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	<title>Ballverliebt &#187; Österreich</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Salzburg &#8211; Hapoel: Wer nicht rennt, kriegt eine auf den Deckel</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 21:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[hapoel tel-aviv]]></category>
		<category><![CDATA[red bull salzburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Salzburg unterliegt im Hinspiel des Champions League-Playoffs gegen Hapoel Tel-Aviv verdient mit 2:3 (1:2). Es hat nicht viel gepasst an diesem Abend in Wals-Siezenheim.
Die Bullen wurden von Huub Stevens mit einem 4-1-4-1 auf den Platz geschickt. 

Die Gäste aus Israel traten mit einem klassischen 4-4-2 an.

Von der ersten Minute wurde klar, dass Hapoel seine Stärke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Salzburg unterliegt im Hinspiel des Champions League-Playoffs gegen Hapoel Tel-Aviv verdient mit 2:3 (1:2). Es hat nicht viel gepasst an diesem Abend in Wals-Siezenheim.<span id="more-2587"></span></p>
<p>Die Bullen wurden von Huub Stevens mit einem 4-1-4-1 auf den Platz geschickt. </p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/IMG_7410.jpg" alt="" title="Red Bull Salzburg" width="500" height="400" class="alignnone size-full wp-image-2588" /></p>
<p>Die Gäste aus Israel traten mit einem klassischen 4-4-2 an.</p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/IMG_7411.jpg" alt="" title="Hapoel Tel-Aviv" width="500" height="400" class="alignnone size-full wp-image-2589" /></p>
<p>Von der ersten Minute wurde klar, dass Hapoel seine Stärke aus der Geschwindigkeit seiner Stürmer zieht. Mit dem Durchbruch von Shechter und dem daraus resultierenden Elfmeterfoul von Franz Schiemer wurden die Gastgeber auf dem falschen Fuß erwischt. Damit gelang Tel-Aviv nicht nur die Führung durch Torhüter Vincent Eneyama (3.), sondern auch das Kunststück, die sonst so verlässlichen Innenverteidiger Ibrahim Sekagya und Rabiu Afolabi nervös zu machen. Zu steif waren die beiden in der Bewegung und chancenlos im Sprintduell. Die Furcht vor dem Tempo war nahezu greifbar.</p>
<p>Und die Gäste kamen immer wieder dazu sie auszuspielen. Der Grund dafür war eigentlich recht banal. Sahar und Shechter positionierten sich nicht ganz vorne neben den Innenverteidigern sondern rund um Schiemer, dem armen Schwein im defensiven Mittelfeld. Er konnte sich natürlich nicht um die beiden recht breit positionierten Stürmer kümmern. Und diese kamen dann im vollen Tempo auf die Verteidigung zu.</p>
<p>Weil mit Dusan Svento und Christian Schwegler die beiden Außenverteidiger eher weiter vorne platziert waren, taten sich hinter ihnen weiter Räume auf. Immer wieder konnte vor allem der starke Shechter dort hineinbrechen und zog damit noch die Innenverteidigung auseinander. Das und ein paar Flügelläufe war so ziemlich der einzige Zug, den Hapoel zeigte &#8211; und er genügte.</p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/IMG_7413.jpg" alt="" title="Verteidigungsproblem" width="500" height="400" class="alignnone size-full wp-image-2590" /></p>
<p>Dass Huub Stevens etwa 65 Minuten nichts dagegen tat, muss ihm angelastet werden. Als Reaktion auf diese Situation wären mir zwei Varianten eingefallen. Svento und Schwegler zurückzubeordern und eine enge Verteidigungsvariante zu wählen wäre die eine, ist aber aufgrund der sicher offensiven Natur der beiden und den dann limitierten Angriffsoptionen eher ungeschickt. Sinnvoll wäre es gewesen Schiemer im Angriffsfall gleich ganz in die Liberoposition zurückfallen zu lassen und eine Dreier-Innenverteidigung aufzuspannen, wie das diese <a href="http://www.zonalmarking.net/2010/04/22/is-the-sweeper-set-for-a-return-to-prominence/" target="_blank">Grafik von Zonal Marking</a> ganz gut zeigt:</p>
<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/modern-centre-half.gif" alt="" title="Die Variante DM als Libero bei einem 4-2-3-1" width="223" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-2599" /></p>
<p>Zusätzlich zu dieser taktischen Schwäche fiel aber eine unglaubliche Schwerfälligkeit der Salzburger auf. Abseits des Balles wurde herumgetrabt. Weder gab es hartes Pressing, noch eine schnelle Rückwärtsbewegung des Mittelfeld. Besonders auffällig war das in einer Szene, als Shechter sich im Strafraum mit Sekagya matchte. Der Verteidiger schaffte es, den Stürmer zu stellen, aber die restliche Verteidigung kam ihm nicht zu hilfe, joggte locker zurück. Diese Situation ging zwar gerade noch gut, nicht aber mehr beim zweiten Gegentreffer. Eine völlig chaotische Ordnung im Defensivspiel ließ Vermouth, den neben Shechter stärksten Hapoel-Spieler, frei flanken. In der Mitte war Sahar unbehelligt zum Einköpfen bereit.</p>
<p><strong>Offensive Harmlosigkeit</strong></p>
<p>Der Ausgleich davor muss als Zufallstreffer gewertet werden. Zwar gelang es Salzburg, die noch nicht in der Meisterschaft stehenden Israelis zeitweise auf ihre Abstimmungsprobleme hinzuweisen, aber echte Gefahr konnten sie kaum erzeugen. Der weite Schwegler-Einwurf aus der 28. Minute kam folgerichtig nach missglückten Klärungsversuch eines Israelis zum bemühten Nikola Pokrivac, der zog aus der Distanz voll ab und hämmerte den Ball wundervoll per linker Stange ins Tor.</p>
<p>Im Angriff war auch deshalb nichts zu sehen, weil Joaquin Boghossian viel zu behäbig wirkte und damit gut isoliert war. Der gut spielende Jakob Jantscher (der wie Schiemer leider im Rückspiel wegen der Gelbsperre leider fehlt), der immer wieder über die Außenbahn nach vorne zog, fand im Uruguayer keinen Abnehmber. Der kaum ins Spiel integrierte Gonzalo Zarate konnte über die rechte Seite kaum für Gefahr sorgen. Er vertändelte sich immer wieder dabei, in die Mitte zu ziehen. Nur wenn Schwegler mitkam, kam von rechts auch einmal eine Flanke zur Mitte. Mahops Einwechselung (78.) für Zarate brachte vermehrt Druck über rechts. Der Kameruner hatte die Extraportion Tempo.</p>
<p><strong>Die Wechsel ziehen</strong></p>
<p>Nach dem 1:3 durch Shechter (Entstehung wie gehabt und allgemein in der Grafik gezeigt) hatte Stevens genug von Boghossian und brachte Roman Wallner. Der Österreicher hat zwar Probleme mit der Abstimmung seiner Laufwege, konnte aber zumindest mehr Optionen eröffnen. Mit seiner Schnellig- und Quirligkeit setzte er der Hapoel-Hintermannschaft zu und bot seiner Hintermannschaft eine Anspielstation. Dass er die Elfermöglichkeit (67.) nach einem Foul an Jantscher eher zittrig aber doch zum 2:3 nutzte, gibt ihm hoffentlich etwas Selbstvertrauen.</p>
<p>In der 68. Minute brachte Stevens für Schiemer den brasilianischen Neuzugang Alan. Der von Fluminese gekommene 21-jährige wurde bei der Verpflichtung als Stürmer bezeichnet, spielte aber fortan im defensiven Mittelfeld und konnte mit seiner Geschwindigkeit Shechter wenigstens etwas entgegensetzen. </p>
<p>Christoph Leitgeb zeigte in dieser Phase eine erfreuliche Entwicklung und versuchte das Spiel an sich zu reissen. Er rutschte als zweiter Sechser zurück (das nunmehrige 4-2-3-1 war die vorher angesprochene, späte Reaktion von Stevens auf das Problem der israelischen Taktik). Er ging dennoch immer wieder mit nach vorne und kam dabei mit Tempo von hinten angerauscht.</p>
<p>Mit den drei Wechseln und dieser taktischen Änderung kam endlich Schwung und Bewegung in das Salzburger Spiel. Zweimal hätte etwa der aufgerückte Svento die Möglichkeit auf dem Fuß gehabt, traf den Ball aber beide Male nicht richtig. Dass Tel-Aviv im Konter weiter gefährlich blieb, war aufgrund des Spielstands nun eine logische Folge. Auch wenn keine weiteren Möglichkeiten mehr entstanden, war die Schlussphase der Salzburger war trotzdem ihre beste im Spiel. Sie gibt zumindest einen Funken Hoffnung für das Rückspiel am kommenden Mittwoch.</p>
<p>Aber es ist eher eine Mission Impossible. Salzburg enttäuschte und muss sich neben der Perspektive Europa League nach den bisherigen Saisonvorstellungen auch den Hinweis gefallen lassen, dass zum Beispiel Austria Wien ein ernstzunehmender und in der Entwicklung weiter wirkender Titelkonkurrent in Österreich wartet.</p>
<p>(tsc)</p>
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		<title>Live: Österreich &#8211; Weißrussland (U21, EM Quali)</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Herzog]]></category>
		<category><![CDATA[U21]]></category>
		<category><![CDATA[Weißrussland]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mannschaft von Andreas Herzog trifft am Mittwoch um 19 Uhr in Pasching in einem direkten Duell um den Gruppensieg in der Europameisterschafts-Qualifikation (die in der Folge zu Olympia 2012 führt) auf Weißrussland. Die Fernsehanstalten zeigen das Spiel nicht, aber Ballverliebt.eu ist vor Ort und berichtet live.
U21 EM-Quali: Österreich &#8211; Weißrussland
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mannschaft von Andreas Herzog trifft am Mittwoch um 19 Uhr in Pasching in einem direkten Duell um den Gruppensieg in der Europameisterschafts-Qualifikation (die in der Folge zu Olympia 2012 führt) auf Weißrussland. Die Fernsehanstalten zeigen das Spiel nicht, aber Ballverliebt.eu ist vor Ort und berichtet live.<span id="more-2548"></span></p>
<p><iframe src="http://www.coveritlive.com/index2.php/option=com_altcaster/task=viewaltcast/altcast_code=326c8566f9/height=550/width=500" scrolling="no" height="550px" width="500px" frameBorder ="0" allowTransparency="true"  ><a href="http://www.coveritlive.com/mobile.php/option=com_mobile/task=viewaltcast/altcast_code=326c8566f9" >U21 EM-Quali: Österreich &#8211; Weißrussland</a></iframe></p>
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		<title>Sturm beschenkt Rapid &#8211; mit Platz im Mittelfeld!</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[foda]]></category>
		<category><![CDATA[Pacult]]></category>
		<category><![CDATA[Rapid]]></category>
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		<description><![CDATA[Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind.
