Bewacher um einen halben Meter und  brachte den Ball flach am starken Taffarel vorbei (6:1, 61&#8242;). In der  selben Minute kam mit Toni Polster die erste Austria-Legende für  Tadic aufs Feld. Für Roland Linz ging damit sein Wunsch in Erfüllung, einmal mit der Austro-Legende im Offensivduett spielen zu dürfen.</p>
<p>Das generationenübergreifende Stürmerpaar harmonierte schnell. Der Oldie servierte seinem jungen Kollegen mehrmals Bälle in den Strafraum, Linz vermochte daraus aber keinen Torerfolg zu machen. Während der einstige Veteran aus der deutschen Bundesliga immer mehr aufdrehte, wurde Linz im weiteren Verlauf etwas blasser.<br />
<strong><br />
<strong>Allstars beweisen Moral</strong></strong><br />
Obwohl  uneinholbar im Rückstand, war der Willen der Figo-Mannschaft nicht  gebrochen. In großzügiger Manier entschied Busacca nach einem Duell  zwischen Pauleta und Lindner auf Elfmeter zu Gunsten der Gäste und des Publikums. Figo vollstreckte routiniert (6:2, 66&#8242;).</p>
<p>Polster ließ nur einige  Sekunden später seine Ambitionen auf einen Torerfolg aufblitzen und  setzte den Ball aus 20 Metern an die Latte. Trotz des Intermezzos legte  Figo nach raffiniertem Zusammenspiel mit Pauleta nach und vollendete sein  Doppelpack (69&#8242;). Die Austria reagierte mit der von den Fans längst  geforderten Einwechslung von &#8220;Schneckerl&#8221; Prohaska.</p>
<p>Das  Spiel bog nun in eine Schlußphase, für die das Wort &#8220;Fußballfest&#8221;  durchaus angemessen war. Reihenweise Großchancen auf beiden Seiten,  inklusive Stangen- und Lattenschüsse, ließen das fröhliche Publikum in  der Generali-Arena fast außer Atem kommen. Besonders bemüht zeigten sich  bei den Legenden Toni Polster und Herbert Prohaska. Letzterer fühlte  sich in seiner Rolle als Ballverteiler im Standfußball-Modus sichtlich  wohl. Von Champions-League-mäßiger Hochwertigkeit war das Geschehen am Rasen freilich nicht, ob des hochmotivierten Auftritts der etwas später eingetauschten Legenden Ogris und Sara aber definitiv von großem Unterhaltungswert.</p>
<p><strong>Toni darf es polstern lassen</strong><br />
Irgendwann  nach dem Verstreichen der 90. Minute einigten die Gastgeber sich mit  Schiri Busacca anscheinend, dieses Spiel erst bei einem Torerfolg von  Toni Polster zu beenden. Bevor ihm das gelang, verkürzte Dimas aber nach  Ecke noch zum 6:4 (93&#8242;). Als die Figo-Auswahl schon sichtlich mit Notstrom lief, gelang dem ergrauten Wiener Lockenkopf sein ersehntes Tor. Baumgartlinger vollzog ein kleines Dribbling gen linke Strafraumseite und legte mit einem Ferserl ab. Polster nahm Maß und versenkte das Leder mit einem Flachschuss im rechten Eck (96&#8242;). Busacca beendete die fröhliche Partie.</p>
<p><strong>Gelungenes Fußballfest</strong><br />
Ein  Freundschaftsspiel-Spektakel fand so sein würdiges Ende, dass danach  noch in einer kleinen Siegerehrung entsprechend zelebriert wurde. Spiel  und Jubiläumsfeier brachten insgesamt eine sechsstellige Summe ein, die  die Austria und die Luis Figo-Foundation karitativen Projekten spenden  werden. Nach den unschönen Bildern des Rapid-Platzsturms hat man hier gesehen, dass es in Österreich auch anders gehen kann und muss &#8211; auch wenn es hier nicht um Punkte, sondern &#8220;nur&#8221; um den guten Zweck und Unterhaltung ging.<em> </em></p>
<p>Ich für meinen Teil wünsche mir derartige, positive Stimmung in jedem Bewerbsspiel in Österreich. Egal wieviel Erzrivalentum in einer Begegnung steckt. Ich bin erst zufrieden, wenn sich die Fans in diesem Land wieder über die Zuneigung zum eigenen Verein und nicht den Hass auf einen anderen definieren und der Bessere gewinnen darf, ohne sich vor dem Publikum fürchten zu müssen<em>. (gp)<br />
</em></p>
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		<title>Sturm ist Meister, Zeit für Zahlen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 04:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[rapid wien]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Schlacht ist geschlagen. Nach 36 Runden und einem teils sehr dramatischen Finish stemmte Sturm Graz den Meisterteller gen Himmel. Tränen hingegen flossen in Wien. Einerseits weil Rapid vorzeitig die Europacup-Quali verfehlte, andererseits weil die Austria zum hundertjährigen Jubiläum den Meistertitel und Platz zwei verspielte. In Salzburg durfte man aufatmen: Eine über viele Strecken verkorkste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Schlacht ist geschlagen. Nach 36 Runden und einem teils sehr dramatischen Finish stemmte Sturm Graz den Meisterteller gen Himmel. Tränen hingegen flossen in Wien. Einerseits weil Rapid vorzeitig die Europacup-Quali verfehlte, andererseits weil die Austria zum hundertjährigen Jubiläum den Meistertitel und Platz zwei verspielte. In Salzburg durfte man aufatmen: Eine über viele Strecken verkorkste Saison fand mit dem Vizemeistertitel immerhin einen versöhnlichen Abschluss. Wir widmen uns den zwei Hauptfragen: Was war mit Österreichs &#8220;Großen Vier&#8221; los? Und warum wurde Sturm eigentlich Meister?</strong></p>
<p>Jaja. Sturm ist Meister, weil sie am Ende der Saison am meisten Punkte am Konto hatten. Das wäre natürlich die einfache Antwort, die sich jeder beim Blick auf die Tabelle selbst geben kann. Doch so einfach machen wir uns das freilich nicht. Immerhin war der Verein vor einem halben Jahrzehnt noch Bankrott und hat im Vergleich mit Rapid, der Austria und Krösus Red Bull auch weniger Budget. Überhaupt, im Vergleich mit der Truppe, die sich unter Ivica Osim in den Jahren 1998 und 1999 den Titel sicherte, ist heute eine ziemliche Noname-Truppe am Werk, der die wirklich großen Stars fehlen. Doch genug tiefgestapelt. Zeit für Statistiken und Diagramme.<span id="more-4818"></span></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_4828" class="wp-caption alignleft" style="width: 213px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/punkteschnitt1.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4828 " title="Punkteschnitt-Entwicklung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/punkteschnitt1.jpg" alt="" width="203" height="115" /></a><p class="wp-caption-text">Punkteschnitt-Entwicklung</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Mysteriöse Wandlungen der Winterzeit</strong></p>
<p>Fakt ist: Nach 19 Runden, am Ende der Herbstsaison, war die SV Ried (37 Zähler) an der Tabellenspitze. Sturm, Salzburg (je 33),  die Austria (32) und Rapid (30) trennten nur drei Punkte. Es läßt sich also folgern: Die &#8220;Großen Vier&#8221; waren in etwa gleich gut unterwegs. Am Ende der Meisterschaft lagen zwischen Sturm, Salzburg und der Austria nur 5 Punkte. Das spricht für die Ausgeglichenheit des heurigen Ligabewerbs, insbesondere für das Kopf-an-Kopf-Rennen dieser drei Mannschaften. Sie beendeten das Ligajahr 2010/11 in der gleichen Reihenfolge. Auffällig soweit nur: Der Absturz von Ried (letztlich 8 Punkte Rückstand auf Sturm) und Rapid (-13) im<strong> </strong>Frühjahr.</p>
<div id="attachment_4820" class="wp-caption alignright" style="width: 211px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabellen.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4820  " title="Tabellen-Entwicklung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabellen.jpg" alt="" width="201" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Tabellen-Entwicklung</p></div>
<p>Was uns diese Zahlen aber nicht preisgeben ist die seltsame Umkehr der Heim- und Auswärtsbilanzen nach der Jahreswende. Besonders deutlich sichtbar bei Rapid und Salzburg. Beide begannen die Saison sehr heimstark &#8211; die Bullen führten zu Jahresende die Heimtabelle sogar mit 21 Punkten aus 10 Spielen an. Rapid schaffte nur einen Zähler weniger. Nach den letzten 8 Heimspielen hatte sich das deutlich verändert: Mit 3 Siegen, 3 Remis und 2 Niederlagen bilanzierte Red Bull in Wals-Siezenheim nur noch schwach positiv. Rapids Bilanz rutschte von einer nachweislichen Heimstärke in durchschnittliche Ausgeglichenheit. Salzburg jedoch vermochte die Minderleistung vor eigenem Publikum aber wett zu machen, und legte in der Auswärtsbilanz kräftig zu. Machte man im Herbst 1,33 Punkte pro Spiel in der Fremde, so waren es in den letzten 17 Runden jeweils stolze 2 Zähler.</p>
