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	<title>Ballverliebt &#187; Österreich</title>
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		<title>Reif für die Bundesliga? Lustenau wäre interessanter, der WAC passt besser</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 23:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem 2:2 bei Austria Lustenau hat der WAC einen womöglich vorentscheidenden Schritt zum Aufstieg in die österreichische Bundesliga gemacht &#8211; beim direkten Duell zeigten der Kroate und der Isländer auf den Trainerbänken aber beide ihre Qualitäten. WAC-Coach Bjelica mit seiner eher nüchternen, kompakten Spielanlage. Und Lustenau-Trainer Kolvidsson mit dem auch inhaltlich fundierten Versuch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Mit dem 2:2 bei Austria Lustenau hat der WAC einen womöglich vorentscheidenden Schritt zum Aufstieg in die österreichische Bundesliga gemacht &#8211; beim direkten Duell zeigten der Kroate und der Isländer auf den Trainerbänken aber beide ihre Qualitäten. WAC-Coach Bjelica mit seiner eher nüchternen, kompakten Spielanlage. Und Lustenau-Trainer Kolvidsson mit dem auch inhaltlich fundierten Versuch, das Spiel selbst zu gestalten.</em></strong></p>
<div id="attachment_7133" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-04-ALu-WAC-2-21.png"><img class=" wp-image-7133 " title="2012 05 04 ALu-WAC 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-04-ALu-WAC-2-21.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Lustenau - Wolfsberger AC 2:2</p></div>
<p><span id="more-7126"></span>Ein Kroate und ein Isländer &#8211; sie kämpfen als Trainer um den Aufstieg in die Bundesliga: Die Wolfsberger mit dem führeren Kaiserslautern-Profi Nenad Bjelica (40, seit acht Jahren erst als Spieler, dann als Trainer in Österreich tätig) und die Lustenauer Austria mit Helgi Kolvidsson (40, als Spieler in Lustenau und im süddeutschen Raum in zweiter und dritter Liga unterwegs) sind jene Teams, die sich als die verbliebenen Kandidaten im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga herauskristallisiert haben. Mit dem WAC in der besseren Position: Mit vier Punkten Vorsprung ging&#8217;s zum direkten Duell am viertletzten Spieltag ins Ländle.</p>
<p><strong><em>Die Spielanlage des Heimteams</em></strong></p>
<p>Das größte Problem, mit dem Lustenau zu kämpfen hatte, war das krankheitsbedingte Fehlen von Spielmacher Sascha Boller. Statt dem Blondschopf aus Deutschland musste Jan Zwischenbrugger auf die Zehn in Kolvidssons 4-2-3-1 gehen. Dieser ist ein braver Spieler, aber er strahlt weder die Omnipräsenz eines Boller aus, noch hat er dessen Qualitäten im Gestalten des Spiels.</p>
<p>Zudem war Zwischenbrugger zwischen WAC-Sechser Messner und Roland Putsche ziemlich eingezwickt, sodass er noch weniger am Spiel teilnehmen konnte. So gab es zwei Möglichkeiten für die Vorarlberger, nach vorne zu kommen: Über die Flanken (das frühe 1:0 durch Boya entstand aus schleißigem Abwehrverhalten &#8211; Suppan versuchte nicht einmal, den Flankenball zu verhindern) oder über lange Bälle.</p>
<p><strong><em>Vor der Pause: WAC hat das Spiel im Griff</em></strong></p>
<p>Der WAC machte schon vor, aber erst recht nach dem 1:1-Ausgleich (einem schlimmen Patzer von Lustenau-Goalie Kofler bei einem Jacobo-Freistoß) sehr geschickt das Mittelfeld zu. Nenad Bjelica setzte in dieser Partie nicht auf sein gewohntes 4-4-2, sondern opferte einen Stürmer, um die Zentrale zu stärken. Generell war die Ausrichtung der Kärntner recht defensiv, kein Wunder, sie konnten mit einem Remis deutlich besser leben.</p>
<p>Jacobo &#8211; ein richtig unguter Kerl auf dem Platz, weinerlich und mit einer veritablen Fallsucht ausgestattet &#8211; sollte, wie gewohnt, auf dem linken Flügel für Akzente setzen, die anderen drei in der Mittelfeld-Kette hatten aber eher defensive Aufgaben. Kerhe auf der rechten Seite bremste gemeinsam mit Baldauf den flinken Thiago ein, Putsche passte auf, dass Zwischenbrugger nicht ins Spiel kam. Lediglich Zakany war noch mit gestalterischen Aufgaben bedacht: Er positionierte sich oft recht tief und stieß dann wie ein Box-to-Box-Spieler bis in die Spitze vor. Der Sechser Messner agierte als reiner Zerstörer &#8211; Aufgaben in der Gestaltung hatte er praktisch keine.</p>
<p>Der Plan des WAC ging auf: Lustenau fand keine Wege, um mit spielerischen Mitteln durch das Mittelfeld der Kärntner durchzukommen, da konnte sich Boya noch so viel bewegen und auch im Mittelfeld sich anbieten. So blieben nur noch lange Bälle, mit denen der WAC keine Probleme hatte. Die Folge: Lustenau hatte zwar mehr Ballbesitz, aber die Kärntner kontrollierten das Spiel.</p>
<p><em><strong>Nach der Pause: Lustenau findet vor das Tor</strong></em></p>
<p>Zwei Aspekte ließen das Spiel nach der Pause zu Gusten von Lustenau kippen: Zum einen, dass WAC-Coach Bjelica seine Flügelspieler die Seiten tauschen ließ. So sollte statt Jacobo nun der defensiv deutlich stärkere Manuel Kerhe die Angriffsbemühungen des starken Lustenau-RV Daniel Dunst einbremsen. Das war aber ein Schuss ins Knie: Nicht nur, dass Dunst gegen Kerhe (gegen den er selbst defensiv nichts zu befürchten hatte) noch mehr nach vorne randalierte als vor der Pause, nein, nun ließ sich auch Lustenau-LV Zech nicht lumpen und tat es Dunst gleich.</p>
<p>Und zum anderen, dass Thiago und Krajic, die beiden Lustenauer Außenstürmer, deutlich zentraler agierten bzw. einrückten, um den Außenverteidigern das hinterlaufen zu ermöglichen. So überrannten die Vorarlberger das Zentrum, sodass der WAC hier überhaupt nichts Konstruktives mehr zeigen konnte, und verfügten aber dennoch über die nötige Breite, um die Abwehrkette des WAC auseinander zu ziehen.</p>
<p>Vor allem Boya verstand es sehr geschickt, die sich bietenden Räume im Strafraum anzugehen, sich mit seinem robusten Körperbau zur Wehr zu setzen und den Abschluss zu suchen. Lustenau war nach dem Seitenwechsel das klar spielbestimmende Team und hatte genug Chancen, sich die verdiente Führung zu sichern. Doch die Möglichkeiten wurden allesamt vergeben.</p>
<p><strong><em>WAC erst in Not, dann in Führung</em></strong></p>
<p>Bjelica nahm eine Viertelstunde vor Schluss Zakany aus dem Spiel und brachte mit Jochum einen zweiten Zerstörer und stellte auf ein 4-2-3-1 um. Das Signal war klar: Schauen, dass das 1:1 über die Zeit gebracht wird. Doch es ergab sich sogar die Chance auf mehr: Jacobo, von dem nichts mehr zu sehen war, ging bei einem der seltenen Konter nach einem leichten Schubser von Dürr spektakulär zu Boden &#8211; Freistoß, Solano kam mit dem Kopf dran, und der WAC führte 2:1.</p>
<p>Die Vorarlberger warfen in den letzten Minuten dann noch alles nach vorne, und ein Freistoß-Gewaltschuss von Innenverteidiger Stückler brachte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Hochverdient &#8211; mindestens. Im Kampf um den Aufstieg aber wohl dennoch etwas zu wenig.</p>
<p><strong><em>Fazit: WAC passt besser in die Bundesliga, Lustenau wäre interessanter</em></strong></p>
<p>Im Endeffekt geht das Remis in Ordnung: Der WAC kontrollierte das Spiel mit geschicktem Spiel gegen den Ball vor der Pause, Austria Lustenau mit mutigem Spiel nach vorne nach dem Seitenwechsel. Für den Kampf um den Bundesliga-Aufstieg heißt das, dass der WAC sich nur noch selbst schlagen kann &#8211; in den letzten drei Spielen sollten die Kärntner ihren Vier-Punkte-Polster eigentlich nicht mehr verspielen.</p>
<p>Doch egal, wer nun das Ticket für die Bundesliga löst: Es wird eine Mannschaft rauf kommen, die sich vor der höchsten Spielklasse nicht fürchten muss &#8211; obwohl weder der WAC noch Lustenau zeigen etwas wirklich Außergewöhnliches zeigen.</p>
<p>Angesichts der aktuellen Bundesliga-Landschaft würde wohl der WAC besser hinein passen: Geschickte Arbeit gegen den Ball im Mittelfeld. Bis auf Jacobo keine Spieler, auf die man ein spezielles Auge richten müsste, aber sehr kompakt. Im Spiel nach vorne könnte es in der Bundesliga etwas Probleme geben: Zakany als Box-to-Box-Spieler, der das Umschalten von Defensive auf Offensive organisiert, ist dabei durchaus ausrechenbar. Das reicht in der Ersten Liga, aber bei den auf Verhindern geeichten Teams der Bundesliga geht das sicher nicht mehr so leicht. Zudem dürfen Zweifel angemeldet werden, ob Christian Falk als Solo-Spitze in der Bundesliga wirklich zurecht kommt. Er tut sich mit einem Sturmpartner sichtlich leichter.</p>
<p>Schöner zum Ansehen wäre, auch wenn es sich wohl nicht mehr ausgehen wird, Austria Lustenau. Unter Kolvidsson, und da vor allem nach der Winterpause, zeigen die Vorarlberger immer den Mut zur Initiative. Massiv nach vorne marschierende Außenverteidiger, Flügelstürmer die das Hinterlaufen ermöglichen,  ein Sascha Boller als nimmermüder Spielgestalter (wenn er nicht gerade krank im Bett liegt) &#8211; und mit Pierre Boya als robustem Solo-Stürmer, der Bälle nicht nur versenken sondern auch halten kann, dabei eigentlich zu gut für die Erste Liga ist.</p>
<p>Da es in der Bundesliga ja nicht so richtig viele Mannschaften gibt, die selbst gestalten (wollen), wäre ein Team wie Lustenau &#8211; wie gesagt, nichts Außergewöhnliches, aber zumindest inhaltlich an höheren Sphären orientiert &#8211; ein netter Farbtupfer gewesen.</p>
<p>Weshalb man Helgi Kolvidsson nur gratulieren kann und sagen muss: Bitte mehr Trainer von dieser Sorte!</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7126&amp;md5=57985af1971a2af144e5928f0636af26" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1:0 über Portugal &#8211; Für Geburtstagskind Feiersinger wiederholt sich Geschichte</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/04/05/10-uber-portugal-fur-geburtstagskind-feiersinger-wiederholt-sich-geschichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 21:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stolze 2300 Zuschauer waren in Wr. Neustadt dabei &#8211; und sie sahen eine eher mühsame Partie. Nach der die mit 1:0 siegreichen ÖFB-Frauen in der EM-Quali weiterhin im Plansoll sind. Matchwinner war Bayern-Legionärin Laura Feiersinger an ihrem 19. Geburtstag. Sie hatte schon im Herbst für den Sieg in Portugal gesorgt&#8230; Der Flügel? Nicht die Lieblingsposition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Stolze 2300 Zuschauer waren in Wr. Neustadt dabei &#8211; und sie sahen eine eher mühsame Partie. Nach der die mit 1:0 siegreichen ÖFB-Frauen in der EM-Quali weiterhin im Plansoll sind. Matchwinner war Bayern-Legionärin Laura Feiersinger an ihrem 19. Geburtstag. Sie hatte schon im Herbst für den Sieg in Portugal gesorgt&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_7027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-05-Aut-Por-1-0.png"><img class=" wp-image-7027 " title="2012 04 05 Aut-Por 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-05-Aut-Por-1-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Portugal 1:0</p></div>
<p><span id="more-7026"></span>Der Flügel? Nicht die Lieblingsposition von Nadine Prohaska, <a href="http://ballverliebt.eu/2012/03/30/der-sprung-ins-ausland-ist-auf-keinen-fall-ein-fehler/">wie sie selbst sagt</a>. Im EM-Quali-Heimspiel gegen Portugal musste sie aber dennoch raus auf die Flanke. Allerdings weniger, um nach Druck nach vorne zu sorgen &#8211; &#8220;sondern, um eher nach innen zu ziehen und die Pässe aus der portigiesischen Innenverteidigung raus auf die Flügelstürmerin zu unterbinden&#8221;, wie Teamchef Dominik Thalhammer nach dem Spiel erklärte. Das zumindest hat ganz gut funktioniert.</p>
