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	<title>Ballverliebt &#187; Deutschland</title>
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		<title>Nach vorne vorsichtig, hinten sicher: Junuzovic beim Bremen-Debüt</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 22:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fünf Tage an der Weser &#8211; und schon durfte Zlatko Junuzovic erstmals von Beginn an ran! Der Ex-Austrianer wirkt im grünen Trikot noch etwas ungewohnt, aber seine Leistung beim 2:2 von Bremen in Freiburg war absolut herzeigbar. Ein Tor aufgelegt, defensiv kaum was anbrennen lassen: So kann&#8217;s weitergehen! Philipp Bargfrede gesperrt &#8211; die Chance für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Fünf Tage an der Weser &#8211; und schon durfte Zlatko Junuzovic erstmals von Beginn an ran! Der Ex-Austrianer wirkt im grünen Trikot noch etwas ungewohnt, aber seine Leistung beim 2:2 von Bremen in Freiburg war absolut herzeigbar. Ein Tor aufgelegt, defensiv kaum was anbrennen lassen: So kann&#8217;s weitergehen!</em></strong></p>
<div id="attachment_6643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-05-Freiburg-Bremen-2-2.png"><img class=" wp-image-6643 " title="2012 02 05 Freiburg-Bremen 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2012-02-05-Freiburg-Bremen-2-2.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">SC Freiburg - Werder Bremen 2:2</p></div>
<p><span id="more-6642"></span>Philipp Bargfrede gesperrt &#8211; die Chance für Zlatko Junuzovic, sein Debüt für Werder Bremen gleich in der Startformation zu feiern. Doch auch, wenn die Position rechts in der Bremer Raute für ihn aus vielerlei Hinsicht eine äußerst ungewohnte ist, er wird sich daran gewöhnen müssen. Denn Außenstürmer gibt es bei Thomas Schaaf grundsätzlich nicht, und auf der Zehn hat er mit Mehmet Ekici und Marco Marin gleich zwei Mann vor sich.</p>
<p><strong><em>Junuzovic im Bremer System</em></strong></p>
<p>Wenn Bremen das Spiel nicht selbst gestaltet, wie beim gegen den Abstieg kämpfenden SC Freiburg, sind die Positionen links und rechts in der Raute grundsätzlich defensiv. Die Formation entspricht eigentlich mehr einem italienischen 4-3-1-2. Die Breite im Spiel nach vorne kommt vornehmlich über die Außenverteidiger, während vor allem in defensiv angelegten Spielen mehr oder weniger drei Sechser vor der Abwehrkette stehen.</p>
<p>Nun ist Junuzovic weder ein geborener Defensiv-Spieler, noch fühlte er sich in der Vergangenheit auf der rechten Seite wohl. Daher verwundert es nicht, dass er bei seinem allerersten Auftritt in der deutschen Bundesliga zumeist eher zurückhaltend agierte und erst einmal versuchte, Fehler zu minimieren.</p>
<div id="attachment_6646" class="wp-caption aligncenter" style="width: 467px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-vs-Freiburg1.jpg"><img class=" wp-image-6646  " title="Juno vs Freiburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-vs-Freiburg1.jpg" alt="" width="457" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Die Pässe von Junuzovic: Fehlpässe sind hell umrahmt. Die kurzen Bälle kamen an. Lange versuchte er kaum. Er schlug eine Flanke - und die führte zum 1:0</p></div>
<p>Das gelang ihm gut: Er versuchte sich nicht an Risiko-Pässen mit ungewissem Ausgang, sondern war &#8211; passend zum Spiel, in dem Bremen zumeist durchaus unter Druck stand &#8211; bedacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und nur dann Bälle nach vorne zu probieren, wenn diese möglichst sicher einen Abnehmer fanden.</p>
<div id="attachment_6648" class="wp-caption alignright" style="width: 348px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-Heatmap.jpg"><img class=" wp-image-6648   " title="Juno Heatmap" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Juno-Heatmap.jpg" alt="" width="338" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Hier hielt sich Junuzovic auf</p></div>
<p>Seine Position auf der halbrechten Seite verließ Junuzovic nur selten. Einmal jedoch machte er das mit Erfolg: Er zog quer auf die linke Seite, legte in den Rücken der zum Tor laufenden Innenverteidiger auf Pizarro quer, und der Peruaner verwertete zum 1:0.</p>
<p>Doch auch, wenn er seine Position hielt, war Junuzovic dennoch von allen Spielern auf dem Feld derjenige mit den meisten absolvierten Kilometern: 13,2. Lediglich sein Pendant auf der halblinken Seite, Tom Trybull, rannte ähnlich viel wie der Österreicher &#8211; dieser wurde aber eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt, Junuzovic spielte durch.</p>
<p><strong><em>Solide nach hinten</em></strong></p>
<p>Die Zweikampf-Werte des Ex-Austrianers sind nicht berühmt. Er hat nur ein Drittel davon gewonnen. Aber er machte diese (für einen in eine defensive Rolle geschobenen Offensiv-Spieler nicht verwunderliche) Schwäche mit enormer Laufarbeit wett. Er war, wenn Rosenthal und Lumb über seine Seite das Spiel nach vorne tragen wollen, in Zusammenarbeit mit Clemens Fritz hinter ihm zur Stelle, setzte den Ballführenden unter Druck und zwang die Freiburger somit immer wieder zu Rückpässen.</p>
<p>So hatte Freiburg zwar mehr Ballbesitz, aber die Hintermannschaft der Bremen stand, was ja schon seit längerem nicht selbstverständlich ist, recht sicher und kam aus dem Spiel heraus so gut wie gar nicht unter Bedrängnis. Was allerdings auffällig war: Während Junuzovic nie zu Fouls greifen musste und seine Seite dennoch stark im Griff hatte, konnte man nicht dasselbe über Tom Trybull sagen, seinem Pendant auf der halblinken Seite der extrem jungen Raute (im Schnitt nur 20 Jahre alt).</p>
<div id="attachment_6652" class="wp-caption alignleft" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bremer-Fouls-vs-Freiburg.jpg"><img class=" wp-image-6652  " title="Bremer Fouls vs Freiburg" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Bremer-Fouls-vs-Freiburg.jpg" alt="" width="330" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Auffällig: Auf der linken Seite von Trybull war Bremen deutlich öfter zu Fouls gezwungen als auf Junos rechter</p></div>
<p>Auf dessen Seite mussten immer wieder Ekici und auch Pizarro helfend eingreifen, beide holten sich dabei gelbe Karten ab. Ekici wurde trotz einer soliden Leistung nach einer Stunde durch Marco Marin ersetzt, weil die Gefahr einer Gelb-Roten Karte immer größer geworden war. Es hat zwar nicht ursächlich mit Trybull zu tun hat, aber beide Freiburger Tore (das erste aus einem Eckball, das zweite nach einem vom ansonsten braven Hartherz verlorenen Laufduell) fiele über Bremens linke Abwehrseite.</p>
<p>Der Neuzugang von der Wiener Austria bereitete hingegen nicht nur das erste Tor direkt vor. Auch die Aktion, aus der das zweite Bremer Tor entstand, leitete er durch einen geschickt platzierten Kopfball-Pass ein.</p>
<p><strong><em>Das Spiel an sich</em></strong></p>
<p>Keine Frage: Die Freiburger, die im Abstiegskampf jeden Punkt brauchen wie einen Bissen Brot, haben sich das 2:2 mehr als verdient. Wenn das Resultat einem Team schmeichelt, dann eher Werder: Die im Ballbesitz schnell nach vorne rückende Freiburger Mittelfeld-Reihe und der sehr mobile Anton Putsila konnten das Spiel gut lenken und die Abwehr kam nur selten ins Schwitzen. Zwar kam man selbst auch nicht wirklich zu Torchancen, aber man hatte deutlich mehr Ballbesitz und war auch in Eins-gegen-Eins-Situationen bissiger.</p>
<p>Bremen ging nach einer halben Stunde gegen den Spielverlauf in Führung, schlief im Gegenzug aber bei einem Eckball. Selbes Spielchen nach dem Seitenwechsel: Pizarro erzielt die Führung, aber der Freiburger Druck sorgte für den verdienten Ausgleich. Der sollte bis zum Ende Bestand haben, obwohl das Heimteam die letzten paar Minuten mit zehn Mann spielen musste. Innenverteidiger Krmas konnte verletzt nicht mehr weiter machen und Trainer Christian Streich hatte schon dreimal gewechselt.</p>
<p><strong><em>Fazit: Sehr ordentliches Debüt</em></strong></p>
<p>Ein Lob muss an die dafür Verantwortlichen bei der Wiener Austria gehen: Zlatko Junuzovic ist absolut topfit! Nicht nur, dass er nach nur fünf Tagen bei Werder sofort durchspielte, nein, er war auch noch der laufstärkste Spieler auf dem Feld. Und dabei machte er auch noch eine sehr ordentliche Figur: Zwar etwas zurückhaltend im Spiel nach vorne, aber mit einem sehr guten Stellungsspiel und einem guten Auge was die Defensivarbeit angeht. Wenige Fehlpässe (bei auch wenigen Risiko-Pässen), ein Tor vorbereitet, ein zweites eingeleitet &#8211; keine Frage, mit diesem Debüt kann sowohl Junuzovic als auch Trainer Thomas Schaaf absolut zufrieden sein.</p>
<p>Eine interessante Frage wird sein, inwieweit ihm diese Rolle bei Bremen &#8211; wie erwähnt, eine andere wird er auch in absehbarer Zukunft nicht bekommen &#8211; auf seine Qualitäten in der Nationalmannschaft auswirken. Ohne Zweifel wird er tempohärter und wird auch in der Defensivarbeit einiges dazulernen, aber eine Achter-Position ist im Team von sehr fähigen Leuten besetzt &#8211; Alaba, Baumgartlinger, auch Scharner &#8211; und eine offensive Rolle am Flügel, wie er sie bei der Austria und bisher auch im Team inne hatte, gibt es bei Bremen einfach nicht.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
<p style="text-align: right;"><em>Alle Grafiken von <a href="http://www.bundesliga.de/de/">dfl.de</a></em></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6642&amp;md5=14311df76e2bd815eb7eeae8b60d5d4b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die &#8217;11-Besten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 23:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s wie schon letztes Jahr noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen! Platz 11 &#124; Premier League &#124; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Das Jahr 2011 verlässt uns, aber die Erinnerungen an viele tolle Spiele aus den vergangenen zwölf Monaten wird uns natürlich bleiben. Darum gibt&#8217;s <a href="http://ballverliebt.eu/2010/12/31/die-10-besten-oder-ein-halber-jahresruckblick/">wie schon letztes Jahr</a></em></strong><strong><em> noch mal die besten, interessantesten, richtungsweisendsten Spiele. Die Reihenfolge dieser elf Spiele aus 2011 ist natürlich willkürlich und nicht allzu eng zu sehen!</em></strong></p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em><span id="more-6279"></span>Platz 11 | Premier League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Chelsea &#8211; Liverpool 0:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_3632">
<div id="attachment_6280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6280 " title="2011 02 06 Chelsea-Liverpool 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-06-Chelsea-Liverpool-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Chelsea-Liverpool 0:1</p></div>
</div>
<p>&#8220;Das sieht nach einem durchaus tauglichen Konzept aus, was Kenny Dalglish da mit seiner Dreierkette gefunden hat. Und Chelsea? Da könnte das Luxusproblem “Torres und Drogba und Anelka” zu einem tatsächlichen werden. Die Variante mit Drogba und Torres vorne und Anelka als Zehner dahinter war ein totaler Flop.&#8221; &#8211; Die einen waren mit King Kenny auf der Bank auf dem Weg nach oben, zum Teil mit unüblichen Aufstellungsvarianten. Die anderen begannen zu erkennen, dass es vielleicht doch keine so einfach war, Torres sinnvoll einzubauen. Er verlor hier sein erstes Spiel im Chelsea-Dress ausgerechnet gegen sein altes Team. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/07/sweet-revenge/">Süße Rache</a>, nennt man so etwas wohl.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 10 | Asien-Cup | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Japan &#8211; Syrien 2:1</a></em></strong></p>
