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	<title>Ballverliebt &#187; altach</title>
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		<title>Machtdemonstration gegen Kühbauer</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 21:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wacker Innsbruck zeigt&#8217;s: Auch als Aufsteiger kann man in der Bundesliga eine gute Figur machen. Die letztes Jahr knapp Geschlagenen, Altach und die Admira, enteilen dieses Jahr der Zweitliga-Konkurrenz in Riesenschritten. Vor allem Altach konnte in diesem Spiel zeigen, warum. Man würde in dieser Form in der Bundesliga kaum schlechter dastehen als Innsbruck. Wie nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wacker Innsbruck zeigt&#8217;s: Auch als Aufsteiger kann man in der Bundesliga eine gute Figur machen. Die letztes Jahr knapp Geschlagenen, Altach und die Admira, enteilen dieses Jahr der Zweitliga-Konkurrenz in Riesenschritten. Vor allem Altach konnte in diesem Spiel zeigen, warum. Man würde in dieser Form in der Bundesliga kaum schlechter dastehen als Innsbruck.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_3282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/altadm.png"><img class="size-full wp-image-3282 " title="altadm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/altadm.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Altach - Admira 4:0</p></div>
<p><span id="more-3281"></span>Wie <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/09/wo-geschrumpft-nicht-gesund-geschrumpft-heist/">nicht anders zu erwarten war</a>, sind in der zweiten Liga, die (eher un-)sinningerweise Erste Liga heißt, die Admira und Altach der Konkurrenz um Lichtjahre voraus. Die Admira von Trainer Didi Kühbauer hatte zwischenzeitlich schon einen recht erklecklichen Vorsprung, der in den letzten Wochen immer immer mehr zusammen geschrumpft war. Am 20. von 36 Spieltagen, dem vorletzten vor der Winterpause, kam es zum dritten direkten Duell in dieser Saison (zuvor gab&#8217;s einen 3:2-Heimsieg der Admira und ein 3:3 in Altach).</p>
<p>Diesmal übernahm das Team aus Altach sofort die Kontrolle, vor allem die rechte Angriffsseite mit dem nach vorne sehr fleißigen Lienhart und dem schnellen und trickreichen Amerikaner Joshua Gatt bohrten die Admira-Schwachstelle Laudanovic mit extrem viel Nachdruck an. Zudem funktionierte zu Beginn die Abseitsfalle der Admira überhaupt nicht, was immer wieder gefähliche Situationen für Keeper Hans-Peter Berger herauf beschwor. Und letztlich fiel aus genau so einer Situation das 1:0 für Altach (16.) durch Matthias Koch. Ein Zwischenstand, der hochverdient war, weil die Admira im defensiven Mittelfeld keinerlei Kontrolle hatte, sich kaum befreien konnte und von Altach überfahren wurde (von einer Chancen in der 9. Minte abgesehen).</p>
<p>Vor allem eben auch deshalb, weil sich Patrik Jezek vor Laudanovic nicht um dessen Probleme scherte. Der Tscheche selbst war in der Offensive aber auch abgemeldet. Kam er an den Ball, wurde er von Lienhart und Gatt bzw. nach der Flügelrochade Schütz konsequent gedoppelt und war komplett abgemeldet. Überhaupt konnte die Admira im ganzen Spiel nur zehn Minuten wirkliche Vorteile für sich Verbuchen &#8211; als sich nämlich Altach nach dem Führungstreffer etwas zu weit zurück lehnte. Hier schob die komplette Mannschaft von Coach Didi Kühbauer weiter nach vorne und bekam die Partie sofort wesentlich besser in den Griff. Der Ausgleich gelang aber trotz zwei, drei tollen Chancen nicht &#8211; und als Altach dann das Tempo wieder anzog, war das selbe Bild zu sehen wie vor dem 1:0.</p>
<p>Gatt und Schütz hatten die Seiten gewechselt, und es dauerte eben einige Minuten, bis sich Schütz akklimatisiert hatte. Danach drehte er Laudanovic aber ähnlich auf links wie Gatt zuvor. Die Admira hatte im zentralen Mittelfeld zwar kein wirkliches numerisches Übergewicht &#8211; hier stand es zwei gegen zwei, da Hopfer deutlich weiter hinten stand. Er spielte aber auf einer Höhe mit dem Admira-Sturmduo Sulimani/Topcagic. Woraus deutlich wird: Die Admira stand viel zu tief. Auf der rechten Abwehrseite machte Gernot Plassnegger zwar defensiv einen Top-Job, nach vorne kam vom Routinier aber überhaupt nichts. Und weil Pusic kurz vor der Pause das 2:0 erzielen konnte, ging Altach mit einem schon beruhigenden Vorsprung in die Kabine.</p>
<p>Wo Didi Kühbauer aber nicht seine große Schwachstelle Laudanovic auswechselte, sondern Daniel Toth aus dem zentralen Mittelfeld draußen ließ &#8211; dieser brachte Koch nicht unter Kontrolle. Für ihn kam Cemernjak, der einen echten Sechser spielte. Was aber nichts brachte, weil er vor sich nur noch eine Anspielstation hatte (Schachner), und ansonsten nur Pässe auf die Seiten blieben. Zumal die Admira kurz nach Wiederanpfiff den nächsten Tiefschlag hinnehmen musste: Torhüter Berger konnte einen Schuss nicht festhalten, Pusic staubte zum 3:0 ab. Das war die endgültige Entscheidung.</p>
<p>Jetzt erst, mit einem Drei-Tore-Rückstand, schwang sich René Schicker im rechten Mittelfeld der Admira auf, das Spiel nun etwas in die Hand zu nehmen. Brachte aber nichts. Nach einer Stunde, einmal mehr hatte Laudanovic geschlafen, erzielte Altach durch Gatt sogar das 4:0. Eine Demütigung. Auf die Kühbauer nun doch reagierte und auf Schadensbegrenzung umschaltete. Windbichler kam als Sechser für den weitgehend abgemeldeten Stürmer Topcagic, es wurde ein 4-1-4-1. Am Spielstand änderte sich aber bis zum Schlusspfiff nichts mehr</p>
<p>Fazit: Abgesehen von zehn schlechten Minuten nach dem Tor zum 1:0 war dieses Spiel eine absolute Machtdemontration von Altach und vor allem in der ersten Halbzeit, als die Admira phasenweise noch gut mitspielen konnte, ein Spiel auf deutlich höherem Niveau als mindestens drei Viertel der Bundesliga-Spiele. Es ist kein Zufall, dass der Tabellendritte Austria Lustenau schon 13 Punkte Rückstand auf das Spitzenduo hat &#8211; Altach führt nach diesem Spiel die Liga mit einem Tor Vorsprung an.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3281&amp;md5=388447de43230daf4c7c90a6365b1166" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wo &#8220;geschrumpft&#8221; nicht &#8220;gesund geschrumpft&#8221; heißt</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 12:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch. Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch.<span id="more-2445"></span><br />
</em></strong></p>
<p>Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also nicht mehr dabei. Wer sich allerdings davon einen Sprung in Sachen Attraktivität und Zuschauerzahlen erhofft, wird sich schon bald mit der großen Ernüchterung konfrontiert sehen. Mit Wacker Innsbruck ist der mit Abstand attraktivste Klub aufgestiegen, aus der Bundesliga kam keiner runter (Austria Kärnten und so), nach dem Abstieg von Dornbirn fallen auch einige Ländle-Derbies weg und dass Grödig rein von den Zuschauerzahlen der legitime Nachfolger der Jungbullen werden kann, hat der Salzburger Vorstadtklub ja schon in der vorletzten Saison gezeigt.</p>
<p>Zudem steht die Liga auch finanziell auf dünnen Beinen. Nach dem Ausstieg von ADEG wurde kein neuer Liga-Sponsor gefunden &#8211; keine Überraschung, wer will auch mit einem derart unattraktiven Produkt in Verbindung gebracht werden, noch dazu in Zeiten der Wirtschaftskrise. Wie Vereine wie etwa Gratkorn (die Steier haben noch im Winter die halbe Stammformation via Klub-Homepage feilgeboten) die Lizenz ohne Auflagen bekommen haben können, darf durchaus als Rätsel durchgehen. Außerdem haben immer noch diverse Einzelpersonen &#8211; Trenkwalder bei der Admira, Haas bei Grödig, Riegler in Wolfsberg &#8211; in ihren Vereinen das finanzielle Sagen und diese könnten bei Launen ihrer Eigner schnell auch in Turbulenzen kommen.</p>
<p>Bei so viel Negativem ist es allerdings erfreulich, dass die überwiegende Mehrherit der Vereine zumindest dem Leitspruch &#8220;Heute für Morgen&#8221; durchaus umsetzen. Der Altersschnitt in der abgelaufenen Saison betrug 24,2 Jahre. Dieser wird durch den Wegfall der beiden Reserven zwar ein wenig ansteigen, doch ist diese Liga längst kein Sammelbecken für ausrangierte alte Herren mehr &#8211; mit Toni Ehmann, Vladimir Janocko und Ernst Dospel haben wieder einige die österreichische Fußballbühne zumindst als Aktive wohl für immer verlassen.</p>
<p>Vor allem die <em><strong>Admira</strong></em> hat sich ja zuletzt als letztes Refugium dieser Spieler verstanden. Nach dem zweiten verpassten Aufstieg in Folge sollen nun jüngere, hungrigere Akteure den Aufstieg schaffen. Und das Team von Coach Didi Kühbauer (39) darf zweifelos als Favorit gelten, von sportlichem Ballast befreit lief es ja schon im Endspurt der vergangenen Saison hervorragend. Hauptkonkurrent der Südstädter wird <em><strong>Altach</strong></em> sein: Schon in der abgelaufenen Saison waren die Vorarlberger wesentlich näher am Titel dran, als viele das der Mannschaft von Adi Hütter (40) zugetraut hatten. Sein Kader blieb in weiten Teilen zusammen, einem Titelrennen der beiden früheren Nationalteam-Kollegen sollte nicht viel im Wege stehen.</p>
<p>Auch auf den folgenden Plätzen dürfte sich das Kräfteverhältnis seit der abgelaufenen Saison kaum verändern. In <em><strong>St. Pölten</strong></em> holte Coach Martin Scherb (41) nur zwei echte Neuzugänge, wie gewohnt werden die diesmal doch recht zahlreichen Abgänge wieder mit Talenten aus der eigenen Akademie aufgefüllt. Langsam aber sicher sollte sich das jüngste verbliebene Team der Liga aber finden, soll im nächsten Jahr wirklich der Aufstieg angegriffen werden. Viel getan hat sich im Kader von<em><strong> Austria Lustenau</strong></em>, der halbe Stamm ist nun nicht mehr dabei. Auch Edi Stöhr (54) setzt neben den Krajic und Egharevba für den Angriff eher auf junges Talent. Das wird sicher nicht reichen, um die Spitze zu attackieren, ein sicherer Mittelfeldplatz muss aber dennoch der Anspruch sein.</p>
<p>Diesen streben auch die beiden Aufsteiger an. In <em><strong>Grödig</strong></em> holte man sich, als der Aufstieg mehr oder weniger schon feststand und Ex-Trainer Brandner seinen Hut nahm, Heimo Pfeifenberger (44) zurück. Mit ihm waren die Salzburger schon vor anderthalb Jahren beim ersten Versuch in der Ersten Liga im Unfrieden geschieden &#8211; er steht vor der Aufgabe, um Routinier Drechsel (in Ried ausgemustert) eine neuformierte Mannschaft mit vielen jungen Talenten konkurrenzfähig zu machen. Und auch der <em><strong>WAC</strong></em> möchte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben: Der einzige Kärntner Verein im bezahlten Fußball verstärkte sich vor allem im Abwehrbereich. Prunkstück der Mannschaft von Nenad Bjelica (39) ist die deutsche Mittelfeldachse mit den langjährigen Bundesliga-Spielern Markus Kreuz und Marco Reich, welche auch im Aufstiegs-Playoff gegen Parndorf die Entscheidung für die Wolfsberger gebracht hat.</p>
<p>Ganz sicher vor dem Kampf gegen die letzten beiden Plätze sind die Aufsteiger aber mit Sicherheit nicht. Zumindest vor dem gegen den vorletzten, den  Relegations-Platz &#8211; gegen diesen wird die halbe Liga ankämpfen  müssen. Gute Karten dürfte dabei <em><strong>Gratkorn</strong></em> haben. Die  graue Maus zeigte sich in der letzten Saison durchaus stabil, Trainer  Michael Fuchs (38) muss allerdings sein Mittelfeld nach einigen Abgängen  umbauen. Einen riesigen Umbau gab es auch bei Glückskind <em><strong>Vienna</strong></em>:  Nur wegen der Lizenzentzüge bei Kärnten und Dornbirn blieb den  Döblingern die Relegation erspart, nachdem mit der fast unveränderten  Regionalliga-Meistermannschaft von 2009 fürchterlich Schiffbruch  erlitten wurde. Frenkie Schinkels (47) steht vor der Mammutaufgabe, eine  an zumindest sieben Positionen neu besetzte Mannschaft zusammen zu  schweißen.</p>
<p>Als wahrscheinlichste Besetzung des Relegationsplatzes muss vor der Saison aber <em><strong>Hartberg</strong></em> gelten. Zwar hat sich die junge Truppe von Bruno Friesenbichler (42) in der abgelaufenen Saison als durchaus tauglich bewiesen, im Abstiegskampf zu bestehen, aber der Abgang von Torschützenkönig Patrick Bürger nach Mattersburg wird ohne Frage schmerzen und ein großes Loch reißen. Zudem steht eben zu Vermuten, dass die Konkurrenz etwas härter sein wird als letzte Saison. Bis auf einen, natürlich Denn heißester Kandidat auf den letzten Platz, der den direkten Abstieg aus der Liga bedeutet, ist der <em><strong>FC Lustenau</strong></em>. Schon in der letzten Saison wurde lange mit den hinteren Plätzen geflirtet, dazu kam den chronisch klammen Vorarlbergern mit dem neuen Trainer Hans Kogler (41) mehr oder weniger die komplette Einsergarnitur abhanden. Die Löcher wurden nur notdürftig mit Talenten und Spielern aus der Region gestopft &#8211; der Klassenerhalt wäre ein kleines Wunder.</p>
<p>Das sind die nun wieder nur noch zehn Teams, welche die 36 Spieltage umfassene Saison bestreiten. Zwei echte Titelkandidaten, zwei zumindest sportlich interessante Aufsteiger, junge Spieler und ein womöglich interessanter Kampf gegen den Abstieg &#8211; eigentlich wäre alles dabei.</p>
<p>Wenn auch auf sportlich zumeist traurigen und auch im Rundherum zumindest mäßigen Niveau. Die Liga ist somit von 12 Vereinen wieder auf 10 geschrumpft, von  &#8220;gesung geschrumpft&#8221; kann aber keine Rede sein &#8211; einmal mehr wurde von  Seiten der Bundesliga wieder nur an der Oberfläche gekratzt und Symptome bekämpft, nicht aber das kranke System an sich. Dass sich Andi Herzog schon vor einem Jahr live auf sky (!) gegen die Reduzierung ausgesprochen hatte, ist nicht verwunderlich. Diese Liga ist auf Dauer nicht überlebensfähig, es wäre keine Überraschung, sollte es auch in diesem Jahr wieder einen zerreißen. Der FC Lustenau fällt einem da spontan ein, aber auch Gratkorn ist nicht gerade als einnahmensstarker Klub bekannt.</p>