<p><em><strong>Die Flügel</strong></em></p>
<p>Der Nachteil bei der ganzen Sache: Offensiv war auf der linken Seite von Prohaska wenig los. Was nicht nur am recht konservativen Positionsspiel von Prohaska lag, sondern auch an der Formation der Mannschaft aus Portugal. Antonio Violante, der die Selecção nach deren 0:1-Niederlage im Herbst gegen Österreich übernommen hatte, ließ seine Mannschaft (genau wie Vorgängerin Monica Jorge) in einem 4-3-3 auf das Feld, in dem die beiden Außenstürmerinnen Ana Borges und Andrea Rodrigues extrem weit nach vorne schoben.</p>
<p>Das führte dazu, dass die österreichischen AV Hanschitz und Gröbner in der Vorwärtsbewegung sehr zurückhaltend waren. Heißt: Die linke Seite war offensiv praktisch nicht vorhanden und auf der rechten war Laura Feiersinger ziemlich auf sich alleine gestellt. Das machte sie allerdings sehr aktiv, suchte 1-gegen-1-Situationen gegen ihre eher überforderte Gegenspielerin Regina Pereira, ihre kurz vor der Grundlinie geschlagenen Flanken fanden in der Mitte allerdings keine Abnehmer.</p>
<div id="attachment_7032" class="wp-caption aligncenter" style="width: 459px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Loch-rechts1.jpg"><img class=" wp-image-7032     " title="Loch rechts" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Loch-rechts1.jpg" alt="" width="449" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Feiersinger (Nr. 18) hatte auf ihrer rechten Seite viel Platz zwischen Portugals passiver Linksvertidigerin und der hoch stehenden Linksaußen</p></div>
<p>Interessanterweise blieben auch bei Portugal beide Außenverteidigerinnen nach vorne eher passiv &#8211; das war bei Regina Pereira gegen die quirlige und durchsetzungskräftige Feiersinger noch verständlich. Aber warum Carole Costa auf der anderen Seite aus dem durchaus vorhandenen Platz sehr wenig machte und Rechtsaußen Ana Borges gegen Prohaska nicht unterstützte, ist schon ein wenig rätselhaft.</p>
<p>Die beiden Außenstürmerinnen bei Portugal sorgten, wie erwähnt, für viel defensive Arbeit bei Hanschitz und Gröbner &#8211; und immer hatten sie ihre Gegenspielerinnen nicht im Griff. Wie schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">im Spiel gegen Tschechien</a> tendierten die beiden dazu, etwas zu weit einzurücken und wurden dabei allerdings nicht von den Mittelfeld-Außen in der Rückwärtsbewegung unterstützt. So war die erste Viertelstunde des Spiels klar in portugiesischer Hand, wiewohl keine klaren Chancen herausgespielt werden konnten.</p>
<p><strong><em>Die Zentrale</em></strong></p>
<p>Personeller Gleichstand im Zentrum oder mehr Druck gegen die gegnerische Viererkette? &#8220;Wir haben mit der zweiten Stürmerin nach vorne drücken wollen, weil wir wussten, dass die Innenverteidigung bei Portugal die Schwachstelle ist&#8221;, erklärte Teamchef Thalhammer. Macht Sinn. Funktionierte aber im Mittelfeld nicht wirklich. Nicht nur, weil Manhart und Puntigam (die gegenüber dem 4:2 in Armenien von der linken Seite ins Zentrum ging) gegen das enge Dreier-Mittelfeld der Portugiesinnen permanent in Unterzahl waren. Sondern auch, weil die Pass-Sicherheit der beiden oft arg zu wünschen übrig ließ. Was aber, zugegeben, auch an der Jugend der beiden 19-Jährigen liegen mag.</p>
<div id="attachment_7034" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/loch-mf-ang.jpg"><img class=" wp-image-7034  " title="loch mf ang" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/loch-mf-ang.jpg" alt="" width="480" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Typisches Bild: Die Stürmerinnen und Feiersinger vorne, dahinter lange nichts</p></div>
<p>So kontrollierte Portugal das Zentrum und es gelang nicht, wirklichen Druck auf die portugiesische Viererkette auszuüben. Auch, weil die Mannschaft zu wenig nachrückte: Die Stürmerinnen (Nina Burger und Conny Haas) vorne, dazu Laura Feiersinger auf der rechten Seite &#8211; und dahinter viel leerer Raum. Die Abwehr aus Portugal verhielt sich in der Rückwärtsbewegung recht gut, ließ nur sehr wenig zu und der Druck, den Thalhammer mit seinem 4-4-2 auf die Kette ausüben wollte, kam nie so recht zu Stande.</p>
<p><em><strong>Portugal im Angriff</strong></em></p>
<p>Durch die Dominanz im Zentrum und die aktiv agierenden Außenspielerinnen diktierte Portugal zunächst das Spiel. Aber so sehr das ÖFB-Team im Zentrum Probleme hatte und so unklar in ihren Aktionen die Außen zuweilen waren, in der Innenverteidigung hatten Carina Wenninger und Susanna Höller die absolute Hoheit: Portugals Sturmspitze Laura Luis (die die verletzte Rekord-Teamspielerin Edite Fernandes zu ersetzen hatte) fand de facto nicht statt. Zudem machte Jasmin Pfeiler im Tor einen recht sicheren Eindruck &#8211; sie hatte die Position im Tor übernommen, nachdem Anna-Carina Kristler beim 4:2 in Armenien eine eher unglückliche Figur gemacht hatte.</p>
<p>Der erste Schwung war bei Portugal nach einer Viertelstunde entwichen und kam auch nie mehr so richtig zurück. Was sicher auch daran lag, dass die Mannschaft nach vorne recht vorhersehbar agierte: Das Dreier-Mittelfeld hatte eher den Job, österreichische Angriffe zu verhindern und eher risikoarme Pässe zu spielen, als für die öffnenden Bälle zu sorgen. So kann man die Gäste, obwohl mit einem 4-3-3 mit hohen Außenstürmerinnen angetreten, durchaus eher als &#8220;bieder&#8221; bezeichnen.</p>
<p><em><strong>Österreich im Angriff</strong></em></p>
<p>Das ÖFB-Team war individuell grundsätzlich die bessere Mannschaft, konnte das im strömenden Regen von Wr. Neustadt aber nie so richtig zeigen. Durch die Unterbesetzung und die vielen Fehlpässe im Mittelfeld-Zentrum fehlte es dem österreichischen Spiel an den Impulsen. Aus dem Spiel heraus kamen somit kaum nennenswerte Szenen zu Stande und die (vielen) Standards wurden zumeist von Portugal geklärt &#8211; allerdings ohne gleich selbst einen Konter einzuleiten, sondern nur durch blindes Rausdreschen der Bälle.</p>
<div id="attachment_7036" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/chance.jpg"><img class="wp-image-7036 " title="chance" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/chance.jpg" alt="" width="252" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Die große Chance (40.) - aber aus dem Getümmel will der Ball nicht rein</p></div>
<p>Vor schnellem Umschalten bei Portugal musste man also keine Angst haben, andererseits aber auch die Portugiesinnen nicht vor allzu gefährlichen Aktionen des Heimteams. Das bekam kaum Zugriff auf den Strafraum, wurde zumeist bei harmlosen Weitschüssen gehalten und kam vor der 85. Minute nur zu zwei nennenswerten Torszenen: Kurz vor der Halbzeit, als es im Gestocher keiner gelang, den Ball über die Linie zu drücken, und in der 53. Minute, als Nina Burger bei ihrem vermeintlichen Tor klar im Abseits stand.</p>
<p>So dauerte es bis zur 85. Minute, ehe es doch noch das goldene 1:0 für Österreich gab, nachdem das Spiel einem nicht ganz unlogischen torlosen Remis schon verdächtig nahe gekommen war. Nina Burger legte auf Höhe des Sechzehners klug auf Laura Feiersinger quer, um die sich niemand kümmerte &#8211; und an ihrem 19. Geburtstag krönte die beste Österreicherin an diesem Tag ihre Leistung mit dem Siegtor. Wie schon im November in Pombal, als sie ebenfalls das entscheidende Tor in Portugal erzielt hat!</p>
<p><strong><em>Fazit: Teamchef war zufrieden &#8211; Vorgaben erfüllt und Geduld gehabt</em></strong></p>
<div id="attachment_7039" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/erleichertung.jpg"><img class=" wp-image-7039  " title="erleichertung" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/erleichertung.jpg" alt="" width="270" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Die Erleichterung war nach dem 1:0-Sieg groß</p></div>
<p>Erstaunlicherweise war Teamchef Dominik Thalhammer nach dem Spiel deutlich zufriedener damit (auch mit dem Spiel, nicht nur mit dem Ergebnis), als es die Partie vermuten ließe. Vor allem mit der taktischen Leistung war er überaus zufrieden &#8211; jede Spielerin hat die gestellten Aufgaben demnach zur weitgehenden Zufriedenheit des Teamchefs erfüllt.</p>
<p>Kann man so sehen. Feiersinger machte auf ihrer Seite ganz gut Druck, Prohaska ließ (zumindest meistens) defensiv nicht allzu viel zu. Burger und Haas versuchten vorne durchaus, Druck auszüben &#8211; was aber mangels Unterstützung von hinten und durch das große Loch zwischen Mittelfeld und Angriff nicht so recht klappen wollte. Manhart und Puntigam im Zentrum ließen, trotz hoher Fehlpassquote, kaum zu, dass aus der portugiesischen Zentrale viel kam. Und Geduld, ja, Geduld hat das ÖFB-Team bewiesen.</p>
<p>Für Portugal bedeutet dieses Resultat auch rechnerisch das Aus im Rennen um den zweiten Gruppenplatz. Teamchef Violante sah &#8220;ein ausgeglichenes Spiel, das in beide Richtungen ausgehen hätte können und in dem ein Remis verdient gewesen wäre&#8221; &#8211; aber am Ende hat das Pendel halt in die österreichische Richtung ausgeschlagen.</p>
<p>Der Showdown in der EM-Quali-Gruppe 7 findet nun also am 16. Juni (dooferweise mitten während der Herren-EM) in Tschechien statt: Ein Sieg oder ein Remis ab 2:2 aufwärts, und Österreich überholt den großen Kornkurrenten. Alles andere, und es bräuchte schon eine Sensation im letzten Spiel gegen Dänemark.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p><strong><em>Die Teams:</em></strong></p>
<p><strong><em>Österreich:</em></strong> Jasmin Pfeiler (27, Altenmarkt) &#8211; Marion Gröbner (26, Herford), Susanna Höller (22, Sindelfingen), Carina Wenninger (22, Bayern), Marlies Hanschitz (26, Innsbruck) &#8211; Laura Feiersinger (19, Bayern), Heike Manhart (19, Südburgenland), Sarah Puntigam (19, Bayern), Laura Prohaska (21, Spratzern) &#8211; Conny Haas (25, LUV Graz), Nina Burger (24, Neulengbach). Wechsel: Lisa Makas (19, Spratzern) für Haas (79.), Katja Trödthandl (22, Landhaus) für Burger (90.). Teamchef Dominik Thalhammer.</p>
<p><strong><em>Portugal:</em></strong> Patricia Morais (19, 1° de Dezembro) &#8211; Carole Costa (21, Essen/GER), Kimberly Brandão (27, Western NY), Silvia Rebelo (22, Laura Santos), Regina Pereira (19, Vilaverdense) &#8211; Mélissa Antunes (22, Joven Mogege), Claudia Neto (24, Saragossa/ESP), Carla Couto (37, Lazio/ITA) &#8211; Ana Borges (21, Saragossa/ESP), Laura Luis (19, Santa Clarita/USA), Andrea Rodrigues (20, Central Florida/USA). Wechsel: Ana Leite (20, Essen/GER) für Rodrigues (46.), Cristina García (21, A-Dos-Francos) für Carla (69.), Carolina Mendes (24, L&#8217;Estartit/ESP) fr Laura Luis. Teamchef Antonio Violante.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Fotos von L.E.</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7026&amp;md5=f10c96711d4fe0a820ec5ca693b40ed5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Der Sprung ins Ausland ist auf keinen Fall ein Fehler!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prohaska]]></category>

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		<description><![CDATA[- Interview mit ÖFB-Teamspielerin Nadine Prohaska Jubiläum für das Frauen-Nationalteam: Am Sonntag steigt in Armenien das 100. Spiel der Verbandsgeschichte. Und am Gründonnerstag wartet beim 101. Antreten eine Schnittpartie in der EM-Quali! In Wiener Neustadt geht es gegen Portugal. Mit dabei ist auch eine Deutschland-Heimkehrerin. Drei Punkte in Jerewan sind Pflicht, ehe es im Heimspiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><em>- Interview mit ÖFB-Teamspielerin Nadine Prohaska</em></strong></span></p>