<div id="attachment_6282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png"><img class="size-full wp-image-6282 " title="2011 01 13 Japan-Syrien 2-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-13-Japan-Syrien-2-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Japan - Syrien 2:1</p></div>
<p>&#8220;In der offensiven Dreierreihe wird rochiert, was das Zeug hält. Da taucht Matsui schon mal auf der ganz anderen Seite auf, Kagawa in der Mitte oder gar als Sturmspitze, Honda mal zurückhängend, mal auf die Seiten, dann wieder ganz vorne. Fàbregas, Nasri, Rosický und Konsorten lassen grüßen. Und vorne macht Ryoichi Maeda, was bei Arsenal einen Robin van Persie ausmacht. Vom Toreschießen mal abgesehen.&#8221; &#8211; Was der Italiener Alberto Zaccheroni aus den Japanern gemacht hat, war atemberaubend. Ein Tempo, eine Ballsicherheit eine Dominanz: Man war beim ganzen Asien-Cup, nicht nur im Gruppenspiel gegen Syrien, die mit sehr viel Abstand beste Mannschaft. Und wenn man etwas konsequenter im Ausnützen der Torchancen gewesen wäre, hätte das <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/13/japan-das-arsenal-asiens/">Arsenal Asiens</a> nicht so sehr um den Titel zittern müssen.</p>
<p>———————————–</p>
<p><strong><em>Platz 9 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">ZSKA Moskau &#8211; FC Porto 0:1</a></em></strong></p>
<div>
<div id="attachment_6283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6283 " title="2011 03 10 ZSKA-Porto 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-03-10-ZSKA-Porto-0-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">ZSKA Moskau - FC Porto 0:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Zwei der interessantesten Trainer Europas: Wunderkind André Villas-Boas vom FC Porto und der etwas schrullige Leonid Slutski von ZSKA Moskau. So unterschiedlich die beiden Trainer der zwei womöglich aufregendsten Mannschaften sind, die sich unter den letzten 16 der diesjährigen Europa League befinden, so ähnlich ist das Leistungsvermögen.&#8221; &#8211; Auf dem Weg zum Sieg in der Europa League mit Porto bekam es André Villas-Boas im Achtelfinale mit einem ähnlich tollen Team und einem ganz anderen Trainer-Typen zu tun. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich. Und wer weiß, womöglich wäre der Portugiese heute nicht Chelsea-Coach, hätte nicht Fredy Guarín das 1:0-Goldtor erzielt. In einem Spiel, das gezeigt hat, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/03/10/slutski-vs-villas-boas-oder-wie-ahnlich-sich-so-verschiedene-typen-sein-konnen/">wie ähnlich sich so verschiedene Typen doch sein können</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>P</em></strong><strong><em>latz 8 | Frauen-WM | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">USA &#8211; Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div id="attachment_6284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png"><img class="size-full wp-image-6284 " title="2011 07 10 Usa-Brasilien 2-2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-10-Usa-Brasilien-2-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">USA - Brasilien 2:2 n.V., 5:3 i.E.</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Kurioserweiser übernahmen die US-Amerikanerinnnen sofort wieder das Kommando. Mit der ganzen Wut über den harten Strafstoß samt Ausschluss und der überaus kleinlichen Entscheidung, den Elfer wiederholen zu lassen, drückten sie das brasilianische Team nun vor allem über die Flanken nach hinten.&#8221; &#8211; Es war beileibe nicht das beste Spiel der Frauen-WM in Deutschland, dieses Viertelfinale. Im Gegenteil: Zwei hypernervöse Teams überboten sich lange in Fehlpässen. Aber die ganze Dramatik, die der Partie durch eine schreckliche Schiedsrichter-Leistung und dem US-Ausgleich in der 122. Minute eigen war, ließ sie doch zum zentralen Spiel des Turniers werden. Ein Spiel, in dem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/10/benachteiligte-us-girls-bestrafen-brasilien/">krass benachteiligte US-Girls Brasilien bestraften</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 7 | Europa League | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">SV Ried &#8211; Brøndby IF 2:0</a></em></strong></p>
<div>
<div>
<div>
<div id="attachment_6287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png"><img class="size-full wp-image-6287 " title="2011 07 28 Ried-Bröndby 2-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-07-28-Ried-Bröndby-2-0.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">SV Ried - Brøndby IF 2:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weswegen Brøndby umso mehr schauen musste, über die Flügel nach vorne zu kommen. Damit hatte Ried das Ziel im Grunde erreicht: Die Mitte zwar offenlassen, aber keine Kreativität zulassen, das Spiel des Gegners so auf die Flügel zu verlagern, und dort den numerischen Vorteil ausspielen.&#8221; &#8211; Zwar waren die Rieder letztlich die einzige österreichische Mannschaft, die sich nicht für die EL-Gruppenphase qualifizieren konnte, aber dennoch sind die Innviertler der große Gewinner des Jahres 2011. Nicht nur wegen des Cup-Siegs, sondern auch deshalb, weil man dank einer konsequent verfolgten Vereinsphilosophie auch den Abgang der halben Mannschaft verkraften konnte und zum zweiten Mal hintereinander Herbstmeister wurde. Weil sich eben nicht nur Brøndby <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/28/erst-am-system-dann-an-gebauer-brondby-beist-sich-die-zahne-aus/">am Rieder System die Zähne ausbiss</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 6 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Frankreich &#8211; Bosnien 1:1</a></em></strong></p>
<div>
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<div id="attachment_6291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png"><img class="size-full wp-image-6291 " title="2011 10 11 Fra-Bih 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-11-Fra-Bih-1-11.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Frankreich - Bosnien 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Was alles in einem irren Tempo geschah, weil der Spielplan der Bosnier in einem Guss funktionierte: Pressing, Ball erobern, blitzschnell umschalten und die freien Räume ausnützen. Die Franzosen wussten in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht, wie ihnen geschah.&#8221; &#8211; Bosnien ist die wohl beste Nationalmanschaft Europas, die bei der EM nicht dabei sein wird. Denn bevor Dzeko und Co. im Playoff gegen Portugal die Nerven verließen, spielten sie Frankreich komplett her und nur zwei Faktoren rettete den Bleus das Remis und die direkte Qualifikation: <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/11/umstellung-und-ein-starker-nasri-frankreich-gewinnt-11-gegen-bosnien/">Eine Umstellung von Blanc und ein starker Nasri</a>.</dt>
</dl>
<div>———————————–</div>
<p><strong><em>Platz 5 | Deutsche Bundesliga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Bayern München &#8211; Borussia Dortmund 1:3</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-6293 " title="2011 02 26 Bayern-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-02-26-Bayern-Dortmund-1-3.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 1:3</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Dortmund verfügt über ein hervorragendes Flügelspiel und nahm Ribéry und Robben ziemlich aus dem Spiel. Die beiden sahen sich, wann immer sie am Ball waren, sofort mit mindestens zwei Gegenspielern konfrontiert; oftmals sogar mit noch mehr. Das, und das für die Borussia so typische aggressive Pressing führte dazu, dass die Bayern nicht zu einem geordneten Spielaufbau kamen.&#8221; &#8211; Die Bayern-Kapitel &#8220;Van Gaal&#8221; endete als großes Missverständnis. Wirre Aufstellungs-Varianten, die Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen und natürlich atmosphärische Störungen führten zum vorzeitigen Ende. Und natürlich die brutale Überlegenheit von Dortmund, die sich vor allem im direkten Duell zeigte. Jürgen Klopp manövrierte seinen Kontrahenten auf jeder Position aus und machte damit im <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">Titelrennen den Deckel drauf</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 4 | EM-Qualifikation | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">Aserbaidschan &#8211; Österreich 1:4</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png"><img class="size-full wp-image-6295 " title="2011 10 07 Aze-Aut 1-4" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-10-07-Aze-Aut-1-41.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Aserbaidschan - Österreich 1:4</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Willi Ruttensteiner hatte es angekündigt, und er machte es auch wahr: Der Interims-Teamchef wollte vom ÖFB-Team beim Spiel in Aserbaidschan frühes Pressing sehen, er wollte die Gastgeber unter Druck setzen, sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Und tatsächlich: Die Spielanlage der Österreicher war gegenüber den letzten Spielen kaum noch wiederzuerkennen.&#8221; &#8211; Kaum war Constantini nicht mehr Teamchef, war sofort zu erkennen, was für ein Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Ja, es war &#8220;nur&#8221; Aserbaidschan, aber jeder Spieler machte den Eindruck, genau zu wissen, welche Aufgabe er genau hat. So machte vor allem <a href="http://ballverliebt.eu/2011/10/07/41-in-baku-und-vor-allem-die-art-und-weise-macht-freude/">die Art und Weise des Spiels beim 4:1 in Baku Freude</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 3 | La Liga, Copa del Rey, Champions League | Der Clásico-Vierteiler</em></strong></p>
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<div id="attachment_6297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png"><img class="size-full wp-image-6297 " title="Clasico-Serie" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Clasico-Serie.png" alt="" width="305" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1:1-Remis, 1:0 n.V. Real, 2:0 Barça, 1:1-Remis</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Real ging viel aggressiver zu Werke als beim 1:1 am Wochenende, störte deutlich früher, presste auf den Gegner und stand teilweise verteufelt hoch – die Mittelfeldreihe machte sich genau dort breit, wo Barcelona eigentlich das eigene Spiel aufziehen wollte. So kamen die Katalanen kaum wirklich dazu und Real war gut im Spiel.&#8221; &#8211; Groß war die Vorfreude auf vier Clásicos in nur 17 Tagen, aber nachdem die letzte Schlacht geschlagen war, blieben im Rückspiegel vor allem Härteeinlagen in Erinnerung. Und nach den Titeln in Liga und Champions League ein Punktsieg für Barcelona. Nach den Spielen am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/17/der-grose-clasico-vierteiler-folge-1-ein-11-als-punktsieg-fur-mourinho/">16. April (1:1 in Madrid in der Liga)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/21/der-grose-clasico-vierteiler-folge-2-der-wing-back-di-maria-macht-den-unterschied/">20. April (1:0 n.V. für Real im Cupfinale)</a>, am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/04/28/der-grose-clasico-vierteiler-folge-3-ein-hektisches-geduldspiel/">27. April (2:0 für Barça im CL-Semi-Hinspiel in Madrid)</a> und am <a href="http://ballverliebt.eu/2011/05/04/der-grose-clasico-vierteile-folge-4-barcelona-schaukelts-uber-die-zeit/">3. Mai (1:1 in Barcelona im CL-Semi-Rückspiel)</a>.</dt>
