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	<title>Ballverliebt &#187; England</title>
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		<title>Swansea passt mehr als Arsenal &#8211; und gewinnt über die Effizienz</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 21:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kürzlich posteten wir <a href="https://www.facebook.com/ballverliebt/posts/168614823243366" target="_blank">auf unserer Facebook-Pinnwand</a> eine Statistik zu den Passerfolgsquoten von Spielern in europäischen Top-Ligen. Dort war ganz erstaunliches zu sehen. Drei von den besten 20 Spielern stammten nämlich aus der Mannschaft von Swansea City &#8211; einem Aufsteiger in die Premier League. Obwohl aufmerksame Beobachter schon die ganze Saison über das feine Spiel der Waliser beobachten konnte, rief das doch nach einer Analyse. Und dann stand da ja noch der Klassiker gegen den langjährigen englischen Schönkick-Primus Arsenal bevor. Dass der im Liberty Stadium vor über 20.000 zufriedenen Fans dann unterhaltsam eines auf den Deckel bekam, macht eine nähere Betrachtung von Swansea noch empfehlenswerter.</strong></em></p>
<p><div id="attachment_6359" class="wp-caption aligncenter" style="width: 312px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/swa_arse.jpg"><img class=" wp-image-6359  " title="Swansea - Arsenal 3:2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/swa_arse.jpg" alt="" width="302" height="425" /></a><p class="wp-caption-text">Swansea - Arsenal 3:2</p></div><span id="more-6358"></span></p>
<p>Swansea trat zuhause &#8211; wo sie in dieser Saison bisher nur gegen Manchester United verloren haben &#8211; mit einem 4-2-3-1 auf. Die Mannschaft kam in gewohnter Besetzung aufs Feld, vier Spieler (Caulker, Allen, Sinclair, Vorm) durften sich im Cup etwas ausruhen und kehrten nun wieder zurück. </p>
<p>Arsenal tanzte hingegen eher mit einem arg ungewollten 4-1-4-1/4-3-3 an. Song (der zum Glück der Gunners als Kameruner nicht zum Africa Cup muss) mimte den Absicherer hinter Ramsey, neben dem in der Mitte Benayoun den verletzten Fabregas-Ersatz Arteta ersetzte. Wilshere ist ebenso immer noch verletzt wie vier Außenverteidiger, was dem jungen Miquel auf der linken Verteidigerposition seinen ersten PL-Einsatz von Beginn weg verschaffte und Trainer Arsene Wenger rechts den Schweizer Djourou aufdrängte. Weil mit Gervino eben doch jemand aus der Startelf beim Africa Cup war, fing vor ihm der komplett außer Form befindliche Arshavin an. Kurzzeit-Neuzugang Henry musste trotz seines vielumjubelten Comeback-Tores im FA Cup gegen Leeds vorerst auf der Bank Platz nehmen. Top-Torschütze Van Persie bekam wie erwartet den Vorzug. Mit dem aufgestellten Mertesacker und dem auf der Bank sitzenden Rosicky waren zwei Spieler im Kader jüngst etwas kränklich. Die Personaldecke bei Arsenal ist also gehörig ausgedünnt.</p>
<h2>Guter Start für Arsenal</h2>
<p>Für Arsenal begann dann trotzdem alles wie gewollt. Mit viel Druck störten die Gunners den Spielaufbau von Swansea, sodass diese den Ball kaum in ihren Reihen halten konnten. Diese wiederum schafften es nach nach knapp 4 Minuten zum ersten Mal nicht, Druck auf das defensive Mittelfeld von Arsenal auszuüben. Ramsey ging mit Platz einige Meter, spielte horizontal zu Song, der auf den in die Mitte gerückten Arshavin weiterleitete und der Russe lieferte die perfekte Steilvorlage für Van Persie. Mit dessen Coolness war dann fast zu rechnen und so stand es 1:0 für die Gäste.</p>
<p>Nach etwa 10 Minuten kam bei Swansea die Sicherheit im Ballbesitz zurück. Dafür gibt es zwei Dreh- und Angelpunkte: Von hinten den technisch beschlagenen Britton, der sich schonmal zwischen die Verteidiger zurückfallen lässt, um den Außenverteidigern das Aufrücken zu ermöglichen und gegebenenfalls selbst den Angriff einzuleiten. Arsenal unterband das aber mit zwei Maßnahmen recht geschickt. Einerseits passte Ramsey verstärkt auf Britton auf, andererseits stellte sich Van Persie gerne in die Zone, in die sich Britton zu diesem Zweck gerne bewegt (dasselbe machte Graham auf der anderen Seite). Dieses Feature des Swansey-Spiels kam also eher selten zum Einsatz, weshalb Innenverteidiger Williams häufig den Aufbau übernahm. Etwas weiter vorne im Zentrum ist Allen der Spielmacher &#8211; oft anspielbar, sicher am Ball und immer für ein flottes Kurzpassspiel zu gewinnen. Das gelang ihm auch unter den wachsamen Augen von Gegenspieler Song ganz gut. </p>
<h2>Zwei Zentren und ein umtriebiger Helfer im Swansea-Mittelfeld</h2>
<p>Zwischen Britton und Allen tut Agustien seinen Dienst. Er kommt deutlich seltener zum Ball, schafft aber Räume (oder stellt sie zu) und macht defensiv viel Arbeit. Außerdem ist sein Spiel, wenn er an den Ball kommt, wesentlich vertikaler ausgerichtet. Er verbindet Defensive und Offensive im Zentrum. Die beiden anderen Spieler leiten die Bälle hingegen gerne an die Außenbahnen weiter, wo Dyer (der von rechts mehr zur Mitte tendiert) und Sinclair (der links öfter die Flanke sucht) oder die Außenverteidiger Taylor und Rangel dann Dampf machen. Bis zu den Flanken gelang Swansea das Spiel über die Außenbahnen auch gut &#8211; allerdings kamen sehr wenige Bälle dann auch im Strafraum bei Graham an. Das starke Passspiel und die Überlegenheit im Ballbesitz wurde vorerst selten bis gar in Chancen umgewandelt. </p>
<p>Das ist allerdings ein Problem, das beide Mannschaften kennen. Swansea ist zwar eine der Mannschaften mit den meisten Pässen der Liga, allerdings absolutes Schlusslicht, wenn es um das Angriffsdrittel geht, in dem nur etwa 20% der Pässe stattfinden. Arsenal ist in dieser Statistik die zweitschwächste Mannschaft mit etwa 28%. Das bedeutet natürlich wegen der insgesamt hohen Passzahl nicht automatisch, dass die Mannschaften seltener zu Chancen kommen als andere Teams, aber lässt erkennen, dass die Ballbesitz-Überlegenheit eben dort gewonnen wird, wo man für den Gegner nicht unmittelbar gefährlich werden kann.</p>
<h2>Zu wenig Bälle in der entscheidenden Zone</h2>
<p>In diesem Spiel feuerten die Waliser in der ersten Hälfte nur einmal einen Schuss innerhalb des Strafraums ab und auch sonst nur zwei, die ihr Ziel nicht fanden. Nach einem eher schmeichelhaften Elfmeterpfiff in der 16. Minute (als Dyer nach einer Drehung im Strafraum Ramsey mit der Fußsohle aufs Schienbein sprang und darüber stolperte) konnte Sinclair für seine Mannschaft aber trotzdem augleichen. Arsenal war zwar was den Zug zum Tor betraf ebenfalls nicht überragend, aber doch deutlich zielgerichteter. Fünf Schüsse innerhalb des Strafraums, einer davon im Tor, einer bei dem Van Persie fast sein Tor wiederholt hätte und ein auf der Linie von einem Spieler geklärter Versuch von Ramsey waren darunter die besten Möglichkeiten.</p>
<div id="attachment_6361" class="wp-caption alignright" style="width: 239px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/04dST.jpg"><img class="size-medium wp-image-6361 " title="Swansea - Arsenal: Passspiel nach 1. und 2. Hälfte" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/04dST-229x300.jpg" alt="" width="229" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Swansea - Arsenal: Passspiel nach 1. und 2. Hälfte</p></div>
<p>Anzumerken ist allerdings, dass durch den Druck den beide Mannschaften vorrangig ab dem Mittelfeld ausübten auch die üblichen Passerfolgsraten der Teams nicht ganz erreicht werden konnten. Swansea-Trainer Brendan Rodgers (der übrigens bei Chelsea unter Mourinho angeworben und zum Reservetrainer gemacht wurde) wechselte zur Pause Sigurdsson für Agustien ein. Offensichtlich wollte Rodgers die Struktur des Spiels verändern und Britton besser nach vorne bringen, denn Sigurdssons Kurzpassspiel war eher horizontal ausgerichtet und in Agustiens Leistung prinzipiell nicht viel Falsches zu erkennen. Allgemein veränderte sich das Swansea-Angriffsmuster. Spielten sie vor der Pause noch viele steile Pässe die Seitenlinien hinab um dann mit fast allen Hereingaben zu scheitern, waren nun mehr flache Bälle von der Strafraumhöhe zur Mitte zu beobachten. So sollte man in mehr Schusspositionen kommen. </p>
<p>Trotzdem muss man auch für die zweite Hälfte attestieren, dass Swansea nicht in der Gefahrenzone zum Abschluss kam, weil die Arsenal-Defensive hielt. Nur zweimal gelang es einem Stürmer im Strafraum zu schießen &#8211; beide Male klingete es dann allerdings auch. In der 57. Minute nahm man dem sonst guten Waliser Ramsey in dessen Vorwärtsbewegung den Ball ab und erwischte mit einem Sprint von Allen Arsenal auf dem falschen Fuß. Der stark spielende Dyer wurde perfekt eingesetzt und ließ Keeper Szczesny mit seinem Abschluss keine Chance. Er stellte auf 2:1. </p>
<h2>Arsenal reagiert gut &#8230;</h2>
<p>Wenger reagierte mit der Hereinnahme von Henry für Arshavin und brachte außerdem Rosicky für Benayoun (63.). Damit wechselte Wenger dann doch wieder recht deutlich in ein 4-2-3-1 System, da Rosicky die Rolle in der Mitte etwas tiefer anlegte und Ramsey dafür höher nachdrückte bzw. mehr Freiheiten bekam. . Henry kam von der Seite zur Untersützung von Van Persie, aber das hatte auch der defensiv etwas schlampige Arshavin schon getan. Das zeigte Wirkung. Die Gunners kamen in dieser Formation mit ihrem Passspiel gleich merkbar besser zurecht, obwohl das Pressing von Swansea vorerst nicht nachließ. Vor allem aber brachte man selbst die Gastgeber wieder besser unter Druck. </p>