<p><strong><em>Jubiläum für das Frauen-Nationalteam: Am Sonntag steigt in Armenien das 100. Spiel der Verbandsgeschichte. Und am Gründonnerstag wartet beim 101. Antreten eine Schnittpartie in der EM-Quali! In Wiener Neustadt geht es gegen Portugal. Mit dabei ist auch eine Deutschland-Heimkehrerin.</em></strong></p>
<div id="attachment_6919" class="wp-caption alignright" style="width: 356px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-dannenbaum.jpg"><img class=" wp-image-6919  " title="prohaska dannenbaum" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-dannenbaum.jpg" alt="" width="346" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Voller Einsatz: Nadine Prohaska (r.) ist aus dem ÖFB-Team nicht mehr wegzudenken (Foto: Rudi Dannenbaum)</p></div>
<p>Drei Punkte in Jerewan sind Pflicht, ehe es im Heimspiel gegen Portugal darum geht, das erfreuliche 1:0 aus der Auswärtspartie im Herbst zu bestätigen und so die Chance auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_der_Frauen_2013">EM 2013 in Schweden</a> zu wahren. Ehe die Mannschaft nach Armenien abgehoben ist, hat sich <em>Ballverliebt</em> noch mit <a href="http://www.fcbayern-frauenfussball.de/steckbriefe/steckbrief.php?s=nadine_prohaska&amp;t=1&amp;y=2011">Nadine Prohaska</a> unterhalten. Die 21-Jährige, die im Winter von Bayern München zurück in die heimische Liga gewechselt ist, über die EM-Quali, über die Herausforderung, Neulengbach zu entthronen und über den Sprung ins Ausland.</p>
<p><em><strong><span id="more-6913"></span>Nadine Prohaska, am Sonntag geht&#8217;s in Jerewan gegen Armenien. Diese Mannschaft war bislang nur ein Punktelieferant &#8211; sind die Reisen dorthin und wieder zurück womöglich anstrengender als das Spiel?</strong></em></p>
<p>Naja, die Reise ist schon mal ganz sicher anstregend. Man ist den ganzen Tag unterwegs, womöglich kommen dann auch noch Flugverspätungen dazu&#8230; Aber es ist auf keinen Fall so, dass wir darüber die Konzentration auf das Spiel verlieren. Wir sind klarer Favorit und sollten deutlich gewinnen. Wir werden auch sicher wieder viel offensiver spielen als beim Testspiel zuletzt in Spanien, ganz klar. Wir dürfen und werden Armenien sicher nicht unterschätzen. Das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/26/30-gegen-armenien-die-ofb-frauen-fahren-trocken-den-pflichtsieg-ein/">Hinspiel haben wir 3:0 gewonnen</a>, da wird&#8217;s sicher noch eine Video-Analyse geben. Wir sind gut vorbereitet.</p>
<p><em><strong>Am Gründonnerstag steht dann in Wiener Neustadt das Heimspiel gegen Portugal an. Ist das schon ein Thema oder gilt erst der ganze Fokus Armenien?</strong></em></p>
<p>Erst müssen wir ganz klar die Pflichtaufgabe in Armenien erfüllen. Aber dann zählt nur noch Portugal! Wir haben auswärts 1:0 gewonnen, das war für die Portugiesinnen ein ganz großer Rückschlag. Die brennen sicher auf Revanche, das hat ihnen wehgetan. Es wird auf jeden Fall ganz schwierig, die sind mit uns auf Augenhöhe.</p>
<p><em><strong>Wie lief die Partie beim 1:0-Sieg in Portugal im November ab?</strong></em></p>
<div id="attachment_6918" class="wp-caption alignright" style="width: 267px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/em-quali1.png"><img class=" wp-image-6918  " title="em-quali" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/em-quali1.png" alt="" width="257" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Die Spiele des ÖFB-Teams in der EM-Quali</p></div>
<p>In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt, waren die bessere Mannschaft und sind auch hochverdient in Führung gegangen. Gegen Ende hat Portugal noch ziemlichen Druck entwickelt, aber wir haben das 1:0 gottlob drübergebracht &#8211; wir hätten ja den Sack schon längst zumachen können, da wäre ein Ausgleich extrem ärgerlich gewesen.</p>
<p><em><strong>Was kann man vom Heimspiel in Wr. Neustadt erwarten?</strong></em></p>
<p>In Portugal war es ein enges und kampfbetontes Spiel. Das wird es am Donnerstag ohne Frage auch werden. Wir werden großen Kampfgeist zeigen müssen, denn mit spielerischen Mitteln alleine werden wir sie nicht schlagen.</p>
<p><strong><em>Wie stehen die Chancen, tatsächlich Gruppenzweiter zu werden und in die Play-Offs zu kommen? Ein Punktverlust der Tschechinnen am Samstag in Portugal würde sicher helfen&#8230;</em></strong></p>
<div id="attachment_6914" class="wp-caption alignleft" style="width: 255px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gruppe-7.png"><img class=" wp-image-6914 " title="Gruppe 7" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gruppe-7.png" alt="" width="245" height="91" /></a><p class="wp-caption-text">Der Gruppensieger (und der beste der sieben Zweiten) sind für die EM 2013 qualifiziert, die Zweiten spielen Play-Off</p></div>
<p>Ja, aber trotzdem wird sich wohl alles auf unser Spiel in Tschechien im Juni als Endspiel um Platz zwei hinauslaufen &#8211; das wird super, da freue ich mich schon riesig darauf. Es wird sehr, sehr schwer, aber wir haben <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/18/11-zum-start-der-em-quali-der-kapitanin-blutige-nase-rettet-osterreich/">beim 1:1 im Hinspiel</a> gesehen, dass wir mithalten konnten. Es ist unser ganz großes Ziel, uns zu qualifizieren, und dafür geben wir alles. So nah dran waren wir einer erfolgreichen Quali für ein großes Turnier noch nie!</p>
<p><strong><em>Bei diesem 1:1 gegen die Tschechinnen war auffällig, dass das ÖFB-Team am Ende noch Gas geben konnte, während der Gegner körperlich längst am Ende war.</em></strong></p>
<p>Das stimmt, was die Fitness betrifft, sind wir auf einem guten Level. Die Spielerinnen werden da vom ÖFB gut dabei unterstützt, da bekommen wir auch Programme mit, die wir zu absolvieren haben.</p>
<p><em><strong>Im Oktober gegen Armenien haben Sie auf der Zehner-Position gespielt, zuletzt im Verein auf der Sechs. Wo fühlen Sie sich da wohler?</strong></em></p>
<p>So lange es eine Position im Zentrum ist, ist alles in Ordnung&#8230; die Außenbahn ist nicht mein Metier. Bei den Bayern habe ich hauptsächlich auf der Sechs gespielt, jetzt in Spratzern ist es genauso. Wobei ich sagen muss, dass es mir schon taugt, wenn ich mich in die Offensive einschalten kann.</p>
<p><strong><em>Gibt es einen Unterschied, ob man in Deutschland im defensiven Mittelfeld spielt, oder im Nationalteam, verglichen mit der heimischen Liga?</em></strong></p>
<p>Natürlich. In der österreichischen Liga hat man viel mehr Platz und viel mehr Zeit am Ball, kann das Spiel besser lenken, kann mehr bewirken. Das ist in der deutschen Liga oder im Nationalteam anders.</p>
<p><em><strong>Sie waren zweieinhalb Jahre bei Bayern München, wenn auch zumeist in der Zweitliga-Mannschaft. Was kann man da mitnehmen, für die österreichische Liga?</strong></em></p>
<p>Extrem viel! Alleine das Tempo ist dort ein ganz anderes, selbst in der 2. Liga. Da geht&#8217;s viel schneller zu. Da muss man wissen, wohin man mit dem Ball will, bevor man ihn überhaupt hat. Was die Fitness angeht, muss man auf einem absoluten Top-Level sein. Und natürlich macht man auch taktisch einen riesigen Sprung nach vorne. Das sind alles Sachen, die ich jetzt meinen Kolleginnen, die diese Erfahrung noch nicht haben, weitergeben kann.</p>
<p><strong><em>Besteht nicht die Gefahr, dass man sich vom geringeren Tempo in der heimischen Meisterschaft runterziehen lässt?</em></strong></p>
<p>Ja, da muss man sehr aufpassen und so gut es geht dagegen steuern. Aber es passiert automatisch, weil man hier einfach viel mehr Zeit am Ball hat.</p>
<p><strong><em>Ist das Niveau der 2. Liga in Deutschland mit unserer ÖFB-Liga vergleichbar?</em></strong></p>
<div id="attachment_6968" class="wp-caption alignright" style="width: 212px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-spratzern.png"><img class=" wp-image-6968  " title="prohaska spratzern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/prohaska-spratzern.png" alt="" width="202" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Seit Winter läuft Nadine Prohaska in der ÖFB-Liga für Spratzern auf (Bild: www.ffc-spratzern.at)</p></div>
<p>Ich glaube schon, dass die österrechischen Spitzenteams wie wir in Spratzern und natürlich Neulengbach in der zweiten Liga in Deutschland eine starke Rolle spielen könnten. Aber die Leistungsdichte ist dort natürlich viel höher, es gibt praktisch keine Mannschaften, die vom Niveau her wirklich abfallen.</p>
<p><strong><em>Warum sind Sie dann von den Bayern weggegangen und sind zu Spratzern gewechselt?</em></strong></p>
<p>Da ist viel zusammen gekommen. Zum einen natürlich, dass ich in der ersten Mannschaft nicht viele Chancen bekommen habe. Das ist nicht lustig, wenn man dauernd nur auf der Bank sitzt und kaum Spielpraxis bekommt. Das ist nicht, was ich wollte. Dazu kam noch, dass ich jetzt viel besser meinem Studium nachgehen kann, das war per Fernstudium von München aus schon sehr mühsam. Und ich bin auch gerne wieder mehr daheim.</p>
<p><strong><em>Wie ist der Wechsel zu den Bayern 2009 zustande gekommen?</em></strong></p>
<p>Ich habe mich in München gemeldet, wollte dorthin. Ich habe ein Probetraining absolviert, und die haben mich genommen. Die Bayern hatten auch damals schon einige Österreichierinnen &#8211; Nina Aigner hat noch gespielt, Carina Wenninger war schon dort, Viki Schnaderbeck ist mit mir gewechselt.</p>
<p><strong><em>Und warum jetzt der Transfer zu Spratzern? Bei Ihrem Ex-Team Neulengbach wäre die Chance auf Titel doch viel größer?</em></strong></p>
<p>Stimmt schon, aber mich hat die sportliche Herausforderung gereizt. Ich will dabei helfen, dass auch mal jemand anderer die nationalen Titel holt und nicht immer nur Neulengbach.</p>
<p><strong><em>Die beiden Teams haben punktgleich überwintert, im Cup gab&#8217;s zuletzt <a href="http://ballverliebt.eu/2012/03/10/abo-champ-wehrt-herausforderinnen-noch-mal-ab-aber-abstand-wird-kleiner/">für Spratzern das Aus gegen Neulengbach</a>, dann &#8220;nur&#8221; ein 1:1 gegen den FC Südburgenland. Was fehlt noch für einen Titel, sei es Meisterschaft oder Pokal?</em></strong></p>
<div id="attachment_6966" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabelle.png"><img class=" wp-image-6966  " title="tabelle" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/tabelle.png" alt="" width="320" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">So steht&#39;s derzeit in der ÖFB-Frauenliga. Nicht über die geringe Anzahl der Spiele wundern - die UEFA sperrt auch Termine für Junioren-Länderspiele, mehr als rund 20 Spieltage pro Saison sind in keinem Land drin.</p></div>
<p>Das 1:4 im Cup war schon extrem schade, weil wir gut mitgespielt haben. Neulengbach hat halt die Klasse, auch mal aus dem Nichts ein Tor zu schießen. Sie sind auf diesem Niveau routinierter als wir, sind auch schon länger zusammen, damit eingespielter. Es ist immer noch möglich, den Titel heuer schon zu holen, aber es wäre eher eine Überraschung. Nächste Saison wollen wir dann aber endgültig ernst machen!</p>
<p><em><strong>Ist ein Wechsel ins Ausland noch mal ein Thema?</strong></em></p>
