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	<title>Ballverliebt &#187; Deutschland</title>
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	<description>Fußball. Fußball. Fußball.</description>
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		<title>Dortmund zerlegt die Bayern 5:2! Der BVB holt hochverdient auch den Pokal</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 01:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bayern hatten mehr Ballbesitz, aber dennoch war dieses Pokal-Finale eine Macht-Demonstration von Borussia Dortmund. Beim 5:2-Sieg im Berliner Olympiastadion hatten die Münchner dem Meister inhaltlich einmal mehr nur wenig entgegen zu setzen und liefen in ein bitteres Debakel. Der fünften Niederlage gegen den BVB in Folge. &#8220;Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Die Bayern hatten mehr Ballbesitz, aber dennoch war dieses Pokal-Finale eine Macht-Demonstration von Borussia Dortmund. Beim 5:2-Sieg im Berliner Olympiastadion hatten die Münchner dem Meister inhaltlich einmal mehr nur wenig entgegen zu setzen und liefen in ein bitteres Debakel. Der fünften Niederlage gegen den BVB in Folge.</em></strong></p>
<div id="attachment_7168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-12-Dortmund-Bayern-5-2.png"><img class=" wp-image-7168 " title="2012 05 12 Dortmund-Bayern 5-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-05-12-Dortmund-Bayern-5-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia Dortmund - Bayern München 5:2</p></div>
<p><span id="more-7167"></span>&#8220;Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum so weit nach vorne, dass er zumeist auf einer Höhe mit Lewandowski spielte, aber die beiden Flügel blieben eher hinten und achteten darauf, dass auf den Außenbahnen nichts anbrannte. So war Dortmund eher in einem 4-4-2 angeordnet. Was zusätzlich den Effekt hatte, dass die beiden Spitzen Kagawa und Lewandowski beiden jeweils auf einen Innenverteidiger pressen und somit die Spieleröffnung der Bayern behindern konnten. Die Stürmer waren somit die vordersten Abwehrspieler.&#8221;</p>
<div id="attachment_7169" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-01.png"><img class=" wp-image-7169 " title="2012 04 11 Dortmund-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Dortmund - Bayern (1:0) am 11. April</p></div>
<p>Klingt vertraut? Kein Wunder. Diese Sätze stammen <a href="http://ballverliebt.eu/2012/04/12/the-big-lewandowski-mit-dem-goldenen-tor-dortmund-praktisch-meister/">von der Analyse zum 1:0-Sieg der Dortmunder über die Bayern</a> ziemlich genau einen Monat vor diesem Pokal-Finale. Und sie treffen exakt genauso auf dieses Spiel zu. Haben die Bayern nichts gelernt &#8211; oder fanden sie einfach kein Mittel?</p>
<p><em><strong>Dortmund lässt die Bayern nicht aufs Gaspedal</strong></em><strong><em><br />
</em></strong></p>
<p>Es war wohl ein Mix aus beidem. Weil, wie schon vor einem Monat, Badstuber durch das Pressing und das geschickte Positionsspiel der Dortmunder die Möglichkeit zu einer sinnvollen Spieleröffnung oftmals genommen wurde, gab es viele Querpässe hintenrum, aber wenig konkretes nach vorne. Anders als beim Duell in der Bundesliga wurden aber auch die anderen Bayern-Spieler konsequent angelaufen &#8211; was ebenso zu vielen Rückpässen bei den Münchnern führte.</p>
<p>Was auch daran lag, dass es Dortmund einmal mehr hervorragend verstand, die Flügel der Bayern aus dem Spiel zu nehmen. Vor allem die in den letzten Wochen so enorm starke Achse mit Alaba und Ribéry auf der linken Angriffsseite der Roten wurde komplett gekappt. Der jeweils weiter außen stehende der beiden Bayern wurde von zwei Spielern an der Außenlinie gestellt und vom Rest der Mannschaft isoliert. Wenn schon so der Pass ins Zentrum nicht immer ganz verhindert werden konnte, dann war doch zumindest das Tempo aus dem Bayern-Angriff entwichen.</p>
<p><em><strong>Kagawa und die linke Seite bei Dortmund</strong></em></p>
<p>Dieses Grundprinzip änderte sich weder durch die schnelle Dortmunder Führung, noch durch den Ausgleich der Bayern. Und es wurde dadurch noch verstärkt, dass Alaba an seine Überform der letzten Wochen in keinster Weise anschließen konnte und eine recht schwache Partie ablieferte. Zudem schalteten die beiden polnischen Gegenspieler der Bayern, Piszczek und vor allem Blaszczykowski, wie die komplette Dortmunder Mannschaft nach Ballgewinn extrem schnell um und waren eine ständige Bedrohung für die Bayern.</p>
<p>Noch mehr waren das aber Shinji Kagawa und Robert Lewandowski. Die beiden Dortmunder Spitzen machten nämlich nicht nur die Bayern-Spieleröffnung unmöglich, sondern sie machten auch in der Offensive ein grandioses Spiel. Kagawa war in seinem wohl letzten Spiel für die Borussia ein überragender Ballverteiler, der mit seiner Omnipräsenz und seiner Technik praktisch nicht zu verteidigen war. Luiz Gustavo, der als Zweikämpfer im defensiven Bayern-Mittelfeld für den Japaner zuständig gewesen wäre, kam mit Kagawa überhaupt nicht mit und spielte, derart zermürbt, auch immer wieder haarsträubende Fehlpässe. Einer führte zum 0:1, und als Kagawa das 1:3 vorbereitete, war der Brasilianer auch nicht im Bilde.</p>
<p><strong><em>Linke Seite und Zentrale der Bayern</em></strong></p>
<p>Nicht im Spiel war bei den Bayern indes Arjen Robben. Einmal mehr wurde er von Schmelzer abgemeldet, zudem arbeitete Kevin Großkreutz im linken BVB-Mittelfeld gewohnt stark gegen den Ball. Man ließ Philipp Lahm zwar nach vorne marschieren, schnitt ihn aber von den Anspielstationen ab. Robben ist bekanntlich gerade dann besonders gefährlich, wenn er zwischen den Linien die Kanäle auf dem Weg nach innen bearbeiten kann, aber genau das ließ Dortmund in 90 Minuten nur ein einziges Mal zu &#8211; ansonsten war der Holländer abgemeldet.</p>
<p>So ging über rechts nicht viel nach vorne, über links auch nicht, und im Zentrum ging auch nichts weiter. Weil Luiz Gustavo erstens verunsichert war und zweitens ohnehin kein Künstler am Ball ist, blieb die Verantwortung an Schweinsteiger und Kroos hängen. Doch Ersterem fehlt nach seiner Verletzungspause noch die Spielpraxis, und Letzerer war von den herausragend spielenden Kehl und Gündogan aus dem Spiel genommen.</p>
<p><em><strong>Logische, aber gefährliche Umstellung von Heynckes</strong></em></p>
<p>Und nach vorne nützte Dortmund die Fehler der Bayern eiskalt. Billige Ballverluste beim ersten und beim dritten Tor, dazwischen ein Elfmeter nach klarem Foul von Boateng. So entschloss sich Bayern-Coach Heynckes beim Pausenstand von 1:3 und angesichts des nicht vorhandenen Zugs in Richtung Dortmunder Tor (wo der verletzte Weidenfeller nach einer halben Stunde von Mitch Langerak ersetzt worden war) zu einer an sich logischen Umstellung.</p>
<div id="attachment_7171" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Cupfinal2.png"><img class=" wp-image-7171 " title="Cupfinal2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Cupfinal2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Zweite Halbzeit</p></div>
<p>Statt des indisponierten Luiz Gustavo kam Thomas Müller. Dieser ging auf die Zehner-Position, dafür rückte Toni Kroos zurück neben Schweinsteiger. Doch die Überlegung von Heynckes &#8211; mit zwei Gestaltern im defensiven Mittelfeld die Oberhand über das Zentrum zu gewinnen &#8211; wurde von den Dortmundern ausgehebelt.</p>
<p>Denn Luiz Gustavo &#8211; der in Spielen gegen wirklich starke Teams permanent der größte Wackelkandidat ist &#8211; spielte zwar nicht gut, aber ohne den Brasilianer fehlte der Zweikämpfer, der Ballgewinner in der Zentrale. Was im Rücken von Kroos und Schweinsteiger Räume gewährte, die Dortmund konsequent nutzte. Vor allem, weil neben Kagawa auch Robert Lewandowski einmal mehr eine absolute Weltklasse-Leistung bot.</p>
<p><em><strong>Lewandowski, Rücken zum Tor</strong></em></p>
<p>Was den Polen so stark macht, ist seine Fähigkeit im Spiel mit dem Rücken zum gegnerischen Tor. Er kann wie derzeit wohl weltweit kaum ein anderer die Bälle vorne auch gegen zwei, drei Gegenspieler halten, bis die Kollegen nachgerückt sind. So hatten die Bayern zwar weiterhin mehr Ballbesitz, aber ohne das Tempo und das kreative Element bei den Münchnern waren es die Dortmunder, die im Konter die klar besseren Chancen hatten. Schnell verfestigte sich der Eindruck, dass eher die Gelben das 4:1 schießen würden, als die Roten das 3:2. und genau so kam es auch. Großkreutz ging im Rücken von Lahm durch, der Ball wurde zu Lewandowski quergelegt, und der brauchte nur noch &#8220;Danke&#8221; zu sagen.</p>
<p>Was im Spiel der Bayern falsch lief, wurde zehn Minuten nach dem 1:4 deutlich. Da nämlich schafften es die Münchner zum einzigen Mal in der kompletten Partie, mal von hinten nach vorne Tempo aufzubauen, einen Spielzug schnell vor das Dortmunder Tor zu bringen und dort auch flink zum Abschluss zu kommen. Gomez&#8217; Kopfball klatschte zwar an die Latte, aber genau das war die Art von Fußball, mit der die Bayern den Gegner hätten knacken können. Mit ihrem umständlichen, langsamen und letztlich durchschaubaren Aufbauspiel hatte Dortmund kaum Probleme und auch das 2:4 (Einzelaktion von Ribéry) warf den BVB nicht aus der Bahn.</p>
<p>Nein, nur wenige Minuten später nützte der Meister einen Fehler von Neuer sogar zum 5:2 aus. Damit gaben die Roten das Pokal-Finale endgültig verloren und Jürgen Klopp konnte Shinji Kagawa nach einer seiner besten Leistungen im BVB-Trikot den verdienten Abgangs-Applaus zum Abschied gönnen.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der BVB zeigte eindrucksvoll, was ihn so stark macht</strong></em></p>
<p>Dortmund spielte das typische Dortmund-Spiel: Gegner anlaufen vorne, keinen Spielaufbau zulassen. Blitzschnelles Umschalten nach Ballgewinn. Mit der Überischt von Kagawa und den Fähigkeiten von Lewandowski, den Ball zu halten, den Gegner in Probleme zu bringen. Die Flügelzange der Bayern durch das Isolieren vom Rest der Mannschaft aus der Gleichung nehmen. Und hinten nichts anbrennen lassen.</p>