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<p><strong><em>Platz 2 | Copa América | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Uruguay &#8211; Chile 1:1</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png"><img class="size-full wp-image-6304 " title="C3 Uru-Chi 1-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/C3-Uru-Chi-1-1.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Uruguay - Chile 1:1</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Und in dieser Tonart ging es weiter: Chile spielte nun Rambazamba-Fußball wie in besten Bielsa-Tagen, zudem kam mit Paredes statt dem müder werdenden Suazo noch ein frischer Mann. Die Chilenen spielten sich in einen Rausch, in dem Uruguay unterzugehen drohte.&#8221; &#8211; Die Copa América wurde zum Triumph für Uruguay, aber eine Mannschaft setzte der Celeste schon in der Gruppe ganz extrem zu: Chile! Jenes Team, dass unter Claudio Borghis Vorgänger Marcelo Bielsa bei der WM für tollen Offensivfußball stand, zeigte in diesem grandiosen Spiel ein Feuerwerk. Das mit Abstand beste Spiel einer eher enttäuschenden Copa. Weil <a href="http://ballverliebt.eu/2011/07/09/copa-tag-7-chile-weiterhin-ein-team-zum-verlieben/">Chile weiterhin ein Team zum Verlieben ist.</a></dt>
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<p><strong><em>Platz 1 | La Liga | <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">FC Barcelona &#8211; Villarreal CF 5:0</a></em></strong></p>
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<div id="attachment_6306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6306 " title="2011 08 29 Barcelona-Villarreal 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-29-Barcelona-Villarreal-5-01.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">FC Barcelona - Villarreal CF 5:0</p></div>
<dl>
<dt>&#8220;Weil es dank des Verzichts auf eine nominelle Abwehr mehr Ballverteiler gibt, weil die Breite dennoch gegeben ist, und weil Messi und Fàbregas jetzt schon zuweilen miteinander harmonieren, als spielten sie schon seit Jahren zusammen. Pep Guardiola ist gerade dabei, die Pyramide mit diesem 3-3-4-ähnlichen System wieder zurückzudrehen. Womit er potentiell ein neues Kapitel der Fußballgeschichte aufschlägt.&#8221; &#8211; Im Grunde war es &#8220;nur&#8221; ein Liga-Spiel. Aber was Barcelona hier spielte, war ein Blick in eine mögliche Zukunft. Ob es ein Modell für die ganze Fußball-Welt ist oder nur für eine Mannschaft von der Qualität Barças, ist eine andere Frage. Aber Villarreal war tatsächlich nicht die letzte Mannschaft, die dieser Formations-Variante rein gar nichts entgegensetzen konnte. <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">Weil Barcelona damit noch stärker aussieht als vor</a><a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/29/ohne-xavi-und-ohne-abwehr-aber-barca-sieht-noch-starker-aus-als-vorher/">her</a>.</dt>
</dl>
<p>———————————–</p>
<p>Das Team von Ballverliebt bedankt sich für das Interesse im Jahr 2011 und wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Analysen auch im Jahr 2012 fleißig lest. Ein gutes neues Jahr euch allen!</p>
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 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6279&amp;md5=7cfe53749b32a711acc0e493bb1fb508" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Dominanz auf Flügeln und im Zentrum: Raúl führt Schalke zu 5:0 über Bremen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/12/17/dominanz-auf-flugeln-und-im-zentrum-raul-fuhrt-schalke-zu-50-uber-bremen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 21:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Prödl]]></category>
		<category><![CDATA[Raúl]]></category>
		<category><![CDATA[Schaaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schalke]]></category>
		<category><![CDATA[Stevens]]></category>

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		<description><![CDATA[An guten Tagen ist Bremen für jeden Gegner unangenehm. Allerdings macht Schaafs Fixiertheit auf sein 4-4-2 mit Raute Werder auch sehr berechenbar &#8211; Schalke nützte das mit flinkem Flügelspiel und einem aus dem Mittelfeld kommenden Raúl in absoluter Gala-Form nach Strich und Faden aus. Der Endstand von 5:0 ist auf keinen Fall zu hoch.  Werder-Coach Thomas Schaaf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>An guten Tagen ist Bremen für jeden Gegner unangenehm. Allerdings macht </em></strong><strong><em>Schaafs </em></strong><strong><em>Fixiertheit auf sein 4-4-2 mit Raute Werder auch sehr berechenbar &#8211; Schalke nützte das mit flinkem Flügelspiel und einem aus dem Mittelfeld kommenden Raúl in absoluter Gala-Form nach Strich und Faden aus. Der Endstand von 5:0 ist auf keinen Fall zu hoch. </em></strong></p>
<div id="attachment_6237" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-17-Schalke-Bremen-5-01.png"><img class="size-full wp-image-6237 " title="2011 12 17 Schalke-Bremen 5-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-12-17-Schalke-Bremen-5-01.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Schalke 04 - Werder Bremen 5:0</p></div>
<p><span id="more-6235"></span>Werder-Coach Thomas Schaaf gingen die Außenverteidiger aus, so musste der gelernte Innenverteidiger Sebastian Prödl auf der rechten Außenbahn ran &#8211; ein riesiger Nachteil für Werder, weil in Schaafs traditionellem System mit Mittelfeld-Raute die Außenverteidiger praktisch als Einzige wirklich für Breite sorgen. Hier war Bremen gegen Schalke aber auf beiden Seiten massiv zu schwach &#8211; ein Hauptgrund für die drückende Dominanz, die Schalke über insgesamt 80 Minuten dieses Spiels ausübte.</p>
<p><strong><em>Raúl war überall</em></strong></p>
<div id="attachment_6240" class="wp-caption alignright" style="width: 340px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/raul-vs-bremen.jpg"><img class="size-full wp-image-6240  " title="raul vs bremen" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/raul-vs-bremen.jpg" alt="" width="330" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Raúl war überall zu finden</p></div>
<p>Aber auch im Zentrum hatte Werder dem Gegner nichts entgegen zu setzen. Vor allem Raúl tauchte überall auf, arbeitete viel, ließ sich oft sehr weit zurückfallen und sorgte so für Chaos in der defensiven Organisation im Bremer Mittelfeld. Raúl provozierte durch sein breit gefächertes Stellungsspiel permanent Lücken und presste auch vor allem gegen Naldo, um eine Spieleröffnung zu verhindern und sich früh den Ball zu erkämpfen. Erarbeitete so sich und seinen Mitspielern Raum und überforderte die Raute im Werder-Mittelfeld.</p>
<p>In diesen Raum stieß vor allem Teemu Pukki. Der Finne, der sich immer besser in der Bundesliga zurecht findet, spielte zwischen dem recht tief agierenden Raúl und Sturmspitze Huntelaar. Auch er machte viele Meter und versuchte, immer anspielbar zu sein und mit seinem Tempo zusätzliche Löcher in den Deckungs-Verbund der Bremer zu reißen.</p>
<p><strong><em>Das Spiel über die Flügel</em></strong></p>
<p>Das Bremer Mittelfeld-Trio &#8211; Trinks ging nur zögerlich zurück, war nach vorne komplett blass und generell überfordert &#8211; war dadurch zu permanentem Verschieben gezwungen, um die Mitte dicht zu halten, was wiederum dem Schalker Flügelspiel sehr zuträglich war. Denn so standen die Außenverteidiger praktisch alleine da und vor allem Fuchs randalierte nach vorne, dass es nur so eine Freude war. Natürlich auch deshalb, weil Schalke mit der Hilfe von Jurado (mit Fuchs) und Höger (mit Höwedes) eine permanente 2-auf-1-Überzahl auf den Flanken hatte.</p>
<p>Mit seinem Vorwärtsdrang und dem ständigen Bemühen, das Spiel breit nach vorne zu bringen, gab vor allem Fuchs seinem Landsmann Prödl Anschauungsunterricht. Der Bremer suchte nämlich praktisch nie den schnellen Weg an die gegnerische Grundlinie, spielte die Bälle zumeist aus dem Stand wieder zurück ins Zentrum; seine Flanken landeten zumeist im Nichts. Fuchs hingegen überlief sein Gegenüber permanent, schlug die Flanken aus vollem Lauf und bewies noch dazu Übersicht und Ballgefühl, wie beim Heber zur Raúl vor dem 2:0.</p>
<p>Die die drückende Dominanz, das hochgehaltene Tempo, die Breite im Spiel und die Unberechenbarkeit von Raúl provozierte Schalke immer wieder Fehler in der ohnehin nicht für ihre Undurchlässigkeit bekannten Abwehr Fehler. Sei es durch hanebüchenes Verteidigen bei Standards wie beim 1:0 oder durch einen simplen Pass über die Innenverteidiger wie beim 2:0 (wiewohl das aus Abseitsposition fiel), bei Pukkis Schuss Zentimeter am Tor vorbei, oder bei Huntelaars Chance kurz davor und seinem Schuss unmittelbar vor der Pause. Das 2:0 zur Pause drückte den Grad der Schalker Überlegenheit nicht einmal annähernd aus.</p>
<p><strong><em>Problemfelder bei Bremen? Überall.</em></strong></p>
<p>Bei Werder strotzte das Spiel nur so vor Problemfelder. Die Passivität auf den Flügeln wurde schon angesprochen. Die Innenverteidigung mit Naldo und Wolf hatten mit der Tatsache, dass Raúl nie zu fassen war und Pukki viel aus der Etappe kam überhaupt nicht zurecht. Die drei hinteren Spieler in der Raute fanden sich immer einer Unterzahl entgegen &#8211; Bargfrede mit Raúl und Pukki, Fritz mit Jurado und Fuchs, Ignjovski mit Höger und Höwedes. Somit hing der 19-jährige Trinks auf der Zehn komplett in der Luft und mit ihm Rosenberg ganz vorne. Lediglich Pizarro war sich nicht zu schade, sich auch fallen zu lassen und zu helfen bzw. sich selbst die Bälle zu erobern.</p>
<p>Schaaf mischte in der Pause seine Mannschaft durch: Ignjovski besetzte statt des in der Kabine gebliebenen Prödl die RV-Position, Trinks ging von der Zehn auf die Ignjovski-Position und der eingewechselte Arnautovic übernahm die Zehn. Zusätzlich rückte die Abwehr mehr auf, der Raum für die Schalke wurde enger und die Bremer kamen dadurch etwas besser ins Spiel. Sie hatten durch Rosenberg sogar die Chance auf den Anschlusstreffer.</p>
<p><strong><em>Schalke macht den Sack zu</em></strong></p>
<p>Die Hausherren sahen sich das 10 Minuten an, drückten dann aber wieder auf&#8217;s Tempo. Und fast logischerweise war das 3:0, die endgültige Entscheidung, eine Co-Produktion von Raúl und Fuchs. Der Spanier legte aus dem Mittelkreis zum Österreicher quer, der ging unbedrängt nach vorne, flankte &#8211; und in der Mitte stand Raúl und versenkte sein drittes Tor an diesem Abend.</p>
<p>Spätestens damit wurden Schaafs Änderungen für die zweite Halbzeit zur Kosmetik zurückgestuft: Ignjovski war um keinen Deut besser als Prödl, es fehlte weiterhin an der Breite in der extrem engen und eindimensionalen Spielanlage von Werder, das defensive Mittelfeld hielt auch in neuer Besetzung nicht stand und die Innenverteidigung blieb ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Schalke hatte keine Mühe, sogar noch auf 5:0 zu erhöhen. Einem Endstand, der auf keinen Fall zu hoch ist.</p>
<p><strong><em>Fazit: Wieso auf Schalke und nicht in Salzburg, Mijnheer Stevens?</em></strong></p>
<p>In österreichischen Beobachtern muss diese von A bis Z durchdachte, dominant vorgetragene und von ungeheurem Vorwärtsdrang geprägte Vorstellung unweigerlich die Frage aufwerfen, warum Huub Stevens mit Schalke solche Partien am laufenden Band abliefert. Schließlich war seine Zeit bei Salzburg vom genauen Gegenteil geprägt: Defensive Grundausrichtung trotz überlegenen Kaders, die Aufstellung von Innenverteidigern auf den Außenbahnen, kein Pressing, mitunter nicht mal ein erkennbarer Matchplan und immer mal wieder auch äußerst seltsame Wechsel &#8211; all das schön vereint etwa <a href="http://ballverliebt.eu/2010/10/01/lech-hatte-einen-plan-salzburg-nicht/">in der Europa League gegen Lech Posen</a>.</p>
<p>Wenn man sieht, wie sich vor allem Raúl für die Mannschaft förmlich zerreißt, wie er das Bad in der Menge nach seinen Toren genießt, was er für Wege geht (11 Kilometer in diesem Match, nur Höger spulte noch mehr ab), fällt es schwer zu glauben, dass sich nicht eine Lösung für das finanzielle Dilemma finden ließe, in das Schalke mit ihm im Winter kommt &#8211; denn die Millionen-Gage des Spaniers zahlte bislang Real, doch dieses Agreement läuft mit Ende des Jahres aus.</p>
