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	<title>Ballverliebt &#187; Admira</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Machtdemonstration gegen Kühbauer</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 21:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wacker Innsbruck zeigt&#8217;s: Auch als Aufsteiger kann man in der Bundesliga eine gute Figur machen. Die letztes Jahr knapp Geschlagenen, Altach und die Admira, enteilen dieses Jahr der Zweitliga-Konkurrenz in Riesenschritten. Vor allem Altach konnte in diesem Spiel zeigen, warum. Man würde in dieser Form in der Bundesliga kaum schlechter dastehen als Innsbruck. Wie nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wacker Innsbruck zeigt&#8217;s: Auch als Aufsteiger kann man in der Bundesliga eine gute Figur machen. Die letztes Jahr knapp Geschlagenen, Altach und die Admira, enteilen dieses Jahr der Zweitliga-Konkurrenz in Riesenschritten. Vor allem Altach konnte in diesem Spiel zeigen, warum. Man würde in dieser Form in der Bundesliga kaum schlechter dastehen als Innsbruck.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_3282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/altadm.png"><img class="size-full wp-image-3282 " title="altadm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/altadm.png" alt="" width="328" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Altach - Admira 4:0</p></div>
<p><span id="more-3281"></span>Wie <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/09/wo-geschrumpft-nicht-gesund-geschrumpft-heist/">nicht anders zu erwarten war</a>, sind in der zweiten Liga, die (eher un-)sinningerweise Erste Liga heißt, die Admira und Altach der Konkurrenz um Lichtjahre voraus. Die Admira von Trainer Didi Kühbauer hatte zwischenzeitlich schon einen recht erklecklichen Vorsprung, der in den letzten Wochen immer immer mehr zusammen geschrumpft war. Am 20. von 36 Spieltagen, dem vorletzten vor der Winterpause, kam es zum dritten direkten Duell in dieser Saison (zuvor gab&#8217;s einen 3:2-Heimsieg der Admira und ein 3:3 in Altach).</p>
<p>Diesmal übernahm das Team aus Altach sofort die Kontrolle, vor allem die rechte Angriffsseite mit dem nach vorne sehr fleißigen Lienhart und dem schnellen und trickreichen Amerikaner Joshua Gatt bohrten die Admira-Schwachstelle Laudanovic mit extrem viel Nachdruck an. Zudem funktionierte zu Beginn die Abseitsfalle der Admira überhaupt nicht, was immer wieder gefähliche Situationen für Keeper Hans-Peter Berger herauf beschwor. Und letztlich fiel aus genau so einer Situation das 1:0 für Altach (16.) durch Matthias Koch. Ein Zwischenstand, der hochverdient war, weil die Admira im defensiven Mittelfeld keinerlei Kontrolle hatte, sich kaum befreien konnte und von Altach überfahren wurde (von einer Chancen in der 9. Minte abgesehen).</p>
<p>Vor allem eben auch deshalb, weil sich Patrik Jezek vor Laudanovic nicht um dessen Probleme scherte. Der Tscheche selbst war in der Offensive aber auch abgemeldet. Kam er an den Ball, wurde er von Lienhart und Gatt bzw. nach der Flügelrochade Schütz konsequent gedoppelt und war komplett abgemeldet. Überhaupt konnte die Admira im ganzen Spiel nur zehn Minuten wirkliche Vorteile für sich Verbuchen &#8211; als sich nämlich Altach nach dem Führungstreffer etwas zu weit zurück lehnte. Hier schob die komplette Mannschaft von Coach Didi Kühbauer weiter nach vorne und bekam die Partie sofort wesentlich besser in den Griff. Der Ausgleich gelang aber trotz zwei, drei tollen Chancen nicht &#8211; und als Altach dann das Tempo wieder anzog, war das selbe Bild zu sehen wie vor dem 1:0.</p>
<p>Gatt und Schütz hatten die Seiten gewechselt, und es dauerte eben einige Minuten, bis sich Schütz akklimatisiert hatte. Danach drehte er Laudanovic aber ähnlich auf links wie Gatt zuvor. Die Admira hatte im zentralen Mittelfeld zwar kein wirkliches numerisches Übergewicht &#8211; hier stand es zwei gegen zwei, da Hopfer deutlich weiter hinten stand. Er spielte aber auf einer Höhe mit dem Admira-Sturmduo Sulimani/Topcagic. Woraus deutlich wird: Die Admira stand viel zu tief. Auf der rechten Abwehrseite machte Gernot Plassnegger zwar defensiv einen Top-Job, nach vorne kam vom Routinier aber überhaupt nichts. Und weil Pusic kurz vor der Pause das 2:0 erzielen konnte, ging Altach mit einem schon beruhigenden Vorsprung in die Kabine.</p>
<p>Wo Didi Kühbauer aber nicht seine große Schwachstelle Laudanovic auswechselte, sondern Daniel Toth aus dem zentralen Mittelfeld draußen ließ &#8211; dieser brachte Koch nicht unter Kontrolle. Für ihn kam Cemernjak, der einen echten Sechser spielte. Was aber nichts brachte, weil er vor sich nur noch eine Anspielstation hatte (Schachner), und ansonsten nur Pässe auf die Seiten blieben. Zumal die Admira kurz nach Wiederanpfiff den nächsten Tiefschlag hinnehmen musste: Torhüter Berger konnte einen Schuss nicht festhalten, Pusic staubte zum 3:0 ab. Das war die endgültige Entscheidung.</p>
<p>Jetzt erst, mit einem Drei-Tore-Rückstand, schwang sich René Schicker im rechten Mittelfeld der Admira auf, das Spiel nun etwas in die Hand zu nehmen. Brachte aber nichts. Nach einer Stunde, einmal mehr hatte Laudanovic geschlafen, erzielte Altach durch Gatt sogar das 4:0. Eine Demütigung. Auf die Kühbauer nun doch reagierte und auf Schadensbegrenzung umschaltete. Windbichler kam als Sechser für den weitgehend abgemeldeten Stürmer Topcagic, es wurde ein 4-1-4-1. Am Spielstand änderte sich aber bis zum Schlusspfiff nichts mehr</p>
<p>Fazit: Abgesehen von zehn schlechten Minuten nach dem Tor zum 1:0 war dieses Spiel eine absolute Machtdemontration von Altach und vor allem in der ersten Halbzeit, als die Admira phasenweise noch gut mitspielen konnte, ein Spiel auf deutlich höherem Niveau als mindestens drei Viertel der Bundesliga-Spiele. Es ist kein Zufall, dass der Tabellendritte Austria Lustenau schon 13 Punkte Rückstand auf das Spitzenduo hat &#8211; Altach führt nach diesem Spiel die Liga mit einem Tor Vorsprung an.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=3281&amp;md5=388447de43230daf4c7c90a6365b1166" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wo &#8220;geschrumpft&#8221; nicht &#8220;gesund geschrumpft&#8221; heißt</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 12:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch. Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch.<span id="more-2445"></span><br />
</em></strong></p>
<p>Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also nicht mehr dabei. Wer sich allerdings davon einen Sprung in Sachen Attraktivität und Zuschauerzahlen erhofft, wird sich schon bald mit der großen Ernüchterung konfrontiert sehen. Mit Wacker Innsbruck ist der mit Abstand attraktivste Klub aufgestiegen, aus der Bundesliga kam keiner runter (Austria Kärnten und so), nach dem Abstieg von Dornbirn fallen auch einige Ländle-Derbies weg und dass Grödig rein von den Zuschauerzahlen der legitime Nachfolger der Jungbullen werden kann, hat der Salzburger Vorstadtklub ja schon in der vorletzten Saison gezeigt.</p>
<p>Zudem steht die Liga auch finanziell auf dünnen Beinen. Nach dem Ausstieg von ADEG wurde kein neuer Liga-Sponsor gefunden &#8211; keine Überraschung, wer will auch mit einem derart unattraktiven Produkt in Verbindung gebracht werden, noch dazu in Zeiten der Wirtschaftskrise. Wie Vereine wie etwa Gratkorn (die Steier haben noch im Winter die halbe Stammformation via Klub-Homepage feilgeboten) die Lizenz ohne Auflagen bekommen haben können, darf durchaus als Rätsel durchgehen. Außerdem haben immer noch diverse Einzelpersonen &#8211; Trenkwalder bei der Admira, Haas bei Grödig, Riegler in Wolfsberg &#8211; in ihren Vereinen das finanzielle Sagen und diese könnten bei Launen ihrer Eigner schnell auch in Turbulenzen kommen.</p>
<p>Bei so viel Negativem ist es allerdings erfreulich, dass die überwiegende Mehrherit der Vereine zumindest dem Leitspruch &#8220;Heute für Morgen&#8221; durchaus umsetzen. Der Altersschnitt in der abgelaufenen Saison betrug 24,2 Jahre. Dieser wird durch den Wegfall der beiden Reserven zwar ein wenig ansteigen, doch ist diese Liga längst kein Sammelbecken für ausrangierte alte Herren mehr &#8211; mit Toni Ehmann, Vladimir Janocko und Ernst Dospel haben wieder einige die österreichische Fußballbühne zumindst als Aktive wohl für immer verlassen.</p>
<p>Vor allem die <em><strong>Admira</strong></em> hat sich ja zuletzt als letztes Refugium dieser Spieler verstanden. Nach dem zweiten verpassten Aufstieg in Folge sollen nun jüngere, hungrigere Akteure den Aufstieg schaffen. Und das Team von Coach Didi Kühbauer (39) darf zweifelos als Favorit gelten, von sportlichem Ballast befreit lief es ja schon im Endspurt der vergangenen Saison hervorragend. Hauptkonkurrent der Südstädter wird <em><strong>Altach</strong></em> sein: Schon in der abgelaufenen Saison waren die Vorarlberger wesentlich näher am Titel dran, als viele das der Mannschaft von Adi Hütter (40) zugetraut hatten. Sein Kader blieb in weiten Teilen zusammen, einem Titelrennen der beiden früheren Nationalteam-Kollegen sollte nicht viel im Wege stehen.</p>
<p>Auch auf den folgenden Plätzen dürfte sich das Kräfteverhältnis seit der abgelaufenen Saison kaum verändern. In <em><strong>St. Pölten</strong></em> holte Coach Martin Scherb (41) nur zwei echte Neuzugänge, wie gewohnt werden die diesmal doch recht zahlreichen Abgänge wieder mit Talenten aus der eigenen Akademie aufgefüllt. Langsam aber sicher sollte sich das jüngste verbliebene Team der Liga aber finden, soll im nächsten Jahr wirklich der Aufstieg angegriffen werden. Viel getan hat sich im Kader von<em><strong> Austria Lustenau</strong></em>, der halbe Stamm ist nun nicht mehr dabei. Auch Edi Stöhr (54) setzt neben den Krajic und Egharevba für den Angriff eher auf junges Talent. Das wird sicher nicht reichen, um die Spitze zu attackieren, ein sicherer Mittelfeldplatz muss aber dennoch der Anspruch sein.</p>