<p>Letzlich war es die gleiche Partie wie die beiden 1:0-Siege der Dortmunder in der abgelaufenen Bundesliga-Saison, mit dem Unterschied, dass diesmal die Toren fielen wie reife Früchte. Was die Bayern eine Woche vor dem Champions-League-Finale im eigenen Stadion sorgen muss, ist weniger die fünfte Niederlage gegen den BVB en suite an sich. Sondern die Tatsache, dass man dem Gegner einmal mehr inhaltlich unterlegen war, kein Mittel fand.</p>
<p>Für Dortmund markiert dieser 5:2-Sieg den Schluss- und vor allem den Höhepunkt einer (zumindest national) überragenden Saison. Das Team von Jürgen Klopp zeigte noch einmal alles, was es so stark macht und hat damit unterstrichen, wie hochverdient auch der Meistertitel ist. Ein Sieg, ein Statement. Und das erste Double der Vereinsgeschichte.</p>
<p>(phe)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7167&amp;md5=c7f9de31b536ab569302bbc417eb0b6f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Big Lewandowski mit dem goldenen Tor &#8211; Dortmund praktisch Meister!</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/04/12/the-big-lewandowski-mit-dem-goldenen-tor-dortmund-praktisch-meister/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 00:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum vierten Mal in Folge gewinnt Dortmund gegen die Bayern. Zum 24. Mal hintereinander bleibt die Borussia in der Bundesliga ungeschlagen. Keine Frage: Der BVB, nach dem 1:0-Sieg im heiß erwartete Duell mit den Münchnern praktisch Meister, ist ein verdienter Titelträger. Auch, wenn auch in diesem Spiel ein Remis verdient gewesen wäre. Aber die Ferse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zum vierten Mal in Folge gewinnt Dortmund gegen die Bayern. Zum 24. Mal hintereinander bleibt die Borussia in der Bundesliga ungeschlagen. Keine Frage: Der BVB, nach dem 1:0-Sieg im heiß erwartete Duell mit den Münchnern praktisch Meister, ist ein verdienter Titelträger. Auch, wenn auch in diesem Spiel ein Remis verdient gewesen wäre. Aber die Ferse von Lewandowski hatte etwas dagegen.</em></strong></p>
<div id="attachment_7048" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-0.png"><img class=" wp-image-7048 " title="2012 04 11 Dortmund-Bayern 1-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-04-11-Dortmund-Bayern-1-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia Dortmund - Bayern München 1:0</p></div>
<p><span id="more-7047"></span>Schon lange wurde um ein Spiel der deutschen Bundesliga kein so großer Hype mehr veranstaltet wie um das Duell zwischen Leader Dortmund und Verfolger Bayern &#8211; das letzte Mal, dass etwas vergleichbares zu erleben war, war im Dezember 2008, als die Münchner den in diesem Herbst unglaublich aufgeigenden Herbstmeister Hoffenheim empfingen.</p>
<p><strong><em>Sechs Mann hinten gegen Pressing</em></strong></p>
<p>Diesmal ging es aber de facto um die Meisterschaft, und die Bayern wussten: Eine Niederlage, und alles ist vorbei. Die größte Frage, die sich Jupp Heynckes im Vorfeld stellen musste: Wie soll man mit dem Pressing von Dortmund umgehen? Im &#8220;Aufwärmspiel&#8221;, dem mühsamen 2:1 über Augsburg, presste etwa der Außenseiter konsequent auf  Holger Badstuber und neutralisierte so den wesentlich spielintelligenteren der beiden Innenverteidiger.</p>
<p>Die Folge war, dass die Spieleröffnung ziemlich litt. In Dortmund agierte, wenn der Ball in der eigenen Verteidigung zirkulierte, auch das Duo im zentralen Mittelfeld realtiv tief. So ergab sich auch bei Dortmunder Pressing &#8211; das ohnehin vergleichsweise zahm daherkam &#8211; zumindest keine Unterzahl und es gab praktisch immer eine Anspielstation, an die man sich unter Bedrängnis wenden konnte.</p>
<p><strong><em>4-4-2 gegen 4-2-4</em></strong></p>
<p>Das Problem im Spiel nach vorne ergab sich dabei aus den verschiedenen Interpretationen der Systeme, die sich grundsätzlich beide aus einem 4-2-3-1 heraus ableiten. Bei Dortmund rückte Kagawa aus dem offensiven Zentrum so weit nach vorne, dass er zumeist auf einer Höhe mit Lewandowski spielte, aber die beiden Flügel blieben eher hinten und achteten darauf, dass auf den Außenbahnen nichts anbrannte. So war Dortmund eher in einem 4-4-2 angeordnet. Was zusätzlich den Effekt hatte, dass die beiden Spitzen Kagawa und Lewandowski beiden jeweils auf einen Innenverteidiger pressen und somit die Spieleröffnung der Bayern behindern konnten. Die Stürmer waren somit die vordersten Abwehrspieler.</p>
<p>Und auch bei den Münchnern gab es de facto zwei Spitzen: Thomas Müller positionierte sich sehr hoch und war so nur leicht versetzt hinter Gomez zu finden. Hintergedanke war fraglos der gleiche wie beim Gegner: Die Innenverteidigung daran hintern, einen gefahrlosen ersten Pass zu spielen. Das klappte zumeist ganz gut, Kehl und Gündogan waren oft nicht direkt anzuspielen.</p>
<p>Weil aber Ribéry und Robben auf den Flanken ebenfalls recht hoch standen, ergab sich bei den Bayern eher eine Art 4-2-4. Logische Folge: Zwischen den sechs defensiven Akteuren und den vier offensiven entstand ein Loch. Aufbauspiel, das über das defensive Mittelfeld hinausging, hatte es durch das Zentrum recht schwer und auf den Flügeln gelang es nicht, Überzahlsituationen herzustellen und/oder Flanken in den Strafraum zu bringen, die auch Torgefahr erzeugen hätten können.</p>
<p><strong><em>Dortmund mit mehr Zug zum Tor</em></strong></p>
<div id="attachment_7050" class="wp-caption alignright" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bayern-zmf-hz1.png"><img class="wp-image-7050 " title="bayern zmf hz1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/bayern-zmf-hz1.png" alt="" width="330" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Luiz Gustavo und Toni Kroos lieferten vor der Pause fast nur Querpässe, aber wenig Direktes... (dfl.de)</p></div>
<p>Das Pressing der Borussia bereitete den Bayern also nicht allzu viele Probleme und die Fehlpass-Quote hielt sich in der ersten Hälfte mit 12,4 Prozent im Rahmen. Aber den Bayern fehlte es ganz dramatisch am Zug nach vorne. Vor allem aus der Mittelfeld-Zentrale kamen fast nur Querpässe auf die Flanken, anstatt Robben und Ribéry mit Tempo zu schicken. So hatten die Dortmunder &#8211; vor allem Großkreutz machte defensiv eine blitzsaubere Partie &#8211; wenig Probleme, Torgefahr von den Bayern gar nicht erst zuzlassen.</p>
<div id="attachment_7052" class="wp-caption alignleft" style="width: 338px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gündogan-hz1.png"><img class="wp-image-7052 " title="gündogan hz1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/gündogan-hz1.png" alt="" width="328" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">...während Ilkay Gündogan das Dortmunder Spiel im gleichen Zeitraum nach vorne beschleunigte. (dfl.de)</p></div>
<p>Die Fehlpass-Quote bei Dortmund war verglichen mit der des Gegners deutlich höher &#8211; nämlich 18.8 Prozent &#8211; dafür zeigte die Borussia ein wesentlich schnelleres und direkteres Spiel nach vorne, vor allem, wenn Ilkay Gündogan sein Team aus dem Zentrum heraus beschleunigte und vor allem Blaszczykowski schickte. Dass der Deutsch-Türke sich mit diesen Pässen immer mehr vertraut macht &#8211; <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">zu Saisonbeginn war das beim Sahin-Ersatz noch eine große Schwäche</a> &#8211; ist sicher ein gewichtiger Grund, warum er sich immer mehr in der Dortmunder Mannschaft festbeißt.</p>
<p>Zudem erlaubt es das beinahe blinde Verständnis mit den Mitspielern den Borussen, sich flink durch die Reihen zu kombinieren und so zu deutlich besseren Torchancen zu kommen. Die beste hatte dabei Robert Lewandowski, er traf aber nur den Pfosten.</p>
<p><strong><em>Bayern übernehmen das Kommando&#8230;</em></strong></p>
<p>Das mangelnde Futter aus der Zentrale war sicherlich das größte Problem bei den Bayern, denn ohne schnelle Bälle in die Spitze erlaubte man den Dortmundern, die Angriffe allzu leicht abzufangen und den Bayern somit die Gelgenheit zu geben, von hinten aufzurücken und den Druck zu verstärken. Das hat Jupp Heynckes in der Halbzeit sicher angesprochen, denn nach dem Seitenwechsel funktionierte bei den Bayern vieles wesentlich besser.</p>
<div id="attachment_7054" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/luiz-gustavo-hz2.png"><img class=" wp-image-7054  " title="luiz gustavo hz2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/luiz-gustavo-hz2.png" alt="" width="327" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In der 2. Hälfte schickte Luiz Gustavo die Flügelspieler eher steil, was dem Bayern-Spiel gut tat (dfl.de)</p></div>
<p>Denn anstatt, wie noch vor der Pause, Querpässe auf Ribéry und Robben zu spielen, schickte Luiz Gustavo die beiden nun eher mit Steilpässen. Es kamen zwar längst nicht alle dieser Pässe an &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; aber weil die Bayern nun auch wesentlich aktiver waren, was das Nachrücken angeht, konnte man die Dortmunder dennoch immer mehr in deren Hälfte einschnüren. Alleine, wirkliche Chancen konnten die Bayern nicht herausspielen, weil sich Gomez vorne nicht gut bewegte und bei den BVB-Verteidigern Hummels und Subotic in guten Händen war.</p>
<p><em><strong>&#8230;aber die entscheidenden Situationen gehen an Dortmund</strong></em></p>
<p>So sah es immer mehr nach einem 0:0 aus (auch, nachdem Schweinsteiger, für die Start-Elf noch nicht fit genug, für Müller kam; Kroos ging nun auf die Zehn), mit leichten Vorteilen für die Bayern, ehe die zwei entscheidenden Situationen den Dortmundern den Sieg bescherten. Erst, als Robert Lewandowski &#8211; der als ballhaltender Mittelstürmer eine sehr ansprechende Partie ablieferte &#8211; nach einer Ecke einen Großkreutz-Schuss mit der Ferse den Ball unhaltbar für Neuer zum 1:0 ablenkte.</p>
<p>Und dann, als Weidenfeller den von ihm selbst an Robben verursachten Elfmeter parierte. Womit die Meisterschaft so gut wie entschieden ist.</p>
<p><em><strong>Fazit: Glücklicher Sieg, aber BVB verdienter Meister</strong></em></p>