<p>Schalke war in jedem Mannschaftsteil klar besser &#8211; vom bemitleidenswerten Geburtsagskind Tim Wiese, der 30 Jahre alt wurde, einmal abgesehen. Er verhinderte eine noch höhere Niederlage, während man den unbeschäftigten Lars Unnerstall schlicht nicht bewerten kann. Bremen fehlte es an der Breite an den Flügeln, am Tempo im Zentrum, an der Übersicht in der Abwehr, kurz, an allem. Das 4-4-2 mit Raute verlangt Breite von den Außenverteidigern, diese waren aber Totalausfälle. Das ist einfach nicht kompensierbar, und so steht nach dem 0:5 in Mönchengladbach und dem 1:4 bei den Bayern nun das dritte derbe Auswärts-Debakel in Serie zu Buche.</p>
<p>Während Schalke in dieser Form ein sicherer Kandidat zumindest für den Champions-League-Fixplatz, also für die Top-3 ist.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6235&amp;md5=f6e142ea69e384d20722d41f036ae20b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ballverliebte Rankings 2010/11 &#8211; Die stärksten Ligen Europas</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/</link>
		<comments>http://ballverliebt.eu/2011/11/22/ballverliebte-rankings-201011-die-starksten-ligen-europas/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ranking]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war. Saison 2010/2011 Rang Land Liga CL: Top 8 CL: Top 4 EL: Top 8 EL: Top [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet haben wir festgestellt, dass uns ein beliebtes Feature im Sommer verloren ging. Aber besser spät als nie: Wir beobachten nun nachträglich die stärksten Ligen Europas und entscheiden Anhand weniger Faktoren, welche die beste der vergangenen Saison war.<span id="more-6111"></span></p>
<p><em>Saison 2010/2011</em></p>
<table width="575">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Rang</strong></td>
<td><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Liga<br />
</strong></td>
<td><strong>CL: Top 8</strong></td>
<td><strong>CL: Top 4</strong></td>
<td><strong>EL: Top 8</strong></td>
<td><strong>EL: Top 4</strong></td>
<td><strong>Score</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1. (4.)</td>
<td>Spanien</td>
<td>3,9</td>
<td>2 (1)</td>
<td>2 (2)</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td><strong>7,65 (+1,45)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2. (3.)</td>
<td>England</td>
<td>4,7</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>7,2 (+0,8)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>3. (8.)</td>
<td>Portugal</td>
<td>3,9</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>3 (0,75)</td>
<td>3 (1,5)</td>
<td><strong>6,15 (+2,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>4. (1.)</td>
<td>Deutschland</td>
<td>4,1</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>1 (1)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,6 (-1,6)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5. (2.)</td>
<td>Frankreich</td>
<td>5,4</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>5,4 (-1,1)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>6. (5.)</td>
<td>Italien</td>
<td>4,3</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,8 (-1,2)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>7. (6.)</td>
<td>Russland*</td>
<td>4,5</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,75 (-0,25)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>8. (neu)</td>
<td>Holland</td>
<td>4,2</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>2 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,7 (+4,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>9. (neu)</td>
<td>Dänemark</td>
<td>4,6</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 4,6 (+4,6)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>10. (neu)</td>
<td>Ukraine</td>
<td>3,6</td>
<td>1 (0,5)</td>
<td>0</td>
<td>1 (0,25)</td>
<td>0</td>
<td><strong>4,35 (+4,35)<br />
</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>11. (neu)</td>
<td>Schottland**</td>
<td>3,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong> 3,0 (+3,0)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (7.)</td>
<td>Belgien</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-4,1)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>aus (9.)</td>
<td>Griechenland</td>
<td>-</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0 (0)</td>
<td>0</td>
<td><strong>x (-3,7)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>-</td>
<td>Österreich</td>
<td>5,0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td><strong>x</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>* Saison 2010<br />
**ohne Playoffs</small></p>
<p><small><strong>Erklärung:</strong> Für die Liste qualifiziert man sich, wenn mindestens ein Verein des Landes das Achtelfinale eines Europapokals erreicht hat. Die Ausgeglichenheit innerhalb der eigenen Liga ist wichtig. Für jedes Prozent der nicht-gewonnenen Spielen der Mannschaften des oberen Tabellenviertels, gibt es 0,1 Punkte (bei ungerader Mannschaftszahl gilt der Schnitt &#8211; in Deutschland also der aus 4 und 5 Mannschaften). Im internationalen Vergleich sind die Cups wichtig. Jedes Team im Champions League-Viertelfinale bringt 0,5 Punkte, im Halbfinale 1 Punkt. Jedes Team im Europa League-Viertelfinale bringt einen Viertelpunkt. Im Halbfinale 0,5. Bei Gleichstand entscheidet ein Champions League-Sieg, UEFA Cup-Sieg oder nichts.</small></p>
<p><strong>Tendenzen in dieser Saison:</strong></p>
<p>Die beste Liga 2010/11 ist <strong>Spanien</strong>. Die Premiera Division profitiert von der Stärke ihrer beiden Top-Mannschaften in der Champions League<strong></strong>, obwohl die eigene Liga nach wie vor arg unausgeglichen ist.</p>
<p><strong>England</strong> hat sich in dieser Disziplin drastisch verbessert, musste im vergangenen Jahr seine Mannschaften aber früher als zuletzt in den internationalen Bewerben ausscheiden sehen. Vor allem das Blackout in der Europa League lässt Boden auf Spanien verlieren.</p>
<p>In <strong>Portugal</strong> gibt es zwar ebenfalls klare Verhältnisse. Das sensationelle Ergebnis in der Europa League hievt das Land aber zum Aufsteiger des Jahres. Gleich fünf Plätze konnte man gutmachen. Dass man das halten kann, darf bezweifelt werden. <strong>Deutschland </strong>kann froh sein, Schalke zu haben. Die vergangene Saison war ansonsten sowohl international dürftig als auch im eigenen Land mit ziemlich klarem Gefälle. Natürlich kamen die Deutschen von der Spitze, aber nur <strong>Frankreich</strong> fiel in der Tabelle gleich stark ab &#8211; die CL-Ausnahmesaison 2009/10 konnte dort einfach nicht wiederholt werden. Weiter am absteigenden Ast ist auch <strong>Italien</strong>. Hätte Inter im CL-Achtelfinale nicht glücklich (nach Auswärtstorregel) die Bayern eliminiert, wäre das Land aus den Top 10 raus.</p>
<p>Allgemein kamen nach der Nationenreduktion des Vorjahres diesmal wieder etwa mehr Länder dazu. Eine wesentliche Veränderung der Vielfalt in der Endphase internationaler Bewerbe aus Sicht der kleinen Nationen ist nach der UEFA-Reform vor einigen Jahren aber noch nicht feststelltbar. Österreich muss zum Beispiel weiter außer Konkurrenz angeführt werden, weil es keine Mannschaft in ein Achtelfinale schaffte. Keine Liga mit weniger als 16 Mannschaften in der Meisterschaft konnte sich bisher über zwei aufeinanderfolgende Saisonen im Ranking etablieren.</p>
<p><strong>Die Vorsaison 2009/10 findet ihr <a href="http://ballverliebt.eu/2010/05/18/ballverliebte-rankings-200910-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>, die von 2008/9 <a href="http://ballverliebt.eu/2009/07/21/ballverliebte-rankings-20082009-die-starksten-ligen-europas/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6111&amp;md5=750fa9e1105c97620dcbeb67cb27dcda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>1:0 bei den Bayern! Dortmund ist endgültig wieder zurück im Titelrennen</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/11/19/10-bei-den-bayern-dortmund-ist-endgultig-wieder-zuruck-im-titelrennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 22:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<category><![CDATA[Klopp]]></category>
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		<description><![CDATA[Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet! International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Dortmund, die unbarmherzige Pressing-Maschine auf dem unerbittlichen Weg vor das gegnerische Tor? Nein, die Borussia kann auch anders: Im Hit der deutschen Bundesliga wurden die Bayern von einem defensiven BVB an der Entfaltung gehindert. So gewann der Meister 1:0 und das Rennen um den Titel ist neu eröffnet!</em></strong></p>
<div id="attachment_6093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png"><img class="size-full wp-image-6093 " title="2011 11 19 Bayern-Dortmund 0-1" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-11-19-Bayern-Dortmund-0-1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayern München - Borussia Dortmund 0:1</p></div>
<p><span id="more-6089"></span>International hintennach, in der Bundesliga schwach gestartet &#8211; aber der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund hat sich zuletzt deutlich stabilisiert. So war das Spiel bei den bislang überragenden Bayern tatsächlich nicht nur das Duell der zwei großen Titelkandidaten der deutschen Bundesliga &#8211; sondern auch das des Tabellenersten gegen den Zweiten. Wobei die Bayern einen personellen Nachteil hatten: Mit Schweinsteiger (verletzt) und Tymoschuk (gesperrt) fehlten beide etatmäßigen Männer im defensiven Mittelfeld. Und das merkte man.</p>
<p><strong><em>Abstecken der Claims</em></strong></p>
<p>In den ersten zehn Minuten machten gleich beide Mannschaften deutlich, was ihre Intention war: Die Bayern gingen vor allem mit Müller und Gomez konsequent sogar den Dortmunder Torhüter Weidenfeller an, sodass dieser keine Gelegenheit hatte, eine geregelte Spieleröffnung zu versuchen; die Dortmunder pressten ab etwa 10 Metern in der gegnerischen Hälfte ebenso konsequent auf die Innenverteidiger der Bayern &#8211; sodass diese ebenso wenig zum Aufbau beitragen konnten.</p>
<div id="attachment_6094" class="wp-caption alignleft" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png"><img class="size-full wp-image-6094 " title="BayDor" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/BayDor1.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schon beim Match im Frühjahr stand Müller zu hoch und war somit vom Spiel abgeschnitten</p></div>
<p>Die Dortmunder verlegten sich danach allerdings schnell auf das Reagieren und darauf, im Mittelfeld so kompakt wie möglich zu stehen und es den Bayern zu verunmöglichen, das Spiel nach vorne zu tragen. Das schaffte der BVB vor allem dadurch, dass man durch enorme Laufarbeit das Zentrum unter Kontrolle brachte &#8211; und weil die Bayern einen Fehler <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">beim 1:3 im Frühjahr</a> wiederholten: Die zu hohe Rolle von Thomas Müller in der Zentrale.</p>
<p><em><strong>Müller zu hoch</strong></em></p>
<p>Dortmund schaffte es dadurch, das Spiel der Bayern in deren Hälfte festzusetzen: Die Viererkette hinten und die beiden defensiven Mittelfeldspieler, Luiz Gustavo auf der Sechs und Toni Kroos auf der Acht, waren nicht in der Lage, aus dem Zentrum heraus für Akzente im Spiel zu sorgen. Müller, der auf der linken Flanke eine tolle Saison spielt, fühlte sich im Zentrum sichtlich unwohl &#8211; wegen der Rückkehr des zuletzt verletzten Robben war er aber zur der zentralen Rollen gezwungen.</p>
<p>Und Kroos, der auf der Zehn ebenso eine herausragende Saison absolviert hatte, bekam auf der Acht von Dortmund praktisch nie Zeit und Platz &#8211; vor allem Kagawa, der so eine irrsinnige Defensiv-Arbeit leistete, stand ihm immer wieder auf den Füßen, zudem machten Kehl und der extrem lauffreudige Sven Bender Kroos immer wieder die Räume eng. So kam dieser nicht zur Geltung, und wenn er doch einmal Raum bekam, verpasste er das Abspiel oder den Abschluss zur rechten Zeit.</p>