<p>Schauen wir uns das Ganze also an. Mal sehen, wie lange noch.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Aus 12 mach 10 &#8211; Zum Saisonstart der Ersten Liga</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 13:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie viel ist über diese Liga in den letzten Wochen und Monaten diskutiert worden! Zwar war das Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in der abgelaufenen Saison zwischen Magna Wiener Neustadt und der Admira lange spannend und durchaus Aufmerksamkeit wert, zwar stellte die ADEG-Liga drei der vier Halbfinalisten im ÖFB-Cup, aber im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viel ist über diese Liga in den letzten Wochen und Monaten diskutiert worden! Zwar war das Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in der abgelaufenen Saison zwischen Magna Wiener Neustadt und der Admira lange spannend und durchaus Aufmerksamkeit wert, zwar stellte die ADEG-Liga drei der vier Halbfinalisten im ÖFB-Cup, aber im Fokus der Öffentlichkeit stand vor allem die Frage, was wann wie mit dieser Liga geschieht. <span id="more-1379"></span>Aufstockung? Reduzierung? Abschaffung? Zu wessen Gunsten und zu wessen Ungunsten? Muss man die Regionalligen streichen, wenn man die zweite Spielklasse auf 16 Teams vergrößert? Darf diese Diskussion überhaupt von einem Verein (Gratkorn war es in diesem Fall) angestoßen werden? Und wozu sollte man die Regionalliga-Vereine überhaupt fragen, ob die Liga oder nur der Direktaufstieg gestrichen wird? Denn darauf lief es am Ende hinaus. Dass diese Entscheidung von den Bundesliga-Vereinen (und damit von jemandem, den das überhaupt nicht betriffe) getroffen wurde, passt nur ins dilettantische österreichische Gesamtbild.</p>
<p>Nun geht es aber, nachdem die Strukturfrage zumindest für ein Jahr geklärt wurde, endlich wieder auf dem Rasen zur Sache. Ein letztes Mal mit 12 Vereinen. Mit drei Titelkandidaten, zwei klaren Abstiegskämpfern und zwei Mannschaften, die jetzt schon wissen, dass sie absteigen müssen. Aber eines nach dem anderen.</p>
<p><em><strong>Sie wollen rauf<br />
</strong></em>Bundesliga-Absteiger haben es schwer. Das letzte Mal, dass der direkte Wiederaufstieg gelang, war 1996 (der alte FC Linz, Gott hab ihn selig, war das damals). Seither: Immer mindestens ein Jahr dazwischen. So gesehen ist <strong>Altach</strong> auch nicht der heißeste Favorit, wenn es um die Aufstiegsfrage geht. Und in der Tat haben einige gute Leute (Jun, Vorisek, Schoppitsch, Radonjic, Kling) den Verein verlassen. Aber: Sonst ging nur Ballast. Mit Andi Bammer (25), Jürgen Pichorner (31), einer ganzen Stange aus dem Sturm-Graz-Nachwuchs und dem Spanier Tomi (24) wurden recht gezielt neue Kräfte geholt. Dem neuen Trainer Adi Hütter (39, von den Jungbullen gekommen) steht auch davon abgesehen ein Bundesliga-Mittelfeld (Koch, Pamminger, Guem und Vishaj) zur Verfügung und auch die Abwehr (Pichorner, Pircher, M. Sereinig, Pfister, Suppan) steht auf gutem Zweitliga-Niveau. Vorne wird die Sache etwas dünn &#8211; denn bis auf Andi Bammer, der sich schon in Schwanenstadt als tauglicher Stürmer beweisen konnte, känn Hütter (noch?) nur noch der unbekannte Tomi und der jugen Ademi als Stürmer zurückgreifen.  Im Tor wird Martin Kobras (23) stehen, der bei Sturm aber weit davon entfernt war, Stammtorwart zu werden. Altach muss man auf der Rechnung haben, aber Topfavorit ist der Absteiger sicher nicht.</p>
<p>Ebenfalls große Ambitionen hegt Cupfinalist <strong>Admira</strong>. Nachdem in der letzten Saison gegen Ende die Luft deutlich entwich und sogar noch der zweite Platz hergegeben wurde, heißt das Ziel in diesem Jahr ganz eindeutig &#8220;Aufstieg&#8221;. Von der Mannschaft, die letztes Jahr nach der Übernahme von Trainer Walter Schachner (52) die Tabelle nach oben stürmte, sind noch fast alle da, dazu sicherten sich die Südstädter die Dienste von Altmeister Vladimir Janocko (32) und Griechenland-Heimkehrer Gernot Plassnegger (31). Mögliches Manko: Das Alter! Acht potentielle Stammspieler haben den 30. Geburtstag schon hinter sich. Da drohen mit Fortdauer der Saison Abnutzungserscheinungen.</p>
<p>Der dritte heiße Kandidat, wenn es um das Titelrennen geht, ist natürlich Vizemeister <strong>Innsbruck</strong>. Nach einem guten Jahr der Konsolidierung scheint die Mannschaft jetzt schon &#8211; ein Jahr vor dem Plan &#8211; reif, wieder in die Bundesliga zu kommen. Letztes Jahr gab es einen starken Beginn und ein starkes Finish, Trainer Walter Kogler (41) hat sein Team recht schnell gefunden. Zudem kam im Sommer niemand abhanden, den die Tiroler unbedingt halten hätten wollen. Der Tscheche Svejnoha (31) soll die Abwehr stabiliseren, Georg Harding von Rapid (27) das defensive Mittelfeld. Im Angriff gilt es den verletzungsbedingten Ausfall von Mossoró zu kompensieren, aber Perstaller und Unterrainer haben schon letztes Jahr zeigen können, dass sie für einige Tore gut sind.</p>
<p><em><strong>Sie wollen nicht wieder runter<br />
</strong></em>Es war DER Aufreger im letzten Saisonfinish: Der Aufstieg von <strong>Hartberg</strong> nach dem recht seltsamen letzten Spieltag in der Regionalliga Mitte, als die Oststeirer einen Kantersieg feiern mussten, und dies beim 6:0 über SAK Klagenfurt tatsächlich schafften. Sehr zum Leidwesen des GAK, der dadurch auf der Strecke blieb. Ob diese Partie nun astrein ablief oder nicht &#8211; Hartberg ist wieder oben und das mit einer blutjungen Mannschaft. Das Durchschnittsalter von letztes Jahr 21,8 Jahren wird zwar von den Neuzugängen Hierzer (27, Angriff), Somorjai (29) und Rückkehrer Michael Gruber (26, jeweils Mittelfeld) etwas nach oben getrieben, aber dennoch kann das Ziel für das Team von Coach Bruno Friesenbichler (41) nur sein, den Abstieg zu vermeiden.</p>
<p>Hauptkonkurrent dabei dürfte der Meister der Regionalliga West, <strong>Dornbirn</strong> werden. Auch bei den Vorarlbergern verfügen die Allerwenigsten über Erfahrung im Profi-Fußball. Tatsächlich kann Trainer Armand Benneker (40) fast nur auf unbeschriebene Blätter zurückgreifen. Andreas Morscher (29, A. Lustenau) und Albin Kajtezovic (23, Walsall, davor Parndorf) streiten sich um den Platz im Tor, Oliver Mattle (30, Altach) wurde für den Angriff geholt, aber ansonsten waren nur drei weitere Spieler überhaupt jemals in einem Profi-Kader. Zudem gilt der Grundsatz, &#8220;wer im Westen nicht souverän aufsteigt, hat keine Chance&#8221; &#8211; und Dornbirn wurde erst im Endspurt Meister. Zudem hat die leidige Diskussion um die Lizenz sicher nicht geholfen. Außerdem: Weil die Birkenwiese noch nicht ligatauglich ist, muss Dornbirn vorerst ins Altacher Schnabelholz ausweichen&#8230;</p>
<p>Nur der Letzte steigt direkt ab, der Vorletzte spielt noch Relegation &#8211; daher bleibt mindestens einer der drei Aufstegier sicher in der Liga. Da hat sehr wahrscheinlich die <strong>Vienna</strong> die größten Chancen. Denn der älteste Fußballklub Österreichs, nach acht Jahren Regionalliga endlich wieder oben dabei, setzt auf das gleiche Erfolgsrezept, dass vor einem Jahr St. Pölten in die obere Tabellenhälfte katapultiert hat: Auf eine eingespielte Mannschaft setzen, Leistungsträger halten, nur gezielt verstärken. So wird Trainer Peter Stöger (43) mit der gleichen Mannschaft ins Rennen gehen, die sich den Titel in der Regionalliga Ost holen konnte &#8211; bis dato steht lediglich Rapid-Junior Mehmet Sütcü (19) als Neuzugang fest. Keine Frage, die eingespielte Mannschaft und das altehrwürdige Stadion auf der Hohen Warte werden die Liga bereichern &#8211; und eine starke Saison, wie sie St. Pölten letztes Jahr vorzeigte, ist keine Utopie.</p>
<p><em><strong>Sie müssen wieder runter<br />
</strong></em>Die Liga wird wieder auf zehn Teams verkleinert &#8211; Hauptopfer sind dabei die beiden Bundesliga-Reserven. Bei den Jungbullen wird es zu einem Trainerdebut kommen: Nachdem er in der Bundesliga-Mannschaft aussortiert wurde und daraufhin seine Karriere beendet hatte, wird Niko Kovac (39) nun Coach bei den <strong>Salzburg Juniors</strong>. Die Mannschaft, die in der Tat zu zwei Dritteln aus Talenten der eigenen Akademie besteht, kann ob des jetzt schon feststehenden Abstiegs ohne jeden sportlichen Druck agieren. Die vielen Talente werden aber dennoch alles geben, schließlich gilt es, sich für die Bundesligamannschaft oder &#8211; viel eher &#8211; für andere Teams interessant zu machen. Nach dem Karrierende von Oldboy Richard Kitzbichler wird wohl Abwehrchef Nenad Jovanovic die Rolle des Erfahrenen einnehmen. Bei den <strong>Austria Amatueren</strong> in Wien nach dem Abgang von György Krosos und Alex Schriebl diese Frage geklärt &#8211; Hans Dihanich (50) kann die &#8220;Alters-Planstellen&#8221; mit Verteidiger Bernhard Muhr (32) und Stürmer Rade Djokic (26) besetzen. Sie sollen die Horde von 16- bis 19-Jährigen führen. Auch wenn sie am Ende der Saison runter müssen, sportlich sind beide Teams sicher stark genug, wieder Mittelfeldplätze zu belegen. Und wahrscheinlich werden dann einige von den Spielern bei anderen Vereinen in guter Position auftauchen.</p>
<p><strong><em>&#8230;und der Rest</em></strong><br />
Dann gibt es noch vier weitere Teams &#8211; doch die dürften weder oben noch unten ein wirklich entscheidendes Wort mitzureden haben. Austria Lustenau und St. Pölten nicht über die Saison gesehen wohl nicht stark genug, um in den Titelkampf einzugreifen; Gratkorn und FC Lustenau werden von der deutlichen Entschärfung des Abstiegskampfes profitieren. <strong>Austria Lustenau</strong> steckte letzte Saison lange im tiefsten Abstiegskampf, bis Edi Stöhr (52) wieder das Trainer-Amt übernahm. Der Deutsche, mit dem der Verein vor mittlerweile zwölf Jahren gar in die Bundesliga aufgestiegen war, führte die Vorarlberger sogar noch auf den lange Zeit utopisch scheinenden vierten Tabellenplatz &#8211; so sieht die Saison wesentlich besser aus, als die tatsächlich war. Um aber wirklich oben mitspielen zu können, müsste die Lustenauer Austria, die im Sommer gar die Trikotwerbung verloste, über die ganze Saison so spielen wie beim Kraftakt im letzten Saisondrittel. Der Kader ist gut genug für die obere Tabellenhälfte, aber für den Titel wird es nicht reichen.</p>
<p>Auch Lokalrivale <strong>FC Lustenau</strong> kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Erfolgstrainer Nenad Bjelica (37) bestätigte im Ländle die starke Arbeit, die er beim im Winter endgültig eingegangen No-Budget-Klub FC Kärnten machte und rettete den FCL vor dem schon sal sicher geltenden Abstieg. Und das, obwohl vor allem in der Offensive der Schuh mächtig drückte. Chancentod Sabiá ging, und neben Harald Unverdorben (der einzige Offensivgeist mit anständiger Formkurve) sollen nun der &#8220;Büffel aus Kottingbrunn&#8221; Mario Mijatovic (28, vom LASK) und Rapid-Talent Thomas Fröschl (20, ließ schon bei Leoben sein Talent aufblitzen) für die nötigen Tore sorgen. Generell schaffte es Bjelica in Rekordzeit, den verunsicherten Haufen zu stabiliseren, weswegen dieses Jahr deutlich weniger Sorgen zu erwarten sind.</p>
<p>Was von <strong>St. Pölten</strong> zu erwarten ist, vermag vor dem Saisonstart jedoch niemand so richtig zu sagen. Letztes Jahr als Aufsteiger lange voll dabei in der Spitzengruppe, folgte ein äußerst durchwachsener Frühling. Doch die als sehr vernünftig bekannte sportliche Führung der Niederösterreicher um Trainer Martin Scherb (40) kaufte gezielt ein: Lukas Mössner (25, Austria), sowie Martin Dorner (23, A. Lustenau) und Jiri Lenko (24, früher Rapid) für die in der Offensive abgewanderten Sadovic und Frank; in der Defensive soll Thomas Friess (24) aus der Sturm-Kaderschmiede das durch den Rücktritt von Thomas Nentwich entstandene Loch stopfen. Dazu sollen wieder jede Menge Spieler aus der eigenen Akademie an die ersten Mansnchafte herangeführt werden &#8211; schon jetzt besteht der halbe Kader aus Eigenbauspielern. Wenn in zwei, drei Jahren das neue Stadion fertig ist, soll die Jugendarbeit Früchte tragen &#8211; einstweilen zählt es, sich in der Liga weiter zu etablieren. Und da sieht es gut aus.</p>
<p>Bleibt schließlich <strong>Gratkorn</strong>. Vor den Toren von Graz musste die graue Maus lange zittern, ehe das Minimalziel Klassenerhalt doch noch erreicht werden konnte. Die mit Abstand älteste Mannschaft der Liga (daran wird sich wohl auch dieses Jahr nichts ändern) könnte unter Umständen der größte Profiteur der Liga-Reduzierung werden. Ironie des Schicksals: Aus dem Lager der Gratkorner kam die Initiative, genau diese Reduzierung zu verhindern. Trainer Michael Fuchs (37), der in sein mittlerweile achtes Jahr als Gratkorn-Trainer geht und im vergangenen Frühling erstmals wirklich angezählt wurde, verlor in Strafner und Ehrenreich zwei Stammspieler. Mit dem Ex-Kapfenberger Bernsteiner (28, er fand sich in der Bundesliga nicht zurecht), Leoben-Talent Gründler (22), Wandervogel Mario Steiner (26, zuletzt Vöcklabruck) und Abwehrspieler Thorsten Schick (19, war Kapitän der starken Sturm-Graz-Amateure) soll eine Zittersaison wie die letzte vermieden werden.</p>
<p>Nach 33 Spieltagen wissen wir, wer in die Bundesliga aufsteigt, wer den Jungbullen und den Jung-Veilchen in die Regionalliga folgen muss, und ob es nicht vielleicht doch wieder einen Verein zerreißt (Bundesligist Kärnten fällt einem da spontan ein), der sogar den Tabellenletzten noch retten könnte. Wir werden sehen.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Die Ballverliebt-Bundesliga-Vorschau &#124; Frühjahr 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 20:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön! Weg mit dem Speck Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/fruhjahr.jpg" alt="Frühjahr" /><br />
Es geht also wieder los: Die Rückrunde der Bundeliga wartet. Vorschau gefällig? Bitte schön!<span id="more-1243"></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/4836/salzburgbx1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Weg mit dem Speck</em></strong></p>
<p>Die Bullen haben sich im Winter auf zwei Sachen konzentriert: Marc Janko zu halten und mit einem Vertrag auszustatten, der bei seinem wahrscheinlichen Abgang im Sommer noch etwas mehr Kohle bringt &#8211; und den aufgeblähten Kader auszudünnnen. In beiden Fällen muss man sagen: Hat funktioniert. Der zwischen Aufsässig- und Lustlosigkeit schwankende Ilic, die wandelnde Marketing-Maschine Miyamoto und die Bankdrücker Bobson, Traoui und Pamic wurden abgegeben bzw. verliehen. Sportlich substantiell kein Verlust, denn keiner dieser Kicker hat wesentlich zum Gewinn des Herbstmeistertitels beigetragen (Pamic, Bobson und der verletzte Miyamoto kamen in der Bundesliga gar nicht zum Einsatz, Ilic drei Mal und Traoui hatte zwei Kurzeinsätze). Im Grunde saßen sie nach dem frühen Europacup-Aus dem Verein nur auf der Tasche.<br />