Was im Falle von Rapid in erster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Sturm verliert das Heimspiel gegen Rapid hochverdient mit 0:2 &#8211; und das hat nur sehr wenig mit der geringeren Regenerationszeit seit dem Europacup-Spiel unter der Woche zu tun. Nein, Rapid hat gezeigt, was die Mannschaft kann, wenn alle Spieler auf der Position spielen, auf der sie am Stärksten sind.<span id="more-2540"></span></strong></em></p>
<p>Was im Falle von Rapid in erster Linie heißt: Steffen Hofmann in der Mitte. Dort kann der Deutsche seine unbestrittenen Fähigkeiten als zentraler Spielgestalter, der nicht selten gar als hängende Spitze agiert, am besten ausspielen. Und zwar ohne dass die rechte Seite, auf die er sonst nominell gestellt wird, verwaist zu lassen: Dort agierte erst Kavlak (aktiv, aber zuweilen etwas schlampig) und nach ihm Christopher Trimmel. Das 4-2-3-1 ist ohne Frage die Formation, die dem Kader der Rapidler am Besten entspricht.</p>
<p>Sturm-Trainer Foda indes experimentierte mit einem 4-1-4-1. Wohl auch deshalb, weil mit Mario Kienzl nicht zur Verfügung stand, sollte Imre Szabics aus dem Mittelfeld kommen. Da sind Szabics und auch Muratović sehr wenig um Defensivaufgaben scherten, stand Weber oft alleine gegen Hofmann &#8211; zudem konnte sich aus dem Sechser-Duo Heikkinen/Hinum immer zumindest einer aufrücken, weil Muratović und Szabics nicht am Spiel teilnahmen. Die Folge: Rapid hatte massives Übergewicht im Mittelfeld.</p>
<p>Im Zentrum, weil Hofmann sich auf das konzentrieren konnte, was er kann, und zudem Unterstützung von seinen unterbeschäftigten Sechsern hatte. Auf der linken Seite, weil Saurer mit Ehrenreich kaum Mühe hatte. Und auf der rechten Seite, weil Standfest (der als LV spielen musste, weil Pürcher eine Pause bekam und Ehrenreich links noch weniger spielen kann als Standfest) sich auf seiner ungewohnten Position sichtlich unwohl fühlte (im sky-Interview bekannte er nach dem Spiel wenigstens, dass das &#8220;kein Problem sein dürfte&#8221;). Außerdem waren bei Sturm auf den Flanken Hölzl ganz schwach und der zuletzt hochgejubelte Bukva gänzlich unsichtbar war.</p>
<p>Halb durch die erste Hälfte reagierte Foda &#8211; und zwar völlig falsch: Er zog Szabics in die Spitze, stellte auf ein 4-4-2 zurück, und überließ Rapid somit noch viel mehr Platz im Mittelfeld. Die Wiener bekamen das Spiel logischerweise noch besser in den Griff und gingen durch den Kopfball des hinten überhaupt nicht geforderten Patocka hochverdient in Führung.</p>
<p>Das Zentrum war zu, die Seiten wirkungslos &#8211; Sturm kam offensiv überhaupt nicht zur Geltung, das änderte sich auch nach der Halbzeitpause nicht. Trimmel war zwar nicht ganz so spielfreudig wie Kavlak vor ihm, Rapid hatte aber dennoch wenig Mühe, die Führung zu verwalten. Nach etwa einer Stunde überließen sie zwar den Grazern (wohl etwas zu) viel Platz für einen Spielaufbau, aber Sturm brachte nichts zu Stande. Auch nicht, als nach dem (harten) Ausschluss für Sonnleitner die Wiener um einen weniger waren.</p>
<p>Foda brachte mit Haas einen schnelleren Stürmer als Kienast und Weinberger, den 21-jährigen Kapitän der blutjungen Regionalliga-Mannschaft, für den schlechten Hölzl, dennoch hatte Hedl wenig Mühe. Und der für den starken Saurer eingewechselte Andi Dober zeigte seine Offensiv-Qualitäten als rechter Mittelfeldspieler und legte für Jelavić in der Schlussphase das 2:0 auf, welches natürlich die endgültige Entscheidung  war.</p>
<p><em>Fazit: </em>Sturm zeigte schon in den letzten Spielen recht mäßige Leistungen &#8211; Riesenlöcher trotz des Sieges in Ried, schwach in der Spielgestaltung gegen Kapfenberg, ohne Durchschlagskraft gegen Tiflis. Nun stellte Foda ausgerechnet gegen die stärker werdenden Rapidler um (LV-RV-Swap) und überließ Rapid nach etwa 20 Minuten beinahe fahrlässig noch mehr Kontrolle über das Mittelfeld. So war es der gut aufgestellten und aufgelegten Rapidlern nicht allzu schwer, einen absolut verdienten Sieg einzufahren.</p>
<p><strong><em>Sturm &#8211; Rapid 0:2 (0:1).</em></strong> UPC-Arena, 15.400, SR Drabek. <strong><em>Tore: </em></strong>0:1 Patocka (39.), 0:2 Jelavić (81.). <em><strong>Sturm: </strong></em>Gratzei; Ehrenreich, Feldhofer, Schildenfeld, Standfest; Weber; Hölzl (69. Weinberger), Szabics, Muratović, Bukva (82. Burgstaller); Kienast (69. Haas).<em> <strong>Rapid: </strong></em>Hedl; Kayhan, Sonnleitner, Patocka, Katzer; Heikkinen, Hinum (74. Eder); Kavlak (34. Trimmel), Hofmann, Saurer (69. Dober); Jelavić. <em><strong>Rot:</strong></em> Sonnleitner (71., Notbremse).</p>
<p>(phe)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kolumbien, wir kommen!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/24/kolumbien-wir-kommen/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 18:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem sein Bruder Wesley das WM-Finale verloren hat, verbockt nun Rodney Sneijder das Ticket für die U20-WM für Holland &#8211; sehr zur Freude der Österreicher. Sein Elfmeter-Foul ermöglicht den späten 1:0-Erfolg des ÖFB-Teams, das nun nach Kolumbien fährt!
In einem Nervenspiel ist es mit Rodney Sneijder ein Spieler mit prominentem Namen, der Österreich doch noch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nachdem sein Bruder Wesley das WM-Finale verloren hat, verbockt nun Rodney Sneijder das Ticket für die U20-WM für Holland &#8211; sehr zur Freude der Österreicher. Sein Elfmeter-Foul ermöglicht den späten 1:0-Erfolg des ÖFB-Teams, das nun nach Kolumbien fährt!</em></strong><span id="more-2499"></span></p>
<p>In einem Nervenspiel ist es mit Rodney Sneijder ein Spieler mit prominentem Namen, der Österreich doch noch den späten 1:0-Sieg ermöglicht. Der Außenverteidiger verursachte mit seinem Foul an Meilinger wenige Minuten vor Schluss jenen Strafstoß, den Hertha-Jungspund Marco Djuricin zum Siegtor verwandeln konnte. Dabei hatten die ÖFB-Burschen einiges Glück &#8211; denn Oranje holzte zweimal auf die Latte. Auch ohne Teamleader David Alaba und Chrisoph Knasmüllner gelang also der große Erfolg, der in erster Linie der individuellen Klasse der Mannschaft zu verdanken ist, weniger brillianter Taktik.</p>
<p>Denn ganz offensichtlich musste Außeverteidiger Rath wieder innen spielen, dafür Allrounder Dilaver außen, in der Halbzeit brachte der Teamchef mit Imamoglu einen weiteren umgelernten Außenverteidiger für Rath. Wer der quertreibeinde Mr. X ist, kommt zumindest aus der Formation nicht ganz heraus &#8211; Gold-Torschütze Marco Djuricin dürfte es nicht gewesen sein, er spielte durch. Ob Andi Tiffner nicht ein gewechselt wurde, weil er der Bösewicht war, oder weil der Teamchef bewusst andere Ideen hatte, oder ob er Knasmüllner nicht komplett verbrennen wollte &#8211; das bleibt (zumindest vorerst) offen.</p>
<p>Dass es nicht mehr für das Semifinale gereicht hätte, auch wenn höher gewonnen worden wäre, liegt am Parallelspiel: Ähnlich wie die Spanier mischte auch Frankreichs Teamchef Francis Smerecki seine Mannschaft komplett durch, anderes als den Iberern bekam dem Veranstalter dies aber gar nicht. Zum einen, weil die Franzosen nicht übermäßig eingespielt wirkten. Zum anderen, weil die Engländer (im Gegensatz zu den inferioren Italienern) auch so spielten, als wollten sie tatsächlich etwas reißen. Der 1:0-Sieg der Österreicher hätte den Young Lions gereicht, der verdiente Ausgleich mit dem Schlusspfiff besiegelte den zweiten Gruppenplatz der Engländer.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Österreich – Holland 1:0 (0:0)</strong></span><br />
Mondeville, Jug (Slo). <em><strong>Tore: </strong></em>1:0 Djuricin (87., Elfmeter). <em><strong>Österreich:</strong></em> Petermann; Trauner Schimpelsberger, Rath (46. Imamoglu), Dilaver; Klem, Kainz, Gucher; Djuricin, Weimann (64. Teigl), Holzhauser (69. Meilinger). <em><strong>Holland:</strong></em> Zoet; Eekman, Van Rhijn, Martins-Indi, R. Sneijder; Clasie (44. Pröpper); Bacuna, Van Haaren, Berguis (64. Ebicilio), Cabral (85. Van la Parra); Castaignos.<em><strong> </strong></em><em><strong>Gelb: </strong></em>Schimpelsberger, Gucher, Teigl; Martins-Indi, R. Sneijder, Clasie. <em><strong>Rot: </strong></em>Bacuna (80.).</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Frankreich &#8211; Englan<strong>d 1:1 (0:0)</strong></strong></span><strong></strong><br />
Saint-Lô, SR Studer (Sui). <em><strong>Tore: </strong></em>1:0 Tafer (56.), 1:1 Philips (90.). <em><strong>Frankreich:</strong></em> Diallo; Nego, Faure, Martial, Bussmann; Reale, Tafer (80. Kolodziejczak); Sunu (73. Griezmann), Kakuta (63. Lacazette), Grenier; Bakambu. <em><strong>England:</strong></em> Rudd; Clyne, Thompson, Caulker, Cruise; James; Donaldson (76. Phillips), Parrett (73. Noble), Mellis (78. Bostock), Nouble; Delfouneso.<em><strong> </strong></em><em><strong> </strong></em><em><strong>Gelb: </strong></em>Parrett.</p>
<p><em><strong>Gruppe A: </strong></em>Frankreich 7, England 4, Österreich 3, Holland 3.</p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p>Der spanische Teamchef Luis Milla wechselte in seinem Team sechs Position aus, brachte also im Grunde die komplette Bank. Wie stark diese Bank ist, zeigt einerseits die Tatsache, dass Bilbao-Jungstar Muniaín nur so erstmals in der Startformation steht, andererseits aber auch die Performance dieses Reservisten-Teams. Die Spanier strengten sich gegen die Azzurrini nämlich nicht einmal besonders an und beherrscheten diese nach Belieben. Voller Ausdruck des Selbstvertrauens der <a href="http://ballverliebt.eu/2010/07/25/wie-man-einen-elfer-schiest-wenn-man-etwas-irre-ist/">Penalty zum 3:0-Endstand</a>: Calvente lief an, deutete mit dem rechten Fuß an, beförderte den Ball aber mit dem letzten Anlaufschritt doch mit dem Linken in die Maschen. Die Italiener agierten schrecklich harmlos, verstolperten die wenigen Chancen kläglich und fahren ohne Torerfolg in drei Partien als Letzter nach Hause.</p>
<p>Das Ticket für die U20-WM in Kolumbien hat Portugal zwar sicher, und dass der nötige Punkt gegen Kroatien schwer würde, war nach dem harmlosen Auftritt gegen Spanien zwar klar &#8211; aber dass es gegen zehn Kroaten ein 0:5-Debakel gibt, war in dieser Form nicht zu erwarten. Ohne ihren Kapitän Renato Kelić, der zu Beginn der zweiten Hälfte ausgeschlossen wurde, wird es im Semifinale gegen Frankreich aber noch schwerer als ohnehin schon.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Spanien – Italien 3:0 (2:0)</strong></span><br />
Flers, SR Besborodov (Rus). <strong><em>Tore:</em></strong> 1:0 Rochina (17.), 2:0 Pacheco (23.), 3:0 Calvente (57., Elfmeter).<strong><em> Spanien:</em></strong> Aitor Fernández; Mallo, Mayor, Bartra, Planas; Thiago Alcántara (46. Romeu); Koke (66. Pulido), Muniaín, Keko, Pacheco (46. Calvente); Rochina. <strong><em>Italien</em><em>:</em></strong> Colombi; Crescenzi, Brosco, Adamo (26. Malomo), Caldirola; M. Taddei, Soriano, Tremolada (46. Galano), Sala (46. Dumitru); Destro, Borini.<em><strong> Gelb: </strong></em>Pulido; Colombi, Adamo, M. Taddei, Destro.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Kroatien &#8211; Portugal 5:0 (3:0)<br />
</strong></span>Bayeux, SR Strömbergsson (Swe). <strong><em>Tore:</em></strong> 1:0 Andrijašević (19., Elfmeter), 2:0 Z. Pamić (35.), 3:0 Z. Pamić (37.), 4:0 Ozobić (67.), 5:0 Z. Pamić (69.).<strong><em> </em></strong> <strong><em>Kroatien: </em></strong>Delač;   Vrsaljko, Glumac, Kelić, Rugašević; Andrijašević (90. Bičvić), Z. Pamić, Ademi, Ozobić; Maglica (31. Kramarić), Tičinović (57. Jonjić). <strong><em>Portugal:</em></strong> Tiago Maia; João Amorim, Nuno Reis, Roderick, Mário Rui (46. Baldé); Danilo (68. Agra); Rúben Pinto, Sérgio Oliveira, Sana, Evandro (46. Alex); Nélson Oliveira. <strong><em>Gelb:</em></strong> Kramarić; Nuno Reis, Sérgio Oliveira. <em><strong>Rot: </strong></em>Kelić (54.).</p>
<p><em><strong>Gruppe B: </strong></em>Spanien 9, Kroatien 4, Portugal 3, Italien 1.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Damit kommt es am Diestag zu zwei Semifinals mit klarer Ausgangsposition: Die Spanier haben sich heute wohl als Turnierfavorit etabliert und müssen gegen England ran; Gastgeber Frankreich bekommt es mit Kroatien zu tun. Für Österreich und Portugal ist das Turnier zwar beendet, diese Teams dürfen sich aber schon auf einen Ausflug nach Kolumbien im kommenden Sommer freuen. Und für die unglücklichen Holländer und die enttäuschenden Italiener gibt&#8217;s nicht mal einen Trostpreis.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Der Rausschmeißer</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/22/der-rausschmeiser/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Du kommst hier nicht rein&#8221; &#8211; so wie Kaya Yanars Figur Hakan stellt man sich gemeinhin Rausschmeißer vor. Doch dass es auch anders geht, zeigt der ÖFB. Der beschäftigt einen schmächtigen kleinen Mann, um jedes Talent nach dem ersten Fehler wie ein Moorhuhn zu behandeln.