<p><strong><em>Keine Akzente durch Kroos</em></strong></p>
<div id="attachment_6097" class="wp-caption alignright" style="width: 337px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png"><img class="size-full wp-image-6097  " title="kroos vs dortmund" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kroos-vs-dortmund.png" alt="" width="327" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Toni Kroos war zu extrem vielen horizontalen Pässen gezwungen, er kam nur zu einer Handvoll erfolgreicher Bälle nach vorne. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Wie diese Grafik zeit, hatte Kroos zwar viele Ballkontakte, war aber mangels Optionen im Spiel nach vorne zu vielen Querpässen gezwungen. Es gab nur eine Handvoll erfolgreicher Pässe nach vorne &#8211; Dortmund hatte das Geschehen im Griff.</p>
<p>Und zwar auch deshalb, weil mit Schmelzer und Piszczek die beiden Außen-Verteidiger sich, anders als es bei der Borussia sonst Usus ist, im Spiel nach vorne ziemlich zurück hielten und sich vornehmlich darauf verlegte, Ribéry und Robben möglichst aus dem Spiel zu nehmen. Zudem setzte Schmelzer seinen Körper gegen Robben sehr intensiv ein, womit der Holländer überhaupt nicht zurecht kam.</p>
<p>Was auch deshalb gelang, weil die beiden, wenn sie denn Ball mal hatten &#8211; vor allem Ribéry ging viel nach hinten, um sich die Kugel dort zu holen &#8211; mit der Hilfe von Götze und Großkreutz, oft auch mit Kehl und Bender, gedoppelt wurden und sich nie wirklich entfalten konnten. Und für Lahm und Rafinha war dann auch noch immer ein Gegenspieler übrig.</p>
<p><strong><em>Kehl agierte konkreter</em></strong></p>
<p>Anders als Kroos, der den Ball zwar viel hatte, aber wenig damit machen konnte, legte mit Sebastian Kehl sein Gegenüber auf der Achter-Position das Spiel an. Er lief viel, machte Räume eng, presste und doppelte Gegenspieler, hatte aber den Ball selbst nicht annähernd so häufig wie Kroos. Doch wenn er ihn einmal hatte, versuchte der Routinier sofort, das Spiel schnell zu machen und nach vorne zu bringen.</p>
<div id="attachment_6100" class="wp-caption alignleft" style="width: 351px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png"><img class="size-full wp-image-6100 " title="kehl vs bayern" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/kehl-vs-bayern.png" alt="" width="341" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Kehl versuchte vor allem über die link Seite, das Spiel schnell nach vorne zu bringen. Grafik: dfl.de</p></div>
<p>Das deutlich konkretere Spiel von Kehl mit dem Ball verdeutlicht die Ausrichtung im Spiel von Dortmund: Die Bayern weit vom eigenen Tor weghalten und nach Ballgewinn schnell Umschalten. Durch diese ständig lauernde Gefahr des Gegenstoßes nach einem Ballverlust in der Bewegung nach vorne minimierte sich das Risiko, das die Bayern zu nehmen bereit waren, immer mehr. So spielten die Gastgeber im Zweifel immer den sicheren Quer- oder Rückpass, vermieden jeden Pass nach vorne, der auch nur annähernd Gefahr ausstrahlte und bekamen somit natürlich überhaupt keinen Zugriff auf die Hälfte der Gäste, vom Strafraum ganz zu schweigen.</p>
<p>Hier spiegelte sich auch die generelle Ausgangslage im Spiel wider: Es ist noch die erste Saisonhälfte, es geht noch lange nicht um Alles oder Nichts und im Endeffekt wären die Bayern auch mit einem torlosen Remis alles andere als todunglücklich gewesen. Die Vorsicht dominierte bei den Münchnern.</p>
<p><em><strong>Götzes Tor bringt neue Impulse</strong></em></p>
<p>Gerade als ein nicht uninteressantes, aber auf jeden Fall unspektakuläres Spitzenduell immer mehr seinem beinahe logischen 0:0 entgegen ging, erzielte Mario Götze das 1:0 für Dortmund, bei dem der diesmal nicht immer ganz sattelfest Jerome Boateng etwas die Übersicht verloren hatte.</p>
<p>Was hieß, dass die Bayern deutlich mehr Riskiko im Spiel nach vorne nehmen mussten und die auf Ballsicherung basierende Spielweise zugunsten eines direkteren Zugangs aufgeben musste. Dortmund reagierte auf die Führung, ähnlich wie beim überragenden <a href="http://ballverliebt.eu/2011/02/27/dortmund-macht-den-deckel-drauf/">3:1 im Februar</a>, mit dem Anziehen der Daumenschraube: Der BVB orientierte sich deutlich höher, attackierte noch früher und konnte sich sogar in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Von erhöhter Torgefahr vor dem Dortmunder Tor konnte keine Rede sein.</p>
<div id="attachment_6103" class="wp-caption alignright" style="width: 304px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png"><img class="size-full wp-image-6103 " title="FCB-BVB 2" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/FCB-BVB-2.png" alt="" width="294" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussphase</p></div>
<p><strong><em>Heynckes stellt um</em></strong></p>
<p>Jupp Heynckes sah natürlich, dass sich ohne Impulse von seiner Seite am Spiel der Bayern nichts ändern würde und reagiert: Erst brachte er Alaba (statt Robben für die rechte Seite) und Olic (als zweiten Stürmer statt des ganz schwachen Müller), stellte somit auf ein 4-4-2. Das ergab zwei Probleme: Erstens standen sich Olic und Gomez vorne auf den Füßen, der Abstand zwischen den beiden war viel zu klein. Und zweitens fehlte die Offensivzentrale nun komplett und Dortmund hatte im Zentrum zusätzlich zur besseren Laufarbeit nun auch eine 3-gegen-2-Überzahl. Diese wurde natürlich ausgespielt und der BVB sah im Spiel nach vorne deutlich besser aus, ein 2:0 schien näher als ein Ausgleich.</p>
<p>Woraufhin Heynckes auch Rechtsverteidiger Rafinha aus dem Spiel nahm und mit Petersen noch einen dritten echten Stürmer brachte. Mit der Ordnung im Spiel der Bayern war es nun endgültig dahin: Alaba hatte die komplette rechte Seite über, mit Moritz Leitner brachte Klopp im Gegenzug einen frischen Mann für die defensive Mittelfeld-Zentrale. Mehr als die Brechstange &#8211; lange Bälle nach vorne und hoffen, dass die drei Stürmer was daraus machen &#8211; kam nicht mehr.</p>
<p><em><strong>Fazit: Der Dortmunder Matchplan ging voll auf</strong></em></p>
<p>Natürlich hat den Bayern die Energie eines Bastian Schweinsteiger in Bestform absolut gefehlt, keine Frage. Aus dem Mittelfeld kamen ohne den verletzten Taktgeber nicht die nötigen Impulse, um die ungewohnt tief stehenden Dortmunder auszumanövrieren.</p>
<p>Die mit ihrer fleißigen Laufarbeit und ihrem guten Pressing für die Defensive extrem gut arbeitende offensive Dreierreihe des amtierenden Meisters aus Dortmund verunmöglichte es den Bayern, von hinten heraus das Spiel zu lenken. Ein zu hoch stehender Müller war isoliert, Robben wurde vom ungemütlichen Schmelzer neutralisiert und auch Ribéry kam gegen das ständige Doppeln kaum zum Zug. So fehlte es Kroos an den Optionen, um seine Mannschaft vor das gegnerische Tor zu bringen.</p>
<p>Das Vorhaben von Klopp, &#8220;die Bayern auf unser Niveau herunterzuziehen&#8221;, spricht nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, klappte hervorragend und beweist, dass der BVB auch im Reagieren auf einen starken Gegner eine Partie gut bestreiten und sogar gewinnen kann. Das wird für die verbleibenden Spiele in der Champions League sicherlich Auftrieb geben und auch in der Bundesliga ist man <a href="http://ballverliebt.eu/2011/08/28/mit-gundogan-spielt-es-sich-anders/">nach dem holprigen Start</a>, wo man noch auf der Suche nach einer passenden Adjustierung nach dem Abgang von Nuri Sahin war, bereits wieder auf zwei Punkte an den Bayern dran.</p>
<p>Natürlich: Angesichts der Pattstellung, die bis zum Tor herrschte, wäre ein 0:0 genauso ein passendes Resultat gewesen. Beschweren dürfen sich die Bayern über die Niederlage aber nicht: Über 90 Minuten kam nie die zündende Idee. Ausfälle von Schweinsteiger und Tymoschuk können also nicht einmal die in der bisherigen Saison so bärenstarken Bayern kompensieren.</p>
<p>(<a href="https://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=6089&amp;md5=9451bc35f8a04ea1d5b2edb0af9c24ed" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland &#8211; Österreich: Vorschau auf den unwahrscheinlichen ÖFB-Pflichtsieg</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/09/02/deutschland-osterreich-vorschau-auf-den-unwahrscheinlichen-ofb-pflichtsieg/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 00:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Constantini]]></category>
		<category><![CDATA[EM-Qualifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich habe ich an einem Konferenz-Podcast mit den beiden deutschen Journalisten Raphael Honigstein und Christoph Ruf teilgenommen. Im von Andreas Renner und Markus Krawinkel moderierten Gespräch war ich im Vorfeld des heutigen Länderspiels als Quoten-Österreicher geladen. Die deutschen Journalistenkollegen waren äußerst höflich und haben es nicht so direkt gesagt, aber im Gespräch war durchaus ein mangelndes Interesse am Spiel zu spüren. In Deutschland nimmt man diese Begegnung so nebenbei mit, sieht es als eine Art verschärftes Testspiel in dem alles andere als ein Sieg eine Sensation wäre. Der nur knapp errungene Sieg vom Hinspiel (hier die Analysen <a href="http://derstandard.at/1304553649635/AUT-vs-GER-Der-jaehe-Tod-aller-Ausreden?_blogGroup=1" target="_blank">von mir</a> und <a href="http://ballverliebt.eu/2011/06/04/moglich-ware-so-einiges/" target="_blank">Philipp</a>) hat dort in der Öffentlichkeit also wenig Eindruck hinterlassen. In Österreich gilt er ja als Grund, wieso immer noch Dietmar Constantini am Trainerstuhl sitzt. <span id="more-5607"></span></p>
<p>Weil wir jüngst auch vom ZDF um eine Analyse gebeten wurden (die dann leider durch Tonprobleme im Mülleimer landete), haben wir uns die Partie noch einmal angesehen und mit dem zeitlichen und emotionalen Abstand zu diesem Abend erkennen müssen: Das Gedächtnis ließ dieses Spiel ziemlich gut wegkommen, aber mehr als sehr ordentlich war das gar nicht. </p>
<div id="attachment_5608" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"><img title="Österreich - Deutschland, EM Qualifikation 2011" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Aut-Ger-1.jpg"  width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5608"/></a><p class="wp-caption-text">Österreich - Deutschland: Die Formationen des Hinspiels</p></div>
<p>Deutschland trat damals im Happel-Stadion wie nebenstehend gezeichnet auf. Die Mannschaft war einigermaßen dezimiert im bekannten 4-2-3-1 aufgelaufen und wurde dort von einem hochmotivierten und talentierten ÖFB-Team (mit seinerseits einigen Ausfällen) an den Rand eines Punkteverlustes getrieben. Aber eben nicht darüber hinaus. </p>
<p>Jogi Löw spielte damals bei der Pressekonferenz nach dem Spiel alles eher runter und machte die Müdigkeit seiner Spieler für die Probleme verantwortlich. Er wollte aber schon damals eigentlich mit zwei Stürmern agieren um die ÖFB-Innenverteidigung unter Druck zu setzen. Die passenden Leute waren allerdings nicht fit &#8211; und sind es auch diesmal nicht.</p>
<p><strong>Deutschland</strong></p>
<p><div id="attachment_5614" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/ger-150x150.jpg" alt="" title="Erwartete Aufstellung von Deutschland gegen Österreich" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5614" /></a><p class="wp-caption-text">Erwartete Aufstellung von Deutschland im Heimspiel gegen Österreich</p></div> Trotzdem wird Deutschland sowohl personell als auch taktisch anders aussehen als in Wien. Auf Schalke ist damit zu rechnen, dass die Formation näher an dem 4-1-4-1 ist, das vor etwa einem Monat <a href="http://spielverlagerung.de/2011/08/11/deutschland-brasilien-die-lehren/" target="_blank">gegen Brasilien</a> für mediale Jubelmeldungen gesorgt hat. </p>
