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	<title>Ballverliebt &#187; Champions League</title>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Villas-Boas stellt Chelseas Spielanlage um. Mit Erfolg &#8211; 3:0 über Valencia</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 22:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Druck auf Chelsea-Coach Villas-Boas war enorm &#8211; mit dem 3:0 gegen Valencia wurde der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale aber letztlich souverän geschafft. Doch das Spiel, das er nach früher Führung auf Reagieren statt auf Pressing aufbaute, wirft eher mehr Fragen auf, als es es beantwortet. Und offenbarte zudem eine Philosophie-Diskrepanz mit den eigenen Fans. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Druck auf Chelsea-Coach Villas-Boas war enorm &#8211; mit dem 3:0 gegen Valencia wurde der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale aber letztlich souverän geschafft. Doch das Spiel, das er nach früher Führung auf Reagieren statt auf Pressing aufbaute, wirft eher mehr Fragen auf, als es es beantwortet. Und offenbarte zudem eine Philosophie-Diskrepanz mit den eigenen Fans.</em></strong></p>
<div id="attachment_6171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-06-Chelsea-Valencia-3-0.png"><img class="size-full wp-image-6171 " title="2011 12 06 Chelsea-Valencia 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-06-Chelsea-Valencia-3-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea FC - Valencia CF 3:0</p></div>
<p><span id="more-6170"></span>Wenn die Resultate nicht passen, kommt früher oder später jeder Trainer unter Druck. Umso mehr, wenn die Aufgabe heißt, ein Team wie Chelsea für die Zukunft fit zu machen, ohne Einbußen in Sachen Erfolg machen zu wollen. Das letzte Champions-League-Gruppenspiel gegen Valencia war daher eine Nagelprobe für André Villas-Boas: Nur ein Sieg (oder ein torloses Remis) bedeutete das Achtelfinale.</p>
<p>Die zentrale Aktion für den weiteren Verlauf dieses Spiels passierte dann bereits in der 3. Minute: Das 1:0 für Chelsea. Sturridge wurde von Jordi Alba nur halbherzig begleitet, die weite Flanke fand Mata. Der legte zu Drogba quer, und Chelsea war in Führung &#8211; und konnte nun so spielen, wie man es eben getan hat. Kontrolliert, abwartend von hinten heraus.</p>
<p><strong><em>Reagieren statt Pressen</em></strong></p>
<p>Das hieß, dass sich die Abwehrkette recht weit zusammen zog und vor allem, dass die beiden Flügelstürmer Sturridge (rechts) und Mata (links) sehr weit zurückgezogen agieren und praktisch als Wing-Backs spielten. Zudem stellte sich das Mittelfeldtrio gegen den Ball sehr kompakt auf, erzielte so Überzahl im Zentrum und ließ durch die Mitte nichts zu.</p>
<p>Vor allem aber verzichteten die Blues darauf, mit Pressing schnelle Ballverluste bei Valencia zu provozieren. Drogba deckte viel Raum ab, Ramires ließ sich zuweilen in der Nähe von Albelda blicken, wenn dieser von hinten heraus Anspielstationen suchte, aber im großen und ganzen zog sich Chelsea sehr weit zurück und überließ Valencia bereitwillig den Ballbesitz.</p>
<p><strong><em>Die Spanier haben nur auf den Flügeln Platz</em></strong></p>
<p>Die Spanier waren in einer eher schiefen Formation: Mathieu auf der linken Mittelfeldseite war wesentlich höher positioniert als Feghouli auf der anderen Flanke. zumal letzterer auch immer wieder relativ früh und recht weit in die Mitte zog. So hatte hinter im Barragan den Platz, schnell und mit Tempo nach vorne zu gehen. Chelsea nahm das im Kauf: Mata hatte den Flügel praktisch alleine über.</p>
<p>Auf der anderen Seite begann Mathieu erst nach einer halben Stunde vermehrt, sich ins Zentrum zu orientieren, um gegen den Drei-Mann-Block von Chelsea etwas Manpower zuzulegen. Das Problem dabei war, dass nun immer wieder Mathieu und Feghouli gleichzeitig in zentrale Rollen schlüpften, und die beiden so dem Zehner Jonas etwas auf den Füßen standen &#8211; wirklich funktioniert hat das nicht.</p>
<p><em><strong>Das Philosophie-Problem mit den Anhängern</strong></em></p>
<p>Die Gastgeber, die nach 20 Minuten das 2:0 nachlegten &#8211; Ruiz&#8217; Abwehrverhalten gegen Ramires kann dabei getrost als lächerlich bezeichnet werden &#8211; konnten sich gemütlich zurücklehnen, Valencia den Ball überlassen und auf jenes schnelle Umschalten nach Ballgewinn bauen, das Villas-Boas ja als zentrales Element seiner Fußball-Philosophie bezeichnet. Das ist ein völlig anderes Spiel als das hohe Pressing, dass die Blues bisher spielten und das durch die fehlende Abstimmung mit der hoch stehenden Verteidigung dahinter zu unschönen Ergebnissen geführt hatte.</p>
<p>Aber: Dank des Spielstands und des offensichtlichen Augenmerks auf Kompaktheit im Zentrum und wegräumen der (wenigen) sinnvollen Flanken des Gegners funktionierte das wunderbar. Dennoch manifestierte sich in dieser Phase das innere Dilemma des ganzen Vereins &#8211; denn obwohl die Mannschaft auf dem Platz, reagierender- statt agierenderweise, alles im Griff hatte, mehrten sich auf den Rängen die Pfiffe. Da gibt es offenbar durchaus Auffassungs-Unterschiede, wie das Spiel der Blues auszusehen hat.</p>
<p><strong><em>Valencia gibt auch noch die Flügel auf</em></strong></p>
<div id="attachment_6175" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ChelseaValencia2.png"><img class="size-full wp-image-6175 " title="ChelseaValencia2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ChelseaValencia2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab etwa 60. Minute</p></div>
<p>Nach nicht ganz einer Stunde hatte Valencia-Coach Unay Emery endgültig gesehen, dass es so nichts wird: Jonas bekam seine Mannschaft überhaupt nicht sinnbringend in die Partie &#8211; wenn er mal Platz hatte, montierte ihn Oriol Romeu, der starke spanische U19-Europameister von 2010 aus der Barcelona-Jugend, komplett ab. So stellte Emery auf ein 4-2-2-2 um, brachte mit Aduriz statt Alba einen zweiten Stürmer.</p>
<p>Das Problem dabei: Feghouli war weiterhin wirkungslos und Jonas, der nun nominell vor dem auf die LV-Position gerückten Mathieu die linke Seite übernahm, agierte weiterhin sehr weit innen. Somit nahm sich Emery mit den Flanken genau jenen Teil auf dem Feld weg, wo seine Mannschaft zuvor noch Platz gehabt hatte, um Angriffe aufzuziehen. Die Dreierkette im Chelsea-Mittelfeld hatte wenig Probleme, das zu verteidigen&#8230;</p>
<p><em><strong>Chelsea macht den Sack zu</strong></em></p>
<p>&#8230;und immer mehr sogar die Muße, noch doch ein wenig mehr auf Albelda und Tino Costa draufzugehen. Valencia fand im ganzen Spiel nur zweimal eine Lücke, durch die man vor das Tor von Petr Cech kam: In der 5. Minute, als Tino Costa den Pfosten traf, und in Minute 62, als Cech gegen den Schuss von Feghouli stark hielt. Ansonsten blieben den Spaniern nur Weitschüsse.</p>
<p>Endgültig entschieden war das Spiel, als Drogba seinen extrem fleißigen Auftritt mit dem 3:0 krönte &#8211; kurz, nachdem er zuvor schon eine Riesenchance ausgelassen hatte. Valencia behob den falschen Ansatz, den das Team nach einer Stunde endgültig eingeschlagen hatte nicht mehr, und verlor damit auch in der Höhe verdient mit 0:3.</p>
<p><em><strong>Fazit: Mehr Fragen als Antworten</strong></em></p>
<p>Mit dieser überzeugenden Leistung, dem klaren Sieg und dem damit verbundenen Erreichen des Achtelfinales in der Königsklasse hat sich André Villas-Boas mit Sicherheit viel Luft verschafft und den Druck, der sich in den letzten Wochen aufgebaut hat, etwas kanalisiert.</p>
<p>Der völlig andere Ansatz gegenüber der gewohnten Spielanlage bei Chelsea wirft aber dennoch fast mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. In diesem Spiel schaute Chelsea  aus wie das Team aus den letzten Jahren. Mit einem dichten Mittelfeld, einer sicheren Verteidigung und einem Drogba, der mit seinem körperlichen und raumgreifenden Spiel vorne umrührt.</p>
<p>Das Problem dabei: Nur im Mittelfeld hat Villas-Boas mit dem umtriebigen Meireles, dem immer mehr aufblühenden Ramires und dem für sein Alter schon unglaublich abgeklärten Romeu den Generationswechsel schon vollzogen. Mit diesem Trio lässt sich vor allem ein Spiel durchziehen, das auf defensive Kompaktheit und schnelles Umschalten ausgelegt ist. Diese Partie war dafür ein Parade-Beispiel.</p>
<p>Anders sieht die Sache aber etwa hinten aus. Terry und Ashley Cole werden nicht jünger und David Luiz hat noch nicht oft einen so souveränen Eindruck wie diesmal hinterlassen. Und dass Drogba spätestens im Sommer nicht mehr zur Verfügung steht, ist kein Geheimnis &#8211; und Torres ist ein anderer Spielertyp als der bullige Ivorer und braucht deshalb eine andere Formation hinter sich. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/19/13-bei-man-utd-macht-klar-villas-boas-ist-noch-ein-suchender/">Etwa mit Mata aus der Zentrale</a> &#8211; was aber wiederum anderswo ein Loch aufreißt.</p>