<p>Diesen streben auch die beiden Aufsteiger an. In <em><strong>Grödig</strong></em> holte man sich, als der Aufstieg mehr oder weniger schon feststand und Ex-Trainer Brandner seinen Hut nahm, Heimo Pfeifenberger (44) zurück. Mit ihm waren die Salzburger schon vor anderthalb Jahren beim ersten Versuch in der Ersten Liga im Unfrieden geschieden &#8211; er steht vor der Aufgabe, um Routinier Drechsel (in Ried ausgemustert) eine neuformierte Mannschaft mit vielen jungen Talenten konkurrenzfähig zu machen. Und auch der <em><strong>WAC</strong></em> möchte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben: Der einzige Kärntner Verein im bezahlten Fußball verstärkte sich vor allem im Abwehrbereich. Prunkstück der Mannschaft von Nenad Bjelica (39) ist die deutsche Mittelfeldachse mit den langjährigen Bundesliga-Spielern Markus Kreuz und Marco Reich, welche auch im Aufstiegs-Playoff gegen Parndorf die Entscheidung für die Wolfsberger gebracht hat.</p>
<p>Ganz sicher vor dem Kampf gegen die letzten beiden Plätze sind die Aufsteiger aber mit Sicherheit nicht. Zumindest vor dem gegen den vorletzten, den  Relegations-Platz &#8211; gegen diesen wird die halbe Liga ankämpfen  müssen. Gute Karten dürfte dabei <em><strong>Gratkorn</strong></em> haben. Die  graue Maus zeigte sich in der letzten Saison durchaus stabil, Trainer  Michael Fuchs (38) muss allerdings sein Mittelfeld nach einigen Abgängen  umbauen. Einen riesigen Umbau gab es auch bei Glückskind <em><strong>Vienna</strong></em>:  Nur wegen der Lizenzentzüge bei Kärnten und Dornbirn blieb den  Döblingern die Relegation erspart, nachdem mit der fast unveränderten  Regionalliga-Meistermannschaft von 2009 fürchterlich Schiffbruch  erlitten wurde. Frenkie Schinkels (47) steht vor der Mammutaufgabe, eine  an zumindest sieben Positionen neu besetzte Mannschaft zusammen zu  schweißen.</p>
<p>Als wahrscheinlichste Besetzung des Relegationsplatzes muss vor der Saison aber <em><strong>Hartberg</strong></em> gelten. Zwar hat sich die junge Truppe von Bruno Friesenbichler (42) in der abgelaufenen Saison als durchaus tauglich bewiesen, im Abstiegskampf zu bestehen, aber der Abgang von Torschützenkönig Patrick Bürger nach Mattersburg wird ohne Frage schmerzen und ein großes Loch reißen. Zudem steht eben zu Vermuten, dass die Konkurrenz etwas härter sein wird als letzte Saison. Bis auf einen, natürlich Denn heißester Kandidat auf den letzten Platz, der den direkten Abstieg aus der Liga bedeutet, ist der <em><strong>FC Lustenau</strong></em>. Schon in der letzten Saison wurde lange mit den hinteren Plätzen geflirtet, dazu kam den chronisch klammen Vorarlbergern mit dem neuen Trainer Hans Kogler (41) mehr oder weniger die komplette Einsergarnitur abhanden. Die Löcher wurden nur notdürftig mit Talenten und Spielern aus der Region gestopft &#8211; der Klassenerhalt wäre ein kleines Wunder.</p>
<p>Das sind die nun wieder nur noch zehn Teams, welche die 36 Spieltage umfassene Saison bestreiten. Zwei echte Titelkandidaten, zwei zumindest sportlich interessante Aufsteiger, junge Spieler und ein womöglich interessanter Kampf gegen den Abstieg &#8211; eigentlich wäre alles dabei.</p>
<p>Wenn auch auf sportlich zumeist traurigen und auch im Rundherum zumindest mäßigen Niveau. Die Liga ist somit von 12 Vereinen wieder auf 10 geschrumpft, von  &#8220;gesung geschrumpft&#8221; kann aber keine Rede sein &#8211; einmal mehr wurde von  Seiten der Bundesliga wieder nur an der Oberfläche gekratzt und Symptome bekämpft, nicht aber das kranke System an sich. Dass sich Andi Herzog schon vor einem Jahr live auf sky (!) gegen die Reduzierung ausgesprochen hatte, ist nicht verwunderlich. Diese Liga ist auf Dauer nicht überlebensfähig, es wäre keine Überraschung, sollte es auch in diesem Jahr wieder einen zerreißen. Der FC Lustenau fällt einem da spontan ein, aber auch Gratkorn ist nicht gerade als einnahmensstarker Klub bekannt.</p>
<p>Schauen wir uns das Ganze also an. Mal sehen, wie lange noch.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Aus 12 mach 10 &#8211; Zum Saisonstart der Ersten Liga</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2009/07/07/aus-12-mach-10-zum-saisonstart-der-ersten-liga/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 13:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie viel ist über diese Liga in den letzten Wochen und Monaten diskutiert worden! Zwar war das Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in der abgelaufenen Saison zwischen Magna Wiener Neustadt und der Admira lange spannend und durchaus Aufmerksamkeit wert, zwar stellte die ADEG-Liga drei der vier Halbfinalisten im ÖFB-Cup, aber im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viel ist über diese Liga in den letzten Wochen und Monaten diskutiert worden! Zwar war das Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in der abgelaufenen Saison zwischen Magna Wiener Neustadt und der Admira lange spannend und durchaus Aufmerksamkeit wert, zwar stellte die ADEG-Liga drei der vier Halbfinalisten im ÖFB-Cup, aber im Fokus der Öffentlichkeit stand vor allem die Frage, was wann wie mit dieser Liga geschieht. <span id="more-1379"></span>Aufstockung? Reduzierung? Abschaffung? Zu wessen Gunsten und zu wessen Ungunsten? Muss man die Regionalligen streichen, wenn man die zweite Spielklasse auf 16 Teams vergrößert? Darf diese Diskussion überhaupt von einem Verein (Gratkorn war es in diesem Fall) angestoßen werden? Und wozu sollte man die Regionalliga-Vereine überhaupt fragen, ob die Liga oder nur der Direktaufstieg gestrichen wird? Denn darauf lief es am Ende hinaus. Dass diese Entscheidung von den Bundesliga-Vereinen (und damit von jemandem, den das überhaupt nicht betriffe) getroffen wurde, passt nur ins dilettantische österreichische Gesamtbild.</p>
<p>Nun geht es aber, nachdem die Strukturfrage zumindest für ein Jahr geklärt wurde, endlich wieder auf dem Rasen zur Sache. Ein letztes Mal mit 12 Vereinen. Mit drei Titelkandidaten, zwei klaren Abstiegskämpfern und zwei Mannschaften, die jetzt schon wissen, dass sie absteigen müssen. Aber eines nach dem anderen.</p>
<p><em><strong>Sie wollen rauf<br />
</strong></em>Bundesliga-Absteiger haben es schwer. Das letzte Mal, dass der direkte Wiederaufstieg gelang, war 1996 (der alte FC Linz, Gott hab ihn selig, war das damals). Seither: Immer mindestens ein Jahr dazwischen. So gesehen ist <strong>Altach</strong> auch nicht der heißeste Favorit, wenn es um die Aufstiegsfrage geht. Und in der Tat haben einige gute Leute (Jun, Vorisek, Schoppitsch, Radonjic, Kling) den Verein verlassen. Aber: Sonst ging nur Ballast. Mit Andi Bammer (25), Jürgen Pichorner (31), einer ganzen Stange aus dem Sturm-Graz-Nachwuchs und dem Spanier Tomi (24) wurden recht gezielt neue Kräfte geholt. Dem neuen Trainer Adi Hütter (39, von den Jungbullen gekommen) steht auch davon abgesehen ein Bundesliga-Mittelfeld (Koch, Pamminger, Guem und Vishaj) zur Verfügung und auch die Abwehr (Pichorner, Pircher, M. Sereinig, Pfister, Suppan) steht auf gutem Zweitliga-Niveau. Vorne wird die Sache etwas dünn &#8211; denn bis auf Andi Bammer, der sich schon in Schwanenstadt als tauglicher Stürmer beweisen konnte, känn Hütter (noch?) nur noch der unbekannte Tomi und der jugen Ademi als Stürmer zurückgreifen.  Im Tor wird Martin Kobras (23) stehen, der bei Sturm aber weit davon entfernt war, Stammtorwart zu werden. Altach muss man auf der Rechnung haben, aber Topfavorit ist der Absteiger sicher nicht.</p>
<p>Ebenfalls große Ambitionen hegt Cupfinalist <strong>Admira</strong>. Nachdem in der letzten Saison gegen Ende die Luft deutlich entwich und sogar noch der zweite Platz hergegeben wurde, heißt das Ziel in diesem Jahr ganz eindeutig &#8220;Aufstieg&#8221;. Von der Mannschaft, die letztes Jahr nach der Übernahme von Trainer Walter Schachner (52) die Tabelle nach oben stürmte, sind noch fast alle da, dazu sicherten sich die Südstädter die Dienste von Altmeister Vladimir Janocko (32) und Griechenland-Heimkehrer Gernot Plassnegger (31). Mögliches Manko: Das Alter! Acht potentielle Stammspieler haben den 30. Geburtstag schon hinter sich. Da drohen mit Fortdauer der Saison Abnutzungserscheinungen.</p>
<p>Der dritte heiße Kandidat, wenn es um das Titelrennen geht, ist natürlich Vizemeister <strong>Innsbruck</strong>. Nach einem guten Jahr der Konsolidierung scheint die Mannschaft jetzt schon &#8211; ein Jahr vor dem Plan &#8211; reif, wieder in die Bundesliga zu kommen. Letztes Jahr gab es einen starken Beginn und ein starkes Finish, Trainer Walter Kogler (41) hat sein Team recht schnell gefunden. Zudem kam im Sommer niemand abhanden, den die Tiroler unbedingt halten hätten wollen. Der Tscheche Svejnoha (31) soll die Abwehr stabiliseren, Georg Harding von Rapid (27) das defensive Mittelfeld. Im Angriff gilt es den verletzungsbedingten Ausfall von Mossoró zu kompensieren, aber Perstaller und Unterrainer haben schon letztes Jahr zeigen können, dass sie für einige Tore gut sind.</p>
<p><em><strong>Sie wollen nicht wieder runter<br />
</strong></em>Es war DER Aufreger im letzten Saisonfinish: Der Aufstieg von <strong>Hartberg</strong> nach dem recht seltsamen letzten Spieltag in der Regionalliga Mitte, als die Oststeirer einen Kantersieg feiern mussten, und dies beim 6:0 über SAK Klagenfurt tatsächlich schafften. Sehr zum Leidwesen des GAK, der dadurch auf der Strecke blieb. Ob diese Partie nun astrein ablief oder nicht &#8211; Hartberg ist wieder oben und das mit einer blutjungen Mannschaft. Das Durchschnittsalter von letztes Jahr 21,8 Jahren wird zwar von den Neuzugängen Hierzer (27, Angriff), Somorjai (29) und Rückkehrer Michael Gruber (26, jeweils Mittelfeld) etwas nach oben getrieben, aber dennoch kann das Ziel für das Team von Coach Bruno Friesenbichler (41) nur sein, den Abstieg zu vermeiden.</p>
<p>Hauptkonkurrent dabei dürfte der Meister der Regionalliga West, <strong>Dornbirn</strong> werden. Auch bei den Vorarlbergern verfügen die Allerwenigsten über Erfahrung im Profi-Fußball. Tatsächlich kann Trainer Armand Benneker (40) fast nur auf unbeschriebene Blätter zurückgreifen. Andreas Morscher (29, A. Lustenau) und Albin Kajtezovic (23, Walsall, davor Parndorf) streiten sich um den Platz im Tor, Oliver Mattle (30, Altach) wurde für den Angriff geholt, aber ansonsten waren nur drei weitere Spieler überhaupt jemals in einem Profi-Kader. Zudem gilt der Grundsatz, &#8220;wer im Westen nicht souverän aufsteigt, hat keine Chance&#8221; &#8211; und Dornbirn wurde erst im Endspurt Meister. Zudem hat die leidige Diskussion um die Lizenz sicher nicht geholfen. Außerdem: Weil die Birkenwiese noch nicht ligatauglich ist, muss Dornbirn vorerst ins Altacher Schnabelholz ausweichen&#8230;</p>
