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	<title>Ballverliebt &#187; Champions League</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Die Bayern sind haushoch überlegen, aber Chelsea spielt den Party-Crasher</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 00:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gespielt hat nur eine Mannschaft &#8211; die Bayern. Torchancen hat sich auch nur ein Team aktiv erarbeitet &#8211; die Bayern. Eine Mannschaft war bis kurz vor Schluss vorne, hatte in der Verlängerung einen Elfer und war auch im Shoot-Out vorne &#8211; die Bayern. Gewonnen hat das Finale der Champions League in München aber trotzdem Chelsea. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Gespielt hat nur eine Mannschaft &#8211; die Bayern. Torchancen hat sich auch nur ein Team aktiv erarbeitet &#8211; die Bayern. Eine Mannschaft war bis kurz vor Schluss vorne, hatte in der Verlängerung einen Elfer und war auch im Shoot-Out vorne &#8211; die Bayern. Gewonnen hat das Finale der Champions League in München aber trotzdem Chelsea. 120 Minuten den Bus parken, einen Eckball verwerten und dann die Elfer-Lotterie gewinnen: Auch so kann man den Pokal holen.</em></strong></p>
<div id="attachment_7179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-19-Chelsea-Bayern-1-1.png"><img class=" wp-image-7179 " title="2012 05 19 Chelsea-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-19-Chelsea-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea - Bayern 1:1 n.V., 4:3 i.E.</p></div>
<p><span id="more-7178"></span>Am 18. Mai 2005 war es, in Lissabon. Da hatte Sporting das Finale des Uefa-Cups daheim, im eigenen Stadion, gegen ZSKA Moskau. Ging dabei sogar in Führung. Und verlor letztlich dennoch mit 1:3. Fast auf den Tag genau sieben Jahre später, Schauplatz München, wiederholte sich Geschichte. Mit einem kleinen Unterschied: Ivica Olic, damals im Trikot der Russen, stand diesmal auf der falschen Seite.</p>
<p><strong><em>So viele gesperrte Spieler</em></strong></p>
<p>Die Tatsache, dass bei den Bayern drei Stammkräfte (Badstuber, Alaba, Luiz Gustavo) gesperrt waren und bei Chelsea gleich vier (Terry, Ramires, Meireles und Ivanovic) zwang beide Trainer zu Umstellungen. Inhaltlich schmerzte Di Matteo vor allem der Ausfall von Ramires, der in den letzten Wochen der konstanteste Spieler war, sowohl defensiv sicher als auch offensiv, ob nun zentral oder auf dem Flügeln, ein integraler Bestandteil der Mannschaft. So brachte Di Matteo den langsamen Lampard und den im Vorwärtsgang eher limitierten Mikel für die Zentrale. Bosingwa und Cahill  ersetzten Ivanovic und Terry direkt.</p>
<p>Bei den Bayern waren die Umstellungen subtiler, aber dennoch merkbar. Was die größte Umstellung nach sich zog war die Sperre von Luiz Gustavo. Dieser ist zwar, was das Passspiel angeht, ohne Zweifel der unsicherste Bayern-Spieler und er ist im Aufbau gerade auf höchstem Niveau immer am ehesten ein Wackelkandidat, aber seine Zweikampfstärke ist unbestritten. Ohne den schmächtigen, aber in seinem Kerngebiet hervorragenden Brasilianer spielten mit Schweinsteiger und Kroos zwei Ballverteiler im defensiven Mittelfeld der Bayern, aber kein Ballgewinner mehr.</p>
<p><strong><em>Wie Chelsea mit Robben und Ribéry umging</em></strong></p>
<p>Alleine &#8211; ein solcher war gar nicht nötig. Chelsea präsentierte sich in einem 4-4-1-1, mit Mata sehr hoch fast auf einer Linie mit Drogba, und zwei Viererketten, die vor allem das Zentrum zumachten, sich gerade in der Anfangsphase zu zweit und zu dritt auf Robben stürzten, aber ansonsten keinerlei Druck auf den Ballführenden ausübten. Besonders auffällig war das bei Lampard und Mikel in der Mittelfeld-Zentrale.</p>
<p>Sie schirmten Müller ganz gut ab; ließen aber Schweinsteiger und Kroos &#8211; die beiden wechselten sich im Spiel nach vorne ab &#8211; einigermaßen unbehelligt. Sie stellten die Bayern nur, griffen sie aber nicht an. Das sah sehr passiv auf, hatte aber den Effekt, dass Chelsea die Bayern auf die Flügel zwang. Und dort hatte man gegen Robben und Ribéry eine gute Strategie am Start.</p>
<p>Es war abzusehen, dass die Duelle Bosingwa-Ribéry und Cole-Robben die Schlüsselduelle des Spiels werden würden. Ribéry durfte gegen Bosingwa durchaus immer wieder den Ball haben, verweigerte ihm aber durch gutes Positionsspiel und vor allem gutes Zweikampfverhalten den Weg in den Strafraum. Zusätzlich profitierte der Portugiese davon, dass das Hinterlaufen Ribérys von Alaba-Vertreter Diego Contento überhaupt nicht funktionierte. Contento spielte brav, wirkte in der Vorwärtsbewegung aber gehemmt, ging ganz selten bis zur Grundlinie durch und brachte in 120 Minuten auch nur eine einzige brauchbare Flanke in den Straufraum (in Minute 37).</p>
<p><strong><em>Die Chelsea-Flügel: Kalou und Bertrand</em></strong></p>
<p>Salomon Kalou ist kein besonders prickelnder Spieler. Dem Ivorer fehlt es deutlich an der Torgefahr, die ein Flügelstürmer normalerweise ausstrahlen sollten. Was er aber sehr wohl hat: Ein Gespür für sinnvolle Defensiv-Arbeit. Zweifellos war das der Grund dafür, dass er den Vorzug vor Daniel Sturridge erhalten hat. Und er erfüllte seine Aufgaben gut: Kalou schaffte es, Contento nie jenen Schub zu ermöglichen, den David Alaba in den letzten Monaten gemeinsam mit Ribéry entfalten konnte. All das jedoch: Keine echte Überraschung.</p>
<p>Womit allerdings viele nicht gerechnet hätten: Auf der linken Seite spielte nicht Florent Malouda, sondern der junge Ryan Bertrand in seinem allerersten Champions-League-Spiel. Der 22-Jährige ist gelernte Linskverteidiger, und das merkte man auch: Er schaute in erster Linie, dass Philipp Lahm nicht zu viel nach vorne machen konnte und Robben so möglichst isoliert war. Er mühte sich nach Kräften, aber defensiv brauchte es trotzdem immer wieder Ashley Cole, der einige Situationen bereinigen musste, und nach vorne war diese Seite tot.</p>
<p><strong><em>Das Aufbauspiel der Bayern</em></strong></p>
<p>Holger Badstuber ist Spieleröffner Nummer eins bei den Bayern, aber er neigt nicht zu großen Ausflügen. Das machte sein Vertreter Anatoli Tymoschuk etwas anders: Zusätzlich zu den beiden Kreativen Schweinsteiger und Kroos (die in Mata nur einen Gegenspieler hatten und so immer einer gefahrlos aufrücken konnte) vor ihm schaltete sich auch der Blondschopf, wenn auch vorsichtig, im Spiel nach vorne ein. Das Aufrücken des Ukrainers erlaubte es zusehens auch dem absichernden Spieler des zentralen Duos, sich höher zu positionierten &#8211; und natürlich auch Lahm im Zweifel auch mal vorne zu bleiben.</p>
<p>Zu sagen, das Spiel der Bayern hatte etwas Barcelona-eskes, wäre wohl etwas übertrieben. Aber die Münchner hatten doch sehr viel Ballbesitz und spielten von einer Seite zur anderen auf der Suche nach dem Loch im Abwehr-Verbund von Chelsea. Das wirkte oft auch ein wenig umständlich, mit zu wenig Tempo vorgetragen. Natürlich ergaben sich dadurch auch immer wieder Chancen &#8211; Robben in der 21. und 32., Müller in der 36., Gomez in der 42. &#8211; aber es fehlte ein Überraschungs-Moment, auch mal ein Tempo-Wechsel, und vor allem die wirkliche Gefahr über die Flügel.</p>
<p>Was aber vor allem ein Manko war: Wann immer Chelsea mal mit mehreren Spielern aufgerückt war und die Bayern eroberten in diesen Situationen den Ball, wurde zu langsam umgeschaltet, nicht konsequent genug nachgerückt und damit das Tempo aus dem Angriff genommen.</p>
<p>Je länger das Spiel dauerte, umso besser kam jedoch Thomas Müller in die Partie: Sobald er merkte, dass vor allem Lampard kein großes Interesse zeigte, das Zentrum zu verlassen, fing er an, zu rochieren &#8211; vornehmlich auf die rechte Seite. Weil er dort leichter anspielbar war, wurde er ein zunehmender Faktor im Spiel, er versuchte den Raum zwischen den Linie zu nützen und es war nicht unlogisch, dass er letztlich auch das Tor für die Bayern erzielen sollte.</p>
<p><em><strong>Chelsea eher mühsam</strong></em></p>
<p>Einen großen Offensiv-Plan hatten die Blues nicht zu bieten. Wenn der Ball erobert wurde, folge oft recht fix der lange Hafer Richtung Drogba. Damit hatten die Bayern-Verteidiger aber selten Probleme: Jerome Boateng lieferte eine starke Leistung ab und vor allem Philipp Lahm war in der Rückwärtsbewegung enorm stark, klärte immer wieder vor Drogba. Mata, die hängende Spitze, leistete auch enorm viel Arbeit gegen den Ball, rieb sich dadurch aber auf und war in der Vorwärtsbewegung kaum ein Faktor.</p>
<p>Bis auf einige kurze Phasen &#8211; also zwischen der 30. und 35. Minute und zwischen Wiederanpfiff und der 55. Minute &#8211; parkte Chelsea den Bus und strahlte wenig bis gar keine Torgefahr aus. Dafür verteidigten sie den eigenen Strafraum mit allem, was sie hatten. Da wurde sich in Schüsse geworfen und Bälle geblockt, dass bei den Bayern die Eckball-Statistik in lichte Höhen getrieben wurde. Das war recht mühsam anzusehen und es brauchte auch weiterhin etwas Glück, dass die Bayern weiterhin zu wenig präzise mit ihren Chancen umgingen &#8211; Ribéry in der 64., Robben in der 72., Müller in der 78. &#8211; aber bis sieben Minuten vor Schluss hielt das Bollwerk.</p>
<p><strong><em>Nach 0:1 kommt Torres. Für den Flügel!</em></strong></p>
<p>Als Thomas Müller in der 83. Minute doch noch das längst überfällige 1:0 für die Bayern erzielt hatte, musste bei Chelsea etwas passieren. Und Di Matteo tauschte das Personal auf den Flügeln aus: Nachdem zuvor schon Malouda statt Bertrand gekommen war, ersetzte er nun Kalou durch Torres. Das Signal war klar: Kompakte Defensive war von den Außenspielern nicht mehr gefragt, sondern der Vorwärtsgang. Dennoch brauchte es eine Ecke, um kurz vor Schluss noch zum 1:1 zu kommen. Das ist ein Vorwurf, den sich die Bayern machen lassen müssen: Sie selbst haben aus 20 Ecken nichts herausgeholt, Chelsea aus der einen sehr wohl.</p>
<div id="attachment_7181" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/CL-Finale-2.png"><img class=" wp-image-7181 " title="CL-Finale 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/CL-Finale-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Verlängerung</p></div>
<p>Interessanterweise ging Torres nicht in die Spitze zu Drogba, sondern besetzte die rechte Seite. Es wurde auch schnell klar, warum: Der flinke Spanier, der zuletzt doch so ein wenig zu seiner Form gefunden hat, ging konsequent in 1-gegen-1-Situationen gegen Diego Contento. Damit hatte dieser merklich Probleme, was dazu führte, dass Ribéry (und nach dessen Austausch wegen Verletzung auch Olic) sehr auf sich alleine gestellt war.</p>