<p>Jetzt erst einmal nicht, nein. Ich studiere Wirtschafts-Recht in Wien, dieses Studium möchte ich fertig bringen. Was dann kommt, weiß man eh nie, ich möchte die Möglichkeit nicht völlig abschreiben. Immerhin war&#8217;s in München trotz allem eine tolle Zeit. Aber im Moment bin ich einfach nur froh, dass ich regelmäßig zum Einsatz komme, spielen kann &#8211; und ich gewinne einfach gerne. Ich hab&#8217; bei Spratzern eine Riesenfreude!</p>
<p><strong><em>Würden Sie Ihren Kolleginnen raten, den Sprung ins Ausland zu wagen?</em></strong></p>
<p>Er ist zumindest auf gar keinen Fall ein Fehler, weil man einfach extrem viel lernen kann. Nicht nur sportlich, auch menschlich &#8211; das kann ich natürlich nur empfehlen. Aber es ist halt nicht ganz leicht, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Man muss sich selbst einschätzen können, ob man das auch Zeug dazu hat.</p>
<p><em><strong>Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen alles Gute!</strong></em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Nadine Prohaska (21) ist seit 2008 im Nationalteam.<br />
Die Wienerin spielte für Landhaus (bis 2007) und<br />
Neulengbach (2007-09), ehe sie zu Bayern München<br />
ging. Diesen Winter wechselte sie zu Spratzern.</em></p>
<p style="text-align: right;">Das Interview führte <a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">Philipp Eitzinger</a></p>
<p><small><strong>Kader: Tor:</strong> Anna-Carina Kristler (23 Jahre, St. Veit, 8 Länderspiele), Jasmin Pfeiler (27, Altenmarkt, 14). <strong>Abwehr:</strong> Marion Gröbner (26, Herford, 33), Marlies Hanschitz (26, Innsbruck, 38), Susanna Höller (22, Sindelfingen, 27), Nina Klima (22, Spratzern, 0), Carina Wenninger (21, Bayern München, 25). <strong>Mittelfeld:</strong> Jasmin Eder (19, Cloppenburg, 5), Kathrin Entner (23, Neulengbach, 22), Laura Feiersinger (18, Bayern München, 10), Heike Manhart (19, Südburgenland, 7), Nadine Prohaska (21, Spratzern, 22), Sarah Puntigam (19, Bayern München, 18), Viktoria Schnaderbeck (21, Bayern München, 12), Daniela Tasch (23, Neulengbach, 9), Katja Trödthandl (22, Landhaus, 8). <strong>Angriff:</strong> Nina Burger (24, Neulengbach, 35), Maria Gstöttner (28, Neulengbach, 35), Cornelia Haas (25, LUV Graz, 4), Lisa Makas (19, Spratzern, 10).</p>
<p>Ebenfalls in dieser Woche kämpft das U19-Team unter Teamchefin Irene Fuhrmann in England in der Elite-Runde um die Qualifikation für die Junioren-EM. Ihr Kader für die Spiele gegen Wales (Samstag, 31. März), Finnland (Dienstag, 2. April) und England (Donnerstag, 5. April): <strong>Tor:</strong> Melissa Abiral (Neulengbach), Sabine Baumann (Landhaus). <strong>Abwehr:</strong> Verena Aschauer (Cloppenburg), Gina Babicky (Spratzern), Romina Bell (Neulengbach), Tina Charwat (Landhaus), Virginia Kirchberger (Cloppenburg), Jenny Pöltl (Südburgenland). <strong>Mittelfeld:</strong> Jelena Gatea (Bergheim), Sandra Hausberger (Innsbruck), Mona Kohn (Neulengbach), Katharina Schiechtl (Innsbruck), Cornelia Sochor (Neulengbach), Julia Tabotta (Spratzern), Sarah Wronski (Spratzern). <strong>Angriff:</strong> Arbresha Jahaj (Innsbruck), Simona Koren (LUV Graz), Sarah Zadrazil (Bergheim).</small></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6913&amp;md5=a9c31c22e7604f4097eeb38cbadb4ce2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Karte: Wo spielen österreichische Fußball-Legionäre?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 14:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[Legionäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Blumenau erarbeitet sich regelmäßig eine ausführliche und großartige Liste österreichischer Fußballer im Ausland. Ich habe mich nun einige Stunden hingesetzt und die Standorte dieser Spieler auf einer Karte visualisiert, damit ihr eine bequeme Übersicht genießen könnt. Legende: Es wurden alle Spieler aufgenommen, die unseres Wissens zumindest für den ÖFB nominierbar wären und in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/oefbkicker.jpg" alt="" title="Karte der ÖFB-Legionäre" width="500" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-6855" /></p>
<p>Martin Blumenau erarbeitet sich regelmäßig eine ausführliche und großartige <a href="http://fm4.orf.at/stories/1694954/" target="_blank">Liste österreichischer Fußballer im Ausland</a>. Ich habe mich nun einige Stunden hingesetzt und die Standorte dieser Spieler auf einer Karte visualisiert, damit ihr eine bequeme Übersicht genießen könnt. <span id="more-6849"></span></p>
<p><iframe width="500" height="400" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.at/maps/ms?msa=0&amp;msid=210515988056139205856.0004bae75cfc373d62ecd&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;ll=42.032974,-13.710937&amp;spn=98.382124,175.429688&amp;z=2&amp;output=embed"></iframe></p>
<blockquote><p><strong>Legende:</strong> Es wurden alle Spieler aufgenommen, die unseres Wissens zumindest für den ÖFB nominierbar wären und in einer ersten oder zweiten ausländischen Liga, für das Amateurteam eines Erst- oder Zweitligaklubs oder bei einem bekannten Traditionsklub spielen.<br />
<strong>Blaue Markierungen</strong> zeigen an, wo ein Spieler als Vereinsangestellter kickt.<br />
<strong>Türkise Markierungen</strong> zeigen an, wo ein verliehener Spieler im Moment spielt.<br />
<strong>Gelbe Markierungen</strong> signalisieren einen Stammklub eines verliehenen Spielers.</p></blockquote>
<p>Ihr könnt die Karte auch in einer <a href="http://maps.google.at/maps/ms?msid=210515988056139205856.0004bae75cfc373d62ecd&#038;msa=0&#038;ll=46.619261,11.118164&#038;spn=25.999916,67.631836" target="_blank">größeren Version</a> durchsehen. Aber wir haben eine <strong>große Bitte</strong>: Wenn ihr die Karte auf Facebook, Twitter oder sonstwie mit euren Freunden, <strong>verlinkt bitte auf diesen Beitrag</strong>, damit sich auch unser Aufwand lohnt und wir weiterhin derartige Projekte durchführen können. Danke!</p>
<p>Korrekturvorschläge nehmen wir wie immer gern hier in den Kommentaren entgegen. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6849&amp;md5=cd8809eee058c662cbd8411becc1c2a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Abo-Champ wehrt Herausforderinnen noch mal ab &#8211; aber Abstand wird kleiner</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/03/10/abo-champ-wehrt-herausforderinnen-noch-mal-ab-aber-abstand-wird-kleiner/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 00:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Entacher]]></category>
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		<category><![CDATA[Uhlig]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2003 holten die Frauen von Neulengbach jedes Jahr das Double &#8211; doch die Zeit der absoluten Konkurrenzlosigkeit neigt sich dem Ende zu. Mit Spratzern, dem Nachbarn aus St. Pölten, gibt es endlich wieder ein Team, das dem Klassenprimus Nahe kommt. In der Liga überwinterten die Teams punktgleich, aber im direkten Duell im Cup-Viertelfinale behielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit 2003 holten die Frauen von Neulengbach jedes Jahr das Double &#8211; doch die Zeit der absoluten Konkurrenzlosigkeit neigt sich dem Ende zu. Mit Spratzern, dem Nachbarn aus St. Pölten, gibt es endlich wieder ein Team, das dem Klassenprimus Nahe kommt. In der Liga überwinterten die Teams punktgleich, aber im direkten Duell im Cup-Viertelfinale behielt der Favorit die Oberhand. Auffällig beim (viel zu hohen) 4:1-Erfolg: Libero und Manndeckung, zwei Wing-Backs, unterbesetzte Zentralen und ein Team, das Fehler eiskalt nützt.</em></strong></p>
<div id="attachment_6831" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-09-Neulengbach-Spratzern-4-11.png"><img class=" wp-image-6831 " title="2012 03 09 - Neulengbach-Spratzern 4-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-09-Neulengbach-Spratzern-4-11.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SV Neulengbach - ASV Spratzern 4:1</p></div>
<p><span id="more-6824"></span>National haben in dieser Saison weder der Abo-Meister noch der neue Herausforderer ein Spiel verloren &#8211; das direkte Duell endete 0:0, alle anderen Spiele wurden jeweils gewonnen. So durfte man dieses Duell im Viertelfinale des ÖFB-Cups, mit dem die Frühjahrs-Saison startet, durchaus als Standortbestimmung sehen, wie nahe Spratzern wirklich schon dran ist. Zumal mit Teamspielerin Nadine Prohaska im Winter ein Kracher für das Mittelfeld von Bayern München verpflichtet werden konnte.</p>
<p><strong><em>Libero und Manndeckung</em></strong></p>
<p>Der Respekt vor Spratzern muss bei Neulengbach enorm gewesen sein. Schließlich wurden die drei größten Offensiv-Waffen, also das Sturm-Duo Walzl/Legenstein, sowie Linksaußen Makas knallhart in Manndeckung genommen. Bell kümmerte sich um Makas auf dem Flügel, Biróová um die nicht nur wegen ihrer Dreadlocks auffälligen Walzl und Celouch spielte den Kettenhund für Tanja Legenstein. Monica verblieb als Libero, sie lenkte die Abwehr und half aus, wo es nötig war.</p>
<p>So war das, was nominell ein 4-4-2 war, ein ziemlich schräges Gebilde, in dem sich die Abwehr zuweilen auf den Füßen stand, Mona Kohn die komplette linke Seite beackern musste (dazu später mehr) und in dem es auch ein nicht optimal besetztes Mittelfeld-Zentrum gab. Weil der brasilianische Winter-Neuzugang Darlene in die Mannschaft kam, musste für Maria Gstöttner, die bisher neben Nina Burger gestürmt hatte, ein neuer Platz gefunden werden. Der im zentralen Mittelfeld wurde es in diesem Spiel, der Weisheit letzter Schluss ist das aber nicht.</p>
<p><strong><em>Mittelding aus 4-4-2 und 3-4-3</em></strong></p>
<p>Inhaltlich war es also der Favorit, der auf den Herausforderer reagierte. Auch bei Spratzern hing die Formation ziemlich schräg auf dem Platz, hier griff aber viel eher ein Mannschaftsteil in den anderen. Die linke Seite, besetzt durch Nina Klima (auch zu ihr etwas später mehr) und Nationalteam-Joker Lisa Makas, stand wesentlich höher als die Kolleginnen auf der anderen Flanke. Dort spielte RV Jasmin Fischelmaier sehr defensiv und Kapitänin Zubkova kam eher von tieferen Positionen.</p>
<p>So präsentierten sich die Gäste gegen den Ball in einem 4-4-2, das bei Ballbesitz aber sehr flott zu einem 3-4-3 wurde. Zudem hatte man im Zentrum (das allerdings bei beiden Teams eher unterrepräsentiert wirkte) durch die Übersicht und das Auge von Nadine Prohaska, die wie schon zuletzt beim ÖFB-Team-Test in Spanien auf der Sechs spielte, leichte Vorteile. Spratzern war die klar spielbestimmende Mannschaft, Neulengbach kam nur aus Standards (wie einem Celouch-Freistoß an die Latte, 17.) oder individuellen Fehlern von Spratzern zu Chancen.</p>
<p><strong><em>Von den Umständen zu Wing-Backs gemacht</em></strong></p>
<p>Die generell hohe Positionierung auf ihrer Seite (Klima) bzw. die durch ihre Manndecker-Aufgabe sehr zentrale Rolle von Celouch (Kohn) hatte zur Folge, dass es auf bei beiden Teams einen linken Wing-Back gab, die ihre jeweiligen durchaus heiklen Aufgaben beide recht ordentlich lösten.</p>
<p>Das Aufrücken von Klima erlaubte es auf Seiten von Spratzern Linksaußen Makas, sich zumeist auf einer Höhe mit dem Sturmduo Walzl/Legenstein zu bewegen. Das hatte zur Folge, dass Makas&#8217; Gegenspielerin Romina Bell extrem viel defensiv gebunden war und Giovana, Neulengbachs Waffe auf der linken Außenbahn, offensiv auf sich alleine gestellt war. Was wegen der fehlenden Rückwärtsbewegung von Makas kein Problem hätte sein sollen &#8211; aber Klima zeigte gutes Positionsspiel (indem sie Giovana nicht zu tief empfing, sich aber auch nicht billig von ihr hinterlaufen ließ) und ein ebenso gutes Zweikampfverhalten. Giovana hatte gegen die 22-Jährige recht wenig zu melden.</p>