<p>Und Sturm? Die Blackies starteten und beendeten die Saison als zweitbestes Auswärtsteam und schoben sich 2011 vom fünften auf den ersten Rang der Heimtabelle vor. Insgesamt verbesserten  salle &#8220;Großen&#8221; ihren Punkteschnitt im Frühjahr. Nur bei Rapid ging es relativ deutlich bergab &#8211; von 1,58 auf 1,35, da half auch der kurze &#8220;Zoki-Effekt&#8221; nur wenig.</p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_4821" class="wp-caption alignleft" style="width: 211px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/big4_tabelle.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4821  " title="Die &quot;Big 4&quot;-Tabelle" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/big4_tabelle.jpg" alt="" width="201" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Die &quot;Big 4&quot;-Tabelle</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Der Meister ließ die &#8220;Big Points&#8221; liegen</strong></p>
<p>Was sind in diesem Falle die &#8220;Big Points&#8221;? Normalerweise wird dieser Begriff verwendet, wenn (nah beinander liegende) Tabellennachbarn gegeneinander antreten. Gemessen an den Endtabellen der letzten paar Jahren waren stets Rapid, die Austria, Sturm und Salzburg &#8211; also eben die schon benannten &#8220;Großen Vier&#8221; meist im direkten Wettstreit um die Europa-Tickets. Auch heuer lagen diese Teams (Ausnahme: Rapid im letzten Drittel) immer knapp beinander. Es bietet sich also durchaus an, die 24 Spiele, die diese Teams untereinander bestritten, gesondert zu betrachten.</p>
<p>Sofort fällt ins Auge: Sturm Graz hat die Meisterschaft nicht in Hütteldorf, Favoriten oder Wals-Siezenheim entschieden. Im Gegenteil: Im direkten Vergleich stinken die Blackies sogar ziemlich ab. Nur zwei Mal reichte es überhaupt zu einem Sieg (je ein Auswärtserfolg bei beiden Wiener Klubs). Mit 4 Remis und insgesamt 10 von 36 möglichen Punkten<strong> </strong>fällt ausgerechnet diese Bilanz ziemlich mager aus. Die fetteste Ausbeute machte die Truppe von Neo-Coach Ricardo Moniz, für die es mit 6 Siegen, 5 Unentschieden und nur einer Niederlage zu 21 Punkten gereichte. Die hohe Quote an Punkteteilungen verhinderte aber, dass sich ein Team sehr deutlich nach oben absetzte und Sturm für seine Patzer bestraft wurde. 9 Mal gab es ein X, damit gab es in jedem zweiten bis dritten Spiel keinen Sieger. Kurios: Alle 4 Teams holten sich das Gros ihrer &#8220;Big Points&#8221; auswärts &#8211; Sturm und die Austria glückte dabei kein einziger Heimerfolg.</p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_4822" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_pktaufteilung.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4822  " title="Die Punkte-Aufteilung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_pktaufteilung.jpg" alt="" width="200" height="127" /></a><p class="wp-caption-text">Die Punkte-Aufteilung</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Kleinvieh macht viel, viel Mist</strong></p>
<p>Mattersburg, Kapfenberg und Co. &#8211; die &#8220;Provinzklubs&#8221; waren also die wichtigsten Punktelieferante für Sturm Graz. Einfach gerechnet: 56 von 66 Zählern holte man sich nicht aus Wien oder Salzburg. Dort gab es im Schnitt nur einen Punkt pro Spiel für die Grazer. Ging es gegen die &#8220;Kleinen&#8221;, so fuhr man im Schnitt 2,33 (!) Zähler nach 90 Spielminuten ein. Ein überlegener Wert. So gesehen profitierte nur Salzburg klar von den Erfolgen in den direkten Duellen, denn am Ende &#8211; durch den 4:2-Auswärtssieg bei den Veilchen &#8211; machten sie den kleinen Unterschied zwischen Rang zwei und drei. Besonders oft stolperte der SK Rapid über die vermeintlich leichteren Gegner. Die Hütteldorfer fuhren je Match in dieser Statistik nur unterdurchschnittliche 1,46 Zähler ein. Da waren die soliden Leistungen gegen Red Bull und Co. am Ende deutlich zu wenig.</p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_4823" class="wp-caption alignleft" style="width: 213px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_fieber.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4823  " title="Die Fieberkurve" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_fieber.jpg" alt="" width="203" height="90" /></a><p class="wp-caption-text">Die Fieberkurve</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Beständigkeit heißt: Oben bleiben</strong></p>
<p>Wer Sturm heuer öfter spielen gesehen hat, wird bezeugen können, dass die spielerische Leistung am grünen Rasen teilweise alles andere als konstant gut war &#8211; rein subjektiv gesehen, versteht sich. Doch auch ein Sieg mit Hängen und Würgen ist eben ein Sieg, und so manifestierte sich der Erfolg trotz allen Makels früh in der Tabelle. Und ist damit ein mehr als eindeutiger Beweis, dass Sturm auch entgegen seiner Big-4-Bilanz der würdige Titelträger ist.</p>
<p>Man werfe einen Blick auf die Fieberkurve: Seit Runde 7, sprich: die letzten 29 Spieltage, befinden sich die Blackies in den Top 3. Kein anderes Team hielt sich dort derart kontinuierlich. Ähnliches brachten heuer nur die Klubs am Tabellenende fertig. Über den genau gleichen Zeitraum hat sich etwa am Tabellenplatz von Kapfenberg nichts verändert. Die Gregoritsch-Truppe hat sich seit<strong> </strong>dem 11. September 2010 auf Rang 7 einzementiert. Nicht einmal Mattersburg und der LASK : Diese  beiden Klubs liegen seit dem 12. Spieltag, dem 23. Oktober des Vorjahres, an 9. bzw. letzter Stelle.</p>
<div id="attachment_4824" class="wp-caption alignright" style="width: 214px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_fieber_stu.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4824 " title="Sturms Fieberkurve" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/top4_fieber_stu.jpg" alt="" width="204" height="27" /></a><p class="wp-caption-text">Sturms Fieberkurve ab Rd 7</p></div>
<p>Red Bull war im Herbstdurchgang ein seltener Gast auf den Europacuprängen, rückte am Ende aber immer mehr auf. Rapid belegte überhaupt nur in der 30. Runde für eine Woche einen internationalen Startplatz, womit man sich die Abwesenheit aus der Europa League durchaus verdient hat.</p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_4835" class="wp-caption alignleft" style="width: 212px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ried1.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4835 " title="Ried gegen die Big 4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ried1.jpg" alt="" width="202" height="114" /></a><p class="wp-caption-text">Ried gegen die Big 4</p></div>
<p></strong><strong>Exkurs: Aber was ist mit Ried?</strong></p>
<p>War da nicht gleich ein völlig unerwarteter Herbstmeister? Mit 37 Punkten zur Winterpause und seinem System aus Dreierketten hatten Paul Gludovatz&#8217; Wikinger aus Oberösterreich die Tabelle ziemlich aufgemischt. Manch Verwegener spekulierte zu diesem Zeitpunkt schon damit, dass der Meisterteller am Ende gar ins Innviertel gelangen könnte. Am Ende jedoch beendeten die Rieder die Saison auf Rang 4, was immer noch ein passables Ergebnis darstellt. Mit der Europa-Quali über die Meisterschaft wurde es aber nichts mehr, es wartet aber noch das Cupfinale als internationales Sprungbrett. Aber was war passiert?</p>
<p>Ein Blick auf die Heim- und Auswärtstabellen belegt: Ried wurde nach der Jahreswende kontinuierlich schwächer, obwohl man in den letzten 17 Runden kein einziges Mal zu Hause verlor. Dafür schaffte man auswärts auch nur  einen einzigen Sieg, ein 2:0 bei Wiener Neustadt. Der Punkteschnitt insgesamt sank von 1,95 Zählern pro Spiel auf 1,24, womit man in der Frühjahrstabelle auf Rang 7 zurückfiel.</p>