<p>Zudem zeigten David Luiz und Gary Cahill beide wirklich starke Leistungen und ließen Gomez bis auf ganz wenige Situationen in der ersten Hälfte praktisch nicht am Spiel teilnehmen. Den Elfmeter, den Robben in der 97. Minute verschoss, verursachte Drogba mit einem eher ungeschickten Foul an Ribéry.</p>
<p>Das Pendel schwang nun immer weiter in Richtung von Chelsea. Die linke Angriffsseite der Bayern war weitgehend stillgelegt, Schweinsteiger pumpte schon kräftig, Gomez war abgemeldet und die beiden herben Rückschläge &#8211; das Gegentor in der 88. Minute und der verballerte Elfer in der 97. &#8211; hinterließen auch psychisch ihre Spuren.</p>
<p>So ging&#8217;s ins Elferschießen. In dem Cech den entscheidenden Versuch von Schweinsteiger an den Pfosten lenkte. Und gerade Drogba den letzten Penalty sicher verwandelte &#8211; für den Ivorer der erste große Titel.</p>
<p><strong><em>Fazit: Bayern haushoch überlegen, aber zu wenig konsequent</em></strong></p>
<p>Natürlich wäre ein Sieg der Bayern in ihrem Heim-Finale hochverdient gewesen. Chelsea hatte nie das geringste Interesse daran, irgend etwas für das Spiel zu tun, sie pressten nicht auf den Gegner, die griffen nicht an, Angriffszüge suchte man vergebens, aus dem Spiel heraus gab&#8217;s genau eine einzige echte Torchance (Kalou, 38.). Die Spielweise von Chelsea war mühsam, was destruktiv, war &#8211; wie es Sky-Kommentator Reif ausdrückte &#8211; &#8220;nervig&#8221;.</p>
<p>Doch so sehr man auch über Chelsea jammern mag, die extrem passive Spielanlage führte letztlich zum Erfolg. Nicht, weil diese Taktik so genial gewesen wäre. Im Gegenteil: Hätte Müllers 1:0 Bestand gehabt, Di Matteo wäre wohl medial gesteinigt worden, weil er nicht einmal versucht hat, das Spiel zu gewinnen. Nein, Chelsea geht mit dem Pokal aus dem Stadion, weil die Bayern aus ihrer haushohen Überlegenheit einfach viel zu wenig gemacht haben. Und Chelsea erst aus keiner Chance ein Tor machte und dann im Elferschießen die Nerven bewahrte.</p>
<p>So einfach kann Fußball manchmal sein.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7178&amp;md5=f98a8e6898876bde7f2e17875cfb8f3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Achter und Zehner in Personalunion &#8211; Bayern kontrolliert Real dank Toni Kroos</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 00:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist dieser 2:1-Sieg für die Bayern ja ein ziemliches Null-Ergebnis. Die Chancen auf das Finale sind weiterhin ziemlich gleich verteilt. Aber festzuhalten gilt: Die Münchner zeigen sich von der verlorenen Meisterschaft gut erholt und fügen den unter den Erwartung bleibenden Madrilenen eine späte, aber zweifellos verdiente Niederlage zu Nein, gefallen hat Real Madrid das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Eigentlich ist dieser 2:1-Sieg für die Bayern ja ein ziemliches Null-Ergebnis. Die Chancen auf das Finale sind weiterhin ziemlich gleich verteilt. Aber festzuhalten gilt: Die Münchner zeigen sich von der verlorenen Meisterschaft gut erholt und fügen den unter den Erwartung bleibenden Madrilenen eine späte, aber zweifellos verdiente Niederlage zu</em></strong></p>
<div id="attachment_7071" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-17-Bayern-Real-2-1.png"><img class=" wp-image-7071 " title="2012 04 17 Bayern-Real 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-17-Bayern-Real-2-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Real Madrid 2:1</p></div>
<p><span id="more-7070"></span>Nein, gefallen hat Real Madrid das Halbfinal-Los nicht. Die Bayern, die &#8220;Bestia Negra&#8221;, sind im Lager der Königlichen berüchtigt. Klar hält man sich selbst für klar besser, und was die individuelle Klasse der Spieler angeht, auch mit einigem Recht. Aber die gut organisierte, athletische und vor allem psychisch stabile Anlage deutscher Teams im Allgemeinen und der Bayern im Speziellen liegen Real einfach nicht. Das wurde auch in diesem Spiel deutlich.</p>
<p><em><strong>Schlüsselfigur bei den Bayern: Toni Kroos</strong></em></p>
<p>Der auffälligste Spieler bei den Bayern war eindeutig Toni Kroos. Nicht nur, wegen seines unglaublichen Laufpensums, sondern auch wegen seiner Rolle innerhalb des Systems: Anders als <a href="http://ballverliebt.eu/2012/04/12/the-big-lewandowski-mit-dem-goldenen-tor-dortmund-praktisch-meister/">zuletzt etwa in Dortmund</a>, wo die Bayern mehr oder weniger in einem 4-2-4 aufgetreten waren, positionierte sich Kroos (nominell als Zehner im 4-2-3-1) oftmals extrem tief. Das mag auch daran gelegen haben, dass ihm Sami Khedira wie ein Schatten verfolgte, sobald Kroos die Mittellinie überquert hatten, wirkte sich aber sehr positiv auf das Spiel der Bayern aus.</p>
<div id="attachment_7072" class="wp-caption alignright" style="width: 306px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos.png"><img class=" wp-image-7072 " title="kroos" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos.png" alt="" width="296" height="383" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos verteilte die Bälle gut, war für Real kaum ausrechenbar</p></div>
<p>Zumindest ab dem Zeitpunkt, ab dem sich Kroos vermehrt durch tiefere Positionierung der Umklammerung von Khedira entzog. Bis dahin &#8211; also in der ersten Viertelstunde &#8211; hatte Real die Offensivkräfte der Bayern gut im Griff. Robben war isoliert, weil Lahm gegen Cristiano Ronaldo sehr vorsichtig im Spiel nach vorne war. Ribéry (und auch Alaba) wurden konsequent in Unterzahl-Situationen verwickelt &#8211; Arbeloa, der gut nach hinten arbeitende Di María und oft auch Khedira oder sogar Özil verwickelten das Bayern-Duo auf links in viele Zweikämpfe.</p>
<p>Über weite Strecken des Spiels zeigte Toni Kroos aber, was für ein hervorragender und vielseitiger Mittelfeldspieler er ist. Weil er neben der nominellen Rolle als Zehner auch viele offensive Aufgaben von Achter Schweinsteiger übernahm &#8211; dieser ist nach seiner langen Verletzungspause sichtlich noch einiges von seiner Topform entfernt &#8211; agierte er mehr aus der Tiefe heraus und vermochte so, die Bälle auf für Real ziemlich unberechenbare Weise zu verteilen. Zudem war er sich für keinen Zweikampf zu schade und half aus, wo es nötig war.</p>
<p><strong><em>Von einer Verlegenheit in die nächste</em></strong></p>
<p>Die Rolle und die starke Leistung von Kroos brachte Real im Zentrum in eine gewisse Verlegenheit. Khedira wollte sich nicht zu weit aus seiner Position ziehen lassen und Özil war in der Rückwärtsbewegung nicht allzu konsequent. So tauschten Özil und Di María halb durch die erste Hälfte ihre Plätze. Das brachte Real aber nur von einer Verlegenheit in eine andere &#8211; denn nun hatte Alaba deutlich mehr Freiheiten nach vorne und damit kam auch Ribéry besser in die Partie.</p>
<p>Die Hausherren erarbeiteten sich so ein deutliches Übergewicht nicht nur im Zentrum, sondern nun auch auf den Flanken, wodurch die 1:0-Führung (wiewohl Luiz Gustavo dabei alles andere als passiv im Abseits stand) vollauf verdient war. Zu sagen, die Madrilenen machten einen hilflosen Eindruck, wäre maßlos übertrieben. Aber eine gewisse Zerstreutheit müssen sich die Gäste schon nachsagen lassen.</p>
<p><strong><em>Spieleröffnung klappt nicht nach Wunsch</em></strong></p>
<p>Was aber auch daran lag, dass es die Bayern ganz gut verstanden, die Spieleröffnung von Real merklich zu stören. Hatten die Innenverteidiger Pepe und Ramos den Ball, war es ganz deutlich nicht Mario Gomez&#8217; Aufgabe, auf diese beiden zu pressen, sondern dafür zu sorgen, dass Xabi Alonso als Anspielstation aus der Gleichung genommen wird. Wenn schon keine echte Torgefahr von Gomez ausging, diese defensive Aufgabe löste er ganz ordentlich.</p>
<div id="attachment_7074" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ramos.png"><img class=" wp-image-7074 " title="ramos" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ramos.png" alt="" width="294" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">Ramos hatte wenig Gelegenheit zu kurzen Pässen nach vorne, die langen kamen zumeist nicht an</p></div>
<p>So brachte vor allem Sergio Ramos, der für die Spieleröffnung aus der Verteidigung verantwortlich war, recht wenig Pässe auf Xabi Alonso an und hatte so nur noch zwei Möglichkeiten: Raus auf Coentrão, der allerdings keine gute Leistung zeigte, oder langen Hafer nach vorne &#8211; diese Pässe kamen zumeist nicht an.</p>
<p>Was Real im Spiel nach vorne deutlich den Drive nahm. Cristiano Ronaldo war bei Philipp Lahm und Luiz Gustavo in guten Händen und nahm im Grunde nur bei Standard-Situationen am Spiel teil. Da half es auch nichts, dass Benzema extrem viel auf die Seiten auswich und dabei vor allem Badstuber ordentlich aus der Position zog, hier passten Boateng und der umsichtige David Alaba gut auf. So entstanden kaum defensive Löcher und die Bayern brachten das hochverdiente 1:0 auch in die Pause.</p>
<p><strong><em>Ausgleich erzwingt Änderung</em></strong></p>
<p>Zum Start der zweiten Hälfte war Özil wieder im Zentrum und nützte einige Minuten nach Wiederbeginn einen kollektiven Tiefschlaf in der Bayern-Defensive und einen geschickten Quer-Pass von Cristiano Ronaldo (dessen einzige wirklich produktive Aktion im ganzen Spiel) zum völlig gegen den Spielverlauf fallenden 1:1-Ausgleich.</p>
<p>Womit für Heynckes zwei Faktoren zusammen kamen, wegen denen er nach einer Stunde wechselte: Zum einen war Schweinsteiger einfach nicht besonders gut und auch noch nicht fit für mehr als 60 Minuten auf diesem Niveau, zum anderen musste er nun ohnehin eine weitere Option für vorne bringen. Also ging Schweinsteiger raus, Thomas Müller kam hinein. Das hieß, dass Kroos nun vollends Achter und Zehner gleichzeitig war, schließlich orientierte sich Müller auf der Zehn deutlich höher als das Kroos zuvor gemacht hatte.</p>
<p>Die Bayern blieben auch weiterhin die bessere Mannschaft, allerdings ließ die Genauigkeit immer mehr nach. Diesen Effekt verstärkte Mourinho, indem er Di María wieder ins Zentrum stellte, um dort für Stabilität zu sorgen und es Khedira zu ermöglichen, Kroos wieder aktiver nachzustellen. Für Özil kam mit Marcelo die defensivere Variante für die linke Seite, Cristiano Ronaldo wurde damit von Lahm erlöst. Dass im der rotzfreche David Alaba aber so fleißig um die Ohren rennt, dass er gemeinsam mit Ribéry Arbeloa mit Arbeit eindeckte und Ronaldo damit erst recht isoliert blieb, damit rechnete er aber wohl nicht.</p>
<p>So lief das Spiel einem 1:1 entgegen, mit dem Real aufgrund des Auswärtstores deutlich besser hätte leben können als die Bayern. Doch kurz vor Schluss brachte einer der zahllosen Vorstöße von Lahm noch einen Querpass vor das Tor, wo Mario Gomez verwertete &#8211; das 2:1, der alles in allem fraglos verdiente Siegtreffer für die Bayern.</p>