<p>Nach einigen wirklich guten Minuten der Londoner folgte dann auch der Ausgleichstreffer. Rangel wurde dazu genötigt, einen Ball einfach mal hoch vor in die Mitte zu schlagen &#8211; Djourou fing diese Flanke ab, machte ein paar Meter und sah dann Walcott. Der Pass ging durch eine von Williams vernachlässigte Zone, der sich zu stark an Van Persie orientierte. Caulker rückte nicht mit auf und hob das Abseits auf, Walcott blieb vor Vorm ruhig um stellte auf 2:2 (68.). </p>
<h2>&#8230; aber patzt wieder in der Vorwärtsbewegung</h2>
<p>Noch während die Wiederholungen den jubelnden englischen Teamspieler zeigten, stellte Swansea aber bereits wieder die Führung her. Ein Fehlpass von Henry verschaffte Sigurdsson gerade genug Zeit um aufzusehen und einen Steilpass auf Graham zu spielen. Der entblößte die hohe Abwehrlinie der Gunners, enteilte Koscielny und schob den Ball ins lange Eck. Es sollte der letzte Torschuss von Swansea in diesem Spiel sein.</p>
<p>Arsenal warf alles nach vorne. Koscielny ging immer wieder mit in den Angriff, Wenger nahm noch Mertesacker raus um Oxlaide-Chamberlain für die linke Außenbahn zu bringen (nachdem der Deutsche eine Chance nach einem Eckball kläglich versaute). Die Londoner hatten in der zweiten Hälfte bei ihren 10 Versuchen innerhalb des Strafraum aber vor allem das Problem, dass nur viermal davon das Tor getroffen wurde &#8211; dreimal war Vorm zur Stelle. Ein Henry-Kopfball wurde über das Tor abgefälscht, einer von Ramsey war nicht platziert genug, Rosickys schwieriger Volley ging über das Tor, bei einem Schuss von Rosicky ließ Vorm zwar den Ball aus, aber Koscielny brachte den Nachschuss nicht an.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Swansea durfte einen Sieg feiern, den man einem Underdog in dieser Form absolut gönnen kann, wenn man auch über das Wort &#8220;verdient&#8221; ein bisschen streiten könnte. Verantwortlich für die drei Punkte war bei einer durchaus ansprechenden Leistung vor allem die Kaltblütigkeit vor dem Tor und das Glück des zweifelhaften Elfmeters zum Ausgleich. Neben dem zwei von drei wirklichen Schussmöglichkeiten dann auch gleich tatsächlich ins Tor &#8211; beide Male konnte Swansea aber nicht das eigene Aufbauspiel verantwortlich machen, sondern nützte schnelle Gegenstöße nach einem Arsenal-Ballverlust. Mittlerweile haben die Waliser sich schon einen netten Polster von neun Punkten auf die Abstiegsplätze erarbeitet, um aber wirklich nichts mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun zu bekommen, werden sie ihr hochwertiges Passspiel aber noch effektiver gestalten müssen. Von ihren 423 gelungenen Pässen fanden auch am Sonntag wieder nur 18% im Angriffsdrittel des Feldes statt, und nicht immer ist der Sturm so effizient in der Chancenverwertung &#8211; nur vier Teams treffen bisher seltener. </p>
<p>Die Gunners (34% ihrer Pässe im Angriffsdrittel) haben kurioserweise als erstes Team zwei Tore in Swansea erzielt. Sie hätten durchaus noch weitere Chancen vorgefunden und verlieren trotzdem Boden auf die Spitze. Sie machen ihrerseits &#8211; wenn in zugegeben stark ersatzgeschwächter Form &#8211; einfach zu viele Fehler und verlieren öfter als jedes andere Spitzenteam noch nach eigener Führung. Die Mannschaft kann über die beiden Not-Außenverteidiger überhaupt keinen Druck erzeugen. Das Ziel (die Qualifikation für die Champions League) ist zwar noch lange nicht außer Reichweite, dass viele fehlende Spieler aber erst im Laufe des Februars wieder zurückkehren können, könnte für die Gunners noch zum Problem werden. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6358&amp;md5=749e7b4f7decd6c5c7403ef83952c80f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Steilpass als aktuelles Problem von Liverpool und Manchester United</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/01/05/der-steilpass-als-problem-von-liverpool-und-manchester-united/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 17:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste volle Runde im neuen Jahr brachte für die großen beiden Teams des englischen Fußballs ein unerfreuliches erwachen. Sowohl Liverpool als auch Manchester United mussten sich mit 0:3-Niederlagen in Auswärtsspielen zufrieden geben. Das sind jedoch nicht die einzigen Parallelen. Beide Mannschaften hatten trotz zeitweiser (MUFC) oder sogar hauptsächlicher (LFC) Überlegenheit im Ballbesitz, massive Probleme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste volle Runde im neuen Jahr brachte für die großen beiden Teams des englischen Fußballs ein unerfreuliches erwachen. Sowohl Liverpool als auch Manchester United mussten sich mit 0:3-Niederlagen in Auswärtsspielen zufrieden geben. Das sind jedoch nicht die einzigen Parallelen. Beide Mannschaften hatten trotz zeitweiser (MUFC) oder sogar hauptsächlicher (LFC) Überlegenheit im Ballbesitz, massive Probleme viel versprechende Abschlüsse zu finden. ManUnited fand nur drei Schussmöglichkeiten im gegnerischen Strafraum vor (wovon nur einer aufs Ziel ging), Liverpool vor dem entscheidenden 0:3 ebenfalls nur vier. <span id="more-6317"></span></p>
<p>Beide Teams kommen normalerweise wesentlich häufiger zu Tormöglichkeiten, wenn auch die Ausbeute nicht unterschiedlicher sein könnte (49 Saisontore für Manchester, 24 für Liverpool). Woher stammen also die mitt-wöchentlichen Probleme? Ein ominös-oberflächliches Hinausreden auf einen &#8220;Mangel an Kreativität&#8221; ist ja doch nur eine recht unbefriedigende Beschreibung solcher Spiele. </p>
<p>Die Ähnlichkeiten beider Teams enden nicht an den wenigen Abschlussmöglichkeiten. Beide hatten Gegner mit einer 4-4-2-Variation vor sich, die es verstanden, vor dem Strafraum mit zwei defensivem Mittelfeldspielern und zwei Innenverteidigern Räume zu verdichten. Newcastle (Hauptfigur: Sheikh Tiote) stand dabei höher als ManCity (Yaya Toure!), der Effekt war aber ähnlich, denn damit wurde die zentrale Überzahl (Uniteds 4-4-1-1 und Liverpools 4-2-3-1 sahen sich mit drei zentralen MF-Leuten zwei gegenüber) entschärft. Liverpools Spearing ist offensiv ohnehin wenig eingeschaltet und kann bei hohem Spiel deshalb kaum Vorteile schaffen (Liverpool startete bis zum Rückstand auch tiefstehend), und für Manchesters Rooney ließen die engen Reihen nicht den üblichen Bewegungsraum. Beide Gastmannschaften reagierten mit vielen Pässen nach außen.</p>
<div id="attachment_6320" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/a3rd.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/a3rd-300x195.jpg" alt="" title="Pässe ins/im Angriffsdrittel" width="300" height="195" class="size-medium wp-image-6320" /></a><p class="wp-caption-text">Pässe ins/im Angriffsdrittel</p></div>
<p>Die vielen Angriffen über die Flanken sind allerdings nicht komplett neu, denn die Red Devils (im Saisonschnitt 26 pro Spiel, 3.) und die Reds (30 pro Spiel, 30 pro Spiel, 1.) gehören zu den PL Mannschaften, die mit den meisten Crosses vor dem Tor agieren. Bälle über die Flanken in den Strafraum kommen zwar einfacher und häufiger zustande als aus der Mitte, allerdings ist ihre statistische Erfolgrate enorm niedrig. In der vergangenen Champions League-Saison fielen etwa nur 67 Tore aus Flanken die von der Seite (57) oder aus dem Halbfeld (10) in den Sechzehner geschlagen werden. Dem gegenüber stehen 82 aus zahlenmäßig wohl selteneren Steilpässen und 33 aus Kombinationen heraus. </p>
<p>Innenverteidiger haben bei hohen Bällen schlichtweg einen Vorteil. Einerseits sind sie meist ohnehin kopfballstark, andererseits müssen sie im Notfall nur irgendwie an den Ball kommen oder entscheidend stören. Der Stürmer braucht hingegen einen gewonnenen Zweikampf gefolgt von einem gezielten Abschluss &#8211; die wesentlich schwieriger Übung. (Natürlich würde man extrem ausrechenbar, wenn man als Folge dieser Statistik komplett auf das Flankenspiel verzichten würde. Unter anderem deshalb ist es natürlich ein wichtiges und logisches Element des Angriffsfußballs.) </p>
<p>Fakten: 3 von 26 Crosses bei United und 6 von 39 bei Liverpool fanden in dieser Woche überhaupt einen Abnehmer, ein erfolgreicher Abschluss erfolgte bekanntlich gar nicht. Gerade bei Liverpool lag das auch daran, dass kaum ein Mittelfeldspieler den Weg in den Strafraum suchte, um Carroll bei den Flanken zu unterstützen &#8211; was der Defensive die Deckungsarbeit sehr einfach macht.</p>
<div id="attachment_6321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/crosses.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/crosses-300x195.jpg" alt="" title="Crosses vor dem Tor" width="300" height="195" class="size-medium wp-image-6321" /></a><p class="wp-caption-text">Crosses vor dem Tor</p></div>
<p>Noch einmal zum Mangel an Pässen durch die Mitte- Es wäre zu viel der Ehre für ein diszipliniertes 4-4-2, würde man behaupten, dass diese Vorgabe tatsächlich schon reicht, um Pässe durch die Mitte zu verhindern. Das liegt auch am aufgebotenen Personal und System der beiden roten Teams. </p>
<p>Bei United ist Michael Carrick als Verteilungsverantwortlicher sehr tief im Feld aufgeboten. Die Wege für Steilpässe sind für ihn im Anfangs-Gameplan zu weit. Erst nach dem 0:2 schaltete er sich öfters im Angriffsdrittel ein. Ryan Giggs steht höher, tendiert aber allgemein stark zu Pässen auf die Seite und ist auch nicht der passgebende Feinspitz sondern mehr das Arbeitstier im Doppel-Mittelfeld von Manchester. Dazu kommt, dass Wayne Rooney wie beschrieben gut aus dem Spiel genommen wurde und allgemein keine gute Form hat (er hat in dieser Saison auch schon tiefer liegende Rollen übernommen, um das zentrale Mittelfeld zu stärken). </p>