<p>Die &#8220;Big 4&#8243; taten sich allesamt eher schwer mit den Riedern. Niemand schaffte mehr als 2 Siege gegen die Gludo-Elf, die Austria gar nur einen. Red Bull konnte in 4 Partien immerhin 8 Punkte einfahren und stieg damit gegen die Innviertler am besten aus. Die Meisterschaft entschied sich aber nicht auf diesem Wege, lediglich die Austria hat Grund hier dem einen oder anderen Punkt nachzutrauern. Die Veilchen haben als einziges Team der &#8220;Großen 4&#8243; eine negative Bilanz gegen Ried. Die Oberösterreicher vollbrachten gegen die Großklubs wiederum auch keine Wunder. 5 Siege, 4 Remis und 7 Niederlagen sowie ein Punkteschnitt von 1,19 weisen Lexa &amp; Co. nicht gerade als Favoritenkiller aus.</p>
<p><strong>Fazit: Pflicht vor Kür, &#8220;braves&#8221; Sturm ist verdienter Meister</strong></p>
<p>Gegen die &#8220;Kleinen&#8221; hui, gegen die &#8220;Großen&#8221; pfui. Dazu eine eher mittelmäßige Heimbilanz vor der Winterpause. Die Blackies holten sich die Punkte dort, wo sie es von der Papierform her auch mussten. Und weil das mehr als &#8220;gut&#8221; gelang, blieben die zahlreichen Ausrutscher gegen die Großklubs letztlich ohne Folgen. Dazu war die Steigerung im Frühjahr generell beachtlich, ebenso wie die Serie zu Saisonende. Sturm musste in den letzten 7 Partien keine Niederlage mehr einstecken. Auch das ist Beständigkeit.</p>
<div id="attachment_4825" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/endtabelle.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-4825 " title="Die Schlußtabelle" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/endtabelle.jpg" alt="" width="200" height="139" /></a><p class="wp-caption-text">Die Schlußtabelle</p></div>
<p>Besonders bitter war das für die Austria, die sich im Jubiläumsjahr mit dem dritten Platz anfreunden muss. Der Weg zum Titel schien geebnet, bis man im Endspurt in eine Desaster-Serie rutschte. Eine Chance, die sich Sturm nicht nehmen ließ. Am frühesten aus dem Rennen ging der Stadtrivale Rapid. Dort wollte es das ganze Jahr über nicht richtig laufen. Die Turbulenzen um Pacult und seinen Abgang nach Leipzig taten ihr Übriges, Zoran Barisic vermochte das Ruder nicht mehr herum zu reißen. Schöttel wird es richten müssen.</p>
<p>Bleibt noch Salzburg: Auch dort sah man einen Trainer gehen. Der Abgang des mürrischen Stevens scheint sich aber positiv auf die Stimmung in der Mozartstadt ausgewirkt zu haben. Die Bullen mutierten von einer heimstarken Truppe zu einem gefürchteten Auswärtsteam. Dass ein Erfolg im Horr-Stadion am Ende Rang zwei rettete, darf da fast schon als symptomatisch durchgehen. Mutig jedenfalls die Entscheidung, den Philosophiewechsel jetzt zu vollziehen und &#8211; wohl diesem Folge leistend &#8211; den unerfahrenen Ricardo Moniz als Cheftrainer zu behalten. Für ihn wird das kommende Jahr nach der erfolgten Kaderausmistung eine Feuerprobe werden. Und wie immer gilt: In wenigen Wochen geht es wieder los, die Karten werden neu gemischt. (gp)</p>
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		<title>Junuzovic ermöglicht das Austria-Comeback</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 21:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[barazite]]></category>
		<category><![CDATA[huub stevens]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein schnelles 1:0 und dann sah Red Bull Salzburg bis zur 51. Minute wie der sichere Sieger der heutigen Bundesliga-Partie aus. In einer qualitativ hochwertigen Partie war es aber schließlich Zlatko Junuzovic, der mit seinem Ausgleichstreffer den Reset-Knopf drückte. Letztlich teilten sich Meister und Wieder-Tabellenführer die Punkte &#8211; am Ende eine gerechte Sache. Theorie und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ein schnelles 1:0 und dann sah Red Bull Salzburg bis zur 51. Minute wie der sichere Sieger der heutigen Bundesliga-Partie aus. In einer qualitativ hochwertigen Partie war es aber schließlich Zlatko Junuzovic, der mit seinem Ausgleichstreffer den Reset-Knopf drückte. Letztlich teilten sich Meister und Wieder-Tabellenführer die Punkte &#8211; am Ende eine gerechte Sache.</strong></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_4397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 339px"><strong><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/rbs-aus_1.jpg"><img class="size-full wp-image-4397" title="Red Bull Salzburg - Austria Wien (1. HZ)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/rbs-aus_1.jpg" alt="" width="329" height="473" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Red Bull Salzburg - Austria Wien (1. HZ)</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em> </em><span id="more-4394"></span></p>
<p><em><strong>Theorie und Praxis</strong></em><br />
Ein 4-4-2 hatte sich Huub Stevens da gebastelt, mit dem er die Austria im eigenen Stadion schlagen wollte. Der wieder genesene Schwede Gustaffson hütete das Tor, vor ihm verteidigten Hinteregger,  Afolabi, Schiemer und Dudic. Mit Svento, Mendes (Leitgeb war erkrankungsgeschwächt auf der Bank), Cziommer und Jantscher war die Ausrichtung in der Zentrale personell offensiv. Roman Wallner und Alan gaben am Papier die Spitzen.</p>
<p>4-1-3-2 war die magische Formel von Karl Daxbacher. Heinz Lindner im Kasten, Koch, Margreitter, Ortlechner und Suttner als Defensivabteilung, vor der Baumgartlinger aufräumen sollte. Klein war als Rechtsaussen vorgesehen, als OM betätigte sich Junuzovic zentral, auf der anderen Seite startete Liendl. &#8220;Roligol&#8221; Linz und Barazite standen als Stürmer parat. Soweit zur Theorie.</p>
<p>In der Praxis war die Formation der Salzburger oft als 4-1-3-1-1 wahrzunehmen. In der Rolle als 6er wechselten sich Cziommer und Mendes ab, zumeist blieb aber Cziommer etwas weiter hinten. Mendes hingegen begann schnell, zum Salzburger Fädenzieher im Zentrum zu werden. Cziommer gab in der Offensive brav den Nachrücker. Ähnliches bei Wallner und Alan. Gemeinsam vorne fand man beide nur selten. Zumeist brach in der Offensivbewegung nur einer in den Strafraum durch (meist Wallner), der andere postierte sich hängend als allfällige Anspielstation oder für ein Dribbling. Die Austria hingegen kam in den ersten Minuten kaum ins Spiel, weil Salzburg zeigte, was eigentlich an offensiver Stärke im Team drinsteckt, aber von Huub Stevens bislang oft unzureichend hervorgekitzelt wurde.</p>
<p>Das Ergebnis war das 1:0 in Minute 8. Ein abgefälschter Volleyschuss von Cziommer hatte das Gehäuse von Heinz Lindner noch knapp verfehlt, beim folgenden Corner hatt die Abwehr der Veilchen auf den aufgerückten Milan Dudic vergessen. Der nickte die Kugel ziemlich unbedrängt ein.</p>
<p><em><strong>Salzburg dominiert</strong></em><br />
Und dann geschah erneut etwas selten Gesehenes: Der spielerische Einbruch bei Salzburg blieb aus. Heuer ließ sich oft beobachten, wie Salzburg nach geglückter Führungohne ersichtlicher Ursache zunehmend immer defensiver und spielerisch schwächer wurde, und die spielerische Überlegenheit nach und nach verlor. Diesmal aber setzten die Bullen ihr druckvolles Spiel unvermindert fort. Spielanteile sicherte die Austria sich nur wenig, einzelne Angriffsversuche scheiterten an der gut postierten Hintermannschaft des Heimteams. Konter wurden nicht schnell genug ausgeführt und oft schon im vorderen Mittelefeld unterbrochen. Svento und Jantscher (der heute endlich einmal zu überzeugen wusste) hatten ihre Seiten im Griff, der quirlige Barazite wurde in der Mitte gut kontrolliert und Linz zeigte schlicht nicht besonders viel. Und so blieb den Gästen bis zur Pause kaum mehr übrig, als den eigenen Strafraum möglichst sauber zu halten.</p>
<p>Karl Daxbacher war das alles freilich nicht entgangen. Seine Versuche, einzelne Spieler weiter vor oder zurück zu beordern (so geschehen etwa  mit Baumgartlinger, dessen zwischenzeitlicher Einsatz als ZM aber glücklos war, weswegen er bald wieder in die DM-Rolle gesteckt wurde) hatten nicht gefruchtet, er reagierte mit einem Wechsel. Liendl, der gegen Jantscher und Dudic kaum einen Stich gelandet hatte, blieb in der Kabine. Statt ihm fand sich Stankovic am Platz wieder, der eine offensivere Interpretation seiner Rolle spielte und sich mehr in die Mitte orientierte. Eine Verstärkung, die sich &#8211; wenn auch nicht unmittelbar offensichtlich &#8211; im Laufe der Partie bezahlt machte, vorerst aber nicht bemerkbar war. Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: Red Bull machte Druck, die Austria konnte kaum mehr tun als Dagegenhalten. Dann kam die 51. Minute und Zlatko Junuzovic.</p>