<p>Nicht weniger beeindruckend war aber auch die Vorstellung der erst 16-jährigen Mona Kohn bei Neulengbach. Im Gegensatz zu ihrem Pendant beim Gegner hatte die U17-Teamkapitänin nämlich nicht nur zumeist keine Absicherung hinter sich (weil Celouch fast nur im Zentrum war), sondern auch keine Offensivkraft vor sich. Dafür gleich zwei Gegenspielerinnen &#8211; zumindest nominell, Fischelmaier machte da ja wie erwähnt nicht so arg viel. Dennoch schaffte es Kohn, dass Zubková, obwohl Spratzern das Mis-Match auf diesem Flügel natürlich erkannte und das anzubohren versuchte, nicht viel zuzulassen.</p>
<p>Aber Spratzern bekam keinen Zugriff auf den Strafraum: Zubková kam zu selten gegen Kohn durch, und die konsequente Manndeckung gegen die anderen drei Offensiv-Kräfte von Spratzern plus Monica als umsichtiger Libero erfüllten ihren Zweck vollauf.</p>
<p><strong><em>Durch Goalie-Fehler wendet sich das Blatt</em></strong></p>
<p>In der ersten Hälfte war Spratzern damit das aktivere Team, wenn auch die großen Chancen fehlten. Man hielt ohne viele Schreckmomente (wie erwähnt, Neulengbach hatte nur zwei Torchancen, keine davon selbst herausgespielt) das 0:0. Bis zur 38. Minute: Da stellte sich Spratzern-Goalie Bianca Reischer bei einer 25-m-Bogenlampe von Natascha Celouch reichlich ungeschickt an, der Ball hüpfte hinter ihr ins Tor. Die Pausenführung für Neulengbach, aus heiterem Himmel, aus dem Nichts.</p>
<p>Nach der Pause (die wegen eines Flutlicht-Defekts um zehn Minuten verlängert werden musste) zeigte sich aber immer mehr das Manko von Spratzern: Gegen die recht kompromisslose Defensive von Neulengbach (sieben Gegentore im Herbst) fehlte ein Plan B. Der Favorit hatte es hervorragend geschafft, die gefährlichen Gegenspielerinnen aus der Partie zu nehmen und im defensiven Mittelfeld machte Kathrin Entner extrem viele Meter und verhinderte, dass Prohaska und Petrušová für Gefahr sorgen konnten.</p>
<p>Und als nach einer Stunde die aufgerückte Manndeckerin Biróová nach einem Eckball von links am zweiten Pfosten alleine gelassen wurde und sie per Kopfball auf 2:0 stellen konnte, war das Spiel entschieden.</p>
<p><strong><em>Neulengbach presst Schwachstelle gnadenlos an</em></strong></p>
<p>Was man den Herausforderinnen auch anmerkte. Coach Brigitte Entacher versuchte zwar, mit Julia Tabotta (die Makas positionsgetreu ersetzte) neue Impulse zu bringen, aber die Luft war entwichen. Vor allem aber hatte Neulengbach die große Schwachstelle im Defensiv-Verbund von Spratzern entdeckt: Die Ballsicherheit von Innenverteidigerin Monika Matysová. Der Wohlfühl-Faktor der routinierten Slowakin am Ball war äußerst klein. Schon ohne Druck waren viele ihrer Pässe (fast immer zu Fischelmaier) unpräzise, wenn eine Gegenspielerin druckvoll auf sie zulief, potenzierte sich das natürlich.</p>
<p>Was sich in gesteigerter Unsicherheit in der Abwehr der Gäste niederschlug. So durfte Mona Kohn ihre starke Leistung in der 75. Minute mit dem 3:0 krönen, nachdem sie von niemanden angegangen wurde, und in der 86. Minute erhöhte Darlene gar zum schon lächerlich hohen 4:0. Vier Tore, so viel hatte Spratzern im gesamten Herbst kassiert.</p>
<div id="attachment_6832" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SVN-ASVS21.png"><img class=" wp-image-6832 " title="SVN-ASVS2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SVN-ASVS21.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p>Dabei war Darlene war zuvor ziemlich unsichtbar: Während Nina Burger sich nicht zu schade war, auch viel nach hinten zu arbeiten, stand die Brasilianerin oft nur vorne und wartete auf Zuspiele. Das wird gegen die deutlich schwächere Liga-Konkurrenz sicher zu eine Vielzahl an Toren führen, hier hatte es aber eher den Effekt, dass das Spiel an ihr vorbei lief.</p>
<p>Spratzern stellte zehn Minuten vor Schluss noch einmal um &#8211; Prohaska ging nun nach vorne, dafür wurde mit Wronski (Mittelfeld-Zentrale) für Legenstein eine Stürmerin geopfert. Das führte dazu, dass sich Monica und Biróová nun die Bewachung von Walzl teilten, Prohaska weitgehend unbewacht blieb &#8211; und vor allem dazu, dass Natascha Celouch ohne eine wirkliche Gegenspielerin etwas sinnlos zwischen Abwehr, Mittelfeld und linker Außenbahn hing.</p>
<p>Die ob der klaren (aber um mindestens zwei Tore zu hohen) Führung etwas schleißig gewordene Defensive bei Neulengbach ermöglichte Kathrin Walzl nach einem schönen Alleingang noch das Anschlusstor. Mehr als Ergebnis-Kosmetik war es aber nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Abstand wird kleiner, aber er ist noch da</strong></em></p>
<p>Im Endeffekt ist der Sieg natürlich verdient, aber er fiel fraglos deutlich zu hoch aus. Spratzern war in der ersten Hälfte eigentlich die bessere Mannschaft und war bis zum zweiten Gegentor nach einer Stunde zumindest ebenbürtig. Der Schluss, den man aus diesem Spiel ziehen kann: Neulengbach ist immer noch die Nummer eins in Österreich und hat den Angriff des Emporkömmlings zumindest im ÖFB-Cup (der dem Abo-Doublesieger somit kaum noch zu nehmen ist) noch einmal abgewehrt.</p>
<p>Auch zum Titel sollte es in dieser Saison reichen &#8211; es sei denn, Spratzern lässt sich für das direkte Liga-Duell am 28. April in Neulengbach etwas einfallen, wie man eine Ebenbürtigkeit am Feld vorne in Tore ummünzt. Ein 0:0 wird nämlich ob der klar schlechteren Tordifferenz nicht reichen, zumal Spratzern auch im Herbst immer näher an Punktverlusten dran war als Neulengbach.</p>
<p>Aber für das erfolgsverwöhnte Team aus dem Wienerwald wird das Leben nicht einfacher. Was der Liga an sich aber nur gut tun kann.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6824&amp;md5=9e6239083a8f2113ad5f5f114d797a49" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>What the dreadful Derby in Vienna says about the Austrian Bundesliga</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 15:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
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		<description><![CDATA[The 300th Derby of Vienna between Rapid and Austria was without doubt one of the most dreadful games of the whole season. However, the goalless draw says a lot about the general state of the Austrian Bundesliga. In a time, strangely enough, when Austrian football itself seems to be on the rise. For the first [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>The 300th Derby of Vienna between Rapid and Austria was without doubt one of the most dreadful games of the whole season. However, the goalless draw says a lot about the general state of the Austrian Bundesliga. In a time, strangely enough, when Austrian football itself seems to be on the rise.</em></strong></p>
<div id="attachment_6758" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-18-Rapid-Austria-0-0-Eng.png"><img class=" wp-image-6758 " title="2012 02 18 - Rapid-Austria 0-0 Eng" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-18-Rapid-Austria-0-0-Eng.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid - Austria 0-0</p></div>
<p><span id="more-6757"></span>For the first time really, there are hardly any players worth considering for the Austrian national side playing in the domestic league &#8211; a very recent development that has started only a couple of years ago, when young talents started flooding predominantly the German Bundesliga. And it was last November when Swiss Marcel Koller took over the national team and stopped the common practice of selecting limited players from the Austrian league just because it was popular with the media.</p>
<p>When Peter Schöttel, 44 years old, became the Rapid manager last summer &#8211; he had spent his whole playing career there &#8211; after a surprisingly decent stint with unfancied no-names Wiener Neustadt, he found a club very much in disarray. Since Rapid&#8217;s last domestic title in 2008, they have lost tons of important players &#8211; among them Nikica Jelavic, now at Everton &#8211; but failed to replace them. Last season was especially poor, manager Pacult joined of all teams one of the Red Bull empire (at Leipzig), Rapid&#8217;s other arch enemy, and because of severe restrictions after supporters had caused last May&#8217;s derby to be abandoned due to a pitch invasion, the fans are on a constant collision course with the club&#8217;s officials.</p>
<p><strong><em>The whole league has issues</em></strong></p>
<p>Despite all this, and although they were playing very mediocre football, Rapid led the league going into the winter break. That was possible, because big spenders Salzburg keep on presenting themselves as a somewhat lifeless bunch of mercenaries unable to play together properly, defending champions Sturm Graz failed to win a single away game all season, and with uprising minnows Ried snatching a sensational second successive half-time-championship, even Rapid&#8217;s local rivals Austria Vienna are still very much in the title hunt. They played well in the Europa League, being somewhat unlucky missing out on the knock-out-round, but over the course of the season, they couldn&#8217;t cope with losing holding midfielder Julian Baumgartlinger to Mainz last summer. Now, in the winter break, they lost two more key figures: Offensive hub Nacer Barazite, by far the best player in the league, joined Monaco and winger Zlatko Junuzovic left for Werder Bremen.</p>
<p>Plus, the club parted ways with long-time manager Karl Daxbacher, who had established the team as one of the few actually able to create. 42-year-old Ivica Vastic &#8211; former Austrian International, main on-field-architect in Sturm Graz&#8217; astonishing Champions League years between 1998 and 2001, and the country&#8217;s only goalscorer Euro 2008 &#8211; was promoted from the reserve squad to find a new team as quickly as possible.</p>
<p><strong><em>Austria: Cautious against a coutious opponent</em></strong></p>
<p>Without Barazite and Junuzovic, Austria lost a lot of their creative abilities. Also, poacher Roland Linz got banned because he was an egocentric disruption for the whole team &#8211; so Vastic scrubbed creative play altogether. Which meant: His game-plan was similar to how his team played <a href="http://ballverliebt.eu/2012/02/12/drei-aspekte-zum-20-sieg-der-austria-gegen-ried/">in the second half of last week&#8217;s 2-0 over Ried</a>. Tomas Jun stayed upfront beside Roman Kienast without a link to the two banks of four in Austria&#8217;s 4-4-2 with two holding midfielders. Vastic was happy to let Rapid take the game to them and destroy, with most of the balls just kicked away blindly.</p>
<p>There were several problems with that. Firstly, Rapid weren&#8217;t even close to playing such a high defensive line as Ried did, so there was no possibility to get behind the defence with quick through-balls. Secondly, a link player was missing: Against Ried, Marko Stankovic (who got replaced by Jun) was constantly trapped in off-side, but his movement from deeper positions always made him available to receive passes. Jun, playing high up the pitch, was not.</p>