<p>Mit dem 3:0 über Newcastle zuletzt in der Premier League und dem letztlich ungefährdeten Sieg mit defensiver Spielauslegung nach einem frühen Führungstor hat sich Villas-Boas nun zweifellos Zeit und Kredit zurückerkauft. Wirkliche Indikatoren, wie es sein Spiel mittel- und langfristig anzulegen gedenkt, gab es aber nicht.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6170&amp;md5=a574fae233d78e4d7f21720bd465a382" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Maues 0:0 hilft weder Arsenal noch OM</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/02/maues-00-hilft-weder-arsenal-noch-om/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leckerbissen? Nein, das war das Spiel zwischen Arsenal und Marseille wirklich nicht. Beide Mannschaften ließen die Struktur im Spiel nach vorne vermissen, beiden fehlte es an der Breite, und keiner konnte über einen längeren Zeitraum Torgefahr erzeugen. Das 0:0 war somit logisch. Arsenal? Nach vielen Abgängen und einem schrecklichen Saisonstart im Kommen, aber das Gebilde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Leckerbissen? Nein, das war das Spiel zwischen Arsenal und Marseille wirklich nicht. Beide Mannschaften ließen die Struktur im Spiel nach vorne vermissen, beiden fehlte es an der Breite, und keiner konnte über einen längeren Zeitraum Torgefahr erzeugen. Das 0:0 war somit logisch.</em></strong></p>
<div id="attachment_6015" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-01-Arsenal-Marseille1.png"><img class="size-full wp-image-6015 " title="2011 11 01 Arsenal-Marseille" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-01-Arsenal-Marseille1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Marseille 0:0</p></div>
<p><span id="more-6007"></span>Arsenal? Nach vielen Abgängen und einem schrecklichen Saisonstart im Kommen, aber das Gebilde wirkt fragil. Marseille? Konnte sich aus dem Tabellenkeller lösen, ist aber weit weg vom eigenen Anspruch. Das sind die Teams national. In der Champions League stimmten bislang die Resultate. Und beide Teams wussten vor diesem Spiel: Ein Sieg, und man hat das Achtelfinale so gut wie sicher.</p>
<p><strong><em>Toller Start von Marseille&#8230;</em></strong></p>
<p>Der französische Vizemeister legte sofort mit heftigem Pressing los. Damit wusste Arsenal erst einmal überhaupt nichts anzufangen: Marseille sammelte viel Ballbesitz und versuchte vor allem, über die Außen nach vorne zu kommen und von dort flach in den Strafraum zu flanken. Dass man mit hohen Bällen gegen Mertesacker und Vermaelen nicht viel Spaß haben würde, war Marseille klar.</p>
<p>Jenkinson und André Santos wurden somit früh als mögliche Schwachstellen erkannt und angebohrt, und mit dem teils brutalen Pressing im Mittelfeld kam Arsenal nicht dazu, ins Spiel zu finde. Hinzu kam die recht hohe Positionierung von Valbuena &#8211; die später schon ein Probelm darstellte &#8211; und der unglaubliche Aktionsradius von Rémy, wodurch beide fast immer anspielbar waren und die Hausherren vor große Probleme stellten.</p>
<p><strong><em>&#8230;doch der währt nicht lange</em></strong></p>
<p>Das ging etwa eine Viertelstunde so und eine Führung für die Franzosen wäre sowohl möglich als auch hochverdient gewesen, doch dann kam ein deutlicher Bruch. Zum einen, weil das Pressing OM nachließ, und zum anderen, weil Arsenal sich nun darauf verlegte, die eigenen Außenverteidiger einfach zurückgezogener und mit einer klaren defensiv orientierten Rolle spielen zu lassen. So wurden die Ayew-Brüder auf den Flügeln ziemlich aus dem Spiel genommen.</p>
<p>Vorne reagierten mit Walcott und Gervinho die immer wieder rochierenden Außenspieler auf die fehlende Unterstützung von hinten, indem sie noch weiter ins Zentrum gingen; vor allem Gervinho ließ seine jeweilige Seite oft komplett brach liegen &#8211; so waren Diarra und Cheyrou im defensiven zentralen Mittelfeld von Marseille mit zusätzlichen Defensiv-Aufgaben konfrontierte.</p>
<p><strong><em>Neutralisation durch die Mitte</em></strong></p>
<p>Arsenal hatte kein echtes Flügelspiel, die Folge war eine Partie, die sich vornehmlich im Zentrum abspielte, und weil sich dort eine ähnliche Raumaufteilung mit ähnlicher Rollenverteilung gegenüber standen, neutralisierten sich die beiden Mannschaften dort.</p>
<p>Arsenal fehlte es am nötigen Tempo, um die gegen den Ball in zwei Viererketten stehenden Franzosen durchzukommen. Mitunter war der Spielaufbau ziemlich behäbig und es fehlten zum einen die Ideen von hinten heraus und die Klasse und die Beweglichkeit von Robin van Persie in der Spitze. Aus dem langsamen Spiel heraus konnte nie ein eigener Spieler im Strafraum freigespielt werden und Arsenal machte somit nie den Eindruck, wirklich ein Tor schießen zu können.</p>
<p><strong><em>Spiel schläft völlig ein</em></strong></p>
<p>OM konnte ohne Pressing überhaupt keine Akzente mehr setzen und die Quote der angekommenen Pässe, die jener von Arsenal in der ersten Viertelstunde haushoch überlegen war, näherte sich immer mehr dem recht fahrigen Niveau der Hausherren an. So sank mit dem Tempo und der Genauigkeit auch eklatant der Unterhaltungswert und auch die Klasse des Spiels.</p>
<p>Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel recht wenig: Viel Struktur war nicht erkennbar, und durch viele Fehler auf beiden Seiten gab es kaum ernst zu nehmende Angriffszüge. Immer öfter wurden auch lange Bälle versucht, doch auch diese hatten nicht den erhofften Effekt.</p>
<p>Was auch daran lag, dass bei Arsenal Ramsey nun etwas tiefer stand und Marseille so durchs Zentrum nicht mehr durchkam &#8211; hier wurde die Positionierung von Valbuena zum angekündigten Problem &#8211; und, weil Jenkinson und vor allem André Santos auf den Flügeln nun deutlich mehr Initiative zeigten, was die Ayew-Brüder in die Defensive zwang. Dennoch fehlte es Arsenal weiterhin an der Breite im Spiel nach vorne und auch am Zug zum Tor.</p>
<p><strong><em>Amalfitano bringt Schwung</em></strong></p>
<p>Didier Deschamps reagierte, indem er mit Amalfitano (statt dem fleißigen, aber glücklosen Rémy) einen neuen Mann für die Belebung der rechten Seite brachte, und diese Maßnahme zeigte durchaus Wirkung. Mit ihm auf dem Flügel kam sofort Schwung ins Spiel, der neue Mann riss das Spiel an sich. So hatte Marseille nun plötzlich ein totales Übergewicht auf dieser Seite des Feldes, auch wenn man dieses nicht wirklich nützen konnte.</p>
<p>In weiterer Folge kamen auch Lucho González (für Valbuena, als Zehner) und Gignac (für Jordan Ayew, als Spitze). Allesamt keine schlechten Maßnahmen von Deschamps, aber auch keine wirklichen Verbessungen zu vorher.</p>
<p><strong><em>Auch mit Van Persie harmlos</em><em></em></strong></p>
<p>Arsenal hatte in der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz, aber Konkretes schaute dabei nicht heraus. Konnte man das lange mit der Abwesenheit von Robin van Persie erklären, fiel dieses Argument nach einer Stunde weg &#8211; da kam der Holländer für den Koreaner Park Chu-Yong, der ihn nicht ersetzen hatte können.</p>
<p>Doch auch mit Van Persie in der Spitze wurde es nicht besser: Zu viele Bälle kamen nicht an. Auch wenn mit Rosický und Arshavin (statt Ramsey und Gervinho) wie beim Gegner keine schlechten Wechsel waren, herumheißen konnten sie das Spiel nicht.</p>
<p><strong><em>Fazit: Zwei Teams mit deutlich fehlendem Selbstverständnis</em></strong></p>
<p>Man merkte diesem lauen 0:0 deutlich an, dass hier zwei Teams am Werk waren, deren Saison bisher so gar nicht den Erwartungen entspricht. Arsenal versteht es trotz der jüngsten Erfolge in der Premier League nicht annähernd so wie früher, den Ball laufen zu lassen, das Tempo hoch zu halten und den Gegner so auszumanövrieren. Hier muss man auch die Rolle von Mikel Arteta hinterfragen, der es nicht schafft, Struktur ins Spiel der Gunners zu bringen &#8211; gerade auf Champions-League-Niveau wäre das aber schwer gefragt.</p>
<p>Marseille fing wunderbar an, presste konsequent auf die Gegenspieler &#8211; sogar Arsenal-Goalie Wojciech Szczesny musste mitunter Haken schlagen, um sich der Franzosen zu erwehren &#8211; doch nach einer Viertelstunde war das Spiel von OM wie abgerissen. Die Ayew-Brüder auf den Flanken (die sie nach der Pause tauschten) blieben wirkungslos, Diarra und Cheyrou trauten sich nicht so recht nach vorne und Valbuena stand zu hoch, um im Rücken von Song und Arteta viel ausrichten zu können.</p>
<p>Kurz: Es war über weite Strecken ein unansehnliches Spiel mit überschaubarem Unterhaltungswert. Und es zeigte, dass Dortmund (sofern annähernd in Bestform) sich vor keiner dieser beiden Teams in die Hosen zu machen braucht.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6007&amp;md5=1c7bbf0446536659006f021053f3c43f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nuancen im Mittelfeld bestimmen das Spiel &#8211; 1:1 zwischen Napoli und Bayern</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 21:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand. Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand.</em></strong></p>
<div id="attachment_5957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5957 " title="2011 10 18 Napoli-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SSC Napoli - Bayern München 1:1</p></div>
<p><span id="more-5956"></span>Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der Gegner in der Serie A &#8211; zwei Stürmer und ein Zehner &#8211; angepasst, auf europäischer Ebene kann dieses System aber durchaus Probleme für das eigene Team bedeuten. Das wurde in der Anfangsphase gegen die Bayern klar.</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung mit Löchern</em></strong></p>