<p><strong><em>Fazit: Geschickte Taktik im Mittelfeld beschert Bayern verdienten Sieg</em></strong></p>
<p>Es wäre etwas hart zu sagen, dass Real nach einer CL-Saison, in der man es nur mit (übertrieben gesagt) Fallobst zu tun hatte, beim ersten echten Gegner sofort eine auf den Deckel bekommen haben. Aber Tatsache ist: Erstmals in dieser Europacup-Saison waren die Madrilenen wirklich gefordert, und sie wären, wenn es dabei geblieben wäre, mit einem schmeichelhaften Remis ins Rückspiel gegangen. Von einem dominanten Auftreten war Real weit entfernt.</p>
<p>Der Schlüssel bei den Bayern war, dass Toni Kroos die sehr fordernde Rolle, die er hatte, glänzend erfüllte. Seine Laufbereitschaft, die Spielübersicht und die zumeist recht genauen Pässe sorgten zwar nicht für übertriebene Torgefahr. Aber sehr wohl dafür, dass die Bayern im Zentrum das Kommando hatten. Zudem wurde Xabi Alonso recht gut kaltgestellt, wodurch Real auf die Flügel gezwungen wurde und dort die individuellen Duelle oftmals verloren wurden.</p>
<p>Das Auswärtstor und die Tatsache, dass das Rückspiel nun in Madrid steigt, sprechen hingegen für Real. Weshalb man zwar von einem verdienten Bayern-Sieg sprechen kann. Aber schlauer, was den Namen des Finalisten aus diesem Duell angeht, ist man mit diesem Spiel nicht geworden.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7070&amp;md5=992cea5a830fe12f8e647c246c429412" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Disziplinierte Italiener halten Barcelona auf Distanz &#8211; Milan kommt zu einem 0:0</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 21:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war intensiv, es war attraktiv, es war auf hohem Niveau &#8211; zumindest eine Stunde lang. Milan ließ Barcelona dort agieren, wo es die Rossoneri für verschmerzbar hielten und kamen durch ihre technisch starken Offensiv-Spieler selbst zu einigen Chancen. Letztlich endete es in einem Patt und einem 0:0, das für das Rückspiel alles offen lässt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Es war intensiv, es war attraktiv, es war auf hohem Niveau &#8211; zumindest eine Stunde lang. Milan ließ Barcelona dort agieren, wo es die Rossoneri für verschmerzbar hielten und kamen durch ihre technisch starken Offensiv-Spieler selbst zu einigen Chancen. Letztlich endete es in einem Patt und einem 0:0, das für das Rückspiel alles offen lässt.</em></strong></p>
<div id="attachment_6997" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-28-Milan-Barca-0-01.png"><img class=" wp-image-6997 " title="2012 03 28 Milan-Barca 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-28-Milan-Barca-0-01.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">AC Milan - FC Barcelona 0:0</p></div>
<p><span id="more-6995"></span>Das große Spezifikum bei Milan? Bekanntermaßen ein typisch-italienisch enges Spiel, Überzahl im Zentrum, Breite nur über die Außenverteidiger. Jenes von Barcelona? Weit vorne und weiß außen agierende Flügel, um die gegnerische Abwehr auseinander zu ziehen und Messi ermöglichen, in die entstehenden Löcher zu stoßen. Wenig überraschend, dass dabei genau das zu erwartende Spiel heraus kam.</p>
<p><strong><em>Barcelonas rechte Außenbahn&#8230;</em></strong></p>
<p>Pep Guardiola stellte eine Mannschaft ohne wirklichen Linksverteidiger auf. Dani Alves auf der rechten Seite war nur in Ausnahmefällen in der eigenen Hälfte, wodurch hinten eine De-facto-Dreierkette entstand. Logisch: Klassische Außenverteidiger braucht man gegen Milan nicht, weil es bei den Rossoneri schlicht kein nennenswertes Flügelspiel gibt. So kümmerten sich hinten Puyol (der sich tendenziell Richtung links orientierte), Mascherano und Piqué um Ibrahimovic und Robinho, während Busquets, wenn nötig, um Boateng kümmerte.</p>
<div id="attachment_6998" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/alves-hz1.png"><img class=" wp-image-6998 " title="alves hz1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/alves-hz1.png" alt="" width="232" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Dani Alves in der 1. Hälfte</p></div>
<p>Milan machte aber nicht nur das Mittelfeld eng, sondern zog auch die Abwehrkette sehr weit zusammen, wodurch Dani Alves keinen Gegenspieler hatte und auf seiner Seite ungeahnte Freiheiten genoss. Unterstützt von Alexis Sánchez, der wie gewohnt<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ESUiDY-5DVE"> durch seine grandiosen Laufwege</a> Gegenspieler binden und so Alves den Weg oft noch mehr freimachen konnte, unternahm der Brasilianer viel &#8211; brachte allerdings wenig Nützliches in den Strafraum (siehe Grafik).</p>
<p>Betrachtet man die Art und Weise, Milan mit den Abwehrkette den Strafraum zumachte und wie unbehelligt man Dani Alves ließ, liegt die Vermutung nahe, dass man den Brasilianer absichtlich die Außenbahn überließ und stattdessen darauf achtete, dass seine Pässe in die gefährlichen Zonen nicht ankamen. Was wunderbar funktioniert hat.</p>
<p><strong><em>&#8230;und die linke</em></strong></p>
<p>Auf der anderen Seite fehlte die Power aus der Tiefe, wie sie Dani Alves ins Spiel bringt, aufstellungsbedingt. Hier teilten sich Seydou Keita und Andrés Iniesta die Agenden auf der Flanke auf.</p>
<div id="attachment_7002" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/keita.png"><img class=" wp-image-7002  " title="keita" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/keita.png" alt="" width="256" height="329" /></a><p class="wp-caption-text">Keitas Passwege waren deutlich konservativer als jene von Alves</p></div>
<p>Zumeist kam Iniesta eher aus dem Zentrum, während sich Keita näher zur Seitenlinie befand. Diese beiden versuchten aber gar nicht erst, Flanken in den Strafraum zu bringen, sondern begnügten sich damit, Nocerino und Bonera zu beschäftigen. Die Folge: Keita spielte deutlich mehr Rückpässe als Alves und agierte dadurch deutlich weniger auffällig.</p>
<p>Andererseits entstanden durch diese Spielweise aber auch in der Defensive, gemeinsam mit dem zumeist hinten bleibenden Puyol, deutlich weniger Lücken im Rücken von Keita als das auf der anderen Seite der Fall war. Die logische Folge: Die Angriffe von Milan konzentrierten sich eher auf die Seite von Alves als auf jene von Keita und Puyol.</p>
<p><strong><em>Wie es Milan anlegte</em></strong></p>
<p>Die Gastgeber verzichteten, wie erwähnt, auf jegliche Breite im Spiel durch die Außenverteidiger. Bonera und Antonini spielten ihre Rollen sehr defensiv und waren im Spiel nach vorne kein Faktor. Die Schlüsselspieler waren hierbei die Außenspieler im Dreier-Mittelfeld, also Seedorf und Nocerino, sowie natürlich Kevin-Prince Boateng als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff.</p>
<p>Boateng zeigte, genau wie Robinho, eine Tendenz zur linken Außenbahn &#8211; wie erwähnt, in den Rücken von Dani Alves. Wann immer es Milan gelang, mit Tempo in den Raum zwischen Barcelonas Abwehr und der Reihe mit Xavi und Iniesta zu kommen, wurde es brandgefährlich. Milan kam so zu einigen guten Chancen, die allerdings vergeben wurden, und hatten darüber hinaus noch einige vielversprechende Aktionen, die von der Barça-Abwehr zum Teil nur mit großer Mühe geklärt werden konnten.</p>
<p><em><strong>Konzentration auf die potentiellen Problembereiche</strong></em></p>
<p>Erstaunlich war, dass gerade eine Mannschaft, die so sehr auf Überzahl im Zentrum baut wie Milan, genau in diesem Bereich oft eine 4-gegen-5/6-Unterzahl hatte. Das ging sich aber trotzdem aus, weil die Viererkette den Strafraum komplett dicht machte (und nur einmal Glück brauchte, als ein klares Foul von Abbiati an Messi nicht zum Elfmeter geführt hat) und die drei Mann davor einen tollen Job ablieferten: Zum einen ließen sich Nocerino, Ambrosini und Seedorf nicht billig aus der Position ziehen und vermieden es so, Lücken zu lassen. Zum anderen attackierten sie Barcelona schon relativ früh und versuchten, die langen Ballstaffetten zu unterbinden.</p>
<p>Lediglich Ambrosini war im Zentrum durch sein fehlendes Tempo vor allem gegenüber Messi diverse Male dazu gezwungen, Fouls zu begehen, wodurch Barcelona immer wieder gute Freistoß-Möglichkeiten bekam. Generell aber war die Folge ein äußerst intensives und auch attraktives Spiel, in dem Milan die Katalanen in den Bereichen spielen ließ, in denen Allegri das für verschmerzbar hielt, und ihnen dort, wo es gefährlich werden könnte, keinen Raum gewährte. Die Folge: Patt auf sehr ansprechendem Niveau.</p>
<p><em><strong>Spiel erlahmt im eigenen Würgegriff</strong></em></p>
<div id="attachment_7008" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MilanBarca2.png"><img class=" wp-image-7008 " title="MilanBarca2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MilanBarca2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p>Weil sich Barcelona nach dem Seitenwechsel immer besser auf die Angriffsstruktur von Milan einstellte und es dem für den angeschlagenen Robinho eingewechselten El-Shaarawy verglichen mit dem Brasilianer am Auge für die Laufwege fehlt, wurde Milan immer harmloser. Boateng kam gegen Busquets immer weniger zum Zug und Ibrahimovic war immer mehr isoliert. Aus dem temporeichen, intensiven Spiel der ersten Hälfte wurde immer mehr ein gegenseitiges Belauern, in dem der Zug zum Tor abging.</p>
<p>Das änderte sich erst mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Nesta. Denn damit war Allegri gezwungen mit Djamel Mesbah den großen Schwachpunkt des 0:3 gegen Arsenal auf die linke Abwehrseite zu stellen. Guardiola reagierte postwendend, indem er mit Pedro einen zusätzlichen Mann zu Dani Alves gegen Mesbah auf das Feld brachte. Alves hielt sich hinter Pedro zwar etwas zurück, aber es war an Seedorf, den Algerier Mesbah zu unterstützen &#8211; was Milan natürlich zusätzliche Offensiv-Optionen nahm. Es blieb nur noch das Hoffen auf einen Lucky Punch, der aber nicht mehr kam.</p>
<p><strong><em>Fazit: Milan spielt diszipliniert und wahrt die Chancen</em></strong></p>
<p>Die Taktik von Max Allegri, sich in der Defensivarbeit auf jene Kernbereiche zu beschränken, in denen er Barcelona für besonders gefährlich hielt, ging letztlich ganz gut auf. Die Katalanen bekamen keinen Zugriff auf den Strafraum, hatten gegen das aggressive Mittelfeld von Milan mitunter Probleme, zur gewohnten Pass-Sicherheit zu kommen und schafften es nicht, die äußerst diszipliniert stehende Viererkette von Milan auseinander zu ziehen.</p>