&#8220;Ich musste mich sehr zusammenreißen, ihn nicht zurück zu rufen!&#8221; &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Du kommst hier nicht rein&#8221; &#8211; so wie Kaya Yanars Figur Hakan stellt man sich gemeinhin Rausschmeißer vor. Doch dass es auch anders geht, zeigt der ÖFB. Der beschäftigt einen schmächtigen kleinen Mann, um jedes Talent nach dem ersten Fehler wie ein Moorhuhn zu behandeln.<span id="more-2490"></span></em></strong></p>
<p>&#8220;Ich musste mich sehr zusammenreißen, ihn nicht zurück zu rufen!&#8221; &#8211; Das sagte der Teamchef der Mannschaft, nachdem ihm ein Spieler per SMS ausgerichtet hatte, schon gerne zur Europameisterschaft der Unter-19-Jährigen kommen zu wollen, aber wenn, dann auch in verantwortungsvoller Position. Das ist sehr schade, denn es bedeutet eines: Der Teamchef hätte instinktiv das Richtige gemacht, musste sich aber zusammen reißen, um nur ja das Falsche zu machen.</p>
<p>Wir reden hier schließlich nicht von einem gestandnen Profi, 28 Jahre alt, der schon viel von der Profiwelt gesehen hat. Sondern von einem 19-jährigen Burschen, einem hoffnungsvollen Talent, der bei einem angesehenen Verein ausgebildet wird. Und jeder, der schon einmal mit 19-Jährigen zu tun hatte, weiß: Die Burschen sind eben noch nicht erwachsen, machen Blödheiten, Handeln mitunter vor dem Denken. Vor allem Fußballer, die darauf angewiesen sind, auf dem Platz zu handeln, ohne groß nachdenken zu müssen &#8211; weil man dann zu langsam wäre.</p>
<p>Der Trainer einer Junioren-Mannschaft, vor allem einer Auswahlmannschaft, muss in erster Linie ein Pädagoge sein. Einer mit Fußballverstand, aber ein Pädagoge. Der wissen muss, mit welchen Typen er es zu tun hat. Lässt ein 28-Jähriger, gestandener Profi den Teamchef wissen, er komme nur zur Mannschaft, wenn es in einer hilfreichen Position ist, würde die breite Öffentlichkeit (zumindest jene, die vernünftig denken kann), sagen: &#8220;Ja, schade, aber er setzt halt Prioritäten und sein Verein ist ihm auch wichtig.&#8221; Dann kann man als Teamchef sagen, &#8220;Naja, wenn das so ist, werden wir auch in Zukunft auf ihn verzichten&#8221;, kann man das nachvollziehen.</p>
<p>Einen 19-jährigen Burschen aber, der schon bei einem guten Verein ist und schauen möchte, dort weiter zu kommen, hat eine EM-Endrunde nicht mehr zwingend nötig. Er ist ja schon bei einem Großklub. Jetzt ist es zwar immer noch zweifelhaft, dem Teamchef via SMS auszurichten, &#8220;ich komme nur, wenn ich auch spiele &#8211; sonst hab ich mehr davon, in Turin zu bleiben.&#8221; Der Trainer würde auch sagen, &#8220;dann putz di&#8221;. Aber der Pädagoge, der ein Junioren-Teamchef zu sein hat, müsste zurückrufen. Und sagen: &#8220;Junger Mann, so geht&#8217;s nicht. Solche Ansprüche kannst später im Profileben auch net ungestraft stellen, also gewöhn dir&#8217;s gar nicht an!&#8221; Man lässt ihn bei seinem Verein, wünscht ihm viel Glück und hofft, dass er in ein paar Jahren so weit ist, dass er für die Nationalmannschaft in Frage kommt. Man lässt sich dann noch etwas für die Medien einfallen, so etwas wie &#8220;passt nicht ins taktische Konzept&#8221;, oder &#8220;ich möchte die Mannschaft einsetzen, die in der Quali gespielt hat&#8221;, und gut ist.</p>
<p>Was man NICHT macht: Den Spieler nicht zurückrufen (ja, sich gar nicht auch nur irgendwie zu melden), auf derartige soziale Inkompetenz auch noch öffentlich stolz zu sein, und dem Burschen dann über die Medien ausrichten, dass er eine Charaktersau wäre, die sinngemäß sich am besten eine andere Staatsbürgerschaft suchen könne, wenn&#8217;s in einen Nationalmannschaft gehen soll. Da stellt sich schon die Frage, wessen Verhalten verwerflicher ist.</p>
<p><em><strong>Andere Sache. </strong></em>Was macht eine Mannschaft, macht ein Teamchef, fünf Tage vor dem ersten Spiel einer EM-Endrunde? Normalerweise befindet es sich seit geraumer Zeit auf Trainingslager, ist womöglich schon vor Ort, bereitet sich auf die Gegner vor und verpasst sich den letzten, taktischen Feinschliff. Aber nicht so in Österreich. Da steht der Teamchef noch lässig im TV-Studio und gibt seinen Senf zu vier Spielen ab, die er gleichzeitig sieht (also gar keines davon <em>wirklich</em>), weil es gar keine Vorbereitung auf die Europameisterschaft gibt, vier Tage vor dem ersten Spiel die Mannschaft erstmals zusammen hat und vor der Auftaktpartie kaum mehr als drei gemeinsame Trainings abhalten kann.</p>
<p>Das ist der Gipfel die Unprofessionalität, und hier wäre es am ÖFB gewesen, dem einen Riegel vorzuschieben. Gastgeber Frankreich etwa hat mehrere Trainingslager hinter sich, um aus den vielen Einzelkönnern eine echte Mannschaft zu machen, um Spielzüge einzuüben, um sich auf die Gegner vorzubereiten, um taktische Vorarbeit zu leisten. Das heimische Team hätte zumindest zwei Wochen intensiv miteinander arbeiten müssen, sich gezielt vorbereiten. Und nicht ein paar Tage vorher halt hinfliegen und drei Spiele machen.</p>
<p><em><strong>Die Folge:</strong></em> Dass die Mannschaft die taktisch mit Abstand schwächste der Gruppe ist, wie es der erste Spieltag gezeigt hat, liegt somit natürlich auf der Hand. Es war alleine der individuellen Klasse einiger Spieler zu verdanken, dass ein Unentschieden durchaus möglich gewesen wäre. Es gab einen echten Schwachpunkt in der Mannschaft, diesen hat der Teamchef erkannt und nach einer Stunde des Auftaktspiels korrigiert. Das war korrekt, das war richtig, und das Team hat nach der Umstellung funktioniert. Gut sogar.</p>
<p>Normalerweise würde man jetzt sagen: Ja, die letzte halbe Stunde war gut, das hat auch personell gepasst, es gibt weder Verletzte noch Gesperrte, also liegt es nahe, die Mannschaft dieser letzten halben Stunde wieder so auflaufen zu lassen. Aber nein, der Teamchef verändert sein Team auf fünf (!) Positionen, lässt dem Vernehmen nach einen Außenverteidiger innen spielen (Rath), dafür einen Allrounder, der im ersten Spiel innen eine gute Figur gemacht hat, außen (Dilaver). Dass gegen Frankreich zwei Außenbahnspieler statt zweier Außenstürmer spielen, mag noch nachzuvollziehen sein. Individuell wären aber Djuricin und Knasmüllner wohl stärker als Meilinger und Teigl &#8211; letzterer hatte in der ADEG-Liga im abgelaufenen Frühjahr übrigens exakt 167 Minuten gespielt, in sage und schreibe vier Einsätzen. Spielpraxis sieht anders aus.</p>
<p><em><strong>Erklärung?</strong></em> Georg Teigl konnt in der ganzen Saison bei den Jungbullen nie wirklich Fuß fassen. Er spielte auf der Position, die im ersten Spiel Marco Djuricin eingenommen hatte, und dort auch gar nicht so schlecht ausgesehen hatte. Marco Meilinger nahm die Position von Christoph Knasmüllner ein, der sogar eine wirklich starke Auftaktpartie gegen England absolviert hat, ein Tor herausragend vorbereitet hat. Es liegt Nahe, dass es einer dieser beiden ist, der vom Teamchef nach dem 0:5 gegen den (wie wir wissen nicht nur top besetzten, sondern im Gegensatz zu unserem Team auch top vorbereiteten) Gastgeber als nächste Sau öffentlich durch die Normandie getrieben wird.</p>
<p>Wie die Sache mit dem Spieler, der so heißt wie ein zurückgetretener Skifahrer aus Liechtenstein, muss man auch diese Sache anders lösen. Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn einer, der nicht aufgestellt wird &#8211; gutes erstes Spiel hin oder her &#8211; mault, die Mannschaft runterzieht. Das muss aber ebenso intern geregelt werden. Hier ist eine Mannschaftssitzung vonnöten, in der ruhig auch die Fetzen fliegen können, um die Sache entweder aus der Welt zu räumen, oder aber sich de facto von dem Spieler zu trennen. Sollte es Knasmüllner sein, hätte gar nichts an die Öffentlichkeit gemusst, weil er ohnehin nach dem Frankreich-Spiel zu seinem Verein zurückmuss. Sollte es Djuricin sein (oder Tiffner, der dritte eingewechselte Stürmer gegen Frankreich), gibt man eine Verletzung vor, sagt öffentlich &#8220;schade, dass er nicht mehr zur Verfügung steht&#8221;, und jeder hat sein Gesicht gewahrt. Die Delegation, weil man einen Quertreiber los ist. Der Spieler, weil er weiß, das so etwas nicht geduldet wird, und somit nicht mehr mitmachen darf.</p>
<p><em><strong>Pädagoge. </strong></em>Auch hier gilt: Es ist ein Unterschied, ob es ein Trainer mit gestandnen Profis oder mit einem Haufen 18-Jähriger zu tun hat. Als Jugend-Trainer muss man Pädagoge sein. Und mit solchen Krisensituationen angemessen umgehen. In der Tabelle und für die Ausgangsposition vor dem letzten Spiel war es völlig irrelevant, ob das Spiel mit 0:1, mit 0:5 oder mit 0:23 verloren geht &#8211; volle Konzentration muss nun dem letzten Spiel gelten und der Frage, wie es ohne die Bayern-Spieler (Alaba und Knasmüllner müssen zurück) einen Sieg gegen Holland gibt, und sich nicht in interne Scharmützel zu vertiefen, die dann öffentlich ausgewalzt werden.</p>
<p>Und was hinzu kommt: Der Teamchef beweist geradezu dämliche Kurzsichtigkeit, indem er überhaupt öffentlich macht, dass ein Spieler quergetrieben hat. Spielen gegen Holland Tiffner und Djuricin, war&#8217;s Knasmüllner. Spielt Djuricin nicht, war&#8217;s der Herthaner. Spätestens am Samstag weiß jeder, wer gemeint war und somit hat der Teamchef nach dem Neu-Salzburger Stefan Hierländer, Bremen-Junior Kevin Krisch, dem Juventus-Legionär Marcel Büchel mit dem Spieler, dessen Namen wir spätestens am Samstag kennen, den nächsten 18-Jährigen auf der öffentlichen Abschussliste. Vom hergeschenkten Turgay Bahadir gar nicht erst zu sprechen.</p>
<p>Dabei kann es sich ein kleines Fußball-Land wie Österreich eigentlich nicht erlauben, jeden talentierten 19-Jährigen, der mal einen Blödsinn macht, auf alle Zeit auszuschließen. Im Gegenteil, ein kleines Fußball-Land wie Österreich braucht in diesem Bereich pädagogische Trainer, welche die Spieler nach einem Fehler zu einem Vier-Augen-Gespräch bitten, und ihm nicht über die Medien ausrichten, was sie nicht für miese Charaktere wären.</p>
<p>Also, werte Herren beim ÖFB, es ist an Ihnen.</p>
<p>Schmeißen Sie den U19-Teamchef raus. So schnell wie möglich.</p>
<p>(phe)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>U19: Nach 0:5 gegen Gastgeber heißt es &#8220;Alles oder Nichts!&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 17:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wurde die erwartete hohe Niederlage gegen Turnier-Veranstalter und Topfavorit Frankreich &#8211; nach dem 0:5 heißt es am Samstag gegen Holland: Ein Sieg muss her! Denn weil der Direktvergleich zählt, ist immer noch sogar das Semifinale möglich &#8211; sogar ohne wilde Ergebnisse.