<p>Die Dreierkette stand hinten gegen nur einen Stürmer (Gomez), dafür hatten Zuñíga und Maggio auf den Flanken jeweils zwei Gegenspieler und im Zentrum gab es eine 2-gegen-3-Unterzahl. Das bedeutete, dass Napoli-Coach Walter Mazzarri das Stellungsspiel seiner Mannschaft etwa adaptieren musste. Im Detail sah das so aus, dass Lavezzi und (vor allem) Hamsik aus ihren üblichen Halbpositionen hinter Cavani weiter auf die Flügel ausweichen mussten, um Lahn bzw. Boateng entweder zu beschäftigen oder idealerweise nach innen zu ziehen.</p>
<p>Um den so aufgerissenen Raum hinter Cavani zu schließen, waren mit Gargano und Inler die beiden zentralen Mittelfeldspieler von Napoli gezwungen, deutlich weiter nach vorne aufzurücken als sie das gewohnt sind. Das hatte wiederum zu Folge, dass hinter dem Duo Raum entstand. In genau diesen kam schon in der 2. Minute eine Flanke von Boateng auf Kroos und dieser drückte zur frühen 1:0-Führung für die Bayern ab.</p>
<p><strong><em>Wirkungsloser Linksaußen Ribéry</em></strong></p>
<p>Die Gäste schalteten in der Anfangsphase deutlich agiler um als die Italiener und erzeugten so bei Ballgewinn immer wieder gute Aktionen. Auffällig war bei den Bayern aber vor allem die extrem vorgezogene Positionierung von Franck Ribéry auf der linken Seite. Er war weniger ein Mittelfeldspieler, sondern ein Linksaußen mit einigem Drall Richtung Zentrum. Auch das verursachte bei Napoli leichte Verwirrung: Campagnaro wurde so immer wieder aus der Position gezogen, weil Maggio weiter aufgerückt war. Die Bayern konnten daraus aber kein Kapital schlagen.</p>
<p><em><strong>Schlüsselspieler Campagnaro</strong></em></p>
<p>Im Laufe der ersten Halbzeit bekam Napoli das Spiel aber immer besser in den Griff. Das lag daran, dass Hugo Campagnaro aus der Dreierkette etwas aufrückte und sich vermehrt um Kroos kümmerte &#8211; so war das Missverhältnis in der Zentrale einigermaßen ausgeglichen und vor allem Gökhan Inler hatte nun endgültig die Möglichkeit, mit seiner ihm eigenen Energie seine Mannschaft in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.</p>
<p>Damit konnten auch die beiden Wings-Backs der Italiener, vor allem Christian Maggio, ihre offensive Rolle besser gestalten, das wiederum erlaubte Lavezzi und (vor allem) Hamsik, wieder weiter ins Zentrum zu gehen und die Bayern-Viererkette so in der Mitte zusammen zu ziehen. Angesichts des relativ weit aufgerückten Ribéry konnte kurz vor der Pause Maggio einen zielgerichteten Lauf nach vorne starten, Lahm stand zu weit innen und in der Mitte lenkte Badstuber im Zweikampf mit Hamsik Maggios Flanke ins eigene Tor ab. Der verdiente Ausgleich zum 1:1.</p>
<p><strong><em>Schlüsselspieler Tymoschuk</em></strong></p>
<p>Für die zweite Halbzeit modifizierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Spiel seiner Mannschaft etwas: Anatoli Tyomschuk rückte aus seiner relativ tiefen Position nun weiter auf, spielte zuweilen praktisch in der offensiven Kette und sorgte mit Tempo aus der Tiefe für mehr Schwung aus der Zentrale der Bayern. So wurde der Vorteil in der Raumaufteilung, den die Bayern rund um den Mittelkreis hatten, besser genützt.</p>
<p>Außerdem pressten die Bayern nun vor allem nach Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte wesentlich energischer auf den Gegner. Dabei verursachten die Münchner aber viele Fouls, sodass der dem Spielverlauf angepasste neue Ansatz nicht wirklich Früchte trug &#8211; auch, weil Mario Gomez einen Elfmeter in die Hände von Torhüter De Sanctis schob. Immerhing gelang es so aber, Napoli vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<p><em><strong>Maue Schlussphase</strong></em></p>
<p>Die Italiener erkannten die zentrale Rolle, die Tymoschuk bei den Bayern nach der Pause einnahm, nach etwa einer Viertelstunde und übten dann vermehrt Druck auf den Ukrainer aus. Dieser konnte so weder so energisch nach vorne gehen, wie er das zuvor konnte, noch konnte er seine Pässe für die Spieleröffnung passend anbringen. Hinzu kam, dass Ribéry, schon in der ersten Halbzeit nicht besonders stark, weiter nachließ und auch Müller keine Akzente mehr nach vorne setzen konnte.</p>
<p>Wie überhaupt bei beiden Mannschaften ab etwa der 70. Minute die Präzision dramatisch absank und somit auch das Tempo im Spiel und daraus folgend das Niveau. Beide Mannschaften schienen sich mit der korrekten Punkteteilung angefreundet zu haben, keiner ging mehr letztes Risiko. Als Mazzarri zehn Minuten vor Schluss Cavani aus dem Spiel nahm und dafür Mittelfeldspieler Dzemaili brachte, war das ein relativ deutliches Signal.</p>
<p><strong><em>Fazit: Kein Feuerwerk, aber auch nicht uninteressant</em></strong></p>
<p>Das Spiel zwischen dem Team der Stunde aus Italien und dem aktuellen Branchenprimus aus Deutschland war vielleicht nicht das Feuerwerk, das sich viele erhofft hatten. Was aber nicht heißt, dass nicht die Nuancen, die vor allem im Mittelfeld zu finden waren und dafür sorgten, dass das Spiel zumindest bis etwa zu 70. Minute mal in die eine Richtung, dann wieder dezent in die andere wogte, durchaus interessant war.</p>
<p>Napoli hatte erst damit zu kämpfen, dass man hinten einen Mann zu viel und im Zentrum einen zu wenig hatte, fand danach durch das Aufrücken von Campagnaro besser zum eigenen Spiel. Die Bayern antworteten mit der höheren Rolle von Tymoschuk, womit ihnen die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte, ehe sich beide Teams auf das 1:1 einigten.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>0:2 bei den Bayern: Man City in der CL weiter nicht ganz auf der Höhe</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 21:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Premier League läuft&#8217;s richtig gut für Man City. Aber in der Champions League? Nach dem 1:1 gegen Napoli setzte es bei den Bayern einen verdiente 0:2-Niederlage. Weil Trainer Mancini die Mittelfeld-Zentrale zu lange unterbesetzt ließ, zu spät wechselte und Mario Gomez die wenigen echten Chancen eiskalt nützte. Die Bayern? Nach dem Ausrutscher gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>In der Premier League läuft&#8217;s richtig gut für Man City. Aber in der Champions League? Nach dem 1:1 gegen Napoli setzte es bei den Bayern einen verdiente 0:2-Niederlage. Weil Trainer Mancini die Mittelfeld-Zentrale zu lange unterbesetzt ließ, zu spät wechselte und Mario Gomez die wenigen echten Chancen eiskalt nützte.</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<div id="attachment_5811" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-27-Bayern-ManCity-2-0.png"><img class="size-full wp-image-5811 " title="2011 09 27 Bayern-ManCity 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-27-Bayern-ManCity-2-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Manchester City 2:0</p></div>
<p><span id="more-5808"></span>Die Bayern? Nach dem Ausrutscher gegen Mönchengladbach am ersten Bundesligaspieltag mit elf Pflichtspiel-Siegen und 30:0 Tore, die deutsche Bundesliga niederwalzend. Man City? Stark gestartet, 16 von 18 möglichen Punkten in der Premier League, der größte Konkurrent von Lokalrivale United in der Premier League. Das Aufeinandertreffen am 2. Gruppenspieltag der Königsklasse hatte schon was von Clash of the Titans &#8211; obwohl Man City sich zum Start sicher mehr als ein <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/14/durch-die-mitte-spielt-man-napoli-nicht-aus-man-city-so-nur-11/">1:1 daheim gegen Napoli</a> erhofft hatte.</p>
<p><strong><em>Überzahl im Mittelfeld</em></strong></p>
<p>Versuchten es die Citizens gegen Napoli zu viel über die Mitte, ließen sich diesmal genau diese Zone etwas unterbesetzt. Die Bayern übernahmen hier schnell das Kommando im Mittelfeld &#8211; kein Wunder, mit einem 4-2-3-1 gegen das 4-4-2 von Manchester City. Hier kam aber noch ein weiterer Faktor hinzu: Weil Ribéry und Müller sich oft sehr weit im Zentrum aufhielten und sich dort viel und gut bewegten, wuchs die Überzahl der Bayern im Zentrum noch weiter an. Das Team von Roberto Mancini hatte zwei Varianten, darauf zu reagieren &#8211; Spielkontrolle generieren konnte zunächst keine davon.</p>
<p>Wenn die Mittelfeld-Außen Nasri und Silva einrückten, um die Dominanz der Bayern im Zentrum zu brechen, ließen sie viel Platz für die Läufe von Lahn und vor allem Rafinha offen. Blieben die beiden draußen, arbeiteten sie zwar gut gegen die Bayern-Außenverteidiger zusammen (indem sie sehr eng an den eigenen AVs Richards bzw. Clichy standen), aber Kroos konnte mit seiner Spielübersicht im Zentrum schalten und walten. Was ihm leicht fiel, weil sich nicht nur Ribéry und Müller ständig in seiner Nähe tummelten, sondern auch Gomez sehr tief stand und somit im Grunde eine offensive Viererkette bei den Bayern stand. Klar: Wirklich torgefährlich wurden die Bayern nicht. Aber sie spielten geschickt um das Pressing von City herum und ließen nach hinten fast nichts zu (eben der mögliche Elfer in der 2., der verweigerte in der 23. und eine Flanke von Richards nach etwa zehn Minuten).</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung passt nicht</em></strong></p>