<p>Nur der Letzte steigt direkt ab, der Vorletzte spielt noch Relegation &#8211; daher bleibt mindestens einer der drei Aufstegier sicher in der Liga. Da hat sehr wahrscheinlich die <strong>Vienna</strong> die größten Chancen. Denn der älteste Fußballklub Österreichs, nach acht Jahren Regionalliga endlich wieder oben dabei, setzt auf das gleiche Erfolgsrezept, dass vor einem Jahr St. Pölten in die obere Tabellenhälfte katapultiert hat: Auf eine eingespielte Mannschaft setzen, Leistungsträger halten, nur gezielt verstärken. So wird Trainer Peter Stöger (43) mit der gleichen Mannschaft ins Rennen gehen, die sich den Titel in der Regionalliga Ost holen konnte &#8211; bis dato steht lediglich Rapid-Junior Mehmet Sütcü (19) als Neuzugang fest. Keine Frage, die eingespielte Mannschaft und das altehrwürdige Stadion auf der Hohen Warte werden die Liga bereichern &#8211; und eine starke Saison, wie sie St. Pölten letztes Jahr vorzeigte, ist keine Utopie.</p>
<p><em><strong>Sie müssen wieder runter<br />
</strong></em>Die Liga wird wieder auf zehn Teams verkleinert &#8211; Hauptopfer sind dabei die beiden Bundesliga-Reserven. Bei den Jungbullen wird es zu einem Trainerdebut kommen: Nachdem er in der Bundesliga-Mannschaft aussortiert wurde und daraufhin seine Karriere beendet hatte, wird Niko Kovac (39) nun Coach bei den <strong>Salzburg Juniors</strong>. Die Mannschaft, die in der Tat zu zwei Dritteln aus Talenten der eigenen Akademie besteht, kann ob des jetzt schon feststehenden Abstiegs ohne jeden sportlichen Druck agieren. Die vielen Talente werden aber dennoch alles geben, schließlich gilt es, sich für die Bundesligamannschaft oder &#8211; viel eher &#8211; für andere Teams interessant zu machen. Nach dem Karrierende von Oldboy Richard Kitzbichler wird wohl Abwehrchef Nenad Jovanovic die Rolle des Erfahrenen einnehmen. Bei den <strong>Austria Amatueren</strong> in Wien nach dem Abgang von György Krosos und Alex Schriebl diese Frage geklärt &#8211; Hans Dihanich (50) kann die &#8220;Alters-Planstellen&#8221; mit Verteidiger Bernhard Muhr (32) und Stürmer Rade Djokic (26) besetzen. Sie sollen die Horde von 16- bis 19-Jährigen führen. Auch wenn sie am Ende der Saison runter müssen, sportlich sind beide Teams sicher stark genug, wieder Mittelfeldplätze zu belegen. Und wahrscheinlich werden dann einige von den Spielern bei anderen Vereinen in guter Position auftauchen.</p>
<p><strong><em>&#8230;und der Rest</em></strong><br />
Dann gibt es noch vier weitere Teams &#8211; doch die dürften weder oben noch unten ein wirklich entscheidendes Wort mitzureden haben. Austria Lustenau und St. Pölten nicht über die Saison gesehen wohl nicht stark genug, um in den Titelkampf einzugreifen; Gratkorn und FC Lustenau werden von der deutlichen Entschärfung des Abstiegskampfes profitieren. <strong>Austria Lustenau</strong> steckte letzte Saison lange im tiefsten Abstiegskampf, bis Edi Stöhr (52) wieder das Trainer-Amt übernahm. Der Deutsche, mit dem der Verein vor mittlerweile zwölf Jahren gar in die Bundesliga aufgestiegen war, führte die Vorarlberger sogar noch auf den lange Zeit utopisch scheinenden vierten Tabellenplatz &#8211; so sieht die Saison wesentlich besser aus, als die tatsächlich war. Um aber wirklich oben mitspielen zu können, müsste die Lustenauer Austria, die im Sommer gar die Trikotwerbung verloste, über die ganze Saison so spielen wie beim Kraftakt im letzten Saisondrittel. Der Kader ist gut genug für die obere Tabellenhälfte, aber für den Titel wird es nicht reichen.</p>
<p>Auch Lokalrivale <strong>FC Lustenau</strong> kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Erfolgstrainer Nenad Bjelica (37) bestätigte im Ländle die starke Arbeit, die er beim im Winter endgültig eingegangen No-Budget-Klub FC Kärnten machte und rettete den FCL vor dem schon sal sicher geltenden Abstieg. Und das, obwohl vor allem in der Offensive der Schuh mächtig drückte. Chancentod Sabiá ging, und neben Harald Unverdorben (der einzige Offensivgeist mit anständiger Formkurve) sollen nun der &#8220;Büffel aus Kottingbrunn&#8221; Mario Mijatovic (28, vom LASK) und Rapid-Talent Thomas Fröschl (20, ließ schon bei Leoben sein Talent aufblitzen) für die nötigen Tore sorgen. Generell schaffte es Bjelica in Rekordzeit, den verunsicherten Haufen zu stabiliseren, weswegen dieses Jahr deutlich weniger Sorgen zu erwarten sind.</p>
<p>Was von <strong>St. Pölten</strong> zu erwarten ist, vermag vor dem Saisonstart jedoch niemand so richtig zu sagen. Letztes Jahr als Aufsteiger lange voll dabei in der Spitzengruppe, folgte ein äußerst durchwachsener Frühling. Doch die als sehr vernünftig bekannte sportliche Führung der Niederösterreicher um Trainer Martin Scherb (40) kaufte gezielt ein: Lukas Mössner (25, Austria), sowie Martin Dorner (23, A. Lustenau) und Jiri Lenko (24, früher Rapid) für die in der Offensive abgewanderten Sadovic und Frank; in der Defensive soll Thomas Friess (24) aus der Sturm-Kaderschmiede das durch den Rücktritt von Thomas Nentwich entstandene Loch stopfen. Dazu sollen wieder jede Menge Spieler aus der eigenen Akademie an die ersten Mansnchafte herangeführt werden &#8211; schon jetzt besteht der halbe Kader aus Eigenbauspielern. Wenn in zwei, drei Jahren das neue Stadion fertig ist, soll die Jugendarbeit Früchte tragen &#8211; einstweilen zählt es, sich in der Liga weiter zu etablieren. Und da sieht es gut aus.</p>
<p>Bleibt schließlich <strong>Gratkorn</strong>. Vor den Toren von Graz musste die graue Maus lange zittern, ehe das Minimalziel Klassenerhalt doch noch erreicht werden konnte. Die mit Abstand älteste Mannschaft der Liga (daran wird sich wohl auch dieses Jahr nichts ändern) könnte unter Umständen der größte Profiteur der Liga-Reduzierung werden. Ironie des Schicksals: Aus dem Lager der Gratkorner kam die Initiative, genau diese Reduzierung zu verhindern. Trainer Michael Fuchs (37), der in sein mittlerweile achtes Jahr als Gratkorn-Trainer geht und im vergangenen Frühling erstmals wirklich angezählt wurde, verlor in Strafner und Ehrenreich zwei Stammspieler. Mit dem Ex-Kapfenberger Bernsteiner (28, er fand sich in der Bundesliga nicht zurecht), Leoben-Talent Gründler (22), Wandervogel Mario Steiner (26, zuletzt Vöcklabruck) und Abwehrspieler Thorsten Schick (19, war Kapitän der starken Sturm-Graz-Amateure) soll eine Zittersaison wie die letzte vermieden werden.</p>
<p>Nach 33 Spieltagen wissen wir, wer in die Bundesliga aufsteigt, wer den Jungbullen und den Jung-Veilchen in die Regionalliga folgen muss, und ob es nicht vielleicht doch wieder einen Verein zerreißt (Bundesligist Kärnten fällt einem da spontan ein), der sogar den Tabellenletzten noch retten könnte. Wir werden sehen.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Frühjahrsauftakt in der Ersten Liga</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 12:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war am 10. Juli des vergangenen Jahres, als ich in der Erste-Liga-Vorschau schrieb: &#8220;Läuft die Saison halbwegs so, wie man sich das erwarten kann, gibt es in der Saison 2009/10 wieder einen Bundesliga-Verein aus Niederösterreich. Die Frage ist demnach nur, welcher Mäzenaten-Plastikklub es sein wird: Stronachs FC Magna aus Wiener Neustadt, oder die Trenkwalders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1301" title="bild090306" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bild090306.jpg" alt="bild090306" width="599" height="136" /><br />
Es war am 10. Juli des vergangenen Jahres, als ich in der <a href="http://ballverliebt.eu/2008/07/10/zum-erste-liga-start-magna-oder-trenkwalder/">Erste-Liga-Vorschau</a> schrieb: &#8220;Läuft die Saison halbwegs so, wie man sich das erwarten kann, gibt es in der Saison 2009/10 wieder einen Bundesliga-Verein aus Niederösterreich. Die Frage ist demnach nur, welcher Mäzenaten-Plastikklub es sein wird: Stronachs FC Magna aus Wiener Neustadt, oder die Trenkwalders neue Admira aus der Südstadt.&#8221; Und siehe da, vor dem Start in die Frühjahrssaison ist die Situation exakt die prognostizierte.</p>
<p><span id="more-1300"></span>Wenn es auch auf dem Weg dorthin einiges an Stolpersteinen für Magna und die Admira &#8211; die mittlerweile ja sogar beide ins Cup-Semifinale eingezogen sind, jeweils mit Siegen über Bundesligateams &#8211; zu überstehen gab. Vor allem bei der Admira lief es Anfangs alles andere als rund. Aber nachdem Heinz Peischl nach fünf Spielen in die Wüste geschickt worden war (und jetzt, wie&#8217;s aussieht, in den Trainerstab des neuen ÖFB-Teamchefs Constantini aufgenommen wird) und Walter Schachner das schlingernde Schiff übernahm, geht es nur noch aufwärts mit der Admira, die eigentlich mal Schwadorf war. Geringe Fluktuation in der Aufstellung, gute Defensivarbeit, ordentliche Offensive: Mit Schachner ist der Erfolg (wenn auch nicht die Zuschauer) in die Südstadt zurückgekehrt. Und für den Aufstiegskampf wurde auch noch ein wenig nachgerüstet: Allen voran soll Top-Talent Mihret Topcagic (20, vom FC Kärnten) eine neue Option im Angriff sein, und der von Ried gekommene Daniel Toth (21) das Mittelfeld beleben und aus Waidhofen stieß der routinierte Sascha Laschet (31) zu den Südstädtern. Walter Schachner peilt seinen also mit voller Kraft zweiten Bundesliga-Aufstieg an.</p>
<p>Und die Roten liegen nach 19 von 33 Spieltagen auch nur drei Punkte hinter den Blauen, hinter dem Spitzenreiter, hinter Magna Wiener Neustadt. Hier war kein Trainerwechsel nötig, um nach dem holprigen Saisonstart (u.a. mit dem 0:1 in Vöcklabruck oder der Heimpleite gegen Gratkorn) in Fahrt zu kommen. Im Winter hat Magna zudem den übervölkerten Kader etwas überarbeitet: Ein ganzer Schwung von Reservisten und mit Gerald Krajic nur ein Stammspieler wurden aussortiert, dafür mit dem ehemaligen U21-Teamspieler Harun Erbek (22), der vor den chaotischen Zuständen bei Kayserispor flüchtete, verstärkt. Außerdem eiste Svetits gegen heftigen Widerstand aus St. Pölten deren Topscorer Mirnel Sadovic (24) los, und aus Klagenfurt kam Flügelflitzer Patick Wolf (27) für die rechte Seite. Helmut Kraft hat auf dem Papier r den besseren Kader zur Verfügung &#8211; aber die Admira lauert, viele Fehltritte können sich die Neustädter nicht erlauben. Vorteil für Magna: Beide verbleibenden Spiele gegen die Admira finden auf heimischer Anlage statt.</p>