Die Holländer haben England etwas glücklich mit 1:0 besiegt, für die Engländer war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Es wurde die erwartete hohe Niederlage gegen Turnier-Veranstalter und Topfavorit Frankreich &#8211; nach dem 0:5 heißt es am Samstag gegen Holland: Ein Sieg muss her! Denn weil der Direktvergleich zählt, ist immer noch sogar das Semifinale möglich &#8211; sogar ohne wilde Ergebnisse.<span id="more-2484"></span></em></strong></p>
<p>Die Holländer haben England etwas glücklich mit 1:0 besiegt, für die Engländer war es das Gegenteil vom Österreich-Spiel: Früh hinten, dann zu drücken versucht, einmal Pech gehabt (mit einem zu Unrecht nicht gegebenen Tor), aber dennoch verdient knapp verloren. Im Moment spricht der Direktvergleich für die Holländer gegen England. ABER: Gewinnt Österreich das letzte Spiel gegen Holland, ist zumindest der Platz für die U20-WM in Kolumbien fix. Geht man davon aus, dass die Engländer gegen Frankreich keine Chance haben werden (was so sein dürfte, im Normalfall), hätten bei einem Österreich-Sieg über Holland diese drei Teams alle drei Punkte, mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage in den direkten Duellen.</p>
<p>Dann kommen die Tore aus diesen Spielen zum Einsatz. England schließt hier mit 3:3 ab, Holland hat im Moment 1:0, Österreich 2:3. Heißt: Gewinnt Österreich mit 1:0 gegen Holland, ist das Ticket für Kolumbien fix, bei jedem anderen Sieg das Semifinale &#8211; sofern England gegen Frankreich verliert (was, wie erwähnt, äußerst wahrscheinlich ist). Und selbst, wenn die Young Lions gewinnen sollten, reicht jeder noch so knappe Sieg gegen Holland sicher für das Erreichen der U20-WM. Natürlich ist das nach einem Nackenschlag wie dem 0:5 gegen Frankreich schwierig, aber hätte es ein knappes 0:1 gegeben, die Situation wäre die exakt Selbe.</p>
<p>Also: Kopf hoch, nun muss gegen Oranje ein Sieg her. Alles oder nichts &#8211; noch ist die ÖFB-U19 im Rennen!</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Österreich &#8211; Frankreich 0:5 (0:1)</strong></span><br />
Flers, SR Black (Nrl). <em><strong>Tore: </strong></em>0:1 Griezmann (19.), 0:2 Lacazette (66.), 0:3 Griezmann (73.), 0:4 Reale (80.), 0:5 Lacazette (83.). <em><strong>Österreich:</strong></em> Petermann; Trauner (69. Knasmüllner), Imamoglu, Rath, Dilaver; Gucher, Holzhauser, Alaba; Teigl, Weimann (46. Djuricin), Meilinger (67. Tiffner). <em><strong>Frankreich:</strong></em> Diallo; Nego, Faure, Mavinga, Kolodziejczak; Coquelin (84. Sunu), Fofana; Griezmann, Kakuta, Grenier (69. Reale); Bakambu (58. Lacazette).<em><strong> </strong></em><em><strong>Gelb: </strong></em>Trauner, Teigl; Mavinga.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Holland &#8211; England 1:0 (1:0)</strong></span><br />
Bayeux, SR Mazeika (Ltu). <em><strong>Tore: </strong></em>1:0 Berghuis (6.). <em><strong>Holland:</strong></em> Zoet; Van Rhijn, Najah, Martins-Indi,  R.  Sneijder; Clasie; Bacuna, Van Haaren, Berghuis (75. Van la Parra),  Cabral (89, Jozefzoon); Castaignos (72. Ebicillio). <em><strong>England:</strong></em> Rudd; Brown, Baker, Caulker, Clyne; James,  Mellis (83. Donaldson); Phillips (72. Noble), Parrett, Nouble; Delfouneso.<em><strong> </strong></em><em><strong> </strong></em><em><strong>Gelb: </strong></em>Van Rhijn; Parrett.</p>
<p><em><strong>Gruppe A: </strong></em>Frankreich 6, Holland 3, England 3, Österreich 0.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>In der Gruppe B hat sich Spanien gegen Portugal durchgesetzt, obwohl es sich der zweite Topfavorit neben Frankreich (alles andere als ein Endspiel FRA-ESP wäre eine Sensation) schwerer gemacht hat als notwenig. Früh in Führung, machten die Spanier den Sack nicht zu, und wurde bestraft. Das zweite Tor von Liverpool-Talent Daniel Pacheco sicherte aber den verdienten Sieg und damit das Semfinal-Ticket. Die Portugiesen, die nicht überzeugen konnten, müssen nun noch gegen Kroatien einen Punkt holen, um den Spaniern in die nächste Runde zu folgen. Die Italiener &#8211; die auch ihr zweites Spiel mit zehn Mann und ohne eigenen Torerfolg beendeten &#8211; sind schon jetzt fix aus dem Rennen um das Halbfinale, gegen Spanien wird es wohl sogar schwierig, den für die U20-WM nötigen dritten Gruppenplatz zu fixieren&#8230;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Spanien &#8211; Portugal 2:1 (1:0)</strong></span><br />
Saint-Lô, SR Jog (Slo). <strong><em>Tore:</em></strong> 1:0 Pacheco (12.), 1:1 Rúben Pinto (78.), 2:1 Pacheco (88.).<strong><em> Spanien:</em></strong> Álex Sánchez; Montoya, Bartra, Pudilo, Planas; Romeu; Keko (90. Koke), Thiago Alcántara, Canales (73. Muniaín), Pacheco; Rodri (78. Rochina). <strong><em>Portugal:</em></strong> Tiago Maia; Cédric, Nuno Reis, Roderick, Mário Rui; Danilo; Agonstinho Cá (46. Rúben Pinto), Sérgio Oliveira, Alex (46. Evandro), Sana; Nélson Oliviera (86. Baldé). <em><strong>Gelb: </strong></em>Montoya, Canales; Cédric, Roderick, Sérgio Oliveira.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Italien &#8211; Kroatien 0:0</strong></span><br />
Mondeville, SR Studer (Sui). <em><strong>Italien</strong></em><strong><em>: </em></strong>Colombi; Crescenzi, Adamo (52. Malomo), Caldirola, Albertazzi; M. Taddei, Soriano, Bertolacci (64. Brosco), Tremolada (69. Sala); Borini, Destro. <strong><em>Kroatien: </em></strong>Delač;  Vrsaljko, Glumac, Punčec (68. Z. Pamić), Rugašević; Andrijašević (83. Mlinar), Ademi, Kelić, Ozobić; Tičinović (77. Kramarić), Vukušić. <strong><em>Gelb:</em></strong> Albertazzi; Ademi. <strong><em>Gelb-Rot: </em></strong>Albertazzi (59.).</p>
<p><em><strong>Gruppe B: </strong></em>Spanien 6, Portugal 3, Kroatien 1, Italien 1.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>2:3 gegen England: Unnötiger Fehlstart in die U19-EM</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/18/23-gegen-england-unnotiger-fehlstart-in-die-u19-em/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 19:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbetrachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Das &#8220;Team Alaba&#8221;, die U19 des ÖFB, verliert ihr EM-Auftaktspiel in der Normandie gegen England etwas unglücklich mit 2:3. Bestätigt wurde der Eindruck aus der Qualifikation: Vorne durchaus potent, hinten aber ziemlich anfällig. Es winkt ein Finale gegen Holland um das U20-WM-Ticket!