<p>Das Hauptproblem bei City war, dass der Raum, den man den Bayern vor der eignen Mittelfeld-Kette gewährte, zu groß war. Mit anderen Worten: Agüero und Dzeko standen zu weit vorne, als dass sie wirklich ins Spiel hätten eingreifen könnten oder sich auch als Passempfänger anbieten konnten, sodass zumindest einer aus dem Bayern-Defensivduo Schweinsteiger/Luiz Gustavo sich gefahrlos nach vorne einschalten konnte.</p>
<p>Barry und Yaya Touré waren defensiv gebunden, Nasri und Silva rieben sich auf und das prognostizierte Problem, das der langsame Van Buyten (der statt des grippekranken Badstuber spielen musste) mit Kun Agüero hat, wurde nicht oft zum Faktor. Die Bayern hatten das Spiel so zwar ohne wirkliche Probleme unter Kontrolle, wirklichen Zugriff auf den Strafraum von City bekamen sie nicht.</p>
<p><strong><em>City erkennt das Problemfeld</em></strong></p>
<p>Nach rund 20 Minuten erkannte Man City, was falsch lief und korrigierte das mit einem simplen Schachzug: Die Mittelfeldkette rückte nach vorne und störte nun schon die Spieleröffnung von hinten heraus, bzw. spätestens bei Schweinsteiger und Luiz Gustavo. Somit standen die vier offensiven Bayern nun zwar in größerem Raum zwischen Abwehr- und Mittelfeldkette, es gelang aber nicht mehr wirklich, sie auch einzusetzen.</p>
<p>Die Citizens setzten Bayern nun früher unter Druck und befreiten sich so aus der spielerischen Umklammerung, in der sie vorher gesteckt sind. Sie schafften es aber weiterhin nicht so richtig, das Tempo der beiden Spitzen gegen Van Buyten auszunützen &#8211; da war das Aufbauspiel dann doch wiederum zu statisch und zu langsam von hinten heraus. Angriffe wurde verschleppt und der Zug zum Tor fehlte.</p>
<p><strong><em>Zwei baugleiche Tore</em></strong></p>
<p>Da im Mittelfeld nun eine Pattsituation entstand, wurde aus dem ganzen Spiel eine ausgeglichenere Angelegenheit. Bitter also für die Gäste, dass just in der Phase, in der sie mit einer guten Adjustierung die Bayern etwas am Spielfluss hindern konnten, die beiden Tore fielen. Die Bayern kamen zur 2:0-Pausenführung, sie taten aber nichts grundsätzlich Anderes, um wiederum selbst die etwas verloren gegangene Kontrolle wiederzuerlangen.</p>
<p>Nein, es waren zwei Schüsse von außerhalb des Strafraums (Ribéry nach einem Lauf von Lahm bzw. ein Freistoß von Kroos), zweimal ließ City-Keeper Joe Hart prallen, zweimal war Mario Gomez da. Allerdings auch, weil er schneller reagierte als die Abwehr der Hellblauen.</p>
<p><strong><em>Mancini reagiert viel zu spät</em></strong></p>
<div id="attachment_5812" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ManCity2.png"><img class="size-full wp-image-5812 " title="Bayern-ManCity2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ManCity2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab der 55. Minute</p></div>
<p>Erstaunlicherweise stellte City-Trainer Roberto Mancini zur Halbzeit nicht um, sondern wartete damit noch weitere zehn Minuten zu. Dann nahm er den wirkungslosen Edin Dzeko aus dem Spiel und brachte mit Nigel de Jong endlich die dringend benötige personelle Verstärkung für das Mittelfeld. De Jong bildete mit (dem noch etwas tiefer stehenden) Barry nun das defensive Mittelfeldzentrum, Yaya Touré orientierte sich nach vorne.</p>
<p>Der Plan dahinter war klar: Im Zentrum gegen die flinken Bayern weiterhin sicher stehen, einen zusätzlichen Ballgewinner hinstellen um mehr körperliche Präsenz zu zeigen, und mit der ganzen Wucht von Yaya Touré und etwas höher stehenden Mittelfeld-Außen sollte nach vorne für Druck gesorgt werden &#8211; das schaffte der Ivorer zuvor wegen überbordender Defensivaufgaben gar nicht. Es war nun ein recht klares 4-2-3-1 auch bei Man City.</p>
<p><strong><em>Bayern lassen Tempo entweichen</em></strong></p>
<p>Die Bayern ließen sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken und nahmen das Tempo, das die davor ziemlich hoch gehalten hatten, aus dem Spiel. Es wurde eher mal im Mittelfeld abgewartet, auch um City etwas herauszulocken und dann in die sich bietenden Räume hineinzustoßen. Außerdem suchten die Münchner, allen voran der sehr viel arbeitende und stark spielende Ribéry, vermehrt Eins-gegen-Eins-Situationen und provozierten so Fouls. Das Spiel verlor seinen Fluss, was aber natürlich durchaus im Interesse der Bayern war.</p>
<p>Mancini versuchte, mit Wechseln innerhalb seines Sytems das Ruder noch herum zu reißen, aber die an sich völlig richtige Hereinnahme von De Jong und die besser auf den Gegner abgestimmte Raumaufteilung im Mittelfeld verpuffte an den vor Selbstvertrauen nur so strotzenden Bayern und dem erkennbaren Fehlen der Überzeugung, den Zwei-Tore-Rückstand wirklich noch aufholen zu können. So verwalteten die Bayern den 2:0-Sieg sicher über die Zeit.</p>
<p><strong><em>Fazit: Mancini wählte das falsche System</em></strong></p>
<p>Ein völlig verdienter Sieg der in diesem Spiel klar besseren Mannschaft: Die Bayern zeigten mehr Tempo, deutlich mehr Zug zum Tor &#8211; der fehlte bei City komplett &#8211; und dazu eine Stunde lang die bessere Raumaufteilung im Mittelfeld. Barry und vor allem Yaya Touré hatten in der Spieleröffnung keinerlei Wirkung, weil sie gegen die flinken und viel rochierenden Offensivspieler der Bayern komplett aufgerieben wurden, nach vorne fehlte bei City der Plan, wie das nicht besetzte zentrale offensive Mittelfeld gegen Schweinsteiger und Luiz Gustavo überwunden werden sollte.</p>
<p>Die Einwechslung von De Jong als zusätzlichen Ballgewinner im defensiven Mittelfeld war logisch und richtig, erfolgte aber viel zu spät &#8211; erstaunlich, dass Mancini nicht schon mit einem dritten robusten Mann in der Zentrale begonnen hat. Denn erstens kann das seine Mannschaft eigentlich gut (im Grunde wurde die komplette letzte Saison so gespielt) und zweitens war das System und die Spielweise der Bayern kein Geheimnis.</p>
<p>Auch, wenn beide Gegentore aus Unsicherheiten von Keeper Hart bei Weitschüssen entstanden sind: Diese Niederlage gegen wirklich bärenstarke Bayern muss sich Roberto Mancini selbst ankreiden.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5808&amp;md5=3d30fbb284ac5f0a071909c8431805ec" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Durch die Mitte spielt man Napoli nicht aus &#8211; Man City so nur 1:1</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 21:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchester City startete die Saison in nicht zu stoppender Manier &#8211; im Duell der Champions-League-Debütanten gegen Napoli gab es den ersten kleinen Dämpfer für die Citizens. Weil es gegen das in Europa kaum verwendete 3-4-2-1 der Italiener an der Konsequenz im Flügelspiel fehlte. Das Erfolgsgeheimnis von Napoli in der italienischen Meisterschaft beruht auf der Gegensätzlichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Manchester City startete die Saison in nicht zu stoppender Manier &#8211; im Duell der Champions-League-Debütanten gegen Napoli gab es den ersten kleinen Dämpfer für die Citizens. Weil es gegen das in Europa kaum verwendete 3-4-2-1 der Italiener an der Konsequenz im Flügelspiel fehlte.</em></strong></p>
<div id="attachment_5748" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-14-ManCity-Napoli-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5748 " title="2011 09 14 ManCity-Napoli 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-14-ManCity-Napoli-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Manchester City - SSC Napoli 1:1</p></div>
<p><span id="more-5747"></span>Das Erfolgsgeheimnis von Napoli in der italienischen Meisterschaft beruht auf der Gegensätzlichkeit des eigenen Systems zu jenem der Gegner: Mit einer Dreierkette hinten und zwei Sechsern davor wird die fast ausschließlich über die Mitte kommende Konkurrenz aufgehalten, während die beiden Wing-Backs gegen die in der Serie A ansonsten deutlich unterqualitativ bis gar nicht besetzten Flügel die Angriffe aufgozogen wird und das Dreigestirn mit Hamsik, Lavezzi und Cavani vorne dann für die Tore sorgt.</p>
<p><strong><em>Wie Mancini das 3-4-2-1 ausspielen will</em></strong></p>
<p>Das geht auf internationaler Bühne so nicht, was <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/17/napoli-villareal-ungeduld-kostet-punkte/">schon in der letztjährigen</a> <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/24/napoli-ein-spitzenteam-noch-nicht/">Europa League klar wurde</a>. Und gegen eine so starke Mannschaft wie Man City ist mit selbst das Spiel aufziehen schon mal gar nichts &#8211; so blieb zwar das übliche 3-4-2-1 von Trainer Walter Mazzarri bestehen, es erfüllte aber andere Zwecke als in der Serie A.</p>
<p>Für Man-City-Coach Roberto Mancini bedeutete das in England gar nicht vorkommende System, dass er seine Mannschaft darauf neu einstellen musste. Das machte er, indem er ein nominelles 4-4-2 auf das Feld stellte, das aber nur in den allerseltensten Fällen auch als solches spielte. Vor allem die Tatsache, dass duch die sehr tief stehenden Wing-Backs von Napoli effektiv gegen eine Fünferkette angespielt werden musste, war dabei das Hauptproblem.</p>
<p><strong><em>Der Plan: Viel über die Außen</em></strong></p>
<p>Mancini versuchte das zu lösen, indem er vorne mit Dzeko und vor allem Agüero zwei extrem mobile Spitzen hatte, die sich viel bewegten und die Napoli-Dreierkette, die sich oft im Strafraum zusammenzog, auseinander zu reißen versuchten. Noch wichtiger aber waren Pablo Zabaleta und Aleksandar Kolarov.</p>