<p>Die Rückkehr des verletzten Tom Cleverley könnte Alex Ferguson zumindest gegen schwächere Teams die Möglichkeit geben, zwei pass-starke Mittelfeldspieler in unterschiedlicher Spielhöhe zu nominieren. Gegen starke Teams braucht man wohl die tiefere Rolle für Rooney (was dessen unmittelbare Gefährlichkeit entschärfen würde) oder man muss sich am Transfermarkt verstärken. Denn dass es ohne den englischen Starstürmer mit einem echten 4-4-2 nicht besser geht, konnte man vor wenigen Tagen beim 2:3 gegen Blackburn beobachten, wo sich Ferguson gröber verspekulierte und Rooney zuhause ließ.</p>
<div id="attachment_6325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/amfmufc.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/amfmufc-300x130.jpg" alt="" title="Manchesters Offensivzentrale im Vergleich der Pässe" width="300" height="130" class="size-medium wp-image-6325" /></a><p class="wp-caption-text">Manchesters Offensivzentrale im Vergleich der Pässe</p></div>
<p>Kenny Dalglish hat in prominenter und unterschiedlich begründeter Abwesenheit von Lucas Leiva, Steven Gerrard und Luis Suarez in der Startformation, zwar mit (dem formschwachen und recht tief positionierten) Charlie Adam und Jordan Henderson immer noch durchaus zwei Leute aufgestellt, die für durchgesteckte Bälle gut sein sollten, allerdings haben beide das kaum probiert &#8211; auch weil mit Carroll nicht der explosive, schnelle Mann vorne war, der solche Pässe optimal zu nutzen weiß. Die Abgänge von Fernando Torres und Raul Meireles tun in dieser Hinsicht natürlich besonders weh, weil die genau da ihre Stärken hatten.</p>
<p>Für Liverpool liegt die Lösung allerdings sowohl auf der Hand als auch zum Greifen nahe: Steven Gerrard (besonders in Kombination mit Craig Bellamy oder Suarez, der pikanterweise wohl im Spiel gegen Manchester United von seiner Sperre zurückkehren dürfte). Die eine Dimension seiner Bedeutung für Liverpool konnte man schon gegen Newcastle vergangene Woche beobachten, wo seine präzisen, scharfen Flanken auf Carroll diesen einfach viel besser aussehen ließen, als die der anderen Kameraden. </p>
<p>Die folgende Grafik aus dem Dienstagsspiel in Manchester zeigt außerdem sehr schön den Unterschied, den Gerrard im Passspiel macht: Er bringt Vertikalität ins Angriffsdrittel: Gerrard spielt selten nur auf Sicherheit bedachte und zögerliche horizontale Bälle, sondern sucht diagonal und vertikal immer den Weg nach vorne. Zudem ist er in der Hälfte der Einsatzzeit von Adam auch doppelt so oft im Angriffsdrittel aktiv gewesen.</p>
<div id="attachment_6322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/liv_manc.jpg" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/liv_manc-300x130.jpg" alt="" title="Liverpools offensives Mittelfeld im Passvergleich" width="300" height="130" class="size-medium wp-image-6322" /></a><p class="wp-caption-text">Liverpools offensives Mittelfeld im Passvergleich</p></div>
<p>(<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6317&amp;md5=317bf05f0c572a4835facaa2e942788e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
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<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
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<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
</dl>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ballverliebt.eu/?p=6111</guid>
		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>England entschärft Spaniens Breite, siegt dann glücklich</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/13/england-entscharft-spaniens-breite-siegt-dann-glucklich/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 03:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[4-1-4-1]]></category>
		<category><![CDATA[4-3-3]]></category>
		<category><![CDATA[Capello]]></category>
		<category><![CDATA[Del Bosque]]></category>
		<category><![CDATA[freundschaftsspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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		<category><![CDATA[wembley]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sieben Monate vor der Europameisterschaft den amtierenden Welt- und Europameister schlägt, muss auf der Rechnung für den Titel stehen? Abwarten. Aber Englands Leistung am Samstag in Wembley gegen Spanien war in Sachen taktischer Disziplin erste Güte. Capello ließ seit Team gegen Spaniens 4-3-3 mit einem 4-1-4-1 auflaufen. Parker übernahm den zentralen Mann und damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wer sieben Monate vor der Europameisterschaft den amtierenden Welt- und Europameister schlägt, muss auf der Rechnung für den Titel stehen? Abwarten. Aber Englands Leistung am Samstag in Wembley gegen Spanien war in Sachen taktischer Disziplin erste Güte.</em></strong></p>
<p><div id="attachment_6062" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp1.jpg"><img class="size-full wp-image-6062 " title="England - Spanien 1:0, 12.11.2011" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp1.jpg" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">England - Spanien 1:0 (1. Hälfte)</p></div><span id="more-6061"></span></p>
<p>Capello ließ seit Team gegen Spaniens 4-3-3 mit einem 4-1-4-1 auflaufen. Parker übernahm den zentralen Mann und damit natürlich eine Schlüsselrolle. In Abwesenheit von Rooney, Ferdinand, Gerrard oder auch Wilshere spielte Phil Jones halbrechts im Mittelfeld, in der Verteidigung stellten Jagielka und Lescott das Zentrum. Kapitän Terry musste auf der Bank Platz nehmen. Bei Spanien war als einzige echte Überraschung Jordi Alba von Valencia auf dem linken Abwehrflügel zu finden. Der 22-jährige hatte gegen Schottland vor einem Monat erst sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert.</p>
<p>Das englische Spiel war vor fast 90.000 Menschen in London darauf ausgerichtet, hinten die Null zu halten. Wenn man selbst zu Toren kommen wollte, dann vermutlich über Konter über die Seiten &#8211; etwa mit dem schnellen Walcott. &#8220;Plan&#8221; B waren vermutlich die Standardsituationen, bei denen man naturgemäß immer gefährlich ist. Viele davon gab es nicht, aber <a href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/frank-lampard-spain-15682421/" target="_blank">eine solche hat schlussendlich den Ausschlag gegeben</a>. Das kann man unter der Kategorie &#8220;mitgedachter Zufall&#8221; einordnen. Interessanter war aber die Art und Weise, wie Capello die Furia Roja zähmte.</p>
<div id="attachment_6063" class="wp-caption aligncenter" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp_abdeck.jpg"><img class="size-full wp-image-6063 " title="England schnitt die spanischen Spielverlagerungspässe ab und verdichtete zudem den Raum für das spanische Kurzpassspiel" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/eng_esp_abdeck.jpg" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">England schnitt die spanischen Spielverlagerungspässe ab und verdichtete zudem den Raum für das spanische Kurzpassspiel</p></div>
<p>England versuchte nicht den Ballbesitz an sich zu reißen, sondern erkannte die spanische Überlegenheit in dieser Statistik an. Wohl aber verhinderte man, dass die Iberer das in der gewohnten Form aufziehen konnten. Eine ganz wichtige Rolle spielte Solospitze Bent (bzw. später Welbeck) in diesem Konzept, obwohl er selbst nie aktiv attackierte oder Verteidiger angriff. Der Stürmer von Aston Villa platzierte sich gegen den Ball immer zwischen den beiden Innenverteidigern bzw. in Reichweite eines möglichen Querpasses. Auch an einen hohen Ball über die Breite des Feldes hatte Capello gedacht. Das 4-1-4-1 verschob sich bei Angriffen über die Seiten  zum Ball hin, der am weitesten weg stehende Mittelfeldspieler blieb aber weiter weg &#8211; quasi bewusst aus der Formation gerissen &#8211; und passte auf die aufrückenden Wingbacks der Spanier auf, die sonst gerne für unschöne Überraschungsmomente bei Verteidigungen sorgen. Mit all diesen gut ineinander greifenden Maßnahmen ließen die Three Lions keine einfache Spielverlagerung zu &#8211; ein Mittel das die Spanier gerne nutzen um die Gegner mit dem Zwang zum dauernden, schnellen Verschieben müde zu machen und auf Formationsfehler zu warten.</p>
<p>Das in Kombination mit zwei sehr eng beieinander stehenden Viererreihen (mit der man es auch den technisch beschlagenen Spanier erschwerte, 1 gegen 1-Situationen zu nutzen) und hervorragende Lesefähigkeiten des glänzenden Parker (stellte den Stürmer zu) in der Mitte reichte die meiste Zeit des Spiels über, um die Spanier vom Tor weg zu halten. Eine Gefahr war nur dann gegeben, wenn die Abwehrreihe zu weit aufrückte und der hohe Pass darüber hinweg versucht wurde. Dabei hatten die Briten auch Glück, dass zweimal ein falscher Abseitspfiff ertönte. Erst im Schlussviertel, als beide Teams längst mehrmals gewechselt hatten, kamen die Spanier zu mehr Druck. Da änderten sie dafür sogar das System, gingen mit einem 4-1-3-2 (65. Torres kam für Busquets) mehr Risiko. Das brachte naturgemäß mehr Anspielstationen im Schlussdrittel des Angriffs mit sich, problematischerweise kam man dort aber weiter nur selten hin.</p>