<p><em><strong>Junu schlägt zu</strong></em><br />
Der erste geglückte Vorstoß dieser Spielhälfte brachte der Austria den Ausgleich. Julian Baumgartlinger passte auf den Zentral stehenden Junuzovic. Ein Zuordnungsproblem zwischen Afolabi und Schiemer hatte dazu geführteEder aus rund 20 Metern ins linke Eck. Eddie Gustaffson hatte keine Chance, den Stellungsfehler seiner Vorderleute auszubügeln.</p>
<p>Dieses Tor führte nicht nur zu einem dem Spielverlauf unangemessenen Spielstand, sondern auch dazu, dass das Spiel der Austria auf einmal Fahrt aufnahm. In gerade einmal zehn Minuten entwickelten sich die Gäste zu einem gleichwertigen Gegner. Die Freude über das 1:1 war aber nur einer der Gründe dafür. Die anderen zwei: 1. Stankovic hatte ins Spiel gefunden und machte Jantscher das Leben deutlich schwerer als Liendl &#8211; in der Defensivbewegung, wohlgemerkt.</p>
<p>Offensiv knüpfte er gut an Baumgartlinger und Junuzovic an und rückte mehr in Richtung Mitte. Dadurch erhöhte er als weitere An- und Mitspielstation die Dichte im Mittelfeld, was zu mehr Ballgewinnen in der Zentrale führte. 2. Die Zentrale der Veilchen stand im Rückwärtsgang jetzt deutlich dichter und Daxbacher hatte die Defensivreihe weiter vorrücken lassen. Das beschleunigte den Angriffsaufbau und zwang Salzburg, mehr auf die Seiten auszuweichen. Bei Salzburg wurden die Mittelfeld-Rackerer Cziommer und Mendes langsam etwas müde.</p>
<p><em><strong>Schön anzusehen</strong></em><br />
Auf langsames Rasenschach ließen sich beide Teams trotz der neuen Situation nicht ein. Und so begann das Spiel hin- und her zu wogen &#8211; Salzburg meist über die Flanken, die Austria mit mehr Fokus auf die Mitte &#8211; und erinnerte mich immerhin stellenweise an das, was man gern in der englischen Premier League zu sehen kriegt: Angriff ist die beste Verteidigung, jeder Spieler kann ein Teil davon sein.</p>
<p>Kritisch wurde es in Minute 62. In Folge einer Vorteilsituation flankte Jantscher den Ball scharf und knapp vor das Tor von Heinz Lindner. Koch wollte den Ball mit der Brust wohl stoppen und wegschlagen, doch stattdessen sprang er entgegen der Bewegungsrichtung seines Torwarts an selbigen vorbei. Lindner reagierte aber blitzartig, und schlug das Leder weg. Eindeutige Kamerabilder zu der Situation gibt es nicht, meiner Einschätzung nach war der Ball aber maximal auf Höhe der Linie und keinesfalls drüber. Der Linesman, der ebenfalls kein Eigentor gesehen hatte, dürfte also Recht haben. Große Reklamationen gegen diese Entscheidung blieben zudem aus.</p>
<p>Was das Back and Forth von der Premier League aber deutlich unterschied, war eine gewisse Planlosigkeit im Angriff. Auf beiden Seiten brauchte es Einzelaktionen (hier ein Vorstoß von Svento in den Strafraum, dort ein Dribbling von Barazite) um aus schnellen Vorstößen wirkliche gefährliche Situationen erwachsen zu lassen. Dem kam positiv entgegen, dass beide Abwehrreihen mit fortschreitender Zeit immer fehleranfälliger agierten.</p>
<div id="attachment_4398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 344px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/rbs_aus_2.jpg"><img class="size-full wp-image-4398" title="Red Bull Salzburg - Austria Wien (2. HZ)" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/rbs_aus_2.jpg" alt="" width="334" height="479" /></a><p class="wp-caption-text">Red Bull Salzburg - Austria Wien (2. HZ)</p></div>
<p><em><strong>Afolabi vergibt den Matchball</strong></em><br />
Und  so war es Schiemer, der sich in Minute 79 von Baumgartlinger foppen ließ, und diesen zu Fall brachte. Der Austrianer wäre aber vorbei und Schmier, je nach Interpretation der Lage, möglicherweise auch letzter Mann gewesen. Die Berührung war freilich keine heftige, was Schörgenhofer dazu bewog, nichts anzuzeigen. Meiner bescheidenen Meinung nach eine Fehlentscheidung, auch wenn der Austrianer nicht zwingend hätte stürzen müssen. Huub Stevens brachte nun frisches Blut, und nahm Dudic für Sekagya vom Platz. Davor warauf Seiten Salzburgs schon Leitgeb für Cziommer ins Spiel gekommen und die Austria probierte es mittlerweile mit Jun anstelle des ineffektiven Roland Linz.</p>
<p>Zwei Minuten nach der potentiellen Notbremse hatten die Hausherren den Matchball am Fuß. Wallner schaffte es am Strafraumeck gleich an zwei Gegnern vorbei, und legte für Afolabi ab. Der donnerte den Ball aus sieben, acht Metern klar am Kasten vorbei. Vorausgegangen war ein Stellungsfehler von Ortlechner.</p>
<p>Selbiger erwischte Stankovic wenige Minuten darauf mit einer ungestümen Attacke, kam aber ohne Karte davon. In Minute 90 war es Barazite, der sich mit aggressiven Nachsetzen nach einem Junuzovic-Zuspiel noch eine Ecke gegen Mendes herausholte.</p>
<p>Für die letzten paar Minuten nahm Karl Daxbacher den Arsenal-Neuzugang vom Feld und gab mit der Einwechslung von Hoheneder zu verstehen, dass er mit dem 1:1 zufrieden war. Ein erfolgloser Eckball für Salzburg, bereits nach Ablauf der drei Nachspielminuten, besiegelte dieses gerechte Ergebnis schließlich.</p>
<p><em><strong>Fazit</strong></em></p>
<p>Bundesliga sollte öfter so aussehen.  In der ersten Spielhälfte überraschten die Bullen mit einer ihrer besten Saisonleistungen, in den zweiten 45 Minuten lieferten beide Teams sich einen offenen Schlagabtausch. Gut und gerne hätte das Spiel auch einen Sieger hervorbringen können, denn zwei, drei sehr gute Torchancen fanden beide Teams auf jeden Fall vor. Zahlreiche Halbchancen und viel Bemühen beiderseits kennzeichneten einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag.</p>
<p>Mein Vergleich mit der Premier League mag überzeichnet sein, so ganz im Prinzip war das heute aber zumindest eine Light-Ausgabe des Geschehens, dass man sonst nur bei Spitzenspielen a la Manchester United vs. Arsenal London gerne zu sehen bekommt. Natürlich läuft der Inselkick noch um zwei Gänge schneller und sieht dabei noch gepflegter aus, aber das wäre dann doch ein grob unfairer Maßstab.</p>
<p>Der unerwartete Ausgleichstreffer der Austria, sowie die Hereinnahme von Stankovic, die Verdichtung des Mittelfelds und die bessere Anbindung der nach vorne gezogenen Defensivabteilung waren die Faktoren, die die Partie von der Einbahnstraße zum Schlagabtausch auf Augenhöhe führten. Der Meister aus der Mozartstadt hat gezeigt, was spielerisch in diesem Kader drinsteckt, wenngleich es Huub Stevens nicht gelungen ist, das Kräfteverhältnis der ersten Halbzeit wiederherzustellen. Man muss aber berücksichtigen, dass ihm &#8211; von Leitgeb abgesehen &#8211; auf der Bank keine Alternativen zur Verfügung gestanden waren. Ulmer ist ein Verteidiger, Hierländer hätte sich bestenfalls als Wallner-Ersatz angeboten und Boghossian ist .. eben Boghossian. Warum der Red Bull-Coach der unbeweglichen Salzsäule aus Uruguay nach wie vor Vertrauen schenkt, bleibt mir unbegreiflich.</p>
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		<title>Rapid meldet sich im Derby zurück</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/03/13/rapid-meldet-sich-im-derby-zuruck/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 18:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[rapid wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausgangssituation vor dem Wiener Derby war klar: Tabellenführer Austria hätte mit einem Sieg die schon die ganze Saison über am Rande einer Krise wandelnden Rapidler endgültig aus dem Titelrennen geworfen. Selten waren die Favoritenrollen in dieser Partie so klar verteilt. Und natürlich kam es anders. Die Aufstellungen gaben auch einen Hinweis darauf, warum die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die Ausgangssituation vor dem Wiener Derby war klar: Tabellenführer Austria hätte mit einem Sieg die schon die ganze Saison über am Rande einer Krise wandelnden Rapidler endgültig aus dem Titelrennen geworfen. Selten waren die Favoritenrollen in dieser Partie so klar verteilt. Und natürlich kam es anders.</strong></em></p>