<p>Die beiden Außenverteidiger mussten extrem viel nach vorne machen, um dafür zu sorgen, dass die Wing-Backs von Napoli beschäftigt waren und wenn möglich einer aus dem Zentrum &#8211; entweder aus der Dreierkette oder einer der beiden Sechser Inler und Gargano &#8211; nach außen musste, um zu helfen, und so Räume im Zentrum zu öffnen. Allerdings zogen Silva und Nasri oftmals zu früh in die Mitte, um das wirklich konsequent genug zu machen.</p>
<p><strong><em>Napoli tut sich nach vorne schwer</em></strong></p>
<p>City sammelte so zwar zwei Drittel Ballebesitz, aber gegen die dicht stehende Abwehr der Italiener kamen sie nur dann durch, wenn es gelang, Napoli herauszulocken oder nach Standardsituationen für Napoli in der Hälfte von City schnell nach vorne zu kommen. Was nicht oft der Fall war &#8211; Dzeko verzog gleich zu Beginn nur knapp, Touré holzte den Ball nach einer halben Stunde an die Latte. Ansonsten war das viel Ballbesitz und wenig Chancen.</p>
<p>Napoli kam nur in Ausnahmefällen nach vorne, weil Zuñíga und Maggio wahnsinnig viel mit Defensivaufgaben gebunden waren, und die beiden Sechser sowieso. So fehlte es dem Offensiv-Trio am Nachschub und es gelang nicht allzu oft, sie einzusetzen. Und wenn doch, konnten sie sich nur dann etwas festsetzen, wenn sie es schafften, den Ball so lange zu halten, bis Mannschaftskollegen aufgerückt waren. Oder, wenn Anspiele schnell verarbeitet wurden &#8211; so wie in der 17. Minute, als Lavezzi mit dem ersten Angriff der Italiene die Latte traf.</p>
<p><strong><em>City zu viel durchs Zentrum</em></strong></p>
<p>Das änderte sich ein wenig nach dem Seitenwechsel. Anstatt noch mehr als vor der Pause zu versuchen, das Spiel breit zu machen und die Fünferkette so in Verlegenheit zu bringen, spielte sich City nun noch mehr in der Mitte fest und erlaubte so den Wing-Backs von Napoli, deutlich mehr als in der ersten Hälfte nach vorne zu rücken. Das hatte naturgemäß zur Folge, dass Kolarov und Zabaleta nicht mehr so viel ins Angriffsspiel eingebunden waren. Was wiederum das Spiel von City noch mehr in die Mitte verlagerte.</p>
<p>Napoli hatte das Geschehen defensiv im Griff, es fehlte im unmittelbaren Zentrum aber an Manpower, um das für sich auszunützen. Darum brachte Mazzarri nach einer Stunde mit Blerim Dzemaili auch seinen zweiten Schweizer (neben Inler) für Lavezzi, der neue Mann stellte sich etwas tiefer als der Argentinier vor ihm &#8211; und siehe da, Gargano und Inler taten sich nun viel leichter, den Ball kontrolliert nach vorne zu bringen.</p>
<p><strong><em>Ein Standard rettet City</em></strong></p>
<p>City ließ nun neben Flügelspiel und Tempo auch zunehmend die Präzision vermissen, und so nützte Napoli einen leichten Ballverlust zu einem schnellen Konter, den Cavani cool zur 1:0-Führung für die Italiener abschoss. Nicht ganz unverdient, denn in der zweiten Hälfte war der Dritte der letzten Serie-A-Saison deutlich besser im Spiel und konnte auch die Ballbesitz-Statistik annähernd ausgleichen.</p>
<p>Da City die spielerischen Mittel vermissen ließ und nachdem Agüero für den zweiten Lattenschuss der Gastgeber gesorgt hatte, musste wenige Minuten später ein Freistoß herhalten, um den Ausgleich zu erzielen &#8211; Kolarov versenkte ihn mit der letzten Aktion, bevor er für Gaël Clichy den Platz verlassen musste. Zudem kam Adam Johnson für den weitgehend unproduktiven Samir Nasri neu in die Partie.</p>
<p>Das erhöhte zwar den Punch über die rechte Seite (Silva war auch links gewechselt) und bereitete die größte Siegchance für City vor (Dzeko verzog knapp), aber Ordnung und Präzision im Spiel nach vorne gingen weiterhin ab. Zudem nützte Napoli das mit geschicktem Positionsspiel im Mittelfeld aus, um nicht mehr wirklich in Gefahr zu kommen, den Punkt zu verlieren.</p>
<p><strong><em>Fazit: City immer schlampiger, Napoli immer sicherer</em></strong></p>
<p>Der Plan von Manchester City, durch weit aufrückende Außenverteidiger die Wing-Backs von Napoli zu beschäftigen und so zu versuchen, die Defensive auseinander zu ziehen, war zwar grundsätzlich richtig, wurde aber zu unkonsequent ausgespielt. So hielt Napoli vor der Pause gut dicht und fand nach dem Seitenwechsel, als City immer mehr mit dem Kopf durch die Wand wollte, immer besser ins Spiel.</p>
<p>Daher ist der Punkt, den Napoli aus England mitnimmt, auch verdient. Denn während City im Spielverlauf immer schlampiger wurde, wurden die Italiener immer sicherer und trauten sich spätestens mit der Einwechslung von Dzemaili immer mehr zu. Für Napoli zweifellos ein gewonnener Punkt, für City zwei verlorene &#8211; im ersten Pflichtspiel dieser Saison, das die Mannschaft nicht gewinnen konnte.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Zu vorsichtiges Arsenal wird bestraft &#8211; Dortmund rettet das 1:1</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 21:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erstaunlich vorsichtig gingen beide Teams die Partie an &#8211; erst das lösen der Handbremse und ein Prachttreffer von Ivan Perisic retten dem deutschen Meister Dortmund ein hochverdientes 1:1 gegen Arsenal. Die Gunners zeigten sich erstaunlich defensiv. Neuer Look oder Reaktion auf das Fehlen von Sahin im BVB-Mittelfeld? Eine breite Brust sieht anders aus&#8230; sowohl Arsenal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Erstaunlich vorsichtig gingen beide Teams die Partie an &#8211; erst das lösen der Handbremse und ein Prachttreffer von Ivan Perisic retten dem deutschen Meister Dortmund ein hochverdientes 1:1 gegen Arsenal. Die Gunners zeigten sich erstaunlich defensiv. Neuer Look oder Reaktion auf das Fehlen von Sahin im BVB-Mittelfeld?</em></strong></p>
<div id="attachment_5740" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-13-Dortmund-Arsenal-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5740 " title="2011 09 13 Dortmund-Arsenal 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-13-Dortmund-Arsenal-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Dortmund - Arsenal 1:1</p></div>
<p><span id="more-5737"></span>Eine breite Brust sieht anders aus&#8230; sowohl Arsenal (2:8 gegen Manchester United vor der Länderspielpause) als auch Dortmund (1:2 daheim gegen Hertha BSC) starten nicht gerade mit überbordendem Selbstvertrauen in die Champions League. Was man beim direkten Duell durchaus sah: Weder die Gunners noch der BVB spielten wirklich ihr gewohntes Spiel.</p>
<p><strong><em>Gunners abwartend</em></strong></p>
<p>Arsenal sah nicht nur personell gegenüber der letzten Saison deutlich verändert aus, sondern auch die Formation an sich hat sich verändert. Vor allem die Rolle von Yossi Benayoun sorgt für einen neuen Look, denn er agierte ganz und gar nicht als Zehner. Nein, er zog sich vornehmlich auf die halbrechte Position zurück und formte gemeinsam mit Song (zentral) und Arteta (im linken Halbfeld) zumeist eine Dreierkette aus defensiven Mittelfeldspielern. Im Ballbesitz orientierte sich Benyaoun ins offensive Zentrum.</p>
<p>Diese Formation hatte zur Folge, dass es keine wirkliche Anspielstation für die Spieleröffnung gab. Mit Walcott und (vor allem) Gervinho rückten die Außenstürmer deutlich ein, aber auch dort waren sie bei der Dortmunder Defensive recht gut aufgehoben. So blieb das Angriffsspiel der Gunners zumeist relativ früh hängen.</p>
<p><strong><em>Dortmund mit Handbremse</em></strong></p>
<p>Bei Dortmund war auffällig, dass das teils brutale und atemberaubende Pressing, mit dem man in der letzten Saison so grandiosen Erfolg hatte, nur sehr schaumgebremst zum Einsatz kam. Es wurde zwar sehr wohl darauf geachtet, dem ballführenden Gegner nicht allzu viel Zeit zu gewähren, aber den Eindruck einer etwas angezogenen Handbremse machte das schon.</p>
<p>Die besseren Chancen in der Anfangsphase hatten die Dortmunder, weil sie die oft weit aufgerückte Viererkette von Arsenal mit schnellen Lochpässen an der Abseitsfalle vorbei austrickste und zwei-, dreimal den Raum dahinter mit Tempo auszunützen versuchte; doch letztlich fehlte die Präzision, das auch in Tore umzumünzen, ehe Arsenal tiefer stand und das Problem so abstellte.</p>
<p>Was bei Dortmund in den ersten Saisonspielen<a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/"> fehlte, war der Punch aus dem Mittelfeld</a>, seitdem Nuri Sahin nicht mehr da ist. Ilkay Gündogan konnte dafür nicht sorgen, und Sebastian Kehl ist, obwohl Kapitän, auch nicht derjenige, der das mit hohem Tempo geplante Spiel der Dortmunder von hinten heraus lenken kann &#8211; vor allem dann nicht, wenn ihm der Gegner (der um diese über den Sommer entstandene Schwäche natürlich weiß) drei defensive Mittelfeldspieler zwischen sich und die Angriffsspieler stellt.</p>
<p><strong><em>Individueller Fehler führt zum Tor</em></strong></p>
<p>So verging die erste Hälfte ohne allzu viele wirkliche Höhepunkte und wenigen konkreten Aktionen, und es war beinahe logisch, dass es einen individuellen Fehler brauchte, um einer Mannschaft einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Kehl lud mit einem leichtsinnigen Querpass Arsenal zum 1:0 ein, Robin van Persie nützte die sich etwas unverhofft bietende Chance cool aus.</p>