<p>Der erfreuliche Aufsteiger aus St. Pölten sorgte über die Winterpause gar für eine niederösterreichische Dreifachführung. Ja, die Mannschaft von Erfolgstrainer Martin Scherb liegt nur fünf Punkte hinter der Spitze. Aber dass sie noch in den Titelkampf eingreifen können, ist eher unwahrscheinlich: Zum einen spielte die Mannschaft um Jungstar Lukas Thürauer im Herbst schon am oberen Limit, zum anderen kam ihnen mit Mirnel Sadovic ein Schlüsselspieler abhanden. Und auch der Bundesliga-Absteiger aus Innsbruck wird in das Rennen um die Bundesliga kaum mehr ernsthaft eingreifen können. Was die Verantwortlichen in Tirol wissen &#8211; darum wird auch eher auf finanzielle Konsolidierung geachtet, als auf das Suchen sportlicher Kracher. So lotste man nur den Brasilianer Mossoró (23) als Sturmspitze an den Tivoli, von den Rapid Amateuren kam Talent Semsudin Mehic (20). Mit Samwald, Seelaus und Anfang verließen nur Wechselspieler die Innsbrucker. Und auch bei Austria Wien II blieb es weitgehend ruhig: Neben Stürmer Benjamin Sulimani (20) war der fliegende Wechsel auf der Trainerbank die einzige Änderung am Verteilerkreis. Hans Dihanich ersetzt den zum ÖFB gewechselten Thomas Janeschitz. Dieses Verfolgertrio ist nicht gut genug, um noch ernsthaft vorne mitzuspielen &#8211; wird aber nur durch deutliche Negativ-Serien noch in den Abstiegskampf rutschen.</p>
<p>Die in diesem Jahr enorm große Abstiegszone geht mit Gratkorn schon auf dem sechsten Platz los. Die Steirer liegen nur drei Punkte vor dem Abstiegsplatz, haben mit Dominic Hassler einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren. Mario Kreimer (23), der sich bei Sturm aber noch nicht durchsetzen konnte, soll Hassler ersetzen.. Zudem soll mannschaftsintern nicht alles in bester Ordnung sein, wirklich auch mental angenommen dürften einige Spieler der mit sehr viel Abstand ältesten Mannschaft der Liga (29,2 Jahre &#8211; Zweiter dieser Wertung ist Magna mit 25,8) den Absiegskampf noch nicht haben. Das jüngste Team (23,2 Jahre) allerdings, die Salzburg Juniors, haben sportlich keine ganz so schlechte Prognose: Das Team hat Talent, zudem konnten im Winter auch einige Akademie-Spieler auf sich aufmerksam machen. Zu kompensieren gibt es nur den Abgang von Abwehrmann Sonko nach Altach.</p>
<p>Die Vielarbeiter auf dem Spielersektor waren im Winter die Aufsteiger aus Vöcklabruck und Grödig. Vor allem bei den Oberösterreichern ist alles neu! Neuer Trainer (Stankovic statt Lesiak), neuer Manager (Nussbaumer statt Radlspäck), und sagenhafte neun (!!!) neue Spieler sollen den Klassenerhalt sichern. Mihael Rajic (24, Altach) und U20-Kanadier Thomas Pirker (22, Kärnten, im Tausch gegen Salvatore) sollen die schon im Herbst recht gute Defensive weiter stabilisieren, Alex Hörtnagl (28) und Daniel Hofer (25, Ried) für Ordnung im Mittelfeld sorgen, Igor Sekic (28, Leoben), Reinaldo Ribeiro (27, Altach) und Sandro Samwald (22, Innsbruck) für Schwung nach vorne, und die Brasilianer Roni (22) und Marcos (18) statt des zum GAK gewechselten Toth für die Tore. Ob tatsächlich bis auf Torhüter Feuerfeil, dem Rapidler in spe Schösswendter und Kapitän Feichtinger praktisch alle Stammplätze aus dem Herbst wackeln&#8230;?</p>
<p>Und auch in Grödig wurde einiges getan, auch wenn das Ausmaß nicht annähernd so extrem wie in Vöcklabruck. Dem Abgang von Thomas Eder und einer handvoll Reservisten stehen die Neuverpflichtungen von Torhüter Bartolomej Kuru (21, lange bei den Austria Amateuren), Mittelfeld-Mann Gerhard Breitenberger (30, Kärnten &#8211; sein Transfer zu Vöcklabruck platzte) und vor allem des ehemaligen Altach-Goalgetters Leonardo (28) gegenüber. Und auch der ehemalige Junioren-Teamspieler Rexhe Bytyci (21) erhofft sich einige Einsätze unter dem neuen Trainer Miro Bojceski. Der Neue (40), der vor einigen Jahren schon Spieler und Spielertrainer bei den Salzburgern war, löste Ex-Trainer Heimo Pfeifenberger ab, der sich mit Sportchef Christian Haas verkracht hatte.</p>
<p>Die große Enttäuschung des Herbstes waren aber die beiden Teams aus Lustenau. Anstatt um den Aufstieg mitzuspielen, zieren FC und Austria das Tabellenende. Weshalb auch in Vorarlberg viel Arbeit in verstärkte Kader gesteckt wurde. Bei der Austria trennte man sich von den stumpfen Spitzen Sulimani und Günes, holte dafür den erfahrenen Gerald Krajic (27) und den ehemaligen Sturm-Graz-Stürmer Amadou Rabihou (24); der Seekirchener Florian Leitner (20) soll eine weitere Alternative in der Offensive darstellen. Im Mittelfeld lieh sich die Lustenauer Austria LASK-Rohdiamant Emanuel Schreiner (20) aus und sicherte sich aus dem Nachlass des FC Kärnten Danijel Micic (20). Und nicht zuletzt kommt auch Torhüter Mario Krassnitzer (33) nach viereinhalb Jahren in Altach wieder zurück. Die Grünen fühlen sich gerüstet, und auch bei den Blauen vom FC Lustenau soll der Weg so schnell wie möglich vom Keller wegführen.</p>
<p>Nicht mehr helfen werden dabei der staksige Gil, der harmlose Regis und Andreas Bauer, der in seiner Wiener Heimat zurückkehrt. Dafür holte sich Eric Orie mit Maicos dos Santos (27) einen Spieler zurück, der schon einmal für den FCL kickte. Zudem kam Manuel Hartl (23, Magna) für die Außenbahn und der offensive, aber wenig torgefährliche Michael Kulnik (22) vom FC Kärnten. Wie der Brasilianer Tiago Tonini (22) und der neuseeländische Teamstürmer Daniel Ellensohn (23) einzuschätzen sind, muss sich erst zeigen.</p>
<p>Sicher ist: Aus dem Sextett Salzburg II, Gratkorn, Grödig, Vöcklabruck, Austria Lustenau und FC Lustenau müssen noch zwei Teams den Weg in die Regionalliga antreten. Dass es nicht drei sind, liegt am DSV Leoben. Die Obersteirer befinden sich <a href="http://ballverliebt.eu/2009/01/21/ultima-ratio/">in üblen Turbulenzen</a> und werden nicht um eine Lizenz für die kommende Saison ansuchen. Zum einen, weil sie diese ohnehin nie bekommen würden. Und zum anderen, weil der letzte Platz für die Leobener jetzt schon vorgezeichnet ist, ein sportlicher Klassenerhalt einem Wunder gleichkäme (das aber dennoch nichts nützen würde). Der Traditionsklub hat den Profibetrieb im Winter eingestellt, spielt als Amateurverein die Meisterschaft fertig und will im Sommer einen Neustart in der Regionalliga starten. Vom Angebot, ablösefrei den Verein zu verlassen, haben am Ende acht Spieler Gebrauch gemacht: Rauter und Spirk (GAK), Sekic (Vöcklabruck), Fröschl (Rapid Amateure), Briza (Amstetten), Gerald Säumel (Horn), Pavlov und Alar (Kapfenberg) haben die Flucht ergriffen. Allesamt Stammspieler. Für die beiden nach Kapfenberg Abgewanderten (vor allem Pavlov konnte seine Gefährlichkeit auch in der Bundesliga schon unter Beweis stellen) bekam der DSV als Nachbarschaftshilfe die KSV-Reservisten Reifeltshammer (22) und Lucic (27); von Regionalligist Bad Aussee kam Patrick Berger (25), ansonsten wird mit Spielern aus dem Unterhaus und den eigenen Reserve das Auslangen gefunden werden müssen. Lehrstunden wie das 1:8 in Wiener Neustadt im Herbst drohen in den verbleibenden 14 Spielen durchaus. Man kann den Leobenern auch auf ihrem weiteren Weg abseits den Profifußballs nur alles Gute wünschen.</p>
<p>So ist also die Ausgangsposition: Magna oder die Admira werden aufsteigen, Leoben absteigen, und zwei Teams werden Leoben folgen. Wer das sein wird? Vielleicht einer oder alle beide Lustenauer, die die Situation Abstiegskampf kaum kennen. Vielleicht Vöcklabruck und Grödig, wenn die vielen neuen Spieler nicht einschlagen. Vielleicht Gratkorn, wenn man weiterhin alles auf äußere Einflüsse schiebt und sich nicht im Abstiegskampf sieht. Vielleicht auch die Salzburg Juniors, sollten die jungen Spieler mit dem Druck nicht fertigwerden.</p>
<p>Oder einer aus der oberen Tabellenhälfte, der eine Niederlagenserie hinlegt? Oder&#8230; wer sagt, dass alle eine Lizenz bekommen? Vielleicht geht ja einer krachen, und nur noch ein anderes Team muss absteigen! Auf den elf Plätzen der zwölf Zweitligisten werden sich in den kommenden 14 Runden zumindest die sportlichen Fragezeichen auflösen.</p>
<p>Alles andere wissen wir spätestens am 31. Mai, wenn das Ständige Neutrale Schiedsgericht tagt.</p>
<p>Tabelle nach der Herbstsaison (19/33): Wr Neustadt 37 | Admira 34, St Pölten 32, Innsbruck 30, Austria II 27, Gratkorn 24, Salzburg II 23, Leoben 22, Grödig 22 | Vöcklabruck 21, A Lustenau 21, FC Lustenau 19.</p>
<p>(phe)</p>
<p>Bild: Voralpenstadion Vöcklabruck (phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1300&amp;md5=02cc8682e874d1f9442811ee8bd10f64" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Noch 8 Teams jagen den ÖFB-Cup</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 15:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie heißt er, der kürzeste Weg in den Europacup &#8211; und der Bewerb, in dem man die wenigsten Spiele gewinnen muss, um den Titel abzuräumen? Genau, das ist der Pokal. Sechs Mal nicht verlieren, und schon darf man sich einen Pokal in die Vitrine stellen und sich im Europacup versuchen. Acht Teams von sieben Vereinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1297" title="bild090302" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bild090302.jpg" alt="bild090302" width="600" height="140" />Wie heißt er, der kürzeste Weg in den Europacup &#8211; und der Bewerb, in dem man die wenigsten Spiele gewinnen muss, um den Titel abzuräumen? Genau, das ist der Pokal. Sechs Mal nicht verlieren, und schon darf man sich einen Pokal in die Vitrine stellen und sich im Europacup versuchen. Acht Teams von sieben Vereinen gehen ins Viertelfinale, um den drittletzten Schritt zu tun. Mit Meister in spe Salzburg (peinliche 1:2-Heimpleite gegen die Erste-Liga-Reserve der Wiener Austria), Rapid (2:3 in Ried verloren), Kärnten (Aus im Elferschießen gegen Ried), Mattersburg (die den Hintern von den Rapid Amateuren mit 1:5 richtig verdroschen bekamen), dem LASK (der bei Regionalligist Wels im Elferschießen scheiterte) und Altach (die wie Mattersburg den Rapid Amateuren zum Opfer fielen, allerdings nur mit 1:2) sind sechs der zehn Bundesligisten in dieser Runde der letzten acht gar nicht mehr vertreten. Und um mindestens ein weiteres Bundesligateam wird sich diese Liste auch im Viertelfinale vergößern.</p>