<p><div id="attachment_4355" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/fak_scr.jpg" alt="" title="Austria Wien - Rapid Wien, Startformationen" width="410" height="590" class="size-full wp-image-4355" /><p class="wp-caption-text">Austria Wien - Rapid Wien, Startformationen</p></div><span id="more-4354"></span></p>
<p>Die Aufstellungen gaben auch einen Hinweis darauf, warum die Austria mit Selbstvertrauen oben und Rapid mit Problemen weiter unten standen. Karl Daxbacher schickte seine Mannschaft mit einem offensiv ausgerichteten 4-1-4-1 in die Partie, wobei Nachwuchsnationalspieler Dilaver den Spieleröffner und Vorstopper gleichermaßen spielen durfte. </p>
<p>Peter Pacults Gameplan sah vor, den spielerischen Qualitäten der Favoritner eine kompakte Defensive entgegenzusetzen um den Kombinationsfußball zu unterbinden. Dazu wurde auch spätestens ab der Mittellinie aggressiv attackiert. Offensiv verließ man sich auf schnelle Gegenzüge, da Prokopic etwas tiefstehend hinten mithalf, hing Solospitze Salihi allerdings oft ziemlich in der Luft. Während Steffen Hofmann (mit starker Laufleistung) eher in die Mitte zog und sich dem debüttierenden Hintermann Schimpelsberger selten anbot, versuchte die linke Seite sich in Vorstößen die Seitenlinie entlang. In der Mitte war Salihi dabei aber oft allein und schwer zu finden.</p>
<h2>Engagement ersetzt keine Präzision</h2>
<p>Das Spiel begann mit viel Engagement und hohem Tempo, vor allem die Austria fand schnell in die Partie. Nach Jun-Zuspiel versuchte Linz schon nach 5 Minuten einen Abschluss aus etwas spitzem Winkel, verschmähte dabei aber den in der Mitte mitlaufenden Barazite. Das Pressing der Favoriten machte Rapid das Leben schwer. Wenn dann auch noch aus der Defensive ein ungewohnter Mann nachrückte, gab es Troubles. So dribbelte Innenverteidiger Margreitter in der 16. Minute gleich über das halbe Feld, ehe er im Strafraum vom letztmöglichen Mann doch noch gestoppt wurde. Die Aktion war eine Folge von Dilavers guter Defensivleistung, die den Verteidigern schon mal Vorstöße erlaubte.</p>
<p>Doch schon die Erwähnung solcher Situation zeigt, dass trotz Bemühen beider Teams in der ersten Hälfte Torszenen Mangelware darstellten. Die bessere Aktion hatte die Austria (25.). Barazite rückte aus vorderer Position nach links, öffnete damit den Platz für einen Lauf von Junuzovic, den Stankovic gut erkannte und bediente. Doch Österreichs Fußballer des Jahres zeigte den Scouts auf der Tribüne im Abschluss nur ein schwaches Schüsschen. Ansonsten war das violette Spiel zu unpräzise &#8211; auch einige misslungene Flanken verärgerten das Ästhetikerauge.</p>
<p>Und Rapid? 50 Prozent Ballbesitz hatten die Hütteldorfer zwar, doch als erste nennenswerte Aktion am Notizzettel wird in der 29. Minute ein schlechter Schuss von Prokopic vermerkt, der einem haarsträubenden Fehlpass von Ortlechner folgte. Der war zum Teil eine Folge der guten Defensivarbeit, denn die Austria hatte dank dem guten Deckungsspiel der Grünen echte Probleme von hinten rauszuspielen.  Schiedsrichter Lechner hätte in der 31. Minute die Möglichkeit gehabt, diese Abwehrriegel zu brechen. Katzer kam bei einem Foul von rechts hinter seinem Gegenspieler deutlich zu spät und traf einzig dessen Knöchel. Keine böse Absicht, aber ein gefährliches Foul. Lechner begnügte sich mit einer gerade noch vertretbaren Dunkelgelben. </p>
<p>Eine Minute später setzte die Austria abermals Junuzovic ein. Der hohe Ball über die Abwehr erreichte den Nationalspieler, der nicht viel falsch machte aber an einem Fußrefex von Payer scheiterte. Rapids beste Aktion vor der Pause erlaubte die Veilchen-Hintermannschaft Pehlivan, der bis zum Strafraum dribbeln durfte, seinen Schuss aber knapp am Tor vorbeischlenzte. Kurz vor dem Halbzeitspfiff kombinierte die Austria noch einmal über die linke Seite. Junuzovic spielte Sutner frei, der vielleicht etwas zu überhastet schoss und damit den ersten Durchgang beendete. </p>
<h2>Weiter im Programm</h2>
<p>Die Trainer beließen ihre Teams wie sie waren. Zur ersten Aktion nach der Pause kam wieder die Austria. Eine Freistoßflanke von links fand zwar nur den Kopf von Soma, doch dessen Klärung misslang. Margreitter fand im Strafraum den Abzug nicht, Jun rauschte von hinten heran und nebelte den Ball in die letzten Rauchschwaden der Pyro-Trotzaktionen auf den Tribünen. Eine zweite schwierige Entscheidung traf Schiedsrichter Lechner in der 54. Minute. Margreitter erkämpfte sich den Ball, setzte Linz (sonst unauffällig) ein, der Austria-Kapitän war auf dem Weg allein auf Payer zu, als ein Abseitspfiff ihn stoppte &#8211; ich hielt ihn für falsch, doch es war ein richtiger, wie erst ausgiebige Zeitlupenstudien verrieten.</p>
<p>Nach einer knappen Stunde wollte sich auch Rapid in der zweiten Hälfte anmelden, Kulovits traf aus 20 Metern aber nur eines ganz genau: Tormann Lindner. Pacult hatte nun genug von der Harmlosigkeit seiner Trupe, nahm Prokopic vom Platz und brachte Hinum. Der rückte auf die rechte Seite und ermglichte so Hofmann, sich in der Mitte hinter Salihi zu betätigen. </p>
<p>Kurz zuvor hatte auch Drazan Gelb gesehen, womit die gesamte linke Flanke von Rapid sich in Vorsicht üben musste. Das hatte nach 62. Minuten möglicherweise fast gröbere Folgen. Junuzovic wurde zögerlich attackiert und erarbeitete sich eine Ecke. Die Flanke von dort fand den komplett freistehenden Dilaver. Sein gut platzierter Kopfball konnte vom beim Corner anm langen Eck platzierten Schimpelsberger kurz vor der Linie geklärt werden.</p>
<h2>Das Spiel öffnet sich</h2>
<p>Mit der Änderung von Hofmanns Aufgaben hatte Dilaver nun defensiv mehr zu tun. In der 64. kam er gleich einmal einen Schritt zu spät gegen die Rapid-Ikone und dessen Querpass von rechts hätte eigentlich die Höchststrafe für die Austria bedeuten müssen, doch Salihis technischer Fehler ließ den Ball am langen Eck vorbeikullern. Daxbacher brachte frische Kräfte ohne viel zu ändern, Liendl ersetzte Stankovic. </p>
<p>Und einmal durfte Lechner noch eine schwierige Entscheidung treffen. Nach einem schrecklichen Fehler von Sonnleitner legte sich Barazite sich im Sturm aufs Tor den Ball etwas zu weit vor. Der riskant herausrutschende Payer konnte den sehr beweglichen aber manchmal etwas zu ballverliebten Niederländer folglich vom Leder trennen, berührte es dabei allerdings auch außerhalb des Strafraums mit der Hand. Lechner entschied das Spiel weiterlaufen zu lassen und lag damit wohl richtig. </p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war die Leistung der Austria sicher werder bestechend noch auch nur annähernd die beste der Saison, doch das Selbstvertrauen und die spürbare Philosophie in der Mannschaft ließ im Kopf dieses Autors schon eine Lobesschrift über die Entwicklung der Veilchen entstehen. Doch die muss wohl auf ein andermal verschoben werden, denn wie schon in der Einleitung erwähnt. Es kam anders.</p>
<h2>Rapid geht in Führung</h2>
<p>Ein Freistoß in der 68. war die Ankündigung für das was noch kommen sollte. Eine gute Variante ließ Drazan flanken, Katzer scheiterte per Kopf aber noch an Lindner. Drei Minuten später: Bei einem unnötig von Dilaver verschuldeten Freistoß 30 Meter vor dem Tor hob Hofmann diesmal den Ball selbst in den Strafraum, Sonnleitner kam nicht ganz heran, irritierte aber Lindner, dessen kurze Abwehr nur bis zu Salihi kam und der bis dahin völlig in der Luft hängende und nur einmal mit einer Stümperaktion aufgefallene Stürmer erwies sich diesmal eiskalt und netzte ein. Rapid führte nach 71 Minuten in der Generali-Arena &#8211; nicht verdient, aber das wird die Hütteldorfer nicht weiter kümmern.</p>