<p>Die Chancen, das Spiel zu gewinnen, wären für Milan durchaus vorhanden gewesen (in der ersten Hälfte), aber nachdem die Präsenz von Robinho fehlte und Boateng immer weniger zum Zug kam, ging es immer mehr nur noch darum, zumindest das Gegentor zu verhindern. Weil das gelang, ist Milan im Rückspiel durchaus nicht ohne Chance &#8211; denn dass sie es verstehen, mit Tempo und hoher technischer Klasse in die Räume vorzustoßen, haben sich nicht nur in diesem Spiel angedeutet. Nein, das weiß man spätestens <a href="http://ballverliebt.eu/2012/02/15/milans-offensive-laufwege-zerreisen-arsenal/">seit der 4:0-Vernichtung von Arsenal</a>.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6995&amp;md5=fb5ff121a1d2f035c8b40930bdf240da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Imperium schlägt zurück: Die alte Garde schießt Chelsea zum 4:1-Sieg</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 23:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor allem mit Drogba, Lampard und Terry war Ex-Chelsea-Coach Villas-Boas auf Crash-Kurs. So ist es wohl durchaus bezeichnend, dass genau diese drei im ersten wirklich wichtigen Spiel nach der Entlassung des Portugiesen so richtig aufgeigten, drei der vier Tore schossen und das ganze Team mitreißen konnten. Das Aus in der Champions League gegen Napoli konnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Vor allem mit Drogba, Lampard und Terry war Ex-Chelsea-Coach Villas-Boas auf Crash-Kurs. So ist es wohl durchaus bezeichnend, dass genau diese drei im ersten wirklich wichtigen Spiel nach der Entlassung des Portugiesen so richtig aufgeigten, drei der vier Tore schossen und das ganze Team mitreißen konnten. Das Aus in der Champions League gegen Napoli konnten die Blues in einem unterhaltsamen Spiel gerade noch verhindern.</em></strong></p>
<div id="attachment_6864" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-14-Chelsea-Napoli-4-1-nV.png"><img class=" wp-image-6864 " title="2012 03 14 Chelsea-Napoli 4-1 nV" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-14-Chelsea-Napoli-4-1-nV.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea FC - SSC Napoli 4:1 n.V.</p></div>
<p><span id="more-6863"></span>Die ersten beiden Spiele unter Roberto di Matteo hat Chelsea gewonnen &#8211; aber so wichtig das 2:0 im Cup bei Birmingham City und das 1:0 gegen Stoke in der Liga auch waren, in der Champions League wartete gegen Napoli das wohl wirklich entscheidende Spiel für den weiteren Saisonverlauf die Blues, zehn Tage nach der Entlassung von André Villas-Boas.</p>
<p><em><strong>Das System vom Interims-Coach</strong></em></p>
<p>Di Matteo &#8211; der als Spieler 1998 beim letzten Europacup-Triumph von Chelsea dabei war und als Trainer vor anderthalb Jahren West Brom in die Premier League geführt hatte &#8211; ging vom 4-3-3 ab, das Villas-Boas verwendet hatte, und stellte das Team auf ein 4-2-3-1 um. Essien fungierte dabei als tief stehender Sechser, währen Frank Lampard aus der Tiefe heraus immer wieder weit mit nach vorne ging, um Zehner Juan Mata gegen die beiden defensiven Mittelfeld-Spieler von Napoli zu unterstützen.</p>
<p>Oftmals spielten Mata und Drogba annähernd auf einer Höhe, dazu gestellte sich noch Sturridge auf der rechten Seite. Das machte, rein numerisch gesehen, durchaus Sinn: Gegen die Dreierkette von Napoli, die defensiv natürlich schnell zur Fünferkette wird, empfielt es sich, mit vielen, hoch stehenden Spielern zu agieren. Aber das alleine war es nicht, was Chelsea die Kontrolle bescherte.</p>
<p><strong><em>Die Flügel von Chelsea</em></strong></p>
<p>Sondern auch, dass man das Zentrum bearbeitete, ohne dabei auf die Außen zu vergessen. Man City machte <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/14/durch-die-mitte-spielt-man-napoli-nicht-aus-man-city-so-nur-11/">beim 1:1 im Gruppenspiel</a> den Fehler, nur das Zentrum zu bevölkern, aber nicht Napolis Wing-Backs außen zu binden &#8211; darauf achtete Chelsea hier sehr wohl. So blieb zwar Ramires, nominell auf dem linken Flügel aufgeboten, zumeist recht weit von der Außenbahn weg &#8211; nur wenn defensiv notwendig, bewegte er sich dort hinaus.</p>
<p>Dafür bearbeitete Ashley Cole dort Christian Maggio (und nach dessen verletzungsbedingter Auswechslung Juan Camilo Zuñíga). Auf der rechte Seite blieb Sturridge eher draußen gegen Zuñíga (und später eben Dossena), weshalb Ivanovic in dieser Phase nicht ganz so viel nach vorne unternahm wie Cole.</p>
<p><em><strong>Napoli lauert auf Gegenstöße</strong></em></p>
<p>Napoli ließ Chelsea mit dem 3:1 aus dem Hinspiel im Rücken recht bereitwillig den Ball und lauerte, wie es das Spiel dieser Mannschaft nun mal ist, auf schnelle Gegenstöße. Gegen das zwar optisch dominante, aber nicht besonders schnelle Aufbauspiel von Chelsea hatten die Italiener wenig defensive Probleme und es gelang immer wieder, das ungemein flinke Trio vorne einzusetzen.</p>
<p>Dort ließ sich vor allem Hamšík immer wieder fallen, um anspielbar zu sein und vorne Cavani und den etwas passiveren Lavezzi einzusetzen. Chelsea hatte so ein spielerisches Übergewicht, aber Napoli stellte einen steten Gefahrenherd dar und hatte einige sehr gute Chancen, die nur knapp nicht zum Tor führten. Wenn dazu Gelegenheit war, ging das Offensiv-Trio der Italiener auch die ballführenden Gegenspieler an, was Chelsea zumindest phasenweise ein wenig aus dem Rhythmus brachte.</p>
<p><em><strong>Schwäche bei Flanken in den Strafraum</strong></em></p>
<p>Das 6:3 von Napoli zuletzt in der Serie A gegen Cagliari hat nicht nur gezeigt, dass man vorne bärenstark ist, sondern auch, wo die Schwäche liegt: Bei Flanken in den Strafraum und Kopfbällen. Alle drei Gegentore gegen Cagliari fielen aus Kopfbällen, und nach einer halben Stunde fand eine Flanke von Ramires (der von Maggio nicht konsequent genug attackiert wurde) den Kopf von Didier Drogba, und der Ivorer traf zum 1:0.</p>
<p>Ein Treffer, der bei Napoli sichtlich Wirkung hinterließ. Die Verletzung von Maggio und der dadurch nötige Wechsel waren sicher auch ein Faktor, aber vor allem im Zentrum &#8211; Gargano und Aronica seien hier erwähnt &#8211; blieb Napoli nun vermehrt zu weit vom Gegenspieler weg, die Sicherheit im Passspiel schwand merklich und ein zweites Gegentor vor der Pause schien alles andere als unwahrscheinlich.</p>
<p><em><strong>Wieder ein Kopfball &#8211; und die krachende Antwort darauf</strong></em></p>
<p>Aber es dauerte bis kurz nach der Pause, als Hugo Campagnaro &#8211; der linke Mann in Napolis Dreierkette &#8211; den Blues das 2:0 schenkte. Erst verursachte er nach einer Flanke (auf dieses Mittel setzte Chelsea nun natürlich vermehrt) aus seiner Verunsicherung heraus einen unnötigen Eckball, und bei dem ließ er dann auch noch John Terry laufen &#8211; das verdiente 2:0 für die Hausherren. Und wie schon das erste Tor wurde es von einem Akteur aus jener &#8220;alten Garde&#8221; erzielt, die gemeinhin als die Hauptverantwortlichen für Villas-Boas&#8217; Rauswurf ausgemacht worden waren.</p>
<p>Napoli war nun gezwungen, wieder aktiver am Spiel teilzunehmen und Gökhan Inler, Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft, ging mit seiner Energie aus dem Zentrum dabei voran. Nicht nur, dass er nun deutlich Verantwortung übernahm und die Intensität erhöhte, nein, er sorgte mit seinem krachenden Weitschuss-Tor aus 20 Metern auch dafür, dass Napoli nun wieder weiter wäre und Zwang somit Roberto di Matteo zum Handeln.</p>
<p><strong><em>Torres kommt rein</em></strong></p>
<div id="attachment_6865" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Chelsea-Napoli2.png"><img class=" wp-image-6865 " title="Chelsea-Napoli2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Chelsea-Napoli2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab ca. 60. Minute</p></div>
<p>Dieser brachte Fernando Torres ins Spiel, der seit Oktober auf einen Torerfolg wartet. Für ihn musste Sturridge weichen und aus dem System wurde nominell ein 4-4-2. Weil aber Mata sich nicht allzu viel auf der rechten Seite aufhielt und in sich immer wieder in die Zehner-Position orientierte, musste Branislav Ivanovic die komplette rechte Seite übernehmen. Das machte der Serbe von seiner Präsenz her auch sehr gut, allerdings waren seine Flanken und seine Zuspiele zumeist sehr ungenau. So war Dossena beschäftigt, aber Torgefahr ging davon nicht aus.</p>
<p>Torres selbst spielte um Drogba herum und versuchte, die Kanäle zwischen Napoli-Abwehr und dem defensiven Mittelfeld der Italiener zu nützen. Das machte er recht ordentlich, er bot sich immer als Anspielstation an und arbeitete gut, aber echte Gefahr für das Napoli-Tor ging auch von ihm nicht aus. So brauchte es bei allem spielerischen Übergewicht, das Chelsea entwickelte, einen Hand-Elfmeter. Diesen verwandelte mit Frank Lampard der dritte aus der alten Garde mit voller Wucht. Das 3:1 aus dem Hinspiel war egalisiert, es ging in die Verlängerung.</p>
<p><strong><em>Chelsea mit mehr Qualität von der Bank</em></strong></p>
<p>Dort mussten die Mannschaften merklich der extrem hohen Intensität der vorangegangenen 90 Minuten Tribut zollen. Di Matteo nahm dabei aber einen guten Wechsel vor: Für Mata brachte er Malouda. Der Franzose ging nun auf die linke Seite und machte einen guten Job, wenn es darum ging, Bälle zu behaupten Gegenspieler zu binden. Ramires wechselte auf die rechte Seite und übernahm dort die spielerische Verantwortung, nachdem Bosingwa dort Ivanovic ablöste (Terry musste raus, Ivanovic ging in die IV).</p>
<p>So schaffte es Chelsea gut, die Abwehr von Napoli auseinander zu ziehen und versuchte weiterhin, mit Flanken die Schwäche im Zentrum der Italiener auszunützen &#8211; was in der 105. Minute durch ein Tor von Ivanovic nach Drogba-Flanke zum 4:1 ausgenützt wurde. Was die Vorentscheidung war: Denn bei Napoli war das Offensiv-Trio müdegelaufen &#8211; ohne die defensiv gebundenen Wing-Backs waren sie zumeist auf sich alleine gestellt. Mit Pandev und Jungstar Vargas fehlte es aber an den Ideen, zudem machte der im Saisonverlauf oft (und auch zu Recht) viel gescholtene David Luiz eine herausragende Partie.</p>
<p><strong><em>Fazit: Der Wille, der unter Villas-Boas fehlte</em></strong></p>
<p>Roberto di Matteo hat sein Team taktisch richtig eingestellt, erkannte die Schwächen von Napoli und bohrte diese entsprechend an, nahm die Wing-Backs der Italiener aus dem Spiel und isolierte damit deren Offensiv-Trio ganz gut. Aber: Viel entscheidender als das war die Tatsache, dass die Spieler von Chelsea mit einem Schwung, einem Willen und einer inneren Überzeugung aufgetreten sind, wie sie es unter André Villas-Boas praktisch nie gemacht haben.</p>