[ad#bv_test]Janko hat seinen Vertrag verlängert, bleibt also zumindest bis zum Sommer in Salzburg und wird dort seine Chance suchen, Meister und Torschützenkönig zu werden, und so eventuell seinen Marktwert noch weiter zu steigern. Nicht ohne Risiko: Wenn er sich verletzt, war der ganze schöne Herbst für die Würscht. Geholt haben sich die Bullen mit dem Schweden Eddie Gustafsson (32) einen Torhüter. Nachvollziehbar, denn Arzberger wird nicht jünger, Ochs ist lange verletzt und die jungen Kaltenhauser und Schober haben zwar Talent, eine tragende Rolle im Meisterrennen kann oder will Adriaanse ihnen aber (noch?) nicht zumuten.<br />
Und für die linke Abwehrseite konnte Jung-Nationalspieler Andi Ulmer (23) von Ried losgeeist werden. Die große Entdeckung der Herbstsaison soll die weder von Ronald Gercaliu (dessen Karriere nach dem Zwischenhoch bei der Austria nun doch endgültig zu versanden droht), noch von Barry Opdam zufriedenstellend bekleide Position in der linken Defensive ausfüllen. Die Salzburger sahen also von spektakulären Neuzugängen ab, ergänzten sich gezielt und bauen darauf, dass die nur geringfügig (und im Tor verletzungsbedingt) veränderte und daher im Grunde eingespielte Mannschaft mit den Toren von Marc Janko den Vorsprung über die verbleibenden Runden bringt, bzw. selbigen gegenüber der um die Europa-League-Plätze kämpfenden Konkurrenz ausbauen zu können. <strong>Prognose: Schlagen sich die Bullen nicht wieder, wie letztes Jahr, selbst, werden sie Meister.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/1990/rapidmq5.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Sparkurs oder nicht?</em></strong><br />
Mit Peter Pacult haben die Hütteldorfer jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Er wollte zwar grundsätzlich schon einen längeren Vertrag, aber die Altlasten von (wie Präsident Edlinger einräumte) etwa vier Millionen Euro lassen nicht mehr zu. So war auch der einzige im Winter veränderte Kaderpunkt, dass der seit dem hinterhältigen Böller-Angriff außer Gefecht gesetzte Torhüter Georg Koch von der Gehaltsliste gestrichen wurde. Erfreulich für den Deutschen: Sollte er einen Verein finden, bedeutet der Skandal vom ersten Saison-Derby nicht sein Karriereende, denn gesundheitlich soll er wieder halbwegs in Schuss sein.<br />
Dass der Schuldenberg nicht kleiner wurde, liegt natürlich auch an den nach dem frühen Europacup-Aus fehlenden Einnahmen aus mindestens zwei Heimspielen (gegen durchaus attraktive Gegner, Olympiakos Piraeus hätte sehr wahrscheinlich für ein volles Stadion gesorgt). So war es auch nicht möglich, im Winter den Kader nachzubessern. Was nach der auf nationaler Ebene recht ordentlichen Herbstsaison auch nicht zwingend notwendig war: Maierhofer und Hoffer trafen nach belieben, Helge Payer versucht sich nach neunmonatiger Pause an einer Rückkehr ins Rapid-Tor.<br />
Für Peter Pacult, der auch im Winter einige Anflüge von niederer Paranoia aufblitzen ließ (wie der Sager, dass die Absage der Partien von Kärnten gegen Salzburg und Sturm im Herbst wettbewerbsverzerrend sei, weil Kärnten im Frühjahr schwächer besetzt ist und das ein unfairer Nachteil für Rapid ist; oder das Trainingslager, das &#8211; gaaaanz zufällig natürlich &#8211; genau auf den Länderspieltermin gelegt wurde), gilt es nach seiner Vertragsverlängerung aber sehr wohl, sich langsam aber sicher über den Sommer hinaus Gedanken zu machen. Maierhofer wird den Verein wohl verlassen, Tokic und Patocka bauen in der Innenverteidigung merklich ab, und auch hinten rechts wird auf Sicht einer gebraucht, der mit der Doppelbelastung (also die eigene Position plus die oftmals verwaiste Hofmann-Position) nicht überfordert ist. Einstweilien wird das Augenmerk aber auf der laufenden Meisterschaft liegen. <strong>Prognose: Rapid wird Salzburg nicht mehr einholen können, aber der Europacup-Platz wird am Ende zu Buche stehen.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/7169/sturmuj6.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Verletzungsverbot!</em></strong><br />
Marko Stankovic, trickreicher Linksaußen, verließ Sturm also schon im Winter. Der Platz des nach Italien abgewanderten Jungstars soll von Dominic Hassler (27) eingenommen werden. Der Wandervogel, der schon beim GAK, in Salzburg und beim LASK unter Vertrag war, kommt aus Gratkorn. Er hat zwar weder das Talent noch die Karriere-Aussichten von Stankovic, besitzt mit seinen 70 Bundesliga-Spielen (15 Tore) aber eine gewisse Routine, die es ihm erleichtern sollte, den Platz in der ansonsten dank der hervorragenden Arbeit von Franco Foda intankten und in sich gefestigten Mannschaft einzuhehmen. Im Tauschgeschäft ging dafür Mario Kreimer, dem sie es bei Sturm wohl nicht zugetraut haben, Stankovic zu ersetzen, zum Zweitligisten vor den Toren von Graz.<br />
Sieht man von der Neubesetzung des Zweiergoalie-Postens (Baotic für Schicklgruber) ab, ist dies die einzige schon im Winter vorgenommene Adjustierung, Kärntens Haris Bukva wechselt erst im Sommer an die Mur. Was für die Frühjahrssaison und die damit stattfindende Jagd nach den Europacup-Plätzen heißt: Bei Sturm herrscht weiterhin absolutes Verletzungsverbot! Schlüsselspieler wie Haas oder Muratovic können sowieso nicht ersetzt werden, aber auch auf allen anderen Positionen fehlen Foda die Alternativen, er hat im Grunde nur die (zugegeben talentierten) Burschen aus der Regionalliga-Mannschaft in der Hinterhand. Aber so gut wie keinen gestandenen Bundesliga-Spieler, der mit dem Druck des Kampfes um den dritten Platz vertraut wäre.<br />
Der Vorteil von Sturm gegenüber Rapid: Man könnte sich die Teilnahme am Europapokal auch über den ÖFB-Cup sichern. Doch nach dem Viertelfinalspiel gegen die Austria könnte es mit dieser Hoffnung auch vorbei sein. Weshalb keiner der Leistungsträger längerfristig fehlen darf. <strong>Prognose: Bleiben alle fit, sollte Sturm unter die ersten drei kommen. Gibt es Ausfälle, wird es verdammt eng.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/8526/austriaqc7.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ungewohnte Sachlichkeit</em></strong><br />
Daran können sich wohl nicht einmal Historiker erinnern! Wann gab es das schon, dass die Austria in einem Transferfenster keinen Spieler holt? Niemanden! Keinen einzigen! Manager Parits und Trainer Daxbacher vertrauen der Mannschaft, die im Herbst zwar nicht immer schönen, aber doch effektiven Fußball zeigte und noch voll dabei ist im Kampf um die begehrten Plätze im internationalen Geschäft. Deutlicher kann man die nun erfolgte Emanzipation von Frank Stronach nicht machen. Im Sommer bekommt die Austria auch noch eine eigene Akademie, ist damit auch auf diesem Sektor nicht mehr vom ehemaligen Big Spender abhängig. Und wie Parits ankündigte, werden auch keine Spielerverträge abgeschlossen, bevor nicht das Budget für die kommende Saison steht.<br />
Klar: Dass die Violetten sehr daran interessiert sind, Spieler wie Milenko Acimovic und Jocelyn Blanchard zu halten, ist kein Geheimnis. Dass man am Verteilerkreis aber erst einmal auf der wirtschaftlichen Seite Tatsachen schaffen möchte, ist löblich. Zumal man ja unter Umständen nicht auf die Meisterschaft angewiesen ist, will man sich für das Last-Minute-Scheitern in dieser Uefa-Cup-Saison rehabilitieren. Gewinnt die Austria Anfang März das Cup-Viertelfinale bei Sturm, steht dort keine Mannschaft mehr zwischen der Austria und dem vierten Cup-Sieg in Folge, gegen den die Violetten nicht Favorit wären (ein eventuelles Semifinale in Ried mal ausgenommen). Zudem vertreten die Verantwortlichen bei der Austria die Meinung, dass junge Spieler wie Okotie, Dragovic und Suttner durchaus gut genug und hungrig genug sind, auch in der Bundesliga ihren Weg zu gehen. Gefahr besteht nur, wenn bei Sturm der Lauf den Herbstes mitgenommen wird und dort keine Verletzungen Löcher in das Spiel der Grazer reißen. <strong>Prognose: Strauchelt Sturm, wird die Austria zuschlagen. Strauchelt Sturm nicht, wird es schwer.</strong></p>
<p><img src="http://img296.imageshack.us/img296/4883/akrntenvq4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Zukunftsangst</em></strong><br />
Frenkie Schinkels ist wahrlich nicht zu beneiden. Die Zukunft des Vereines wackelt bedenklich und ist zu einem großen Teil vom Ausgang der Landtagswahl in Kärnten abhängig. Sprich, wenn das BZÖ gewinnt und der zur FPÖ übergelaufene und in der Generalversammlung als Vereinspräsident bestätigte Canori auf Schmusekurs geht, schaut&#8217;s gut aus. Wenn die SPÖ gewinnt, die den Verein als sinnlos von Steuergeld künstlich am Leben gehaltenen Haider-Prestigeobjekt sieht, wird man sehr wahrscheinlich, wie der alte FC Kärnten, ausgehungert. Soll heißen: Die fehlende Million Euro wird nicht aufzutreiben sein, damit die Lizenz nicht zu bekommen. Dennoch muss der Trainer/Manager mit aller Macht versuchen, jetzt schon an einer brauchbaren Mannschaft für die nächste Saison zu basteln (so es denn eine gibt). Und das alleine ist schwer genug.<br />
Mit Torjäger Adi und Flügelflitzer Wolf haben die Klagenfurter im Winter schon die Spieler verscherbelt, die noch Geld in die Kassen spülen. Im Sommer sind mit Haris Bukva, Manuel Weber und Manuel Ortlechner die nächsten Stützen weg. Und bei jeder Menge anderen Spielern laufen die Verträge ebenso aus. Jetzt muss einerseits geschaut werden, wer bleibt, andererseits aber genauso versuchen, adäquaten und leistbaren Ersatz dazu zu bewegen, auf das womöglich sinkende Schiff aufzuspringen. Im Winter hat das mit Altachs verstoßenem Stürmer Jagne (26), den bei der Austria gescheiterten Sand (21), Schinkels-Protegé Salvatore (23) und dem brasilianischen Innenverteidiger Zé Adriano (23) geschafft.<br />
Was für ein Glück für Schinkels, dass sportlich nichts mehr anbrennen kann. Mit einem erstaunlich guten Herbst im Rücken kann er zumindest die unmittelbar bevorstehenden sportlichen Aufgaben mit großer Gelassenheit entgegenblicken. Wann auch immer die ersten Spiele stattfinden &#8211; schließlich fehlt im Wörtherseestadion die Rasenheizung. Und da es sich um einen Neubau handelt, sind Sanktionen der Bundesliga nicht auszuschließen&#8230; <strong>Prognose: Sportlich wird Kärnten nicht mehr in Gefahr kommen. Viel spannender wird die wirtschaftliche und politische Seite.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/8287/riedmx4.jpg" border="0" alt="" /><strong><em> Sir Pauls erste volle Vorbereitung</em></strong><br />
Im Sommer übernham Paul Gludovatz sehr kurzfristig das Traineramt bei den Riedern. Die Vorbereitung fiel noch in die Verantwortlichkeit von Georg Zellhofer und Gludovatz&#8217; Co Gerhard Schweitzer. Die Mannschaft, vor der Zellhofer mangels Qualität die Flucht ergriff, überwintert meilenweit von jeder Abstiegsangst entfernt auf einem sicheren Mittelfeldplatz &#8211; auch dank des ausgeklügelten taktischen Konzepts, das der alte Fuchs Gludovatz seiner Mannschaft verordnete, die damit vor allem im eigenen Stadion einige Gegner auf die Hörner nahm. Nun kann der Burgenländer für die Frühjahrssaison seine erste echte, volle, eigene Vorbereitung durchziehen.<br />
Einige der vor allem jungen Generation sind dabei ziemlich ins Schwitzen gekommen, haben etwas derart Intensives noch nicht miterlebt. Mit etwas Personalsorgen wird Ried jedoch in die Rückrunde gehen. Der Abgang von Andi Ulmer wurde zwar finanziell einigermaßen vergütert, für ihn soll Kujabi in die mittlere Dreierreihe im Rieder 3-3-3-1 zurückwandern. Für den linken Platz in der vorderen Reihe holten sich die Innviertler den Yeray Ortega (29) aus der dritten spanischen Liga, aus der sie schon Knipser Nacho Ortiz ausgegraben haben. Die Abgänge von Daniel Toth und Daniel Hofer betreffen zwar nicht die Stammformation, aber nun fehlt es etwas an Alternativen.<br />
Die frei werdenden Plätze wurden mit jungen Spielern aus der Akademie und der Reservemannschaft aufgefüllt. Natürlich wissen die Rieder: In den Abstiegskampf würden sie nicht mal mehr zurückrutschen, wenn sie überhaupt keine Punkte mehr machen würden. Darum wird es im Frühjahr darum gehen, mit dem Weitblick eines Gludovatz schon jetzt zu schauen, wer das Zeug hat, über den Sommer hinaus die Vorstellungen des Trainers umzusetzen. An welchen Positionen es noch fehlt, wo nachgebessert werden muss. Und natürlich auch zu versuchen, die Abwehrstützen Burgstaller, Stocklasa und Brenner zu halten &#8211; sie sind die einzigen Leistungsträger, deren Verträge im Sommer auslaufen. <strong>Prognose: Da das Umfeld bei Ried wesentlich unproblematischer ist als in Klagenfurt, wäre ein fünfter Endrang keine Überraschung.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/3319/laskyf4.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Ruhe, bitte!</em></strong><br />
Während in Ried beinahe langweilige Ruhe herrscht, war der LASK auch in diesem Winter der Traum jedes Boulevard-Journalisten. Kaum eine Woche verging ohne neue Meldung, bei der Fans und Beobachtern die Tränen kamen &#8211; sei es vor Lachen, oder vor lauter Unverständnis über den Sauhaufen, als der sich die Linzer präsentierten.<br />
Da wurde Flo Klein schon von Testspielen ausgeladen, weil &#8220;der Transfer zu Frosinone eh schon fix&#8221; wäre, nur um selbigen Transfer im letzten Moment doch noch platzen zu lassen. Die Forderung der Linzer, an einem Weiterverkauf beteiligt zu werden, wiesen die Italiener zurück. So bleibt dem LASK statt einer mittelmäßig hohen Ablösesumme im Winter nur die deutlich geringere Ausbildungsentschädigung im Sommer und ein Spieler, den man in wenigen Monaten dennoch los ist, und jetzt eigentlich gar nicht mehr wirklich weiß, was man mit ihm anfangen soll. Da wird dann noch Hoffnung Thomas Piermayr zu den Amateuren zwangsversetzt, weil er sich weigert, seinen in anderthalb Jahren (!) auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern.<br />
Da verschreibt man sich im Spätherbst dem Fördern eigener Jung-Talente, um nach ansehnlichen Achtungserfolgen dieser Burschen den abgewrackten Roman Wallner (27), den in Altach vor einem halben Jahr nicht ohne Grund aussortierten Abwehrspieler Pablo Chinchilla (30) und den simbabwischen Mittelfeld-Spieler Justice Majabvi (24) zu holen. Die Folge ist ein veritables Gedränge im zentralen Mittelfeld, wo nun acht Spieler um zwei Plätze rittern.<br />