<p>Es war trotzdem auch Pech, dass etwa der Stangenschuss von Villa nicht ins Tor ging. England deutete in dieser Phase auch mehrmals die Kontergefährlichkeit an, Downing (45. für Walcott) und A. Johnson (76. für Milner) konnten die freiwerdenden Räume nutzen. Walcott und Milner hatten besonders vor dem Führungstreffer defensiv alle Hände voll zu tun und viel zu weite Wege um erfolgreiche Konter zu spielen, Bent war in der Spitze einsam auf weiter Flur und ohne Schuld selten fähig den Ball zu halten. In dem Sinn ging Spaniens <a href="http://uk.eurosport.yahoo.com/football/rafael-benitez/article/166/" target="_blank">vermuteter Gameplan</a> auf, den Gegner wie immer möglichst weit vom eigenen Tor weg zu halten.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es war ein Test auf hohem taktischen Niveau, bei dem man aber auf beiden Seiten nicht das Gefühl hatte, dass schon alle Karten aufgedeckt wurden. Capello hat das Spiel der Spanier entschlüsselt und ist konsequent dagegen vorgegangen, brachte aber selbst kein spielerisches Element ein. England hat sich den Sieg deshalb mit schnörkeloser Disziplin erkämpft. Dass man ihn furios erzwungen hat, wird niemand behaupten. Gegen Weltmeister nimmt man was man kriegt. Schon am Dienstag gegen Schweden könnte England zeigen, dass man nach vorne mehr kann. Bis zur Euro muss man es wohl noch verbinden. Für die Three Lions wird einfach das Wissen wichtig sein, dass man auch den Weltmeister an guten Tagen schlagen kann &#8211; dafür noch nicht einmal die Bestbesetzung braucht. Zuletzt wurde doch ein größer werdender Pessimismus über die Medien auf der Insel vermittelt. Dieser Erfolg und die neue Kadertiefe werden dagegen helfen.</p>
<p>Und für Spanien? Ein kleiner Stich, eine minimale Ehrenkränkung &#8211; mehr nicht. Das könnte wohl sicherstellen, dass man nicht zu zufrieden Richtung EM arbeitet und kommt Del Bosque deshalb vielleicht gar nicht ungelegen. Grund zur Sorge gibt es nicht. Natürlich hätte auch dieses Spiel anders enden können ( das kann man das wohl über jeden ausbleibenden Sieg Spaniens in den letzten Jahren sagen). Die Spanier sind einfach zu gut und variantenreich, um über 90 Minuten völlig ohne Chance zu bleiben. Selbst wenn ein starker Gegner genau weiß, was zu tun ist. Und das ist auch in der Niederlage eine Ansage, die ohnehin niemand mehr braucht. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6061&amp;md5=3ec4515faa127846e7cf7d5c226ae295" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>1:3 bei Man Utd macht klar: Villas-Boas ist bei Chelsea noch ein Suchender</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/19/13-bei-man-utd-macht-klar-villas-boas-ist-noch-ein-suchender/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 14:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anelka]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
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		<category><![CDATA[Mata]]></category>
		<category><![CDATA[torres]]></category>
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		<description><![CDATA[Spätestens nach diesem Spiel ist klar: Während Manchester United ein heißte Anwärter auf die Titelverteidigung ist, wird das für Chelsea im ersten Jahr unter André Villas-Boas eher ein Übergangsjahr. Der Portugiese befindet sich jedenfalls noch in der Findungsphase, was beim 1:3 in Old Trafford ersichtlich wurde. Er hat es bei Porto so gemacht. Und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Spätestens nach diesem Spiel ist klar: Während Manchester United ein heißte Anwärter auf die Titelverteidigung ist, wird das für Chelsea im ersten Jahr unter André Villas-Boas eher ein Übergangsjahr. Der Portugiese befindet sich jedenfalls noch in der Findungsphase, was beim 1:3 in Old Trafford ersichtlich wurde.</em></strong></p>
<div id="attachment_5790" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-19-ManUtd-Chelsea-3-1.png"><img class="size-full wp-image-5790 " title="2011 09 19 ManUtd-Chelsea 3-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-09-19-ManUtd-Chelsea-3-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Manchester United - Chelsea FC 3:1</p></div>
<p><span id="more-5788"></span>Er hat es bei Porto so gemacht. Und auch bei Chelsea präferiert André Villas-Boas das 4-3-3 als das System der Wahl. Für die Blues keine gravierende Umstellung, denn schon unter Ancelotti <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/19/chelsea-begleicht-moskauer-rechnung/">war das die Grundformation</a>. Bis Torres kam. Und Ancelotti <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/06/drogba-und-torres-schwierig/">das System verbiegen musste</a>, um den Spanier irgendwie reinzuflicken. Mit äußerst mäßigem Erfolg gegen Top-Teams, und so gut wie ohne Torerfolg für Torres.</p>
<p><strong><em>Kein Druck im Zentrum</em></strong></p>
<p>Didier Drogba ist nicht fit, und so fällt dieses Problem für Villas-Boas derzeit weg. Dennoch wurde das 4-3-3 vor der Pause von einer in enorm starker Form spielenden Mannschaft von Manchester United ziemlich aufgemacht, was vor allem daran lag, dass das Mittelfeld von Chelsea keinerlei Druck auf die Gegner ausübte. So wurde die numerlische Überlegenheit im Zentrum völlig neutralisiert: Meireles sicherte nur hinten ab und versuchte, Rooney nicht allzu viel ins Spiel kommen zu lassen; Lampard und Ramires waren zwischen Zentrum und notwendiger Hilfe auf den Außenbahnen hin- und hergerissen.</p>
<p>Was Anderson und Flechter erlaubte, das Spiel zu diktieren und vor allem Nani auf der linken Seite immer wieder ins Spiel zu bringen. Ashley Cole machte einen einigermaßen überforderten Eindruck, weil es ihm an Hilfe aus dem Mittelfeld fehlte &#8211; Juan Mata stand, systembedigt, recht hoch und war dort außerdem mit Chris Smalling beschäftigt. Viel Vorwärtsdrang konnte Cole darüber hinaus auch nicht entwickeln.</p>
<p><strong><em>Vorentscheidung vor der Pause</em></strong></p>
<p>Hinzu kam, dass United die Tore zu günstigen Zeitpunkten erzielte: Das 1:0 nach einem Freistoß war schon nach wenigen Minute gefallen, und das 2:0 &#8211; ein sehenswerter Schuss von Nani &#8211; fiel, als Chelsea gerade ein wenig besser ins Spiel kam und es besser gelungen war, Mata und Sturridge über die Flügel einzusetzen. Was notwendig war, weil nicht nur kein Druck auf die United-Zentrale ausgeübt wurde, wenn diese im Ballbesitz war, sondern es auch nicht gelang, durch die Mitte gegen Anderson und Fletcher wirklich durchzukommen.</p>
<p>Und mit dem 3:0 kurz vor der Pause war das Spiel dann im Grunde entschieden. Innenverteidiger Phil Jones durfte mit dem Ball am Fuß bis zum gegnerischen Strafraum durchgehen, dort ging es der Chelsea-Defensive zu schnell und Rooney drückte den Ball über die Linie. Rooney spielte relativ hoch, fast auf einer Linie mit Hernández, rochierte aber sehr viel horizontal. Was das Positionsspiel von Meireles etwas wackelig machte und den Portugiesen aus der Spieleröffnung ziemlich herausnahm.</p>
<p><strong><em>Umstellung bringt Torres besser ins Spiel</em></strong></p>
<p>Der Weisheit letzter Schluss, wenn es um das bestmögliche Einsetzen von Torres geht, ist das 4-3-3 ohne Zehner, mit dem Villas-Boas in Porto so einen großen Erfolg hatte, aber nicht. Weil einerseits Torres nicht so ein bulliger, körperbetont spielender Mittelstürmer wie Radamel Falcao ist, und weil es (wie in diesem Spiel) auch Mata und Sturridge an der Wucht fehlt, die etwa ein Hulk über die Flügel entwickeln konnte (ob Lukaku das kann, muss sich erst zeigen). Und auch Bosingwa und Cole preschen nicht so viel nach vorne wie Sapunaru und Alvaro Pereira. Und natürlich ist Manchester United auch nicht irgendein Gegner.</p>
<div id="attachment_5794" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/United-Chelsea2.png"><img class="size-full wp-image-5794 " title="United-Chelsea2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/United-Chelsea2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Zweite Halbzeit</p></div>
<p>Das Hauptproblem mit Torres ist aber, dass er über Flanken in den Strafraum seine größten Stärken &#8211; Technik und Tempo &#8211; vor allem gegen die kompromisslosen Innenverteidiger auf der Insel nur schwer ausspielen kann. Darum war die Umstellung von Villas-Boas in der Halbzeit richtig: Er nahm den schwachen Lampard raus und brachte dafür Anelka, stellte somit auf ein 4-2-3-1 um. Vorteil für Torres: Mit Mata hatte er nun einen Zehner hinter sich. Und Anelka, der sich viel bewegte und auch mal einrückte, setzte Torres schon nach wenigen Sekunden so ein, wie er es braucht: Steil und mit Tempo. Prompt war das Tor gefallen, es stand nur noch 1:3.</p>
<p><strong><em>Sir Alex reagiert</em></strong></p>
<p>In dieser Besetzung machte Chelsea im 4-2-3-1 einen deutlich kompakteren Eindruck und fühlte sich sichtlich wohler. Alleine die Präsenz von Mata im Zentrum erlaubte es Flechter und Anderson nicht mehr annähernd so frei wie vor dem Seitenwechsel, die Bälle zu verteilen. Die etwas tiefere Positionierung von Anelka auf der Außenbahn gegenüber der ersten Halbzeit entlastete Ashley Cole merklich, und so reagierte Ferguson nach einer Stunde.</p>
<p>Er brachte den passgenaueren, aber weniger offensiven Carrick statt Anderson und versuchte mit Valencia (statt Smalling) auf der Linksverteidiger-Position, Anelka weiter nach hinten zu drücken und ihm so ein wenig die Gefährlichkeit zu nehmen. Maßnahmen, die durchaus fruchteten und Chelsea den frisch gewonnenen Wind wieder aus den Segeln nahmen. Dass es in den letzten zehn Minuten aber nicht doch noch zu einer Zitterei wurde, lag an Torres: Sein unglaublicher Fehlschuss besiegelte die Niederlage.</p>
<p><strong><em>Fazit: Villas-Boas ist noch in der Findungs-Phase</em></strong></p>
