WM-Qualifikation für 2014
Ernst-Happel-Stadion, Wien, 7. Juni 2013
Österreich - Schweden
2-1
Tore: 26' (p) Alaba, 32' Janko bzw. 81' Elmander

Österreich nimmt den Schweden deren Stärken – diszipliniert zum 2:1-Sieg!

Die Chance lebt weiter! Nachdem Österreich den hohen Erwartungen gerecht wurde und mit Schweden den eigentlichen Favoriten um den zweiten Gruppenplatz im vollen Happel-Stadion mit 2:1 besiegt hat. Weil man nach nervösem Beginn auch wegen der da noch eher glücklichen Führung zur Sicherheit fand. Und vor allem, weil man Schweden geschickt die Stärken nahm. Es war keine glanzvolle Leistung, sondern in erster Linie eine disziplinierte – was den Sieg aber fast noch wertvoller macht.

Österreich - Schweden 2:1 (2:0)
Österreich – Schweden 2:1 (2:0)

Nervös war er, der Beginn der Österreicher. Und gleich mehrere Aspekte sorgten dafür, dass die Schweden in der Anfangsphase die klar spielbestimmende Mannschaft waren, und es war nur dem ziemlich erstaunlichen Unvermögen von Elmander und Olsson (West Broms Jonas von den “Olsson Twins”, sein nicht verwandter Namenskollege Martin von Blackburn war nicht im Kader) vor dem Tor zu verdanken, dass Österreich nicht schon nach zehn Minuten 0:2 hinten lag.

Österreichs Probleme zu Beginn

Das ÖFB-Team presste die Schweden vor allem dann an, wenn diese sich in der Rückwärtsbewegung befanden. So sollte es dem Gegner schwer gemacht werden, aus der Bedrängnis heraus einen ordentlichen Spielaufbau zu gestalten. Ansonsten hielt sich Österreich mit dem Druck ausüben aber ziemlich zurück. Vor allem wurde zum Problem, dass sich Achter Alaba nach vorne orientierte, Baumgartlinger aber etwas zu weit zurück hing und so den sich zurück fallen lassenden Ibrahimovic und auch das schwedische Zentral-Duo Elm/Källström gegen sich hatte.

Zudem zeigte sich Österreich zunächst von der körperlich robusten Gangart der Schweden beeindruckt und das Passspiel war äußerst unpräzise. Die Trekronor hielten den Ball besser, kontrollierter und länger in den eigenen Reihen und hatten vor allem den Zentrum gut unter Kontrolle. Auch auf den Außenbahnen war Schweden zunächst etwas besser, weil sich die österreichischen AV Garics und Fuchs etwas zu sehr zurückhielten.

Präsenz im Zentrum…

Schon in den Minuten vor dem Elfmeter wurde das Mittelfeld von Österreich etwas kompakter, auch weil Alaba und Junuzovic zuweilen die Positionen tauschten. Nach dem 1:0 – ein Elfmeter, bei dessen Entstehung Isaksson die Suppe auslöffeln musste, die ihm Olsson mit ziemlich ungeschicktem Stellungsspiel eingebrockt hatte – stieg auch die Selbstsicherheit, nach dem 2:0 – Janko-Kopfball, nachdem Harnik völlig unbedrängt flanken durfte und Granqvist nicht dicht genug am Mann war – sogar noch mehr. Baumgartlinger rückte nun mit deutlich mehr Präsenz auf und auch die Abwehrkette dahinter ließ das Loch nicht zu groß werden. So wurden Elm und Källström gut aus dem Spiel gehalten.

Was den Schweden zusätzlich immer mehr Sorgen bereitete, waren die unglaublichen Aktionsradien, die Alaba und Junuzovic an den Tag legten. Der Bremen-Legionär presste nicht nur die schwedischen Innenverteidiger an, sondern schaltete sich auch in den Aufbau ein und wich dazu viel in Richtung der Außenbahnen aus, um dort zu helfen, die nötigen Dreiecke zu bilden. Es gab kaum eine gezielte Aktion nach vorne, an der Junuzovic nicht beteiligt gewesen wäre.