<p>Das Schlagerspiel dieses Viertelfinals ist sicherlich das direkte Duell der beiden besten verbliebenen Mannschaften, eigentlich eine Begegnung, die eines Finales würdig wäre &#8211; nämlich das Spiel zwischen Sturm Graz und der Wiener Austria. Beide kämpfen auch in der Liga um einen der Plätze, die zum Antreten im Europacup berechtigt, aber würde dieser über den Cup erreicht, hat das eigentlich nur Vorteile. Zum einen muss man nicht zwingend unter die ersten drei der Bundesliga kommen, zum anderen muss man nicht Ende Juni schon in die europäische Qualifikationsmühle, sondern erst Mitte Juli &#8211; also annähernd parallel zum Ligastart. Vom damit verbundenen Ersparen einer Reise an den Kaukasus oder an den Balkan mal ganz abgesehen.</p>
<p>Beide Teams sind nicht wunschgemäß in die Frühjahrssaison gestartet und werden in der Bundesliga die beiden Teams sein, die sich nach dem Heimsieg von Rapid gegen Ried um den dritten Platz streiten dürften. Sturm (zuvor 2:0 in Dornbirn, 5:0 gegen die Ried Amateure und glücklich 1:0 in Horn) war zwar im Heimspiel gegen Kapfenberg das deutlich reifere und spielstärkere Team, mit haarsträubenden Abwehrfehlern präsentierte man dem KSV die Punkte aber am Silbertablett. Die erste Heimniederlage seit 11 Monaten lässt aber auch Erinnerungen wieder wach werden: Denn es war am 29. März des Vorjahres ausgerechnet die Austria, die es bis zum Kapfenberg-Spiel als letzte Auswärtsmannschaft schaffte, drei Punkte aus Graz mitzunehmen. Saso Fornezzi im Austria-Tor hielt die unglaublichsten Bälle Sanel Kuljic schloss damals kurz vor Schluss den entscheidenen Konter zum 2:1-Sieg der Austria ab. Beide tragen heute nicht mehr das violette Dress.</p>
<p>Doch auch die Austria, die mit 5:1-Siegen in Bad Aussee und beim FC Lustenau, sowie einem 3:0 bei den Admira Amateurn ohne jede Mühe ins Viertelfinale eingezogen ist, geht nicht sorgenfrei in dieses Spiel. Das Gastspiel in Altach hat die Defizite der Violetten gnadenlos aufgezeigt: Die Mannschaft hängt am Tropf von Prinzessin Acimovic, ist vom Slowenen abhängig wie ein Komapatient von künstlicher Ernährung. Nimmt man den Standard-Spezialisten aus dem Spiel, ist die Austria komplett wertlos &#8211; und dass gerade ein (ehemaliger?) Abstiegskandidat wie Altach das aufzeigt, ist das wirklich alarmierende an dieser Tatsache. Karl Daxbacher hat es in den neun Monaten, die er bei der Austria werkt, nicht geschafft, das Spiel auf mehrere Schultern zu verteilen. So schob sich die Vierer-Abwehrkette der Austria im Schnabelholz auf höhe der Mittellinie zwar minutenlang den Ball hin und her und trieb den Ballbesitz damit in lichte Höhen, wurde aber zu keinem Zeitpunkt des Spiels gefährlich, hatte im Grunde keine einzige ernst zu nehmende Torchance. Selbst der zwischenzeitliche Ausgleich von Emin Sulimani war zwar ein wunderschöner Schuss, aber keine herausgespielte Aktion.</p>
<p>Es ist anzunehmen, dass Franco Foda genau weiß, wie er das leicht ausrechenbare Spiel der Austria zu seinem Vorteil nützen kann. Und trotz dem Ende der Heimserie ist die Tatsache, dass die Partie in Graz stattfindet, natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Sturm. Vermeiden Gratzei und Co. ähnliche Fehler wie gegen Kapfenberg, sind sie gegen die Austria sicherlich Favorit. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Der Verlierer dieses Spiels MUSS über die Liga kommen, soll es noch was werden mit dem Europacup. Der Sieger hat immer noch den Cup-Joker in der Hinterhand.</p>
<p>Denn der Sieger dieses Viertelfinals ist sicherlich der Top-Favorit auf den Sieg in diesem Bewerb. Vorausgesetzt, es gibt kein Semifinale in Ried. Denn die Innviertler sind ähnlich heimstark wie das Sturm normalerweise ist. In der laufenden Saison wurde Rapid schon 1:0 (in der Liga) und 3:2 (im Cup-Achtelfinale, dem ein 4:1 beim FAC und und ein Penalty-Erfolg in Kärnten vorausgingen) verabschiedet, die Austria mit 3:1 besiegt, und Sturm gar mit einem 4:1-Tragerl aus dem Stadion geschossen. Ganz zu schweigen vom beachtlichen 2:2 gegen Salzburg. Keine Frage: In einem Heimspiel sind die Innviertler gegen keinen Gegner Außenseiter. Umso unangenehmer, dass die Mannschaft von Paul Gludovatz im Cup-Viertelfinale auswärts ran muss &#8211; gegen einen recht unangenehmen Gegner. Die &#8220;neue&#8221;, von Walter Schachner auf die Erfolgsspur zurückgebrachte Admira ist einer der großen Gewinner der Herbstsaison in der Ersten Liga. Was nicht nur am den Cup-Ergebnissen (3:1 in Pöllau, 1:0 gegen Grödig und 1:0 in Würmla) liegt.</p>
<p>Denn als Schachner die sportlichen Geschicke der von Richard Trenkwalder wiederbelebten Admira vor dem 6. Spieltag übernahm, war die von Vorgänger Heinz Peischl zugrunde gerichtete Mannschaft auf dem letzten Platz gelegen. Schachner schaffte es, personelle Kontinuität zu schaffen und mit einem klar definierten Spielerstamm in den kommenden 14 Spielen sagenhafte 33 Punkte zu holen und sich damit als ernsthafter Aufstiegskandidat zu positionieren. Schachner fand die richtige Mischung aus erfahrenen Leitwölfen (wie Hota und Dospel), ambitionierten Jungspunden (wie Dibon und Pusic), zwischen fleißigen Arbeitern (wie den Schickers) und einer starken Offensivabteilung (mir dem baumlagen Friesenbichler und dem bulligen Ledezma). Vor der Saison von Peischl geholte vermeintliche Führungsspieler wie Baranek, Surma oder Petrous hatten keine Chance mehr.</p>
<p>Nur vor einem müssen sich die Rieder natürlich nicht fürchten: Dass sie in einen Hexenkessel geraten. Denn ob nun erfolgreich oder nicht &#8211; die Südstadt ist auch unter Schachner ein besserer Friedhof. Nicht umsonst ist die Auswärtsbilanz der Admira sogar geringfügig besser als die im oft gerade mal mit einer vierstelligen Zuschauerzahl zumeist recht leeren Bundesstadion in Maria Enzersdorf. Zudem hat die Saison in der Ersten Liga noch nicht begonnen, daher ist das Heimspiel gegen die körperlich starke und taktisch clevere Truppe aus Ried das erste Pflichtspiel nach der langen Winterpause. Ob die mangelnde Spielpraxis durch das durchaus vorhandene spielerische Potential ausgeglichen werden kann? Keine Frage: Ried ist, obwohl auf fremden Plätzen alles andere als eine Großmacht, sicherlich der Favorit.</p>
<p>Diese Rolle ist im dritten Spiel ganz schwierig festzulegen. Sollte das Spiel zwischen Kapfenberg und Magna Wiener Neustadt stattfinden können (der Rasen ist nach dem plötzlichen Tauwetter eine große Matschgrube, aber kein angemessenes Geläuf), wartet auf die Beobachter zwar sicherlich kein Leckerbissen, aber eine enge Partie. Die Kapfenberger (die mit leichten 3:0-Siegen in St. Johann, Spittal und Wels im Cup bisher kaum Mühe hatten)  haben in den ersten beiden Frühjahs-Spielen gegen Kärnten und bei Sturm gezeigt, dass sie zwar immer noch deutlich limitierte Fußballer sind, aber einen guten Teamgeist entwickelt haben, hinten einigermaßen sicher stehen können und vorne mit beängstigender Effizienz treffen. Gegen Kärnten gelangen aus drei Chancen zwei Tore, beim überraschenden Sieg bei Sturm waren es gar drei Tore aus einer einzigen Torchance. Zudem haben die Steirer gegenüber den Wahl-Niederösterreichern den Vorteil, eben schon zwei eminent wichtige Bewerbsspiele in den Knochen zu haben und dank der geholten sechs Punkten vor Selbstvertrauen nur so zu strotzen.</p>
<p>Der Winterkönig der Ersten Liga hingegen befindet sich, wie Verfolger Admira logischerweise, am Ende der Vorbereitung und hat im Kalenderjahr 2009 noch gar nicht ins sportliche Geschehen eingegriffen. Personell hat Helmut Kraft zwar die besseren Argumente auf seiner Seite &#8211; der Magna-Kader ist auf dem Papier deutlich stärker als der der Kapfenberger &#8211; aber da der KSV spielerische, taktische und technische Mängel zu kompensieren weiß, sieht es derzeit mit einem Klassenerhalt in der Bundesliga gar nicht so schlecht aus. Der um Türkei-Heimkehrer Harun Erbek verstärkte Erstligist sieht dafür die Chance, den möglichen Aufstieg gleich mit einem Europacup-Platz zu krönen, schließlich weiß man um das um Topfavoriten wie Salzburg, Rapid und Austria/Sturm ausgedünnte Feld. Zudem ist das Gastspiel in Kapfenberg nicht nur die Gelegenheit, nach bislang eher dünnen Cup-Vorstellungen gegen auf dem Papier deutlich unterlegene Gegner (spätes 1:0 in Sollenau, Elferschießen gegen Parndorf, mühevolles 1:0 beim eigenen Farmteam Wienerberg) vergessen zu machen, sondern auch, sich selbst auf Bundesligatauglichkeit zu testen.</p>
<p>So kann man in diesem Duell kaum einen echten Favoriten ausmachen. So wie das auch beim heimlichen Highlight des Viertelfinales nicht möglich ist &#8211; dem großen kleinen Wiener Derby. Denn während die Bundesliga-Mannschaft von Rapid im Achtelfinale ausschied, sind die hungrigen (überwiegend) Einwanderer-Kinder von der Regionalligamannschaft nicht nur mühelos über das Regionalligateam von St. Florian drübergekommen (3:0), sondern hat wie eingangs erwähnt mit Altach (2:1) und Mattersburg (5:1) gleich zwei Bundesligisten auf der Abschussliste. Was nicht zuletzt daran liegt, dass das im vorderen Mittelfeld der Regionalliga Ost platzierten Junior-Mannschaft des Rekordmeisters vom wohl besten Trainer der Rapid-Familie betreut wird. Andreas Reisinger, der schon viele Jahre auf der Bank der Rapid Amateure sitzt, spuckt zwar keine großen Töne &#8211; es würde seiner spröden und manchmal etwas schroffen Art auch nicht entsprechen &#8211; aber er versteht es, junge Spieler an höheres Niveau heranzuführen. Nicht umsonst sind mit Christopher Drazan, Andi Lukse, Yasin Pelihvan und Tanyu Kayhan einige seiner Schützlinge auf dem Sprung, sich in der Bundesliga einen Namen zu machen.</p>
<p>Einen solchen haben sich auch viele Ex-Kicker der Austria Amateure gemacht. Nur halt eben nicht alle bei der Austria. Gansterer und Saurer beim LASK, Ulmer in Ried und jetzt bei Salzburg, dazu natürlich Okotie, Madl, Suttner und zuletzt Dragovic bei den Violetten selbst. Und auch der Jahrgang 08/09 hält sich mit einigen Talenten im sicheren Gefilden der Erste-Liga-Tabelle auf. Unterschied zu dem im Hanappi-Stadion wartenden Gegner: Während die Rapid Amateure mit Nermin Jusic &#8220;nur&#8221; einen erfahrenen Akteur in ihren Reihen haben, warten die Violetten gleich mit einigen Führungsfiguren auf. Torhüter Böcskör, Abwehr-Boss Korsos und Offensivgeist Schriebl sind die Korsettstangen des neuen Trainers Hans Dihanich. Sein Vorgänger Thomas Janeschitz, unter dem die Jung-Veilchen Wattens (mit viel Glück im Elferschießen), Regionalliga-Mitte-Schlusslicht Weiz (4:1) und eben die großen Bullen in Salzburg (2:1) eliminierten, trat die Nachfolge von Paul Gludovatz als Trainer-Ausbildner beim ÖFB an.</p>