Zudem wurde in der Führungsetage die Notbremse gezogen: Ehe der im Herbst (einmal mehr) mit seinen Aussagen wild Amok laufende LASK-Boss Peter-Michael Reichel noch größeren Schaden anrichten kann, wurde mit dem ehemaligen Bundesliga-Chef Reinhard Nachbagauer ein beruhigendes Ventil als Geschäftsführer installiert. Eigentlich wäre der Frühling jetzt mangels sportlicher Gefahren und Ambitionen eine schöne Gelegenheit, wieder etwas Ruhe einkehren zu lassen. Aber der LASK wäre nicht der LASK, wenn er diese Chancen nützen würde. <strong>Prognose: Die Linzer werden kaum vor Ried ins Ziel kommen. Das sollte die einzige sportliche Sorge der Linzer sein, denn nach hinten brennt im Normalfall nichts mehr an.</strong></p>
<p><img src="http://img57.imageshack.us/img57/9558/ksvlogodg1.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Bruchlandung voraus?</em></strong><br />
Es war verdächtig ruhig, in diesen Wintermonaten in Kapfenberg. Der monströs große Kader wurde um einige Reservisten verkleinert, vom sich gerade im Wachkoma befindenden Nachbarn aus Leoben sicherten sich die Falken die Dienste der Stürmer Deni Alar (19) und Srdjan Pavlov (25). Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn die 24 Tore in den ersten 22 Spielen waren nicht gerade eine überzeugende Quote. Die Frage ist nur, ob die beiden Spieler, die selbst in der Ersten Liga noch nicht lange zum Stammpersonal gehört hatten, im Bundesliga-Abstiegskampf wirklich weiterhelfen können. Denn auch, wenn Kapfenberg fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz hat, wirklich viel mit Bundesliga-Niveau hatten einige Auftritte des Aufsteigers nicht zu tun. In Klagenfurt fingen sie sich sechs Stück ein, in Salzburg gleich sieben. Drei der fünf Punkte Vorsprung haben sie zudem der mangelnden Berufsauffassung der Salzburger Bullen zu verdanken, die sich von Kapfenberg eine völlig lächerliche 2:5-Pleite andrehen ließen.<br />
Ansonsten sind es vor allem die beiden direkten Konkurrenten, gegen die das Team von Werner Gregoritsch das Punktekonto auffetten konnte: Sechs Punkte gegen Mattersburg, drei gegen Altach &#8211; zählt man die drei Punkte aus Salzburg dazu, bleiben noch exakt sechs Punkte (darunter genau ein Sieg) aus den 14 restlichen Spielen. Und das reicht natürlich nicht annähernd, sollten Mattersburg und Altach ihre Möglichkeiten in den verbleibenden Spielen halbwegs an den Tag legen können, denn diese beiden sind (jetzt) jederzeit in der Lage, auch mal ein Team von Platz sieben aufwärts zu schlagen. Woran Kapfenberg vor allem krankt: Die grundsätzliche Spielanlage, gut zu stehen und mit Kampfkraft dagegen zu halten, ist für einen Aufsteiger zwar legitim, 49 Gegentore torpedieren diesen Plan aber gehörig. Nach vorne fehlt das spielerische Element, auch mal mit besseren Mannschaften mithalten zu können. Und so werden Erfolgserlebnisse auch im Frühjahr eher selten sein. <strong>Prognose: Läuft es halbwegs normal, steigt Kapfenberg ab.</strong></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/1107/mattersburgag0.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Charaktersache</em></strong><br />
Unglaubliche 15 Spiele ist Mattersburg nun schon sieglos &#8211; die längste Serie seit den 25 Spielen von Austria Lustenau in deren Abstiegsjahr 1999/00. Dass Trainer Franz Lederer noch im Amt ist, liegt wohl nur am guten persönlichen Einvenehmen mit Klub-Boss Pucher &#8211; und der Tatsache, dass Mattersburg trotz der schwarzen Serie nicht nur voll dabei sind im Kampf um den Klassenerhalt &#8211; sondern nicht einmal Letzer sind. Das Glück der Burgenländer, dass Altach und Kapfenberg auch nicht entscheidend besser agieren, wird sich aber nicht in gleichem Maße im Frühjahr fortsetzen lassen.<br />
Darum ist es unbedingt notwendig, dass sich in Mattersburg keiner mehr vor der Realität verschließt, und die heißt nun mal Abstiegskampf. Sicher ist, dass auch ohne Didi Kühbauer und dem in Deutschland auftrumpfenden Christian Fuchs der Kader absolut stark genug ist, um im Rennen gegen den letzten Platz zu bestehen. Ein Michael Mörz ist zwar kein Thema mehr im Nationalteam, Bundesliga-Format hat er aber. Genauso wie die meisten anderen im Team. Der Klassenerhalt wird aber, trotz der Erfahrung im Kader, nur dann gelingen können, wenn sich die Mannschaft auf das Sportliche konzentriert, und nicht immer wieder unnötige Nebenschauplätze eröffnet. Ilco Naumoski ist da in erster Linie gefordert, sich zurückzunehmen &#8211; seine Ego-Trips haben Mattersburg schon einiges an Punkten gekostet.<br />
Mithelfen beim Unternehmen Klassenerhalt sollen auch zwei Slowaken: Mittelfeld-Aktuer Stanislav Velicky (27) kommt vom slowakischen Spitzenteam Artmedia Bratislava, der 1.88m große Stürmer Robert Ujcik (19) aus der Jugend von Derby County. Im Gegenzug trennten sich die Burgenländer von Blondschopf Csaba Csizmadia und Akos Kovrig &#8211; ansonsten müssen es diejenigen richten, die den neuten Platz im Herbst zu verantworten haben. <strong>Prognose: Zerfleischen sich die Mattersburger nicht selbst, bleiben sie drin. Blöd spielen dürfen sie sich aber nicht.</strong></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/7799/altachvg2.jpg" border="0" alt="" /> <strong><em>Kaufrausch, auf wessen Kosten auch immer</em></strong><br />
Wer hat&#8217;s bezahlt? Das ist die große Frage aller Fragen, wenn es um die umfassenden Transfertätigkeiten des Schlusslichts im Winter geht. Denn nicht nur, dass die Altacher viel eingekauft haben &#8211; nein, was sich da nach Vorarlberg lotsen ließ, hat (zumindest auf dem Papier) richtig Qualität. Tomas Jun (26) war schon tschechischer Teamspieler, Torschützenkönig und Spieler des Jahres, wurde von Teplice ausgeliehen. Der Montenegriner Srdjan Radonjic (27), der sein Sturmpartner sein wird, war vor zwei Jahren erfolgreichster Torjäger der serbischen Liga, trug ebenso schon den Teamdress. Rechtsverteidiger Olubayo Adefemi (23) holte mit dem nigerianischen Team Silber bei Olympia in Peking, kommt von Rapid Bukarest.<br />
Zellhofer-Spezi Pepi Schicklgruber (41) soll im Tor verhindern, dass der Gegentorschnitt weiterhin bei drei pro Spiel liegt. Vor ihm soll unter Anderem Ousman Sonko-Pa (24) aufräumen &#8211; der Teamspieler aus Gambia kommt von den Salzburger Jungbullen. Markus Kiesenebner (29), der auch verletzungsbedingt in Norwegen keinen Fuß auf den Boden brachte, soll das Mittelfeld zusammenhalten und mit seinen Gewaltschüssen für Gefahr sorgen. Und ob schließlich Horst Freiberger (23), von den Rapid Amateuren gekommener Stürmer, viel zum Spielen kommen, darf angesichts der neuen Konkurrenz durchaus bezweifelt werden.<br />
Wie auch die Aussichten auf deutliche Besserung in der im Herbst kaum regionalligatauglichen Defensive eher düster sind &#8211; denn hier wurde nur mit dem Gambier Sonko nachgebessert, der den Nachweis von Bundesliga-Format bei den Jungbullen noch nicht erbringen konnte. Und mit Adefemi natürlich, dessen Arbeitserlaubnis aber noch auf sich warten lässt &#8211; weshalb die Vorarlberger kurz vor dem Start noch die Dienste des vereinslosen Serben Slavoljub Djordjevic (28) sicherten. Ja, und woher kam es nun, das Geld? Wirklich nur von den nicht fälligen Punkteprämien im Herbst und dem aufgelösten Fuchsbichler-Vertrag? Kaum vorstellbar. Half wirklich Franz Grad seinem guten Freund Zellhofer aus, um ihm mit Altach die schnelle Flucht aus dem Keller zu ermöglichen? Alle dementieren das, aber was sollen sich auch sonst tun. Tatsache ist jedoch: Die Neuen, wer auch immer sie bezahlt haben mag, heben das Niveau vor allem in der Offensive der Mannschaft schon deutlich. Und wenn das heißt, notfalls vier Tore zu schießen, wenn man hinten drei bekommt, soll das dem neutralen Beobachter durchaus recht sein.<strong> Prognose: Fangen sich die Altacher entscheidend weniger Gegentore ein als vor der Winterpause, sollte dem Klassenerhalt nichts mehr im Wege stehen.</strong></p>
<p>(phe)</p>
<p><em>Foto: <a href="http://flickr.com/photos/valter/512695175/sizes/o/">Valter Jacinto | Portugal</a> (CC2.0 BY-NC-SA)</em></p>
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		<title>Kurzsicht.</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 11:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem demnächst beginnenden letzten Saisondrittel (das seltsamerweise schon am dritten Frühjahrsspieltag beginnt), ist klar: Der sportliche Absteiger wird sich im Trio Mattersburg/Kapfenberg/Altach finden. Das hat sich schon geraume Zeit angedeutet und ist an sich keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Es gibt jedoch gewisse Faktoren, die symptomatisch sind. Da wären vorrangig einmal die Verträge. Bei Altach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Vor dem demnächst beginnenden letzten Saisondrittel (das seltsamerweise schon am dritten Frühjahrsspieltag beginnt), ist klar: Der sportliche Absteiger wird sich im Trio Mattersburg/Kapfenberg/Altach finden. Das hat sich schon geraume Zeit angedeutet und ist an sich keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Es gibt jedoch gewisse Faktoren, die symptomatisch sind.<br />
<span id="more-1162"></span></p>
<p class="MsoNormal">Da wären vorrangig einmal die Verträge. Bei Altach laufen im Sommer 16 Verträge aus, in Kapfenberg gar 21 – die Falken stünden im Extremfall mit 3 Abwehrspielern, 5 Mittelfeld-Akteuren und zwei Stürmern da (von denen einer 37 Jahre alt und nebenbei noch Sportdirektor ist). Und ob alle verbleibenden Spieler auch gültige Verträge für die Erste Liga hätten? Bei einem dezidierten Abstiegskandidaten wie Kapfenberg wäre dies zwar logisch, aber das heißt in Österreich ja bekanntlich nichts.</p>
<p class="MsoNormal">Natürlich: Bleibt Kapfenberg in der Liga, wird die Verlängerung der meisten Verträge wohl nur Formsache sein. Aber im Abstiegsfall droht eine wahre Implosion. So gut wie keiner der dann ablösefreien Spieler würde wohl beim Klub bleiben, kaum einer der Leistungsträger würde Kapfenberg die Treue halten, sollte auch nur ein halbwegs brauchbares Angebot kommen. Kapitän und Abwehrchef Taboga, der als einer der wenigen beständiges Bundesligapotential hätte, ist ziemlich sicher ebenso weg wie Mittelfeld-Motor Liendl. Kapfenberg müsste eine komplett neue Mannschaft aus dem Boden stampfen, und bei regionaler Konkurrenz wie dem GAK, Gratkorn und Sturm werden wohl nur Restposten für diese Mannschaft mit begrenzter Zukunftsprognose übrig bleiben. Da hatte es beispielsweise Wacker Innsbruck viel leichter, sie konnten de facto ungehindert ganz Tirol abgrasen. Kapfenberg wäre sportlich ruiniert.</p>
<p class="MsoNormal">Ähnlich die Situation in Altach. Freilich, so wie sich die meisten Spieler im Herbst präsentiert haben, würde sich der Verein ohnehin nicht noch länger von ihnen quälen lassen. Aber gerade die Altacher zeigen in ihren Unzulänglichkeiten auch die sportliche Führung betreffend fast beneidenswerte Konsequenz. Erfolgstrainer Streiter wollte man die Aufstellung diktieren, der bayerische Grantler Bender war ein hervorragender Sprücheklopfer, aber ein erstaunlich schlechter Trainer, Heinz Fuchsbichler ließ man den Trainer machen, obwohl er sowohl bei FC Lustenau als auch bei Austria Lustenau in selber Funktion schon grandios gescheitert war, und den ungemütlichen Schönenberger entließ man, weil er es gewagt hatte, schon im Herbst in Blickrichtung Frühjahr zu trainieren und sich die Spieler dadurch gegängelt fühlten – wohlgemerkt, einen Monat nach dem letzten Spiel im Herbst. Dass mit Georg Zellhofer ein Trainer geholt wurde, der in den letzten Jahren genau gar nichts erreicht hat, offenkundig nicht mit jungen Spielern kann, und er sich vor einem halben Jahr zu gut war, sich mit Ried in den drohenden Abstiegskampf zu stürzen, passt ins Bild.</p>
<p class="MsoNormal">Zumindest am Vertragssektor steht Mattersburg am Besten aus dem Trio da. Nur fünf Verträge enden im Sommer, kaum einer davon von echten Leistungsträgern. Wenn man schon nach 15 sieglosen Spielen am vorsintflutlichen Trainer festhält, so hat man wenigstens dafür gesorgt, dass die Spieler bei einem Klassenerhalt einen sicheren Job haben. Bei dem Kader der Burgenländer – wohl der beste der drei Kandidaten – kann das durchaus ein entscheidender Faktor sein.</p>
<p class="MsoNormal">Aber nicht nur zwei der drei Vereine im Abstiegskampf müssen die Sünden der Vergangenheit jetzt ausbaden. Frenkie Schinkels beschwerte sich zuletzt lautstark darüber, dass bei der Geburt des Retortenklubs fast ausschließlich Zwei-Jahres-Verträge vergeben wurden. Die natürlich allesamt jetzt auslaufen. Das doppelte Glück der Kärntner: Zum einen die komfortable Tabellenposition zur Winterpause, und zum anderen ein Trainer bzw. Sportdirektor, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich den jetzt schon feststehenden Klassenerhalt zunutze macht, rechtzeitig den drohenden Schaden zu begrenzen. Sprich: Mit Leistungsträgern verlängern (wie Schranz und Junuzovic, evtl. auch Ortlechner); Spieler, die im Winter Geld in die Kassen spülen, jetzt schon verscherbeln (wie Adi und Wolf); und sich hauptsächlich darauf konzentriert, Spieler für die kommende Saison zu scouten. Also, derb gesagt, auf die Ergebnisse im Frühjahr zu scheißen, weil eh nix mehr passieren kann, aber dafür nicht im Sommer in Panik ausbrechen müssen, weil plötzlich keine Spieler mehr da sind. Er macht also überspitzt formuliert genau das, wofür Schönenberger in Altach entlassen wurde.</p>
<p class="MsoNormal">Einen ähnlichen Weg geht auch der LASK – mit dem Unterschied, dass die Linzer jetzt schon auf ein Reservoir aus hervorragenden Jungkickern zurückgreifen können. Spieler wie U20-Held Zaglmair, der junge Hamdemir, der grandios veranlagte Höltschl, der schon jetzt im Bundesliga-Kader etablierte Piermayr und Außenverteidiger Hart werden im Frühjahr, wie sich schon in den letzten Herbst-Spielen angedeutet hat, vermehrt zum Einsatz kommen. Talent Emanuel Schreiner wurde zu Austria Lustenau verliehen, um sich die Spielpraxis dort zu holen. Dazu bestehen bei einigen der auslaufenden Verträgen schon jetzt klare Tendenzen: Baur hört auf, Klein und Hoheneder werden wohl gehen, ebenso wie der dauerverletzte Wendel und der zum Zweiergoalie degradierte Cavlina. Schließlich weiß auch Klaus Lindenberger, dass 30 Punkte sicher zum Klassenerhalt reichen werden, womöglich schon die 25, die derzeit auf dem Linzer Konto sind. Was Schinkels und Lindenberger eint: Das Wissen, dass es komplett wurscht ist, ob man am Saisonende Fünfter oder Siebenter ist.</p>