<p>Pacult fügte seiner Mauer etwas Routine hinzu, nahm Schimpelsberger runter (seinen Platz übernahm vorerst Sonnleitner, später tauschte dieser Platz mit Katzer) um Patocka in die Innenverteidigung setzen zu können. Über die rechte Seite kamen die Gäste noch zu einer letzten Torchance (78.). Hinum brachte seinen Cross auch an den Mann. Doch diser Mann war Salihi und der verzog aus vielversprechender Position.</p>
<p>Danach war der nur kurz währende Offensivarbeitstag bei Rapid beendet. In der Schlussphase musste natürlich auch nur die Austria unbedingt scoren. Es kam Tadic für den sichtbar müde gewordenen Barazite. Der hatte vorerst aber noch nichts damit zu tun, dass Jun in der 79. Minute einen weiteren Pflichttreffer vernebelte. Der Tscheche wurde bei einem Einwurf völlig allein gelassen, drang nach unfreiwilliger Verlängerung des Balles durch Kulovits unbelästigt in den Strafraum von Rapid ein, fand sich vor Payer wieder und schmiss die nerven weg. </p>
<p>Fünf Minuten später setzte Tadic sich auf der linken Seite durch, brachte den Ball auch zur Mitte, doch zahlreiche Austrianer verpassten ihn, ehe Kulovits ausputzen konnte. Rapids hervorragende Fitness bewies sich in weiterer Folge daran, dass die Gäste mit aggressivem Forechecking die Gastgeber entnervten. Deren Mittelfeld begann auch viel zu früh damit, vorne auf Bälle zu warten, statt hinten weiter ruhigen Spielaufbau zu betreiben. Und so kamen die Favoritner am Ende auch zu keinen weiteren Chancen und einer empfindlichen Derbyniederlage vor Heimpublikum.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Austria scheiterte als eigentlich spielbestimmende Mannschaft über weite Strecken an einem Mangel an Präzision. Die gut stehende Rapidabwehr ließ den Gastgebern das nicht durchgehen und auf diese Weise lange keine Chancen zu. Wenn es doch zu einer Austria-Chance kam, hielt Payer was zu halten war und verschossen die Veilchen, was unmöglich zu verschießen war. </p>
<p>Neben neuen Hoffnungen auf ein Eingreifen im Titelkampf gab es auch ein zusätzliches Siegerzuckerl für Rapid : Der Erfolg stieß die violetten Rivalen auch von der Tabellenspitze. Bei gleicher Tordifferenz ist Sturm dank mehr erzielten Toren nach der 25. Runde an der Spitze. Fünf Mannschaften können in den verbleibenden 11 Runden noch meister werden. (tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4354&amp;md5=b484541df02178300a6b92f81cd76c3b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Playoff: Die Europapokal-Gegner der Österreicher</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 12:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Rapid]]></category>
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		<description><![CDATA[Der in Europa als FC Salzburg bekannte österreichische Meister trifft in der Playoff-Runde der Champions League auf Hapoel Tel-Aviv. Das erste Spiel bestreiten die Salzburger zuhause. Austria Wien bekam als gesetzte Mannschaft Aris Thessaloniki zugelost und fährt im ersten Spiel des Europa League-Playoffs nach Griechenland. Sturm Graz zog eine Mischung aus Horror- und Traumlos. Juventus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der in Europa als FC Salzburg bekannte österreichische Meister trifft in der Playoff-Runde der Champions League auf Hapoel Tel-Aviv. Das erste Spiel bestreiten die Salzburger zuhause.</p>
<p>Austria Wien bekam als gesetzte Mannschaft Aris Thessaloniki zugelost und fährt im ersten Spiel des Europa League-Playoffs nach Griechenland.</p>
<p>Sturm Graz zog eine Mischung aus Horror- und Traumlos. Juventus Turin wird im Hinspiel empfangen. Ein sehr schwarz-weißes und sehr volles Stadion ist zu erwarten, das Ausscheiden wohl auch einzukalkulieren.</p>
<p>Rapid Wien muss das unwahrscheinliche Kunststück des Vorjahres wiederholen und Aston Villa aus dem Bewerb schießen. Wieder findet das erste Spiel in Hütteldorf statt.</p>
<p>Wer schaffts, wer scheitert?</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=2532&amp;md5=233fcdbb2e96eafd70c04893d3f98a65" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ballverliebt kürt den Meister der Nullerjahre</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 23:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Austria Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Unzählige Rückblicke und Statistiken begegnen uns momentan in den Medien zum in diesen Tagen auslaufenden Jahrzehnt, den Nullerjahren. Für Ballverliebt bin ich daher der Frage nachgegangen, welcher österreichische Verein sich mit dem inoffiziellen Titel &#8220;Meister der Nullerjahre&#8221; schmücken darf. [ad#bv_test]Dafür galt es zuerst die Frage nach dem Entscheidungskriterium für die Kür des Meisters der Nullerjahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unzählige Rückblicke und Statistiken begegnen uns momentan in den Medien zum in diesen Tagen auslaufenden Jahrzehnt, den Nullerjahren. Für Ballverliebt bin ich daher der Frage nachgegangen, welcher österreichische Verein sich mit dem inoffiziellen Titel &#8220;Meister der Nullerjahre&#8221; schmücken darf.<span id="more-1741"></span></p>
<p>[ad#bv_test]Dafür galt es zuerst die Frage nach dem Entscheidungskriterium für die Kür des Meisters der Nullerjahre zu klären. Wäre dieser jener Verein mit den meisten Meistertiteln, so wäre die Frage im Nachhinein betrachtet schon nach den ersten drei Jahren dieses Jahrzehnts beantwortet gewesen: Drei Mal en suite holte sich der FC Tirol Innsbruck in den Jahren 2000, 2001 und 2002 den Meistertitel und konnte damit den Meisterteller öfters als die zweifachen Meister der Nullerjahre Austria Wien (2003, 2006), Rapid Wien (2005, 2008) und Red Bull Salzburg (2007, 2009) sowie der einmalige Meister GAK (2004) in die Höhe stemmen.</p>
<p>Eine Kuriosität am Rande: Die Nullerjahre weisen damit mit fünf unterschiedlichen Meistern nicht nur genauso viele unterschiedliche Meister wie die vorangegangenen Neunzigerjahre auf, diese kommen sogar aus denselben Städten: Innsbruck, Austria Wien und Rapid Wien holten in beiden Jahrzehnten die Meisterteller nach Wien bzw. Innsbruck, während in den Neunzigerjahren noch die SV Austria Salzburg für die Mozartstadt und der SK Sturm Graz für die Murstadt die Titel holten. Mit Austria Wien und Austria Salzburg gab es in den Neunzigerjahren außerdem gleich zwei Dreifachmeister, während in den Nullerjahren mit dem FC Tirol nur noch einem Verein der Titelhattrick gelang.</p>
<p>Eben jener FC Tirol ging bekannterweise nach dem dritten Meistertitel der Nullerjahre endgültig in Konkurs und musste in die Regionalliga zwangsabsteigen. Selbiges Schicksal erfuhr auch der GAK als nach einem auf Pump finanzierten Meistertitel inklusive Europacupabenteuer wenig später ebenfalls der Gang in die dritte Leistungsstufe anstand. Während hier vier Meistertitel mit Schulden finanziert wurden, wurden anderorts vier Meistertitel von millionenschweren Mäzenen erkauft: Austria Wien und Red Bull Salzburg errangen dank Stronach und Mateschitz je zwei Mal den begehrten Teller. Würde man also die Frage nach dem Meister der Nullerjahre dahingehend stellen, wer die meisten nicht mit Schulden oder Mäzenen erkauften Titel einheimste, so blieben nur mehr die zwei Meistertitel des SK Rapid übrig.</p>
<p>Ich habe für die Kür des Meisters der Nullerjahre jedoch eine andere Vorgehensweise gewählt, indem ich sämtliche Spiele dieses Jahrzehnts der höchsten österreichischen Spielklasse in eine (um Lizenzschacher bereinigte) Gesamttabelle einfließen ließ. Diese begann mit der 23. Runde der Saison 1999/2000 vom 3.-5. März 2000 und endete mit der 19. Runde der aktuellen Saison 2009/10 vom 11.-13. Dezember 2009. Sie umfasst demnach 357 Runden und kürt weder den FC Tirol noch den SK Rapid sondern die Wiener Austria mit 602 Punkten zum Meister der Nullerjahre. Gratulation nach Wien-Favoriten!</p>