<p>Die auf höherem Niveau erfahreneren Jung-Spieler und die routinierteren Leitfiguren hat sicherlich die Reserve der Austria auf ihrer Seite. Zudem taten sich die Rapid Amateure im bei ihren Auftritten zumeist recht leeren Hanappi-Stadion immer wieder schwer. Die besseren Leistungen zeigten sie eher auf dem Trainingsplatz im Schatten der Westtribüne, wo die Atmosphäre familiärer ist.</p>
<p>Tatsache ist: Es ist möglich, dass nur noch eine einzige Bundesliga-Mannschaft im Semfinale steht. Es ist möglich, dass eine Reserve ins Finale kommt &#8211; und das Finale gegen die eigene zweite Mannschaft, das Salzburg vor zwei Jahren verspielt hat, ist auch heuer wieder im Bereich des Denkbaren. Vielleicht wird Magna gegen Admira nicht nur das Duell um den Bundesliga-Aufstieg, sondern auch das Finale.</p>
<p>Nach dem Viertelfinale wissen wir mehr.</p>
<p>(phe)</p>
<p>ÖFB-Cup-Viertelfinale, Dienstag (3. März): Kapfenberg-Magna (18, Lechner); Admira-Ried (19, Krassnitzer); Rapid Amateure-Austria II (19.30, Prammer); Sturm-Austria (20.30, Plautz &#8211; LIVE ORF).</p>
<p>Foto: Ernst-Happel-Stadion (phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=1296&amp;md5=ff74bda4657ffae955a69316114c4c40" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Heri Webers verbale Bankrotterklärung</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/08/01/heri-webers-verbale-bankrotterklarung/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 20:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Admira]]></category>
		<category><![CDATA[Heri Weber]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Zwei Jahre, so weit will ich gar nicht überlegen. Man sollte im Fußball immer nur von einem Spiel zum nächsten denken!&#8221; Heri Weber, Sportdirektor der Admira, im Premiere-Interview. Kommt das nur mir so vor, oder hat er hier unfreiwilligerweise erklärt, warum der österreichische Fußball unter dem Radar fliegt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Zwei Jahre, so weit will ich gar nicht überlegen. Man sollte im Fußball immer nur von einem Spiel zum nächsten denken!&#8221;</strong></p>
<p>Heri Weber, Sportdirektor der Admira, im Premiere-Interview. Kommt das nur mir so vor, oder hat er hier unfreiwilligerweise erklärt, warum der österreichische Fußball unter dem Radar fliegt?</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=445&amp;md5=68bdca7e3ebe494be55cf575674a435d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zum Erste-Liga-Start: Magna oder Trenkwalder?</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/07/10/zum-erste-liga-start-magna-oder-trenkwalder/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 21:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Admira]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Liga]]></category>
		<category><![CDATA[innsbruck]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar Tage nach der Bundesliga startet auch die neue Saison der Ersten Liga. Ligasponsor ist nun nicht mehr RedZac, sondern Adeg &#8211; sonst hat sich aber nicht viel geändert. 12 Vereine (zum vorletzten Mal), ein Aufsteiger, drei Absteiger. Wer sind die Favoriten, wer die Absteigskandidaten? Die Favoriten. Klar ist: Läuft die Saison halbwegs so, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Tage nach der Bundesliga startet auch die neue Saison der Ersten Liga. Ligasponsor ist nun nicht mehr RedZac, sondern Adeg &#8211; sonst hat sich aber nicht viel geändert. 12 Vereine (zum vorletzten Mal), ein Aufsteiger, drei Absteiger. Wer sind die Favoriten, wer die Absteigskandidaten?<br />
<span id="more-247"></span><br />
<strong>Die Favoriten.</strong> Klar ist: Läuft die Saison halbwegs so, wie man sich das erwarten kann, gibt es in der Saison 2009/10 wieder einen Bundesliga-Verein aus Niederösterreich. Die Frage ist demnach nur, welcher Mäzenaten-Plastikklub es sein wird: Stronachs FC Magna aus Wiener Neustadt, oder die Trenkwalders neue Admira aus der Südstadt. Objektiv betrachtet haben beide Vereine einen astreinen Bundesliga-Kader zur Verfügung &#8211; die Austria-Combo, Kolousek, und einige andere in Wiener Neustadt, dafür die U20-Helden Panny und Morgenthaler, Dospel, Baranek, Surma, Friesenbichler und Andi Schicker bei der Admira. Hier wird wohl entscheidend sein, welcher der beiden Trainer die ihnen zur Verfügung stehenden Spieler schneller zu einer funktionierenden Einheit macht: Der Tiroler Naturbursch Kraft für Magna, oder der burgenländische Leisetreter Peischl für Trenkwalder.</p>
<p><strong>Verfolger und Herausforderer.</strong> Sollten beide Favoriten straucheln, wird einer aus der zweiten Reihe wohl da sein, um abzustauben. Aus eigener Kraft wird aber kaum eine dieser Mannschaften die Möglichkeit haben, ganz nach vorne zu stoßen. Den Innsbruckern ist &#8211; mit Ausnahme von Kapitän Andi Schrott &#8211; die komplette Stammformation weggelaufen. Der neue Kader unter dem neuen Coach Kogler (der als Trainer aber weder in St. Andrä noch in Leoben wirklich überzeugen konnte) scheint sicherlich stark genug für die obere Tabellenhälfte, aber wenn es ganz nach oben gehen soll, muss das Favoriten-Duo mitspielen. Selbiges gilt für die beiden Lustenauer Vereine, wobei es dem FC diesmal durchaus gelingen kann, vor der Austria zu landen; allerdings nur, wenn der Abgang von Schützenkönig Gartler halbwegs kompersiert werden kann. Vorsicht ist aber absolut angebracht, denn für beide kann es auch schnell in tiefere Gefilde abwärts gehen. Und schließlich bleibt aus dieser Kategorie noch Vizemeister Gratkorn. Auch wenn ich Toni Ehmann mittlerweile mehr als Risiko denn als Stütze erachte, schlechter ist der Kader gegenüber der letzten Saison nicht geworden (wobei der 2. Platz aber mehr war, als sich Gratkorn verdient hätte).</p>
<p><strong>Auf- und Absteiger.</strong> Die restlichen sechs Vereine werden wohl die sein, die sich um die verbleibenden drei Plätze streiten werden, die für den Klassenerhalt reichen: Die drei Aufsteiger, die zwei Bundesliga-Reserven und Leoben. Als Abstiegskandidat kristallisiert sich eben auch Leoben heraus. Schon letzte Saison hatten die Obersteirer mehr Glück als Können, und einige echte Stützen (wie Rasswalder, Kozelsky, Hüttenbrenner, Jovanovic und René Schicker) verließen den Verein. Nicht alle Positionen werden ersetzt werden können und auch dem neuen Trainer Heimo Kump fehlt es an Bewerbsspiel-Erfahrung. Als ehemaliger Leiter der GAK-Akademie hat er aber wohl ein gutes Auge für junge Spieler. Die drei Aufsteiger starten allesamt ambitioniert in die Liga. Ost-Meister St. Pölten vertraut in weiten Teilen auf die spielstarke Aufstiegsmannschaft, der giftige Eldar Topic verließ den Verein aber. Vöcklabruck (Meister der Mitte mit 16 Punkten Vorsprung) versuchte, den Stamm zu halten und jede Position möglichst doppelt zu besetzen; sie bereiten sich seit einem halben Jahr auf die neue Liga vor, wollen nichts dem Zufall überlassen. Im Aufstiegsjahr gab es praktisch keine Schwachstellen, da waren die Oberösterreicher in jeder Wertung unangefochtene Ligaspitze. Und West-Champion Grödig erging sich schließlich im totalen Kaufrausch. Erfahrungsgemäß ist das die Lösung, die am wenigsten erfolgsversprechend ist, wie zuletzt Bad Aussee und Hartberg eindrucksvoll vormachten, dazu musste Trainer Pfeifenberger in dieser Funktion noch keine Krise meistern.<br />
Die Zweitmannschaften von Austria und Salzburg gehen in ihre (ziemlich sicher) letzte Saison, in denen ihnen der sportliche Klassenerhalt auch etwas bringt. Und beide haben sich trotz dieser Aussicht nicht mit 17- bis 19-jährigen Akademie-Spielern versorgt, sondern mit anderswo gescheiterten (mindestens) Mitt-Zwanzigern. So spielen Schriebl (29), György Korsos (31) und Böcskör (25) bei den Austria Amateuren, österreichische Nachwuchshoffnungen wie Jovanovic (28) und Jailson (23) unter Neo-Trainer Adi Hütter bei den Salzburgern. Hier führen sich die Reserven selbst ad absurdum &#8211; hoffentlich macht die Bundesliga mit diesem Unfug bald Schluss.</p>
<p>Und wenn alle Stricke reißen, können sportlich abgestiegene Vereine ja immer noch darauf hoffen, dass es einen anderen zerreißt. In der letzten Saison war das nicht der Fall, aber wir kennen die lästigen Beiprodukte der 10er und der 12er-Liga &#8211; also sich liquidierende Vereine &#8211; ja nun schon lange genug um zu wissen, dass das Ausbleiben eines solchen nur ein Ausrutscher war. So traurig das auch ist.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wir haben also zwei Aufstiegsfavoriten und keinen sich jetzt schon abzeichnenden Fixabsteiger. Was so eine Favoritenrolle wert sein kann, wissen wir spätestens seit Schwadorf letzte Saison. Und wie spannend ein Abstiegskampf sein kann, ebenso. Wir werden sie uns also ansehen, diese neue Adeg-Liga. Oder &#8211; sagen wir Erste Liga zu ihr. Wird ihr zwar nicht immer gerecht, klingt aber nicht ganz so billig.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=247&amp;md5=eb8d213cea0472996abea627c8b5ad9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Probleme der RedZac-Liga</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2008/04/21/die-probleme-der-redzac-liga/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 15:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erste Liga, vulgo RedZac, hat Probleme. Und zwar keine kleinen. Die Vereine sind uninteressant, die Zuschauerzahlen auf dem Niveau von vor 10 Jahren, die öffentliche Präsenz (vom vorbildlichen Premiere abgesehen) nicht vorhanden, dazu werden Vereine auf der Landkarte herumgeschoben wie es früher nur Napoleon mit seinen Zinnsoldaten gemacht haben dürfte. Hinzu kommt die Kurzsichtigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erste Liga, vulgo RedZac, hat Probleme. Und zwar keine kleinen. Die Vereine sind uninteressant, die Zuschauerzahlen auf dem Niveau von vor 10 Jahren, die öffentliche Präsenz (vom vorbildlichen Premiere abgesehen) nicht vorhanden, dazu werden Vereine auf der Landkarte herumgeschoben wie es früher nur Napoleon mit seinen Zinnsoldaten gemacht haben dürfte. Hinzu kommt die Kurzsichtigkeit der Liga-Verantwortlichen und die Unfähigkeit mancher Funktionäre. Aber wie bekommt man das in den Griff?<br />