<p>So wirklich die optimale Formation und das am besten zu den Spielern passende System hat André Villas-Boas noch nicht gefunden. Sein favorisiertes 4-3-3 schafft es nicht, aus Torres das Optimum herauszuholen, zumal es in diesem Spiel gegen diesen starken Gegner einfach auch komplett am Druck im Zentrum fehlte &#8211; in der ersten Hälfte konnte United hier nach Belieben schalten und walten.</p>
<p>Mit einem Zehner hinter sich kam Torres in der zweiten Hälfte deutlich besser zur Geltung, aber wenn Drogba wieder dabei ist, sind alle diese Überlegungen natürlich Makulatur, weil Drogba ein ganz anderes System und einen ganz anderen Spielaufbau braucht als der Spanier. Und dass die beiden zusammen kein funktionierendes Tandem abgeben, hat der vergangene Frühling eindeutlig gezeigt.</p>
<p>Anders als Chelsea zeigt sich Manchester United als funktionierende und flexible Einheit.  Jones und Evans haben zwar nicht die Präsenz von Ferdinand und Vidic, wachsen aber am Vertrauen, dass ihnen Ferguson gibt. Ashley Young war bemüht, Nani auf der linken Seite ein ständiger Gefahrenherd, und die Spielübersicht von Rooney ist bekanntermaßen großartig. Und eben, weil das so ist &#8211; also sich Chelsea noch finden muss, während United schon funktioniert &#8211; werden auch die einen um den Titel spielen und die anderen &#8220;nur&#8221; um Platz drei.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5788&amp;md5=92dac2f99e83fc1f9389723346a79ba7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Touré öffnet die Türe zum Cupsieg</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/16/toure-offnet-die-ture-zum-cupsieg/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 15:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>

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		<description><![CDATA[35 Jahre hatte Man City warten müssen. Doch mit dem 1:0 im Finale des FA-Cups gegen den Underdog Stoke City gab es wieder mal eine Trophäe für den blauen Teil von Manchester. Weil man mit höherer Qualität ausgestattet war und Yaya Touré den Ball zum Goldtor über die Linie zwang. Immerhin: Um die Teilnahme am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>35 Jahre hatte Man City warten müssen. Doch mit dem 1:0 im Finale des FA-Cups gegen den Underdog Stoke City gab es wieder mal eine Trophäe für den blauen Teil von Manchester. Weil man mit höherer Qualität ausgestattet war und Yaya Touré den Ball zum Goldtor über die Linie zwang.</em></strong></p>
<div id="attachment_4742" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MC-Stoke.png"><img class="size-full wp-image-4742 " title="MC-Stoke" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MC-Stoke.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Manchester City - Stoke City 1:0</p></div>
<p><span id="more-4741"></span>Immerhin: Um die Teilnahme am internationalen Bewerb musste sich Stoke vor dem ersten FA-Cup-Finale der langen Vereinsgeschichte nicht mehr sorgen &#8211; da Man City schon fix zumindest CL-Quali spielt, war den Potters der Platz in der Europa League schon vor dem Spiel sicher. Alles andere als sicher war indes der Einsatz der angeschlagenen Etherington und Huth, aber hier konnte Tony Pulis auf beide zurückgreifen.</p>
<p>Stoke spielte in einem sehr defensiv ausgerichteten 4-4-1-1 mit Kenwyne Jones als Zielobjekt für die langen Bälle. Denn nicht nur, dass die individuelle Klasse natürlich bei den Citizens höher war, auch das 4-3-3 von Roberto Mancini sorgte dafür, dass Stoke nach vorne kaum zur Geltung kam, wenn es nicht über lange Bälle auf Jones ging.</p>
<p><strong><em>Man City hat Kontrolle</em></strong></p>
<p>Mit Tévez zentral, flankiert von Silva und Balotelli, hatten die Außenverteidiger von Stoke kaum Gelegenheit, sich nach vorne zu bewegen, zudem beschäftigte Yaya Touré, der wiederum auf der Zehn spielte, mit Whelan und Delap beide zentralen Mittelfeldspieler der Potters. Und Matthew Etherington zeigte (als Folge seiner Verletzungspause?) ein äußerst unauffälliges Spiel auf der linken Mittelfeldseite. Sein Stellungsspiel war schlecht, und defensiv konnte er wenig entgegensetzen.</p>
<p>Auf der anderen Seite aber gingen Kolarov und Richards sehr wohl mit nach vorne, was Balotelli und Silva zum Einrücken nützten. Vor allem David Silva gab oftmals den eigentlichen Zehner, während sich Touré um Whelan und Delap kümmerte. Das Spiel von Man City hatte somit eine sehr gute Breite, aber der Zug zum Tor fehlte so ein wenig. Vor allem Silva machte das Spiel immer wieder langsam, sodass es den defensiv eingestellten Potters gelang, den Strafraum gut zuzumachen und City kaum zu wirklich gefährlichen Chancen kommen zu lassen.</p>
<p>Der Offensivplan von Stoke war leicht zu durchschauen: Mit den abgemeldeten Flügeln, dem beschäftigten Zentrum und nach hinten gedrückten Außenverteidigern blieb nur der lange Hafer auf Jones. Der machte zwar gegen Kompany einen guten Job, nervte den Belgier gewaltig und versuchte durchaus nicht ohne Erfolg, die Bälle vorne zu behaupten, bis seine Teamkollegen nachgerückt waren. Aber letztlich hatte die Defensive der Citizens das recht locker im Griff.</p>
<p><em><strong>Stoke versucht, mehr zu tun</strong></em></p>
<p>Zu Beginn der zweiten Halbzeit war bei den Pottern das Bemühen deutlich erkennbar, das Schicksal mehr in die eigenen Hände zu nehmen. Wilkinson und Wilson trauten sich deutlich mehr nach vorne, auch, weil es Man City schon vor der Pause verabsäumt hatte, mehr über die gut besetzten zu kommen, auf denen Stoke im Mittelfeld ja nur unzureichend besetzt war. Sofort kam der Favorit unter erhöhten Druck und wurde nun in der einen oder anderen Szene auch defensiv durchaus gefordert &#8211; Jones hatte die beste Chance, als er nach einem langen Ball alleine auf Hart zulief, den Torwart aber nicht überwinden konnte.</p>
<p>Letztlich verpuffte diese Phase aber, und war spätestens in dem Moment vorbei, als Etherington nach einer Stunde vom Platz musste. Rory Delap übernahm nun die linke Seite, der neue Mann Whitehead ging ins Zentrum. Die Citizens bekamen nun wieder mehr Kontrolle über das Spiel und Mancini tätigte eine richtige Auswechslung: Adam Johnson kam für Gareth Barry.</p>
<p><strong><em>Mehr Power aus dem Mittelfeld</em></strong></p>
<p>Johnson ging nun auf links, Silva endgültig in die Zentrale und Touré wich etwas zurück. Eine gute Umstellung: Zum einen hielt Johnson seine Seite und schnitt so Delap vom Nachschub ab, zum anderen konnte Touré seine Kraft nun von etwas weiter hinten in die Waagschale werfen. So war die nicht unverdiente Führung in der 74. Minute in der Entstehung zwar ein Zufallsprodukt, dann aber auch wieder nicht.</p>
<p>Denn natürlich spielte der Ball im Strafraum ordentlich Flipper, ehe er Touré vor die Füße fiel. Aber das Arbeitstier hatte die Zeichen der Zeit erkannt und überließ De Jong das defensive Mittelfeld weitgehend alleine (was der Holländer ohne Probleme kontrollierte) und orientierte sich wann immer möglich nach vorne. Und so hatte er sich auch das 1:0 verdient.</p>
<p>Tony Pulis setzte nun alles auf eine Karte, brachte John Carew und dann auch Danny Pugh (für Delap und Whelan). War aber schon zuvor das Offensivspiel zumeist auf das Prinzip &#8220;Hoch und Weit&#8221; ausgelegt, fiel den Potters nun auch nichts neues mehr ein. Und so waren die Neuen auch kein wirklicher Faktor mehr &#8211; und der Sieg für Manchester City nicht mehr in wirklicher Gefahr.</p>
<p><strong><em>Fazit: Arbeitssieg beschert Man City den Titel</em></strong></p>
<p>Es war weder besonders glanzvoll noch übertrieben attraktiv &#8211; aber das ist Man City ja ohnehin kaum. Letztlich entschied die deutlich höhere Klasse und der Wille von Yaya Touré, daraus auch etwas zu bewegen, für die Citizens. Zudem setzte Mancini mit seinem Wechsel Johnson/Barry das richtige Signal. Stoke hatte dem auf dem Papier übermächtigen Gegner in erster Linie Kampf entgegen zu setzen, das reichte aber aus drei Gründen nicht:</p>
<p>Erstens fehlte der echte Offensivplan &#8211; lange Bälle gegen eine Defensive mit Kompany und De Jong als einziges Mittel ist etwas wenig. Zweitens war es deshalb der einzige Plan, der auch ausgeführt wurde, weil auf den Flügeln Pennant schwach und Etherington sichtlich nicht fit war. Und drittens fehlte den Potters ganz schlicht und einfach die individuelle Klasse.</p>
<p>In den Europacup geht&#8217;s aber trotzdem.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4741&amp;md5=e7e088c21f1ec5d05ec2d73167a12184" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ancelotti amputiert Chelsea &#8211; mit Torres</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/09/ancelotti-amputiert-chelsea-mit-torres/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 18:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ancelotti]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea]]></category>
		<category><![CDATA[ferguson]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester Utd]]></category>
		<category><![CDATA[Rooney]]></category>
		<category><![CDATA[torres]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Chance&#8230; vorbei! Im direkten Duell hätte Chelsea bei Manchester United mit einem Sieg die Tabellenführung übernommen. Letztlich gewann United aber hochverdient mit 2:1 und ist praktisch Meister. Auch, weil Ancelotti mit der Einwechslung von Torres sein Team massiv schwächte! Wie üblich in den letzten Wochen, und wie durchaus erfolgreich im Viertelfinale der Champions League [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Letzte Chance&#8230; vorbei! Im direkten Duell hätte Chelsea bei Manchester United mit einem Sieg die Tabellenführung übernommen. Letztlich gewann United aber hochverdient mit 2:1 und ist praktisch Meister. Auch, weil Ancelotti mit der Einwechslung von Torres sein Team massiv schwächte!</em></strong></p>