<p>Nach <a href="http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/">dem 1:0 in München im Herbst</a> - mit dem dieses Aufeinandertreffen nicht ganz mithalten konnte - holt Dortmund nun also auch im Rückspiel einen 1:0-Sieg &#8211; was in der Tabelle genau jene sechs Punkte sind, die die Borussia vier Spiele vor Saisonende nun Vorsprung haben. Angesichts der Stabilität, mit der sich der amtierende Meister seit Monaten präsentiert &#8211; es ist dies das 24. ungeschlagene Bundesliga-Spiel in Folge &#8211; es kaum anzunehmen, dass die Bayern das noch aufholen können.</p>
<p>Das ist einerseits etwas bitter für die Bayern, weil in beiden Saisonduellen ein 0:0 dem Spiel eher entsprochen hätte und in beiden Saisonduellen Bastian Schweinsteiger entweder gar nicht zur Verfügung stand oder nur eine halbe Stunde, und das nach Verletzungspause ohne Spielpraxis. Dennoch war über die Saison gesehen Dortmund ganz einfach die stabilere Mannschaft und verdient sich den Titel absolut.</p>
<p>Damit holen die Münchner Bayern erstmals seit 1996 zwei Jahre hintereinander nicht die deutsche Meisterschaft. Titelträger damals? Borussia Dortmund. Zweimal.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=7047&amp;md5=7cd1e881ed92bef5901aa615c3ebc00e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die 30 am besten bezahlten Fußballtrainer der Welt</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2012/03/26/die-30-am-besten-bezahlten-fusballtrainer-der-welt/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 10:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur die Personen am Feld, sondern auch jene die ihnen Vorgaben machen, sind im Fußball immer öfter Millionäre. Die folgenden 30 Trainer verdienen im Moment pro Jahr am meisten Geld bei ihren jeweiligen Arbeitgebern. Datenquelle: UOL Das Einkommen hat in der Relation zu direkten Konkurrenten selten etwas mit dem unmittelbaren Erfolg beim aktuellen Verein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6971" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/trainer.jpg"><img class="size-full wp-image-6971" style="border: 0pt none;" title="Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/trainer.jpg" alt="Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12" width="500" height="250" border="0" /></a><p class="wp-caption-text">Die Fußball-Trainer mit den besten Gehältern 2011/12 - Grafik: (C) ballverliebt.eu</p></div>
<p><strong><em>Nicht nur die Personen am Feld, sondern auch jene die ihnen Vorgaben machen, sind im Fußball immer öfter Millionäre. Die folgenden 30 Trainer verdienen im Moment pro Jahr am meisten Geld bei ihren jeweiligen Arbeitgebern.</em></strong><span id="more-6923"></span></p>
<p><iframe src="https://docs.google.com/spreadsheet/pub?key=0AvQ2ADqpkgyAdDR3VUhKQlo5dTJ1ZnlEQm54VElwbnc&amp;single=true&amp;gid=0&amp;output=html&amp;widget=false" frameborder="0" width="427" height="600"></iframe><br />
<small>Datenquelle: <a href="http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fesporte.uol.com.br%2Ffutebol%2Fultimas-noticias%2F2012%2F03%2F08%2Ffelipao-tem-o-11-maior-salario-entre-tecnicos-do-futebol-mundial-diz-site-especializado.htm&amp;h=pAQEM3zi4" target="_blank">UOL</a></small></p>
<p>Das Einkommen hat in der Relation zu direkten Konkurrenten selten etwas mit dem unmittelbaren Erfolg beim aktuellen Verein zu tun. So kommt Pep Guardiola nicht an Jose Mourinho ran, obwohl er ihn in Champions League und Meisterschaft im vergangenen Jahr besiegt hat. Alex Ferguson verdient als Redkordmeistermacher gleich viel wie Ruderherumreißer Kenny Dalglish, sieht seinen Stadtrivalen Roberto Mancini vom City-Schleudersitz gar nur von hinten. Jürgen Klopp verdient trotz Meistertitel nicht einmal die Hälfte von Bayerntrainer Jupp Heynckes. Othmar Hitzfeld und Jogi Löw bekommen bei ihren Nationalteams mehr, als Weltmeister Vincent del Bosque. Man könnte stark vereinfacht sagen: Fußballtrainer werden für ihre vergangenen Leistungen und den unter anderem dadurch erwarteten Erfolg bezahlt.</p>
<p>Natürlich zeigen die Gehälter auch den finanziellen Zustand im Fußball. <a href="http://derstandard.at/1331780209397/Sevilla-Praesident-im-Interview-Warum-Barca-und-Real-uneinholbar-sind" target="_blank">Spaniens Pleite-gefährdete Liga</a> ist zwar nicht oft vertreten (3), aber wenn dann gleich ganz fett im Geschäft. Nach Barcelona und Real tut sich dort lange nichts. England ist hingegen oft im Spitzenfeld vertreten (8), das Ligagefälle ist aber viel geringer. Ausgaben in Deutschland (2), im traditionell Trainer-betonenden Italien (3) und Frankreich (1) fallen deutlich ab. Außerhalb von Europa gibt es nur die Liga in Brasilien (5) und einzelne Klubs mit potenten Mäzenen oder Sponsoren. Zum bequemen Durchklicken durch die Welt der am besten haben wir euch wieder einmal eine Map gebastelt.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/fusiontables/embedviz?viz=MAP&amp;q=select+col2+from+3337731+&amp;h=false&amp;lat=44.20691040120147&amp;lng=18.16629921875008&amp;z=2&amp;t=1&amp;l=col2" scrolling="no" width="500" height="450"></iframe></p>
<p>Nicht nur im durchschnittlichen Arbeitsleben, auch unter Spitzentrainern ist das Gehaltsgefälle relativ groß, wie die folgende Kurve zeigt. Die Top 5 verdienen gemeinsam mehr als die untere Hälfte der Liste. Wer die Top 3 verpasst, muss schon einen Preisnachlass von 40% gegenüber dem Ersten akzeptieren. Nach den Top 10 lässt der Wertverlust nach.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/fusiontables/embedviz?&amp;containerId=gviz_canvas&amp;isXyPlot=true&amp;q=select+col5%2C+col3+from+3337731+&amp;qrs=where+col5+%3E%3D+&amp;qre=+and+col5+%3C%3D+&amp;qe=+order+by+col5+asc+limit+30&amp;viz=GVIZ&amp;t=LINE&amp;width=500&amp;height=300" frameborder="no" scrolling="no" width="500" height="300"></iframe></p>
<p>Millionen hin, Millionen her. Am Ende bleibt die große Frage, die dahintersteht, auch ein bisschen Geschmackssache. </p>
<p><strong>Wer ist der beste Trainer der Welt?</strong></p>
<p>Was meint ihr dazu? </p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6923&amp;md5=ac71495655cff159c18f0055d0f38860" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>M&#8217;gladbach scheitert im Elferschießen &#8211; zeigt aber eindrucksvoll seine Stärken</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 22:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[DAS Überraschungs-Team dieser Bundesliga-Saison? Eindeutig Borussia Mönchengladbach! Aber was macht jenes Team, das mit dem selben Kader letztes Jahr zweifellos abgestiegen wäre, wenn Lucien Favre nicht das Traineramt übernommen hätte, so enorm stark? Das Pokal-Halbfinale gegen die Bayern lieferte, obwohl die Borussia im Elferschießen scheiterte, viele Antworten auf diese Frage. Als Lucien Favre vor etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>DAS Überraschungs-Team dieser Bundesliga-Saison? Eindeutig Borussia Mönchengladbach! Aber was macht jenes Team, das mit dem selben Kader letztes Jahr zweifellos abgestiegen wäre, wenn Lucien Favre nicht das Traineramt übernommen hätte, so enorm stark? Das Pokal-Halbfinale gegen die Bayern lieferte, obwohl die Borussia im Elferschießen scheiterte, viele Antworten auf diese Frage.</em></strong></p>
<div id="attachment_6904" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-21-Gladbach-Bayern-0-0.png"><img class=" wp-image-6904 " title="2012 03 21 Gladbach-Bayern 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-21-Gladbach-Bayern-0-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia M&#39;gladbach - Bayern München 0:0 n.V., 2:4 i.E.</p></div>
<p><span id="more-6902"></span>Als Lucien Favre vor etwas mehr als einem Jahr das Trainer-Amt bei Borussia Mönchengladbach übernahm, war der Verein am Boden. Interne Querelen und ein Putsch-Versuch waren die Folge einer enttäuschenden Saison, das Team war zwölf Spiele vor Schluss hoffnungslos abgeschlagen Letzter, sieben Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Doch Favre schaffte den unglaublichen Turnaround, hielt <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/19/spate-strafe-von-fahrlassigem-gladbach-gegen-umstandliches-bochum/">dank eines Erfolgs in der Relegation</a> die Klasse &#8211; und mischt nun die Bundesliga auf.</p>
<p>Das Erstaunlichste dabei: In jene Mannschaft, die derzeit auf Platz drei in der Bundesliga liegt, spielt in der Regel ohne einen einzigen Neuzugang. Es ist der selbe Kader, mit dem Favres Vorgänger Michael Frontzeck mit Pauken und Trompeten auf Abstiegs-Kurs war &#8211; lediglich Marco Reus ging in die Spitze und Patrick Herrmann (der nach einem Schlüsselbeinbruch im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern erstmals wieder im Kader war) etablierte sich mit einer bärenstarken Saison im rechten Mittelfeld.</p>
<p><strong><em>Gladbach macht die Räume eng</em></strong></p>
<p>Was die Borussia zu einem dermaßen unangenehmen Gegner macht, ist vor allem die Art und Weise, wie sie die Räume verengt. Der Abstand zwischen Abwehrkette und den beiden Stürmern ist im Idealfall kaum 25 Meter. Das verlangt von der Abwehr eine extrem hohe und von den Angreifern eine extrem tiefe Positionierung von von allen Spielern höchste taktische Disziplin.</p>
<p>Dadurch, dass die Abwehrkette so hoch steht und der Abstand zur Mittelfeld-Kette so gering ist, bleibt für einen Gegner mit drei offensiven Mittelfeldspielern, einem Achter und einem Stoßstürmer praktisch kein Platz, sich zu entfalten. Die Bayern waren gezwungen, den Ball selbst tief zu halten und fanden durch das engmaschige Defensiv-Netz der Gladbacher nur sehr selten eine Anspielstation, und wenn doch, konnte diese mangels Platz und mangels Zeit am Ball nur sehr wenig damit anfangen.</p>
<p><strong><em>Ribéry und Robben sind kein Faktor</em></strong></p>
<p>Gegen eine Mannschaft wie die Bayern, die in ihren letzten drei Pflichtspielen 20 Tore erzielt haben (7:1 gegen Hoffenheim, 7:0 gegen Basel und 6:0 bei Hertha BSC) muss man aber auch die zuletzt gut aufgelegten Flügelspieler aus der Partie nehmen. Und auch das machte Gladbach hervorragend: Franck Ribéry wurde vom überragenden Toni Jantschke komplett abgemeldet, der Franzose brachte nicht einen Ball sinnvoll in die Mitte und es gelang ihm ihn 120 nur ein einziges Mal, in den Rücken der Abwehrkette zu kommen. Dass die Maßflanke auf Robben nicht im Tor landete, war nicht Ribérys Fehler.</p>