<p>Insgesamt 19 Vereine belebten in den Nullerjahren die österreichische Bundesliga, von den 602 Punkten der Wiener Austria bis hin zu den bescheidenen 2 Punkten der Lustenauer Austria reichte das Spektrum. Interessant ist ein Blick auf die Top-10: Ein Wiener Doppelpack vor einem Grazer Doppelpack unterstreicht die Vorherrschaft dieser beiden österreichischen Fußballmetropolen in den Nullerjahren. Mit je zwei Vereinen aus Wien, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg sowie je einem Verein aus Tirol und dem Burgenland sind sechs der neun Bundesländer unter den zehn besten Teams vertreten. Die Vertreter Vorarlbergs, Kärntens und Niederösterreichs folgen erst auf den weiteren Plätzen.</p>
<p>Wirft man einen Blick auf die Punkte pro Spiel, so liegt der in der Saison 2005/06 mit Mateschitz-Millionen in die Bundesliga gestartete FC Red Pull Salzburg mit einem Punkteschnitt von 1,93 klar an der Spitze. Mit Respektabstand folgen Austria Wien mit 1,69, Rapid Wien mit 1,65 und der SV Pasching mit 1,57 Punkten pro Spiel. Dieser Spitzenplatz bringt den Salzburger Bullen jedoch ebensowenig wie jener ruhmlose Titel, den sich schlussendlich noch Austria Wien und Innsbruck teilen: Mit je vier unterschiedlichen offiziellen Namen teilen sie sich als FK Austria Memphis, FK Austria Memphis Magna, FK Austria Magna und FK Austria Wien bzw. FC Tirol Milch Innsbruck, FC Tirol Innsbruck, FC Wacker Tirol und FC Wacker Innsbruck den innoffiziellen Titel der Namenschamäleons der Nullerjahre. Sogar die Bundesliga selbst konnte da mit nur drei unterschiedlichen Bezeichnungen nicht mithalten, wenngleich zu hoffen wäre, dass die doppelt namensgesponserte &#8220;tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile&#8221; ein Relikt der Nullerjahre bleiben möge…</p>
<p>In diesem Sinne und mit der Hoffnung auf ein spannendes neues Bundesliga-Jahrzehnt, in dem die Meister zur Abwechslung vielleicht auch mal wieder SV Austria Salzburg, First Vienna FC, LASK oder SK Sturm Graz heißen mögen, sende ich eine nochmalige abschließende Gratulation an die Wiener Austria zum inoffiziellen Meister der Nullerjahre!</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/nullerjahre.png"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/nullerjahre.png" alt="" title="Meister der Nullerjahre" width="542" height="355" class="alignnone size-full wp-image-1742" /></a></p>
<p><em>Gastartikel von Andreas Lindinger</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1741&amp;md5=f0ca3bd33e60578aed56e82c6367b49e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ballverliebter Podcast #1: Europa League</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 04:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
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		<description><![CDATA[Georg und ich haben uns in einer nächtlichen Aktion zusammengesetzt und einen Podcast zusammengestellt. Thema: Die Beteiligung der österreichischen Klubs an der ersten Runde der Europa League-Gruppenhphase. Wir geben einen kurzen Ausblick auf alle vier heutigen Spiele und die dazu passenden Gruppen: Rapid gegen den HSV, Sturm gegen Bukarest, Bilbao gegen die Austria und Lazio [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Georg und ich haben uns in einer nächtlichen Aktion zusammengesetzt und einen Podcast zusammengestellt. Thema: Die Beteiligung der österreichischen Klubs an der ersten Runde der Europa League-Gruppenhphase. Wir geben einen kurzen Ausblick auf alle vier heutigen Spiele und die dazu passenden Gruppen: Rapid gegen den HSV, Sturm gegen Bukarest, Bilbao gegen die Austria und Lazio gegen Salzburg. Auch <a href="http://ballverliebt.eu/2009/09/17/groses-europa-league-gewinnspiel-signierte-salzburg-trikots/">unser großes Gewinnspiel</a> wird kurz erwähnt. Es ist ein erster Versuch und etwas kurzfristig entstanden, soll aber jetzt regelmäßig stattfinden. Um es besser zu machen brauchen wir natürlich Feedback. Falls ihr also Anregungen oder Kritik habt, immer her damit. Und wenn es euch gefällt, empfehlt das Ding weiter!</p>
<p>Ihr findet den Podcast als <a href="http://www.ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BVCast1.mp3"><strong>Direktdownload unter diesem Link</strong></a> (31 mb, 22:37 @ 192 kBit), da es uns derzeit technisch nicht möglich ist, ihn anders einzubinden.<span id="more-1468"></span></p>
<p>Die Hintergrundbeschallung ist freie Musik von <a href="http://jamendo.de">Jamendo</a>:<br />
Fresh Body Shop &#8211; My Artificial Sun<br />
Savium &#8211; Animus Girl<br />
Denis Richard &#8211; Kyrielle<br />
Steve Allen &#8211; Russian Roulette<br />
The Persephone &#8211; Contemplations<br />
Cherrycoke &#8211; Red<br />
Paolo Pavan &#8211; Looking For A Way Out</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1468&amp;md5=56cf1a0d34fbfe4556013eec2180e081" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Europa League: Die Chancen des Quartetts (Update)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 01:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ehrlich, ich war schon begeistert, das sämtliche 4 Europacup-Vertreter aus der heimischen Bundesliga es in die letzte Runde der CL- bzw. EL-Quali geschafft haben. Das alle auch jetzt noch dabei sind, verblüfft mich durchaus. Wann gabs das zum letzten Mal, das alle rot-weiß-roten Vertreter nach den Qualifikationsspielen noch im Bewerb waren? Gabs das überhaupt einmal? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ehrlich, ich war schon begeistert, das sämtliche 4 Europacup-Vertreter aus der heimischen Bundesliga es in die letzte Runde der CL- bzw. EL-Quali geschafft haben. Das alle auch jetzt noch dabei sind, verblüfft mich durchaus. Wann gabs das zum letzten Mal, das alle rot-weiß-roten Vertreter nach den Qualifikationsspielen noch im Bewerb waren? Gabs das überhaupt einmal?</p>
<p>Das waren übrigens meine Schätzungen nach den Hinspielen, in Klammern dabei stehn die Beurteilungen von Kollegen Schaffer:</p>
<p><strong>Aston Villa &#8211; Rapid Wien</strong>: 55:45 (65:35)</p>
<p><strong>Metallist Kharkiv &#8211; Sturm Graz: </strong>65:35 (50:50)</p>
<p><strong>Austria Wien &#8211; Metallurg Donetzk:</strong> 70:30 (70:30)</p>
<p><strong>Maccabi Haifa &#8211; FC Salzburg:</strong> 80:20 (&#8220;Salzburg ist fix in der EL&#8221;)</p>
<p>Dem vernehmen nach also ein prognostisches Unentschieden. Aber nun zu Wichtigerem, der kurzen Nachbetrachtung und einem Blick in die Zukunft:</p>
<p><span id="more-1428"></span></p>
<p>Heute war zum wiederholten Male etwas zu sehen, was bisher fast immer eine einmalige Ausnahmeerscheinung war. Kampfgeist, insbesondere im Rückstand. Die Austria hatte sich zweimal in ein Unentschieden zurückgefightet und in der Nachspielzeit noch gesiegt. Und das obwohl der Gegner spielerisch überlegen war, wie auch Coach Daxbacher einzugestehen wusste. Rapid verlor das Spiel zwar, trotzte aber einem 0:2 Rückstand und machte das rettende Auswärtstor. Zudem gab die Offensive den Gastgebern aus der Premier League über weite Strecken gut Gas. Und wären Hofmann und Jelavic nur ein bisschen abgebrühter, dann hätte Rapid mit zwei Toren mehr die letzten Minuten nicht mehr um den Aufstieg zittern müssen. (Bedenkt man die Hundertprozentige auf der Gegenseite, so wäre dieses Spiel 3:3 ausgegangen).</p>
<p>Wo wir gerade dabei sind: Beflügelt von diesem Kampfgeist entblösste sich keiner der drei heute spielenden Klubs mit feigem Verstecken in der eigenen Hälfte. Zumindest die Ausgangssituation bei den Wiener Klubs hätte das theoretisch zugelassen. Und es ist ja nicht so, als wäre das in der Vergangenheit nie so gehandhabt worden &#8211; im Gegenteil. Bei den eben Angesprochenen zeigte sich auch ganz deutlich, das eine dynamische Offensivabteilung eine schwache Abwehr &#8220;ausmerzen&#8221; kann. Die Tore die man reinkriegt, schiesst man selbst, quasi.</p>
<p>Denn: Weder bei <strong>Grün-Weiß</strong> noch bei Violett bekleckerte die Abwehr sich mit Ruhm. Mit seinem ungestühmen Vorgehen birgt ein Andreas Dober z.B. einiges Risiko für das weitere Wohlergehen der Pacult-Truppe. Man stand hinten zwar meist gut, war aber technisch und im Zweikampf zu krass unterlegen um souverän zu verteidigen.Drazan könnte sich heute weiter in die Augen diverser Scouts gespielt haben und dem kürzlich nach Napoli gewechselten Erwin Hoffer ins Ausland folgen. Für Rapids Angriff ist er derweil in der Gruppenphase ein wichtiger Baustein, der historische Erfolg gegen Aston Villa sollte ohnehin eine Riesenmotivation sein. Dober und Co. bleiben aber die Schwachstellen. <em><strong>Gruppengegner: </strong>Hamburger SV, Celtic Glasgow, Hapoel Tel Aviv<strong> &#8211; Aufstiegschance: 25%</strong></em></p>