<div id="attachment_4727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MU-Che.png"><img class="size-full wp-image-4727 " title="MU-Che" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/MU-Che.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Manchester Utd - Chelsea FC 2:1</p></div>
<p><span id="more-4726"></span>Wie üblich in den letzten Wochen, und wie durchaus erfolgreich im Viertelfinale der Champions League eben gegen Chelsea, stellte sich United im 4-4-1-1 auf. Valencia bekam den Vorzug vor Nani, ansonsten spielte bei Manchester das beste, was das Lazarett hergab &#8211; also wiederum das sehr gut funktionierende Mittelfeld-Duo Carrick und Giggs, und vorne Hernández. Der gleich nach einer halben Minute die Tatsache ausnützte, dass Terry und David Luiz zu weit auseinander standen, und prompt stand&#8217;s 1:0 für United.</p>
<p>Was für Chelsea natürlich die reinste Katastrophe war, sclhießlich war das ja das Spiel der letzten Chance im Kampf um den Titel. Ancelotti kam mit einem 4-3-3 daher, ließ dabei Torres zunächst auf der Bank und flankierte Drogba mit Malouda links und Kalou rechts. Die Blues spielten sehr eng, versuchten das zentrale Dreieck von United mit einem eigenen (Mikel, Essien und Lampard) zu neutralisieren und die Flügel zogen früh nach innen, um sich so den Umklammerung der Außenverteidiger zu entziehen.</p>
<p><strong><em>Fehlende Breite</em></strong></p>
<p>Das erforderte natürlich von Ashley Cole und Branislav Ivanovic viel Arbeit nach vorne, genau dabei haperte es aber. Denn Cole wurde sehr viel von Valencia beschäftigt, der recht konsequent die Linie hielt und sich mangels eines zweiten Gegenspielers im Mittelfeld auch immer wieder hervorragend für Anspiele anbot. Auf der anderen Seite war Ivanovic ganz schlicht und einfach schlecht &#8211; Park Ji-Sung konnte den Serben unbehelligt lassen und selbst ins Halbfeld ziehen und sich mit Rooney verbinden, ohne dass Ivanovic wirklich ins Spiel kam. Im Gegenteil, oft musste sogar David Luiz aus dem Zentrum raus und die Löcher stopfen, die Ivanovic hinterließ.</p>
<p>Mit der frühen Führung im Rücken hatte United natürlich nicht mehr den unbedingten Drang nach vorne, aber dennoch waren es in einer flotten Partie die Hausherren, die einen besseren Eindruck hinterließen. Vor allem die langen Anspiele auf Valencia streckten das Spiel sehr gut, Chelsea vermochte es oftmals nicht, wirklich Druck auf den Ballführenden auszuüben und so kam das 2:0 für Manchester, wenn auch aus einem Eckball gefallen, durchaus nicht unverdient.</p>
<p><strong><em>United leht sich ein wenig zurück</em></strong></p>
<p>Da Chelsea nun schon drei Tore brauchte, um den Titel weiterhin aus halbwegs eigener Kraft zu erringen, zogen die Blues natürlich etwas an, auch wurde ihnen nun immer mehr Ballbesitz überlassen, aber ein Anschlusstreffer gelang ihnen zumindest bis zur Pause nicht. Beim Team von Sir Alex hatte man aber trotzdem nie den Eindruck, dass ihnen die Partie wirklich aus den Händen gleitet.</p>
<p>Ancelotti nahm zur Pause zwei Wechsel vor &#8211; Alex für David Luiz in der IV und Ramies für Mikel. Essien übernahm nun den Part auf der Sechs und Ramires im rechten Halbfeld, wirklich Unterschied machte das aber nicht. Ja, Ramires zeigte etwas mehr Präsenz als Essien auf dieser Position, aber wirkliche Änderung brachte erst die Maßnahme von Ancelotti, nach einer Stunde den glücklosen Kalou für Torres aus dem Spiel zu nehmen.</p>
<p><strong><em>Die alte Leier mit Drogba &amp; Torres</em></strong></p>
<p>Es ist ja nichts Neues: Mit beiden Stoßstürmern auf dem Feld fehlt Chelsea einfach das kreative Moment aus dem Mittelfeld, weil Ancelotti mit den beiden fast gezwungen ist, auf ein 4-4-2 umzustellen &#8211; und hier fehlt es im Kader von Chelsea nun mal an einem Spieler, der aus dem Mittelfeld die beiden sinnvoll bedienen kann. Im vorliegenden Fall ging Ramires auf die rechte und Malouda auf die linke Seite, mit Lampard und Essien im Zentrum &#8211; und vorne zwei Immobilien. Ja, Lampard gelang wenige Minute später der Anschlusstreffer, aber mit der Umstellung hatte das wenig zu tun.</p>
<p>Das Problem mit Torres ist, dass er absolut nichts dazu beiträgt, ein 4-4-2 funktionstüchtig zu machen. Das braucht nun mal zwei Stürmer, die ständig in Bewegung sind, sich anbieten, die gegnerische Spieleröffnung zu stören, und auch mal ein paar Schritte mit dem Ball am Fuß in Kauf nehmen. Torres macht nichts davon: Verglichen mit dem Spanier spulte sogar Toni Polster wahre Marathondistanzen ab. Mangelnde Fitness ist ein Jahr nach der Verletzung keine Ausrede mehr, mangelnde Spielpraxis auch nicht. Immer mehr drängt sich einem der Eindruck auf, bei Torres fehlt es am Willen.</p>
<p><strong><em>United ohne echte Probleme</em></strong></p>
<p>So fügte Ancelotti mit der Hereinnahme von Torres seiner Mannschaft letztlich mehr Schaden zu, als er wirklich geholfen hätte. United erkannte daher bald: Um die beiden Stürmer braucht man sich keine Sorgen machen, die haben Vidic und Ferdinand locker im Griff, und letztlich brauchte es auch keine übertriebene Angst vor dem Mittelfeld von Chelsea zu haben, da aus dem Zentrum nichts kam und die Außen ziemlich abgemeldet waren.</p>
<p>So hatte Manchester nicht nur keine Probleme, den Sieg über die Zeit zu bringen, sondern kann sich sogar noch ärgern, nicht eine der zahllosen guten Chancen in der Schlussphase genützt zu haben, ein drittes oder gar viertes Tor zu erzielen.</p>
<p><strong><em>Fazit: Manchester ist ein verdienter Meister</em></strong></p>
<p>Es braucht sich niemand mehr etwas vormachen: Manchester United ist zum 19. Mal englischer Meister, die sechs Punkte Vorsprung gibt das Team von Sir Alex in den letzten beiden Spielen nicht mehr ab. Nach dem schnellen Rückstand fehlten Chelsea die Mittel, einem cleveren und kompakten Gegner noch zwei Tore zu schießen, und mit der Hereinnahme des inferioren Torres nahmen sich die Blues den letzten Funken Hoffnung.</p>
<p>So ist United zweiffellos ein verdienter Meister, wiewohl es sicherlich nicht der glanzvollste von Sir Alex&#8217; Titeln ist. Nein, Manchester war alles andere als glanzvoll und den Vergleich mit diversen früheren Meister-Teams von Old Trafford &#8211; jene von 2008 etwa &#8211; hält die aktuelle Mannschaft eher nicht stand. Aber das Meister-Team von 2011 zeigte die wenigsten Schwächen und war ohne jeden Zweifel die konstanteste der Saison.</p>
<p>Dabei hat auch sicher geholfen, dass Ferguson nicht mitten im Jahr einen 60 Millionen teuren, aber absolut willenlosen Stürmer in die Mannschaft gepflanzt bekam&#8230;</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4726&amp;md5=9a6acaff34c022b24d7a83d54a99f511" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ramsey macht das Titelrennen wieder auf</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 12:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis vor dem Spiel galt ein ein Scheitern von United im Titelrennen etwa so wahrscheinlich wie eine Absage der königlichen Hochzeit. Doch ein starker Auftritt von Arsenal und das 1:0-Goldtor von Aaron Ramsey machen alles wieder spannend! Cesc Fàbregas konnte mal wieder nicht ran. So kam Aaron Ramsey, genesen von seinem Schienbeinbruch und zurück von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Bis vor dem Spiel galt ein ein Scheitern von United im Titelrennen etwa so wahrscheinlich wie eine Absage der königlichen Hochzeit. Doch ein starker Auftritt von Arsenal und das 1:0-Goldtor von Aaron Ramsey machen alles wieder spannend!</em></strong></p>
<p><div id="attachment_4684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArsenalManutd.png"><img class="size-full wp-image-4684 " title="ArsenalManutd" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ArsenalManutd.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Arsenal - Man Utd 1:0</p></div><span id="more-4683"></span></p>
<p>Cesc Fàbregas konnte mal wieder nicht ran. So kam Aaron Ramsey, genesen von seinem Schienbeinbruch und zurück von seiner Leihstation in Cardiff, zu einem Einsatz im zentralen offensiven Mittelfeld, und der Waliser nützte seine Chance absolut.</p>
<p>Die Gunners übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle &#8211; das gelang aus zwei Gründen. Erstens, weil United das zuließ: Pressing auf den Ballführunden war praktisch gar nicht zu erkennen, oft wurde ein Sicherheitsabstand zum Gegenspieler eingehalten, so richtig in die Zweikämpfe kamen die Gäste auch nicht. Und zum anderen, weil Arsenal es hervorragend verstand, den beiden wichtigsten Spielern im 4-4-1-1 von United praktisch keine Zeit am Ball zu lassen: Rooney war isoliert und Carrick kam gar nicht erst wirklich dazu, das Spiel von hinten zu lenken. Ramsey und Wilshere machten hier einen tollen Job.</p>
<p>Und so konnten vor allem Sagna und Walcott die Tatsache ausnützen, dass Park oftmals sehr weit nach innen eingerückt war und so noch mehr Platz auf dieser Seite war. Zudem ließ sich Ramsey immer wieder auf die Höhe von Wilshere fallen, sodass es den Gunners auch im sonst recht engen Zentrum gelang, die Ballhoheit füt sich zu haben. Die Folge: Ballbesitz für Arsenal in Ausmaßen, die man sonst nur von Barcelona kennt.</p>