<p>Arjen Robben auf der anderen Seite wurde konsequent gedoppelt, zuweilen sogar von drei Borussen angegangen. Das ließ zwar immer wieder Platz für den Robben hinterlaufenden Philipp Lahm, was aber nichts machte &#8211; denn entweder waren seine Hereingaben ein gefundenes Fressen für die extrem starken Dante und Stranzl, oder ein Borusse nahm ihm ganz flink die Zeit am Ball.</p>
<p><strong><em>Extreme Disziplin beim Verschieben</em></strong></p>
<p>Das Einüben des kollektiven Verschiebens ist zwar, wie man hört, auch bei Lucien Favre eine mühselige und eintönige Dauer-Arbeit, aber es gibt in der deutschen Bundesliga wohl kein Team, dass dabei im Spiel eine so exakte Disziplin an den Tag legt. In jeder Situation weiß immer jeder ganz exakt, wie sich alle anderen verhalten und wie bzw. wohin genau er selbst zu laufen hat, ohne dass in der schnellen Rück- oder Seitwärtsbewegung Löcher entstehen, in die der Gegner hinein stoßen könnte.</p>
<p>Die Bayern ließen in der Vorwärtsbewegung oft das nötige Tempo vermissen, um auf diesem Weg zu versuchen, die Reihen der Borussia auseinander zu reißen. Natürlich kamen sie auch immer wieder zu Chancen &#8211; vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte &#8211; aber in den Rücken der Abwehr kamen sie in 120 Minuten nur zwei- oder dreimal. Und wenn die Münchner doch zum Abschluss kamen, war Marc-André ter Stegen im Borussia-Tor zur Stelle.</p>
<p><em><strong>Die Rolle von Reus und Hanke</strong></em></p>
<p>Interessant ist bei Mönchengladbach auch die Rolle der beiden Stürmer. Denn von allen Angreifern, die Favre regelmäßig einsetzt, ist in Wahrheit nur Mike Hanke ein echter, gelernte Vollblut-Angreifer. Shooting-Star Marco Reus und Igor de Camargo hingegen sind Spieler, die sich (wie der Belgier) eher in der Etappe wohler fühlten oder (wie Bald-Dortmunder Reus) ursprünglich vom Flügel kommen. Das macht aber nicht nur nichts, nein, das System von Favre verlangt sogar nach solchen Spielern.</p>
<p>Eben weil durch das eng machen der bespielbaren Fläche die (nominellen) Stürmer so tief stehen, dass sie zeitweise als zusätzliche Mittelfeld-Spieler hinter dem Ball spielen, braucht es genau solche Spielertypen, die aus der Tiefe mit Tempo nach vorne gehen können. Vor allem Reus wurde immer wieder steil geschickt (oder es zumindest versucht), um mit seinem Tempo auf die Abwehr zulaufen zu können &#8211; nicht zuletzt Sebastian Prödl kann davon ein Lied singen, seit er im November bei Bremens 0:5 gleich dreimal von Reus überlaufen wurde.</p>
<p>Das Sturm-Duo hat aber noch eine andere, ganz wichtige Aufgabe: Auf die gegnerische Spieleröffnung pressen. Im Falle der Bayern ist es bekanntermaßen Holger Badstuber, der für den ersten Pass von hinten heraus zuständig ist, und Mike Hanke presste Badstuber immer wieder dermaßen an, dass ihm oft nur überhastete und damit ungenaue Pässe gelangen. Heißt: Obwohl &#8211; oder gerade weil &#8211; die Stürmer der Borussia eine so tiefe Ausgangsposition haben, ist ihr Spiel in höchstem Maße vertikal.</p>
<p><strong><em>Bayern stellt auf 4-4-2 um</em></strong></p>
<div id="attachment_6909" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gladbach-Bayern2.png"><img class=" wp-image-6909 " title="Gladbach-Bayern2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Gladbach-Bayern2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Ab ca. 60. Minute</p></div>
<p>Die Bayern reagierten nach einer Stunde darauf, indem Thomas Müller aus seiner Position im zentralen offensiven Mittelfeld &#8211; Müller, Robben und Ribéry rochierten zwar sehr viel, kehrten dann aber recht schnell auch wieder auf ihre Grundpositionen zurück &#8211; sich etwas weiter nach vorne orientierte. Er war oft zwischen Nordtveit und Neustädter eingezwickt, weiter vorne erhoffte er sich wohl etwas mehr Platz zwischen den Linien.</p>
<p>Vor allem aber schien die geänderte Positionierung Müllers eine Absicht zu haben: Einen Innenverteidiger heraus zu ziehen. Denn wenn sich das Spiel in die Richtung des Borussia-Tores bewegte und dort auch Gomez in diese Richtung lief, blieb Müller erst einmal stehen und ließ die sich nach hinten verschiebenden Ketten der Borussia ein wenig an sich vorbei ziehen. Die Hoffnung war offenbar, dass einer der zwei Innenverteidiger &#8211; am Ehesten der statt des verletzten Stranzl gekommene Brouwers &#8211; an Müller bleibt und so hinten Platz für Gomez schafft. Die Borussia ließ sich von diesem Köder aber nicht locken. So ging Müller (wie auch der in der Verlängerung für ihn eingewechselte Petersen) eher wieder zurück in die alte Position.</p>
<p><strong><em>Verlängerung offenbart eine gewisse Fragilität</em></strong></p>
<p>Die hochinteressante und extrem intensive Partie verließ in der fast logischen Verlängerung so ein wenig die qualitative Spannkraft &#8211; je länger das Spiel dauerte und je fataler ein möglicher Fehler wurde, desto vorsichtiger legten es die beiden Mannschaften auch an. Im Zweifel wurde immer eher der Rückpass gewählt, die Sicherheits-Variante gespielt. Dennoch bekamen die Bayern immer mehr Übergewicht, und das ist nicht nur mit der Müdigkeit zu erklären.</p>
<p>Nein: Roman Neustädter schleppte sich im zentralen Mittelfeld sichtlich angeschlagen nur noch über das Feld, nachdem Favre das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft hatte. Neustädter konnte seine ihm zugedachten Aufgaben nicht mehr erfüllen und so konnte die ganze Mannschaft nicht mehr wie zuvor verschieben und hing vor allem in den letzten zehn Minuten gegen ein Bayern-Team, das ihre Chance witterte, noch ziemlich in den Seilen. Es reichte für das Elferschießen, dort verschoss aber Dante und der Versuch von Nordtveit wurde gehalten &#8211; womit das Pokal-Finale ohne Mönchengladbach stattfindet.</p>
<p><strong><em>Fazit: Die Borussia zeigte eindrucksvoll ihre Stärken</em></strong></p>
<p>Auch, wenn es letztlich nicht für den Final-Einzug gereicht hat: Borussia Mönchengladbach hat in diesem hochinteressanten und extrem intensiven Spiel, ohne Zweifel einem 0:0 der allerbesten Sorte, ganz deutlich gezeigt, was die Mannschaft so stark macht, dass ihr zumindest der Platz in der Champions-League-Quali kaum noch zu nehmen ist. Extreme Kompaktheit, höchste taktische Disziplin, dem Gegner keinen Platz lassen und nach vorne das eigene Spiel sehr vertikal anlegen.</p>
<p>Die Bayern, die ja in einer unfassbaren Form waren, taten sich dann auch extrem schwer. Das Team aus München kam zu einigen guten Chancen, keine Frage, aber die mussten alle hart erarbeitet werden: Ribéry kam kaum vor, Robben wurde nach Kräften zugedeckt, Müller und Kroos im Mittelfeld eingezwickt und Gomez von den Innenverteidigern abmontiert.</p>
<p>Keine Frage: Dieses Team, das sich vor zehn Monaten noch gerade mal so vor dem Sturz in die 2. Liga gerettet hat, steht vollkommen zu Recht auf dem dritten Platz in der Bundesliga.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6902&amp;md5=de46c10409804d18832b2de74ff9c400" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lokalaugenschein beim rot-weiß-roten Quartett des FC Bayern München</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 14:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Feiersinger]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 1. und 5. April stehen wieder zwei wichtigen Partien für die ÖFB-Frauen an. Da werden auch vier Spielerinnen von Bayern München im Kader sein &#8211; und alle vier waren an diesem Wochenende auch im Einsatz. Ballverliebt hat einen genauen Blick auf Carina Wenninger, Laura Feiersinger, Viki Schnaderbeck und Sarah Puntigam geworfen. Erste Anlaufstelle für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Am 1. und 5. April stehen wieder zwei wichtigen Partien für die ÖFB-Frauen an. Da werden auch vier Spielerinnen von Bayern München im Kader sein &#8211; und alle vier waren an diesem Wochenende auch im Einsatz. </strong></em><strong>Ballverliebt</strong><em><strong> hat einen genauen Blick auf Carina Wenninger, Laura Feiersinger, Viki Schnaderbeck und Sarah Puntigam geworfen.</strong></em></p>
<p><img class="aligncenter  wp-image-6875" title="Kette" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Kette.jpg" alt="" width="490" height="274" /></p>
<p><span id="more-6874"></span>Erste Anlaufstelle für österreichische Fußball-Spielerinnen im Ausland? Ganz klar Bayern München! Ein rot-weiß-rotes Quartett steht beim Münchner Klub unter Vertrag, und ehe Nadine Prohaska im Winter nach Spratzern gewechselt war, war es sogar ein Quintett. Zwei Wochen vor den EM-Quali-Spielen in Armenien (1. April) und gegen Portugal (in Wr. Neustadt am 5. April, dem Gründonnerstag) kamen alle vier auch zum Einsatz &#8211; IV Carina Wenninger, DM Viki Schnaderbeck und Flügelstürmerin Laura Feiersinger im Bundesliga-Team gegen Essen, ZM Sarah Puntigam in der &#8220;Zweiten&#8221; gegen Bad Neuenahr II.</p>
<div id="attachment_6877" class="wp-caption alignright" style="width: 346px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ab-30.png"><img class=" wp-image-6877 " title="Bayern ab 30" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bayern-ab-30.png" alt="" width="336" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern - Essen 1:0 (Formationen ab der 33. Minute)</p></div>
<p>Doch auch, wenn &#8220;Bayern München&#8221; draufsteht und der Verein 2009 nur hauchdünn nicht Meister wurde (mit den inzwischen zurückgetretenen Österreicherinnen Nina Aigner und Sonja Spieler) &#8211; Top-Adresse im Frauen-Fußball sind die Münchner nicht. Vielmehr spielt im Stadion von Aschheim vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt ein Mittelständler &#8211; weit weg vom Titelkampf, aber deutlich zu stark, um sich vor dem Abstieg fürchten zu müssen.</p>
<p>Beim etwas glücklichen 1:0-Sieg gegen den Tabellennachbarn SG Essen-Schönebeck (nicht nur mit Ex-DFB-Team-Torfrau Ursula Holl, sondern auch mit zwei Portugiesinnen im Kader &#8211; nicht uninteressant für die EM-Quali) standen zwei davon in der Start-Formation (Wenninger und Schnaderbeck), während Laura Feiersinger nach einer halben Stunde für die verletzte Sylvie Banecki in die Partie kam.</p>
<p><strong><em>Bombensicher: Carina Wenninger</em></strong></p>