<span id="more-113"></span><br />
Beispiel FC Kärnten. Dass sich der FCK nach der Installierung des SK Austria Kärnten vor einem Jahr von den Neuankömmlingen aus Pasching in mehr als nur einer Hinsicht über den Tisch ziehen ließ, ist augenscheinlich. Alle Leistungsträger wurden an den neuen großen Bruder abgegeben, sodass im Grunde nur noch die Reste der (mäßigen) RedZac-Mannschaft übrig waren, plus die Regionalliga-Amateure, die mit Ach und Krach den Klassenerhalt fixierten. Außerdem durfte AK in der modernen Arena spielen, der FCK aber nur auf dem Sportplatz in Fischl &#8211; der in acht Monaten geschliffen wird. Auch die Akademie ließ man sich von der Austria abluchsen. Dass der FCK der Träger der Spielgemeinschaft bei den Regaionalliga-Amateuren ist, aber damit die Akademie-Statuen für die Austria abgedeckt waren, sorgt seit Saisonbeginn für Verwirrung. Umso mehr, weil der FCK aus der Ersten Liga (logischerweise) abzusteigen droht. Was passiert also nun mit dem heuer im sicheren Mittelfeld platzierten Team in der Regionalliga? &#8220;Wüssten wir selber gerne&#8221;, heißt es aus der Akademie, &#8220;Das regelt wahrscheinlich die Austria&#8221;, von FCK-Manager Hafner. Spricht nicht für ihn, dass er nicht einmal genau weiß, wem die eigene Reserve gehört.</p>
<p>Ein gerne angeführter Kritikpunkt ist die Häufung an mäßig namhaften Vereinen. Aber ich sage: Ist es Gratkorn, Schwanenstadt und Parndorf vorzuwerfen, dass man bei Vienna, Sportklub und GAK schlicht zu blöd ist, eine brauchbare Mannschaft auf die Beine zu stellen? An mangelnden Sponsoren kann es kaum liegen &#8211; ich als Sponsor bräuchte schon einen guten Grund, bei Gratkorn statt dem GAK zu investieren, bei der kaputten Admira statt beim Sportklub, in Schwadorf statt der Vienna. Dort wird einfach nicht seriös gearbeitet, sodass Geldgeber lieber den seriös geführten Vorstadtverein unterstützen. Da sind die &#8220;Traditionsteams&#8221; zu 100% selber Schuld.</p>
<p>Nun möchte man also die Erste Liga wieder auf 10 Vereine zurückbauen. Warum? Wegen ein paar Tausend Euro, die Vereine mehr bekommen würden. Super! Wer auf 100.000 Euro aus Fernseheinnahmen angewiesen ist, hat in der Ersten liga ohnehin nichts verloren (So gesehen gut, dass Parndorf hoffentlich absteigt &#8211; nicht wahr, Herr Milletich?). Weil &#8220;in den Regionalligen offenbar das Potential an Profiteams nicht gegeben ist&#8221;, so Schneckerl Prohaska. Der ist von seriösen Aussagen damit etwa so weit entfernt, wie sein Tonfall von gehobenem Deutsch. Denn Vereine wie Grödig, Vöcklabruck, der GAK, WAC-St. Andrä, St. Pölten, die Vienna, der Sportklub und die Admira sind lupenreine Profivereine, weit weg davon sind Rankweil, Bregenz, Kufstein, Hartberg, Horn und Waidhofen auch nicht. Mehr als genug Vereine also, die eine 16er-Liga auch ohne 100.000 Euro Fernsehgeld ohne gröbere Probleme stemmen können würden.</p>
<p>Was passiert nun, wenn man wieder zum alten Modus zurückkehrt &#8211; also die drei Regionalligameister und der Erstliga-Vorletzte um zwei Plätze rittern? Nicht nur, dass man bis vier Wochen vor Saisonstarn de facto nicht planen kann, nein, die Schwelle für die &#8220;Traditionsteams&#8221; wäre nur noch schwieriger zu meistern als ohnehin schon. Man hätte Vereine wie Magna, Gratkorn, Grödig und Vöcklabruck fast in der Liga festgeschweißt. So hirnlos und kontraproduktiv können nur österreichische Fußballfunktionäre denken. Ich würde gerne das mediale Geschrei hören, wenn der Sportklub doch einmal Ostliga-Meister wird, und in der Relegation am FC Magna scheitert.</p>
<p>Ich habe mich in der Regionalliga mit vielen Leuten unterhalten, und fast alle sagen: &#8220;Die RedZac ist uninteressant, weil man 3x oder 4x gegen die selben Vereine spielt!&#8221; Welcher Oberösterreicher will schon zwei Mal im Jahr Parndorf sehen? Welchen Wiener locken vier Spiele gegen Lustenauer Vereine hinter dem Ofen vor? Kein Wunder, dass Sportklub und Vienna lieber in der Ostliga bleiben, wenn die Alternative eine RedZac mit weniger als 16 Vereinen ist. &#8220;Das tolle an der Regionalliga ist, dass viele Vereine mitspielen, und Abwechslung drin ist!&#8221; Genau das ist der Punkt. Und, wie erwähnt: Vereine genug gäbe es absolut, die sich das zutrauen würden &#8211; aber eben nicht so richtig wollen.</p>
<p>Abgesehen davon, dass eine 10er- bzw. 12er-Liga sowieso kein Erfolgsmodell ist (war es noch nie, noch nirgends und für niemanden) aus dem es im Vergleich beängstigende Ausfallsquoten gibt (Admira, GAK, Sturm, Bregenz, Wörgl, Untersiebenbrunn, Bad Bleiberg, Tirol, Braunau, Steyr, St. Pölten &#8211; um nur die 11 Teams zu nennen, die es in den letzten 8 Jahren zerrissen hat), ist sie tödlich für jedes Zuschauerinteresse. Auch wenn jetzt alle wieder jubilieren wegen der Bundesligazahlen &#8211; aber Rapid ist Meister, Salzburg hat deutlich eingebüßt, Kärnten verteilt Freikarten ohne Ende, die LASK-Fans waren ausgehungert, und Sturm hat nun keine relevante stadtinterne Konkurrenz mehr. Beim einstigen Magneten Mattersburg sind die Zahlen eine Katastrophe, bei der Austria waren sie nie wirklich gut. Die Zuschauer kommen, OBWOHL es nur zehn Vereine gibt &#8211; und nicht, WEIL es nur zehn Vereine gibt.</p>
<p>Ein weiteres großes Problem der Ersten Liga ist die unmögliche Anstoßzeit. Freitags um 18.00 lockst du eben noch keinen ins Stadion. Selbst in Lustenau wird gejammert, weil dort (wahnsinnigen Anrainern sei Dank) nach 22.00 Uhr nichts mehr ausgeschenkt werden darf. Auswärtsfans gibt es de facto keine &#8211; wer fährt schon an einem Werktag durch halb/ganz Österreich, um mitten in der Nacht wieder heimfahren zu müssen? Die Bundesliga spielt am Samstag ohnehin erst am Abend. Was würde dagegensprechen, die Erste-Liga-Spiele am Samstag Nachmittag um drei anzupfeifen? Der überwiegenden Mehrheit der Zuschauer wäre das mit Sicherheit mehr als nur recht.</p>
<p>Das größte Problem der Ersten Liga ist aber die Unzuverlässigkeit mancher Vereine. Richard Trenkwalder und Frank Stronach dürfen offenbar alles machen, wonach ihnen gerade der Sinn steht, ohne dass es Paragraphen gibt, die so etwas verhindern &#8211; oder die unter Umständen vorhandenen Paragraphen angewendet werden. In Schwanenstadt ist man enttäuscht von den Zuschauerzahlen? Kein Problem! Ein Fax an Onkel Frank, und der Verein wandert nach Oberwaltersdorf, spielt erst in der Südstadt, dann in Wiener Neustadt. Wenn es Stronach umhaut (er ist immerhin schon 75 Jahre alt), was ist dann damit? Die nächste Vereinsauflösung ist vorprogrammiert, der nächste Abstiegskampf gegenstandslos geworden. Schwadorf will nach oben, schafft es nicht. Die Admira wurde von ahnungslosen Iranern sportlich in die Regionalliga und finanziell in den Konkurs gewirtschaftet, würde auf sportlichem Weg nie wieder nach oben kommen. Na, dann gehen wir doch einfach zusammen! Denn was Fusionen angeht, ist die Admira ohnehin unangefochtener Rekordmeister.</p>
<p>Hinzu kommen die weder interessanten noch benötigten Reserven von Salzburg und Austria. Einige Spieler, die bei den Austria Amateuren in der RedZac gespielt haben, sind heute Bundesliga-Kicker &#8211; aber keiner bei der Austria. Clemens Walch flüchtet von Salzburg nach Stuttgart. Er weiß genau, dass er in Salzburg nie eine ernsthafte Chance bekommen wird. Ernst Öbster wäre auch besser nach New York gegangen. Auf mehr als Kurzeinsätze wird er es in der Kampfmannschaft nie bringen. Rambo Özcan wurde lange genug auf der Nase herumgetanzt: Statt noch 10 Jahre auf Einsätze in der Bundesliga zu warten, geht er nach Hoffenheim und ist dort schon jetzt zum besten Keeper der (starkten) 2. Liga in Deutschland avanciert. Warum führt man nicht wieder die Reserveliga ein? Überall anders funktioniert das doch auch wunderbar.</p>
<p>Fazit: Erst, wenn mehr als 12 Vereine (und auf jeden Fall mehr als 10 Vereine) in der Ersten Liga spielen, davon keine Reserven von Bundesligateams mehr mitspielen, ein knallhartes Lizenzierungsverfahren alles aussiebt, was potentiell krachen gehen könnte, die Spiele zu einer vernünftigen Zeit angepfiffen werden, Vereine wirklich nur noch nach sportlichen Gesichtspunkten in die Liga kommen und nicht einfach so verschoben bzw. aus dem Boden gestampft werden, und sich auch der ORF zu einer adäquaten Berichterstattung durchringen kann, wird es mit der Ersten Liga bergauf gehen.</p>
<p>Aber damit ist leider nicht zu rechnen.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=113&amp;md5=0b331805f3e433d4ba49c74f4aa7861f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die drei Fragezeichen der RedZac-Liga</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 14:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letztes Jahr wurden allerhand Gedankenspiele angestellt, was die Lizenz von GAK und der Admira betraf, wer nun auf welchem Platz ankommen muss, dass man drinbleibt in der Liga, oder nicht &#8211; und in weiterer Folge war das natürlich auch für die Regionalligen keine schöne Sache. Vor allem in der RL Mitte schwankte es zwischen drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Jahr wurden allerhand Gedankenspiele angestellt, was die Lizenz von GAK und der Admira betraf, wer nun auf welchem Platz ankommen muss, dass man drinbleibt in der Liga, oder nicht &#8211; und in weiterer Folge war das natürlich auch für die Regionalligen keine schöne Sache. Vor allem in der RL Mitte schwankte es zwischen drei und sechs (!) potentiellen Abstiegsplätzen &#8211; ganz besonders spaßig, wenn fast 10 Mannschaften im Abstiegskampf verwickelt sind, wie es letzte Saison war. Wenn man sich jedoch die Situation um den Stronach-Klub ansieht, werden die Szenarien ähnlich vertrackt wie vor Jahresfrist.<br />
<span id="more-92"></span>Denn auch wenn man annimmt, dass die designierten Aufsteiger in die RedZac (also Grödig, Vöcklabruck und St. Pölten oder FAC) die Lizenz alle bekommen &#8211; wovon auszugehen ist &#8211; und alle aktuellen nicht von Stronach anhängigen RedZac-Vereine ebenso (was möglich ist),  hat der Franz aus Weiz mit seinem Tiger-Team/Wienerberger/FC Magna/Wiener Neustadt wieder ordentlich Bewegung reingebracht. Und wenn der eine umzieht, mag der andere (also Trenkwalder) natürlich in nichts nachstehen.  Aber der Reihe nach.</p>