<p>Jogi Löw hat im Prinzip bereits schon im Vorfeld alle personellen Dinge geklärt, nur ob Lukas Podolski oder Andre Schürrle starten werden, ist noch nicht ganz klar. Ansonsten ist heute mit der nebenstehenden Aufstellung zu rechnen. Lahm wird diesmal über die linke Seite kommen und dort Druck über die Flanken machen. Von Podolski kann man sich einige Läufe in zentralere Schussposition erwarten (Schürrle würde sich wohl vertikaler bewegen). Auf der rechten Seite ist mit Höwedes eher die defensivere Verteidigervariante gewählt worden. Dort wird vorne wohl Müller der Mann für die Flanken sein. Die Innenverteidigung wird wohl komplett umgekrempelt, bietet aber wenig Angriffspunkte. Davor darf Schweinsteiger wieder einmal ran als Ballverteiler. Kroos dürfte weiter aufrücken als im Hinspiel um in der kritischen Zone für die gefährlichen Pässe zu sorgen, Özil neben ihm seine gewohnte Brillianz ausleben und mit Tempodribblings auf die Abwehr losgehn. Vorne wartet mit Klose ein beweglicherer Stürmer.</p>
<p><strong>Österreich</strong></p>
<p><div id="attachment_5618" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut1-150x150.jpg" alt="" title="Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5618" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 1: Österreich im 4-2-3-1 gegen Deutschland</p></div> Bei Österreich hört man auch von zahlreichen Umstellungen, es fällt aber noch schwerer sich ein wirkliches Bild von Constantinis Absichten zu machen. Auch deshalb, weil man die Pressekonferenzen der Deutschen im Web verfolgen kann, die der Österreicher aber nur aus Medienberichten deuten muss. Fuchs, Pogatetz, Schiemer und Klein wären (weil Scharner leider gesperrt ist und Klein bei Constantini gesetzt scheint) noch keine größere Überraschung. Fuchs wird versuchen müssen, den Spagat zwischen der Bewachungs Müllers und eigenen Antritten zu schaffen. Klein muss Acht geben, dass er sich von Podolski nicht zu weit in die Mitte ziehen lässt, weil dann die Flanke für Lahm offen wäre.</p>
<p>Dass Alaba neben Baumgartlinger ins Zentrum rückt, scheint zwar neu aber auch eine gemachte Sache zu sein. Das bringt (<em>endlich</em>) zwei defensiv UND offensiv fähige Leute in diese Stellung. Dass sich diese Variante gerade gegen die heftige deutsche Offensive erstmals richtig behaupten muss (die Umstellung in der zweiten Testspielhälfte gegen die Slowakei fand unter gänzlich anderen Voraussetzungen statt), ist natürlich bedauerlich. Özil und Klose werden wegen ihrer Beweglichkeit Kollektivaufgabe sein und verlangen eine gut eingespielte Defensivzentrale.</p>
<p><div id="attachment_5619" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut2-150x150.jpg" alt="" title="Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5619" /></a><p class="wp-caption-text">Variante 2: Österreich im 4-4-1-1 gegen Deutschland</p></div> Der Rest ist personell unklarer. Über eine Seite dürfte Neo-Hannoveraner Royer kommen &#8211; ob der Rechtsfuß links oder rechts powern darf, bleibt abzuwarten. Es hängt wohl davon ab, wer auf der anderen Seite stehen wird. Kommt der pardonierte Arnautovic über links, würde das System zum konterstarken 4-2-3-1, in dem Fuchs sich offensiv zurückhalten könnte, Alabas Balleroberungen und vertikale Pässe aber umso wichtiger wären? </p>
<p>Oder wählt Constantini wie im Hinspiel Dag auf der rechten Seite und lässt den Türkei-Legionär zur Unterstützung gegen Podolski und Lahm eher absichern (was eher ein 4-4-1-1 darstellen würde das sehr stark von Harnik und dem Stürmer abhängig wäre &#8211; beide werden gut bewacht sein)? Auch Arnautovic und Dag scheinen an den Seiten als asymmetrischer Mix denkbar. Harnik dürfte wieder vor der Zentrale als Mann für alle Fälle agieren und das Spiel zu prägen versuchen. In der Spitze gibt es dann wieder zwei Varianten: Sowohl Hoffer als auch Arnautovic bringen das gegen sicherlich höher stehende Deutsche erwünschte Tempo mit.</p>
<p><strong>Andere Varianten sind unwahrscheinlich und gefährlich</strong></p>
<p><div id="attachment_5620" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3.jpg"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/aut3-150x150.jpg" alt="" title="Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-5620" /></a><p class="wp-caption-text">Hausaufgaben-nicht-gemacht-Variante: Österreich im 4-4-2 gegen Deutschland</p></div> Mancherorts wird überhaupt ein flaches 4-4-2 kolportiert mit Arnautovic und Hoffer vorne, Royer und Harnik an der Seite. Das wäre eine Blendervariante die Mut vortäuschen würde. Sie würde erhebliche Schwierigkeiten im Mittelfeld garantieren, hätte Schweinsteiger dann wegen der nicht besonders bekannten Deckungsqualitäten der beiden Stürmer doch Narrenfreiheit, um aus der Tiefe genüsslich die ÖFB-Defensive zu zerpflücken. Ein zurückfallender Kroos könnte sich zudem entweder jeder Bewachung entreißen oder einen Mittelfeldspieler aus der Formation ziehen, um die Defensivorganisation der Österreicher zu zerstören. Gerade dieses Loch gilt es zu vermeiden. Würde Österreich heute mit diesem 4-4-2 antreten, müsste man zudem nach der Logik fragen, nur drei echte Stürmer in den Kader aufzunehmen. Nein. An einem zentralen Offensivspieler und einer Solospitze führt für Constantini meiner Ansicht nach kein erfolgversprechender Weg vorbei.</p>
<p>Personell ein eher unwahrscheinlicher Starter ist Junuzovic, dessen gestalterische Fähigkeiten auf der rechten Seite diesmal nicht gebraucht werden (und von Lahm stark geprüft würden), in der Mitte hingegen ein selbstsicheres Spiel der Mannschaft benötigen würden, das nicht zu erwarten ist. Würde Janko spielen, dürfte man dem ÖFB zumindest zu einem gekonnten Kasperltheater über die letzten Tage gratulieren. Dass Dag in der Verteidigung aufläuft, wäre eine Variante die schon länger nicht mehr zu sehen war.</p>
<p><strong>Hoffen auf die stabile Abwehr</strong></p>
<p>Dass der ÖFB mit einer oft unnötig verjuxten EM-Qualifikation nun im schwersten aller Spiele einen Pflichtsieg feiern muss, sagt bereits viel aus. Selbst mit einem sehr guten Spiel, kann man bei Deutschland zu Gast immer noch ordentlich unter die Räder kommen. Die Deutschen werden die Qualifikation zumachen wollen. Österreich wird wohl eine heftige Anfangsphase überstehen müssen. Deutschland muss nicht alles riskieren, wird aber möglicherweise wenig Grund sehen, sich allzu sehr zurück zu halten. Das ist auch die scheinbar paradoxe Chance für Österreich: Kontern kann man. Etwas anderes als ein stark konterlastiges Spiel wurde von Österreich in den vergangenen Jahren hingegen nicht erfolgreich etabliert. Die Mannschaft kennt die heutigen Gegenspieler und wird um ihr Leben laufen. </p>
<p>Es könnte ein knappes Spiel werden, aber wenn Deutschland die Führung gelingt, dürfte für Österreich die Sache gegessen sein. Wenn die Constantini-Elf dann noch den für die Qualifikation nötigen Sieg anstrebt, muss man auch mit einer hohen Niederlage rechnen. Wenn man einige Spezialfälle außer Acht lässt, wäre eine knappe Niederlage vielleicht das enttäuschendste Ergebnis aus österreichischer Sicht. (<a href="http://twitter.com/schaffertom" target="_blank">tsc</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5607&amp;md5=a86cbd604d9deef5eb37d2635c799cd0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit Gündogan spielt es sich anders</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 23:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Matchbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Taktikbesprechungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Dutt]]></category>
		<category><![CDATA[Gündogan]]></category>
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		<description><![CDATA[Nuri Sahin ist nicht mehr da &#8211; darum holte sich der deutsche Meister Dortmund Ilkay Gündogan. Dieser gibt dem Zentrum des BVB jedoch eine andere Note. Harmoniert hat das bei Vizemeister Leverkusen nicht: Man bekam das Offensiv-Quartett kaum ins Spiel. So gab&#8217;s &#8220;nur&#8221; ein 0:0. Vizemeister gegen Meister &#8211; nicht nur von der Ausgangsposition ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nuri Sahin ist nicht mehr da &#8211; darum holte sich der deutsche Meister Dortmund Ilkay Gündogan. Dieser gibt dem Zentrum des BVB jedoch eine andere Note. Harmoniert hat das bei Vizemeister Leverkusen nicht: Man bekam das Offensiv-Quartett kaum ins Spiel. So gab&#8217;s &#8220;nur&#8221; ein 0:0.</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<div id="attachment_5592" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-27-Leverkusen-Dortmund-0-0.png"><img class="size-full wp-image-5592 " title="2011 08 27 Leverkusen-Dortmund 0-0" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-08-27-Leverkusen-Dortmund-0-0.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund 0:0</p></div>
<p><span id="more-5591"></span>Vizemeister gegen Meister &#8211; nicht nur von der Ausgangsposition ein absolutes Highlight in der frühen Phase der Bundesliga-Saison. Sondern auch und vor allem für Leverkusen eine große Chance, aufzuzeigen &#8211; denn <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/15/das-statement/">beim letzten Treffen</a> am ersten Spieltag der vergangenen Rückserie vor acht Monaten gab es ordentlich einen auf die Rübe &#8211; der damalige Trainer Jupp Heynckes hatte sich vertan.</p>
<p><strong><em>Ähnliche Formation, weitgehende Neutralisation</em></strong></p>
<div id="attachment_5593" class="wp-caption alignright" style="width: 297px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-14-Leverkusen-Dortmund-1-3.png"><img class="size-full wp-image-5593 " title="2011 01 14 Leverkusen-Dortmund 1-3" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/2011-01-14-Leverkusen-Dortmund-1-3.png" alt="" width="287" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Das 1:3 vom 14. Januar 2011</p></div>
<p>Sein Nachfolger Robin Dutt machte nicht den Fehler, den zentralen Offensivmann bei der Borussia so frei zwischen den Reihen marodieren zu lassen, wie das im Januar Mario Götze konnte. Damals fehlte es durch das flache 4-4-2 an der Hilfe im Mittelfeld, <a href="http://ballverliebt.eu/2011/01/15/das-statement/">sodass Rolfes und Lars Bender zwischen Sahin und Götze aufgerieben wurden</a>, die beiden Stürmer vorne hingen hingegen komplett in der Luft.</p>
<p>Dutt stellte nun seinerseits ein 4-2-3-1 auf das Feld, das jenem von Dortmund sehr ähnlich war, auch im Verhalten gegen den Ball. Denn da wurde aus beiden Formationen recht flink ein 4-4-1-1, in dem Kagawa bzw. Renauto Augusto als hängende Spitzen etwas höher verblieben.</p>
<p>Dortmund presste, wie man das von der Borussia kennt, vom Anpfiff weg brutal gegen den Gegner, sobald dieser das Spiel von hinten zu eröffnen versuchte. Ruhe gaben sie erst, sobald Leverkusen den Ball halbwegs tief in der Dortmunder Hälfte hatte. So war Bayer gezwungen, entweder schnell (und dabei oft überhastet) durch das Mittelfeld zu kommen, oder den langen Ball zu spielen.</p>
<p>Hatte Dortmund den Ball, doppelte wiederum Leverkusen durchaus konsequent. Einziger Bereich, in dem sich immer wieder etwas Raum auftat, war die Abwehrseite von Castro und Schürrle: Hier wurde öfters so weit eingerückt, sodass Schmelzer und Großkreutz durch halbweite Bälle aus dem Zentrum gefahrlos anzuspielen waren. Castro machte dann aber einen guten Job, den Raum sofort zu schließen.</p>
<p><strong><em>Gündogan ist kein Sahin</em></strong></p>
<p>Die Mannschaft von Dortmund spielte mit zehn Spielern, die auch in der überragenden Meistersaison elementare Stützen der Mannschaft waren. Nur einer war neu: Ilkay Gündogan, der im Sommer aus Nürnberg kam, um auf der Position des zu Real Madrid abgewanderten Nuri Sahin zu spielen. Das hatte zur Folge, dass das Spiel des BVB fast genauso aussah wie in der vergangenen Spielzeit &#8211; heftiges Pressing, schnelles Umschalten, fleißige Außenverteidiger &#8211; nur der Punch aus dem zentralen Mittelfeld fehlte.</p>