<p class="MsoNormal">Ein Luxus, den die Abstiegskandidaten natürlich nicht haben. Aber ein Zeichen, dass es manche Vereine in Österreich begriffen haben – und andere nicht.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Die dreigeteilte Bundesliga &#8211; Teil 3/3</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 09:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Nachdem wir schon die Spitzengruppe und das Mittelfeld beleuchtet haben, ist nun im letzten Teil unserer kleinen Serie der Tabellensüden an der Reihe. Da, wo keiner hin will, sind diesmal wenig überraschend Kapfenberg und Altach gelandet – also jene zwei, die schon vor der Saison als die wohl schwächsten Vertreter der Liga galten. Und Mattersburg.<br />
<span id="more-1144"></span><br />
Die Grün-Weißen aus dem Burgenland waren zwar von Haus aus kein Kandidat mehr für die obere Tabellenhälfte. Aber dass es in <strong>Mattersburg</strong> so weit nach hinten geht, hätte dann doch niemand so richtig vermutet. Woran liegt’s? Nun, das ist schnell beantwortet. Mittelfeld-Turbo Christian Fuchs, der sich in der deutschen Bundesliga schon durchaus einen respektablen Namen gemacht hat, fehlt an allen Ecken und Enden. Sein Schwung im Angriffsspiel ist vom jungen Manuel Seidl schlicht (noch?) nicht zu ersetzen. Und auch das Karriereende von Didi Kühbauer riss einen Krater in das Mattersburger Mittelfeld. Hinzu kommt natürlich, dass vom unbeholfenen Trainer Lederer nicht adäquat darauf reagiert werden kann (weil er schlicht nicht dazu in der Lage ist), Michl Mörz kein Kapitän ist (was er mit der Übertragung des Amtes an Carsten Jancker aber wenigstens eingesehen hat) und Ilco Naumoski jeden Tag noch wahnsinniger wird. Und mental spielt sicherlich auch die Zuschauersituation eine Rolle: Peitschten einst über 10.000 Leute pro Spiel die Burgenländer selbst gegen Wörgl und den FC Lustenau zum Aufstieg, wollen fünf Jahre später nicht mal ein Drittel davon Salzburg, Sturm und die Austria sehen. Leere Ränge haben im Abstiegskampf noch niemandem geholfen.</p>
<p class="MsoNormal">Über leere Ränge kann sich <strong>Altach</strong> zumindest nicht beschweren. Das Schnabelholz ist beständig ebenso voll wie das eigene Tor nach den Spielen. Unfassbare 58 Gegentore (in Worten: Achtundfünfzig) haben die Vorarlberger schon geschluckt – sie befinden sich damit auf Kurs 100 Gegentore (was seit Neusiedl vor 24 Jahren keiner mehr geschafft hat). Damit hätte man selbst in der Ersten Liga schwerwiegende Probleme. Nicht zuletzt beim 1:8 in Hütteldorf schüttelte selbst der Premiere-Kommentator in einer Mischung aus Mitleid und Schock nur noch den Kopf. Das ist sicherlich der Punkt, an dem der (sicherlich sehr fähige) Trainer Longo Schönenberger im Winter ansetzen wird müssen. Zugegeben, dass das für neue Spieler vorgesehene Geld im Sommer in das Stadion und die Infrastruktur geflossen ist, darf langfristig als richtige Maßnahme gelten. Doch die Neuen, die dann doch kamen, erwiesen sich fast alle als veritabler Flop. Die vier Defensiv-Leute Mimm, Stückler, Sereinig und selbst Pircher stehen allesamt seit Monate total neben sich, Zé Elias trägt nur (wenn überhaupt) das gelbe Trikot spazieren&#8230; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gut für Altach, dass sich zumindest Risiko-Transfer Ailton bezahlt macht – und der junge Matthias Koch einige Talentproben ablieferte. Außerdem stehen Kapfenberg und Mattersburg kaum besser da, und von den dreien hat Altach mit Sicherheit den besten Trainer der drei Kandidaten.</p>
<p class="MsoNormal">Denn dass <strong>Kapfenberg</strong>-Trainer Werner Gregoritsch mehr der geborene Heißmacher als der gewiefte Taktiker ist, wissen wir nicht erst sein gestern. Darum fällt es auch schwer, den achten Tabellenplatz, auf dem die Steirer stehen, als eigenen Erfolg zu verbuchen – weil es eher der Schwäche der anderen geschuldet ist. Freilich: Am Ende ist das egal. Denn obwohl Kapfenberg mit spielerischen Mitteln in keinster Weise mithalten kann, kämpferisch wissen die Obersteirer durchaus auch Stärken auf ihrer Seite. Dennoch bleibt es dabei: Kapfenberg kann nur dann in der Bundesliga bleiben, wenn die anderen beiden Konkurrenten im Frühling ihr Potential nicht ausschöpfen (also der Trainer in Altach und die Bundesliga-Erfahrung in Mattersburg). So ist es für den designierten Abstiegskandidaten Nummer eins zwar schön, immer noch gut im Rennen zu liegen. Aber es braucht sicherlich einer Steigerung, um am Ende nicht den Abstiegsplatz zu belegen.</p>
<p class="MsoNormal">Das war sie also, die dreiteilige Rückschau auf die bisherige Bundesligasaison. Begeben wir uns nun geistig schön langsam in die Winterpause und harren wir der Dinge, die da in der zweiten Saisonhälfte noch auf uns warten!</p>
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		<title>Die Ballverliebt-Bundesligavorschau</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 11:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur neun Tage nach dem Finale der sportlich hochklassigen Europameisterschaft werden wir recht abrupt wieder auf den harten Boden der deprimierenden Tatsachen zurückgeholt: Schon am kommenden Dienstag stehen sich im Eröffnungsspiel zur neuen Saison das ausgeblutete Sturm und Meister Rapid gegenüber. Zehn Teams wollen Meister werden, in den UEFA-Cup kommen, oder nicht absteigen. Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur neun Tage nach dem Finale der sportlich hochklassigen Europameisterschaft werden wir recht abrupt wieder auf den harten Boden der deprimierenden Tatsachen zurückgeholt: Schon am kommenden Dienstag stehen sich im Eröffnungsspiel zur neuen Saison das ausgeblutete Sturm und Meister Rapid gegenüber. Zehn Teams wollen Meister werden, in den UEFA-Cup kommen, oder nicht absteigen. Was ist für diese zehn Teams möglich?</p>
<p><span id="more-242"></span><img src="http://img113.imageshack.us/img113/1990/rapidmq5.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Rapid Wien</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Wer hätte das gedacht? Rapid holte den Titel, baute den Rekordmeister-Status mit der 32. Meisterschaft aus. Die Grünen waren zur Stelle, als die haushohen Favoriten aus Salzburg immer wieder Punkte liegen ließen. Und das, obwohl Trainer Pacult ob seinem umstrittenen (und zuweilen kommunikationslosen) Umgang mit der Mannschaft kein uneingeschränkter Publikumsliebling ist. Zudem bot seine Mannschaft, taktisch betrachtet, Steinzeit-Fußball und der Titel wurde nicht eingefahren, weil man so gut war, sondern die Konkurrenz so schwach. So oder so: Wirbelwind Ümit Korkmaz spielte sich mit seiner starken Saison in den EM-Kader und in die deutsche Bundesliga, ist somit der ganz große Gewinner des Jahres. Auch Angriffs-Hüne Maierhofer, das &#8220;Phantom von Hütteldorf&#8221;, holte sich nach missglückten Abstechern nach Koblenz und Fürth wieder Selbstvertrauen, Kapitän Hofmann nützte die im gewährten Freiheiten ebenso. Doch ist beim Meister nicht alles friedlich: Pacult stänkerte schon lautstark in Richtung der sportlichen Führung, weil neben Korkmaz auch Bazina abgegeben wurde, auf der anderen Seite aber kaum adäquater Ersatz geholt wurde &#8211; Marcel Ketelaer ist das nämlich sicher nicht, und ob sich Zweitliga-Torschützenkönig Gartler nun doch beim Meister durchsetzen kann, ist längst nicht sicher. Zudem fällt Torhüter Payer wegen der Erkrankung, die ihm auch die EM-Teilnahme kostete, mindestens bis Winter aus. Als Ersatz wurde Georg Koch geholt &#8211; wenn Payer zurückkommt, ist zwischen Sturkopf Koch und Sturkopf Payer der Konflikt vorprogrammiert. Dem Meister steht eine Saison voller Fallen bevor, die es zu meistern gilt. <strong><em>Titelfavorit sind die Grünen sicher nicht &#8211; eine UEFA-Cup-Qualifikation muss das realistische Ziel sein.<br />
<span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/4836/salzburgbx1.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>Red Bull Salzburg</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Mit den Bullen verhält es sich so ein wenig wie mit den Bayern: Auch, wenn sie einmal ein Jahr nicht Meister werden, sind sie in der neuen Saison dennoch klarer Favorit. Die Salzburger haben sich in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll selbst geschlagen, das 0:7-Desaster gegen Rapid auf heimischem Kunstrasen ist dafür ein Spiegelbild. Mit großen Ambitionen gestartet, es folgte der schnelle Rückschlag &#8211; und die Selbstaufgabe, sobald es schwierig zu werden drohte. Trapattoni schaffte es nicht mehr, in seiner Legionärstruppe das nötige Feuer zu entfachen. Nun versucht sich nach Defensiv-Apostel Trap ein neuer Mann an der Kommandobrücke: Der Holländer Adriaanse versprach den Offensivfußball, den Verein und Fans sehen wollen. Vom ebenso angekündigten österreichischen Weg ist indes nicht viel zu sehen. Viel mehr mutierte Salzburg im Sommer zu einer Art &#8220;Barcelona für Arme&#8221;, nämlich eine echte Holland-Filiale. Nach dem verpatzten letzen Jahr ohne Meisterschaft und ohne Champions League-Qualifikation steht Adriaanse aber nicht unter Erfolgsdruck &#8211; sondern unter Erfolgszwang. Der Meistertitel, und nichts anderes, zählt. Und natürlich endlich auch überzeugende Auftritte auf europäischer Ebene, nachdem in den letzten beiden Jahren jeweils schon im September das Kapitel Europacup erledigt war. Außerdem will das große Stadion gefüllt werden: Denn nach dem langen Hickhack um Rückbau oder Nicht-Rückbau steht nun fest, dass der für die EM erfolgte Stadionausbau bestehen bleibt. Und da in der Meisterschaft das Stadion praktisch nie voll zu bekommen ist, müssen die Bullen umso mehr nach der Champions League trachten. <em><strong>Alles andere als der Titel ist daher nicht akzeptabel, und auf dem Weg dahin können sie sich wieder nur selbst schlagen.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/8526/austriaqc7.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>FK Austria Wien</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Eine neue Saison, eine neue Ära &#8211; also alles wie immer am Verteilerkreis&#8230; Wieder kennt man bei der Austria das Wort &#8220;Kontinuität&#8221; nur vom Hörensagen, wieder bekommt die Mannschaft ein völlig neues Gesicht. Was diesmal aber auch im verstärkten Maße an Frank Stronach liegt: Der &#8220;Big Spender&#8221; vergangener Tage holte sich gleich vier Spieler, zum Teil echte Stützen, zu seinem Projekt in der 2. Liga; der von Salzburg geliehene Teamverteidiger Gercaliu muss du den Bullen zurück, den schlampigen Lasnik zieht es nach Deutschland. Dafür schließt sich auf der Trainerbank ein Kreis: Austria-Legende Karl Daxbacher, einst vielfacher Meister und Europacupfinalist mit den Violetten, konnte zu einer Rückkehr bewegt werden. Und das, obwohl er bei seinem alten Verein, dem LASK, im Wort stand: Der Rosenkrieg zwischen LASK und Austria um den Trainer war wochenlang das Lieblingsthema der Presse. Nun ist Daxbacher also wieder in Wien, und er wird alle Hände voll zu tun haben, aus dem einmal mehr neu zusammen gewürfelten Haufen zu eine schlagkräftigen Truppe zu machen. Die Liste der Neuen lässt vermuten, dass der Fußball bei der immer eher als &#8220;elegant&#8221; bekannten Austria künftig gearbeitet werden soll. Hattenberger ist ein Kämpfer im defensiven Mittelfeld, Krammer eine Arbeitsbiene auf der Außenbahn, U20-Held Madl ein humorloser Verteidiger &#8211; nur Mario Bazina, von Rapid geholt, steht für echte Kreativität, und an ihm wird wohl auch die Hauptlast der Angriffsarbeit hängen bleiben. Mössner wird sich erst beweisen müssen, und ober der Chinese Sun Xiang viel mehr als ein Werbegag ist, werden wir ebenfalls erst sehen. Eine Meistermannschaft hat die Austria wohl eher nicht beisammen, <strong><em>viel mehr als der Kampf um die internationalen Plätz wird für die Violetten in dieser Saison kaum drin sein.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/7169/sturmuj6.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Sturm Graz</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Auferstehung, Junge Revolution, Senkrechtstarter &#8211; wie auch immer man die letzte Saison der Grazer nennt, sie war einzigartig. Denn nur ein Jahr, nachdem der Verein auf dem Sterbebett lag, war Sturm Winterkönig. Und das mit der jüngsten Mannschaft der Liga! Sturm-Urgestein Foda (der Deutsche geht in seine zwölfte Saison in Graz) formte aus einigen hochtalentierten Spielern wie Säumel, Prödl und Salmutter eine gewachsene Truppe, die wohl den schönsten und sicher den modernsten Fußball der Liga spielt. Aber: Im Frühjahr waren die im Herbst so erfrischend und locker aufspielenden Jungstars &#8211; mit Haas und Muratovic stehen nur zwei erfahrene Spieler im Kader &#8211; dem Druck nicht ganz gewachsen, rutschten noch ab. Am Ende wurde es ein dennoch respektabler vierter Platz, und damit die Qualifikation immerhin für den UI-Cup. Auf eine Wiederholung der letzten, starken Saison braucht man aber in dieser Form nicht zu hoffen: Zu groß ist der Aderlass, den die Grazer hinnehmen mussten. Kapitän Säumel wechselt wohl ebenso ins Ausland wie Abwehr-Turm Prödl, Salmutter wechselt innerhalb der Liga, Krammer ebenso, und auch Außenverteidiger Prettenthaler geht. Sturm steht also vor einem Neustart. Es gilt nun, zum einen die Neuzugänge schnell zu integrieren, und zum Anderen, weitere Talente aus dem riesigen Reservoir, das den Blackies zur Verfügung steht, an die Bundesliga heranzuführen. Der Kader ist immer noch gut genug, um nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Aber vom Meistertitel zu sprechen, wäre pure Träumerei: Auf die treuen Fans wartet also wohl oder übel ein Übergangsjahr &#8211; <strong><em>denn selbst für die UEFA-Cup-Plätze ist Sturm nicht gerade der heißeste aller Anwärter.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/1107/mattersburgag0.