<p><b>Fragezeichen 1: Trenkwalder und die Admira.</b> Schwadorf-Mäzen Trenkwalder möchte die Admira übernehmen, sie statt Schwadorf in die RedZac-Liga platzieren, in der Regionalliga Ost die 2. Mannschaft der Admira (also quasi die alten Admira Amateure) spielen lassen, und Schwadorf fängt in der Niederösterreichischen 2. Landesliga neu an &#8211; so der aktuelle Plan. Lässt die Bundesliga ihn gewähren, heißt das für die RedZac-Liga gar nichts, außer dass die Konkurrenz in die Südstadt statt nach Schwadorf fahren muss. Schiebt die Bundesliga dem einen Riegel vor (was ich aus heutiger Sicht eher nicht glaube), fiele eine Mannschaft &#8211; nämlich Schwadorf &#8211; de facto kampflos aus der Liga raus.</p>
<p><b>Fragezeichen 2: Das Stronach-Projekt.</b> Schwanenstadt, Wienerberg, FC Magna &#8211; wie auch immer man es nennen mag, es geht hier um den Platz, den jetzt der SC Schwanenstadt innehat. Nachdem der Wechsel in den Wiener Fußballverband und damit eine Verlegung auf den Wienerberger-Platz an der Triester Straße (Favoriten) nicht genehmigt wurde, und wegen den Trenkwalder-Engagements bei der Admira auch die Südstadt sehr wahrscheinlich als Spielort nicht in Frage kommt, möchte Stronach jetzt nach Wiener Neustadt ausweichen. Die dortige Anlage müsste zwar etwas auf Vordermann gebracht werden, aber das ist erstens für Stronach kein Problem (&#8220;So viel Geld kann ick gar nickt verlieren, dass ick weniger hätte, nickt?&#8221;), zudem hat die Stadt Wiener Neustadt und der dort ansässige Wr. Neustädter SC (2. LL NÖ) schon Unterstützung und Zusammenarbeit angekündigt. Das heißt aber noch lange nicht, dass der SC Schwanenstadt bzw. der Wienerberger SV nächstes Jahr als FC Magna in Wiener Neustadt spielen &#8211; die Zustimmung des Niederösterreichischen Landesverbandes steht noch aus. Sollte der NÖFV der Aufnahme von Schwanenstadt zustimmen UND den Verein nicht unten anfangen lassen will (was der WFV wollte), sieht es jedoch gut aus. Wenn nicht &#8211; Schwanenstadt-Manager Nussbaumer bezeichnete es als &#8220;Worst Case&#8221; &#8211; spielt der FC Magna nächstes Jahr eben in Schwanenstadt. Was jedoch gesichert scheint: Der Platz von Schwanenstadt wird am Saisonende nicht freiwerden und einen sportlichen Absteiger damit retten. Ob nun in Schwanenstadt oder in Wiener Neustadt gespielt wird, ist in dieser Frage nicht von Belang. Pikant würde es jedoch, wenn man sportlich absteigen sollte &#8211; dann geht es nämlich um die Einteilung in Regionalliga Ost oder Mitte.</p>
<p><b>Fragezeichen 3: Die Austria Amateure.</b> Das dritte (und wohl größte) Fragezeichen steht hinter den Austria Amateuren. Nachdem Stronach der Austria den Liebesentzug, der sich in Form von einem fast zugedrehten Geldhahn und einem Wegnehmen der Akademie manifestiert, angekündigt hat, haben die Violetten Verantwortungsträger alle Hände voll zu tun, eine Bundesligalizenz zu bekommen und in weiterer Folge eine halbwegs brauchbare Kampfmannschaft zusammen zu stellen. Dass die RedZac-Mannschaft da, wenn überhaupt die zweite Geige spielt, ist kein Geheimnis und auch logisch. Denn sportlich wurde die RedZac-Mannschaft seit ihrem Aufstieg vor zweieinhalb Jahren nie so richtig ernst genommen. Aus der Mannschaft, die in der ersten RedZac-Saison 05/06 Herbstmeister wurde, spielen heute einige Bundesliga (z.B. Gansterer, Madl und Saurer) &#8211; aber keiner bei der Austria. Weshalb die Vermutung naheliegt, dass bei einem finanziell bedingten Abwandern von Teilen der Kampfmannschaft einige aus der RedZac-Mannschaft nach oben gezogen werden (z.B. Netzer, Ramsebner oder Grünwald), und für eine RedZac-Lizenz mangels eines Preis-Leistungs-Verhältnisses, das einen Erhalt in der RedZac-Liga rechtfertigen würde, gar nicht erst beantragt wird. Zumal ja auch nicht wenige Spieler aus Bundesliga- und RedZac-Mannschaft, wie man hört, vertraglich an Stronach gebunden sind, und nicht an die Austria. Es gibt also nicht viel, was für einen Verbleib der Austria Amateure in der zweithöchsten Spielklasse spricht.</p>
<p>Das heißt nun also: Das <b>Stronach-Projekt</b> wird fast sicher in der RedZac-Liga bleiben bzw. unterkommen. Das Trenkwalder-Projekt mit dem Platztausch <b>Schwadorf/Admira</b> kann, neben einem sehr unwahrscheinlichen &#8220;Njet&#8221; der Bundesliga, nur noch ein negativer Beschluss bei den vereinsinternen Generalversammlungen stoppen. Davon ist aber weder bei der finanzmaroden Admira, die jeden potentiellen Geldgeber mit offenen Armen begrüßen würde, noch bei Schwadorf, wo ohnehin jeder unter der Knute von Trenkwalder steht, auszugehen. Nur bei der Sache mit den <b>Austria Amateuren</b> stehen die Zeichen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Abschied.</p>
<p><b>Was heißt das in der Praxis?</b>  Das heißt, dass der Zehnte wohl in der Liga bleibt, und Bad Aussee und der FC Kärnten mit 9 bzw. 10 Punkten Rückstand auf ebenjenen (bei noch 13 Spielen) als Absteiger praktisch feststehen. Der Abstiegskampf ist also de facto gegenstandslos geworden. Das ändert sich nur noch, wenn es einen weiteren Verein (neben den Austria Amateuren) aus Bundesliga oder RedZac-Liga lizenztechnisch zerreißen würde. In diesem Fall matchen sich FC Kärnten und Bad Aussee um diesen freiwerdenden Platz in der Liga.</p>
<p>Ist doch alles ganz einfach, oder?</p>
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		<title>Sag einfach NÖ!</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 17:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsideen]]></category>
		<category><![CDATA[Admira]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun schreibe also auch ich hier rein &#8211; Philipp Eitzinger, Mitarbeiter u.a. bei den Internetplattformen der Regionalliga Mitte und der Oberösterreichliga. Und, ach ja: Ich bin einer von jenen Unverbesserlichen, die trotz der aktuellen Entwicklung glauben, dass der österreichische Fußball wieder bessere Zeiten erleben wird. Wenn man die richtigen Maßnahmen setzt. Das heißt auch: Aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun schreibe also auch ich hier rein &#8211; Philipp Eitzinger, Mitarbeiter u.a. bei den Internetplattformen der <a href="http://www.rlmitte.info">Regionalliga Mitte</a> und der <a href="http://www.ooeliga.at">Oberösterreichliga</a>. Und, ach ja: Ich bin einer von jenen Unverbesserlichen, die trotz der aktuellen Entwicklung glauben, dass der österreichische Fußball wieder bessere Zeiten erleben wird. Wenn man die richtigen Maßnahmen setzt. Das heißt auch: Aus Fehlern lernen.</p>
<p>Denn normalerweise sollte man meinen, wenn man einmal einen Fehler gemacht hat, der in einem mittelschweren sportlichen und in einem beträchtlichen finanziellen Desaster endete, wird man einen zweiten Versuch des gleichen Modells meiden wie der Teufel das Weihwasser. Normalerweise, denn da Schwadorf-Mäzen Richard Trenkwalder als ausgewiesener Nicht-Fachmann in Fußballfragen erstaunlich beratungsresistent ist, verwundert es eigentlich nicht, dass eine gescheiterte Idee aus den Neunzigern reaktiviert wird. Der FC Niederösterreich.<span id="more-20"></span></p>
<p>Rückblende, Juni 1996. Die Admira wurde Vorletzter musste daher in die Relegation &#8211; ausgerechnet gegen Satellitenklub Gerasdorf. Als die Außenseiter das Hinspiel in der Südstadt auch noch 4:3 gewannen, war das Gelächter groß und Admira-Trainer Knaller seinen Job los. Dass Admira-Wacker, wie der Verein damals schlicht hieß, das Rückspiel gar 6:0 gewann, macht heute noch zumindest einen schiefen Eindruck &#8211; vor allem, weil in weiterer Folge Gerasdorf-Trainer Kurt Garger Trainer bei der Admira wurde… sorry, beim SCN Admira. Denn auf Geheiß von ganz oben wurde zwar nicht mit dem VSE St. Pölten fusioniert, aber dennoch der SC Niederösterreich Admira/Wacker aus der Taufe gehoben. Dieses Gebilde spielte in der folgenden Saison 1996/97 dann 13x in der Südstadt, 4x in St. Pölten und 1x in Krems, hatte einen doch eher peinlichen Zuschauerschnitt von 2.000 Leuten, wurde natürlich Letzter und ging obendrein noch pleite. Selbst ging man mit dem VfB Mödling zusammen und blieb dank der “Fusion” der Linzer Klubs dann doch noch ein Jahr in der Bundesliga.</p>
<p>Eine wahre Erfolgsgeschichte also. Und weil Trenkwalder mit seinen abgehalfterten Ex-Stars in der RedZac-Liga statt auf dem Auf- auf einem Abstiegsplatz steht, wird schon nach Alternativen zum aktuellen Modell seines mäßig symathischen Plastik-Klubs gesucht. Was würde sich da besser anbieten, als ein Zusammengehen mit der aktuell auch in der Regionalliga nicht gerade erfolgsverwöhnten Admira? Zumal die ja bekanntlich im Fusionieren schon routiniert ist. Mal abgesehen von den infrastrukturellen Vorteilen, die auf der Hand liegen &#8211; Akademie, Stadion usw. &#8211; stellt sich aber dennoch die Sinnfrage. Wen will Trenkwalder damit ansprechen &#8211; die 400 Fans, die immer noch zu den Admira-Spielen kommen und die nur unwesentlich mehr, die sich für keinen noch so sehr mit dem Holzhammer vorgetragenen Kommerz á la Schwadorf vereinnahmen lassen?</p>
<p>Mit der Admira kann man’s ja machen. Nur muss auch die Frage gestattet sein: Ist das dann wirklich ein FC Niederösterreich? Schileßlich befindet sich Schwadorf in der Einflugschneise der Flughafens Schwechat &#8211; und der SV Schwechat gehört zum Wiener Verband. Und die Admira wird von kaum einem Niederösterreicher als ein Verein aus dem blau-gelben Bundesland angsehen, sondern ist in der allgemeinen Wahrnehmung ein Wiener Verein und wird dies, nicht zu unrecht, auch immer bleiben. Das Modell mit St. Pölten ist schon einmal gescheitert &#8211; warum sollte es diesmal funktionieren? Und unter welcher Federführung soll das Projekt laufen &#8211; unter der von Geschäftsmann Pishyar oder den von Geschäftsmann Trenkwalder, beide ja keine Koriphäen in fußballerischen Fachfragen? Mit welcher Mannschaft &#8211; der unkonstanten Rasselbande von der Admira oder der bislang doch eher hüftsteifen Altherren-Combo aus Schwadorf? Und vor allem: Was passiert, wenn der SKN St. Pölten tatsächlich dieses oder nächstes Jahr in die RedZac-Liga aufsteigt, mit einem schönen neuen Stadion, dessen Bau bereits fix ist?</p>
<p>Richard Trenkwalder wäre gut beraten, nicht den gleichen Fehler zu machen, wie er schon vor elf Jahren gemacht wurde. Die Aussichten auf Erfolg sind gering &#8211; noch geringer als die Chancen, dass Schwadorf heuer doch noch in die Bundesliga aufsteigt.</p>
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