<p>Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts, außer dass bei Dortmund die Innenverteidiger (vor allem Hummels) mit dem Ball weit aufrückten und bis deutlich in die gegnersichen Hälfte hinein gingen, um etwas mehr Manpower gegen die weiterhin eher abwartende Mannschaft von Arsenal zu bringen. Wirklich Bewegung kam aber erst in der 70. Minute in das Spiel.</p>
<p><strong><em>Klopp reagiert richtig</em></strong></p>
<p>BVB-Trainer Klopp brachte Blaszczykowski (rechts) und Perisic (links) neu für die Außenbahnen für die beiden schwächsten Dortmunder an diesem Tag, also Kehl und Großkreutz. Götze ging dafür ins Zentrum und gab den Achter, wie er das zuletzt auch in der Nationalmannschaft gemacht hat. Eine Umstellung, die wirkte: Denn mit dem spielintelligen Götze im Zentrum und frischem Wind auf beiden Flügeln gelang es nun deutlich besser, Arsenal zu kontrollieren und nach hinten zu drücken.</p>
<p>Pat Rice, der an der Seitenlinie Arsene Wenger ersetzte, reagierte kaum fünf Minuten später seinerseits, indem er vom 4-3-3 mit drei defensiven im Mittelfeld auf ein 4-2-3-1 umstellte: Frimpong (für Walcott) gab den zweiten Sechser neben Song, dafür rückte Arteta auf (gegen Götze), Benayoun auf die linke Seite (gegen Blaszszykowski) und Gervinho auf die rechte (gegen Perisic). Damit sollten die drei kreativen Spieler, die immer besser ins Spiel kamen, weiter hinten festgezurrt werden.</p>
<p><strong><em>Starke Schlussphase des BVB</em></strong></p>
<div id="attachment_5741" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dortmund-Arsenal2.png"><img class="size-full wp-image-5741 " title="Dortmund-Arsenal2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dortmund-Arsenal2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Formationen am Spielende</p></div>
<p>Was aber nur mit Blaszczykowski gelang. Perisic machte auf seiner Flanke so ziemlich, was er wollte &#8211; wehalb Rice kurz darauf zur nächsten Umstellung gezwungen war. Er nahm Gervinho, der Perisic defensiv nichts entgegen zu setzen hatte, vom Feld und brachte André Santos vor links hinten, womit Gibbs nun den RV und Sagna den RM gab, um Perisic zu kontrollieren, Arsenal igelte sich mit einem 4-1-4-1 hinten ein.</p>
<p>Auch, wenn bei Dortmund die letzten Ergebnisse nicht passten und Sahin schon abgeht, der BVB ist immer noch eine wahnsinnig gut aufeinander abgestimmte Mannschaft. Die Lauf- und die Passwege unter Druck stimmen und so war der Gastgeber in den letzten 20 Minuten die klar dominierende Mannschaft und hatte auch einige gute Chancen auf einen hochverdienten Ausgleich &#8211; es war dann ein Prachtschuss von Perisic aus 20 Metern ins Kreuzeck, der das 1:1 für den deutschen Meister sicherte.</p>
<p><em><strong>Fazit: Eingespieltheit rettet Dortmund</strong></em></p>
<p>Abwartend, eher vorsichtig, mit drei defensiven Mittelfeldspielern &#8211; ist das der neue Look von Arsenal oder war es nur eine Reaktion auf die nach dem Sahin-Abgang etwas geänderte Spielanlage von Dortmund aus der Zentrale heraus? So oder so: Was gegen einen etwas verunsicherten Gegner eine Stunde lang gut funktioniert hat, krankte gegen eine immer stärker werdende Mannschaft aus Dortmund am Link zu den Offensivspielern.</p>
<p>Dortmund kämpfte sich regelrecht in die Partie rein, was nicht nur mit dem Rückstand zusammen hängt, sondern wohl auch damit, dass der BVB spätestens nach einer Stunde gemerkt hat, dass Arsenal die knappe Führung über die Zeit schaukeln will und nicht wirklich daran interessiert war, selbst groß die Initiative zu ergreifen. Hier kam dem deutschen Meister die Tatsache massiv entgegen, dass in der Startformation kein einziger (!) Neuzugang stand (mit Perisic war es am Ende auch nur einer).</p>
<p>Was hieß: Die Mannschaft zeigte sich hervorragend aufeinander abgestimmt, während bei Arsenal mit vier Neuen (darunter drei, die erst am letzten Drücker gekommen sind) in der Schlussphase jene Kompaktheit gefehlt hat, die zu Beginn gegen einen ebenfalls eher abwartenden Gegner noch gepasst hat.</p>
<p>Der Punkt für Dortmund ist verdient &#8211; mindestens.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5737&amp;md5=894100463d81f1e6a4e699754e3ce914" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abgemeldete Flügel lassen Sturms Traum von der Champions League platzen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/24/abgemeldete-flugel-lassen-sturms-traum-von-der-champions-league-platzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 21:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus der Traum von der Champions League &#8211; mit einem 0:2 daheim gegen BATE Borisov scheitert Sturm kurz vor dem Ziel. Verdient, denn den offensiv recht biederen Weißrussen gelang es hervorragend, die wichtigsten Positionen der Grazer zu neutralisieren. Und zwar die Flügel. Ohne den verletzten Roman Kienast vorne und mit dem 1:1 mit Auswärtstor im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Aus der Traum von der Champions League &#8211; mit einem 0:2 daheim gegen BATE Borisov scheitert Sturm kurz vor dem Ziel. Verdient, denn den offensiv recht biederen Weißrussen gelang es hervorragend, die wichtigsten Positionen der Grazer zu neutralisieren. Und zwar die Flügel.<br />
</em></strong></p>
<div id="attachment_5580" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-24-Sturm-BATE-0-2.png"><img class="size-full wp-image-5580 " title="2011 08 24 Sturm-BATE 0-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-24-Sturm-BATE-0-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - BATE Borisov 0:2</p></div>
<p><span id="more-5578"></span>Ohne den verletzten Roman Kienast vorne und mit dem 1:1 mit Auswärtstor im Rücken war Sturm von Beginn an versucht, das Tempo aus dem Spiel rauszunehmen. Hatten die Weißrussen den Ball verloren, ging es bei den Grazern nicht sofort schnell nach vorne, sondern es wurde eher der Rückwärtsgang eingelegt, der Ballbesitz gesichert und gewartet.</p>
<p>So war das Team aus Borisov jenes mit mehr Ballbesitz. Trainer Viktor Goncharenko konnte im Vergleich zum Hinspiel wieder auf seinen brasilianischen Zehner Renan Bressan zurückgreifen &#8211; er stellte ihn im 4-2-3-1 zentral hinter Spitze Rodionov auf. Die wichtigere Änderung bei den Weißrussen betraf jedoch das defensive Mittelfeld: Hatte Goncharenko die Zentrale im Hinspiel noch komplett aufgegeben, stand Olekhnovich diesmal deutlich höher und mit Alexander Volodko hatte er einen Partner, der ihn mehr unterstützte als das Baga (diesmal als Rechtsverteidiger aufgestellt) tun hatte können.</p>
<p><strong><em>BATE bekommt das Spiel nicht aufgebaut</em></strong>&#8230;</p>
<p>Das Problem im Spielaufbau bei BATE war, dass Olekhnovich zwischen Szabics und Bukva eingeklemmt und so kaum einmal gefahrlos von seinen Innenverteidigern anspielbar war. Auf der rechten Seite stand Kontsevoi sehr hoch und so hatte es Baga schwer, ihn zu unterstützen; selbiges galt für Renan Bressan im Zentrum.</p>
<p>Manuel Weber stand höher als Säumel und schaltete sich eher einmal ins Pressing ein. Sturm zeigte das nicht allzu aggressiv, aber es wurde sehr wohl versucht, den Weißrussen schon in deren Hälfte die Zeit am Ball zu nehmen. Sturm machte zwar selbst relativ wenig nach vorne &#8211; wenn, dann war immer Szabics im Aufbau beteiligt &#8211; man hatte hinten aber nur selten den Eindruck, dass man Angst haben müsste.</p>
<p><em><strong>&#8230;geht aber dennoch in Front</strong></em></p>
<p>Was man Manuel Weber indes vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass er, je tiefer er stand, umso weniger die Gegenspieler anging &#8211; es steht zu vermuten, dass auch Franco Foda diesen Umstand moniert hat, als er lautstark nach &#8220;Manuel!&#8221; rief, dabei heftig gestikulierte und gefühlt kurz vorm Herzinfarkt war. Der Trainer muss geahnt haben, was kommt: Denn der aufgerückte Achter von BATE, Volodko, kam aus 20 Metern völlig unbedrängt zum Schuss und erzielte etwas aus heiterem Himmel das 1:0 für Borisov.</p>
<p>Was zur Folge hatte, dass sich nun die Weißrussen etwas zurücklehnten und Sturm kommen ließen. Doch ohne den sehr fleißigen Kienast fehlte es Szabics vorne an der Unterstützung &#8211; Bukva bemühte sich zwar, es gelang ihm aber nicht allzu viel &#8211; und auf den Flanken kamen Wolf und Hölzl kaum einmal zum Zug. Sturm bekam so weiterhin keinen Zugriff auf den weißrussischen Strafraum.</p>
<p><strong><em>Abgemeldete Flügel werden zum Problem</em></strong></p>
<p>Foda ersetzte für die zweite Hälfte den glücklosen Bukva durch Mario Haas, aber es war eine andere Abteilung, die im Rückstand zum Problemfeld wurde: Die Flügel. Sturm ist mit seinem 4-4-2 mit flacher Viererkette  ein Team, das sehr von den Flügelspielern abhängig ist, und diese wurden von BATE gut unter Kontrolle gehalten. Das war noch nicht das große Problem, als Sturm beim Stand von 0:0 noch reagieren konnte. Wurde aber eines, als die Grazer nach dem Rückstand selbst das Heft in die Hand nehmen mussten.</p>
<p>Denn weder Wolf noch Hölzl konnten Akzente setzen. Es gelang überhaupt nicht, mal zur Grundlinie durchzugehen, die BATE-Viererkette auseinander zu ziehen und die Fähigkeit von Haas, anders als Bukva vor ihm Bälle etwas länger zu halten, auch auszunützen &#8211; zumal es Haas selbst war, der noch die meisten Flanken versuchte in den Strafraum zu schlagen. Angriffe, die über die Mitte aufgezogen wurden, zerschellten an Volodko und Olekhnovich.</p>