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SV Mattersburg</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">War&#8217;s das in Mattersburg? Sind die fetten Jahre bei den Burgenländern vorbei? Es deutet einiges darauf hin. Was sich letztes Jahr schon gezeigt hat, ist die zurückgehende Unterstützung der Fans. War Mattersburg 2003 in der Aufstiegssaison als Zweitligist der zuschauerstärkste Verein Österreichs, war man, was diese Wertung betrifft, in der vergangenen Saison nicht einmal annähernd in der oberen Hälfte der Bundesliga-Rangliste. Was jedoch noch viel schwerer wiegt: Mit dem alterswahnsinnigen Kühbauer (Karriereende) und dem schnellen Fuchs (Bochum) gehen das Herz und die Lunge der Mannschaft (Hirn hatte sie vorher schon keines). Wer soll die ersetzen? Gut, Lindström vom Absteiger aus Innsbruck, das sollte zumindest den Kühbauer-Abgang kompensieren (Lindström ist auch sicher nicht so oft gesperrt wie der Ex-Kapitän). Aber nun fehlen der Mannschaft die prägenden Figuren. Jancker wird nicht jünger und ist kein Antreiber, der auf dem Platz eher ruhige Mörz ist keine Führungsfigur, Cem Atan muss erst einmal seine privaten Probleme in den Griff bekommen. Hinzu kommt, dass Mattersburg seit jeher eine Mannschaft ist, die über die Härte kommt. Der Kader war ohnehin schon klein, und ohne Fuchs droht das Team noch mehr zur Tretertruppe zu verkommen, als es ohnehin schon ist. Wie will man die sich häufenden Sperren ausgleichen? Zwei Mal Cupfinale, Europapokal: Das war mal. Die in den letzten zwei Jahren schwächelnde Konkurrenz um die internationalen Plätze hat sich stabilisiert, dazu stellt der LASK eine objektiv deutlich bessere Mannschaft. Ohne Frage: Wenn es nicht von Anfang an läuft, droht Mattersburg der Abstiegskampf. Das Glück der Ostösterreicher: Die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg sieht so schwach aus, wie seit Jahren nicht mehr. <strong><em>Darum werden sie, auch wenn es knapp zu werden droht, zumindest heuer noch drinbleiben.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/3319/laskyf4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>LASK Linz</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Lange war sie eine Erfolgsgeschichte, die Rückkehr des LASK in die Bundesliga. Bis wenige Wochen vor Schluss waren die Linzer noch voll dabei im Titelrennen, aber nach dem 0:4 in Salzburg und spätestens nach dem 1:2 gegen Rapid ging es nur noch bergab. Es wurde der sechste Platz, der der Mannschaft auch vor der Saison schon zugetraut wurde. Ob die lange Stärkephase des LASK nun für die Linzer oder gegen die Liga spricht, steht dabei freilich auch einem ganz anderen Blatt Papier. Tatsache ist: Durch seine gute Saisonleistungen (und weil landauf, landab es viele Medien forderten) hüpfte sogar Oldboy Ivica Vastic noch auf den EM-Zug auf. Dort wurde er zwei mal eingewechselt, und war (wie kaum anders zu erwarten war) zwei mal absolut unsichtbar &#8211; mit der Ausnahme seines Elfmetertores. Auf nationaler Ebene reicht die Kraft noch für etwas länger als eine halbe Stunde, und außerdem ist er ja nicht der einzige alte Hase beim LASK. Vastic ist, genauso wie Abwehr-Boss Michael Baur, nur unwesentlich jünger als der neue Trainer, der eigentlich ein Teamchef nach englischem Vorbild sein soll: Andrej Panadic kommt auf ausdrücklichen Vorschlag von Vastic, der ihn aus gemeinsamen Tagen in Graz und in Japan kennt. Mit der Bestellung von Panadic zeigte Vastic zudem eindrucksvoll, wer im Verein wirklich das Sagen hat. Neben den erfahrenen Kräften konnten aber auch einige hoffnungsvolle Junge ihr Talent aufblitzen lassen: Niklas Hoheneder spielte in seiner allerersten Bundesligasaison alle 36 Spiele durch, Christoph Saurer löst bei seinem Ex-Verein Austria Wien (der Sauerer billig hergab) mit starken Leistungen Hinternbeißen aus, Florian Klein steht auf dem Wunschzettel der Salzburger. Der Blick geht nun schon ein wenig in die Zukunft beim LASK: Neben dem erfahrenen Markus Weissenberger, der nach zehn Jahren zurückkommt, wurden zudem die jungen Rasswalder (war in Kanada dabei) und Salmutter geholt, vom 16-jährigen Kroaten Budimir erwartet man sich auf Sicht auch einiges. <em><strong>Ein Mittelfeldplatz ist mit dieser Mannschaft das Minimum &#8211; vielleicht kann der LASK sogar um den UEFA-Cup mitspielen.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
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<p><img src="http://img519.imageshack.us/img519/8287/riedmx4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SV Ried</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">In einem sind sich alle einig: Die vergangene Saison war eine einzige Katastophe. Wie es Ried schaffte, am Ende immerhin Siebenter zu werden, ist nach dem Chaos-Jahr vielen aber unklar. Mit dem Abgang von Erfolgstrainer Helmut Kraft (der nach Innsbruck ging) fing die Provinzposse erst so richtig an. Mit Co-Trainer Weissenböck und Akademie-Trainer Schimpl wurde eine Doppelspitze auf der Trainerbank gebildet, nach der Winterpause war dann plötzlich nur noch Weissenböck der Coach, das alles begleitet von einer beispiellosen Negativ-Serie. Auswärts zeigte sich der Vizemeister von 2007 (wie das möglich war, wird wohl ein ewiges Mysterium bleiben) stets als williges Opferlamm ohne jede Gegenwehr. Und auch die Heimspiele waren selten überzeugend. Die Siege gegen Altach und Kärnten (die an diesen Tagen einfach noch schlechter waren) besiegelten den Klassenerhalt, aber die Situation wurde dadurch nicht entscheidend besser. Als drei Spiele vor Schluss dann Weissenböck noch gegangen wurde, kam Michael Angerschmid als &#8220;Übungsleiter&#8221; &#8211; die Ried-Legende übernahm nach seinem Rücktritt als Spieler vor einem Jahr die Bezirksliga-Amatuere der Rieder, und schlug ein Angebot aus der Landesliga aus, weil er sich für diese noch nicht reif fühlte&#8230; Das Ende vom Lied: Angerschmid wurde nach den letzten drei Saisonspielen wieder erlöst, und nun soll Georg Zellhofer die völlig neuformierte Mannschaft in ruhigere Fahrwasser leiten. Oder besser: Sollte! Denn schon vor dem ersten Spiel sagte Zellhofer auch schon wieder Auf Wiedersehen. Vier, fünf echte Stützen verlassen den Verein mit dem kleinsten Budget der Liga, Riesentalent Hackmair fällt lange verletzt aus, Spielmacher Drechsel ist gefühlt schon halber Rentner &#8211; und mit Stefan Lexa kommt nur ein namhafter Spieler hinzu, ansonsten holte man sich nur Leute aus der 2. Liga. Ob das gutgeht? <strong><em>Ried ist in jedem Fall ein ernsthafter Abstiegskandidat.<br />
</em></strong></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img113.imageshack.us/img113/7799/altachvg2.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SCR Altach</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Der Aufstieg der Altacher im Jahr 2006 war eine Sensation, der Klassenerhalt vor einem Jahr zu einem großen Teil auch dem massiven Punktabzug des GAK zu verdanken. Dass sich die Vorarlberger aber auch noch ein zweites Jahr in der Bundesliga halten konnten, ist schon erstaunlich. Umso mehr, da bis zur Winterpause &#8211; also zwei Drittel der vergangenen Meisterschaft &#8211; mit Manfred Bender ein Mann den Trainerposten innehatte, der sich sowohl bei der Mannschaftsführung als auch im Umgang mit den Medien als weitgehend unfähig erwies. Der bärbeißige Bender brach den sensiblen Leonardo (die Sensation des ersten Bundesliga-Jahres) endgültig, beschimpfte seine Mannschaft gerne auch über die Medien (&#8220;Diese Waschlappen könnten nicht mal meine Tochter ausspielen!&#8221;) und war überrascht, als er in der Winterpause die Tür gezeigt bekam. Das Spiel der Altacher war zwar vom uralten Roland Kirchler (der seine Karriere nun in der Regionalliga ausklingen lässt) abhängig, aber gegen die noch schwächere Konkurrenz war das mehr als genug. Nun geht Altach also in die dritte Bundesliga-Saison und Trainer Fuchsbichler bekam neben einigen Zweitligaspielern einen echten Kracher in seine Mannschaft: Zé Elias, einst Ballkünstler bei Inter Mailand und mehrfacher brasilianischer Teamspieler, soll dem biederen Spiel der Altacher etwas Glanz verleihen. Und, wenn möglich, den Abstieg ein weiteres Mal verhindern. Das Spielermaterial, mit dem Fuchsbichler operieren muss, ist zwar (abgesehen von Zé Elias, aber ob der wirklich spielen oder nur lässig das Bergpanorama genießen will, ist noch offen) nicht gut genug, um ans Mittelfeld zu denken. <em><strong>Aber dank drei bis vier weiterer äußerst ernsthafter Abstiegskandidaten könnte es auch diesmal etwas werden.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
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<p><img src="http://img296.imageshack.us/img296/4883/akrntenvq4.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>SK Austria Kärnten</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Das haben sich die politischen Entscheidungsträger, die den Retortenklub vor einem Jahr aus der Taufe gehoben haben, ganz anders vorgestellt! Statt mit GAK-Meistermacher Schachner um die Europacup-Plätze zu kämpfen, verpasste sich Schachner nach dem verunglückten 1860-Abenteuer die nächste herbe Delle in seiner Trainer-Karriere. Die Mannschaft, die unter Schachner nie eine war, quälte die erstaunlich zahlreich in die moderne Arena kommenden Zuschauer mit schlimmstem Anti-Fußball. Kaum waren die Kärntner am Tabellenende angekommen, wurde Schachner seines Traineramtes enthoben &#8211; seine Tätigkeit als Sportdirekter, die er sich erstritt, war dann nach der Winterpause dran. Als im Winter Frenkie Schinkels aus Sportdirektor geholt wurde, war allen klar: Der farblose Schachner-Nachfolger Klaus Schmidt war auf der Trainerbank nur eine Übergangslösung. Schnell setzte sich Schinkels, mit der Austria immerhin Meister von 2006, selbst auf die Bank und bald stellte sich der Erfolg ein: Schinkels ist kein gewiefter Taktiker, aber eine Stimmungskanone der Marke Klopp. Er schaffte es, die einzelnen Mannschaftsteile zu einer Einheit zu machen, die zwar immer noch nicht Fußball spielen konnte, aber immerhin kämpfte. Das reichte gegen die Innsbrucker, deren Mannschaft sich zur gleichen Zeit immer mehr voneinander entfernte. Nun soll der nächste Schritt nach vorne gemacht werden, und zwar etwas behutsamer, als mit der Holzhammer-Methode von vor einem Jahr. Ob das gelingt, hängt auch von der psychischen Komponente ab: Adam Ledwon, Kampfsau im defensiven Mittelfeld, nahm sich in der Sommerpause das Leben. Nur wenn dieser Verlust (menschlich wie sportlich war Ledwon eminent wichtig) schnell verkraftet wird, kann Kärnten etwas weiter nach oben schauen. <em><strong>Denn mit dem Kader können auch ohne die Vorkommnisse keine Bäume ausgerissen werden.<br />
</strong></em></span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong><em><span style="color: #ffffff;">.<br />
.</span></em></strong></span></p>
<p><img src="http://img57.imageshack.us/img57/9558/ksvlogodg1.jpg" border="0" alt="" /> <span style="font-family: Comic Sans MS;"><span style="font-size: x-large;"><span style="font-family: Trebuchet MS;"><strong>Kapfenberger SV</strong></span></span></span><br />
<span style="font-family: Trebuchet MS;">Unglaublich, aber wahr: Kapfenberg ist erstmals nach 41 Jahren wieder in der obersten Spielklasse vertreten. Dabei hätten die Obersteirer in der vergangenen Saison eingentlich Regionalliga spielen müssen! Immerhin sind sie 2007 Vorletzter der 2. Liga geworden und sind somit, zumindest sportlich, aus dieser abgesteigen. Doch die Lizenz-Entzüge von GAK und Admira rettete die Falken, sodass es doch in der 2. Liga weiterging: Als klarer Abstiegskandidat, versteht sich. Doch die Mannschaft spielte sich schon im Herbst in einen Lauf, den man ihr nie und nimmer zugetraut hätte. Im Winter waren es fünf Punkte Vorsprung auf die Verfolger &#8211; ein zu kleines Polster, da waren sich alle einig, denn diese Herbstsaison kann Kapfenberg nicht bestätigen. Denkste! Das Team von Werner Gregoritsch (der damit zum 2. Mal in die Bundesliga aufsteigt, er führt schon Mattersburg dorthin) erwies sich auch in der zweiten Saisonhälfte als wesentlich stabiler als die immer mehr schwächelnde Konkurrenz. Schon Wochen vor Saisonschluss stand der sensationelle Meistertitel und damit der Aufstieg der Kapfenberger fest. Doch die wahre Herausforderung kommt erst: Denn ob die junge No-Name-Truppe tatsächlich das Zeug hat, auch in der Bundesliga mitzuhalten, ist doch mehr als fraglich. Zudem wurde bislang kein einziger Spieler geholt, der wirklich über Bundesliga-Erfahrung verfügt. Zumindest in der Defensive wären diese bitter notwendig, denn die Abwehr war schon in der 2. Liga kaum mehr als Durchschnitt. Dafür verfügt die Offensive über Schlagkraft: 79 Mal trafen die Steirer ins Tor, allen voran Michael Liendl: Der offensive Mittelfeld-Mann explodierte förmlich und stand schon bei einigen Bundesliga-Vereinen auf dem Wunschzettel. Dennoch, ein Liendl alleine (zumal der ja auch noch nie Bundesliga spielte) wird die Klasse für Kapfenberg nicht halten können. <em><strong>Da müssen schon auch andere mithelfen &#8211; durchaus auch die Konkurrenz.</strong></em></span></p>
<p><span style="font-family: Trebuchet MS;">(phe)</span><span style="font-family: Trebuchet MS;"><br />
</span></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=242&amp;md5=f814682d67635b6853b1b4b592ddb6aa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tabelle der Schmerzen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 20:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da liefert man einmal so ein bisschen locker aufbereitete Chronik mit ein paar Light-Analysen, packt zum Drüberstreuen noch ein paar Transferdaten und -gerüchte obendrein und schon jubilieren die Besucher in höchsten Tönen. Nix da! Jetzt gibt&#8217;s die &#8220;Hard Facts&#8221;, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Ballverliebt.eu präsentiert das Ranking der Rauhbeine, die Hall of Fame der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da liefert man einmal so ein bisschen locker aufbereitete Chronik mit ein paar Light-Analysen, packt zum Drüberstreuen noch ein paar Transferdaten und -gerüchte obendrein und schon jubilieren die Besucher in höchsten Tönen. Nix da! Jetzt gibt&#8217;s die &#8220;Hard Facts&#8221;, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Ballverliebt.eu präsentiert das Ranking der Rauhbeine, die Hall of Fame der Haxenbrecher oder einfach die <strong>Tabelle der Schmerzen 2007/2008!</strong></p>