<p>Die 21-jährige Steirerin ist im dritten Jahr Stammkraft bei den Bayern, hat schon 25 Länderspiele in den Beinen und ist aus der Innenverteidigung nicht wegzudenken. Was auch in diesem Spiel deutlich wurde: An Wenninger gab&#8217;s kein vorbeikommen.</p>
<div id="attachment_6876" class="wp-caption alignleft" style="width: 282px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Wenninger.jpg"><img class=" wp-image-6876   " title="Wenninger" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Wenninger.jpg" alt="" width="272" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Carina Wenninger war wie eine Wand - an ihr gab&#39;s kein Vorbeikommen</p></div>
<p>Mit ihren 1.78m hatte sie gegenüber ihren Gegenspielerinnen klar Vorteile im Luftkampf, ihr Stellungsspiel war gut und ihre Spielübersicht ausgezeichnet. Immer wieder half sie auch Nebenfrau Rebecca Huyleur aus, wenn sich bei dieser Schwächen zeigten.</p>
<p>Gemeinsam mit ihrer routinierten Partnerin in der Innenverteidigung, Sandra de Pol, und der überragenden Torfrau Kathrin Längert, sorgte sie dafür, dass die Gäste nicht noch den Augleich schafften, der nicht ganz unverdient gewesen wäre. Denn während die Zentrale einen staubtrockenen Job machte, blieben die AV der Bayern praktisch immer hinten &#8211; die Viererkette bestand tatsächlich aus vier Leuten auf einer Linie, die zwischen sich und den eigenen Offensiv-Kräften unfassbar riesige Löcher ließ (siehe Bild ganz oben).</p>
<p>Die logische Folge: Essen hatte viel Platz, die Angriffe aufzuziehen und kam immer wieder mit Tempo auf die Abwehr zu.</p>
<p><strong><em>Fleißig, aber ohne Unterstützung: Laura Feiersinger</em></strong></p>
<p>Ein weitere, mindestens ebenso Sorge bereitender Effekt: Den Flügelspielerinnen fehlte es komplett an der Hilfe von hinten. Daran krankte das Spiel der Bayern, weil es Bürki und Banecki &#8211; und ab der 33. Minute eben auch Laura Feiersinger &#8211; damit auf den Flügeln permanent mit 1-gegen-2-Situationen zu tun hatten.</p>
<div id="attachment_6880" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Feiersinger.jpg"><img class=" wp-image-6880  " title="Feiersinger" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Feiersinger.jpg" alt="" width="240" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Laura Feiersinger war sehr aktiv, aber auf sich alleine gestellt</p></div>
<p>Die 18-jährige Tochter von Ex-Team-Libero Wolfgang Feiersinger, selbst mit bislang zehn Einsätzen im ÖFB-Team, spielt ihre zweite Saison bei den Bayern und profitierte in dieser Partie von der frühen Verletzung von Sylvie Banecki. Mit ihr kam merklich Schwung ins etwas statische Spiel der Münchnerinnen, was nicht zuletzt mit dem 1:0 kurz vor der Pause (durch die Schweizerin Vanessa Bürki) belohnt wurde.</p>
<p>Aber je länger die Partie dauerte und je mehr das Team aus Essen den vielen Raum zwischen Defensive und Offensive nutzen wollten, desto mehr war Feiersinger isoliert. Es war in der zweiten Hälfte fast nur noch sie, die die Bälle nach vorne trug &#8211; erst über die linke Seite, ab etwa der 70. Minute über die rechte (gegen die Portugiesin Carole, gegen die es wohl auch im Länderspiel gegen wird). Von Katharina Baunach hinter ihr kam gar nichts, die US-Amerikanerin Hagen im Sturmzentrum wurde von der Essener Defensive gut aus dem Spiel genommen. So verpufften viele Aktionen der in dieser Phase klar Aktivsten im Bayern-Trikot.</p>
<p><strong><em>Unauffällig und solide: Viki Schnaderbeck</em></strong></p>
<p>Die 21-jährige Cousine von Sebastian Prödl hat einen undankbaren Job: Nicht nur, dass die eher schmächtige Steirerin auf dem Feld eine recht unscheinbare Figur ist, nein, im defensiven Mittelfeld hatte sie als Absicherung für Petra Wimbersky auch noch eine Aufgabe, in der sie nicht allzu oft am Ball war.</p>
<div id="attachment_6882" class="wp-caption alignleft" style="width: 262px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Schnaderbeck.jpg"><img class=" wp-image-6882    " title="Schnaderbeck" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Schnaderbeck.jpg" alt="" width="252" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Viki Schnaderbeck zeigte gute Übersicht und machte wenig Blödsinn</p></div>
<p>Ein unauffällige Job Description, aber eine umso wichtigere Aufgabe. Die die 12-fache Nationalspielerin sehr anständig löste: Sie hielt Wimbersky, die aus der Zentrale heraus für spielerische Akzente sorgen sollte und sich weiter nach vorne orientierte, gut den Rücken frei und schloss Löcher, die sich im Mittelfeld ergaben &#8211; was angesichts der system-immanenten Unterzahl im Mittelfeld eines 4-4-2-Teams gegen einen Gegner im 4-2-3-1 ergibt.</p>
<p>Zudem verlieb sie, wenn das (taktisch wohl eher fragwürdige) Mega-Loch zwischen Abwehr und Angriff in der zweiten Hälfte immer mehr auftrat, als Sechser vor der wie auf einer Perlenkette aufgefädelten Viererkette. Hier hätte sie zwar womöglich etwas höher stehen können, um nicht erst auf konternte Gegenspielerinnen zu treffen, wenn diese schon im voll Lauf waren, es ging aber letztlich alles gut.</p>
<p>Was man von Schnaderbeck jedoch nicht sah: Torschüsse. Wenn sie aufgerückt war und auch mal aus der zweiten Reihe hätte schießen können, kam praktsich immer ein kurzer Querpass, auch wenn sie nicht unter akutem Druck stand &#8211; und auch, wenn ein eigener Schuss wohl die bessere Option gewesen wäre.</p>
<p><strong><em>Erst ganz okay, dann ausgeschlossen: Sarah Puntigam</em></strong></p>
<p>Anders als die Kampfmannschaft in der 1. Bundesliga ist die Reserve-Mannschaft in der 2. Liga in den Abstiegskampf verstrickt. Die Lage verschäfte sich durch das 1:2 gegen den direkten Konkurrenten SC Bad Neuenahr II noch &#8211; damit steht das Team auf einem Relegationsplatz.</p>
<div id="attachment_6887" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-18-Bayern-II-Neuenahr-II-1-2.png"><img class=" wp-image-6887 " title="2012 03 18 Bayern II-Neuenahr II 1-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-03-18-Bayern-II-Neuenahr-II-1-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München II - SC Bad Neuenahr II 1:2</p></div>
<p>Auffällig war nicht nur, dass selbst bei der 2. Mannschaft der Bayern-Frauen mehr an Betreuer-Personal am Werk sind als bei vielen österreichischen Herren-Bundesliga-Teams. Sondern auch, dass sich &#8211; abgesehen von den in der Kampfmannschaft gar passiven AV &#8211; die taktische Ausrichtung gleich präsentierte wie bei der &#8220;Ersten&#8221;. Heißt: 4-4-2 mit einer Tendenz zum 4-4-1-1, eine klar defensive und eine offensiver orientierte Spielerin im zentralen Mittelfeld.</p>
<p>Diese Position &#8211; also die offensivere im Mittelfeld &#8211; nahm Sarah Puntigam ein. Die 19-Jährige, genau wie Wenninger und Schnaderbeck aus der schier unerschöpflichen Talente-Schmiede des LUV Graz, tastet sich nach einem Kreuzbandriss wieder heran. Nach der Verletzung, die der 18-fachen Teamspielerin das komplette Jahr 2011 gekostet hat, war sie in einer nicht besonders guten Mannschaft noch eine der besseren.</p>
<div id="attachment_6890" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Puntigam.jpg"><img class=" wp-image-6890   " title="Puntigam" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Puntigam.jpg" alt="" width="249" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Alles aus: Sarah Puntigam sieht kurz vor Schluss die rote Karte - leider zu Recht</p></div>
<p>Dennoch: Es fehlte der Mannschaft eindeutig an der Kreativität und man lag nicht unverdient 0:2 im Rückstand. Über die Flügel kam wenig und die durch die gut gestaffelte Abwehr des Teams aus dem Rheinland kam man nicht durch. Daran konnte auch Puntigam nichts ändern.</p>
<p>Was sie offensichtlich ähnlich frustrierte wie allzu lästige Gegenspielerinnen. So ließ sich die Österreicherin fünf Minuten vor Schluss &#8211; kurz, nachdem ihrem Team der Anschlusstreffer zum 1:2 gelungen war und man die Schlussoffensive gestartet hatte &#8211; dazu hinreißen, ihre Gegenspielerin nach einem Zweikampf mit beiden Händen zu Boden zu stoßen. Eine klare Tätlichkeit, die die Unparteiische auch als solche erkannte hat und, leider absolut zu Recht, die rote Karte zückte. Damit war die Luft ein wenig raus, wirkliche Chancen auf den Ausgleich gab es nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Österreicherinnen zeigen durchaus auf</strong></em></p>
<p>Eine verdiente Niederlage der Zweiten, ein glücklicher Sieg der Ersten &#8211; für die Bayern-Frauen generell kein superguter, aber auch kein furchtbarer Tag. Erfreulich aus rot-weiß-roter Sicht kann man verbuchen, dass die vier eingesetzten Österreicherinnen durch die Bank zumindest ordentliche Leistungen gebracht haben. Am ehesten fällt wohl noch Sarah Puntigam ab, vor allem wegen ihrer Unbeherrschtheit vor dem Ausschluss. Was das Spielerische angeht, muss man bei ihr nach ihrer schweren Verletzung aber sicher noch ein wenig Nachsicht haben. Zwölf Monate praktsich ohne Spielpraxis gehen nicht spurlos an einem vorbei.</p>
<p>Das Trio in der Kampfmannschaft sorgte &#8211; und das sei hier nicht nur mit der rot-weiß-roten Brille betrachtet &#8211; gemeinsam mit der extrem starken Torfrau Längert dafür, dass es den Sieg gegen Essen gab. Carina Wenninger war eine absolute Wand in der Innenverteidigung. Viki Schnaderbeck zeigte eine unauffällige, aber sehr solide Leistung im defensiven Mittelfeld-Zentrum. Und Laura Feiersinger war mit Fortdauer des Spiels die einzige, die konstanten Zug nach vorne zeigte.</p>
<p>Was man alles als gutes Omen für die zwei anstehenden Spiele in der EM-Qualifikation sehen kann.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Fotos von @A.E.</em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6874&amp;md5=ad69f0074554bd71e0fcc72c0ba32bc4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach vorne vorsichtig, hinten sicher: Junuzovic beim Bremen-Debüt</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 22:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fünf Tage an der Weser &#8211; und schon durfte Zlatko Junuzovic erstmals von Beginn an ran! Der Ex-Austrianer wirkt im grünen Trikot noch etwas ungewohnt, aber seine Leistung beim 2:2 von Bremen in Freiburg war absolut herzeigbar. Ein Tor aufgelegt, defensiv kaum was anbrennen lassen: So kann&#8217;s weitergehen! Philipp Bargfrede gesperrt &#8211; die Chance für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Fünf Tage an der Weser &#8211; und schon durfte Zlatko Junuzovic erstmals von Beginn an ran! Der Ex-Austrianer wirkt im grünen Trikot noch etwas ungewohnt, aber seine Leistung beim 2:2 von Bremen in Freiburg war absolut herzeigbar. Ein Tor aufgelegt, defensiv kaum was anbrennen lassen: So kann&#8217;s weitergehen!</em></strong></p>