<p>Bei den <strong>Veilchen</strong> wiederum fehlte es beinahe immer an der Organisation &#8211; beispielgebend dafür ist der Hergang des 2:1 für Donetzk. In der Gruppenphase werden solche Defizite effizienter ausgenutzt werden. Dabei könnte mit besserer Kommunikation und intelligenterem Stellungsspiel dieses Manko minimiert werden. Der Angriff ist mir wiederum zu unberechenbar für eine Prognose. Weil man in den letzten zwei Runden jeweils in die Nachspielzeit musste, darf man davon ausgehen, dass es die Austria sehr schwer haben wird. Einen großen Vorteil hat man allerdings: Als einziges Team findet man sich im Lostopf 2, alle übrigen im Vierten.<em> <strong>Gruppengegner:</strong> Werder Bremen, Athletic Bilbao, CD Nacional &#8211; </em><em><strong>Aufstiegschance: 30%</strong></em></p>
<p>Bei <strong>Sturm</strong> war heute etwas die Luft draussen, das Spiel fehleranfällig. Da Kharkiv trotz aller Bemühungen ein wirklich gutes Offensivrezept fehlte, reichte heute Beichlers kalte Schnauze. Der schoss damit den ukrainischen Verein im Alleingang ab, denn schon der Führungstreffer in Graz ging auf sein Konto (Geiches gilt übrigens auch für den Rapidler Nikica Jelavic, der sowohl das 1:0 in Wien als auch das 2:1 in Birmingham schoss). Für die kommenden Monate braucht die Foda-Elf vor allem Stabilität. Mit der Kaderdichte ist das aber leichter gesagt als getan.<em><strong> Gruppengegner:</strong></em><strong> </strong><em>Panathinaikos Athen, Galatasaray Istanbul, Dinamo Bukarest</em><strong> </strong><em><strong>- Aufstiegschance: 35%</strong></em></p>
<p>Kurios, das ausgerechnet die Mannschaft mit dem geringsten &#8220;Ösi-Anteil&#8221; die mir so lange gewohnten &#8220;Tugenden&#8221; pflegte. War der <strong>FC Salzburg</strong> daheim noch einigermassen bemüht, so hatte man beim 0:3 auswärts nie das Gefühl, das Team würde ernsthaft an die Chance des Aufstiegs glauben. Diese recht destruktive Einstellung wurde von Huub Steves mit einer Angsthasentaktik auch noch bestätigt. Aber gut: Die EL-Gruppenphase bietet dem österreichischen Meister die Gelegenheit zur Rehabilitierung (und damit ist nicht zwingend der Aufstieg gemeint). Dazu ist der Kader allemal gut genug. <em><strong>Gruppengegner: </strong>Villareal, Lazio Rom, Levski Sofia &#8211; </em><em><strong>Aufstiegschance: 20%</strong></em></p>
<p><strong>Gesamtprognose: </strong>Mit ein wenig Losglück sehen wir vielleicht einen oder zwei Klubs auch nach den Gruppenspielen, und damit nach der Winterpause wieder. Auch das gabs schon ein paar Jahre nicht mehr. Genauer gesagt seit 4 Jahren, zuletzt <a href="http://www.news.at/articles/0514/204/109132/1-1-fc-parma-austria-wien-chancen-verwertung" target="_blank">schaffte das die Wiener Austria 2005</a> im UEFA Cup.</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Nach der heutigen Auslosung der Gruppen werde ich die Chancen-Prozent in einem Update präzisieren. Ihr seid aber auch jetzt schon eingeladen, eure eigenen Einschätzungen in den Kommentaren zu hinterlassen.</span></p>
<p><strong>Update: </strong>Am ehesten könnte es wohl Sturm und der Austria gelingen, für eine Überraschung zu sorgen. Für Rapid könnte sich mit viel Glück durchmogeln, Salzburg ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit raus.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1428&amp;md5=aea07782ce9cd5ecfc7a5c403927ef1e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Unsympathisch&#8221;</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/05/25/unsympathisch/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 17:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing & PR]]></category>
		<category><![CDATA[1860 münchen]]></category>
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		<category><![CDATA[baumgartlinger]]></category>
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		<description><![CDATA[Matthias Hattenberger ist Fußballer. Seit der Saison 2008/09 kickt er bei der Wiener Austria, von wo er nach den Stationen Wörgl, Kärnten und zuletzt Wacker Innsbruck dazustieß. Nächste Runde hat er seine erste Saison als Mittelfeldspieler für die Violetten hinter sich. Doch Hattenberger schreibt auch, nämlich Kolumnen auf sportnet.at. Unter dem Titel &#8220;Wer ist Baumgartlinger?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1362" title="hattenberger" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/hattenberger.png" alt="hattenberger" width="600" height="233" /></p>
<p>Matthias Hattenberger ist Fußballer. Seit der Saison 2008/09 kickt er bei der Wiener Austria, von wo er nach den Stationen Wörgl, Kärnten und zuletzt Wacker Innsbruck dazustieß. Nächste Runde hat er seine erste Saison als Mittelfeldspieler für die Violetten hinter sich. Doch Hattenberger schreibt auch, nämlich Kolumnen auf sportnet.at. Unter dem Titel &#8220;Wer ist Baumgartlinger?&#8221; erzählte er da am 22. Mai von der 0:4 Pleite beim LASK und seinen Erwartungen für das mittlerweile gewonnene Cupfinale gegen die Admira. Und er schilderte seine Gedanken zur Transferpolitik seines Klubs, genauer gesagt zum österreichischen U21-Kicker Julian Baumgartlinger. Titel: &#8220;Wer ist Baumgartlinger?&#8221;</p>
<p><span id="more-1361"></span></p>
<p>Das las sich so:</p>
<blockquote><p><strong>Baumgartlinger keine Verstärkung</strong><br />
(&#8230;)<br />
Zuguterletzt will ich auch noch auf die aktuelle Austria-Transferpolitik eingehen. Ich kann sie zwar nicht beeinflussen. Doch wer ist Julian Baumgartlinger? Der soll sich einmal bei mir vorstellen. Er ist für die Austria keine Verstärkung. Die Spieler, die auf meiner Position im defensiven Mittelfeld besser wären als ich, kann sich die Austria nicht leisten. Wenn ich fit bin, helfe ich der Mannschaft immer weiter. Ich räume defensiv ab und bin mit meinen Kopfbällen auch in der Offensive gefährlich.</p></blockquote>
<p>Dank des Google Cache ist <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:wlk6qsHxjI0J:www.sportnet.at/channel.aspx%3Fcid%3D1968e9dc-57c9-4056-8ed2-24762ab7b6b0%26aid%3D2a1147d2-8881-4dab-aa54-36e08188bcfb+kolumne+hattenberger+wer+ist+baumgartlinger&amp;cd=3&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;gl=at&amp;client=firefox-a" target="_blank">diese Version</a> derzeit noch abrufbar. Kurz nach Erscheinen schwappte eine kleine Welle der Empörung durchs Netz, &#8220;arrogant&#8221;, &#8220;größenwahnsinnig&#8221; und &#8220;unsympathisch&#8221; waren die dominierenden Adjektive, die in verschiedensten Kommentaren auftauchten.</p>
<p>Heute heisst der Artikel <a href="http://www.sportnet.at/channel.aspx?cid=1968e9dc-57c9-4056-8ed2-24762ab7b6b0&amp;aid=2a1147d2-8881-4dab-aa54-36e08188bcfb" target="_blank">&#8220;Mit Herz zum Titel&#8221;</a>, der oben zitierte Teil fehlt völlig und wurde mit einem Absatz weiterer &#8220;ich will Cupsieger werden&#8221; Gedankengänge ersetzt. Von der Änderung des Textes ist nichts vermerkt, Hattenberger hat sein Image aber auch in dem kurzen Zeitraum erfolgreich angekratzt.</p>
<p>Und dann hat ihn auch das Schicksal eingeholt: Heute erhielt Julian Baumgartlinger <a href="http://www.sportnet.at/channel.aspx?cid=1968e9dc-57c9-4056-8ed2-24762ab7b6b0&amp;aid=2a1147d2-8881-4dab-aa54-36e08188bcfb" target="_blank">einen Dreijahresvertrag</a> von Austria Wien. Er wird sich wohl bald vorstellen kommen.</p>
<p><em>Fotoquelle: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Matthias_Hattenberger_-_FK_Austria_Wien.jpg&amp;filetimestamp=20090424113817" target="_blank">Wikipedia</a></em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1361&amp;md5=c2935fea5a2a9fd72200e181b67abc84" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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