<p>Sahin ist ein sehr eleganter, dabei aber ungemein energiegeladener Achter, der die intelligenten Pässe nach vorne spielen kann. Ihm war es zu verdanken, dass in der Meistersaison die Spieler, die vor ihm auf der Zehn aufgestellt waren (also im Herbst Kagawa, nach dessen Verletzung beim Asiencup dann Götze) so dermaßen glänzen konnten. Gündogan ist ein etwas anderer Spielertyp: Er ist nicht der begnadete Spieleröffner, der Sahin ist, sondern mehr ein Spielverlagerer.</p>
<div id="attachment_5595" class="wp-caption aligncenter" style="width: 466px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/g%C3%BCndogan.jpg"><img class="size-full wp-image-5595  " title="gündogan" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/g%C3%BCndogan.jpg" alt="" width="456" height="321" /></a><p class="wp-caption-text">Gündogans Pässe gegen Leverkusen (Grafik: dfl.de)</p></div>
<p>In der ersten halben Stunde war Gündogan praktisch gar nicht im Spiel, da segelten die Bälle reihenweise an ihm vorbei. Erst allmählich fand der Deutsch-Türke in die Partie, er schaffte es aber nicht, den diesmal sehr effektiv zwischen Lars Bender und Simon Rolfes eingezwängten Kagawa in Szene zu setzen. Und auch seine Wechselpässe, mit denen er das Spiel verlagerte, öffneten den Raum nicht wirklich &#8211; Bayer hatte sich hervorragend eingestellt. Nach vorne konnte Gündogan kaum spielen, die Querpässe blieben ohne nachhaltige Wirkung.</p>
<p><strong><em>Ähnliches Spiel bis zu den Ausschlüssen</em></strong></p>
<p>Auch nach dem Seitenwechsel schaffte es Leverkusen, Gündogan nicht nur die Anspielstationen, sondern auch die Zeit am Ball zu nehmen, wodurch das Angriffsspiel des Meisters auch weiterhin nicht zur gewohnten Gefährlichkeit kommen könnte. Andererseits ließ bei Dortmund die Aggressivität nach, sodass sich bei Leverkusen die zuvor deutlich unterdurchschnittliche Passquote erholen konnte und man Dortmund auch vermehrt hinten beschäftigen konnte. So hatte Leverkusen in dieser Phase mehr vom Spiel, aber Dortmund verzeichnete die etwas besseren Chancen, die der von Stuttgart geholte Adler-Ersatz Bernd Leno die eine oder andere Talentprobe abliefern konnte.</p>
<p>Das Spiel wurde dann durch die beiden Ausschlüsse etwas abgetötet. Leverkusens Linksverteidiger Kadlec flog nach einem rüden Tackling an Götze vom Platz, doch bevor Dortmund wirklich Kapital daraus schlagen konnte, erwischte es wenige Minuten später auch Götze selbst &#8211; seit seinem starken Länderspiel gegen Brasilien kommt der Jungstar nicht mehr so richtig zur Geltung, droht in ein Loch zu fallen.</p>
<p>Jedenfalls reagierten beide Trainer gleich, indem sie ihre Zehner aus dem Spiel entfernten und dafür die freigeworgenen Plätze nachbesetzten (also Balitsch für Renato Augusto bei Leverkusen und Blaszczykowski für Kagawa bei Dortmund). Mut zum Risiko bei zehn gegen zehn gab es dann aber bei keinem Team mehr.</p>
<p><strong><em>Fazit: Andere Note im BVB-Mittelfeld &#8211; ganz klappt&#8217;s noch nicht</em></strong></p>
<p>Es war kein wirklich aufregendes Spiel, aber dank der Erkenntnisse über das etwas umbesetzte Mittelfeld-Zentrum bei Dortmund kein ganz uninteressantes und unwichtiges. Gündogan hatte vergleichsweise harmlos 67 Ballkontakte, konnte kaum Angriffe lancieren, Kagawa nicht einsetzen und auch die Außenstürmer nie wirklich steil schicken. Der Neuzugang aus Nürnberg blieb unauffällig und so fehlte es bei Dortmund markant an Energie aus der Zentrale. Das könnte gerade gegen starke Gegner im Laufe der Saison durchaus zu einem Problem werden.</p>
<p>Leverkusen selbst machte trotz der exzellenten Arbeit im Mittelfeld relativ schnell den Eindruck, mit einer Punkteteilung durchaus leben zu können und nach dem Ausschluss verfestigte das natürlich. Robin Dutt hat gezeigt, dass er durchaus in der Lage ist, auf nominell stärkere Gegner ein griffiges und funktionierendes Gegenmittel zu finden und mögliche Schwachstellen gut auszumachen.</p>
<p>Jetzt muss er nur noch die leidige Ballack-Situation lösen &#8211; denn der murrende Alt-Star wurde nicht nur nicht vermisst, im Gegenteil, mit ihm wäre dieses Konzept nur schwer durchzuziehen gewesen. Dazu ist Ballack einfach nicht mehr schnell genug.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=5591&amp;md5=89264d9025c61e1778555c91e6e1e515" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Österreich &#8211; Deutschland: Wie gefährlich ist Österreich für Jogi Löw?</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/29/osterreich-deutschland-wie-gefahrlich-ist-osterreich-fur-jogi-low/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 21:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA EM 2012]]></category>
		<category><![CDATA[öfb]]></category>
		<category><![CDATA[dfb]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[joachim löw]]></category>
		<category><![CDATA[martin blumenau]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem aktuellen Blog-Eintrag von Martin Blumenau bin ich auf ein KURIER-Interview mit Joachim Löw gestoßen. Der erklärt dort, für wie wichtig er Taktik hält, und was er damit genau meint. Die einstudierten Lauf- und Spielzüge, die Raumaufteilung, die Anweisungen, wann wer attackiert werden soll. Kurz und knapp zusammengefasst: Das genau Studium der Stärken und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://fm4.orf.at/stories/1683341/" target="_blank">aktuellen Blog-Eintrag von Martin Blumenau</a> bin ich auf ein <a href="http://kurier.at/sport/fussball/3908203.php" target="_blank">KURIER-Interview mit Joachim Löw</a> gestoßen. Der erklärt dort, für wie wichtig er Taktik hält, und was er damit genau meint. Die einstudierten Lauf- und Spielzüge, die Raumaufteilung, die Anweisungen, wann wer attackiert werden soll. Kurz und knapp zusammengefasst: Das genau Studium der Stärken und Schwächen des Gegners und der eigenen Mannschaft und die Reaktion darauf. Die Überschrift des Interviews ist aber das Zitat &#8220;Österreich ist gefährlich&#8221;. Nun ist der Spruch von Dietmar Constantini, dass Taktik nicht so wichtig sei, mittlerweile allgemein bekannt und Löw wird auch darauf angesprochen. &#8220;Wie kann sich da dieser Top-Trainer in diesen Widerspruch verwickeln?&#8221;, fragt man sich. Erst wenn man das Interview zur Gänze liest, bemerkt man, dass der KURIER die wichtigsten Wörter aus der Überschrift rausgelassen hat. <span id="more-4917"></span></p>
<p>Löw sagt nämlich nicht, &#8220;Österreich ist gefährlich&#8221;. Er sagt, &#8220;Vom Potential ist Österreich gefährlich&#8221;. Weil es eine Reihe guter und talentierter Spieler hat, die auch in internationalen Ligen ihre Arbeit gut verrichten. Er beschreibt in anderen Antworten, was er von Constantinis Einstellung wirklich halten dürfte: &#8220;Nehmen wir den FC Barcelona. Die haben mit die beste Taktik von allen. [...] Alles andere, was ich bei einigen Mannschaften sehe, ist Zufall. Purer Zufall. Gewinnen sie, dann war&#8217;s eine gute individuelle Aktion&#8221;.</p>
<p><em>Das</em> fürchtet Löw im Moment, wenn er an Österreich denkt. Er sieht die Klasse der Spieler und denkt, dass dieser Mannschaft sogar ohne Taktik der eine Geistesblitz gelingen könnte, um Deutschland in Gefahr zu bringen &#8211; wenns blöd läuft. (Und tatsächlich haben diese Momente uns in dieser Qualifikation dank des Ausnahmekönnens des nun ausgelassenen Marko Arnautovic bereits gute Dienste geleistet). Löw sieht die Gefahr einfach im Zufall. </p>
<p>Was diese Zusatzworte (&#8220;Vom Potential her&#8221;) aber auch verraten ist, dass Löw keine Angst davor hat, dass das ÖFB-Team so penibel genau eingestellt auftreten wird, wie er es für einen konzentriert erarbeiteten Sieg für nötig hält. Dass es die dafür nötige &#8220;Taktik&#8221; nicht wichtig genug nimmt, erzählt das hiesige Trainerteam ja auf jede Frage hin frei heraus. (tsc)</p>
 <p><a href="http://ballverliebt.eu/?flattrss_redirect&amp;id=4917&amp;md5=8c49aa46dac09a8c3f35599950742b98" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://ballverliebt.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Draxler leitet Schalkes klaren Sieg ein</title>
		<link>http://ballverliebt.eu/2011/05/22/draxler-leitet-schalkes-klaren-sieg-ein/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 01:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn einem Zweitligisten im Pokalfinale vier Schlüsselspieler fehlen &#8211; dann kommt so etwas raus wie beim deutschen Pokalfinale. Schalke machte sich aus Duisburg einen Spaß, nützte die Abwehrpatzer des MSV eiskalt und ließ beim 5:0-Kantersieg nie auch nur den geringsten Zweifel aufkommen. Schon blöd &#8211; da kommt man als Zweitligist schon mal ins Pokalfinale, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wenn einem Zweitligisten im Pokalfinale vier Schlüsselspieler fehlen &#8211; dann kommt so etwas raus wie beim deutschen Pokalfinale. Schalke machte sich aus Duisburg einen Spaß, nützte die Abwehrpatzer des MSV eiskalt und ließ beim 5:0-Kantersieg nie auch nur den geringsten Zweifel aufkommen.</em></strong></p>
<div id="attachment_4788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/S04-MSV1.png"><img class="size-full wp-image-4788 " title="S04-MSV" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/S04-MSV1.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">FC Schalke 04 - MSV Duisburg</p></div>
<p><span id="more-4785"></span>Schon blöd &#8211; da kommt man als Zweitligist schon mal ins Pokalfinale, und dann fallen vier absolute Mannschafts-Stützen aus&#8230; So fehlte Duisburg mit Defensiv-Allrounder Julian Koch (der zu Dortmund wechselt) nicht nur der mit sehr viel Abstand talentierteste Spieler mit einer Verletzung, sondern auch Innenverteidiger Bruno Soares &#8211; und mit Srdjan Baljak und Stefan Maierhofer noch dazu das komplette Sturmduo und so nebenbei musste mit Säumel auch noch eine Alternative im Mittelfeld passen! So musste Milan Sasic ordentlich umstellen &#8211; aus seinem an sich favorisierten 4-4-1-1 wurde ein 4-1-4-1, mit dem unerfahrenen Reiche in der Innenverteidigung, mit Schäffler alleine vorne und mit dem fitgespritzten Benjamin Kern rechts hinten.</p>
<p>Ralf Rangnick hingegen konnte erstmals wieder auf Klaas-Jan Huntelaar bauen, einzige Überraschung war der Verzicht auf Uchida &#8211; dem Japaner geht nach einer langen Saison mit Asiencup und ohne Pause nach der WM immer mehr die Luft aus. Statt ihm rückte Höwedes auf die Seite und Papadopoulos zurück in die Zentrale neben Metzelder. Was auch eine Variante eröffnete, die in der Bundesliga so nur schwer möglich ist: José Manuel Jurado spielte den tiefsten Mann im zentralen Mittelfeld, musste sich mangels Duisburger Offensivbemühungen aber kaum um lästige Defensiv-Aufgaben kümmern &#8211; das tat Kluge neben ihm.</p>
<p><strong><em>Auffällig: Jurado und Farfán</em></strong></p>
<p>So trug der Spanier den Ball immer wieder aus der Tiefe nach vorne und er war einer der auffälligeren Spieler im seltsamen dunkelpink-himbeerfarbenen Schalker Dress. Dem Spiel des Favoriten fehlte es von Beginn an am Nachdruck, es wirkte alles ein wenig langsam. Was kein echtes Problem war, denn wann immer der MSV in Ballbesitz kam, endeten die Versuche, über (oft zu hohe) Steilpässe auf die Außenpositionen nach vorne zu kommen, an der extremen Ungenauigkeit dieser zumeist überhastet gespielten Bälle.</p>