<p><strong><em>Nach 2:0 macht BATE dicht</em></strong></p>
<p>Auch Florian Kainz, nach einer Stunde für Wolf ins Spiel gekommen, konnte sich nicht wirklich durchsetzen; die Außenverteidiger von Sturm waren ebenso keine große Hilfe. So war klar: Wenn BATE noch ein zweites Tor schafft, ist alles vorbei. Und genau dieses Tor fiel in der 70. Minute. Wie das Weitschuss-0:1 war auch das aus einem Freistoß entstandene 0:2 nicht wirklich herausgespielt. Pech hatte damit aber dennoch nichts zu tun: Wer es in einem Heimspiel nicht schafft, Druck auszuüben, darf sich über einen Rückstand nicht beschweren.</p>
<p>Goncharenko ließ daraufhin seine Außenspieler weiter zurückfallen, zog Volodko nach vor und ließ in einem defensiven 4-1-4-1 die Partie fertig spielen, zudem nahm er Sturmspitze Rodionov raus und stellte mit Bordachev einen Außenverteidiger ins linke Mittelfeld, er kümmerte sich nun um Kainz.</p>
<p>Die Reaktion von Foda war, dass er mit Hölzl auch seinen zweiten Flügelspieler aus der Startformation aus dem Spiel nahm und mit Muratovic einen Spieler brachte, der als Link in der Zentrale das nicht zielführende Flügelspiel umgehen sollte; Mario Haas wich dafür auf die linke Seite aus. Inwieweit für die Schlussoffensive von Sturm, in dem plötzlich durchaus Flügelspiel bis zur Grundlinie erkennbar war, mit diesen Umstellungen zu tun hatten oder mit dem Gegner, der wusste, dass er gewonnen hatte, lässt sich nicht wirklich beantworten.</p>
<p><strong><em>Fazit: BATE schaltete die Stärken von Sturm gut aus</em></strong></p>
<p>Natürlich fiel der Führungstreffer für die Weißrussen etwas glücklich und bis dahin hatte Sturm das Geschehen zumindest defensiv ganz gut im Griff gehabt. Dann aber fehlte der Plan B &#8211; denn das Flügelspiel hatte schon beim Stand von 0:0 nicht zufriedenstellend funktioniert und nach dem Rückstand konnte dieser Umstand, als es notwendig gewesen wäre, nicht umkehren.</p>
<p>So konnte es BATE verschmerzen, dass auch ihre Passquote &#8211; wie jene von Sturm &#8211; alles andere als berauschend war und aus dem Spiel heraus wenig nach vorne ging. Es war genug, die Flügel der Grazer zu stutzen, um die Zeit einigermaßen komfortabel zu kontrollieren, und mit dem 2:0 war natürlich alles entschieden.</p>
<p>Nun ist BATE natürlich beileibe kein prickeldes Team (nicht nur vom Namen, auch sportlich), aber ein funktionierendes Defensiv-Konzept reichte gegen Sturm aus. Natürlich wäre es schön gewesen, die Blackies in der Champions League zu sehen &#8211; wenn es allerdings dem Meister aus Weißrussland mit recht simplen Mitteln gelang, den Grazern ihr Offensivspiel zu nehmen, hätte sich das Problem in der Champions League nur noch potenziert. So gesehen ist Sturm in der Europa League wohl eh besser aufgehoben.</p>
<p>Schade ist das Scheitern schon. Weltuntergang ist es aber keiner.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5578&amp;md5=1111085cbdfec61ef3c3e126eeae71d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach 1:1 bei BATE winkt die Königsklasse</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/16/nach-11-bei-bate-winkt-die-konigsklasse/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 21:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Borisov]]></category>
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		<description><![CDATA[Remis mit Auswärtstor beim weißrussischen Meister &#8211; ein gutes Resultat für Sturm Graz! Und auch die Leistung bei BATE Borisov war sehr ansprechend. Auch, weil das Heimteam über weite Strecken des Spiels auf die Zentrale komplett verzichtet hat und es kaum schaffte, wirklich zu Torchancen zu kommen. Die Weißrussen begannen sofort mit dem Versuch um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Remis mit Auswärtstor beim weißrussischen Meister &#8211; ein gutes Resultat für Sturm Graz! Und auch die Leistung bei BATE Borisov war sehr ansprechend. Auch, weil das Heimteam über weite Strecken des Spiels auf die Zentrale komplett verzichtet hat und es kaum schaffte, wirklich zu Torchancen zu kommen.</em></strong></p>
<div id="attachment_5535" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BATE-Sturm.png"><img class="size-full wp-image-5535 " title="BATE-Sturm" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BATE-Sturm.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">BATE Borisov - Sturm Graz 1:1</p></div>
<p><span id="more-5534"></span>Die Weißrussen begannen sofort mit dem Versuch um Ballkontrolle und pressten auch durchaus, wenn Sturm in Ballbesitz kam. Auffällig war bei BATE, dass sich der Sechser Edgar Olekhnovich  extrem weit zurückfallen ließ, dabei oft und lange sogar letzter Mann hinter den beiden in diesem Fall recht weit nach außen schiebenden Innenverteidigern war. Effektiv spielten die Weißrussen hinten also mit einer Dreierkette, wobei allerdings die Außenverteidiger selten höher standen als Bukva und Hölzl tief. Und weil die beiden nicht viel nach vorne machten, waren die Mittelfeld-Außen der Weißrussen umso mehr gefordert.</p>
<p>Hier schaltete Popkhadze den auffälligen Patotski so gut es ging aus, Nekhaitchik &#8211; einer von drei <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/22/u21-em-semfinals/">weißrussischen EM-Semifinalisten von vor sieben Wochen</a> in der Aufstellung von BATE &#8211; machte gegen den defensiv ansprechenden Standfest keinen Stich. Und dass Sturm es nach 12 Minuten ausnützte, dass die De-facto-Dreierkette im Umschalten nicht schnell genug die Schnittstellen zustellte und die Grazer nach einem Lochpass zwischen Olekhnovich und Filipenko auf Weber zum 1:0 traf, spielte dem österreichischen Meister natürlich zusätzlich ziemlich in die Hände.</p>
<p><em><strong>Schlechte Raumaufteilung bei den Weißrussen</strong></em></p>
<p>Das Problem bei Borisov war nicht nur die fehlende Untestützung für die Mittelfeld-Außen, sondern auch die Tatsache, dass die Zentrale unterbesetzt war. Weil Olekhnovich sehr tief stand und Rodionov im Gegensatz dazu sehr hoch, war zumeist Dmitri Baga der alleinige Mann in der Gegend des Mittelkreises. Der ehemalige Deutschland-Legionär Rodionov versuchte sich gemeinsam mit Kontsevoi zwischen den beiden Sturm-Sechsern (Säumel und Weber) und den Innenverteidigern (Dudic und Burgstaller) breit zu machen, durch die Unterbesetzung des Zentrums und zu wenig Unterstüzung von den Flügeln waren die beiden allerdings gut unter Kontrolle.</p>
<p>Die Weißrussen hatten weiterhin ein Plus an Ballbesitz, wurden aber kaum einmal so richtig torgefährlich, weil eben der Aufbau nicht klappte, das 1-gegen-2 im Zentrum kaum zu überwinden war und Sturm gegen den Ball eine wirklich sehr gute Leistung brachte. Kein Vergleich mehr mit der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/14/sturm-glanzt-in-klagenfurt-mit-effizienz/">Emmentaler-Abwehr gegen Székesfehérvár</a> oder der <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/03/besser-aber-noch-lange-nicht-gut-sturm-dank-arbeitssieg-im-cl-playoff/">tempolosen Zitterei gegen Zestafoni</a>. Nein, diesmal blieb Sturm mit schnellen Gegenstößen nach Balleroberung stets gefährlich und ein zweites und drittes Tor waren durchaus im Bereich des Möglichen.</p>
<p>Das Wissen, eine Gruppenphase schon fix erreicht zu haben, wirkte sich (sicherlich in Verbindung mit dem Sieg gegen Rapid am Wochenende) befreiend auf die Mannschaft aus &#8211; anders als bei Salzburg in den letzten Jahren, als dieses Wissen eher zur Nachlässigkeit animierte.</p>
<p><strong><em>Gegentor nur aus ruhendem Ball</em></strong></p>
<p>BATE-Coach Viktor Goncharenko brachte für die zweite Hälfte Gordeichuk für Oleg Patotski auf der rechten Mittelfeldseite, dazu bewegte sich Linksverteidiger Maxim Bordachov nun mehr nach vorne, was es dem linken Mittelfeldspieler Pavel Nekhaichik erlaubte, mehr und früher ins Zentrum zu rücken. Am grundsätlichen Problem im Spiel der Weißrussen änderte sich aber nichts: Die Außen waren halbwegs unter Kontrolle und Baga war in der Mitte weiterhin oft auf sich alleine gestellt.</p>
<p>So war es fast folgerichtig, dass der Ausgleich von BATE nur über einen Standard fallen konnte &#8211; Innenverteidiger Simic versenkte per Kopf einen Freistoß zum 1:1. Ein Ausgleich, der sich nicht unbedingt angedeutet hatte, obwohl BATE deutlich mehr Ballbesitz hatte, und daher umso ärgerlicher ist &#8211; zumal die Flanken davor und danach eine ordentliche Streuung hatten.</p>
<p><strong><em>Aktion und Reaktion von der Bank</em></strong></p>
<p>Einige Minuten nach dem Ausgleich stellte Goncharenko seine Formation ein wenig um: Er nahm Stürmer Rodionov raus und brachte mit Filip Rudzik einen Spieler, der Baga im Zenturm zur Seite stehen sollte. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung, denn waren Weber und Säumel davor wegen ihrer Überzahl immer in der Lage, wegen der gegenseitigen Absicherung auch etwas nach vorne tun zu können, war diese Gelegenheit nun nicht mehr gegeben und so nahmen auch die Gegenstöße von Sturm ab &#8211; was aber sicher auch daran lag, dass die junge Mannschaft aus Weißrussland (24,5 Jahre im Schnitt &#8211; jünger als jede österreichische Bundesliga-Mannschaft) gegenüber der deutlich älteren aus Graz Konditionsvorteile hatte.</p>