Gruppenplatz drei soll&#8217;s werden &#8211; mit einer Leistung wie in der zweiten Hälfte kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das &#8220;Team Alaba&#8221;, die U19 des ÖFB, verliert ihr EM-Auftaktspiel in der Normandie gegen England etwas unglücklich mit 2:3. Bestätigt wurde der Eindruck aus der Qualifikation: Vorne durchaus potent, hinten aber ziemlich anfällig. Es winkt ein Finale gegen Holland um das U20-WM-Ticket!<span id="more-2470"></span><br />
</em></strong></p>
<p>Gruppenplatz drei soll&#8217;s werden &#8211; mit einer Leistung wie in der zweiten Hälfte kann das durchaus noch was werden. Angefangen hat die österreichische U19 im Auftaktspiel gegen England zwar beherzt, die Young Lions kauften dem ÖFB-Team aber recht geschwind den Schneid ab. Und zwar mit dem Führungstreffer zum 1:0, nach einem individuellen Fehler von Imamoglu. Kurz darauf das 0:2, diesmal legte mit Schimpelsberger der Kapitän persönlich auf.</p>
<p>Dabei wäre es gerade Kapitän Schimpelsberger gewesen, der den Wackelkandidaten neben ihm Sicherheit geben sollte. Namentlich Mahmud Imamoglu, der in seiner ersten Profi-Saison bei der Vienna oft etwas überfordert war, als zweiten Innenverteidiger; Emir Dilaver, der mit den Austria Amateuren auch sportlich nicht zweitklassig blieb, als linker Außenverteidiger; und der für Patrick Farkas (pfui, Mattersburg!) nachnominierte Gernot Trauner, der sich bei den LASK Juniors vergeblich am Aufstieg in die Regionalliga versucht hatte, als Rechtsverteidiger. Doch leider war es Schimpelsberger, der am unsichersten von allen wirkte.</p>
<p>Weswegen im 4-3-3 auch der Sechser vor ihm, Tobias Kainz, auch in der defensiven Mittelfeldzentrale als letzte Bastion vor einer wackeligen Abwehr einigermaßen überfordert war. Auch Christian Klem, der seit Jahren auf der rechten Seite bei den Sturm Graz Amateuren spielt, blieb vor allem vor der Pause deutlich unter seinen Möglichkeiten &#8211; kein Wunder, er musste im linken Halbfeld auflaufen und war damit komplett Out of Position. Aktionen nach vorne liefen, wie erwartet, zumeist über David Alaba, der drei potentielle Anspielstationen vor sich hatte: Andi Weimann zentral, Marco Djuricin eher auf rechts, und Bayern-Teamkollege Knasmüllner, der ein Mittelding aus Linksaußen und linkem Mittelfeldspieler gab. Da hat wohl jemand WM geschaut.</p>
<p>Da aber Kainz viel mit sich selbst zu tun hatte, und Klem sich auf seiner Position sichtlich unwohl fühlte, gab es &#8211; auch bedingt durch ein zu großes Loch zwischen Alaba und Weimann/Djuricin &#8211; eine massive Unterzahl im Mittelfeld gegen die Engländer, die in einem 4-1-4-1 spielten und das Mittelfeld schnell unter Kontrolle brachten. Alaba alleine war gegen diese schiere personelle Übermacht auf verlorenem Posten. So kamen auch kaum wirklich Chancen zu Stande und das 0:2 zur Pause ging absolut in Ordnung.</p>
<p>Nach dem Seitenwechsel durfte Klem wieder auf seine gewohnte rechte Seite, wo er den durchaus fleißigen Gernot Trauner unterstützte; dafür ging Djuricin oftmals auf die linke Flanke hinüber. Die Folge: Massives Übergewicht auf der linken Seite, viel verwaiser Platz über rechts. Der schnelle Anschluss (Alaba mit einem rotzfrechen Freistoß) ließ kurz Hoffnung aufkeimen, ehe die Defensive bei einem simplen Eckball komplett schlief und die Young Lions schnell wieder auf 3:1 davon ziehen konnten.</p>
<p>Danach entfernte Heraf den völlig neben sich stehenden Schimpelsberger, brachte den Mattersburger Rath für die linke Seite, dafür ging Dilaver zu Imamoglu in die Zentrale. Und siehe da: Mit dem aktiven Rath und dem fleißigen Trauner über die Seiten gelang es nun viel besser, die Engländer massiv unter Druck zu setzen, außerdem spielten Alaba in der Zentrale und Knasmüllner nun viel besser zusammen; speziell nachdem letzterer in die Zentrale oder gar nach links ging, nachdem Tiffner für Djuricin kam und einen echten Linksausßen spielte.</p>
<p>Nun zeigte sich auch, dass die Österreicher deutliche Kraftreserven hatten, die Engländer wurden massiv hinten reingedrägt, und als Trauner (nach einem Super-Pass von Knasmüllner) zum 2:3 traf, war das der Startschuss zur Schlussoffensive &#8211; aber weil dies zu wenige wirklich durchdachte Aktionen brachte, reichte es nicht mehr zu einem Ausgleich, der sicherlich nicht unverdient gewesen wäre.</p>
<p>Fazit: Die österreichische U19 ist eine Mannschaft, die nicht über ein System oder über geplante Aktionen kommt (wie auch&#8230;), sondern rein von der individuellen Klasse und der Phantasie der durchaus zahlreichen Spielern lebt, die das können &#8211; Alaba und Knasmüllner vor allem, nach dem Schimpelsberger-Wechsel blühte auch Kainz auf, Trauner und Rath gefielen über die Außen durchaus. Dass die Abwehr die ganz große Achillesferse ist, war bekannt und zwei Gegentore pro Quali-Spiel sind kein Zufall.</p>
<p>Die Engländer spielten inhaltlich reifer und taktisch klüger, dafür zeigten die Österreicher &#8211; erstaunlicherweise &#8211; höhere individuelle Klasse und eine bessere körperliche Verfassung. Ein Ausgleich des ÖFB-Teams wäre in Ordnung gewesen, aufgrund der sichereren Defensive ist der englische Sieg aber durchaus folgerichtig.</p>
<p><em><strong>Österreich: </strong></em>Petermann &#8211; Trauner, Schimpelsberger (60. Rath), Imamoglu, Dilaver &#8211; Alaba, Kainz (82. Gucher), Klem &#8211; Djuricin (71. Tiffner), Weimann, Knasmüllner. <strong><em>England: </em></strong>Rudd &#8211; Brown, Baker, Caulker (86. Thompson), Briggs (54. Clyne) &#8211; Cruise &#8211; Parrett, James, Bostock (77. Mellis), Nouble &#8211; Delfouneso.<strong> <em>Tore: </em></strong>0:1 Nouble (13.), 0:2 Nouble (29.), 1:2 Alaba (51.), 1:3 Cruise (53.), 2:3 Trauner (73.). <em><strong>Gelb: </strong></em>Schimpelsberger, Kainz bzw. Brown. <em><strong>SR: </strong></em>Markus Strömbergsson (Swe), Spielort Flers.</p>
<p>PS: Die Erkenntnis des Parallelspiels Frankreich-Holland ist, dass die Franzosen deutlich über die Gruppengegner zu stellen sind und die Holländer durchaus in Reichweite liegen sollten. Im zweiten Spiel gegen den Gastgeber wird es für Alaba und Co. also wohl nicht viel zu Lachen geben, die letzte Partie am Samstag gegen Holland wird aller Voraussicht nach ein Finale um das Ticket für die U20-WM in Kolumbien. Das wird schwierig, ist aber nicht unmöglich &#8211; muss aber über die individuelle Klasse gehen. Denn taktisch, das hat dieser erste Tag auch gezeigt, ist das ÖFB-Team das mit sehr viel Abstand Schlechteste.</p>
<p>(phe)</p>
<p>Anhang: Die weiteren Spiele vom ersten Gruppen-Spieltag. Bei Punktgleichheit zählt der Direktvergleich.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Frankreich &#8211; Holland 4:1 (2:0)</strong></span><br />
Caen, SR Besborodov (Rus). <em><strong>Tore: </strong></em>1:0 Kakuta (20.), 2:0 Bakambu (37.), 2:1 Cabral (55.), 3:1 Martins-Indi (84., Eigentor), 4:1 Bakambu (90.). <em><strong>Frankreich:</strong></em> Diallo; Nego, Faure, Mavinga, Kolodziejczak; Coquelin, Fofana; Griezmann (73. Lacazette), Kakuta, Grenier (80. Reale); Bakambu.<em><strong> Holland:</strong></em> Zoet; Eekman, Najah, Schouten (46. Pröpper), Martins-Indi; Van Haaren, Clasie (77. Ebicillo); Bacuna (46. R. Sneijder), Van la Parra, Cabral; Castaignos. <em><strong>Gelb: </strong></em>Kolodziejczak, Fofana, Lacazette, Bakambu bzw. Najah, Van la Parra, Castaignos.</p>
<p><em><strong><span style="color: #0000ff;">Gruppe A: </span></strong></em>Frankreich 3, England 3, Österreich 0, Holland 0.</p>
<p>&#8212;-</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Portugal &#8211; Italien 2:0 (0:0)</span></strong><br />
Mondeville, SR Mazeika (Ltu). <strong><em>Tore:</em></strong> 1:0 Nélson Oliveira (51.), 2:0 Sérgio Oliveira (63.).<strong><em> Portugal:</em></strong> Tiago Maia; Cedric, Capela, Roderick, Mário Rui; Danilo; Agostinho Cá, Sérgio Oliveira, Alex (90. Rúben Pinto), Sana (79. Evandro); Nélson Oliveira (87. Baldé). <strong><em>Italien: </em></strong>Colombi; Crescenzi, Adamo, Calderoni, Albertazzi; Sala (54. Galano), Soriano, Bertolacci (46. M. Taddei), D&#8217;Alessandro; Borini (80. Dumitru), Destro. <em><strong>Gelb: </strong></em>Sana. <strong><em>Rot: </em></strong>D&#8217;Alessandro (90.).</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Spanien &#8211; Kroatien 2:1 (0:1)</strong></span><br />
Bayeux, SR Black (Nrl). <em><strong>Tore:</strong><strong> </strong></em>0:1 Andrijašević (42.), 1:1 Thiago Alcántara (53.), 2:1 Rodri (64.). <strong><em>Spanien: </em></strong>Álex Sánchez; Montoya, Bartra, Pulido, Planas; Canales, Romeu, Thiago Alcántara; Keko (45. Muniaín), Rodri (73. Rochina), Pacheco (89. Calvente). <strong><em>Kroatien: </em></strong>Delač; Vrsaljko, Glumac, Kelić, Rugašević; Andrijašević, Ademi, Z. Pamić (81. Punčec), Ozobić; Kramarić (65. Tičinović), Maglica (65. Vukušić). <strong><em>Gelb:</em></strong> Montoya; Vrsaljko, Kelić.</p>
<p><em><strong><span style="color: #ff0000;">Gruppe B:</span> </strong></em>Portugal 3, Spanien 3, Kroatien 0, Italien 0.</p>
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		<item>
		<title>Kick-Off zur Bundesliga &#8211; ja, jetzt schon.</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/16/kick-off-zur-bundesliga-ja-jetzt-schon/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 10:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. Ballverliebt wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!