<p>Wer sich bei Schalke ebenfalls etwas heraushob, war Jefferson Farfán. Der Peruaner lief fiel, wechselte auch schon mal die Seiten, drückte Veigneau hinten rein (und nahm Duisburg somit die nominell stärkere Seite weg) und versuchte auch, Huntelaar in Szene zu setzen. Dennoch war es ein Geniestreich des sonst eher unauffälligen Julian Draxler auf der linken Seite, der das 1:0 für Schalke besorgte: Mit links das Zuspiel von Farfán angenommen und mit rechts volley unhaltbar für Yelldell im Duisburger Tor versenkt. Ein Traumtor.</p>
<p><strong><em>Schalke plays the waiting game</em></strong></p>
<p>Und nachdem Huntelaar einen weiteren Pass von Farfán wenige Minuten später am etwas gar passiven Bajic vorbei zum 2:0 ins Tor schob, roch das schon nach Vorentscheidung. Zumal sich Schalke nun natürlich noch mehr stellen konnte und überhaupt kein Problem damit hatte, sich den Ball hinten hin und her zu schieben und den bemitleidenswerten Schäffler laufen zu lassen.</p>
<p>Erst nach einer halben Stunde taute vor allem Olcay Sahan auf der linken Duisburger Seite etwas auf. Veigneau traute sich etwas mehr Risiko zu gehen und der Türke, der zu Kaiserslautern gehen wird, nützte es nun deutlich besser aus, dass ihn der gelernte Innenverteidiger Höwedes recht tief empfing. Die Probleme beim MSV waren damit aber nicht gelöst, sondern verlagerten sich nur weiter nach vorne &#8211; denn mit auf Sahan dachten alle Duisburger viel zu umständlich. Beispielhaft hierfür etwa die Szene in der Schäffler ganz alleine vor Neuer auftaucht, aber nicht abschließt, sondern wartet, bis zwei Verteidiger an ihm dran sind und Neuer den Verlegenheitsschuss locker parieren kann.</p>
<p><strong><em>Viel zu leichte Tore</em></strong></p>
<p>War das 0:1 noch ein kaum verhinderbarer magischer Moment von Draxler, war schon das 0:2 extrem billig von Bajic mit verursacht &#8211; und der routinierte Serbe war auch dafür verantwortlich, dass Duisburg mitten hinein in die Phase, in der man die schon fast selbstgefällig an der Zeit drehenden Schalker ein wenig unter Druck setzen konnte, kurz vor der Pause das 0:3 fing. Eine simple Ecke von Farfán, der so seinen dritten Assist einsammelte, konnte der von Bajic sträflich alleingelassene Höwedes völlig unbedrängt zum dritten Schalker Tor einnicken.</p>
<p>In der zweiten Hälfte ging Jurado dann doch endgültig weiter nach vorne, Kluge blieb als Sechser zurück. Der klare Spielstand machte die verbleibende Spieldauer allerdings durchaus zu so etwas wie einem Non-Contest &#8211; Jurado versuchte sich nun im Getümmel der Zentrale, mehr mit dem recht tief agierenden Raúl zu verbinden, was nur bedingt gelang. Dafür hatte Farfán auch nach drei Vorlagen in der ersten Hälfte nicht genug: Wie aufgezogen spielte er weiter und narrte er Veigneau weiter &#8211; der Franzose war alsbald ziemlich durch. Aber nicht nur er</p>
<p><em><strong>Auflösungserscheinungen in der MSV-Abwehr</strong></em></p>
<p>Denn ja, Veigneau löste beim 4:0 durch Jurado das Abseits auf &#8211; aber wo waren Bajic und Reiche in der Mitte? Huntelaar konnte Jurado den Ball völlig unbedrängt in den Lauf schieben, und das vierte Tor war gefallen. Das Dilemma bei Duisburg: Reiche war mit dem Anlass und dem Gegner heillos überfordert, aber sein an sich routinierte Partner Bajic stand mindestens genauso weit neben sich und konnte dem Ersatzmann neben ihm keinerlei Halt geben.</p>
<p>Sasic versuchte noch zu retten, was zu retten war &#8211; Trojan kam als Zehner, dafür ging Reiche raus und Sukalo übernahm dessen Platz. Besser wurde es dadurch nicht. Im Gegenteil: Ein haarsträubender Fehler des Slowenen, der im eigenen Strafraum den Ball gegen Draxler verlor, und Huntelaar konnte in aller Seelenruhe das 5:0 besorgen. Schalke war klar besser &#8211; aber vier der fünf Tore resultierten aus dem eiskalten Ausnützen gegnerischer Abwehrfehler. Und bei fünfen ließen sie es dann auch bewenden.</p>
<p><strong><em>Fazit: Schalke eiskalt</em></strong></p>
<p>Wenn einem Team aus dem vorderen Zweitliga-Mittelfeld gegen einen Semifinalisten der Champions League vier, fünf wichtige Spieler ausfallen, kommt eben so etwas heraus. Duisburg schaffte es nie wirklich, die auch nur zweitbesetzte Spitze zu bedienen, kam nie so richtig ins Spiel und kaum zu Chancen. Hinten bot der MSV einem dennoch eher glanzlosen Team von Schalke vier haarsträubende Fehler an, die allesamt ausgenützt wurden &#8211; so einfach kann Fußball manchmal sein.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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		<title>Späte Strafe von fahrlässigem Gladbach gegen umständliches Bochum</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 21:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Eitzinger</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Nach einer tollen Aufholjagd noch in die Relegation gekommen &#8211; das galt sowohl für M&#8217;gladbach als auch für Bochum. Im Hinspiel zeigte die Borussia aber, dass sie der Bundesligist ist: Nur, weil gerade gegen Ende zu viele Chancen liegen gelassen wurden, ist für die in diesem Spiel zu umständlich agierenden Bochumer noch alles drin.</em></strong></p>
<div id="attachment_4769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><a href="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Mgl-Boch.png"><img class="size-full wp-image-4769 " title="Mgl-Boch" src="http://ballverliebt.eu/wp-content/uploads/Mgl-Boch.png" alt="" width="378" height="531" /></a><p class="wp-caption-text">Borussia M&#39;gladbach - VfL Bochum 1:0</p></div>
<p><span id="more-4767"></span>Was Bochum-Trainer Friedhelm Funkel unter &#8220;sicher stehen&#8221; meinte, wurde relativ schnell klar: Mit Toski und Dabrowski hatten seine beiden zentralen Spieler der vorderen Viererreihe im 4-1-4-1 kaum eine andere Aufgabe, als die beiden Sechser von Gladbach, Neustädter und Nordtveit, aus dem Spiel zu nehmen: Die beiden Bochumer folgten den beiden Gladbachern fast auf Schritt und Tritt, übten dabei zwar keinen überharten Druck aus, ließen ihnen aber kaum Zeit am Ball und somit auch keine Bindung zum restlichen Spiel zu.</p>
<p>Interessant auch zu beobachten, dass durch die Fixierung auf das Gladbacher Zentral-Duo Toski und Dabrowski oft sogar deutlich höher standen als die beiden Flügelstürmer bei Bochum, Korkmaz und Freier. Die beiden arbeiteten sehr viel nach hinten: Jantschke und Daems kamen so zwar selten wirklich an ihren Gegenspielern vorbei und ins 1-gegen-1 mit den Außenverteidigern. Sie kamen aber im Gegenzug selbst defensiv kaum unter Druck, weil Bochum die eigenen Angriffe zumeist viel zu umständlich und langsam ausspielte, sodass sich die Gladbacher wieder stellen konnten.</p>
<p><strong><em>Nur wenn sich Bochum locken ließ</em></strong></p>
<p>Dennoch: Die Fohlen taten sich gegen das dichte Defensiv-Konzept der Bochumer schon einigermaßen schwer. Oft waren sie gezwungen, in der Verteidigung mit dem unsicheren Dante und dem deutlich stabileren Stranzl (der sich extrem stabilisiert hat, seit Lucien Favre Trainer wurde) hin und her zu spielen. Während sich der Brasilianer mit der auffälligen Frisur in der Spieleröffnung zumeist zurück hielt &#8211; was eine gute Idee war, wie seine teils haarsträubenden Fehlpässe deutlich zeigten &#8211; trug Stranzl den Ball oft bis zur Mittellinie, um Jantschke das Aufrücken zu erlauben. Erst in der zweiten Hälfte taute auch Dante auf.</p>
<p>Zu wirklicher Torgefahr kam es aber nur nach Standardsituationen, oder wenn es gelang, Bochum herauszulocken. Hier war die Marschroute klar erkennbar: Wenn die Gäste selbst eine Aktion nach vorne starteten oder eine Standardsituation vorfanden, zündete Gladbach nach Ballgewinn sofort den Turbo und kam so schnell wie möglich vor das Tor. Lobend erwähnt gehört an dieser Stelle vor allem Stürmer Mo Idrissou, der viel arbeitete, sich gut bewegte und immer wieder versuchte, vor allem mit Arango auf der linken Angriffsseite zusammen zu spielen.</p>
<p>Dennoch: Das Bochumer Konzept war durchaus nicht ohne jeden Erfolg, zwei tolle Chancen blieben ungenützt &#8211; einmal klärte Daems nach einer Ecke auf der Linie, dann verschluderte Maltritz einen schnellen Konter nach einer Gladbacher Ecke. Die reifere, nach vorne aktivere Mannschaft war aber ganz klar das Heimteam.</p>
<p><strong><em>Offeneres Mittelfeld nach der Pause</em></strong></p>
<p>Für die zweite Hälfte brachte Funkel statt des abgemeldeten Mirkan Aydin seinen nordkoreanischen WM-Stürmer Jong Tae-Se. Die eigentliche Änderung spielt sich aber in der Mittelfeldzentrale ab: Dort ließen Toski und Dabrowski nun etwas von ihren Gegenspielern ab, um sich vermehrt über ihre jeweiligen Seiten in das Angriffsspiel einschalten zu können. Das erlaubte vor allem Paul Freier, sich weiter nach vorne zu orientieren und auch Björn Kopplin, der Arango über die ganze Spielzeit recht sicher im Griff hatte, könnte ebenfalls aufrücken.</p>
<p>Was allerdings nichts daran änderte, dass die Angriffsbemühungen von Bochum weiterhin zu umständlich waren und wenig Torgefahr erzeugten &#8211; auch nicht, als Federico für den schwachen Korkmaz eingewechselt wurde. Üüüüümit machte zwar gegen Reus einen guten Job, versuchte nach vorne aber zu oft zu offensichtlich, Freistöße zu schinden und nur eine einzige seiner Flanken kam halbwegs genau vor das Tor.</p>
<p><strong><em>Gladbach kommt nun zu Chancen</em></strong></p>
<p>Lucien Favre brachte nach etwa einer Stunde mit Igor de Camargo einen frischen Mann für die kräfteraubende Rolle des zweiten bzw. hängenden Stürmers statt Idrissou. Ein guter Wechsel, denn obwohl der Kameruner keine schlechte Partie abgeliefert hatte, brauchte es nun doch einen frischen Mann, der die immer müder werdende Bochumer Defensive vor Probleme stellen konnte. Und tatsächlich häuften sich nun die wirklich guten Torchancen der Gladbacher &#8211; Hanke nach Arango-Flanke (68.), Dante nach Eckbällen (74., 84.) und erneut Hanke (87.) hätten allesamt für die längst überfällige Führung sorgen müssen.</p>
<p>Bei Bochum war recht schnell nach Spielbeginn klar, dass man aus Sicht der Gäste mit einem Remis durchaus leben konnte und im Grunde änderte sich daran bis zum Schluss nichts. Nach zwei direkten Wechseln (Jong für Aydin vorne, Federico für Korkmaz links) war der dritte kurz vor Schluss, als Spielgestalter Azaouagh für den in seiner Rolle eher defensiven Toski kam, eher nur Alibi &#8211; denn der Deutsch-Marokkaner reihte sich nahtlos und unauffällig in die offensive Viererkette ein.</p>
<p>Und just als sich die Bochumer aus der Umklammerung etwas befreien konnten, durch einen Dabrowski-Weitschuss (90.) sogar noch zu einer Chance kamen und das 0:0 fix schien, fiel doch noch das verdiente Gladbacher Siegtor. Typisch für das Spiel: Erst hielt Luthe großartig, dann verstoplerte der schwache Hanke kläglich &#8211; und De Camargo stand richtig und versenkte den Ball im Netz&#8230;</p>
<p><strong><em>Fazit: Späte Belohnung für das bessere Team</em></strong></p>
<p>Taktisch war diese Partie nicht übermäßig interessant &#8211; sie lebte von der Spannung und der Tatsache, dass so eine Relegation eben eine Alles-oder-Nichts-Situation ist. Mönchengladbach war hierbei aber die deutlich zielstrebigere, ballsicherere und auch reifere Mannschaft, die einen verdienten, aber über die 90 Minuten wohl nicht ausreichend hohen Sieg einfahren konnten.</p>
<p>Bochum legte es von Anfang an sehr defensiv aus und wäre mit dem 0:0 sicherlich zufrieden gewesen, wiewohl auch der Zweitligist durchaus die eine oder andere Torchance vorgefunden hat. Im Endeffekt wurde man für die vorsichtige Spielweise und vor allem das viel zu umständliche Spiel nach vorne noch bestraft.</p>
<p>Dennoch lässt das Resultat von 1:0 für Mönchengladbach für das Rückspiel alle Möglichkeiten offen. Eine Entscheidung in der Frage, wer den letzten verbleibenden Platz in der nächstjährigen Bundesliga-Saison erhält, hat dieses Hinspiel beileibe noch nicht gebracht.</p>
<p>(<a href="http://twitter.com/#!/PEitzinger">phe</a>)</p>
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