<p>Dieser Wucht war Napoli über die 120 Minuten gesehen ganz einfach nicht gewachsen. Es fehlte so ein wenig der Plan B als sich immer mehr abzeichnete, dass man nach vorne ohne nach vorne marschierende Flügelspieler kaum die Mittel hatte, das gefürchtete Trio Hamšík/Cavani/Lavezzi entsprechend einzusetzen. Was eine ähnliche Erkenntnis bringt wie <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/24/napoli-ein-spitzenteam-noch-nicht/">vor einem Jahr nach dem Aus in der Europa League</a>: Napoli hat sich ohne Frage extrem verbessert, in den letzten 13 Monaten, aber ein absolutes europäisches Spitzenteam ist man eben doch (noch) nicht.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6863&amp;md5=850bcd6efb2781388b3482c72324edff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Basel kannte die Bayern ganz exakt &#8211; Vogel feiert Punktsieg über Heynckes</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 22:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Kleiner muss man sich umso mehr auf das eigene Hirnschmalz verlassen. Genau das tat Basel-Trainer Heiko Vogel: Er stellte sein Team 100-prozentig exakt auf das (zugegeben erschreckend vorhersehbare) Spiel der Bayern ein. Mit großem Erfolg, denn am Ende gewann das Team mit Aleksandar Dragovic gegen jenes mit David Alaba mit 1:0. Statisch, vorhersehbar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Als Kleiner muss man sich umso mehr auf das eigene Hirnschmalz verlassen. Genau das tat Basel-Trainer Heiko Vogel: Er stellte sein Team 100-prozentig exakt auf das (zugegeben erschreckend vorhersehbare) Spiel der Bayern ein. Mit großem Erfolg, denn am Ende gewann das Team mit Aleksandar Dragovic gegen jenes mit David Alaba mit 1:0.</em></strong></p>
<div id="attachment_6786" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-22-Basel-Bayern-1-01.png"><img class=" wp-image-6786 " title="2012 02 22 Basel-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-22-Basel-Bayern-1-01.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Basel - Bayern München 1:0</p></div>
<p><span id="more-6778"></span>Statisch, vorhersehbar und inhaltlich nicht besonders aufregend &#8211; so präsentierten sich die Bayern in den letzten Wochen. Was ihnen in der deutschen Bundesliga den Rückfall von Platz eins auf Rang drei bescherte. Weil die Konkurrenten der Münchener natürlich auch Video schauen: Mit guter Defensiv-Organisation ist den Bayern beizukommen, weil jegliches Überraschungmoment fehlt.</p>
<p><strong><em>Bayern wie immer, Basel erwartet es genau so</em></strong></p>
<p>Basel-Trainer Heiko Vogel ließ seine Mannschaft in einem flachen 4-4-2 auflaufen und das wurde von den Schweizern so interpretiert, wie man es heutzutage interpretieren muss, will man damit Erfolg haben: Als reines Konter-System. Die beiden zentralen Mittelfeld-Leute, der routinierte Benni Huggel und U-21-Vize-Europamesiter Granit Xhaka, machten die Mitte extrem eng, wodurch es für Bayern-Zehner Toni Kroos kaum Möglichkeiten zur Entfaltung gab.</p>
<p>Die Mittelfeld-Außen spielten relativ weit innen. Das verlieh dem Zentrum zusätzliche Stabilität, die Auslegung ihrer Rollen war für Fabian Frei und Xherdan Shaqiri aber sehr auf ihre Gegner abgestimmt: Während Frei weiter außen blieb, blieb Shaqiri weiter innen, auch in der Rückwärtsbewegung. Das lud Robben und Ribéry genau zu ihrem Spiel ein: Robben zog in Freis Rücken nach innen, wurde dort aber vom mit ihm nach innen gehenden Basel-LV Park begleitet, während sich Frei auf der Außenbahn um den sehr passiven Rafinha kümmerte.</p>
<p>Ribéry hingegen wurde mit Shaqiris zentralerer Rolle eingeladen, eher auf der Flanke zu verbleiben &#8211; was Steinhöfer wusste und sich entsprechend verhielt. Die Bayern hatten so zwar viel Ballbesitz, aber keine Ideen nach vorne. Die Flanken waren furchtbar &#8211; in der ersten Hälfte kam nur eine einzige an &#8211; und das ganze Spiel des Favoriten war statisch und langsam. Es fehlten die Tempowechsel, es gab nichts Überraschendes.</p>
<p><strong><em>Basel kontert über die Außenbahnen</em></strong></p>
<p>Auch direkte Bälle auf Gomez brachten keinen Erfolg, weil dieser gegen Abraham und vor allem dem bärenstarken Dragovic überhaupt keine Chance hatte. Kamen die Basler in Ballbesitz, ging es dafür relativ schnell: Dann schwärmten die Flügelspieler aus und mit langen Bällen auf die Flanken wurde versucht, schnell in den Rücken vor allem des mehr nach vorne spielenden Lahm zu kommen. Steinhöfer war ein dankbarer Abnehmer für diese Bälle.</p>
<p>Gegen den passiveren Rafinha stießen auf der anderen Seite Fabian Frei und Park Joo-Ho mit schnellem und vor allem flachen Spiel durch zu kommen. Auch bei Kontern galt also: Die Stärken und vor allem die Schwächen der Bayern waren jedem Basel-Spieler ganz offensichtlich bekannt und genau denen entsprechend wurde in jeder Situation auch gehandelt.</p>
<p>Und weil Bayern-Trainer Jupp Heynckes auch nichts grundlegend veränderte, stellte seine Mannschaft den Schweizermeister auch vor keine allzu gravierenden Probleme. Ehe Heiko Vogel in der Schlussphase frische Kräfte für die beiden Außenbahnen brachte. Mit Erfolg: Valentin Stocker brachte viel Schwung auf die linke Seite, auf der Fabian Frei in der zweiten Hälfte etwas nachgelassen hatte, und etwa zehn Minuten vor Schluss wurde mit dem Kameruner Jacques Zoua (statt Shaqiri) auch rechts neue Wucht gebracht. Die Folge: Genau diese beiden erarbeiteten sich den späten 1:0-Siegtreffer der Schweizer.</p>
<p><strong><em>David Alaba</em></strong></p>
<p>Gerade in solchen Spielen wird deutlich, wie sehr den Bayern Bastian Schweinsteiger fehlt. Mit seiner Präsenz auf dem Feld, seinen Führungsqualitäten und seiner Fähigkeit, auch während dem Spiel das Team in eine andere Richtung zu lenken macht es noch viel mehr den Unterschied aus, als das die immer eindimensionaler werdenden Robben und Ribéry tun.</p>
<div id="attachment_6780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 485px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Alaba-Tymoschuk.png"><img class=" wp-image-6780  " title="Alaba Tymoschuk" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Alaba-Tymoschuk.png" alt="" width="475" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Tymoschuk und Alaba verleihen zwar Stabilität im Zentrum, das war gegen Basel aber nicht gefragt. Ohne Schweinsteiger fehlen die Impulse nach vorne.</p></div>
<p>Nicht falsch verstehen: David Alaba machte eine sehr ordentliche Partie, Anatoli Tymoschuk auch. Das Duo im zentralen defensiven Mittelfeld der Bayern war sehr viel unterwegs, spielte wenige Fehlpässe (Alaba 91,5%, Tymoschuk 87,3% angekommene Pässe) und verlieh dem Zentrum damit vor allem defensiv eine enorme Stabilität. Die war in dieser Partie aber nicht gefragt: Zum einen hatten die Bayern ohnehin 60% Ballbesitz, und zum anderen gab es bei Basel ganz einfach kein offensives Mittelfeld, gegen das es noch dazu zwei Sechser brauchte. Die Schweizer kamen ohnehin nur über die Flügel.</p>
<p>Und nach vorne fehlten von den beiden die Impulse. Alaba versuchte zwar immer wieder, das Spiel schnell zu machen, auch mal selbst den Abschluss zu suchen (wie bei zwei Schüssen aus der zweiten Reihe), aber er fand keine Löcher im Basler Abwehrverbund. Und dass Tymoschuk den Ball in der Vorwärtsbewegung fast immer gleich auf Arjen Robben spielte, war einer Unberechenbarkeit des Bayern-Spiel auch nicht gerade zuträglich.</p>
<p><strong><em>Bombensicher: Aleskandar Dragovic</em></strong></p>
<div id="attachment_6782" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dragovic.png"><img class="size-full wp-image-6782 " title="Dragovic" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Dragovic.png" alt="" width="300" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Die Pässe von Aleks Dragovic</p></div>
<p>Ein wichtiger Faktor, der zum Sieg von Basel beigetragen hat, war zweifellos auch das IV-Duo der Schweizer mit David Abraham und Aleksandar Dragovic. Die beiden ließen Mario Gomez überhaupt nicht zum Zug kommen und wenn doch einmal Gefahr im Verzug war, wurde das schnell realisiert und entsprechend gehandelt.</p>
<p>Zudem war der österreichische Nationalspieler sehr sicher im Passspiel. Von den 38 Pässen, die Dragovic in der eigenen Hälfte spielte, landeten nur zwei in einer potentiell gefährlichen Position beim Gegner. Ansonsten wurde vermehrt darauf geachtet, aus der Defensiv-Zentrale nicht mit Risiko-Bällen zu agieren, sondern den Ball erst einmal in den eigenen Reihen zu halten.</p>
<p>Im Fall von Dragovic waren das hauptsächlich Bälle zu seinem Partner Abraham und, ganz besonders, auf die linke Seite zu Park und Fabian Frei. Was wiederum genau in den offensichtlichen Matchplan von Trainer Heiko Vogel passte.</p>
<p><em><strong>Fazit: Basel war perfekt eingestellt</strong></em></p>
<p>Natürlich hatten die Bayern mehr Ballbesitz. Aber das deutlich intelligentere Spiel zog der FC Basel auf: Jeder Spieler wusste genau über seine ganz spezifisch auf den Gegenspieler ausgerichteten Aufgaben und erfüllte diese auch. So muss man dieses Spiel &#8211; auch wenn es 0:0 ausgegangen wäre &#8211; als klaren Punktsieg des jungen Heiko Vogel gegen den routinierten Jupp Heynckes betrachten. Letzterer hat bis zum späten Gegentor rein gar nichts an der Ausrichtung, am System oder an der Spielanlage.</p>
<p>Erst nach dem Rückstand stellte er auf ein 4-4-2 um, was den Baslern aber den Platz im Zentrum bescherte, um erst recht das Spiel souverän herunter ticken zu lassen. Ob der 1:0-Vorsprung für das Rückspiel reicht, um tatsächlich nach Manchester United auch die Bayern aus dem Bewerb zu kegeln und ins Viertelfinale einzuziehen, wird sich zeigen. Sicher ist aber: Mit diesem Trainer ist das Basel absolut zuzutrauen.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6778&amp;md5=328d2275972c2d036a9b89a826c65687" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Milans offensive Laufwege zerreißen Arsenal &#8211; 4:0 für die Rossoneri</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 22:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, Gnade kannte Milan mit der schon die ganze Saison bedenklich wackelnden Arsenal-Abwehr keine. Ibrahimovic, Robinho und Boateng machten die Gunners mit ihrem Räume öffnenden Laufwegen schier wahnsinnig. So lässt nicht nur das Resultat von 4:0 keine Fragen übrig, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande kam. Der Zahn der Zeit &#8211; ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nein, Gnade kannte Milan mit der schon die ganze Saison bedenklich wackelnden Arsenal-Abwehr keine. Ibrahimovic, Robinho und Boateng machten die Gunners mit ihrem Räume öffnenden Laufwegen schier wahnsinnig. So lässt nicht nur das Resultat von 4:0 keine Fragen übrig, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande kam.</em></strong></p>