RED BULL SALZBURG
Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 59 Tagen ist die alte Saison vorbei. Nicht mal eine ganze Woche ist seit dem WM-Finale vergangen. Und doch startet an diesem Wochenende die neue Saison der österreichischen Bundesliga. </em>Ballverliebt<em> wirft einen Blick auf die zehn Teams &#8211; und wagt Prognosen!<span id="more-2465"></span><br />
</em></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>RED BULL SALZBURG</strong></span></p>
<p>Starke internationale Auftritte und der Meistertitel &#8211; in Salzburg war es eine richtig erfolgreiche Saison. Auch, wenn es die Bullen in der Meisterschaft etwas spannender gemacht haben als notwendig, wurden sie ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Und auch in der neuen Saison wird die Vergabe der Meisterschale nur über die Salzburger gehen. Obwohl es zwei wichtige Neuerungen gibt: Zum einen ist der Kunstrasen in der EM-Arena nun Geschichte &#8211; ab sofort wird ganz normal auf Naturrasen gespielt &#8211; und zum anderen hat mit Marc Janko der Topscorer der letzten beiden Jahre den Verein in Richtung Holland verlassen. Nicht direkt im Streit mit Erfolgstrainer Huub Stevens, aber das gespannte Verhältnis zwischen Trainer und Torjäger war ein offenes Geheimnis. Ihn soll in der Spitze nun Gonzalo Zarate ersetzen, oder eben Roman Wallner.</p>
<p>Der ehemalige Problem-Boy, der im Winter vom LASK gekommen war, setzte sich aber noch nicht als echter Stammspieler durch. Zudem kam mit Jakob Jantscher (von Sturm) und Stefan Hierländer (von Kärnten) auch auch von der Liga-Konkurrenz durchaus Klasse, und David Mendes da Silva vom AZ Alkmaar hat immerhin schon eine Handvoll Länderspiele für den frischgebackenen Vize-Weltmeister absolviert. Die spannendste Frage zur neuen Saison wird aber die um den Torhüter betreffen. Mit Tremmel und Walke kamen gleich zwei Keeper, die sich um die vorläufige Nachfolge des verletzten Kapitäns Eddie Gustafsson streiten. Und in weiterer Folge geht es natürlich auch darum, wann und in welcher Verfassung Gustafsson nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch zurück kommen wird. Sportlich kann das Ziel nur Meistertitel heißen &#8211; und wenn irgendwie möglich natürlich der Einzug in die Champions League, dem Traumziel seit dem Einstieg von Red Bull&#8230;</p>
<p><em>Prognose: Salzburg ist Favorit, darf sich aber nicht viele Durchhänger erlauben.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #800080;">FK AUSTRIA WIEN</span></strong></p>
<p>Ausgeglichen besetztes Team, starkes Mittelfeld, sichere Defensive &#8211; und wäre nicht über weite Strecken der letzten Saison das Sturmduo Jun/Okotie ausgefallen, wer weiß, womöglich wäre die Austria Meister geworden. Darum gehen die Violetten natürlich auch als ernsthafter Titelkandidat in die neue Saison. Weil aus der Stammformation des Teams, welches fast noch Salzburg eingeholt hätte, mit Joachim Standfest nur ein einziger Spieler wegbricht, und wie schon letztes Jahr mit Augenmaß statt mit der Brechstange nach Neuzugängen gesucht wurde. So kann Trainer Karl Daxbacher, der in sein drittes Jahr bei der Austria geht (so lange hat seit 30 Jahren noch kein Austria-Coach überlebt) auf ein eingespieltes Team zurück greifen, das sich mit dem starken Frühjahr auch noch mächtig Selbstvertrauen geholt hat.</p>
<p>Lediglich die Personalie Aleksandar Dragovic könnte noch für Kopfschmerzen sorgen: Ob das Riesentalent in der Innenverteidigung bleibt oder nicht vor Ende August doch noch ins Ausland wechselt, steht noch nicht fest. Während die erste Garnitur kaum wirklich schlechter besetzt ist als jene der Salzburger, fehlt es am Verteilierkreis fraglos an den Alternativen. Schon Florian Klein als Rechtsverteidiger ist ja eigentlich eine Notlösung. Wie sehr sich der Konflikt mit einigen rechtsradikalen Störenfrieden im Anhang &#8211; Ausschreitungen brachten der Austria ein Geisterspiel im Europacup ein &#8211; auf das Sportliche auswirkt, muss man sehen. Für das Geschehen auf dem Platz war das zumindest in der vergangenen Saison kein echtes Problem.</p>
<p><em>Prognose: Die Austria ist ein ernsthafter Titelkandidat, sofern der Lauf aus dem Frühjahr übernommen werden kann. Ein Europacup-Platz sollte sich in jedem Fall problemlos ausgehen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>SK RAPID WIEN</strong></span></p>
<p>Zum Triumphmarsch war das Abschneiden in der letzten Saison zu wenig, zum Trauergesang aber zu gut. Es war vor allem der schlimmer Hänger zum Start der Rückrunde, der Rapid nach dem Herbstmeistertitel die Meisterschaft kostete. Ja, theoretisch war bis zum letzten Spieltag eine Chance auf den Teller da &#8211; aber de facto hatte sich die Sache schon im fünftletzten Spiel für Rapid erledigt. Zudem zeigte ausgerechnet die Austria eine wesentlich bessere Spätform und fing Rapid sogar noch vom zweiten Platz ab. Dass Pacult trotzig meinte, Rapid wäre dennoch die Nummer eins in Wien, mag als Aussage für die Fans gewertet werden, die Ausrechenbarkeit des Spiels wurde den Hütteldorfern aber letztlich zum Verhängnis. Ja, Steffen Hofmann holte sich die Torjägerkrone, aber es war weithin sichtbar, dass diese Mannschaft ohne die Ideen ihres Kapitäns nur noch die Hälfte wert ist.</p>
<p>Nimmt man Hofmann aus der Partie, ist schon viel gewonnen, und an dieser Eindimensionalität hat Rapid nicht gearbeitet: Es wurde weiterhin kein Spieler geholt, der hinter Hofmann aufräumen könnte, mit Branko Boskovic verließ ein nicht unwichtiger Stammspieler im Mittelfeld den Verein. Der Kader ist fraglos weiterhin erstklassig und Rapid wird zweifellos auch in der neuen Saison wieder eine gute Rolle spielen. Aber ob es für den ganz großen Wurf reicht? Die Austria hat mehr Verantwortungsträger im Mittelfeld, Salzburg den deutlich gewiefteren Trainer. So wird es letztlich an Steffen Hofmann hängen bleiben, die hohen Erwartungen des Umfelds umzusetzen.</p>
<p><em>Prognose: Rapid wird einen Europacup-Platz erreichen. Wenn es mehr werden soll, müssen die Konkurrenten Schwächen zeigen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>SK STURM GRAZ</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach dem letzten großen Schnitt steht bei den Grazern wieder ein komplette Umbau an. Fünf Stammspieler sind sicher weg, wahrscheinlich folgt auch noch Daniel Beichler. Keine leichte Situation für Sportdirektor Kreuzer und Trainer Foda, die sich ob des Qualitätsverlustes wohl oder übel von der ernsthaften Hoffnung verabschieden müssen, sich über einen der ersten drei Plätze in der Bundesliga für den internationalen Bewerb zu qualifizieren. Vor allem fehlt es bei Sturm mal wieder an den Alternativen von der Bank: Fällt ein Leistungsträger aus, wird es eng; viel Druck auf die Stammspieler wird von der Bank nicht ausgeübt werden können. Mit Joachim Standfest wurde ein routinierter, aber harmloser neuer Rechtsverteidiger geholt, auf links ist noch Dominic Pürcher aus dem eigenen Nachwuchs erste Wahl &#8211; möglich aber, dass hier noch nachgebessert wird, eine Verpflichtung von Pa-Saiku Kujabi steht im Raum.</p>
<p>dünne Decke wird aber auch im Mittelfeld deutlich, genauso wie im Angriff. Kaum hatte sich Klemen Lavric so richtig eingelebt, ist der Slowene auch schon wieder weg, und hinter Roman Kienast und Rückkehrer Imre Szabics (der in den letzten Jahren allerdings so gut wie keine Einsätze in Augsburg bekam) gibt es nur noch Oldie Mario Haas und das ewige Talent Dominic Hassler. Der Europacup, der dem Team letztes Jahr zwar viel an Erfahrung brachte, aber auch viel an Kraft kostete, ist wahrscheinlich nicht allzu lange ein Thema &#8211; ein erneutes Vordringen bis in die Gruppenphase wäre für den Cupsieger eine kleine Sensation. Viel mehr muss aber das Augenmerk darauf liegen, zumindest Vierter zu werden, und auf den Cup zu hoffen.</p>
<p><em>Prognose: Sturm wird um den vierten Platz kämpfen müssen. Ein Top-3-Platz erscheint unrealistisch.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>SC MAGNA WIENER NEUSTADT</strong></span></p>
<p>Es gab im Frühjahr nur eine Mannschaft, die sich tatsächlich signifikant gesteigert hatte &#8211; und das war der Cup-Finalist aus Wiener Neustadt. Unter dem neuen Trainer Peter Schöttel ging es für die Niederösterreicher nur noch nach oben, in der Rückrundentabelle schlossen die Neustädter nur knapp hinter Sturm Graz ab. Das weckt natürlich den Ehrgeiz, in der zweiten Bundesliga-Saison den nächsten Schritt zu machen und die Grazer zu überflügeln. An ein Vordringen in die Top-3 glaubt zu Recht niemand, aber die eingespielte Mannschaft blieb in weiten Teilen zusammen. Lediglich Ronald Gercaliu zog es nach Deutschland, und Daniel Dunst verpokerte sich bei den Vertragsverhandlungen. Viele Neue stießen auch nicht zur Mannschaft, sodass sich Schöttel von Beginn an auf das Spiel selbst konzentrieren kann, ohne zuvor eine Heerschar von Neuzugängen integrieren zu müssen. Sicherlich kein Nachteil.</p>
<p>Was sich allerdings zum Nachteil entwickeln könnte, ist der Mangel an Alternativen in der Abteilung Attacke: Neben Kapitän Aigner, dem nach seinem Kreuzbandriss genesenen Sadovic und dem nicht allzu torgefährlichen Viana stünden nur noch Spieler aus der Reserve zur Verfügung. Dafür verfüngt die restliche Mannschaft über viel Entwicklungspotential, schließlich stellten die Niederösterreicher in der abgelaufenen Saison das jüngste Team der Liga. Vor allem Ramsebner, Grünwald, Reiter und Stanislaw taten sich in der letzten Saison so gut hervor, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Vaclav Kolousek niemandem auffiel und der Tscheche nach seiner Genesung wie ein Fremdkörper im Team wirkte.</p>
<p><em>Prognose: Wiener Neustadt wird im sicheren Mittelfeld landen, bei günstigem Verlauf ist der vierte Platz möglich.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV MATTERSBURG</span></strong></p>
<p>Der neue Jugendstil ist eingekehrt in Mattersburg: Im Frühjahr hatte die Mannschaft einen Altersschnitt von nur noch 24,7 Jahren. Weil der Klassenerhalt ob des Kärnten-Desasters längst feststand, baute Trainer Lederer einige Talente in die Mannschaft ein, die ihre Chancen mit einem durchaus ansprechenden Frühling durchaus zu nützen verstand. Spieler wie Patrik Farkas und Lukas Rath, die zur U19-EM fahren, und Dominik Doleschal haben sich absolut festgespielt; auch Manuel Seidl ist erst 21 Jahre alt. In der Tat gibt es kaum noch echte Routiniers: Der ungarische Stürmer Robert Waltner ist so einer, Urgestein Michael Mörz ebenso.</p>
<p>Aber ansonsten bekommt auch in der neuen Saison die Jugend eine Chance. Neu gekommen ist mit Patrick Bürger der Torschützenkönig der zweiten Liga, er war in Mattersburg vor einigen Jahren schon einmal gescheitert. Die Chancen, diesmal mehr zum Spielen zu kommen, stehen gut. Denn Ilco Naumoski dreht, so hat man den Eindruck, immer mehr durch. Die ersten fünf Spiele verpasst der Mazedonier, weil er in einem Testspiel den Schiedsrichter auf das Übelste beleidigt hatte&#8230; Das Primärziel der Bürgenländer ist es im siebenten Bundesliga-Jahr (Rekord für das Bundesland) natürlich, nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Aber eigentlich würde Mattersburg ganz gerne wieder in Richtung obere Tabellenhälfte schnuppern.</p>
<p><em>Prognose: Mattersburg landet im sicheren Mittelfeld.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>LASK LINZ</strong></p>
<p>Einmal Neustart, bitte: Kaum ein Stein blieb bei den Linzern auf dem anderen. Aus dem Kader wurde alles entfernt, was irgendwie nach Ballast aussah, darunter mit Prager allerdings auch der Spielgestalter und alle drei Torhüter, dafür kamen neun neue Leute. Wie auch Alexander Zickler! Der 36-jährige Deutsche soll gemeinsam mit dem 38-jährigen Christian Mayrleb den &#8220;Greisensturm&#8221; bilden. In der Hinterhand hat Kraft nur bislang noch unerfahrene Talente, wie Lukas Kragl. Er war es, der Salzburg-Keeper Gustafsson die Knochen durchtrat, er war es aber auch, der in der Schlussphase der letzten Saison für deutlich Belebung neben Mayrleb sorgen konnte. Im Mittelfeld wurde der Kader ausgedünnt, kein Wunder, hier herrscht komplette Überladung.</p>
<p>Der neue Kapitän Rene Aufhauser soll gemeinsam mit dem bewährten Simbabwer Justice Majabvi für die Absicherung sorgen, für den Spielaufbau fehlen allerdings die Alternativen. Krammer konnte sich bei der Austria überhaupt nicht durchsetzen, und ob Kaufmann und Sobkova wirklich Bundesliga-Niveau haben, ist noch offen. Lediglich die Defensive, welche Kraft in seinem halben Jahr in Linz deutlich stabilisieren konnte, blieb nahezu unverändert. Und hinten steht mit Thomas Mandl ein Torhüer, der zwar einst schon diverese Länderspiele hinter sich gebracht hat, aber nach Jahren in der zweiten Liga sich erst einmal wieeder in der Bundesliga beweisen wird müssen.</p>
<p><em>Prognose: Der LASK wird den siebenten Platz kaum signifikant verbessern können.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">SV RIED</span></strong></p>