…und Kontrolle auf den Außenbahnen

Höchst unterschiedlich gestaltete sich bei Österreich die Spielgestaltung auf den beiden Flanken. Defensiv aber lange mit dem gleichen Effekt: Schweden wurde in Schach gehalten. Das geschah auf der rechten Seite mit dem unglaublich forschen und vor allem ungeheuer schnellen Martin Harnik. Nachdem er über weite Strecken der frustrierenden Saison mit Stuttgart ein Formtief mit sich herumschleppte, scheint ihm sein Doppelpack im Pokal-Finale deutlichen Auftrieb gegeben zu haben. Jedenfalls sprühte Harnik nur so vor Spielfreude und machte dem ziemlich überforderten Gladbacher Oscar Wendt den Abend zu einer nicht gerade vergnügenssteuerpflichtigen Veranstaltung. Dass Hamrén den armen Teufel durchspielen ließ, muss man nicht zwingend verstehen.

Auf der linken Seite war Marko Arnautovic trotz seiner Suspendierung bei Bremen dabei. Im Vorwärtsgang wirkte er, wenn es in Richtung Tor ging, oft etwas überhastet. Er zog nach innen und suchte zumeist zu früh den Abschluss, war mit seinen Versuchen aus der Distanz nicht der größte Gefahrenherd. Was er aber sehr gut machte: Er war ein unglaublich mühsamer, zäher und unguter Gegenspieler für Mikael Lustig. Arnautovic degradierte den Mann von Celtic offensiv zum Statisten.

Kein schwedischer Schablonen-Fußball mehr? Doch.

Damit waren den Schweden beide Außenverteidiger genommen, was sich im flachen 4-4-1-1 mit zwei Sechsern aber ohne Kreativität im Zentrum ein recht massives Hindernis für die Gäste war. Denn ohne die Unterstützung von hinten waren die Mittelfeld-Außen Kacaniklic und Seb Larsson ziemlich auf sich alleine gestellt und die offensiv weiterhin vergleichsweise zurückhaltenden Garics und Fuchs hatten wenig Mühe, ihre direkten Gegner unter Kontrolle zu halten.

Seit Erik Hamrén das Teamchef-Amt von Lars Lagerbäck übernommen hat, heißt es, gab es so ein wenig die Abkehr vom althergebrachten, schematischen und etwas hölzernen 4-4-2-Fußball schwedischer Prägung. Das mag so sein, wenn die Außenverteidiger etwas Raum zum Atmen haben. In diesem Spiel aber zeigten die Schweden 90er-Jahre-Fußball par excellence. Weil eben auch Elm und Källström keine Ideen hatten, bliebe nur noch ein Mittel: Lange Bälle auf die beiden Stürmer, zumeist auf Ibrahimovic, die möglichst die Kopfbälle holen sollen und entweder den Sturmparter einsetzen sollen, oder den Ball halten, bis Kollegen aufgerückt sind.

Bei einem dieser Kopfballduelle holte sich Emanuel Pogatetz jenes Cut, das sein Spiel nach einer halben Stunde zu Gusten von Sebastian Prödl beendete. In der Regel bereitete das aber keine wirklichen Probleme.

Hamrén stellt um…

Und zwar deshalb, weil die rot-weiß-rote Defensive wusste, worauf sie sich einzustellen hatte. Zudem lief im Spiel nach vorne vor allem über die Schaltstelle Alaba und den ständig bohrenden Harnik einiges, es gab zahlreiche Chancen, den Sack zuzumachen. Erst mit einer leichtes System-Adjustierung von Hamrén kamen die Schweden wieder zurück ins Spiel.