<p><span id="more-138"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/fairplay1.png"><img class="alignnone size-full wp-image-140" style="border: 0pt none; margin-left: 40px; margin-right: 40px;" title="ballverliebt.eu - FairPlay Tabelle T-Mobile Bundesliga 07/08" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/fairplay1.png" alt="" width="498" height="332" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><small><strong>Legende: </strong>G-R = Gelb-Rot, Pkt. = Punkte in der Ligatabelle, S-Pkt. = Schmerzenspunkte, SP / Pkt. = Schmerzenspunkte pro Tabellenpunkt</small></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Zuerst einmal zum Berechnungsmodus. Gelistet sind alle Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten sowie die Punkte in der Bundesligatabelle nach Runde 36, wie gefunden auf bundesliga.at. Es ist nicht hundertprozentig ausgeschlossen, dass ich mich vor allem bei der Gesamtzahl an gelben Karten irgendwo verzählt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Karten wurden umgewandelt in Schmerzenspunkte (vorletzte Spalte), wobei jeder gelbe Karton 1 Punkt, jede gelb-rote Karte 3 Punkte und jeder direkte Platzverweis 5 Punkte zählt. In der letzten Spalte findet sich quasi der Brutalo-Effizienzgrad, also wieviele Schmerzenspunkte der Verein pro Tabellenpunkt lukriert hat (je weniger, desto besser &#8211; eh klar). Und daraus ergibt sich folgendes:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-132" title="mattersburg1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif" alt="" width="47" height="48" /></a>An der Spitze steht &#8211; für viele nicht unerwartet &#8211; <strong>Mattersburg</strong>, das Team rund um Schiriliebling und nunmehrigen Ex-Kicker Didi Kühbauer. 115 Schmerzenspunkte gab es diese Saison, den Löwenanteil brachten die 101 (!) gelben Karten. Dafür gabs nur durchschnittlich viele Gelb-Rote und lediglich einen direkten Platzverweis. Und den handelte sich &#8211; erraten &#8211; Didi himself ein, der ansonsten &#8220;nur&#8221; 6 mal Gelb sowie einmal Gelb-Rot in seinen 29 Einsätzen sah und damit 14 SP zur Statistik beisteuerte. Gefolgt wird er von Ilco Naumoski, der es in gleich viel Spielen auf 13 helle Kartons brachte. Brutalo-Effizienztechnisch liegen die Burgenländer im Mittelfeld.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-129" title="austria1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif" alt="" width="36" height="48" /></a>Eher unerwartet gab die Kalkulation den zweiten Platz der violetten <strong>Austria</strong> aus Wien. Im Gegensatz zum Erstplatzierten setzte es hier mit 82 nur überdurchschnittlich viele einfache Verweise, dafür sparte man sich die Zweifarbigen ganz und ließ sich 6 mal einen Spieler direkt vom Platz stellen, was alleine mit 30 der 112 SPs zu Buche schlägt. Ordentlich hinein stiegen in dieser Spielzeit Yüksel Sariyar (9x Gelb, 1x Rot, 14 SP in 25 Spielen) und Jacek Bak (8x Gelb, 1x Rot, 13 SP in 26 Einsätzen). Letzterer hat zumindest die Ausrede als Verteidiger zu spielen. Eine Effizienz von 1,93 scheint den harten Einsatz jedenfalls einigermassen zu rechtfertigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-133" title="lask" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif" alt="" width="33" height="48" /></a>Das Team von der Linzer Gugl (oder &#8220;Bruchbude&#8221;, wie manch einer der Kommentatorenin diesem Blog wohl sagen würde) holt sich die Bronzemedaille im nichtolympischen Beinebrechen. 106 Schmerzenspunkte stehen zu Buche, was genau 2 je erstrittenem Pünktchen in der &#8220;normalen&#8221; Tabelle ergibt. Geht es rein um gelbe Karten, wäre es sogar Rang 2 für den <strong>LASK</strong>. So liegt man aber schmerzenspunktgleich mit Altach, hat sich den Einzug in die Top 3 somit aufgrund eines überzähligen Platzverweises redlich (?) verdient. Mit Jürgen Panis gibt&#8217;s in der Einzeltreterstatistik Silber: In 32 Spielen 13 mal verwarnt und 1 mal direkt vom Feld geschickt zu werden ergibt summa sumarum 18 SP.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-135" title="altach" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif" alt="" width="42" height="48" /></a>Sehr ruppig spielt man auch im Ländle. Nämlich genauso ruppig wie in Linz. Auch für <strong>Altach</strong> gab es 106 SP, mit einem Aufwand von 2,94 pro Platzierungspunkt verteilte man die Schmerzen aber deutlich aufwändiger als der FC Vastic. Besonders angestrengt hat sich in dieser Hinsicht Kai Walter Schoppitsch, der in jedem zweiten seiner 20 Einsätze je einmal den gelben Karton unter die Nase gehalten bekam.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-134" title="ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif" alt="" width="47" height="48" /></a>Der zweite oberösterreichische Klub, der <strong>SV Ried</strong>, findet sich auf Platz 5, also im Mittelfeld. 80 mal Gelb und je 3 mal Gelb-Rot und Rot lassen sich auf 104 SP aufrechnen. Das ist nicht wesentlich weniger als beim LASK oder Altach, aber eben doch&#8230; weniger. Dreißig mal lief Ernst Dospel für die grünen Wikinger auf, und nutzte seine Spielzeit dazu, mit 9 Gelben und einer Roten den Mannschaftsrekord für diese Saison aufzustellen. Wir schenken uns die Gratulation zu dieser tapferen Leistung, denn so wirklich ergiebig war sie bei 2,74 SP pro Punkt dann auch wieder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-137" title="ibk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif" alt="" width="39" height="48" /></a>In der Tabelle der Schmerzen ebenfalls in der Mitte, dank der relevanteren Statistik nunmehr in der Zweitklassigkeit befindet sich <strong>Wacker Innsbruck</strong>. Dort stellte man bis auf eine normale Verwarnung fast die gleiche Statistik auf wie die Rieder, helfen wollte es aber nicht. Die 103 SP fallen auf eine verheerende Bilanz  von 3,55 Schmerzenszählern für jeden der 29 Tabellenzähler zurück. Am meisten trugen hierzu Andreas Schrott (7 Gelbe, eine Rote in 28 Spielen) und Michael Madl (lief 20 mal auf und kassierte einmal weniger Gelb) bei. Wir sind gespannt, wie die geeutelten, schwarzgrünen Recken ihren Wiederaufstiegs-&#8221;Kampf&#8221; ab Herbst gestalten werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-136" title="skkaernten" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif" alt="" width="30" height="48" /></a>In Reichweite der vier letzten beschriebenen Vereine findet sich auch der erst diese Saison aus der Taufe gehobene <strong>SK Austria Kärnten</strong>. Für die Fußballer vom Wörthersee gabs relativ oft Gelb (87 mal an der Zahl) und auch drei mal die bunte Variante, dafür musste kein einziges Mal ein Kicker von Schachner, Schmidt bzw. Schinkels auf der Stelle duschen gehen. In 30 Spielen sammelte Adam Ledwon (sensationelle!) 18 gelbe Karten. Damit gewinnt er den von ballverliebt.eu imaginär vergebenen goldenen Gipsfuß noch vor dem Linzer Panis, da er zwei Matches weniger für seine beeindruckende SP-Sammlung brauchte. Sehr klug setzte man die eigene Rüpelhaftigkeit im südlichsten Bundesland zudem nicht ein (3,09 SP pro Punkt).</p>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir nun zur Positiv-Top 3. Diese belegen in der Tabelle der Schmerzen die ehrenhaften drei letzten Ränge &#8211; und das mit Respektabstand zu den Top 7!</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-126" title="redbull" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif" alt="" width="65" height="35" /></a>Die <strong>Red Bulls</strong> aus Wals-Siezenheim hielten sich mit unfairem, körperlichen Einsatz (oder unsinnigem Gemecker, Tätlichkeiten etc.) doch relativ zurück. 86 SP stehen zu Buche, was in Kombination mit dem Vizemeistertitel und 63 T-Mobile-Zählern zu einer Quote von 1,37 führt. Die Gesamtkarten (derer 69 in gelb, 3 in bunt und 1 in rot) verteilen sich weiters relativ gleichmässig auf den Kader. Lediglich Niko Kovac, der sich in 25 Spielen 7 Gelbe und eine Rote erstritt, sowie Carboni mit 10 Gelben aus 32 Partien fallen etwas aus dem Rahmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-130" title="sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif" alt="" width="60" height="36" /></a>Die <strong>Sturm Graz</strong> Young&#8217;sters brachten es diese Meisterschaft auf den vierten Rang und damit zur Teilnahme am letzten UEFA Intertoto Cup. Übertriebene Härte kann man Foda&#8217;s Mannen dabei aber nicht vorwerfen, denn in der Rüpelskala rangieren sie an der ehrenhaften 2. Stelle. Auch was den Koeffizienten aus Härte und Erfolg angeht müssen sich die Blackies nicht schämen: 1,37 ist hier nach den Grünweißen aus Hütteldorf und den Bullen der drittbeste Wert. Das gröbste Handwerk bei den Steirern betrieb Mittelfeldmann Samir Muratovic. Sieben gelbe und eine Ampelkarte lassen ihn 10 der insgesamt 79 Schmerzpunkte beisteuern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-127" title="rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif" alt="" width="38" height="48" /></a>Nun bleibt nur noch ein Team über. Und dieses hat sich nicht nur der Gesamtheit der Schirimaßnahmen nach am fairsten geschlagen, sondern zudem den Meisterteller nach Hause geholt. Ganz Recht: An der Spitze der T-Mobile 2007/08 und zur selben Zeit am Ende der Unsportlichkeits-Skala rangiert der <strong>SK Rapid Wien</strong>. Rechnet man Ligascore und Härtepunkte auf, so haben sich die Hütteldorfer pro Punkt kaum mehr als eine gelbe Karte eingehandelt.  Fair und erfolgreich &#8211; das klappt! Selbst wenn man das Wertungsschema ausser Acht lässt, hat die Mannschaft um Peter Pacult den letzten und bedeutendsten Rang in dieser Wertung gesichert: Insgesamt 65 Karten unterbietet alle 9 anderen Vereine. Erwähnenswert sind hierbei Christan Thonhofer (6 mal Gelb, 1 x Gelb-Rot, 9 SP bei 26 Matches) und Branko Boskovic (6 Gelbe in 34 Einsätzen). Diese zwei sind mit dieser vergleichsweise harmlosen Statistik bereits die Schlimmsten im grünweißen Trikot.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/fazit.png"><img class="alignnone size-full wp-image-141" title="Ballverliebtes Fazit" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/fazit.png" alt="" width="48" height="48" /></a><span style="color: #003300;"><strong><span style="color: #000000;">Zeit für ein Fazit:</span> </strong></span>Diese Statistik widerlegt nicht, dass man technische Mankos (in dieser Liga ohnehin evident) mit Kampfkraft ausmerzen könnte. Ganz im Gegenteil: Den Kampfkraft ist vor allem ein Begriff, der die mentale Stärke, den Zusammenhalt und Siegeswillen eines Teams umschreiben sollte. Wer sie als Indikator für die erlittenen Schmerzen des Gegners nimmt, oder meint gelbe Karten durch unnötiges Genörgel wären &#8220;eh okay&#8221;, der hat etwas falsch verstanden. Gefruchtet &#8211; oder besser: nicht geschadet &#8211; hat diese Denkweise in dieser Saison nämlich nur bei der Wiener Austria, also einem von den vier Topteams. Die anderen, rangierend auf Rang 4, 2 und 1, liefern die Regel zu dieser Ausnahme. Statistiken mögen oft zu detailiert und mitunter sinnlos sein, aber aus dieser hier (so sie jemals irgendein Klubverantwortlicher zu Gesicht kriegt), könnte man vielleicht was lernen.</p>
<p style="text-align: justify;"><small><strong>Vereinsicons:</strong> www.bundesliga.at</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=138&amp;md5=099d0d30f9433cc4166c1df77070017d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Wort zum Saisonende</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 19:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schluss. Aus. Vorbei. Seit gestern Nachmittag ist die Saison 2007/08 der T-Mobile Bundesliga abgeschlossen. Während im Mai noch das eine oder andere Testspiele der verschiedenen Klubs ansteht und alle der EURO 2008 entgegenfiebernsehen (Nein, Christl, das Wort kriegst du nicht. Nicht für dieses schreckliche Lied.) steht bei vielen Vereinen große Veränderung bevor. Was war, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schluss. Aus. Vorbei. Seit gestern Nachmittag ist die Saison 2007/08 der T-Mobile Bundesliga abgeschlossen. Während im Mai noch das eine oder andere Testspiele der verschiedenen Klubs ansteht und alle der EURO 2008 entgegen<span style="text-decoration: line-through;">fiebern</span>sehen (Nein, Christl, das Wort kriegst du nicht. Nicht für dieses schreckliche Lied.) steht bei vielen Vereinen große Veränderung bevor. Was war, was ist, was wird vielleicht sein? Hier ein kleiner Rückblick (einen noch kompakteren gibt es bei den Kollegen von <a title="kick08: Rapid schlussendlich souverän, LASK am Boden" href="http://www.kick08.net/?p=575" target="_blank">kick08.net</a>), ein Resümee der letzten 36 Spieltage &#8211; das Wort zum Saisonende.</p>