<p><em><strong>Rapid play slowly and move badly</strong></em></p>
<p>And the third problem was that Austria didn&#8217;t score early, as they did against Ried. So there was no necessity for Rapid to risk anything. Manager Schöttel&#8217;s first aim, similar to many managers in Austria, was to avoid giving away goals. Centre-backs Pichler and Sonnleiter remained deep and holding midfielders Heikkinen and Prager disconnected Austria&#8217;s forwards from the rest of their team.</p>
<p>However, the movement of Rapid&#8217;s four offensive players in Schöttel&#8217;s 4-2-3-1 was very poor and they constantly got squeezed between Austria&#8217;s back-four and the midfield. Given the bad bad passing of both teams, hardly any balls really got to them &#8211; left winger Christopher Drazan had the fewest touches of all players on the pitch and playmaker Steffen Hofmann constantly slowed down possible attacks.</p>
<p><strong><em>A game that shows the whole league&#8217;s problems</em></strong></p>
<p>Lack of creativity is a very general problem in the Austrian Bundesliga. Teams like Sturm and now Austria play a 4-4-2 with two holding midfielders, so they&#8217;re over-reliant on their flanks making them predictable. Salzburg can&#8217;t make a quality squad work together, so there&#8217;s no use even talking about systems and game-plans, there. Ried, with the unusual 3-3-3-1 implemented by shrewd manager Paul Gludovatz, keep punching way over their financial weight, but in the end, the squad lacks depth.</p>
<p>And Rapid has a playmaker in Steffen Hofmann, who is highly popular and untouchable because of his achievements in the past, but this derby clearly showed that he can&#8217;t open up an opponent with quick passes, good ideas and elements of surprise anymore. He couldn&#8217;t do so in last week&#8217;s poor showing in the 0-0 at Wiener Neustadt, and much less against the far better defence of Austria.</p>
<p><strong><em>Pressing? Unheard of</em></strong></p>
<p>Another big problem &#8211; most of all on an international level &#8211; is the fact, that even in 2012, the concept of pressing hasn&#8217;t come to the Austrian league yet. When teams play each other in the league, that&#8217;s not much of an issue, but when in comes to playing in Europe, Austrian teams are getting run over by teams playing good pressing.</p>
<p>The last in a long list of examples was <a href="http://ballverliebt.eu/2012/02/16/bullen-von-metalist-vorgefuhrt-04/">Metalist&#8217;s 4-0 rout of Salzburg in the Europa League</a> a few days ago. So, in the Viennese Derby, Rapid&#8217;s Heikkinen and Prager had all the time in the world looking for players to give the ball to, but hardly ever they found any. So they hoofed the ball long and no one could reach any of those passes.</p>
<p><strong><em>Not enough width, ineffective changes</em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6759" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Derby21.png"><img class=" wp-image-6759 " title="Derby2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Derby21.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">After the 60th minute</p></div>
<dl id="attachment_6754">
<dt>Rapid also didn&#8217;t try to drag Austria&#8217;s defence out of positions by playing over the flanks. Austria&#8217;s Florian Klein, who replaced Gorgon for the second half, made it a little better: He started from the inside taking the game to the right flank to try to get behind Katzer.</dt>
</dl>
</div>
<p>Klein had two or three good runs, but this was not the solution to Austria&#8217;s lack of creativity. So Peter Schöttel didn&#8217;t have to fear anything if he took out one of his holders and gave up the numeric advantage in the centre. He replaced Prager with striker Atdhe Nuhiu, now fielding a 4-1-3-2. But that didn&#8217;t solve Rapid&#8217;s problems, too &#8211; because now, with one potentially creative player fewer, they were even more prone to hitting long balls. Austria didn&#8217;t have any problems defending all that.</p>
<p><strong><em>Vastic doesn&#8217;t dare to attack</em></strong></p>
<p>How conservative (if not to say, cowardish) the approach of Ivica Vastic &#8211; offensive genius in his playing days &#8211; was, became evident in his substitutions. Simkovic for Liendl in midfield and Tadic for Kienast were direct swaps that didn&#8217;t change the game a bit.</p>
<p>Only James Holland started forward runs through the centre to exploit the space left after Prager&#8217;s substitution, but he only tried to win some free-kicks and didn&#8217;t succeed in doing so. He had, however, no problems in going by extraordinatily weak Markus Heikkinen, who collapsed completely after his safety net Prager was gone. But after Schöttel replaced Heikkinen with destroyer Kulovits, that problem was solved.</p>
<p><strong><em>Conclusion: A mirror of the league</em></strong></p>
<p>Doubtlessly, the 300th derby will go down as one of the worst ever. The big question: Is the lack of a quick, creative approch &#8211; not only in this game, but in the whole league &#8211; caused by unwillingness or by inability of the new, young managers? While young managers in other countries order their teams to play actively and take their game to the opponent, even emerging hopeful Austrian managers don&#8217;t take any chances.</p>
<p>On a small scale, the result are dreadful games like this one. And, in a bigger picture, an ever widening gap to international middle-class. Here lies the biggest danger of them all &#8211; getting blinded by the fact that the Austria league is on the rise in UEFA&#8217;s country ranking. Games like Salzburg&#8217;s 0-4 at home against Metalist Kharkiv are telling the true story.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6757&amp;md5=f1dae4abc3f58034501c637c65d42d32" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das schreckliche 300. Wiener Derby &#8211; ein Spiegelbild der ganzen Liga</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 14:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne Barazite und Junuzovic ist die Austria wieder in der Phalanx der Zauderer, Zerstörer und Abwarter. Rapid ist zwar Winterkönig und Tabellenführer, aber im 300. Derby gab es neben einer unglaublichen Fülle an Fehlpässen nicht den geringsten Plan, wie man die Austria knacken könnte. Die Folge: Eines der schlechtesten Spiele in einer ohnehin erschreckenden Saison. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ohne Barazite und Junuzovic ist die Austria wieder in der Phalanx der Zauderer, Zerstörer und Abwarter. Rapid ist zwar Winterkönig und Tabellenführer, aber im 300. Derby gab es neben einer unglaublichen Fülle an Fehlpässen nicht den geringsten Plan, wie man die Austria knacken könnte. Die Folge: Eines der schlechtesten Spiele in einer ohnehin erschreckenden Saison. So steht das Derby sinnbildlich für den Gesamtzustand der Liga.</em></strong></p>
<div id="attachment_6753" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-18-Rapid-Austria-0-0.png"><img class=" wp-image-6753 " title="2012 02 18 - Rapid-Austria 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-18-Rapid-Austria-0-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Rapid Wien - Austria Wien 0:0</p></div>
<p><span id="more-6751"></span>Nacer Barazite war zweifellos der beste Offensiv-Allrounder der Liga. Zlatko Junuzovic fügte sich völlig problemlos bei Werder Bremen ein. Die Austria war bis zum Herbst eine der wenigen Teams, wenn nicht bis zu einem gewissen Grad das einzige, das ein Spiel selbst gestalten konnte. Ohne die beiden fehlt natürlich mörderisch viel Kreativität. Weshalb Vastic diese aus dem Spiel der Austria gleich ganz gestrichen hat.</p>
<p><em><strong>Austria: Kontertaktik gegen vorsichtigen Gegner</strong></em></p>
<p>Das hieß im Derby: Die Ausrichtung war die gleiche wie<a href="http://ballverliebt.eu/2012/02/12/drei-aspekte-zum-20-sieg-der-austria-gegen-ried/"> in der zweiten Hälfte beim 2:0 gegen Ried</a>. Tomas Jun spielte also nicht, wie Stankovic vor ihm, viel vertikal, sondern verblieb zumeist auf einer Höhe mit Kienast. Dahinter fädelten sich in einem ganz klassischen, flachen 4-4-2 zwei sehr defensiv orientierte Viererketten. Vastic gab sich damit zufrieden, das Spiel auf sich zukommen zu lassen und zu zerstören. Aufbauspiel nach vorne fand nicht statt, zumeist wurden Bälle nur blind nach vorne gedroschen.</p>
<p>Das Problem dabei war, dass gegen Rapid gleich mehrere Aspekte, die gegen Ried zu einem Funktionieren geführt haben, nicht der Fall waren. Erstens stand Rapid nicht annähernd so hoch in der Abwehr wie Ried, sodass es keine Möglichkeit, mit schnellen Pässen in deren Rücken zu kommen. Zweitens fehlte ein Verbindungsspieler, über den Gegenstöße laufen hätten können &#8211; Stankovic turnte gegen Ried zwar permanent im Abseits umher, war mit seiner Beweglichkeit aus der Tiefe aber zumindest eine Anspieloption. Das war der hoch stehende Jun nicht.</p>
<p><em><strong>Zu wenig Bewegung und Tempo bei Rapid</strong></em></p>
<p>Und drittens ging die Austria nicht schnell in Führung, sodass der Gegner auch nicht die Notwendigkeit sah, hinten allzu großes Risiko zu gehen. Denn natürlich war auch Rapid darauf bedacht, erst einmal keine Abwehrfehler zu begehen. Pichler und Sonnleitner standen recht tief und vor der Abwehr stellten Heikkinen und Prager die Passwege auf die Austria-Stürmer Jun und Kienast zu.</p>
<p>Die vier Offensivkräfte in Schöttels 4-2-3-1 bewegten sich aber schlecht, boten sich kaum an und wurden immer wieder zwischen den Viererketten der Austria eingezwickt. Angesichts einer Passgenauigkeit, die dem Kellern-Niveau von jenem der Austria in nichts nachstand, kamen kaum Bälle zu dem Quartett &#8211; Christopher Drazan hatte in der ersten Halbzeit die wenigsten Ballkontakte aller Feldspieler.</p>
<p>Weil es dem Spiel beider Mannschaften auch neben Kreativität und Passgenauigkeit auch noch massiv an Tempo fehlte, quälte sich die Partie mit praktisch nicht vorhandenem Unterhaltungswert Richtung Halbzeit. Die Austria hatte offenbar gar kein Interesse daran, das Spiel schnell zu machen und bei Rapid war es vor allem Hofmann, der einige potentielle schnellere Angriffe abwürgte. Auch seine Freistöße waren an Harmlosigkeit kaum zu überbieten.</p>
<p><strong><em>Das Spiel passt ins Gesamtbild der Liga</em></strong></p>
<p>Was ein generelles Problem in der österreichischen Liga ist. Teams wie Sturm und nun auch wieder die Austria fehlt es mir ihrem flachen 4-4-2 an der Kreativität aus dem Zentrum, was sie auf das Flügelspiel drängt und damit ausrechenbar macht. Bei Salzburg schafft man es nicht und nicht, aus dem vorhandenem Spielermaterial ein funktionierendes Gesamtgefüge zu machen &#8211; Grundvoraussetzung, bevor man darüber diskutieren kann, welches System und welche Spielanlage denn nun dazu passt.</p>
<p>Ried wählt einen anderen Ansatz, einen der gemessen an den finanziellen Möglichkeiten grandiosen Erfolg liefert, aber am Ende fehlt es ihnen an der Konstanz und der Kadertiefe. Von Mannschaften wie Innsbruck, Wr. Neustadt  und dergleichen, denen es an individueller Qualität fehlt und die um jeden Punkt kämpfen müssen, kann man keine Kreativität verlangen.</p>