<p>Die Taktik von United war ganz deutlich auf Konter ausgelegt, aber die Gäste kamen nur selten wirklich dazu. Zu gut war Rooney bei Alex Song aufgehoben, zu gut passten die Außenverteidiger von Arsenal auch defensiv auf &#8211; und so hing Hernández vorne komplett in der Luft. In der ganzen ersten Hälfte gab es nur ein, zwei Situationen, in denen Arsenal hinten wirklich zittern musste &#8211; selbst kam man aber auch nicht zum Torerfolg. Weil Vidic und Ferdinand gewohnt gut standen, und weil sich Referee Foy in einen kniffligen Szene die Hand von Vidic knapp nicht am Ball sah.</p>
<p><strong><em>Valencia für Anderson</em></strong></p>
<p>Besonders enttäuschend bei Manchester war aber Anderson. Weder konnte für Impulse nach vorne sorgen, noch so einen Gegenspieler binden um Carrick mehr Zeit am Ball zu ermöglichen. Somit nur folgerichtig, dass Ferguson den Brasilianer in der 56. Minute vom Platz nahm, um Valencia zu bringen. Ein Wechsel, der zwar hervorragend funktionierte, aber auch das Gegentor ermöglichte.</p>
<p>Denn nachdem Song einen Ball im Mittelfeld abgefangen hatte &#8211; nicht seine einzige gute Aktion in einem starken Spiel &#8211; und Van Persie auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchging, konnte sich Ramsey im Rückraum von Park lösen, der gerade erst auf die Anderson-Position gegangen war. Dort, wo eigentlich der zweite zentrale Spieler neben Carrick stehen sollte, war so niemand mehr, und Ramsey netzte zum verdienten 1:0 für Arsenal ein.</p>
<p>Dennoch: Die Umstellung im Mittelfeld von United zeigte Wirkung. Valencia spielte nun rechts, Nani ging auf die linke Seite und Park eben ins Zentrum. Zumindest zwei der drei Zonen profitierten enorm: Valencia konnte mit seinen agilen Flankenläufen Clichy ordentlich nach hinten pressen, und Park zeigte im Zentrum deulich mehr Präsenz, Einsatzbereitschaft und Sicherheit als Anderson zuvor. Das starke Arsenal-Dreieck im Zenturm Song-Wilshere-Ramsey war in seiner Wirkung nun deutlich gebremst. Lediglich Nani hatte mit Sagna etwas Probleme.</p>
<p>Dennoch kam Manchester deutlich besser ins Spiel, Walcott kam nun kaum noch zur Geltung und Arshavin spielte ein ebenso anonymes Spiel wie Nasri, für den er in der Halbzeit gekommen war. Die Gäste waren dem Ausgleich in der Schlussphase deutlich näher, in den letzten Minuten setzte Ferguson alles auf eine Karte und stellte auf ein 4-4-2 um &#8211; mit Rooney im Mittelfeldzentrum neben Park und Owen (für Carrick gekommen) neben Berbatov (für Hernández gekommen) in der Spitze. Und hatte am Ende auch noch Pech &#8211; weil es nach Clichys Tritt in die Wade von Owen den fälligen Elfmeter nicht gab.</p>
<p><strong><em>Fazit: Arsenal lange besser, United stellte aber gut um</em></strong></p>
<p>Dank des starken Zentrums mit Song, Wilshere und Ramsey konnte Arsenal die zwei United-Schlüsselspieler Carrick und Rooney lange sehr gut unter Kontrolle halten, hatte das Spiel im Griff und ging fast zu spät, aber hochverdient in Führung. Doch Sir Alex reagierte richtig auf den Spielverlauf (wenn auch wohl in diesem Fall etwas zu spät) und hätte sich dank der starken Schlussphase einen Punkt durchaus verdient.</p>
<p>So ist die Meisterschaft drei Spiele vor Schluss wieder richtig offen &#8211; und Chelsea hat es im direkten Duell sogar in der eigenen Hand, United die Tabellenspitze und in weiterer Folge womöglich auch den Titel noch wegzuschnappen. Für Arsenal war der Sieg vor allem psychologisch wichtig, nachdem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/schock-niederlage-gegen-birmingham-arsenals-titeldurre-geht-weiter/">die Niederlage im Ligacup-Finale</a> die Saison komplett zum Entgleisen gebracht hatte. Sechs Punkte Rückstand bei noch drei Spielen scheint für den Titel aber dennoch schon zu viel Rückstand zu sein.</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4683&amp;md5=a429d6710aa74093588f2beef2268cb1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Carricks unfreiwilliger Beitrag zur Gerechtigkeit</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/04/17/carricks-unfreiwilliger-beitrag-zur-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 05:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[FA Cup]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester City]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester United]]></category>
		<category><![CDATA[wembley]]></category>
		<category><![CDATA[yaya toure]]></category>

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		<description><![CDATA[35 Minuten lang sah es in der Neuauflage des Manchester Derbys, ausgetragen im ehrwürdigen Wembley, nach einer fixen Sache für die Red Devils aus. Bis die Citizens ihr selbstgebasteltes Schneckenhaus in eine Dampfwalze umbauten. Es war mal wieder Zeit für das Manchester Stadtderby. Ausgetragen wurde dieses jedoch nicht im Old Trafford oder dem City of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>35 Minuten lang sah es in der Neuauflage des Manchester Derbys, ausgetragen im ehrwürdigen Wembley, nach einer fixen Sache für die Red Devils aus. Bis die Citizens ihr selbstgebasteltes Schneckenhaus in eine Dampfwalze umbauten. </strong></p>
<div id="attachment_4584" class="wp-caption aligncenter" style="width: 386px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/mc_mu_1.jpg"><img class="size-full wp-image-4584" title="Man. City - Man. United (1' - ca. 30')" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/mc_mu_1.jpg" alt="" width="376" height="526" /></a><p class="wp-caption-text">Man. City - Man. United (1&#39; - ca. 30&#39;)</p></div>
<p><span id="more-4578"></span>Es war mal wieder Zeit für das Manchester Stadtderby. Ausgetragen wurde dieses jedoch nicht im Old Trafford oder dem City of Manchester-Stadion, sondern im ehrwürdig-legendären Wembley in London. Was der Stimmung keinen Abbrucht &#8211; ganz im Gegenteil. Die Fans in der ausverkauften Fußballarena sorgten von Beginn an für Hexenkesselstimmung bei diesem FA-Cup Halbfinale.</p>
<p>Die konkurrierenden Teams taten personell das ihre dazu und schickten jeweils hochkarätige Besetzungen auf den grünen Rasen. Für die Red Devils hütete Golden Oldie Edwin van der Sar das Tor, vor ihm operierten O&#8217;Shea, Ferdinand, Vidic und Evra. Altstar Paul Scholes, Park Ji-Sung und Michael Carrick gaben die nominelle Zentrale, Valencia und Nani die Flankenläufer und Dimitar Berbatow den einzig echten Stürmer. Am Feld reflektierte dieses Team zu Beginn als ein leicht verschobenes 4-1-4-1 mit Carrick als zentral versetztem DM und Scholes als leicht hängenden Ballverteiler.</p>
<p>Für City hütete Stammgoalie Hart den Kasten, Zabaleta, Kompany, Lescott und Kolarov waren als Viererkette gesetzt. Yaya Toure, de Jong und Barry füllten die Mitte, ergänzt von Johnson und Silva an den Seiten. Und dazu hatte Hobby-Dartspieler Balotelli rechtzeitig den Weg durch sein Trikot gefunden. Ein &#8220;4-5-1 mit Panorama-Aufstellung&#8221; würde der spielerischen Umsetzung zunächst wohl eine adäquate Beschreibung sein.</p>
<p><strong>Taktische Feigheit</strong><br />
Eine halbe Stunde lang sah der in die Hauptstadt verlegte Kracher aus der Industriemetropole aus wie eine klare Sache für das Team von Alex Ferguson. Die ersten 10 Minuten griff man noch etwas verhalten, in der Folge dann aber doch spürbar vehementer an. Insbesondere Nani schien wieder Gefallen daran zu finden, sich als offensiver Spielgestalter und Seitendribblanski zu etablieren. Seine unmittelbaren Gegenspieler  &#8211; zumeist Yaya Toure, der nach Außen nachrückende de Jong oder aber Zabaleta und Kompany &#8211; hatten ihre liebe Mühe, den wendigen Portugiesen zu bänden. Obwohl er es denn manchmal übertrieb war seine Leistung ein wichtiger Grund, warum über die tendentiell etwas bessere Seite der Citizens vorerst einmal kaum bis gar nichts nach vorne lief.</p>
<p>Der andere Grund war die (möglicherweise kalkulierte) Feigheit in der taktischen Grundausrichtung. Roberto Mancini hatte sein Team definitiv nicht mit dem Plan eines offensiven Auftaktorchesters instruiert, sondern ließ seine Kicker erst einmal argwöhnisch die eigene Hälfte bewachen und auf Konter lauern. Chancen zu letzteren ergaben sich zwar wpärlich, die durch Uniteds Druck ausgelöste &#8220;U-Deformation&#8221; der Aufstellung sowie die faktische Isolation von Balotelli im Angriff, ließen schnelle und gefährliche Gegenstöße nicht zu. Erschwerenderweise ließ man die Devils auch noch bis zur Halbkreishöhe gewähren, ehe man sie schließlich mit Pressing beackerte (siehe blaue Markierung am Feld, die die ungefähre Starthöhe des Pressings von Man City beschreibt).</p>
<p><strong>Berbatovs Doppelpack der anderen Art</strong><br />
Diese Möglichkeit zur freien Entfaltung nahm das MUFC-Mittelfeld dankend an. Und nach einer Viertelstunde hätte es eigentlich 1:0 für die &#8220;Roten&#8221; stehen müssen. Eine schöne Kurzpass-Kombo vor dem Citizen-Strafraum kulminierte in einem schönen Zuspiel auf Dimitar Berbatov, der aus kurzer Distanz am gut reagierenden Hart scheiterte. Nur einen kurzen Moment darauf war Nani auf der linken Seite einmal mehr durch und spielte den tödlichen Querpass in die Mitte. Rutschend und unter Bedrängnis erreichte der Bulgare das Zuspiel, brachte aber das Kunststück fertig den Ball aus drei Metern über den Kasten zu bugsieren. Eine Lehre zog man daraus bei City nicht, blieb weiter hinten drin und probierte sich neben schlampig vorgetragenen Kontern mit weiten Bällen aus der Reihe &#8220;Wunschdenken&#8221;.</p>