<div id="attachment_6643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-05-Freiburg-Bremen-2-2.png"><img class=" wp-image-6643 " title="2012 02 05 Freiburg-Bremen 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-05-Freiburg-Bremen-2-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SC Freiburg - Werder Bremen 2:2</p></div>
<p><span id="more-6642"></span>Philipp Bargfrede gesperrt &#8211; die Chance für Zlatko Junuzovic, sein Debüt für Werder Bremen gleich in der Startformation zu feiern. Doch auch, wenn die Position rechts in der Bremer Raute für ihn aus vielerlei Hinsicht eine äußerst ungewohnte ist, er wird sich daran gewöhnen müssen. Denn Außenstürmer gibt es bei Thomas Schaaf grundsätzlich nicht, und auf der Zehn hat er mit Mehmet Ekici und Marco Marin gleich zwei Mann vor sich.</p>
<p><strong><em>Junuzovic im Bremer System</em></strong></p>
<p>Wenn Bremen das Spiel nicht selbst gestaltet, wie beim gegen den Abstieg kämpfenden SC Freiburg, sind die Positionen links und rechts in der Raute grundsätzlich defensiv. Die Formation entspricht eigentlich mehr einem italienischen 4-3-1-2. Die Breite im Spiel nach vorne kommt vornehmlich über die Außenverteidiger, während vor allem in defensiv angelegten Spielen mehr oder weniger drei Sechser vor der Abwehrkette stehen.</p>
<p>Nun ist Junuzovic weder ein geborener Defensiv-Spieler, noch fühlte er sich in der Vergangenheit auf der rechten Seite wohl. Daher verwundert es nicht, dass er bei seinem allerersten Auftritt in der deutschen Bundesliga zumeist eher zurückhaltend agierte und erst einmal versuchte, Fehler zu minimieren.</p>
<div id="attachment_6646" class="wp-caption aligncenter" style="width: 467px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-vs-Freiburg1.jpg"><img class=" wp-image-6646  " title="Juno vs Freiburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-vs-Freiburg1.jpg" alt="" width="457" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Die Pässe von Junuzovic: Fehlpässe sind hell umrahmt. Die kurzen Bälle kamen an. Lange versuchte er kaum. Er schlug eine Flanke - und die führte zum 1:0</p></div>
<p>Das gelang ihm gut: Er versuchte sich nicht an Risiko-Pässen mit ungewissem Ausgang, sondern war &#8211; passend zum Spiel, in dem Bremen zumeist durchaus unter Druck stand &#8211; bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und nur dann Bälle nach vorne zu probieren, wenn diese möglichst sicher einen Abnehmer fanden.</p>
<div id="attachment_6648" class="wp-caption alignright" style="width: 348px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-Heatmap.jpg"><img class=" wp-image-6648   " title="Juno Heatmap" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-Heatmap.jpg" alt="" width="338" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Hier hielt sich Junuzovic auf</p></div>
<p>Seine Position auf der halbrechten Seite verließ Junuzovic nur selten. Einmal jedoch machte er das mit Erfolg: Er zog quer auf die linke Seite, legte in den Rücken der zum Tor laufenden Innenverteidiger auf Pizarro quer, und der Peruaner verwertete zum 1:0.</p>
<p>Doch auch, wenn er seine Position hielt, war Junuzovic dennoch von allen Spielern auf dem Feld derjenige mit den meisten absolvierten Kilometern: 13,2. Lediglich sein Pendant auf der halblinken Seite, Tom Trybull, rannte ähnlich viel wie der Österreicher &#8211; dieser wurde aber eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt, Junuzovic spielte durch.</p>
<p><strong><em>Solide nach hinten</em></strong></p>
<p>Die Zweikampf-Werte des Ex-Austrianers sind nicht berühmt. Er hat nur ein Drittel davon gewonnen. Aber er machte diese (für einen in eine defensive Rolle geschobenen Offensiv-Spieler nicht verwunderliche) Schwäche mit enormer Laufarbeit wett. Er war, wenn Rosenthal und Lumb über seine Seite das Spiel nach vorne tragen wollen, in Zusammenarbeit mit Clemens Fritz hinter ihm zur Stelle, setzte den Ballführenden unter Druck und zwang die Freiburger somit immer wieder zu Rückpässen.</p>
<p>So hatte Freiburg zwar mehr Ballbesitz, aber die Hintermannschaft der Bremen stand, was ja schon seit längerem nicht selbstverständlich ist, recht sicher und kam aus dem Spiel heraus so gut wie gar nicht unter Bedrängnis. Was allerdings auffällig war: Während Junuzovic nie zu Fouls greifen musste und seine Seite dennoch stark im Griff hatte, konnte man nicht dasselbe über Tom Trybull sagen, seinem Pendant auf der halblinken Seite der extrem jungen Raute (im Schnitt nur 20 Jahre alt).</p>
<div id="attachment_6652" class="wp-caption alignleft" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bremer-Fouls-vs-Freiburg.jpg"><img class=" wp-image-6652  " title="Bremer Fouls vs Freiburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bremer-Fouls-vs-Freiburg.jpg" alt="" width="330" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Auffällig: Auf der linken Seite von Trybull war Bremen deutlich öfter zu Fouls gezwungen als auf Junos rechter</p></div>
<p>Auf dessen Seite mussten immer wieder Ekici und auch Pizarro helfend eingreifen, beide holten sich dabei gelbe Karten ab. Ekici wurde trotz einer soliden Leistung nach einer Stunde durch Marco Marin ersetzt, weil die Gefahr einer Gelb-Roten Karte immer größer geworden war. Es hat zwar nicht ursächlich mit Trybull zu tun hat, aber beide Freiburger Tore (das erste aus einem Eckball, das zweite nach einem vom ansonsten braven Hartherz verlorenen Laufduell) fiele über Bremens linke Abwehrseite.</p>
<p>Der Neuzugang von der Wiener Austria bereitete hingegen nicht nur das erste Tor direkt vor. Auch die Aktion, aus der das zweite Bremer Tor entstand, leitete er durch einen geschickt platzierten Kopfball-Pass ein.</p>
<p><strong><em>Das Spiel an sich</em></strong></p>
<p>Keine Frage: Die Freiburger, die im Abstiegskampf jeden Punkt brauchen wie einen Bissen Brot, haben sich das 2:2 mehr als verdient. Wenn das Resultat einem Team schmeichelt, dann eher Werder: Die im Ballbesitz schnell nach vorne rückende Freiburger Mittelfeld-Reihe und der sehr mobile Anton Putsila konnten das Spiel gut lenken und die Abwehr kam nur selten ins Schwitzen. Zwar kam man selbst auch nicht wirklich zu Torchancen, aber man hatte deutlich mehr Ballbesitz und war auch in Eins-gegen-Eins-Situationen bissiger.</p>
<p>Bremen ging nach einer halben Stunde gegen den Spielverlauf in Führung, schlief im Gegenzug aber bei einem Eckball. Selbes Spielchen nach dem Seitenwechsel: Pizarro erzielt die Führung, aber der Freiburger Druck sorgte für den verdienten Ausgleich. Der sollte bis zum Ende Bestand haben, obwohl das Heimteam die letzten paar Minuten mit zehn Mann spielen musste. Innenverteidiger Krmas konnte verletzt nicht mehr weiter machen und Trainer Christian Streich hatte schon dreimal gewechselt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Sehr ordentliches Debüt</em></strong></p>
<p>Ein Lob muss an die dafür Verantwortlichen bei der Wiener Austria gehen: Zlatko Junuzovic ist absolut topfit! Nicht nur, dass er nach nur fünf Tagen bei Werder sofort durchspielte, nein, er war auch noch der laufstärkste Spieler auf dem Feld. Und dabei machte er auch noch eine sehr ordentliche Figur: Zwar etwas zurückhaltend im Spiel nach vorne, aber mit einem sehr guten Stellungsspiel und einem guten Auge was die Defensivarbeit angeht. Wenige Fehlpässe (bei auch wenigen Risiko-Pässen), ein Tor vorbereitet, ein zweites eingeleitet &#8211; keine Frage, mit diesem Debüt kann sowohl Junuzovic als auch Trainer Thomas Schaaf absolut zufrieden sein.</p>
<p>Eine interessante Frage wird sein, inwieweit ihm diese Rolle bei Bremen &#8211; wie erwähnt, eine andere wird er auch in absehbarer Zukunft nicht bekommen &#8211; auf seine Qualitäten in der Nationalmannschaft auswirken. Ohne Zweifel wird er tempohärter und wird auch in der Defensivarbeit einiges dazulernen, aber eine Achter-Position ist im Team von sehr fähigen Leuten besetzt &#8211; Alaba, Baumgartlinger, auch Scharner &#8211; und eine offensive Rolle am Flügel, wie er sie bei der Austria und bisher auch im Team inne hatte, gibt es bei Bremen einfach nicht.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Grafiken von <a href="http://www.bundesliga.de/de/">dfl.de</a></em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6642&amp;md5=14311df76e2bd815eb7eeae8b60d5d4b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
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<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
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<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
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<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
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<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
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<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
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<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Dominanz auf Flügeln und im Zentrum: Raúl führt Schalke zu 5:0 über Bremen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/17/dominanz-auf-flugeln-und-im-zentrum-raul-fuhrt-schalke-zu-50-uber-bremen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 21:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[An guten Tagen ist Bremen für jeden Gegner unangenehm. Allerdings macht Schaafs Fixiertheit auf sein 4-4-2 mit Raute Werder auch sehr berechenbar &#8211; Schalke nützte das mit flinkem Flügelspiel und einem aus dem Mittelfeld kommenden Raúl in absoluter Gala-Form nach Strich und Faden aus. Der Endstand von 5:0 ist auf keinen Fall zu hoch.  Werder-Coach Thomas Schaaf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>An guten Tagen ist Bremen für jeden Gegner unangenehm. Allerdings macht </em></strong><strong><em>Schaafs </em></strong><strong><em>Fixiertheit auf sein 4-4-2 mit Raute Werder auch sehr berechenbar &#8211; Schalke nützte das mit flinkem Flügelspiel und einem aus dem Mittelfeld kommenden Raúl in absoluter Gala-Form nach Strich und Faden aus. Der Endstand von 5:0 ist auf keinen Fall zu hoch. </em></strong></p>