Schlussphase
Schlussphase

Nach 70 Minuten nämlich nahm er Sechser Källström vom Feld und brachte mit Ola Toivonen einen nominellen Stürmer. Hamrén stellte damit auf ein 4-1-3-2 um, in dem Svensson (zuvor schon für Elm gekommen) alleine vor der Abwehr stand, und nun mit Toivonen ein viel horizontal verschiebender Zehner auf dem Platz war. Damit wurde der de facto als Spielgestalter sehr hoch agierende Alaba zwischen die Stühle gerückt, er musste weiter nach hinten gehen – womit die österreichische Kontrolle im Zentrum weg war.

…und Koller reagiert sofort

Koller reagierte sofort und brachte mit Schiemer (statt Junuzovic) einen zweikampf- und kopfballstarkten Mann als Gegenspieler von Toivonen, das erlaubte es Alaba, wieder etwas aufzurücken und sich im Zweifel um Anders Svensson zu kümmern. Bei Entlastungsangriffen hieß die Abwesenheit von Junuzovic nun, dass Arnautovic immer mehr auf eigene Faust versuchte, eine Positionierung zwischen Zehner und Außenbahn wählte; aber den für den verletzten Janko spielenden Weimann zu selten einsetzte.

Hinten schlug es zehn Minuten vor Schluss durch Elmander doch noch ein, nachdem der ansonsten sehr sichere Garics das Abseits aufgehoben hatte. Kurz darauf ging der müdegelaufene Torschütze raus, Toivonen übernahm die Position in der Spitze und Jimmy Durmaz jene auf der Zehn. In der Tat entwickelte Schweden noch einmal sehr viel Druck. Dabei kamen zwar keine zwingenden Torchancen heraus, aber immerhin ein klares Elfer-Foul von Schiemer am aufgerückten Granqvist. Das der italienische Referee aber, wie so vieles in diesem Spiel auf beiden Seiten, aber nicht sah. Zum Glück für Österreich.

Fazit: Zwei Teams auf Augenhöhe

“Das Schlimmste an dieser Niederlage”, schreibt Anders Lindblad von der Broadsheet-Zeitung Svenska Dagbladet, “ist, dass Österreich nicht mal speziell gut war!” Das ist wohl ein etwas zu harsches Urteil. Aber in der Tat: Es war vor allem ein Spiel, in dem in erster Linie kein Österreicher negativ auffiel und kaum ein blöder individueller Schnitzer passiert ist. Nach dem nervösen Start wurde zudem die Ruhe bewahrt, zwei individuelle Böcke – erst von Olsson, dann von Granqvist – zur Toren umgemünzt und die Spielanlage von Schweden geschickt neutralisiert.

Kurzum: Österreich machte nichts Spektakuläres, nahm den Schweden aber deren Stärken. Es wurde halbwegs gepresst, aber nicht annähernd so wild wie gegen die Türkei. Es wurde schnell umgeschaltet, aber nicht so überfallsartig wie gegen Deutschland. Es war – von den ersten 15 und den letzten 15 Minuten abgesehen – eine ausgewogene Leistung. Keine absolut glanzvolle, aber eine über weite Strecken sehr disziplinierte. Außerdem reagierte Koller diesmal sofort auf eine Umstellung beim Gegner und wartete nicht zu, wozu er ja sonst neigt.

Vor allem für die Selbstsicherheit im Team ist dieser 2:1-Sieg wichtig. Weil er eingefahren wurde in eine Phase des extremen Hypes in einer absoluten Schnittpartie gegen einen direkten Gegner um Platz zwei, gegen ein Team das (vermeintlich) auf Augenhöhe ist. Die Situation war vor zwei Jahren beim 0:2 gegen Belgien genauso. Dieses Team ist nun zwei Jahre weiter, was sie gezeigt hat. Schweden ist ein guter Gegner, aber vom individuellen Potential her doch annähernd auf Augenhöhe. Eine knappe Partie, bei der sich über ein Remis auch keiner beschweren hätte dürfen, wurde gewonnen. Das sind die wichtigen Erfahrungen.