<p><span id="more-124"></span></p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-127" title="rapid2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/rapid2.gif" alt="" width="38" height="48" /></a><strong>SK Rapid Wien:</strong> Zum Jahreswechsel maximal mit Aussenseiterchancen bedacht, hatten sich die Hütteldorfer durch eine starke Rückrunde eine Partie vor Schluss bereits den Meisterteller gesichert. Verdanken war das nicht zuletzt dem plötzlichen Aufblühen der Jungen bzw. Neuen im Kader der Grün-Weißen. U20-WM-Held Erwin Hoffer legte vor allem im Finish drastisch zu, und auch der von Greuther Fürth entliehene Ex-Bayer Stefan Maierhofer zeigte, dass er durchaus in der Lage ist, sein technisches Defizit nicht nur durch eine Körpergröße von 2,02 Meter auszugleichen. Neben dem &#8220;Hühnen vom Hanappi&#8221; ( (c) ich) schaffte es auch Offensivwirbler Ümit Korkmaz als einer der Lichtblicke noch in Hicke&#8217;s erweiterten EM Kader. Hoffer hat für 2 weitere Jährchen in Hütteldorf unterschrieben, Maierhofer hingegen zeigt sich wankelmütig &#8211; worauf Sportdirektor Hörtnagl zuletzt etwas allergisch reagierte. Vorsicht ist zudem geboten: Auch andere Leistungsträger scheinen ins Visier diverser Klubs gerutscht zu sein. Von der Klassifizierung ausgenommen, aber auch ein möglicher Abwanderer: Martin Hiden. Der könnte bei Kärnten landen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-126" title="redbull" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/redbull.gif" alt="" width="65" height="35" /></a><strong>Red Bull Salzburg:</strong> Die in Sportbloggerkreisen erstaunlich unbeliebten Dosenkicker mussten sich im Endspurt den aufstrebenden Wienern (also, denen in Grün) geschlagen geben. Mitunter auch mit einer spektakulär-peinlichen 0:7 Heimschlappe. Ob Dose leer oder voll ist wird in Zukunft nicht mehr von Giovanni &#8220;Trap&#8221; Trappatoni analysiert. Der widmet sich in Zukunft dem Land der grünen Hügel und des köstlichen Schwarzbiers (für alle Kulturketzer: Irland). Das Ziel ist freilich die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika. Das Zepter in der Mozartstadt schwingt nach ihm der Holländer <a title="Wikipedia: Co Adriaanse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Co_Adriaanse" target="_blank">Jacobson &#8220;Co&#8221; Adriaanse</a>, der bereits angekündigt hatte mit weniger Legionären spielen zu wollen. Den Gerüchten zufolge dürfte die Kaderfluktuation bei den Salzburgern im Sommer eine sehr hohe werden.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-129" title="austria1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/austria1.gif" alt="" width="36" height="48" /></a><strong>FK Austria Wien:</strong> Die noch nicht ganz entstronachisierte Austria entsorgte wenige Runden vor Meisterschaftsende ihren amtsmüden Trainer Zellhofer, für den Didi Constantini in üblicher Feuerwehrmanns-Manier einsprang. Der rettete im letzten Spiel mit Hängen und Würgen gegen Fixabsteiger Innsbruck drei Punkte, und damit den zweiten UEFA Cup Platz. Der Retter mochte jedoch nicht langfristig das Traineramt übernehmen, also musste nach einem neuen Kandidaten für die kommende Saison gesucht werden. Der heisst Karl Daxbacher, galt vor wenigen Wochen noch als fixer Bestandteil des LASK-Teams und hat nun ein Tauziehen zwischen Oberösterreich und Wien ausgelöst. Ausgang: Ungewiss, mit Tendenz zu einem Wechsel in die Bundeshauptstadt.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-130" title="sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/sturm.gif" alt="" width="60" height="36" /></a><strong>SK Sturm Graz:</strong> Der Trend für den mittlerweile wohl finanziell stabilisierten Grazer Klub zeigt nach oben. Zwar konnte das großteils recht junge Team aus der Steiermark ihren Herbstmeistertitel nicht über die Zeit retten, und mussten sich im Kampf um die UEFA-Cup Plätze denkbar knapp (1 Tor!) der Wiener Austria geschlagen geben, sie zeigen aber an besseren Tagen den mitunter schönsten Fußball der Liga, der Hoffnung macht. Mit dem ersten wirklich fixen Trainer nach dem Abgang von Ivica Osim kurz vor der budgetären Beinahe-Implosion, wird nun auch die Leistung solider und konstanter. Das hat sich herumgesprochen, und darum geht die größte Gefahr für die spielerische Zukunft der Blackies von den Spielerwechseln aus. Abwehrgoldjunge Sebastian &#8220;Basti&#8221; Prödl wird zukünftig gemeinsam mit Nationalteamkollegen Martin Harnik für Bremen in der deutschen Bundesliga Bälle treten. Jürgen Säumel wird es eventuell nach Mönchengladbach verschlagen. Klaus Salmutter wird ein Schwarzweißer bleiben, zukünftig aber seine Heimspiele nicht mehr in der UPC Arena, sondern in der Linzer Gugl bestreiten. Offen ist die zukunft von Prettenthaler und Krammer.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-132" title="mattersburg1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/mattersburg1.gif" alt="" width="47" height="48" /></a><strong>SV Mattersburg:</strong> Die rauhen Burschen aus dem östlichsten Bundesland verlieren ihren Kapitän. Routinerüpel Didi Kühbauer macht Schluss mit dem Treten von Bällen und Schienbeinen. Seine Drohung, die Seiten zu wechseln und Schiedsrichter zu werden, wird er wahrscheinlich doch nicht wahr machen. Dafür steckt er mitten in einer Fußballtrainer-Ausbildung. Ob die wohl vom Rugbyverband anerkannt wird? Für Zunder sorgte zum Ausklang Coach Lederer, der seinen Spieler Ilco Naumoski im letzten Spiel ein- und auswechselte, was gemeinhin unter Kickern als Frontaldemütigung aufgefasst wird. Transfertechnisch tut sich rund ums Pappelstadion derzeit wenig. Ein Wechsel von Christian Fuchs zu Bochum ist in Aussicht, dafür könnte Hattenberger von den Innsbruckern zum Team stoßen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-133" title="lask" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/lask.gif" alt="" width="33" height="48" /></a><strong>Linzer ASK:</strong> Das hat man sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt freilich anders vorgestellt. Weil am Schluss doch ein wenig die Luft raus war, wurde es statt einem internationalen Startplatz nur der eher enttäuschende sechste Rang. Dann ist der eigene Erfolgstrainer auch noch Drauf und Dran am Sprung nach Wien (siehe Absatz zur Austria), und wie lange Nationalteam-Kader-Rückkehrer Ivo Vastic und sein nur unwesentlich jüngerer Stürmerkollege Christian Mayrleb konstant gut weiterspielen, ist ungewiss. Ob vieler auslaufender Verträge dürfte man sich in Linz gerade im Verhandlungsmarathon üben, da von Zugängen mit Ausnahme von Sturm&#8217;s Salmutter noch wenig bekannt ist.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-134" title="ried" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ried.gif" alt="" width="47" height="48" /></a><strong>SV Ried:</strong> Auch beim zweiten Klub aus Oberösterreich dürften einige Kontrakte erneuert werden. Gleich 8 Mannen, darunter auch der eine oder andere Schlüsselspieler, stehen sonst ohne Arbeit da, oder bald im Kader eines neuen Klubs. Auf dem Rasen verlief die Saison 07/08 ziemlich durchwachsen für die Wikinger, womit sie allerdings im Schnitt liegen. Mit Ausnahme von 2005/06 und 1998/99 (via Cupsieg) erreichte man ohnehin nie einen internationalen Rang. Dafür scheute man aber auch die Abstiegsplätze konsequent, mit Ausnahme des Jahres 2003, wo man just im letzten Saisonmatch auf einen solchen Abrutschte um ein zweijähriges Gastspiel in der zweiten Spielklasse zu geben.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-135" title="altach" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/altach.gif" alt="" width="42" height="48" /></a><strong>SCR Altach:</strong> Es hat nicht sein sollen. Trotz intensiver Bemühungen wurde dem scheidenden Oldie Roland Kirchler sein hunderstes Bundesligator nicht gegönnt.  Die Transferbilanz dürfte nicht allzu umfangreich ausfallen, Verstärkung gibt es eventuell in Form von Benjamin Sulimani aus Parndorf. Sportlich muss man den Vorarlbergen durchaus Respekt zollen, wurden sie doch von vielen als Fixabsteiger gehandelt. Die Gefahr war zwar bis kurz vor Schluss noch allgegenwärtig, letztlich ließ man aber nichts mehr anbrennen.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-136" title="skkaernten" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/skkaernten.gif" alt="" width="30" height="48" /></a><strong>SK Austria Kärnten:</strong> Knapp den Klassenerhalt gerettet hat Austria Kärnten im ersten Jahr des offiziellen Vereinsbestehens. Als Konglomerat des ehemaligen FC Pasching (inklusive dessen Lizenz und ein paar Spielern) und dem besseren Rest des in Bälde wahrscheinlich drittklassigen FC Kärnten ist der neue Klub aus dem Haider&#8217;schen Freistaat (angeführt von einem ehemaligen BZÖ-Vizebürgermeister) so etwas wie der Frankenstein der Bundesliga. Als solcher lag er ziemlich lange im Koma und erwachte erst recht mühsam gegen Saisonschluss. Einen wesentlichen Anteil daran hat der nach Walter Schachner und dem übergangsweise verantwortlichen Klaus Schmidt der Niederländer Frenkie Schinkels. der davor bei Vöcklabruck und noch etwas früher unter anderem bei Austria Wien seine Brötchen verdiente. Auch hier sind noch ein paar Personalfragen offen, unter anderem stellt sich die Frage, was denn nun mit dem von Rapid ausgeliehenen und zum Kapitän beförderten Schrecken aller Nationalteamfans, Martin Hiden, geschehen soll.</p>
<p><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-137" title="ibk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/ibk.gif" alt="" width="39" height="48" /></a><strong>FC Wacker Innsbruck:</strong> Mit einer in der ersten Halbzeit bemühten und in der zweiten Halbzeit komplett desolaten Leistung gegen Mattersburg besiegelte das Team rund um Coach Helmut Kraft das vorlufige Ende des Bundesligadaseins. Das ist insofern schade, als das man nach als Quasi-Nachfolger des bankrotten FC Tirol seit 2002 durch Fusion und Eigenleistung einen kometenhaften Wideraufstieg hingelegt hatte. Andererseits hatte es sich abgezeichnet, war doch die sportliche Bilanz der vergangenen Jahre alles andere als rosig (einmal unter anderem nur dank GAK-Punkteabzug nicht abgestiegen). Mit dem Kellergang ergaben sich natürlich viele offene Fragen. Unklar ist, welche Spieler bleiben und welche gehen werden. Unklar ist auch, ob Kraft seinem Team in die Zweitklassigkeit folgt. Und &#8211; als wäre das nicht genug &#8211; wird auch ein neuer Präsident gesucht. Obmann Stocker warf &#8211; gleichzeitig über mangelhafte Beiratsarbeit und fehlenden Schulterschluss klagend &#8211; kürzlich das Handtuch, betonte aber, einen schuldenfreien Verein hinterlassen zu haben. Das bleibt den Tirolern mit dem Gang in die weniger lukrative Red Zac Liga auch nur zu wünschen, nachdem es bereits diese Saison die Lizenz erst in zweiter Instanz gab.</p>
<p><small><strong>Vereinsicons:</strong> www.bundesliga.at</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=124&amp;md5=be48f9cb9a05162f66ef40c7df2b6f92" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wiener Mafia oder gerechtfertigte Neuaustragung?</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/03/01/wiener-mafia-oder-gerechtfertigte-neuaustragung/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 22:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>udos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[altach]]></category>
		<category><![CDATA[Neuaustragung]]></category>
		<category><![CDATA[Rapid]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja keinen eigenen Artikel über das Thema &#8220;Neuaustragung von Altach &#8211; Rapid&#8221; schreiben, aber nachdem mein Bloggerkollege phileit einen pointierten Artikel dazu geschrieben hat, juckt es mich nun doch ein wenig in den Fingern und ich möchte im folgenden Beitrag meinen doch ein wenig anderen Standpunkt darlegen. Ich glaube, Georg Zellhofer hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich ja keinen eigenen Artikel über das Thema &#8220;Neuaustragung von Altach &#8211; Rapid&#8221; schreiben, aber nachdem mein Bloggerkollege phileit einen pointierten Artikel dazu geschrieben hat, juckt es mich nun doch ein wenig in den Fingern und ich möchte im folgenden Beitrag meinen doch ein wenig anderen Standpunkt darlegen.</p>
<p><span id="more-89"></span><br />
Ich glaube, Georg Zellhofer hat es ziemlich gut ausgedrückt, als er seine Meinung auf <a href="http://www.laola1.at/429+M5a892c8dd99.html" target="_blank">laola1</a> sagte:</p>
<ul>
<li><b>Die Entscheidung: </b>Ausschlaggebend ist der Unterschied zwischen einer Tatsachenentscheidung und einem Formalfehler &#8211; wo ist da die graue Zone. Man muss aber vorsichtig sein, einen Stein ins Glashaus zu werfen, und überlegen, wie man handeln würde, wenn man in derselben Situation ist.</li>
</ul>
<ul>
<li><b>Die Konsequenzen:</b> Ich würde mir wünschen, dass wenn ich die letzte Tabelle sehe, diese Neuaustragung keinen Einfluss gehabt hat. Ich hoffe, dass es für beide Vereine keine Sanktionen gibt. Ich will mir gar nicht ausmalen, was los ist, wenn wir Zweiter werden und Rapid genau wegen diesem Spiel vor uns liegt. Wer zahlt mir dann meine Meisterprämie?</li>
</ul>
<ul>
<li><b>Operetten-Liga Österreich:</b> Wir müssen aufpassen, dass das Ganze nicht ausartet. Wo kommen wir den hin, wenn wir alle Entscheidungen hinterfragen?</li>
</ul>
<p>Die Grauzone zwischen Tatsachenentscheidung und Formalfehler ist hier genau der springende Punkt. Wann ist eine Tatsachenentscheidung als solche zu akzeptieren? Wann liegt eindeutig ein Formalfehler vor, der anfechtbar ist?</p>
<p>Der geschenkte Elfmeter war eine Tatsachenentscheidung. Der Pfiff war zwar eine Fehlentscheidung, aber er ist zu akzeptieren. Schließlich wird in beinahe jedem Spiel einmal ein Foul gegeben, das eigentlich keines war. Der Penalty war aber auch nicht der Grund des Protestes. Der Grund des Protestes war, dass Torhüter Payer angeblich noch nicht bereit war, als Roland Kirchler draufhielt. Der Senat 1 hat Rapid recht gegeben und entschieden, dass das Spiel neu ausgetragen werden muss. Jetzt ist das Geschrei in Altach selbstverständlich groß, es wurde umgehend Protest angekündigt.</p>
<p>So sehr ich die Sichtweise von phileit auch verstehen kann: Seine Argumentation halte ich für nicht geeignet, da sie zu emotional und zu wenig sachorientiert ist (bitte das nicht persönlich zu nehmen). Es bringt ganz einfach nichts, scherzhalber einen Lynchmob in Richtung Bundesliga schicken zu wollen, nur weil einem eine Entscheidung nicht passt, die laut FIFA-Statuten regelkonform zu sein scheint.</p>
<p>Ich will auch keineswegs wieder die alte Diskussion üder die Vor- und Nachteile des Videobeweises wieder aufwärmen, aber eine Art Videochallenge wie im American Football, könnte ich mir für Tor- und Elfmeterentscheidungen durchaus vorstellen (das soll hier aber nicht das Thema sein).</p>
<p>Ob die Entscheidung des Senates regelkonform war, wird wohl demnächst vom Protestkomitee der Liga überprüft werden (und das ist auch gut so). Ganz egal wie die Entscheidung des Protestkomitees ausfallen wird: Hier wird ein wichtiger Präzedenzfall geschaffen. Wenn sich Rapid durchsetzen sollte, können alle Vereine, die sich in einer ähnlichen Situation befinden unter Berufung auf diese Entscheidung eine Neuaustragung verlangen. Und dann wird auch Altach ein Wiederholungsspiel erhalten, wenn ihnen in Wien etwas ähnliches wiederfährt.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=89&amp;md5=c520774043b97a0a1832e6499c8e980b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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