<p>Also reagierte auch Franco Foda und stellte mit Muratovic statt Szabics auf ein 4-4-1-1 um. Somit war Baga wieder beschäftigt, die Passwege auf Muratovic zu kappen, und konnte sich seinerseits nicht mehr so viel nach vorne einschalten. Letztlich war die Schlussphase aus sicht von Sturm &#8220;nur noch&#8221; ein Retten des 1:1 &#8211; der Wechsel von Hölzl zu Ehrenreich verdeutlicht das. Und weil der ebenfalls neu ins Spiel gebrachte Gordeichuk in der 93. Minute verpasste, blieb es auch beim Remis.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Meister findet zu sich</strong></em></p>
<p>Man sah, wie wichtig einerseits die Siege gegen Zestafoni und Rapid waren und andererseits wie sehr Sturm von der internationalen Routine eines Jürgen Säumel im Zentrum profitiert. Die Körpersprache und das Selbstverständnis waren ein ganz anderes als in den schwierigen Wochen zu Saisonbeginn. Denn taktisch hat Foda im Grunde nichts verändert.</p>
<p>So wie diese Partie inhaltlich nicht besonders prickeld, aber aufgrund der wirklich guten Leistung von Sturm &#8211; wohl der besten in dieser Saison &#8211; durchaus ansehnlich war, weil sich die Grazer auch als Auswärtsmannschaft nicht so arg versteckt haben wie in Ungarn und in Georgien. Das Remis mit Auswärtstor ist ein gutes Resultat, weil zwar einerseits mehr drin war, man andererseits aber auch davon profitiert hat, dass Viktor Goncharenko 70 Minuten gebraucht hat, um auf die größte Schwäche &#8211; das gnadenlos unterbesetzte Zentrum &#8211; zu reagieren.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5534&amp;md5=c495c5058336b606d3044665cd8eeb7b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Besser, aber noch lange nicht gut &#8211; Sturm dank Arbeitssieg im CL-Playoff</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/08/03/besser-aber-noch-lange-nicht-gut-sturm-dank-arbeitssieg-im-cl-playoff/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 21:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berauschend war es beileibe nicht. Aber immerhin kommt Sturm zu einem 1:0-Sieg über den georgischen Meister Zestafoni und zittert sich somit ins CL-Playoff. Die Leistung der Grazer war dabei nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Wochen. Aber es ist noch ein langer, langer Weg zur Meisterform. Sturm-Coach Foda konnte zum so wichtigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Berauschend war es beileibe nicht. Aber immerhin kommt Sturm zu einem 1:0-Sieg über den georgischen Meister Zestafoni und zittert sich somit ins CL-Playoff. Die Leistung der Grazer war dabei nicht mehr ganz so schlimm wie in den letzten Wochen. Aber es ist noch ein langer, langer Weg zur Meisterform.</em></strong></p>
<div id="attachment_5490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmZestafoni.png"><img class="size-full wp-image-5490 " title="SturmZestafoni" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/SturmZestafoni.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Sturm Graz - FC Zestafoni 1:0</p></div>
<p><span id="more-5488"></span>Sturm-Coach Foda konnte zum so wichtigen Rückspiel gegen Zestafoni (die in der gleichen Aufstellung antraten wie beim 1:1 im Hinspiel) erstmals auf seinen neuen Innenverteidiger Milan Dudic zurückgreifen &#8211; sonst war die Formation ohne Überraschungen. Nur die tiefe Positionierung von Samir Muratovic, der kurzfristig für Sandro Foda einspringen musste, war doch etwas ungewohnt.</p>
<p>Die Tatsache, dass Muratovic im Zentrum sehr tief stand, hatte sowohl positive als auch negative Effekte auf das Spiel von Sturm. Positiv war, dass durch das zentrale Duo Weber/Muratovic die Georgier durch die Mitte überhaupt nicht zum Zug kamen, weil Dzaria abgemeldet war und Sechser Daushvili wenig eigene Kreativität nach vorne zeigte. Andererseits lief das Spiel in der Gestaltung völlig an Muratovic vorbei, und bekam er doch mal den Ball, folgte zumeist umgehend ein Fehlpass.</p>
<p><em><strong>Unterschiedliche Flügel</strong></em></p>
<p>Auf der rechten Seite bei Sturm war mit Patrick Wolf der mit Abstand aktivste Akteur zu finden. Er drückte sehr weit nach vorne und auch, wenn seine Flanken selten ankamen und er noch öfter den Zeitpunkt für den finalen Pass schlicht und einfach verschlief und denn Ball zu lange hielt, war sein Vorwärtsdrang doch wichtig, weil er so diese Seite bei den Georgiern beschäftigte und aus dem Spiel nahm &#8211; auch ohne die Hilfe von Ehrenreich, der sich kaum einmal über die Mittellinie traute.</p>
<p>Links sah die Sache ganz anders aus. Hier spielte Georgi Popkhadze zwar durchaus mit Ambitionen nach vorne, auch, weil Rechtsfuß Andi Hölzl früh und weit nach innen zog. Das Verständnis zwischen den beiden fehlte aber und weil sich Hölzl bei Ballverlust defensiv nicht besonders engagiert zeigte, sah die linke Abwehrseite bei Sturm immer deutlich verwundbarer aus als die rechte. Auch, weil Aptsiauri im Rücken von Popkhadze keine langen Dribblings startete, sondern immer schnell versuchte, den Ball in den Strafraum zu flanken &#8211; dort segelte der Ball aber zumeist an allen vorbei.</p>
<p><strong><em>Kaum Inspiration</em></strong></p>
<p>So hatte es immer den Anschein, die formschwachen Grazer hatten die Handbremse bis zum Anschlag gezogen und waren peinlichst darauf bedacht, nur ja keinen Fehler zu begehen, während es den Georgiern trotz leichten Übergewichts an Ballbesitz überhaupt nicht gelang, selbst in eine wirklich kreative Rolle zu schlüpfen. Die beiden einander sehr ähnlichen Systeme &#8211; sowohl Franco Foda als auch sein Gegenüber Georgi Geguchadze vertrauten einem 4-4-2, wie es klassischer kaum sein könnte.</p>
<p>Und nicht nur die mangelnde Kreativität und fehlende Präzision war bei beiden Teams klar vorhanden, sondern auch die große Vorsicht und das ungeheuerlich langsame Tempo. Das Spiel wurde immer wieder verschleppt, keiner spielte mal einen schnellen Pass nach vorne, es wurde fast immer gewartet, bis sich der Gegner auch ja gestellt hatte. So schlief das Spiel so vor sich hin.</p>
<p><strong><em>Zestafoni bewegt sich als erstes&#8230;</em></strong></p>
<p>Wie in einem Western-Duell warteten beide Teams, wer sich zuerst bewegt &#8211; und es waren die Georgier. Einige Minuten nach dem Seitenwechsel nahm Geguchadze seinen Sechser raus und brachte mit Gorgiashvili einen Spieler, der zwar auch im defensiven zentralen Mittelfeld stand, sich aber bei Ballbesitz etwas aktiver nach vorne orientierte als sein Vorgänger Daushvili.</p>
<p>So war die Innenverteidigung bei Ballbesitz gezwungen, höher zu stehen &#8211; das taten die beiden aber in der 68. Minute sehr ungeschickt. Nur Kobakhidze war aufgerückt, dieser hatte bei einem Konter von Sturm gegen Szabics aber das Nachsehen &#8211; und weil Oniani hinten zurückblieb, konnte der von Szabics bediente Kienast weder ins Abseits gestellt noch am Abschluss gehindert werden. Das erste wirklich sinnvolle Anspiel auf den fleißigen, vor dem Tor aber sonst hängen gelassenen Kienast &#8211; und gleich das 1:0.</p>
<p><strong><em>&#8230;und sich dann gar nicht mehr</em></strong></p>
<p>Womit die Entscheidung im Grunde gefallen war. Denn während Sturm mit der Führung im Rücken einen deutlich merkbaren Boost in Sachen Selbstvertrauen erfuhren und dank der defensiven Präsenz des in der Spieleröffnung eher sinnlosen Dudic auch deutlich sicherer standen als in den eher vogelwilden Spielen zuletzt, wirkte der Rückstand auf Zestafoni wie ein Blattschuss &#8211; die Georgier waren erlegt.</p>
<p>Überhaupt nichts mehr brachten die Gäste in der Folge zusammen. Sehr viel mehr Plan als den Ball auf die Flügel zu dreschen (zumeist auf den rechten) und schauen, was rauskommt, war da nicht. Andererseits verpasste es allerdings Sturm wiederum, die defensiv immer mehr verwaisen Flanken konsequenter auszunützen. Es machte in dieser Partie gegen die auswärts tatsächlich um eine Klasse schwächeren Georgier keinen Unterschied mehr.</p>
<p><strong><em>Fazit: Eine Steigerung war es, mehr auch nicht</em></strong></p>
<p>Ja, es war schon besser als in den letzten Wochen, was Sturm vor allem in der zweiten Hälfte, als es im Mittelfeld etwas mehr Platz gab, anbot. Oder besser: Es war nicht mehr ganz so schrecklich. Denn weiterhin fehlte jegliches Tempo in einer vor allem vor der Pause schneckenhaft geführten Partie gegen einen letztlich doch recht biederen Auftritt der weiß Gott nicht überragengen Georgier.</p>
<p>Diese haben es mit ihrer Harmlosigkeit in der Spielgestaltung und den ungenauen Flanken auch der Sturm-Defensive nicht allzu schwer gemacht, ohne Gegentor zu bleiben, aber wirklich sattelfest das das immer noch nicht aus eine Mannschaft mit etwas mehr Killerinstikt vor dem Tor hätte die fraglos weiterhin vorhandenen Schwächen zweifellos ausgenützt.</p>
<p>So oder so, Sturm hat sich (wenn auch gegen so ziemlich den schwächsten Gegner, den man in dieser Runde ziehen hat können) ins Champions-League-Playoff gezittert. Mit einer Leistung, wie sie hier gegen Zestafoni gereicht hat, wird man dort aber kaum ein Land sehen.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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