<p>Einzig und allein weitere Großchancen für Manchester United blieben aus, ein wuchtiger Kopfball von Vidic (25&#8242;) nach einer Ecke sei noch zu erwähnen. In dieser Phase des Spiels hinterließen die Citizens einen ratlosen Eindruck.</p>
<p><strong>Citizens finden das Gaspedal</strong><br />
Nach 32 Minuten sorgte dann Silva für den ersten Lichtblick. Der hatte unterstützend die Seite gewechselt brachte einen genauen Pass auf den von zwei Spielern gedeckten Balotelli an. Der konnte das Leder aber nicht sauber annehmen, stocherte es aber zu Johnson, der noch einen Haken machte und das Ding am kurzen Eck vorbeijagte. Das war der Auftakt zu einer Reihe von Gelegenheiten, die sich den Hellblauen in dieser Häfte noch eröffnen sollte. City hatte plötzlich den Vorwärtsgang entdeckt.</p>
<p>So war es Johnson, der sich  in Minute 36 fast bis an den Fünfer von van der Sar vorgedribbelt hatte und damit letztlich eine Ecke erzwungen hatte. Und Lescott setzte den Ball aus besagtem Standard freistehend per Volley aus 12 Metern drüber. Davor hatte es Balotelli aus rund 35 Metern einfach mal mit der Brechstange probiert (34&#8242;). Auch der bislang noch recht unauffällige Toure setzte sich nun in Szene, und versuchte nach einem schnellen Ballgewinn eine Lücke zwischen Ferdinand und Vidic zu finden. Letzterer blockte den Schußversuch jedoch. Ein Kracher von Kompany sauste noch in der gleichen Minute knapp am kurzen Eck vorbei (43&#8242;). Nach schwachem Start ging Man City als überlegenes Team in die Kabine.</p>
<p><strong>Woher der Wandel?</strong><br />
Doch was war passiert? Es ist ja anzuzweifeln, dass die Aktion von Toure, Balotelli und Johnson als Weckruf allein ausreichend für einen plötzlichen Adrenalinschub für die Mancini-Elf. Eher war dies bereits ein erstes Symptom für die eingeleitete, taktische Umstellung. Folgende Maßnahmen ließen sich letztlich herauslesen:</p>
<ul>
<li>Mancini hatte das Mittelfeld &#8220;verdichtet&#8221;. Der Abstand zu Balotelli und zwischen den Anspielstationen wurde drastisch verkürzt. Statt einem seltsamen &#8220;U&#8221; in einem deformierten 4-5-1 war nun ein offensiv geprägtes 4-2-3-1 am Werk.</li>
<li>Notwendigerweise und logischerweise griff man den Gegner nun deutlich früher an. Statt erst am Halbkreis Druck auf die Ballführer auszuüben, wurden selbige nun schon vor dem eigenen Strafraum bedrängt.</li>
<li>Die Aufteilung war nun klarer. De Jong und Barry nahmen nun vorrangig Aufgaben im Spielaufbau und in der Abfangjagd wahr, Toure und Silva waren vor sie weiter in die Zentrale und weiter nach vorne gerückt. Auch die Abwehrreihe stand nun höher, was etwa Zabaleta als OAV stärker zur Geltung kommen ließ.</li>
<li>United hingegen wurde nun insgesamt weiter nach hinten gedrängt und bei Vorstößen gut auf eine Bahn gezwungen. Eine Änderung der Grundausrichtung erfolgte zur Halbzeit nicht.</li>
</ul>
<p><strong>Carrick packt das Silbertablett aus</strong><br />
Und weil Alex Ferguson (der heute dank einer FA-Strafe von der Tribüne aus arbeitete) den neuen Verhältnissen am Platz weder mit mit einer systemischen Umstellung noch mit taktischen Anweisungen Tribut zollte, lag ein Tor für Man City in der Luft.</p>
<p>In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit fehlte es jedoch an den entsprechenden Chancen. Bis van der Sar bei einem Klärungsversuch einen Gegner anschoß, der Ball trotzdem via O&#8217;Shea zu Michael Carrick geklärt wurde, der schließlich Toure mit einem Querpass aus der Hölle ein großes Geschenk machte. Der nämlich, kaum dass er den Ball hatte, legte den Turbo ein, kurvte von Carrick gejagt auch noch an der Innenverteidigung entlang und brachte den Ball mit einer kleinen Prise Glück auch noch durch die Beine von van der Sar ins Netz (52&#8242;). Der Fehler von Carrick ist freilich in einem solchen Spiel unverzeihbar, es sei der Fairness halber jedoch angemerkt, dass er bis auf diesen Patzer heute ein solides Spiel abgeliefert hatte.</p>
<div id="attachment_4585" class="wp-caption alignleft" style="width: 342px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/mc_mu_2.jpg"><img class="size-full wp-image-4585" title="Man. City - Man. United" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/mc_mu_2.jpg" alt="" width="332" height="467" /></a><p class="wp-caption-text">Man. City - Man. United (ca. 30&#39; - 70&#39;)</p></div>
<p>Vier Minuten darauf eröffnete sich aus einem hektisch vorgetragenen United-Angriff sogar die Chance, noch eins draufzulegen, es gelang den Citizens aber nicht, eine faktische 3-gegen-2-Situation  in eine echte Torchance zu verwandeln (56&#8242;). Im Offensivspiel der Red Devils war ein deutlicher Bruch erkennbar. Das durch die Umstellung entstandene Korsett behagte dem Spiel in der Zentrale ganz und gar nicht. Der vormals schon wenig auffällige Valencia verschwand völlig von der Bildfläche, der qurilige Park Ji-Sung fand für seine öffnenden Vorstöße keinen Raum mehr und auch Scholes konnte nicht mehr nach Belieben seine Bälle verteilen. Er und Nani waren dennoch die einizgen, die überhaupt noch Angriffsbewegungen zu lenken vermochten.Einzelaktionen statt koordiniertem Eindringen dominierten nun das Bild der United-Offensive am gegnerischen Strafraum.</p>
<p><strong>Rambo Scholes revidiert Offensivtausch</strong><br />
Nanis Offensivdrang bedeutete in dieser Phase jedoch auch, dass O&#8217;Shea und Ferdinand auf der linken Abwehrseite Unterstützung gegen Toure und Johnson fehlte, was sich öfters bemerkbar machte. 25 Minunten vor Spielende reagierte Ferguson dann doch. Valencia durfte seinen Arbeitstag beenden, Javier &#8220;Chicharito&#8221; Hernandez war nun als zweite Sturmspitze im Spiel. Ein abgefälschter Nani-Freistoss von der Strafraumgrenze krachte unmittelbar nach dem Tausch dank Harts Hand an die Latte des City-Gehäuses.</p>
<p>Der Effek des Wechselst: Kaum merkbar. Der Mexikaner ordnete sich vor Park ein und bemühte sich um Partizipation im offensiven Mittelfeld. Dort fand der Ball aber ohnehin nicht mehr sehr oft auf geordnetem Wege hin. Erschwerend kam hinzu, dass dem &#8220;Erbschen&#8221; sein Sturmpartner kurz darauf abhanden kam.</p>
<p>Paul Scholes krachte im Kampf um den Ball mit hohem Bein in den ebenfalls gefährlich heranrauschenden Zabaleta, und verzierte dessen Oberschenkel mit seinem Schuhabdruck. Der City-Spieler war letztlich schneller am Ball gewesen, hätte aber selbiges Ergebnis am Bein von Scholes ebenso in Kauf genommen. Isoliert betrachtet wäre über die folgende rote Karte für Scholes nicht zu diskutieren gewesen. Dass beide Spieler hier riskant und rücksichtslos zu Werke gegangen waren lässt aber durchaus die Frage offen, ob man Zabaleta hier nicht auch zumindest den gelben Karton hätte zeigen müssen.</p>
<p><strong>Locker runtergespielt</strong><br />
So oder so, der Schaden war angerichtet und United zu Zehnt auch nicht mehr oder weniger gefährlich als zuvor. Als Reaktion auf den Ausschluss ersetzte Ferguson Berbatov mit Anderson. Zum Auftritt des Bulgaren sei angemerkt, dass dieser seit den zwei vergebenen Großchancen zu Spielbeginn und einer angeknacksten Nase nach einem Kopfballduell, zunehmend glücklos und frustriert agierte.</p>
<p>Der Eingewechselte brauchte einige Minuten, um sich zu akklimatisieren, konnte aber auch dann freilich die entstandene Lücke nicht ganz kitten, wenngleich er sich zumindest bemühte, die ins arge Stottern gerastene United-Offensive wieder in Schuß zu kriegen. Mancini reagierte jedoch umgehend und ersetzte den müde werdenden Johnson mit Wright-Phillips, der sich im Vergleich etwas zurückfallen ließ. City verlegte sich darauf, das Spiel zu kontrollieren, ohne dabei zuviel Druck rauszunehmen. Manchester United lieferte bis auf bereits besagte Einzelaktionen keine nennenswerten Vorstöße mehr ab.</p>
<p>In der 90. Minute hatte Yaya Toure sogar das 2:0 per Konter am Fuß, scheiterte jedoch an den vereinten Kräften von van der Sar und einem Verteidiger.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Das letzte Manchester Derby der Saison geht verdient an die Citizens, für die der Zug im Ligarennen ja bereits abgefahren ist. Wenngleich das einzige Tor des Spiels ausgerechnet auf einen individuellen Schnitzer zurückführbar ist, ist da Ergebnis für United schmeichelhaft. Mancinis Vorgehen dürfte puires Kalkül gewesen sein. Statt, wie etwa im letzten Liga-Derby, von Beginn an den offenen Schlagabtausch zu zelebrieren, kastelte sich Manchester City erst einmal eine halbe Stunde lang in der eigenen Hälfte ein, und wurde nur dank Berbatovs mangelnder Kaltschnäuzigkeit nicht dafür bestraft. Danach organisierte der Italiener sein Team bedarfsgerecht um, absorbierte den Druck aus Uniteds Mittelfeld geschickt und nahm so das Heft in die Hand.</p>
<p>Ferguson reagierte trotz offensichtlicher Probleme erst nach dem Gegentor, um dann mit dem Ausschluß von Scholes in Unterbesetzung zur Ausgangslage zurückkehren zu müssen. So hatten die &#8220;Blues&#8221; aus dem City of Manchester-Stadion wenig Mühe, die Führung als feldüberlegene Mannschaft ins Finish zu tragen. Der Traum vom Titel-Dreierpack ist damit aus für United, die gesparten 90 Minuten für das Finalspiel lassen dafür ein wenig mehr Luft, die man in die Champions League und die Meisterschaft investieren kann. Im Premier League-Titelkampf sieht es für die Red Devils gut aus, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.</p>
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