<p>Und Rapid hat mit Steffen Hofmann zwar einen aufgrund seiner früheren Verdienste unantastbaren Zehner, aber er kann, das hat dieses Derby klar aufgezeit, nicht mit schnellen Pässen, flinken Ideen und auch einmal mit unerwarteten Aktionen eine tief stehende Mannschaft, die es gar nicht auf eigene Kreativität anlegt, aufreißen kann. Das ging letzte Woche beim müden 0:0 in Wr. Neustadt nicht, und das ging gegen die verglichen damit deutlich bessere Austria-Defensive schon gar nicht.</p>
<p><strong><em>Pressing? Nie gehört, offenbar</em></strong></p>
<p>Was noch dazukommt &#8211; und das ist dann vor allem in Europacup-Spielen die größte Schwäche &#8211; ist die Tatsache, dass das Konzept des Pressing selbst 2012 nicht in die österreichische Bundesliga durchgedrungen ist. Denn während etwa der GAK in der Regionalliga das letztes Jahr unter Peter Stöger eingeführte Pressing nun unter Ales Ceh weiterführt und der natürlich auch individuell klar unterlegenen Gegnern in der 3. Liga damit endgültig die Luft zum Atmen nimmt, sieht man dergleichen in der Bundesliga überhaupt nicht.</p>
<p>Das geht in Liga-Spielen untereinander, weil da keiner dem anderen weh tut, aber auf internationale Bühne stellt es die heimischen Vertreter dann auf, zuletzt überdeutlich gesehen <a href="http://ballverliebt.eu/2012/02/16/bullen-von-metalist-vorgefuhrt-04/">beim 0:4 der komplett chancenlosen Salzburger in der Europa League gegen Metalist Kharkiv</a>. So konnten sich Heikkinen und Prager auch ohne Eile potentielle Anspielpartner suchen, fanden diese aber zumeist nicht und droschen die Kugel dann oft irgendwo ins Nirvana.</p>
<p><strong><em>Zu wenig Breite, keine wirksame Umstellung</em></strong></p>
<div id="attachment_6754" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Derby2.png"><img class=" wp-image-6754 " title="Derby2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Derby2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab etwa der 60. Minute</p></div>
<p>Rapid verabsäumte es auch in der zweiten Halbzeit außerdem, die Abwehr der Austria mit konsequentem Spiel über die Flügel auseinander zu ziehen und so zu Räumen zu kommen. Der für die zweite Hälfte statt Gorgon gekommenen Florian Klein machte das schon geschickter: Er positionierte sich eher im Halbfeld, um dann von dort mit dem Ball nach außen zu ziehen und dabei, wenn möglich, in den Rücken von Markus Katzer zu kommen.</p>
<p>Zwei, drei gute Läufe hatte Klein, das Kreativloch konnte aber auch er nicht nachhaltig stopfen. Rapid-Coach Schöttel brauchte also defensiv nichts befürchten, wenn er die personelle Überzahl im Zentrum aufgab. Er stellte nach einer Stunde auf ein 4-1-3-2 um, indem er Achter Prager raus- und Stürmer Nuhiu hineinbrachte. Das löste aber das Problem nicht, weil Rapid &#8211; gerade jetzt mit einem Mann weniger in der Zentrale &#8211; noch mehr auf lange Bälle angewiesen war. Die Austria hatte keine Probleme, das zu verteidigen.</p>
<p><strong><em>Vastic traut sich nix</em></strong></p>
<p>Wie konservativ &#8211; um nicht &#8220;feig&#8221; zu sagen &#8211; der einstige Offensiv-Allrounder Vastic als Trainer ist, zeigte sich an der Tatsache, dass er sich mit seinen Wechseln nicht traute, Signale nach vorne zu setzen. Simkovic, der statt Liendl kam, spielte genauso sicher nach hinten und planlos nach vorne wie sein Vorgänger, und auch der Wechsel Kienast/Tadic zeitigte keine nachhaltige Wirkung.</p>
<p>Lediglich James Holland vermehrte nun seine Läufe nach vorne. Dort war er aber immer eher darauf bedacht, Freistöße zu schinden, als die Stürmer zu bedienen. Am ausnehmend schwachen Heikkinen, der ohne Prager an seiner Seite völlig zusammenbrach und kaum noch einen Zweikampf gewann, ging der Australier immer wieder problemlos vorbei. Als Schöttel diesen Brandherd mit Zerstörer Kulovits löschte, hatte sich aber auch das erledigt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Ein Spiel wie die Liga</em></strong></p>
<p>Das 300. Wiener Derby wird zweifellos als eines der schlechtesten in die Geschichte eingehen. Es stellt sich die Frage, ob es mehr an der Unfähigkeit zu einem schnellen Kreativspiel mit Pressing, Tempo und Eingeninitiative liegt, warum all das nicht nur in diesem Spiel, sondern generell in der österreichischen Liga nicht stattfindet, oder am Unwillen einer neuen, jungen Trainerkaste, die sich nicht traut, mehr Risiko zu gehen.</p>
<p>Denn während die Altersgenossen von Leuten wie Schöttel und Vastic in anderen Ländern einen aktiven Fußball predigt, mit dem Konzept, das eigene Spiel dem Gegner aufzuzwingen, regiert in der heimischen Liga selbst bei der immer mehr zum Zug kommenden Generation der etwa 40-Jährigen auf der Trainerbank die Angst vor dem Verlieren eindeutig über den Willen zum Sieg.</p>
<p>Das Resultat sind, im kleinen Maßstab, schreckliche Spiele wie dieses. Und, im größeren Maßstab, ein immer weiter aufklaffendes Loch zur internationalen Mittelklasse. Hier besteht die größte Gefahr &#8211; nämlich jene, dass man sich wegen der steigenden Tendenz in der Fünf-Jahres-Wertung blenden lässt. Spiele wie das 0:4 von Salzburg in der Europa League erzählen die wahre Geschichte.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Drei Aspekte zum 2:0-Sieg der Austria gegen Ried</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 01:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[austria]]></category>
		<category><![CDATA[Gludovatz]]></category>
		<category><![CDATA[James Holland]]></category>
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		<category><![CDATA[kienast]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmid]]></category>
		<category><![CDATA[Stankovic]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch ein frühes und ein spätes Tor von Alexander Gorgon gewinnt die Wiener Austria zum Frühjahrs-Start in die Bundesliga 2:0 gegen Herbstmeister Ried. Drei taktische Aspekte machen aus diesem Spiel, obwohl es nicht besonders spektakulär war, dennoch ein interessantes: Die Rolle der Sturmpartner von Kienast, die hohe Linie bei Ried und das Debüt von James [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Durch ein frühes und ein spätes Tor von Alexander Gorgon gewinnt die Wiener Austria zum Frühjahrs-Start in die Bundesliga 2:0 gegen Herbstmeister Ried. Drei taktische Aspekte machen aus diesem Spiel, obwohl es nicht besonders spektakulär war, dennoch ein interessantes: Die Rolle der Sturmpartner von Kienast, die hohe Linie bei Ried und das Debüt von James Holland.</em></strong></p>
<div id="attachment_6687" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-11-Austria-Ried-2-0.png"><img class=" wp-image-6687 " title="2012 02 11 - Austria-Ried 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-11-Austria-Ried-2-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Austria Wien - SV Ried 2:0</p></div>
<p><span id="more-6686"></span>Das erste Spiel von Ivica Vastic als Coach auf der Austria-Bank &#8211; und auch das erste von Co-Trainer Manfred Schmid (von dem der Sky-Kommentator recht unverblümt kundtat, ihn für das eigentliche Hirn auf der Austria-Bank zu halten). Und auch das erste von Roman Kienast und James Holland, während Roland Linz auf der Tribüne Platz nehmen musste. Aber der Reihe nach&#8230;</p>
<p><em><strong>1. &#8211; Die Rollenverteilung im Austria-Angriff</strong></em></p>
<p>Junuzovic weg, Barazite weg &#8211; Umstellungen waren bei der Austria unumgänglich. Wie schon <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/22/bundesliga-vorschau-der-titel-wird-auf-den-flugeln-entschieden/">im Sommer angekündigt</a>, ist ein Abgang von Junuzovic vielleicht ein qualitatives Problem, aber kein inhaltliches. Marin Leovac beackerte die linke Außenbahn und er machte dabei einen guten Job. Deutlich mehr umgegraben haben Vastic und Schmid dafür in der Spitze.</p>
<p>Aus dem 4-2-3-1, das die Austria im letzten halben Jahr unter Daxbacher spielen ließ, ist wieder ein recht klares 4-4-2 geworden. Allerdings braucht man, um mit diesem System einen aktiven Fußball spielen zu können, zwei sehr mobile Spitzen. Was für Roland Linz, von dem zudem eine eher egozentrische Persönlichkeitsstruktur kolportiert wird, das Todesurteil bedeutet. Stattdessen spielten Marko Stankovic und Neuzugang Roman Kienast in der Spitze, und zwar mit einer genauen Rollenverteilung.</p>
<p>Während Kienast, der ein ausgezeichnetes Austria-Debüt hatte, extrem viel horizontal verschob, auf die Flügel auswich, weite Wege ging und darauf achtete, nicht nur immer anspielbar zu sein sondern auch immer Anspielstationen offen zu haben, war die Laufroute von Stankovic sehr vertikal angelegt. Er ließ sich mitunter etwas fallen, vor allem wenn Ried im Ballbesitz war und die Abwehr weit nach vorne schob, um schnell umzuschalten um wenn möglich den vielen Platz im Rücken der Rieder Abwehr zu nützen. Sein Problem dabei war das Timing: Stankovic, der einen eher ungeduldigen Eindruck hinterließ, startete praktisch immer zu früh und stand damit immer wieder im Abseits.</p>
<p>In der zweiten Hälfte spielte Tomas Jun statt Stankovic &#8211; und wenn dieser nicht wegen einer Blessur draußen blieb, war dieser Wechsel ein veritabler Schuss ins eigene Knie. Denn verglichen mit Stankovic präsentierte sich Jun als ziemliche Immobilie. Ohne die Option eines schnell aus der Tiefe startenden Stürmers, aber dafür mit zwei eher horizontal angelegten und damit zu identischen Angreifer,n fehlte es der Austria komplett am Link beim Umschalten von Defensive auf Offensive. Jun fand keinerlei Bindung zum Spiel und die Austria hatte große Probleme, Angriffe vor das Rieder Tor zu bringen.</p>
<p><strong><em>2. &#8211; Die hohe Verteidigungslinie bei den Innviertlern</em></strong></p>
<p>Auffällig war bei Ried, dass die ganze Mannschaft im Ballbesitz schnell weit nach vorne schiebt &#8211; deutlich weiter, als man das bisher von den Innviertlern gewohnt war. Die Dreier-Abwehrkette mit Rotpuller, Reifeltshammer und Riegler stand, sobald sich die Gelegenheit dazu gab, bis zur Mittellinie nach vorne. Die Folge davon ist (neben einer logischen Anfälligkeit für schnelle Steilpässe), dass die Spielanlage deutlich mehr auf eigener Initiative basiert. In diesem Spiel hat es nicht funktioniert &#8211; das lag in erster Linie aber nicht an den drei hoch stehenden Verteidigern, sondern viel mehr am Verhalten der Spieler davor.</p>
<p>Dort fehlte es nämlich vor allem an der Bewegung und &#8211; sicher auch verursacht durch den vom Winter deutlich ramponierten Rasen &#8211; an der Passgenauigkeit. Zudem war das Spiel der Rieder durch seine extreme Linkslastigkeit recht vorhersehbar. Schreiner war nach vorne recht aktiv und Meilinger dadurch viel im Spiel, dazu orientierte sich Daniel Beichler aus dem Zentrum ebenso auf die linke Seite. Dilaver und Gorgon machten aber auch defensiv einen guten Job, die Rieder Zuspiele in die Mitte waren mit Masse schlecht &#8211; und der auf der rechten Seite komplett isolierte Stefan Lexa war überhaupt kein Faktor.</p>
<p>Dennoch hat die hohe Verteidigungslinie bei Ried ohne Zweifel eine Zukunft. Wenn man nicht gerade nach zehn Minuten in Rückstand gerät und einem die gegnerische Defensive mit aggressivem Positionsspiel den Platz und den Raum nimmt &#8211; was ja in der österreichischen Liga praktisch niemand macht (auch bei der Austria hatte man das in der Form eigentlich nicht gesehen) &#8211; und man nicht gerade auf teilgefrorenem Holper-Geläuft spielen muss, können die technisch beschlagenen Rieder Offensivkräfte der Konkurrenz fraglos mehr zusetzen als das in der Vergangenheit der Fall war.</p>