<p>Bei Ried von &#8220;atmosphärischen Störungen&#8221; zu sprechen, wäre wohl eine Untertreibung. Vor allem die Ausmusterung von Publikumsliebling Herwig Drechsel wirkte sich äußerst negativ auf die interne Stimmungslage aus. Dass nebenbei auch noch eine sportliche Talfahrt zu verkraften war, wie es sie seit dem letzten Abstieg 2003 nicht mehr gegeben hatte, half Trainer Gludovatz dabei natürlich nicht. Nun muss der älteste Trainer der Bundesliga eine komplette Saison mit einem Kader in Angriff nehmen, in dem die Alternativen im Grunde komplett fehlen: Im Angriff etwa gibt es neben dem Spanier Nacho, der allerdings eine schwache Saison spielte, wohl erst einmal nur den jungen Hammerer; der 20-Jährige verfügt die geballte Erfahrung von zwölf Bundesliga-Einsätzen.</p>
<p>Auch im Mittelfeld ist vom verletzungsanfälligen Hackmair nur noch junges Talent auf der Bank, selbiges gilt für die Verteidigung, die im Frühjahr wahrlich nicht geglänzt hat und mit Thomas Burgstaller nun auch noch einen wichtigen Spieler an Sturm Graz verloren hat. Aber ist tatsächlich alles schlecht in Ried? Fix ist, dass Paul Gludovatz mit seinen Innviertlern am Scheideweg steht. Entweder, das Risiko mit dem eigenen Nachwuchs geht auf, oder die Rieder gehen damit unter. Die Erfahung von Gludovatz spricht für ersteres. Die Leistungen aus dem Frühjahr aber eher nicht.</p>
<p><em>Prognose: Ried muss höllisch aufpassen. Es wäre keine Überraschung, sollten die Innviertler in den Abstiegskampf rutschen.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>KAPFENBERGER SV</strong></span></p>
<p>Wieder hat Kapfenberg ein Jahr überstanden &#8211; zwar mit weniger Punkten als im ersten Jahr nach dem Aufstieg, aber ob der Implosion bei Kärnten viel souveräner. Und das, obwohl mit Marek Heinz der Startransfer des letzten Jahres floppte. Der junge Deni Alar und der erstaunliche Srdjan Pavlov, der den Sprung um vier Ligen schnell vollzogen hatte, stahlen dem routinierten Tschechen die Show. zudem zog Trainer Gregoritsch ihm noch dazu den jungen Tieber vor &#8211; Heinz hat den Verein nach einem Jahr nun wieder verlassen. Ebenso jedoch wie sämliche Außenverteidiger! Und solche wurden auch nicht geholt, so müssen wohl mit Schmid ein defensiver Mittelfeldspieler und mit Tromsö-Heimkehrer Taboga ein Innenverteidiger auf die Außen ausweichen.</p>
<p>Der Rest der Mannschaft blieb jedoch praktisch unverändert, was ein nicht zu unterschätzender Faktor sein könnte. Mit dem jungen Steirer Dieter Elsneg kam eine weitere Alternative für den Angriff von Sampdoria Genua, aber ansonsten wird es ziemlich an der Mannschaft aus dem letzten Jahr sein, auch diesmal den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Was sicher nicht mehr so leicht wird wie in der vergangenen Saison. Da die Obersterier das allerdings wissen und sich von Haus aus darauf einstellen, sind sie darauf vorbereitet.</p>
<p><em>Prognose: Kapfenberg wird gegen den Abstieg kämpfen, aber durchaus nicht ohne Chance.</em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">FC WACKER INNSBRUCK</span></strong></p>
<p>Zwei Jahre lang hieß es für den zehnmaligen Meister Gratkorn statt Sturm und Jungbullen statt Europacup-Salzburger. Doch die Tiroler setzten sich in einem packenden Dreikampf gegen die Admira und Altach durch und kehren ins Oberhaus zurück. Dorthin, wo der chronisch klamme Traditionsklub hingehört &#8211; zumindest vom Namen. Denn den Aufstieg haben die Innsbrucker weniger ihrer Klasse, sondern mehr ihrer Nervenstärke zu verdanken. Sie hatten die Geduld, auf Chancen zu warten und weil hinten alles dicht war, reichte es am Ende. Nun zog es mit Spielmacher Fabiano und Staubsauger Sara zwei absolute Stützen des Aufstiegsteams aber in die Ferne!</p>
<p>Walter Kogler weiß ganz genau, dass er mit seiner Mannschaft vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg kämpfen wird müssen. Dafür holte er sich mit Jauregi einen Verteidiger mit Primera-Division-Erfahrung, mit Ernst Öbster ein ewiges Talent aus dem Bullen-Stall, mit Abraham einen Mann für das defensive Mittelfeld und mit Andi Bammer eine Alternative für den Angriff. Dazu noch den Slowenen Miran Burgic, der beim schwedischen Meister AIK Solna zum Stamm gehörte. Mit dieser Mannschaft wird der Aufsteiger aber wohl auskommen müssen, große Nachbesserungen geben das knappe Budget kaum her.</p>
<p><em>Prognose: Innsbruck spielt gegen den Abstieg. Der Klassenerhalt kann nur gelingen, wenn die Neuzugänge einschlagen.</em></p>
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		<title>Wo &#8220;geschrumpft&#8221; nicht &#8220;gesund geschrumpft&#8221; heißt</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2010/07/09/wo-geschrumpft-nicht-gesund-geschrumpft-heist/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 12:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch.

Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Vergleich macht sicher&#8230; Am Tag nach dem WM-Finale startet im beschaulichen St. Pölten die Saison der &#8220;Ersten Liga&#8221;, der zweithöchsten Spielklasse. In der es zwei Topfavoriten gibt &#8211; aber trotz Livespielen im Free-TV wird diese Liga auch weiterhin kein Renner werden. Wie auch.<span id="more-2445"></span><br />
</em></strong></p>
<p>Die beiden Bundesliga-Reserven von Salzburg und der Austria sind nun also nicht mehr dabei. Wer sich allerdings davon einen Sprung in Sachen Attraktivität und Zuschauerzahlen erhofft, wird sich schon bald mit der großen Ernüchterung konfrontiert sehen. Mit Wacker Innsbruck ist der mit Abstand attraktivste Klub aufgestiegen, aus der Bundesliga kam keiner runter (Austria Kärnten und so), nach dem Abstieg von Dornbirn fallen auch einige Ländle-Derbies weg und dass Grödig rein von den Zuschauerzahlen der legitime Nachfolger der Jungbullen werden kann, hat der Salzburger Vorstadtklub ja schon in der vorletzten Saison gezeigt.</p>
<p>Zudem steht die Liga auch finanziell auf dünnen Beinen. Nach dem Ausstieg von ADEG wurde kein neuer Liga-Sponsor gefunden &#8211; keine Überraschung, wer will auch mit einem derart unattraktiven Produkt in Verbindung gebracht werden, noch dazu in Zeiten der Wirtschaftskrise. Wie Vereine wie etwa Gratkorn (die Steier haben noch im Winter die halbe Stammformation via Klub-Homepage feilgeboten) die Lizenz ohne Auflagen bekommen haben können, darf durchaus als Rätsel durchgehen. Außerdem haben immer noch diverse Einzelpersonen &#8211; Trenkwalder bei der Admira, Haas bei Grödig, Riegler in Wolfsberg &#8211; in ihren Vereinen das finanzielle Sagen und diese könnten bei Launen ihrer Eigner schnell auch in Turbulenzen kommen.</p>
<p>Bei so viel Negativem ist es allerdings erfreulich, dass die überwiegende Mehrherit der Vereine zumindest dem Leitspruch &#8220;Heute für Morgen&#8221; durchaus umsetzen. Der Altersschnitt in der abgelaufenen Saison betrug 24,2 Jahre. Dieser wird durch den Wegfall der beiden Reserven zwar ein wenig ansteigen, doch ist diese Liga längst kein Sammelbecken für ausrangierte alte Herren mehr &#8211; mit Toni Ehmann, Vladimir Janocko und Ernst Dospel haben wieder einige die österreichische Fußballbühne zumindst als Aktive wohl für immer verlassen.</p>
<p>Vor allem die <em><strong>Admira</strong></em> hat sich ja zuletzt als letztes Refugium dieser Spieler verstanden. Nach dem zweiten verpassten Aufstieg in Folge sollen nun jüngere, hungrigere Akteure den Aufstieg schaffen. Und das Team von Coach Didi Kühbauer (39) darf zweifelos als Favorit gelten, von sportlichem Ballast befreit lief es ja schon im Endspurt der vergangenen Saison hervorragend. Hauptkonkurrent der Südstädter wird <em><strong>Altach</strong></em> sein: Schon in der abgelaufenen Saison waren die Vorarlberger wesentlich näher am Titel dran, als viele das der Mannschaft von Adi Hütter (40) zugetraut hatten. Sein Kader blieb in weiten Teilen zusammen, einem Titelrennen der beiden früheren Nationalteam-Kollegen sollte nicht viel im Wege stehen.</p>
<p>Auch auf den folgenden Plätzen dürfte sich das Kräfteverhältnis seit der abgelaufenen Saison kaum verändern. In <em><strong>St. Pölten</strong></em> holte Coach Martin Scherb (41) nur zwei echte Neuzugänge, wie gewohnt werden die diesmal doch recht zahlreichen Abgänge wieder mit Talenten aus der eigenen Akademie aufgefüllt. Langsam aber sicher sollte sich das jüngste verbliebene Team der Liga aber finden, soll im nächsten Jahr wirklich der Aufstieg angegriffen werden. Viel getan hat sich im Kader von<em><strong> Austria Lustenau</strong></em>, der halbe Stamm ist nun nicht mehr dabei. Auch Edi Stöhr (54) setzt neben den Krajic und Egharevba für den Angriff eher auf junges Talent. Das wird sicher nicht reichen, um die Spitze zu attackieren, ein sicherer Mittelfeldplatz muss aber dennoch der Anspruch sein.</p>
<p>Diesen streben auch die beiden Aufsteiger an. In <em><strong>Grödig</strong></em> holte man sich, als der Aufstieg mehr oder weniger schon feststand und Ex-Trainer Brandner seinen Hut nahm, Heimo Pfeifenberger (44) zurück. Mit ihm waren die Salzburger schon vor anderthalb Jahren beim ersten Versuch in der Ersten Liga im Unfrieden geschieden &#8211; er steht vor der Aufgabe, um Routinier Drechsel (in Ried ausgemustert) eine neuformierte Mannschaft mit vielen jungen Talenten konkurrenzfähig zu machen. Und auch der <em><strong>WAC</strong></em> möchte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben: Der einzige Kärntner Verein im bezahlten Fußball verstärkte sich vor allem im Abwehrbereich. Prunkstück der Mannschaft von Nenad Bjelica (39) ist die deutsche Mittelfeldachse mit den langjährigen Bundesliga-Spielern Markus Kreuz und Marco Reich, welche auch im Aufstiegs-Playoff gegen Parndorf die Entscheidung für die Wolfsberger gebracht hat.</p>
<p>Ganz sicher vor dem Kampf gegen die letzten beiden Plätze sind die Aufsteiger aber mit Sicherheit nicht. Zumindest vor dem gegen den vorletzten, den  Relegations-Platz &#8211; gegen diesen wird die halbe Liga ankämpfen  müssen. Gute Karten dürfte dabei <em><strong>Gratkorn</strong></em> haben. Die  graue Maus zeigte sich in der letzten Saison durchaus stabil, Trainer  Michael Fuchs (38) muss allerdings sein Mittelfeld nach einigen Abgängen  umbauen. Einen riesigen Umbau gab es auch bei Glückskind <em><strong>Vienna</strong></em>:  Nur wegen der Lizenzentzüge bei Kärnten und Dornbirn blieb den  Döblingern die Relegation erspart, nachdem mit der fast unveränderten  Regionalliga-Meistermannschaft von 2009 fürchterlich Schiffbruch  erlitten wurde. Frenkie Schinkels (47) steht vor der Mammutaufgabe, eine  an zumindest sieben Positionen neu besetzte Mannschaft zusammen zu  schweißen.</p>
<p>Als wahrscheinlichste Besetzung des Relegationsplatzes muss vor der Saison aber <em><strong>Hartberg</strong></em> gelten. Zwar hat sich die junge Truppe von Bruno Friesenbichler (42) in der abgelaufenen Saison als durchaus tauglich bewiesen, im Abstiegskampf zu bestehen, aber der Abgang von Torschützenkönig Patrick Bürger nach Mattersburg wird ohne Frage schmerzen und ein großes Loch reißen. Zudem steht eben zu Vermuten, dass die Konkurrenz etwas härter sein wird als letzte Saison. Bis auf einen, natürlich Denn heißester Kandidat auf den letzten Platz, der den direkten Abstieg aus der Liga bedeutet, ist der <em><strong>FC Lustenau</strong></em>. Schon in der letzten Saison wurde lange mit den hinteren Plätzen geflirtet, dazu kam den chronisch klammen Vorarlbergern mit dem neuen Trainer Hans Kogler (41) mehr oder weniger die komplette Einsergarnitur abhanden. Die Löcher wurden nur notdürftig mit Talenten und Spielern aus der Region gestopft &#8211; der Klassenerhalt wäre ein kleines Wunder.</p>
<p>Das sind die nun wieder nur noch zehn Teams, welche die 36 Spieltage umfassene Saison bestreiten. Zwei echte Titelkandidaten, zwei zumindest sportlich interessante Aufsteiger, junge Spieler und ein womöglich interessanter Kampf gegen den Abstieg &#8211; eigentlich wäre alles dabei.</p>
<p>Wenn auch auf sportlich zumeist traurigen und auch im Rundherum zumindest mäßigen Niveau. Die Liga ist somit von 12 Vereinen wieder auf 10 geschrumpft, von  &#8220;gesung geschrumpft&#8221; kann aber keine Rede sein &#8211; einmal mehr wurde von  Seiten der Bundesliga wieder nur an der Oberfläche gekratzt und Symptome bekämpft, nicht aber das kranke System an sich. Dass sich Andi Herzog schon vor einem Jahr live auf sky (!) gegen die Reduzierung ausgesprochen hatte, ist nicht verwunderlich. Diese Liga ist auf Dauer nicht überlebensfähig, es wäre keine Überraschung, sollte es auch in diesem Jahr wieder einen zerreißen. Der FC Lustenau fällt einem da spontan ein, aber auch Gratkorn ist nicht gerade als einnahmensstarker Klub bekannt.</p>
<p>Schauen wir uns das Ganze also an. Mal sehen, wie lange noch.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>&#8220;Team Alaba&#8221; goes Normandie</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 13:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der WM ist vor der EM! Nämlich der U19-EM, die ab 18. Juli &#8211; also in knapp zwei Wochen &#8211; in der Normandie in Szene geht. Auch das österreichische Team ist dabei, dank des großartigen David Alaba. Das Ziel der Legionärstruppe kann nur heißen: Qualifikation für die U20-WM!