<div id="attachment_6734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-15-Milan-Arsenal.png"><img class=" wp-image-6734 " title="2012 02 15 Milan-Arsenal" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-15-Milan-Arsenal.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Milan - Arsenal 4:0</p></div>
<p><span id="more-6732"></span>Der Zahn der Zeit &#8211; ein immer wiederkehrendes Thema bei Milan. Aber auch, wenn es ein glorreicher Sieg wurde &#8211; das fortschreitende Alter von Clarence Seedorf wurde in diesem Spiel recht drastisch dargelegt. Schon nach zehn Minuten musste der Holländer verletzt raus, und sein Ersatzmann Urby Emanuelson lieferte deutlich mehr Breite und vor allem deutlich mehr Schub nach vorne.</p>
<p><strong><em>Pässe in den Strafraum kommen nicht an</em></strong></p>
<p>Während Sagna und Walcott auf ihrer Angriffsseite zuvor noch permanente Zwei-gegen-Eins-Situationen gegen Antonini herstellen und das Spiel von Arsenal über die rechte Flanke dominierte, drückte Emanuelson durch seine Positionierung weiter an der Seitenlinie Sagna etwas zurück; Kevin-Prince Boateng ließ sich gegen den Ball oft zwischen Van Bommel und Emanuelson fallen, um die Mitte zuzumachen.</p>
<div id="attachment_6733" class="wp-caption alignleft" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Arsenal-Pässe.png"><img class="size-full wp-image-6733 " title="Arsenal Pässe" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Arsenal-Pässe.png" alt="" width="330" height="431" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenals Pässe im Angriffsdrittel in der ersten Halbzeit: Pässe in den Milan-Strafraum waren mit Masse Ramsch.</p></div>
<p>Die Folge: Milan kam zwar zunächst durch das gute Pressing von Arsenal kaum dazu, ihre eigenen Angriff aufzuziehen, aber sie zwangen die Gunners dazu, dreißig Meter vor dem Tor gegen eine Mauer anzurennen. Die Mittel von Arsenal waren untauglich &#8211; denn die einzige Idee bestand darin, auf die Gelegenheit zum Lochpass zu warten. Davon kam aber kaum einer an, die die Grafik gut zeigt, und Milan kam nie in Gefahr, ein Tor zu kassieren.</p>
<p>Dass die Italiener nach einer Viertelstunde dank eines sehenswerten Drehschusses von Kevin-Prince Boateng in Führung gehen konnten, hat ihnen natürlich ganz enorm geholfen, weil sich Arsenal davon ziemlich aus der Bahn werfen ließ. Aber auf welche Art und Weise Milan die Schwäche Arsenals in der Abwehr angebohrt und letztlich auch ausgenützt habe, war schon beeindruckend.</p>
<p><em><strong>Weniger Leute, mehr Gefahr</strong></em></p>
<p>Die Rossoneri hatten zwar, wie das ihrem typisch italienischen 4-3-1-2 und dem weitgehend flügellosen Spiel durch das Zentrum entspricht, oft nur zwei oder drei Spieler vorne, aber dennoch gelang es fast immer, dass bei Ballgewinn sofort eine frei war und es brandgefährlich wurde.</p>
<p>Der Schlüssel dazu waren die ausgezeichneten Laufwege von Ibrahimovic, Robinho und Boateng. Sie verstanden es in so gut wie jeder Aktion, mit Läufen aus dem Zentrum heraus &#8211; sei es seit- oder rückwärts &#8211; Abwehrspieler aus der ohnehin alles andere als sattelfesten Arsenal-Abwehr herauszuziehen und so Löcher zu schaffen, in die ein Mitspieler stoßen konnte. Was diesen Effekt noch weiter verstärkte war die Tatsache, dass Song und vor allem Arteta viel zu langsam von Offensive auf Defensive umschalteten und unglaublich viel Platz zwischen sich und der Viererkette ließen.</p>
<p>Ein gefundenes Fressen für die flinke und enorm spielintelligente Offensiv-Abteilung von Milan, die sich in der Folge aus den Gunners einen Spaß machte. Wann immer im Mittelfeld ein Ball gewonnen wurde, einer der drei da vorne war immer anspielbereit, ein zweite verwirrte die gegnerische Hintermannschaft, und entweder kam der Pass oder ein dritter Mailänder nützte den sich aufmachenden Raum. Koscielny und Vermaelen waren komplett überfordert, Sagna in der Rückwärtsbewegung nach seiner langen Verletzung weit weg von seiner Bestform. ilan erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 und kurz nach dem Seitenwechsel auf 3:0, womit das Spiel endgültig entschieden war.</p>
<p><strong><em>Henry ohne Wirkung</em></strong></p>
<div id="attachment_6737" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Milan-Arsenal-2.png"><img class=" wp-image-6737 " title="Milan-Arsenal 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Milan-Arsenal-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Zweite Hälfte</p></div>
<p>Arsene Wenger brachte in der zweite Hälfte mit Thierry Henry im letzten Spiel seines Kurz-Gastspiels, ehe es für ihn wieder nach New York geht, statt Theo Walcott. Henry ging nun in die Spitze, Van Persie spielte leicht dahinter. Die Wirkung dieses Wechsels verpuffte aber völlig, weil bei Arsenal nach dem dritten Gegentor die schon zuvor einsetzende Schockstarre endgültig verfestigt wurde. Henry sah kaum einen Ball.</p>
<p>Milan machte es sich in der Defensive gemütlich und schaltete weiterhin bei Ballgewinn blitzschnell um und weil die Italiener merkten, dass Arsenal hinten immer noch unsicherer wurde, machten sie sich natürlich einen Spaß daraus, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Während Arsenal nur einen einzigen gefährlichen Torschuss zustande brachte &#8211; Henry leitete auf Van Persie weiter, dessen Schuss aber von Abbiati stark gehalten wurde &#8211; schien ein viertes Tor der Gastgeber jederzeit wahrscheinlicher als ein Anschlusstreffer.</p>
<p>Als Ibrahimovic dann rund zehn Minuten vor Schluss ein eher ungeschicktes als bösartiges Zweikampfverhalten von Djourou dazu nützte, hinzufallen und einen Elfer abzustauben, fiel tatsächlich noch das 4:0. Mit dem vierten Torschuss, wohlgemerkt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Offensive Laufwege entscheiden</em></strong></p>
<p>Der große Unterschied zwischen diesen beiden Team waren die Laufwege der Offensivkräfte. Während jene der Gunners für die bekannt defensivstarken Mailänder selten einen Überraschungswert hatten und diese sich somit praktisch nie aus der Position ziehen ließen, war die Abwehr von Arsenal mit den schnellen und unvorhersehbaren Laufwegen von Ibrahimovic, Robinho und Boateng völlig überfordert.</p>
<p>Man kann zu dem Verein stehen, wie man will, und muss das Offensiv-Trio von Milan nicht direkt sympathisch finden. Aber was dieses Trio in diesem Spiel gezeigt hat, war schlicht und einfach Weltklasse &#8211; auch, wenn es ihnen die Hintermannschaft Arsenals auch nicht übertrieben schwer gemacht hat.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6732&amp;md5=1b6bfcb9ccb6169ce961e6921c69cfd2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/29/die-11-besten/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
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<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Villas-Boas stellt Chelseas Spielanlage um. Mit Erfolg &#8211; 3:0 über Valencia</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/06/villas-boas-stellt-chelseas-spielanlage-um-mit-erfolg-30-uber-valencia/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 22:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
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		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Druck auf Chelsea-Coach Villas-Boas war enorm &#8211; mit dem 3:0 gegen Valencia wurde der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale aber letztlich souverän geschafft. Doch das Spiel, das er nach früher Führung auf Reagieren statt auf Pressing aufbaute, wirft eher mehr Fragen auf, als es es beantwortet. Und offenbarte zudem eine Philosophie-Diskrepanz mit den eigenen Fans. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der Druck auf Chelsea-Coach Villas-Boas war enorm &#8211; mit dem 3:0 gegen Valencia wurde der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale aber letztlich souverän geschafft. Doch das Spiel, das er nach früher Führung auf Reagieren statt auf Pressing aufbaute, wirft eher mehr Fragen auf, als es es beantwortet. Und offenbarte zudem eine Philosophie-Diskrepanz mit den eigenen Fans.</em></strong></p>
<div id="attachment_6171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-06-Chelsea-Valencia-3-0.png"><img class="size-full wp-image-6171 " title="2011 12 06 Chelsea-Valencia 3-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-06-Chelsea-Valencia-3-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea FC - Valencia CF 3:0</p></div>
<p><span id="more-6170"></span>Wenn die Resultate nicht passen, kommt früher oder später jeder Trainer unter Druck. Umso mehr, wenn die Aufgabe heißt, ein Team wie Chelsea für die Zukunft fit zu machen, ohne Einbußen in Sachen Erfolg machen zu wollen. Das letzte Champions-League-Gruppenspiel gegen Valencia war daher eine Nagelprobe für André Villas-Boas: Nur ein Sieg (oder ein torloses Remis) bedeutete das Achtelfinale.</p>
<p>Die zentrale Aktion für den weiteren Verlauf dieses Spiels passierte dann bereits in der 3. Minute: Das 1:0 für Chelsea. Sturridge wurde von Jordi Alba nur halbherzig begleitet, die weite Flanke fand Mata. Der legte zu Drogba quer, und Chelsea war in Führung &#8211; und konnte nun so spielen, wie man es eben getan hat. Kontrolliert, abwartend von hinten heraus.</p>
<p><strong><em>Reagieren statt Pressen</em></strong></p>
<p>Das hieß, dass sich die Abwehrkette recht weit zusammen zog und vor allem, dass die beiden Flügelstürmer Sturridge (rechts) und Mata (links) sehr weit zurückgezogen agieren und praktisch als Wing-Backs spielten. Zudem stellte sich das Mittelfeldtrio gegen den Ball sehr kompakt auf, erzielte so Überzahl im Zentrum und ließ durch die Mitte nichts zu.</p>
<p>Vor allem aber verzichteten die Blues darauf, mit Pressing schnelle Ballverluste bei Valencia zu provozieren. Drogba deckte viel Raum ab, Ramires ließ sich zuweilen in der Nähe von Albelda blicken, wenn dieser von hinten heraus Anspielstationen suchte, aber im großen und ganzen zog sich Chelsea sehr weit zurück und überließ Valencia bereitwillig den Ballbesitz.</p>
<p><strong><em>Die Spanier haben nur auf den Flügeln Platz</em></strong></p>
<p>Die Spanier waren in einer eher schiefen Formation: Mathieu auf der linken Mittelfeldseite war wesentlich höher positioniert als Feghouli auf der anderen Flanke. zumal letzterer auch immer wieder relativ früh und recht weit in die Mitte zog. So hatte hinter im Barragan den Platz, schnell und mit Tempo nach vorne zu gehen. Chelsea nahm das im Kauf: Mata hatte den Flügel praktisch alleine über.</p>