<p><strong><em>3. &#8211; James Holland, der Nachfolger von Julian Baumgartlinger?</em></strong></p>
<p>Natürlich kann man nach einem Spiel noch keine wirklichen Urteile über den Impact sagen, den ein neuer Spieler auf eine Mannschaft haben kann. Aber nach dem Abgang von Julian Baumgartlinger zu Mainz im vergangenen Sommer hatte die Austria im defensiven Mittelfeld durchaus ein Problem. Petr Hlinka ist ein Balleroberer, aber kein Spieleröffner, und Flo Mader kam von heute auf morgen zur Austria und musste sich während des Spielbetriebs auf eine neue Mannschaft und ein neues System gewöhnen &#8211; das war alles nicht optimal.</p>
<p>Der Australier James Holland, passenderweise aus der Ehrendivision gekommen, erinnert von seiner Spielweise her schon deutlich mehr an Baumgartlinger als das Mader tat. Er war im zentralen Duo mit Liendl zumeist derjenige, der etwas tiefer stand, verglichen mit seinem Nebenmann viel mehr deutete und mit Gesten organisierte. Aber auch derjenige mit dem geringeren Risiko im Passspiel.</p>
<p>Natürlich: Mit einem schnellen 1:0 gegen einen sehr hoch stehenden Gegner erforderte der Spielverlauf deutlich mehr Hollands Qualitäten im Spiel gegen den Ball &#8211; hier waren seine Zweikampfwerte zwar ausbaufähig, sein Stellungsspiel und sein Pressing aber waren sicher und durchdacht &#8211; und die Qualitäten im Halten des Balles. Holland spielte fast ausschließlich kurze Pässe, die den unmittelbaren Druck der Rieder ins Leere laufen ließen. Der Grat zum Alibi-Pass ist ein schmaler, keine Frage, aber wenn Holland am Ball war, musste man nie Angst vor einem billigen und potentiell gefährlichen Ballverlust haben.</p>
<p>Seine Qualitäten im Eröffnen des Spiels kann man erst nach Spielen beurteilen, in denen diese Qualitäten vom Australier auch wirklich gefragt sind. Dass er ein Spiel lesen kann und am Ball nicht dazu neigt, dumme Entscheidungen zu treffen, wurde aber schon deutlich. Genau wie sein Potential im Spiel nach vorne, denn das Tor zum 2:0, welches das Spiel endgültig entschied, wurde durch einen intelligenten Pass von Holland auf die linke Seite eingeleitet.</p>
<p><strong><em>Fazit: Spektakulär war&#8217;s nicht, interessant schon</em></strong></p>
<p>Auch, wenn der Rasen natürlich alles andere als optimal war und das Spiel im generellen Unterhaltungswert eine eher zähe Angelegenheit war, konnte man doch einige interessante Schlüsse daraus ziehen. Oder zumindest Andeutungen erkennen, in welche Richtung das Spiel der beiden Mannschaften nach der Winterpause tendiert.</p>
<p>Fix erscheint nach den Eindrücken dieser Partie, dass Roland Linz mit der Spielanlage der Austria unter Vastic und Schmid keine Rolle mehr spielt, weil sein Spielertyp nicht mehr im geringsten gefragt ist. Kienast ist in den letzten Jahren zu einem hervorragenden Stürmer geworden, bei dem man vor allem Laufbereitschaft und Spielintelligenz nicht unterschätzen darf. Und James Holland könnte sich im Zentrum als guter Griff erweisen.</p>
<p>Bei Ried wird man den Versuch mit der hohen Linie sicherlich nicht nach diesem einen Spiel, in dem das noch nicht nach Wunsch funktioniert hat, zu den Akten legen. Das grundsätzliche Vorhaben, auch gegen die Topteams eine aktivere Rolle einzunehmen, ist ein logischer Schritt, wenn man sich weiterhin im Spitzenfeld der Liga etablieren will.</p>
<p>Alle diese Aspekte und ihre weitere Entwicklung zu beobachten, könnte in einer durchaus unterhaltsamen Rückserie resultieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6686&amp;md5=f57dddd67acb93acecf45c7de596df23" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Red Bull Salzburg, Anif, Pasching &amp; Co.: Der heimische Fußball verkommt zur Farce</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 14:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Anif]]></category>
		<category><![CDATA[Pasching]]></category>
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		<description><![CDATA[Gastautor Andreas Lindinger beschäftigt sich mit den jüngsten Meldungen rund um weitgehende Kooperationen zwischen Red Bull Salzburg und aktuellen Regionalligavereinen. Er befürchtet einen Attraktivitätsverlust und unlösare sportliche Interessenskonflikte und fordert ÖFB und Bundesliga auf, solchem Treiben ein Ende zu setzen. Die Lizenzschacher zwischen Pasching und Austria Kärnten bzw. Schwanenstadt und Wiener Neustadt zählen wohl zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Gastautor Andreas Lindinger beschäftigt sich mit den jüngsten Meldungen rund um weitgehende Kooperationen zwischen Red Bull Salzburg und aktuellen Regionalligavereinen. Er befürchtet einen Attraktivitätsverlust und unlösare sportliche Interessenskonflikte und fordert ÖFB und Bundesliga auf, solchem Treiben ein Ende zu setzen.</strong></em><span id="more-6272"></span></p>
<p>Die Lizenzschacher zwischen Pasching und Austria Kärnten bzw. Schwanenstadt und Wiener Neustadt zählen wohl zu den dunkelsten Kapiteln des österreichischen Fußballs im vergangenen Jahrzehnt. Die Bundesliga wollte solch einer sportlichen Farce eigentlich einen Riegel vorschieben, doch nun schickt sich Red Bull an, ebendiese Bestimmungen der Bundesliga zu umgehen.</p>
<p>Carpe Diem Niederalm auf dem Weg in die Bundesliga</p>
<p>Zur Vorgeschichte: Vor einem halben Jahr gab es bereits erste Überlegungen zwischen <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/18/carpe-diem-niederalm-auf-dem-weg-in-die-bundesliga/" target="_blank">Red Bull und dem Regionalligisten USK Anif</a>, um die Red Bull Juniors getarnt als USK Anif (bzw. umgetauft in &#8220;Carpe Diem Niederalm&#8221;) in den Profifußball zu befördern, einzig die Sommerpause schien damals zu kurz um dieses medial leider wenig beachtete Vorhaben zu konkretisieren.</p>
<p>Doch nun hat sich der USK Anif, laut eigener Website übrigens ein &#8220;bodenständiger Verein, der dem allgemeinen Glamour des Fußballs nicht unterliegt&#8221;, dazu entschlossen, die <a href="http://www.usk-leube-anif.at/de/menu_main/newsshow-klares-ja-zur-kooperation" target="_blank">Kooperation mit Red Bull weiter umzusetzen</a> und den Steigbügelhalter für die Rückkehr der Red Bull Juniors in den Profifußball zu mimen. <a href="http://www.salzburg.com/epaper/PHP-Files/showclust.php?Ref=DText/4p7cmcdgqo25lai-di$nlbm&#038;PageRef=DSArchiv/64esyybqyfxb0vgbjf29~du&#038;Clip=380,364,105,579&#038;Display=text" target="_blank">Ziel ist es</a>, dass der USK Anif spätestens in der nächsten Saison als als Carpe Diem getarnte Red Bull Juniors in die Erste Liga aufsteigt, um dort wohl vor einer Handvoll Zuschauer <a href="http://www.regionalliga.at/west/news/3980/anif-und-red-bull-gehen-weiter-gemeinsame-wege/" target="_blank">im 30.000 Zuschauer fassenden Salzburger Stadion zu spielen</a>.</p>
<p><strong>Doppelt hält besser: Anif, Pasching, … Who&#8217;s next?</strong></p>
<p>Da aber weder der Meistertitel in der Regionalliga West noch die darauffolgende Aufstiegsrelegation planbar ist, hat man bei Red Bull nachgelegt: Neben Anif wird es eine solche <a href="http://www.liga3.at/mitte/news/144-news/4642-knalleffekt-red-bull-salzburg-kooperiert-mit-pasching" target="_blank">Kooperation auch mit dem FC Pasching</a> geben, schließlich müssen ja alle in ganz Österreich und darüber hinaus aufgekauften Talente irgendwo geparkt werden.</p>
<p>Ebenso wie in Anif soll auch in Pasching, das sich momentan noch auf einem Abstiegsplatz der Regionalliga Mitte befindet, im Frühjahr die Weichen gestellt werden, um kommende Saison den Aufstieg in den Profifußball ins Visier zu nehmen. Dafür ist bereits der <a href="http://www.unterhaus.at/sbg/rl-west/187-regionalliga-west/5373-reb-bull-juniors-baumgartner-neuer-trainer-des-fc-pasching" target="_blank">sofortige Wechsel des Trainerduos Baumgartner/Hiden</a> von den Red Bull Juniors zu Pasching fixiert, mehrere Spieler sollen <a href="http://www.nachrichten.at/sport/fussball/art99,783419,D::sts34556,3113" target="_blank">in der Winterpause noch folgen</a>.</p>
<p><strong>Blicken wir dieser sportlichen Farce ins Auge!</strong></p>
<p>Stellen wir uns also folgende Fragen: Wollen wir diese Saison verzerrte Abstiegskämpfe und nächste Saison langweilige Titelentscheidungen in den Regionalligen? Wollen wir eine sportlich wertlose Aufstiegsrelegation Anif / Red Bull Juniors gegen Pasching / Red Bull Juniors? Oder gleich eine konzerninterne Relegation falls man in Fuschl auch bei der Suche nach einem Kooperationsverein im Osten fündig wird?  Wollen wir, dass zwei von zehn Erstligavereinen Red Bull Farmteams sind, die weder Zuschauer- noch Medieninteresse aufweisen, und stattdessen sportlich und medial attraktiveren Vereinen den Weg nach oben versperren?</p>
<p>Und wollen wir, dass sich nach Red Bull noch weitere Vereine solche Farmteams leisten und wir bald auch noch als Parndorf verkleidete Austria Amateure oder als Horn verkleidete Rapid Amateure in der Ersten Liga haben? Wollen wir, dass sämtliche Spieler aus den mit öffentlichen Steuergeldern unterstützten Akademien nur mehr in den konzerneigenen Farmteams spielen anstatt dass im Sinne einer Breitenförderung auch andere Vereine von diesen Einrichtungen profitieren? </p>
<p>Und etwas weiter gedacht wird klar, dass bei einer erfolgreichen Umgehung der Nichtaufstiegsmöglichkeit der Amateuermannschaften in die Erste Liga auch ein weiterer Aufstieg in die Bundesliga wohl nur eine Frage der Zeit ist. Wollen wir also wirklich, dass die als Anif oder Pasching getarnten Red Bull Juniors beispielsweise den Kampf um den Meistertitel mit wettbewerbsverzerrenden Stallduellen gegen die erste Mannschaft des Fuschler Energydrinkimperiums zur endgültigen Farce machen?</p>
<p><strong>ÖFB und Bundesliga: Handeln bevor es zu spät ist!</strong></p>
<p>ÖFB und Bundesliga müssen den Tatsachen rasch ins Auge blicken: Es geht hier nicht um &#8220;normale&#8221; Kooperationen mit (zukünftigen) Zweitligavereinen wie beispielsweise jene zwischen Rapid Wien und dem FC Lustenau sondern darum, sich Regionallisten einzuverleiben, um als diese getarnt die Nichtaufstiegsregelung für Amateurmannschaften zu umgehen. Dabei werden willige (Dorf-)Vereine in den Profifußball gehievt, die eigentlich keine sportliche und wirtschaftliche Basis für ebendiesen hätte und somit die Bedeutung und Attraktivität der Ersten Liga weiter senken.</p>
<p>Noch ist eine Halbsaison Zeit, damit ÖFB und Bundesliga dieser Umgehung der Regularien eine klare Absage erteilen und mögliche weitere Schlupflöcher stopfen. Daneben muss auch die Transparenz über Entscheidungs- und Eigentümerverhältnisse solcher Kooperationen erhöht werden, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und Klarheit für die konkurrierenden Vereine mit Aufstiegsambitionen zu schaffen.</p>
<p>ÖFB-Präsident Windtner und Bundesliga-Präsident Rinner, melden Sie sich zu diesen Vorgängen zu Wort und handeln Sie im Sinne des österreichischen Fußballs und der zahlreichen Fußballfans, die an einem ehrlichen, attraktiven und spannenden Fußballsport in diesem Land interessiert sind! (<a href="http://twitter.com/lindinger" target="_blank">Andreas Lindinger</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6272&amp;md5=34aecaa7ac757ef37b862dd9fb48b512" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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