Es war zweifellos in erster Linie David [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Nach der WM ist vor der EM! Nämlich der U19-EM, die ab 18. Juli &#8211; also in knapp zwei Wochen &#8211; in der Normandie in Szene geht. Auch das österreichische Team ist dabei, dank des großartigen David Alaba. Das Ziel der Legionärstruppe kann nur heißen: Qualifikation für die U20-WM!<span id="more-2434"></span><br />
</strong></em></p>
<p>Es war zweifellos in erster Linie David Alaba zu verdanken, dass sich die ÖFB-Junioren das Ticket für das Turnier der besten acht Jahrgänge Europas lösen konnten. Jenem David Alaba, der schon mit seinen 18 Jahren Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung mit dem FC Bayern machen durfte, und nicht zuletzt auch im Nationalteam gezeigt hat, dass er der talentierteste Österreicher am Platz war. Jenem David Alaba, den U19-Teamchef Andi Heraf gar nicht erst versucht hatte, einzuberufen, weil er einen Korb des FC Bayern (lächerlich) und von Didi Constantini (schon eher) fürchtete. Dass nichts schlimmeres als ein harmloses &#8220;Sorry, geht nicht&#8221; gedroht hätte &#8211; anderes Thema.</p>
<p>Nur Aleks Dragovic, jetzt schon einer der besten Innenverteidiger der österreichischen Bundesliga &#8211; wenn nicht sogar schon der Beste &#8211; fehlt im Aufgebot, das Andi Heraf für das am 18. Juni beginnende Turnier nominiert hat. Der Bursche bekam von der Austria nicht frei. Die Violetten begründen dies mit dem Saisonstart, der auch heuer wieder lächerlich früh daherkommt. Dass es bei Sturm vor einigen Jahren wegen der Abstellungen für die damalige U19-EM genauso möglich war, das erste Saisonspiel auf September zu verlegen, wie Rapid letztes Jahr wegen eines belanglosen Freundschaftsspiels (!) &#8211; anderes Thema.</p>
<p>Zumal ja noch lange nicht fix ist, ob Dragovic überhaupt bei der Austria bleibt. Seinem Marktwert hätte es sicher nicht geschadet, die Spiele in Frankreich mit zu machen (von der unbezahlbaren Turnier-Erfahrung mal ganz zu schweigen), und wenn die Austria ihn noch verscherbeln will, dürfte sie ihn im Europacup womöglich ohnehin nicht einsetzen. Aber da siegten einmal mehr die Egos von Vereinen über die Vernunft. Sei&#8217;s drum &#8211; auch so kann die Mannschaft was. Sie kann wahrscheinlich sogar wesentlich mehr, als Heraf aus ihr herausholt.</p>
<p>Der unumstrittene Boss am Platz ist natürlich David Alaba. Der Jungstar kann im Grunde jede Position spielen und ist mit seiner für sein Alter schon enormen Erfahrung und auch seiner enormen Klasse für diese Mannschaft unverzichtbar. Sein kongenialer Partner im Mittelfeld ist mit Christoph Knasmüllner ein weitere Stammspieler aus dem zweiten Team der Münchener Bayern, der in seinem zweiten Jahr beim Nobelklub schon Stammspieler und Leistungsträger in der zuletzt von Mehmet Scholl betreuten II. Mannschaft. Dazu kommt mit Christian Klem ein Rechtsfuß von Sturm Graz, der seit drei Jahren schon Stammspieler im Regionalliga-Team ist, aber sich in der Kampfmannschaft noch nicht wie erhofft durchsetzen konnte.</p>
<p>Dazu kommt Raphael Holzhauser. Der 1.93m-Hüne kommt aus der Rapid-Jugend und schoss die U19 des VfB zum Klassensieg und damit ins deutschlandweite Semifinale. Und mit Tobias Kainz vom SC Heerenveen steht noch ein Legionär zur Verfügung. Auch Robert Gucher, der im Winter als Stammspieler bei Serie-B-Team Frosinone zu Genoa wechselte und dort in der Primavera spielt und schon diverse Male auch im Kader der Kampfmannschaft war, steht zur Verfügung. Viel internationale Ausbildung also im Mittelfeld, garniert mit dem besten aus den heimischen Akademien, wie Georg Teigl und Marco Meilinger (Salzburg) und eben Klem (Sturm).</p>
<p>Das selbe Bild bietet sich im Angriff. Marco Djuricin von Hertha BSC erzielte für das (eher mittelmäßige) U19-Team der Haupstädter 13 Tore in 17 Einsätzen; und Andreas Weimann darf sich ebenfalls Stammspieler nennen &#8211; in der II. Mannschaft von Aston Villa. Er ballerte sein Team ins Reserves-Meistersachftsfinale gegen Manchester United, wo er erst im Elfemeterschießen unterlegen war &#8211; Weimann war einer jener beiden Villains, der seinen Penalty verwandelte. Als Alternative steht dann auch noch Andi Tiffner bereit. Der gebürtige Kärntner wurde in der Red-Bull-Akademie ausgebildet, stürmte zuletz für Blau-Weiß Linz in der Regionalliga Mitte und wird in der neuen Saison ins Austria-Dress schlüpfen.</p>
<p>Nur in der Abwehr dominieren die heimischen Kräfte, von Kapitan Michael Schimpelsberger einmal abgesehen. Der Holland-Legionär &#8211; der nicht nur im U19-Team die Binde trägt, sondern auch in der II. Mannschaft von Meister Twente Enschede &#8211; ist allerdings der einzige gelernte Innenverteidiger im Kader von Andi Heraf. Das mag durchaus als Schwachstelle gelten, und das hat sich schon in der Qualifikation gezeigt. In den drei entscheidenden Spielen gegen die Schweiz, Dänemark und Serbien gab es sechs Gegentore! Mit zwei Einschlägen pro Spiel wird bei der EM in der Normandie natürlich nichts zu holen sein.</p>
<p>Schimpelsbergers Partner in der Innenverteidigung dürfte in Abwesenheit von Dragovic ein anderer Austrianer werden, nämlich Emir Dilaver. Vor allem bei Flanken und hohen Bällen könnten die beiden aber durchaus Probleme bekommen &#8211; der eine misst 1.81m, der andere 1.83m. Hier wird viel darauf ankommen, in wieweit der gelernte Rechtsverteidiger Patrick Farkas von Mattersburg aushelfen kann. Womöglich stellt ihn Heraf aber auch gleich in die Zentrale, was auf der rechten Seite Platz für Mahmud Imamoglu (Vienna) machen würde &#8211; oder für Christian Klem, der auch ein brauchbarer Rechtsverteidiger wäre.</p>
<p>Als Linksverteidiger wird kein Weg an Lukas Rath vorbeiführen. Der 18-Jährige ist in Mattersburg der Nachfolger von Christian Fuchs, auch Rath darf trotz seines jungen Alters schon auf einen Saison als Bundesliga-Stammspieler zurückblicken. Im Tor wird der Austrianer Philipp Petermann stehen, der bei den Jung-Veilchen in der abgelaufenen Saison den zu den Profis aufgerückten Heinz Lindner recht ordentlich vertreten hat. Christian Petrovcic, der Ersatztorhüter von Regionalligist GAK, ist die klare Nummer zwei.</p>
<p>Bei dem Turnier in der Normandie treten wie erwähnt die acht besten U19-Teams des Jahres gegeneinander an, in zwei Vierergruppen, aus denen die jeweils ersten beiden ins Semifinale aufsteigen. Das wäre das Traumziel des ÖFB-Teams &#8211; aber der dritte Gruppenplatz würde schon reichen, um sich für die U20-WM im kommenden Sommer in Kolumbien zu qualifizieren. Vier Jahre nach den Erfolgen der Vor-Vorgänger in Kanada wäre das ein weiteren schönes Lebenszeichen und wieder viel Turniererfahrung für die jungen Burschen.</p>
<p>Und nur zur Verdeutlichung der Wichtigkeit und des Niveaus dieser Veranstaltung: 32 der Jungs, die 2007 neben Gludovatz&#8217; Team in Kanada waren, standen in den Aufgeboten zur WM der Großen in Südafrika, 17 davon als Stammspieler &#8211; vor allem Chilene (Isla, Medel, Sánchez, Vidal und Carmoa schlugen Österreich im P3-Spiel), Argentinier (Di María, Agüero und Romero), Mexikaner (Giovani, Vela, Juárez, Hernández) und auch zwei US-Amerikaner (Bradley, Altidore), die im Viertelfinale gegen Österreich verloren hatten. Und sechs Burschen aus Ghana, die vor nicht mal einem Jahr U20-Weltmeister wurden, waren auch in Südafrika dabei.</p>
<p>Den notwendigen dritten Gruppenplatz zu erreichen, wird aber wahrlich keine allzu leichte Aufgabe. Die Gruppengegner heißen (in dieser Reihenfolge) England, Frankreich und Holland. Wenn es gelingt, einen dieser drei hinter sich zu lassen, darf man ein großes Ziel als erreicht betrachten. Leider werden wir, so wie es aussieht, nur das Spiel gegen England zu sehen bekommen (Eurosport, ORF-Sport-Plus). Mehr wird&#8217;s leider wohl erst zu sehen geben, sollten unsere Burschen das Semifinale erreichen.</p>
<p>Aber eigentlich kann man ja eben schon mit einem dritten Gruppenplatz zufrieden sein. Ach ja: Traditionell starke Nachwuchs-Nationen wie Deutschland, Tschechien, Belgien und Ungarn sind gar nicht dabei. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>(phe)</p>
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