<p>Auf der anderen Seite begann Mathieu erst nach einer halben Stunde vermehrt, sich ins Zentrum zu orientieren, um gegen den Drei-Mann-Block von Chelsea etwas Manpower zuzulegen. Das Problem dabei war, dass nun immer wieder Mathieu und Feghouli gleichzeitig in zentrale Rollen schlüpften, und die beiden so dem Zehner Jonas etwas auf den Füßen standen &#8211; wirklich funktioniert hat das nicht.</p>
<p><em><strong>Das Philosophie-Problem mit den Anhängern</strong></em></p>
<p>Die Gastgeber, die nach 20 Minuten das 2:0 nachlegten &#8211; Ruiz&#8217; Abwehrverhalten gegen Ramires kann dabei getrost als lächerlich bezeichnet werden &#8211; konnten sich gemütlich zurücklehnen, Valencia den Ball überlassen und auf jenes schnelle Umschalten nach Ballgewinn bauen, das Villas-Boas ja als zentrales Element seiner Fußball-Philosophie bezeichnet. Das ist ein völlig anderes Spiel als das hohe Pressing, dass die Blues bisher spielten und das durch die fehlende Abstimmung mit der hoch stehenden Verteidigung dahinter zu unschönen Ergebnissen geführt hatte.</p>
<p>Aber: Dank des Spielstands und des offensichtlichen Augenmerks auf Kompaktheit im Zentrum und wegräumen der (wenigen) sinnvollen Flanken des Gegners funktionierte das wunderbar. Dennoch manifestierte sich in dieser Phase das innere Dilemma des ganzen Vereins &#8211; denn obwohl die Mannschaft auf dem Platz, reagierender- statt agierenderweise, alles im Griff hatte, mehrten sich auf den Rängen die Pfiffe. Da gibt es offenbar durchaus Auffassungs-Unterschiede, wie das Spiel der Blues auszusehen hat.</p>
<p><strong><em>Valencia gibt auch noch die Flügel auf</em></strong></p>
<div id="attachment_6175" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ChelseaValencia2.png"><img class="size-full wp-image-6175 " title="ChelseaValencia2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ChelseaValencia2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab etwa 60. Minute</p></div>
<p>Nach nicht ganz einer Stunde hatte Valencia-Coach Unay Emery endgültig gesehen, dass es so nichts wird: Jonas bekam seine Mannschaft überhaupt nicht sinnbringend in die Partie &#8211; wenn er mal Platz hatte, montierte ihn Oriol Romeu, der starke spanische U19-Europameister von 2010 aus der Barcelona-Jugend, komplett ab. So stellte Emery auf ein 4-2-2-2 um, brachte mit Aduriz statt Alba einen zweiten Stürmer.</p>
<p>Das Problem dabei: Feghouli war weiterhin wirkungslos und Jonas, der nun nominell vor dem auf die LV-Position gerückten Mathieu die linke Seite übernahm, agierte weiterhin sehr weit innen. Somit nahm sich Emery mit den Flanken genau jenen Teil auf dem Feld weg, wo seine Mannschaft zuvor noch Platz gehabt hatte, um Angriffe aufzuziehen. Die Dreierkette im Chelsea-Mittelfeld hatte wenig Probleme, das zu verteidigen&#8230;</p>
<p><em><strong>Chelsea macht den Sack zu</strong></em></p>
<p>&#8230;und immer mehr sogar die Muße, noch doch ein wenig mehr auf Albelda und Tino Costa draufzugehen. Valencia fand im ganzen Spiel nur zweimal eine Lücke, durch die man vor das Tor von Petr Cech kam: In der 5. Minute, als Tino Costa den Pfosten traf, und in Minute 62, als Cech gegen den Schuss von Feghouli stark hielt. Ansonsten blieben den Spaniern nur Weitschüsse.</p>
<p>Endgültig entschieden war das Spiel, als Drogba seinen extrem fleißigen Auftritt mit dem 3:0 krönte &#8211; kurz, nachdem er zuvor schon eine Riesenchance ausgelassen hatte. Valencia behob den falschen Ansatz, den das Team nach einer Stunde endgültig eingeschlagen hatte nicht mehr, und verlor damit auch in der Höhe verdient mit 0:3.</p>
<p><em><strong>Fazit: Mehr Fragen als Antworten</strong></em></p>
<p>Mit dieser überzeugenden Leistung, dem klaren Sieg und dem damit verbundenen Erreichen des Achtelfinales in der Königsklasse hat sich André Villas-Boas mit Sicherheit viel Luft verschafft und den Druck, der sich in den letzten Wochen aufgebaut hat, etwas kanalisiert.</p>
<p>Der völlig andere Ansatz gegenüber der gewohnten Spielanlage bei Chelsea wirft aber dennoch fast mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. In diesem Spiel schaute Chelsea  aus wie das Team aus den letzten Jahren. Mit einem dichten Mittelfeld, einer sicheren Verteidigung und einem Drogba, der mit seinem körperlichen und raumgreifenden Spiel vorne umrührt.</p>
<p>Das Problem dabei: Nur im Mittelfeld hat Villas-Boas mit dem umtriebigen Meireles, dem immer mehr aufblühenden Ramires und dem für sein Alter schon unglaublich abgeklärten Romeu den Generationswechsel schon vollzogen. Mit diesem Trio lässt sich vor allem ein Spiel durchziehen, das auf defensive Kompaktheit und schnelles Umschalten ausgelegt ist. Diese Partie war dafür ein Parade-Beispiel.</p>
<p>Anders sieht die Sache aber etwa hinten aus. Terry und Ashley Cole werden nicht jünger und David Luiz hat noch nicht oft einen so souveränen Eindruck wie diesmal hinterlassen. Und dass Drogba spätestens im Sommer nicht mehr zur Verfügung steht, ist kein Geheimnis &#8211; und Torres ist ein anderer Spielertyp als der bullige Ivorer und braucht deshalb eine andere Formation hinter sich. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/09/19/13-bei-man-utd-macht-klar-villas-boas-ist-noch-ein-suchender/">Etwa mit Mata aus der Zentrale</a> &#8211; was aber wiederum anderswo ein Loch aufreißt.</p>
<p>Mit dem 3:0 über Newcastle zuletzt in der Premier League und dem letztlich ungefährdeten Sieg mit defensiver Spielauslegung nach einem frühen Führungstor hat sich Villas-Boas nun zweifellos Zeit und Kredit zurückerkauft. Wirkliche Indikatoren, wie es sein Spiel mittel- und langfristig anzulegen gedenkt, gab es aber nicht.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Maues 0:0 hilft weder Arsenal noch OM</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
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		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arsenal]]></category>
		<category><![CDATA[Arteta]]></category>
		<category><![CDATA[Deschamps]]></category>
		<category><![CDATA[Marseille]]></category>
		<category><![CDATA[Van Persie]]></category>
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		<description><![CDATA[Leckerbissen? Nein, das war das Spiel zwischen Arsenal und Marseille wirklich nicht. Beide Mannschaften ließen die Struktur im Spiel nach vorne vermissen, beiden fehlte es an der Breite, und keiner konnte über einen längeren Zeitraum Torgefahr erzeugen. Das 0:0 war somit logisch. Arsenal? Nach vielen Abgängen und einem schrecklichen Saisonstart im Kommen, aber das Gebilde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Leckerbissen? Nein, das war das Spiel zwischen Arsenal und Marseille wirklich nicht. Beide Mannschaften ließen die Struktur im Spiel nach vorne vermissen, beiden fehlte es an der Breite, und keiner konnte über einen längeren Zeitraum Torgefahr erzeugen. Das 0:0 war somit logisch.</em></strong></p>
<div id="attachment_6015" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-01-Arsenal-Marseille1.png"><img class="size-full wp-image-6015 " title="2011 11 01 Arsenal-Marseille" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-01-Arsenal-Marseille1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Marseille 0:0</p></div>
<p><span id="more-6007"></span>Arsenal? Nach vielen Abgängen und einem schrecklichen Saisonstart im Kommen, aber das Gebilde wirkt fragil. Marseille? Konnte sich aus dem Tabellenkeller lösen, ist aber weit weg vom eigenen Anspruch. Das sind die Teams national. In der Champions League stimmten bislang die Resultate. Und beide Teams wussten vor diesem Spiel: Ein Sieg, und man hat das Achtelfinale so gut wie sicher.</p>
<p><strong><em>Toller Start von Marseille&#8230;</em></strong></p>
<p>Der französische Vizemeister legte sofort mit heftigem Pressing los. Damit wusste Arsenal erst einmal überhaupt nichts anzufangen: Marseille sammelte viel Ballbesitz und versuchte vor allem, über die Außen nach vorne zu kommen und von dort flach in den Strafraum zu flanken. Dass man mit hohen Bällen gegen Mertesacker und Vermaelen nicht viel Spaß haben würde, war Marseille klar.</p>
<p>Jenkinson und André Santos wurden somit früh als mögliche Schwachstellen erkannt und angebohrt, und mit dem teils brutalen Pressing im Mittelfeld kam Arsenal nicht dazu, ins Spiel zu finde. Hinzu kam die recht hohe Positionierung von Valbuena &#8211; die später schon ein Probelm darstellte &#8211; und der unglaubliche Aktionsradius von Rémy, wodurch beide fast immer anspielbar waren und die Hausherren vor große Probleme stellten.</p>
<p><strong><em>&#8230;doch der währt nicht lange</em></strong></p>
<p>Das ging etwa eine Viertelstunde so und eine Führung für die Franzosen wäre sowohl möglich als auch hochverdient gewesen, doch dann kam ein deutlicher Bruch. Zum einen, weil das Pressing OM nachließ, und zum anderen, weil Arsenal sich nun darauf verlegte, die eigenen Außenverteidiger einfach zurückgezogener und mit einer klaren defensiv orientierten Rolle spielen zu lassen. So wurden die Ayew-Brüder auf den Flügeln ziemlich aus dem Spiel genommen.</p>
<p>Vorne reagierten mit Walcott und Gervinho die immer wieder rochierenden Außenspieler auf die fehlende Unterstützung von hinten, indem sie noch weiter ins Zentrum gingen; vor allem Gervinho ließ seine jeweilige Seite oft komplett brach liegen &#8211; so waren Diarra und Cheyrou im defensiven zentralen Mittelfeld von Marseille mit zusätzlichen Defensiv-Aufgaben konfrontierte.</p>
<p><strong><em>Neutralisation durch die Mitte</em></strong></p>
<p>Arsenal hatte kein echtes Flügelspiel, die Folge war eine Partie, die sich vornehmlich im Zentrum abspielte, und weil sich dort eine ähnliche Raumaufteilung mit ähnlicher Rollenverteilung gegenüber standen, neutralisierten sich die beiden Mannschaften dort.</p>
<p>Arsenal fehlte es am nötigen Tempo, um die gegen den Ball in zwei Viererketten stehenden Franzosen durchzukommen. Mitunter war der Spielaufbau ziemlich behäbig und es fehlten zum einen die Ideen von hinten heraus und die Klasse und die Beweglichkeit von Robin van Persie in der Spitze. Aus dem langsamen Spiel heraus konnte nie ein eigener Spieler im Strafraum freigespielt werden und Arsenal machte somit nie den Eindruck, wirklich ein Tor schießen zu können.</p>
<p><strong><em>Spiel schläft völlig ein</em></strong></p>
<p>OM konnte ohne Pressing überhaupt keine Akzente mehr setzen und die Quote der angekommenen Pässe, die jener von Arsenal in der ersten Viertelstunde haushoch überlegen war, näherte sich immer mehr dem recht fahrigen Niveau der Hausherren an. So sank mit dem Tempo und der Genauigkeit auch eklatant der Unterhaltungswert und auch die Klasse des Spiels.</p>