<div id="attachment_6237" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-17-Schalke-Bremen-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6237 " title="2011 12 17 Schalke-Bremen 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-17-Schalke-Bremen-5-01.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Schalke 04 - Werder Bremen 5:0</p></div>
<p><span id="more-6235"></span>Werder-Coach Thomas Schaaf gingen die Außenverteidiger aus, so musste der gelernte Innenverteidiger Sebastian Prödl auf der rechten Außenbahn ran &#8211; ein riesiger Nachteil für Werder, weil in Schaafs traditionellem System mit Mittelfeld-Raute die Außenverteidiger praktisch als Einzige wirklich für Breite sorgen. Hier war Bremen gegen Schalke aber auf beiden Seiten massiv zu schwach &#8211; ein Hauptgrund für die drückende Dominanz, die Schalke über insgesamt 80 Minuten dieses Spiels ausübte.</p>
<p><strong><em>Raúl war überall</em></strong></p>
<div id="attachment_6240" class="wp-caption alignright" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/raul-vs-bremen.jpg"><img class="size-full wp-image-6240  " title="raul vs bremen" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/raul-vs-bremen.jpg" alt="" width="330" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Raúl war überall zu finden</p></div>
<p>Aber auch im Zentrum hatte Werder dem Gegner nichts entgegen zu setzen. Vor allem Raúl tauchte überall auf, arbeitete viel, ließ sich oft sehr weit zurückfallen und sorgte so für Chaos in der defensiven Organisation im Bremer Mittelfeld. Raúl provozierte durch sein breit gefächertes Stellungsspiel permanent Lücken und presste auch vor allem gegen Naldo, um eine Spieleröffnung zu verhindern und sich früh den Ball zu erkämpfen. Erarbeitete so sich und seinen Mitspielern Raum und überforderte die Raute im Werder-Mittelfeld.</p>
<p>In diesen Raum stieß vor allem Teemu Pukki. Der Finne, der sich immer besser in der Bundesliga zurecht findet, spielte zwischen dem recht tief agierenden Raúl und Sturmspitze Huntelaar. Auch er machte viele Meter und versuchte, immer anspielbar zu sein und mit seinem Tempo zusätzliche Löcher in den Deckungs-Verbund der Bremer zu reißen.</p>
<p><strong><em>Das Spiel über die Flügel</em></strong></p>
<p>Das Bremer Mittelfeld-Trio &#8211; Trinks ging nur zögerlich zurück, war nach vorne komplett blass und generell überfordert &#8211; war dadurch zu permanentem Verschieben gezwungen, um die Mitte dicht zu halten, was wiederum dem Schalker Flügelspiel sehr zuträglich war. Denn so standen die Außenverteidiger praktisch alleine da und vor allem Fuchs randalierte nach vorne, dass es nur so eine Freude war. Natürlich auch deshalb, weil Schalke mit der Hilfe von Jurado (mit Fuchs) und Höger (mit Höwedes) eine permanente 2-auf-1-Überzahl auf den Flanken hatte.</p>
<p>Mit seinem Vorwärtsdrang und dem ständigen Bemühen, das Spiel breit nach vorne zu bringen, gab vor allem Fuchs seinem Landsmann Prödl Anschauungsunterricht. Der Bremer suchte nämlich praktisch nie den schnellen Weg an die gegnerische Grundlinie, spielte die Bälle zumeist aus dem Stand wieder zurück ins Zentrum; seine Flanken landeten zumeist im Nichts. Fuchs hingegen überlief sein Gegenüber permanent, schlug die Flanken aus vollem Lauf und bewies noch dazu Übersicht und Ballgefühl, wie beim Heber zur Raúl vor dem 2:0.</p>
<p>Die die drückende Dominanz, das hochgehaltene Tempo, die Breite im Spiel und die Unberechenbarkeit von Raúl provozierte Schalke immer wieder Fehler in der ohnehin nicht für ihre Undurchlässigkeit bekannten Abwehr Fehler. Sei es durch hanebüchenes Verteidigen bei Standards wie beim 1:0 oder durch einen simplen Pass über die Innenverteidiger wie beim 2:0 (wiewohl das aus Abseitsposition fiel), bei Pukkis Schuss Zentimeter am Tor vorbei, oder bei Huntelaars Chance kurz davor und seinem Schuss unmittelbar vor der Pause. Das 2:0 zur Pause drückte den Grad der Schalker Überlegenheit nicht einmal annähernd aus.</p>
<p><strong><em>Problemfelder bei Bremen? Überall.</em></strong></p>
<p>Bei Werder strotzte das Spiel nur so vor Problemfelder. Die Passivität auf den Flügeln wurde schon angesprochen. Die Innenverteidigung mit Naldo und Wolf hatten mit der Tatsache, dass Raúl nie zu fassen war und Pukki viel aus der Etappe kam überhaupt nicht zurecht. Die drei hinteren Spieler in der Raute fanden sich immer einer Unterzahl entgegen &#8211; Bargfrede mit Raúl und Pukki, Fritz mit Jurado und Fuchs, Ignjovski mit Höger und Höwedes. Somit hing der 19-jährige Trinks auf der Zehn komplett in der Luft und mit ihm Rosenberg ganz vorne. Lediglich Pizarro war sich nicht zu schade, sich auch fallen zu lassen und zu helfen bzw. sich selbst die Bälle zu erobern.</p>
<p>Schaaf mischte in der Pause seine Mannschaft durch: Ignjovski besetzte statt des in der Kabine gebliebenen Prödl die RV-Position, Trinks ging von der Zehn auf die Ignjovski-Position und der eingewechselte Arnautovic übernahm die Zehn. Zusätzlich rückte die Abwehr mehr auf, der Raum für die Schalke wurde enger und die Bremer kamen dadurch etwas besser ins Spiel. Sie hatten durch Rosenberg sogar die Chance auf den Anschlusstreffer.</p>
<p><strong><em>Schalke macht den Sack zu</em></strong></p>
<p>Die Hausherren sahen sich das 10 Minuten an, drückten dann aber wieder auf&#8217;s Tempo. Und fast logischerweise war das 3:0, die endgültige Entscheidung, eine Co-Produktion von Raúl und Fuchs. Der Spanier legte aus dem Mittelkreis zum Österreicher quer, der ging unbedrängt nach vorne, flankte &#8211; und in der Mitte stand Raúl und versenkte sein drittes Tor an diesem Abend.</p>
<p>Spätestens damit wurden Schaafs Änderungen für die zweite Halbzeit zur Kosmetik zurückgestuft: Ignjovski war um keinen Deut besser als Prödl, es fehlte weiterhin an der Breite in der extrem engen und eindimensionalen Spielanlage von Werder, das defensive Mittelfeld hielt auch in neuer Besetzung nicht stand und die Innenverteidigung blieb ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Schalke hatte keine Mühe, sogar noch auf 5:0 zu erhöhen. Einem Endstand, der auf keinen Fall zu hoch ist.</p>
<p><strong><em>Fazit: Wieso auf Schalke und nicht in Salzburg, Mijnheer Stevens?</em></strong></p>
<p>In österreichischen Beobachtern muss diese von A bis Z durchdachte, dominant vorgetragene und von ungeheurem Vorwärtsdrang geprägte Vorstellung unweigerlich die Frage aufwerfen, warum Huub Stevens mit Schalke solche Partien am laufenden Band abliefert. Schließlich war seine Zeit bei Salzburg vom genauen Gegenteil geprägt: Defensive Grundausrichtung trotz überlegenen Kaders, die Aufstellung von Innenverteidigern auf den Außenbahnen, kein Pressing, mitunter nicht mal ein erkennbarer Matchplan und immer mal wieder auch äußerst seltsame Wechsel &#8211; all das schön vereint etwa <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/01/lech-hatte-einen-plan-salzburg-nicht/">in der Europa League gegen Lech Posen</a>.</p>
<p>Wenn man sieht, wie sich vor allem Raúl für die Mannschaft förmlich zerreißt, wie er das Bad in der Menge nach seinen Toren genießt, was er für Wege geht (11 Kilometer in diesem Match, nur Höger spulte noch mehr ab), fällt es schwer zu glauben, dass sich nicht eine Lösung für das finanzielle Dilemma finden ließe, in das Schalke mit ihm im Winter kommt &#8211; denn die Millionen-Gage des Spaniers zahlte bislang Real, doch dieses Agreement läuft mit Ende des Jahres aus.</p>
<p>Schalke war in jedem Mannschaftsteil klar besser &#8211; vom bemitleidenswerten Geburtsagskind Tim Wiese, der 30 Jahre alt wurde, einmal abgesehen. Er verhinderte eine noch höhere Niederlage, während man den unbeschäftigten Lars Unnerstall schlicht nicht bewerten kann. Bremen fehlte es an der Breite an den Flügeln, am Tempo im Zentrum, an der Übersicht in der Abwehr, kurz, an allem. Das 4-4-2 mit Raute verlangt Breite von den Außenverteidigern, diese waren aber Totalausfälle. Das ist einfach nicht kompensierbar, und so steht nach dem 0:5 in Mönchengladbach und dem 1:4 bei den Bayern nun das dritte derbe Auswärts-Debakel in Serie zu Buche.</p>
<p>Während Schalke in dieser Form ein sicherer Kandidat zumindest für den Champions-League-Fixplatz, also für die Top-3 ist.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6235&amp;md5=f6e142ea69e384d20722d41f036ae20b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>1:0 bei den Bayern! Dortmund ist endgültig wieder zurück im Titelrennen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 22:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Kehl]]></category>
		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
		<category><![CDATA[Kroos]]></category>
		<category><![CDATA[Ribery]]></category>
		<category><![CDATA[Robben]]></category>

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		<description><![CDATA[Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet! International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet!</em></strong></p>
<div id="attachment_6093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6093 " title="2011 11 19 Bayern-Dortmund 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 0:1</p></div>
<p><span id="more-6089"></span>International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet &#8211; aber der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund hat sich zuletzt deutlich stabilisiert. So war das Spiel bei den bislang überragenden Bayern tatsächlich nicht nur das Duell der zwei großen Titelkandidaten der deutschen Bundesliga &#8211; sondern auch das des Tabellenersten gegen den Zweiten. Wobei die Bayern einen personellen Nachteil hatten: Mit Schweinsteiger (verletzt) und Tymoschuk (gesperrt) fehlten beide etatmäßigen Männer im defensiven Mittelfeld. Und das merkte man.</p>
<p><strong><em>Abstecken der Claims</em></strong></p>
<p>In den ersten zehn Minuten machten gleich beide Mannschaften deutlich, was ihre Intention war: Die Bayern gingen vor allem mit Müller und Gomez konsequent sogar den Dortmunder Torhüter Weidenfeller an, sodass dieser keine Gelegenheit hatte, eine geregelte Spieleröffnung zu versuchen; die Dortmunder pressten ab etwa 10 Metern in der gegnerischen Hälfte ebenso konsequent auf die Innenverteidiger der Bayern &#8211; sodass diese ebenso wenig zum Aufbau beitragen konnten.</p>
<div id="attachment_6094" class="wp-caption alignleft" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png"><img class="size-full wp-image-6094 " title="BayDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schon beim Match im Frühjahr stand Müller zu hoch und war somit vom Spiel abgeschnitten</p></div>
<p>Die Dortmunder verlegten sich danach allerdings schnell auf das Reagieren und darauf, im Mittelfeld so kompakt wie möglich zu stehen und es den Bayern zu verunmöglichen, das Spiel nach vorne zu tragen. Das schaffte der BVB vor allem dadurch, dass man durch enorme Laufarbeit das Zentrum unter Kontrolle brachte &#8211; und weil die Bayern einen Fehler <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">beim 1:3 im Frühjahr</a> wiederholten: Die zu hohe Rolle von Thomas Müller in der Zentrale.</p>
<p><em><strong>Müller zu hoch</strong></em></p>
<p>Dortmund schaffte es dadurch, das Spiel der Bayern in deren Hälfte festzusetzen: Die Viererkette hinten und die beiden defensiven Mittelfeldspieler, Luiz Gustavo auf der Sechs und Toni Kroos auf der Acht, waren nicht in der Lage, aus dem Zentrum heraus für Akzente im Spiel zu sorgen. Müller, der auf der linken Flanke eine tolle Saison spielt, fühlte sich im Zentrum sichtlich unwohl &#8211; wegen der Rückkehr des zuletzt verletzten Robben war er aber zur der zentralen Rollen gezwungen.</p>
<p>Und Kroos, der auf der Zehn ebenso eine herausragende Saison absolviert hatte, bekam auf der Acht von Dortmund praktisch nie Zeit und Platz &#8211; vor allem Kagawa, der so eine irrsinnige Defensiv-Arbeit leistete, stand ihm immer wieder auf den Füßen, zudem machten Kehl und der extrem lauffreudige Sven Bender Kroos immer wieder die Räume eng. So kam dieser nicht zur Geltung, und wenn er doch einmal Raum bekam, verpasste er das Abspiel oder den Abschluss zur rechten Zeit.</p>
<p><strong><em>Keine Akzente durch Kroos</em></strong></p>
<div id="attachment_6097" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png"><img class="size-full wp-image-6097  " title="kroos vs dortmund" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png" alt="" width="327" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos war zu extrem vielen horizontalen Pässen gezwungen, er kam nur zu einer Handvoll erfolgreicher Bälle nach vorne. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Wie diese Grafik zeit, hatte Kroos zwar viele Ballkontakte, war aber mangels Optionen im Spiel nach vorne zu vielen Querpässen gezwungen. Es gab nur eine Handvoll erfolgreicher Pässe nach vorne &#8211; Dortmund hatte das Geschehen im Griff.</p>
<p>Und zwar auch deshalb, weil mit Schmelzer und Piszczek die beiden Außen-Verteidiger sich, anders als es bei der Borussia sonst Usus ist, im Spiel nach vorne ziemlich zurück hielten und sich vornehmlich darauf verlegte, Ribéry und Robben möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Zudem setzte Schmelzer seinen Körper gegen Robben sehr intensiv ein, womit der Holländer überhaupt nicht zurecht kam.</p>
<p>Was auch deshalb gelang, weil die beiden, wenn sie denn Ball mal hatten &#8211; vor allem Ribéry ging viel nach hinten, um sich die Kugel dort zu holen &#8211; mit der Hilfe von Götze und Großkreutz, oft auch mit Kehl und Bender, gedoppelt wurden und sich nie wirklich entfalten konnten. Und für Lahm und Rafinha war dann auch noch immer ein Gegenspieler übrig.</p>
<p><strong><em>Kehl agierte konkreter</em></strong></p>
<p>Anders als Kroos, der den Ball zwar viel hatte, aber wenig damit machen konnte, legte mit Sebastian Kehl sein Gegenüber auf der Achter-Position das Spiel an. Er lief viel, machte Räume eng, presste und doppelte Gegenspieler, hatte aber den Ball selbst nicht annähernd so häufig wie Kroos. Doch wenn er ihn einmal hatte, versuchte der Routinier sofort, das Spiel schnell zu machen und nach vorne zu bringen.</p>
<div id="attachment_6100" class="wp-caption alignleft" style="width: 351px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png"><img class="size-full wp-image-6100 " title="kehl vs bayern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png" alt="" width="341" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Kehl versuchte vor allem über die link Seite, das Spiel schnell nach vorne zu bringen. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Das deutlich konkretere Spiel von Kehl mit dem Ball verdeutlicht die Ausrichtung im Spiel von Dortmund: Die Bayern weit vom eigenen Tor weghalten und nach Ballgewinn schnell Umschalten. Durch diese ständig lauernde Gefahr des Gegenstoßes nach einem Ballverlust in der Bewegung nach vorne minimierte sich das Risiko, das die Bayern zu nehmen bereit waren, immer mehr. So spielten die Gastgeber im Zweifel immer den sicheren Quer- oder Rückpass, vermieden jeden Pass nach vorne, der auch nur annähernd Gefahr ausstrahlte und bekamen somit natürlich überhaupt keinen Zugriff auf die Hälfte der Gäste, vom Strafraum ganz zu schweigen.</p>
<p>Hier spiegelte sich auch die generelle Ausgangslage im Spiel wider: Es ist noch die erste Saisonhälfte, es geht noch lange nicht um Alles oder Nichts und im Endeffekt wären die Bayern auch mit einem torlosen Remis alles andere als todunglücklich gewesen. Die Vorsicht dominierte bei den Münchnern.</p>
<p><em><strong>Götzes Tor bringt neue Impulse</strong></em></p>
<p>Gerade als ein nicht uninteressantes, aber auf jeden Fall unspektakuläres Spitzenduell immer mehr seinem beinahe logischen 0:0 entgegen ging, erzielte Mario Götze das 1:0 für Dortmund, bei dem der diesmal nicht immer ganz sattelfest Jerome Boateng etwas die Übersicht verloren hatte.</p>
<p>Was hieß, dass die Bayern deutlich mehr Riskiko im Spiel nach vorne nehmen mussten und die auf Ballsicherung basierende Spielweise zugunsten eines direkteren Zugangs aufgeben musste. Dortmund reagierte auf die Führung, ähnlich wie beim überragenden <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">3:1 im Februar</a>, mit dem Anziehen der Daumenschraube: Der BVB orientierte sich deutlich höher, attackierte noch früher und konnte sich sogar in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Von erhöhter Torgefahr vor dem Dortmunder Tor konnte keine Rede sein.</p>
<div id="attachment_6103" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png"><img class="size-full wp-image-6103 " title="FCB-BVB 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p><strong><em>Heynckes stellt um</em></strong></p>
<p>Jupp Heynckes sah natürlich, dass sich ohne Impulse von seiner Seite am Spiel der Bayern nichts ändern würde und reagiert: Erst brachte er Alaba (statt Robben für die rechte Seite) und Olic (als zweiten Stürmer statt des ganz schwachen Müller), stellte somit auf ein 4-4-2. Das ergab zwei Probleme: Erstens standen sich Olic und Gomez vorne auf den Füßen, der Abstand zwischen den beiden war viel zu klein. Und zweitens fehlte die Offensivzentrale nun komplett und Dortmund hatte im Zentrum zusätzlich zur besseren Laufarbeit nun auch eine 3-gegen-2-Überzahl. Diese wurde natürlich ausgespielt und der BVB sah im Spiel nach vorne deutlich besser aus, ein 2:0 schien näher als ein Ausgleich.</p>
<p>Woraufhin Heynckes auch Rechtsverteidiger Rafinha aus dem Spiel nahm und mit Petersen noch einen dritten echten Stürmer brachte. Mit der Ordnung im Spiel der Bayern war es nun endgültig dahin: Alaba hatte die komplette rechte Seite über, mit Moritz Leitner brachte Klopp im Gegenzug einen frischen Mann für die defensive Mittelfeld-Zentrale. Mehr als die Brechstange &#8211; lange Bälle nach vorne und hoffen, dass die drei Stürmer was daraus machen &#8211; kam nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Dortmunder Matchplan ging voll auf</strong></em></p>
<p>Natürlich hat den Bayern die Energie eines Bastian Schweinsteiger in Bestform absolut gefehlt, keine Frage. Aus dem Mittelfeld kamen ohne den verletzten Taktgeber nicht die nötigen Impulse, um die ungewohnt tief stehenden Dortmunder auszumanövrieren.</p>
<p>Die mit ihrer fleißigen Laufarbeit und ihrem guten Pressing für die Defensive extrem gut arbeitende offensive Dreierreihe des amtierenden Meisters aus Dortmund verunmöglichte es den Bayern, von hinten heraus das Spiel zu lenken. Ein zu hoch stehender Müller war isoliert, Robben wurde vom ungemütlichen Schmelzer neutralisiert und auch Ribéry kam gegen das ständige Doppeln kaum zum Zug. So fehlte es Kroos an den Optionen, um seine Mannschaft vor das gegnerische Tor zu bringen.</p>
<p>Das Vorhaben von Klopp, &#8220;die Bayern auf unser Niveau herunterzuziehen&#8221;, spricht nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, klappte hervorragend und beweist, dass der BVB auch im Reagieren auf einen starken Gegner eine Partie gut bestreiten und sogar gewinnen kann. Das wird für die verbleibenden Spiele in der Champions League sicherlich Auftrieb geben und auch in der Bundesliga ist man <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">nach dem holprigen Start</a>, wo man noch auf der Suche nach einer passenden Adjustierung nach dem Abgang von Nuri Sahin war, bereits wieder auf zwei Punkte an den Bayern dran.</p>
<p>Natürlich: Angesichts der Pattstellung, die bis zum Tor herrschte, wäre ein 0:0 genauso ein passendes Resultat gewesen. Beschweren dürfen sich die Bayern über die Niederlage aber nicht: Über 90 Minuten kam nie die zündende Idee. Ausfälle von Schweinsteiger und Tymoschuk können also nicht einmal die in der bisherigen Saison so bärenstarken Bayern kompensieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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