<p>Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel recht wenig: Viel Struktur war nicht erkennbar, und durch viele Fehler auf beiden Seiten gab es kaum ernst zu nehmende Angriffszüge. Immer öfter wurden auch lange Bälle versucht, doch auch diese hatten nicht den erhofften Effekt.</p>
<p>Was auch daran lag, dass bei Arsenal Ramsey nun etwas tiefer stand und Marseille so durchs Zentrum nicht mehr durchkam &#8211; hier wurde die Positionierung von Valbuena zum angekündigten Problem &#8211; und, weil Jenkinson und vor allem André Santos auf den Flügeln nun deutlich mehr Initiative zeigten, was die Ayew-Brüder in die Defensive zwang. Dennoch fehlte es Arsenal weiterhin an der Breite im Spiel nach vorne und auch am Zug zum Tor.</p>
<p><strong><em>Amalfitano bringt Schwung</em></strong></p>
<p>Didier Deschamps reagierte, indem er mit Amalfitano (statt dem fleißigen, aber glücklosen Rémy) einen neuen Mann für die Belebung der rechten Seite brachte, und diese Maßnahme zeigte durchaus Wirkung. Mit ihm auf dem Flügel kam sofort Schwung ins Spiel, der neue Mann riss das Spiel an sich. So hatte Marseille nun plötzlich ein totales Übergewicht auf dieser Seite des Feldes, auch wenn man dieses nicht wirklich nützen konnte.</p>
<p>In weiterer Folge kamen auch Lucho González (für Valbuena, als Zehner) und Gignac (für Jordan Ayew, als Spitze). Allesamt keine schlechten Maßnahmen von Deschamps, aber auch keine wirklichen Verbessungen zu vorher.</p>
<p><strong><em>Auch mit Van Persie harmlos</em><em></em></strong></p>
<p>Arsenal hatte in der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz, aber Konkretes schaute dabei nicht heraus. Konnte man das lange mit der Abwesenheit von Robin van Persie erklären, fiel dieses Argument nach einer Stunde weg &#8211; da kam der Holländer für den Koreaner Park Chu-Yong, der ihn nicht ersetzen hatte können.</p>
<p>Doch auch mit Van Persie in der Spitze wurde es nicht besser: Zu viele Bälle kamen nicht an. Auch wenn mit Rosický und Arshavin (statt Ramsey und Gervinho) wie beim Gegner keine schlechten Wechsel waren, herumheißen konnten sie das Spiel nicht.</p>
<p><strong><em>Fazit: Zwei Teams mit deutlich fehlendem Selbstverständnis</em></strong></p>
<p>Man merkte diesem lauen 0:0 deutlich an, dass hier zwei Teams am Werk waren, deren Saison bisher so gar nicht den Erwartungen entspricht. Arsenal versteht es trotz der jüngsten Erfolge in der Premier League nicht annähernd so wie früher, den Ball laufen zu lassen, das Tempo hoch zu halten und den Gegner so auszumanövrieren. Hier muss man auch die Rolle von Mikel Arteta hinterfragen, der es nicht schafft, Struktur ins Spiel der Gunners zu bringen &#8211; gerade auf Champions-League-Niveau wäre das aber schwer gefragt.</p>
<p>Marseille fing wunderbar an, presste konsequent auf die Gegenspieler &#8211; sogar Arsenal-Goalie Wojciech Szczesny musste mitunter Haken schlagen, um sich der Franzosen zu erwehren &#8211; doch nach einer Viertelstunde war das Spiel von OM wie abgerissen. Die Ayew-Brüder auf den Flanken (die sie nach der Pause tauschten) blieben wirkungslos, Diarra und Cheyrou trauten sich nicht so recht nach vorne und Valbuena stand zu hoch, um im Rücken von Song und Arteta viel ausrichten zu können.</p>
<p>Kurz: Es war über weite Strecken ein unansehnliches Spiel mit überschaubarem Unterhaltungswert. Und es zeigte, dass Dortmund (sofern annähernd in Bestform) sich vor keiner dieser beiden Teams in die Hosen zu machen braucht.</p>
<p>(phe)</p>
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		<title>Nuancen im Mittelfeld bestimmen das Spiel &#8211; 1:1 zwischen Napoli und Bayern</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/10/18/nuacen-im-mittelfeld-bestimmen-das-spiel-11-zwischen-napoli-und-bayern/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 21:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand. Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Die beste Italienische Mannschaft&#8221;, schwärmte Bayern-Coach Heynckes über Napoli. &#8220;Ein Weltklasse-Team&#8221;, die Italiener über die Münchner. Dementsprechend war auch das Spiel von großem gegenseitigem Respekt gekennzeichnet, in dem Nuancen im Mittelfeld über die jeweilige Stoßrichtung der Partie entschieden. Und am Ende ein korrektes 1:1 stand.</em></strong></p>
<div id="attachment_5957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png"><img class="size-full wp-image-5957 " title="2011 10 18 Napoli-Bayern 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-18-Napoli-Bayern-1-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SSC Napoli - Bayern München 1:1</p></div>
<p><span id="more-5956"></span>Das 3-4-2-1 von Napoli ist perfekt auf die Spielweise der Gegner in der Serie A &#8211; zwei Stürmer und ein Zehner &#8211; angepasst, auf europäischer Ebene kann dieses System aber durchaus Probleme für das eigene Team bedeuten. Das wurde in der Anfangsphase gegen die Bayern klar.</p>
<p><strong><em>Raumaufteilung mit Löchern</em></strong></p>
<p>Die Dreierkette stand hinten gegen nur einen Stürmer (Gomez), dafür hatten Zuñíga und Maggio auf den Flanken jeweils zwei Gegenspieler und im Zentrum gab es eine 2-gegen-3-Unterzahl. Das bedeutete, dass Napoli-Coach Walter Mazzarri das Stellungsspiel seiner Mannschaft etwa adaptieren musste. Im Detail sah das so aus, dass Lavezzi und (vor allem) Hamsik aus ihren üblichen Halbpositionen hinter Cavani weiter auf die Flügel ausweichen mussten, um Lahn bzw. Boateng entweder zu beschäftigen oder idealerweise nach innen zu ziehen.</p>
<p>Um den so aufgerissenen Raum hinter Cavani zu schließen, waren mit Gargano und Inler die beiden zentralen Mittelfeldspieler von Napoli gezwungen, deutlich weiter nach vorne aufzurücken als sie das gewohnt sind. Das hatte wiederum zu Folge, dass hinter dem Duo Raum entstand. In genau diesen kam schon in der 2. Minute eine Flanke von Boateng auf Kroos und dieser drückte zur frühen 1:0-Führung für die Bayern ab.</p>
<p><strong><em>Wirkungsloser Linksaußen Ribéry</em></strong></p>
<p>Die Gäste schalteten in der Anfangsphase deutlich agiler um als die Italiener und erzeugten so bei Ballgewinn immer wieder gute Aktionen. Auffällig war bei den Bayern aber vor allem die extrem vorgezogene Positionierung von Franck Ribéry auf der linken Seite. Er war weniger ein Mittelfeldspieler, sondern ein Linksaußen mit einigem Drall Richtung Zentrum. Auch das verursachte bei Napoli leichte Verwirrung: Campagnaro wurde so immer wieder aus der Position gezogen, weil Maggio weiter aufgerückt war. Die Bayern konnten daraus aber kein Kapital schlagen.</p>
<p><em><strong>Schlüsselspieler Campagnaro</strong></em></p>
<p>Im Laufe der ersten Halbzeit bekam Napoli das Spiel aber immer besser in den Griff. Das lag daran, dass Hugo Campagnaro aus der Dreierkette etwas aufrückte und sich vermehrt um Kroos kümmerte &#8211; so war das Missverhältnis in der Zentrale einigermaßen ausgeglichen und vor allem Gökhan Inler hatte nun endgültig die Möglichkeit, mit seiner ihm eigenen Energie seine Mannschaft in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.</p>
<p>Damit konnten auch die beiden Wings-Backs der Italiener, vor allem Christian Maggio, ihre offensive Rolle besser gestalten, das wiederum erlaubte Lavezzi und (vor allem) Hamsik, wieder weiter ins Zentrum zu gehen und die Bayern-Viererkette so in der Mitte zusammen zu ziehen. Angesichts des relativ weit aufgerückten Ribéry konnte kurz vor der Pause Maggio einen zielgerichteten Lauf nach vorne starten, Lahm stand zu weit innen und in der Mitte lenkte Badstuber im Zweikampf mit Hamsik Maggios Flanke ins eigene Tor ab. Der verdiente Ausgleich zum 1:1.</p>
<p><strong><em>Schlüsselspieler Tymoschuk</em></strong></p>
<p>Für die zweite Halbzeit modifizierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Spiel seiner Mannschaft etwas: Anatoli Tyomschuk rückte aus seiner relativ tiefen Position nun weiter auf, spielte zuweilen praktisch in der offensiven Kette und sorgte mit Tempo aus der Tiefe für mehr Schwung aus der Zentrale der Bayern. So wurde der Vorteil in der Raumaufteilung, den die Bayern rund um den Mittelkreis hatten, besser genützt.</p>
<p>Außerdem pressten die Bayern nun vor allem nach Ballverlusten in der gegnerischen Hälfte wesentlich energischer auf den Gegner. Dabei verursachten die Münchner aber viele Fouls, sodass der dem Spielverlauf angepasste neue Ansatz nicht wirklich Früchte trug &#8211; auch, weil Mario Gomez einen Elfmeter in die Hände von Torhüter De Sanctis schob. Immerhing gelang es so aber, Napoli vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<p><em><strong>Maue Schlussphase</strong></em></p>
<p>Die Italiener erkannten die zentrale Rolle, die Tymoschuk bei den Bayern nach der Pause einnahm, nach etwa einer Viertelstunde und übten dann vermehrt Druck auf den Ukrainer aus. Dieser konnte so weder so energisch nach vorne gehen, wie er das zuvor konnte, noch konnte er seine Pässe für die Spieleröffnung passend anbringen. Hinzu kam, dass Ribéry, schon in der ersten Halbzeit nicht besonders stark, weiter nachließ und auch Müller keine Akzente mehr nach vorne setzen konnte.</p>
<p>Wie überhaupt bei beiden Mannschaften ab etwa der 70. Minute die Präzision dramatisch absank und somit auch das Tempo im Spiel und daraus folgend das Niveau. Beide Mannschaften schienen sich mit der korrekten Punkteteilung angefreundet zu haben, keiner ging mehr letztes Risiko. Als Mazzarri zehn Minuten vor Schluss Cavani aus dem Spiel nahm und dafür Mittelfeldspieler Dzemaili brachte, war das ein relativ deutliches Signal.</p>
<p><strong><em>Fazit: Kein Feuerwerk, aber auch nicht uninteressant</em></strong></p>
<p>Das Spiel zwischen dem Team der Stunde aus Italien und dem aktuellen Branchenprimus aus Deutschland war vielleicht nicht das Feuerwerk, das sich viele erhofft hatten. Was aber nicht heißt, dass nicht die Nuancen, die vor allem im Mittelfeld zu finden waren und dafür sorgten, dass das Spiel zumindest bis etwa zu 70. Minute mal in die eine Richtung, dann wieder dezent in die andere wogte, durchaus interessant war.</p>
<p>Napoli hatte erst damit zu kämpfen, dass man hinten einen Mann zu viel und im Zentrum einen zu wenig hatte, fand danach durch das Aufrücken von Campagnaro besser zum eigenen Spiel. Die Bayern antworteten mit der höheren Rolle von Tymoschuk, womit ihnen die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte, ehe sich beide Teams auf das 1:1 einigten.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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