Und was noch viel wichtiger ist als der Sieg an sich und die damit immer noch lebende Chance auf Endrang zwei: Mögliche Gegner einer Vertragsverlängerung mit Marcel Koller bzw. der Fortsetzung des eingeschlagenen Weges stehen jetzt argumentativ auf ziemlich dünnem Eis.

(phe)

Über Philipp Eitzinger

Journalist, Statistik-Experte und Taktik-Junkie. Kein Fan eines bestimmten heimischen Bundesliga-Vereins, sondern von guter Arbeit. Und voller Hoffnung, dass irgendwann doch noch alles gut wird.

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  • holger

    Jetzt sag ich mal was!

    Geiles Spiel, geile atmosphäre im Stadion, geiles Gefühl.

    Ich bin hungrig auf mehr!!!

  • Martidas

    Ach, war das schön.

    Es war in der Tat ein sehr unösterreichsicher Abend. Wir sind nicht in Schönheit gestorben und hatten auch mal das Glück auf unserer Seite. Es gab keinen Gegentreffer kurz vor der Pause und wir haben einen Anschlusstreffer weggesteckt. Wirklich unösterreichisch. ;)

    Ein paar Eindrücke noch aus dem Stadion:

    – Dragovic ist ein Wahnsinn. Punkt.

    – Auch wenn alle die Leistung Garics loben, ich kann mich dem nur bedingt anschließen. Zwar ist er offensiv und vom Stellungsspiel her ganz brauchbar, er ist für einen Verteidiger aber schlicht zu zweikampfschwach. Er hat fast immer einen zweiten Mann gebraucht.

    – Das Pressing wurde meiner Meinung nach zurückgefahren um Ibrahimovic nicht allzu viel Raum zwischen den Reihen zu geben. Nur waren Alaba und Baumgartlinger manchmal schlicht zu passiv. 30 – 40 m vorm Tor kann man dann doch mal den Schritt zum Gegner machen.

    – Almer hat die präzisesten Ausschüsse, die ich je bei einem Goalie gesehen habe. Jeder Ausschuss genau auf den Kopf von Janko, in HZ zwei hatte er die Order auf Harnik zu spielen, auch das tat er jedesmal. Nur war Harnik ab der 70. Minute so blau, das wir den Ball postwendend zurückbekamen.

    – Das ergibt ein Problem: Ohne Janko haben wir keinen Prellbock vorne, der den Ball halten und ablegen kann. Alle anderen Offensivkräfte sind aufs überfallartige Spiel ausgelegt. Entweder es klappen dann die Konter (die teilweise recht stümperhaft gespielt waren) oder man spielt beim Ausschuss kurz. Man hat Almer angemerkt wie er am Ende immer gezögert hat und dann doch den Plan auf Harnik ausgeführt hat. Da braucht auch der Goalie eine zweite taktische Variante.

    – Almer ist ein sehr intelligenter Goalie. Genauso eine (faire) Zeitschinderei braucht man manchmal.

    – Schweden ist kein Team. Da waren Beschimpfungen und Gesten Richtung Mitspieler, nicht übel. Auch als die beiden Stürmer sich einmal nicht einigen konnten, wer nun Almer zum Ball in die Hand nehmen zwingen sollte, zeigte: In einer funktionierenden Mannschaft rennen beide wie die Irren hin (wie z.B. Weimann in der 80. min.)

    – Mein größter Pluspunkt an das Team geht aber an folgenden Punkt: Wir waren öfters zu zehnt am Platz (3-4x). Und wir haben das brilliant berücksichtigt. Baumgartlinger stand einwandfrei in der Viererkette wie Dragovic behandelt wurde, usw. So etwas habe ich im Team noch nie gesehen. Das war taktische Disziplin par excellence.

    • tf

      bist ein scharfer Beobachter. Da hat der Koller aus dem Irlandmatch gelernt, als beim Corner ein Pfosten unbesetzt blieb. Ich hatte ja richtig Angst, als Pogerl lange verarztet wurde. Unser Team der Zwerge gegen die Riesenelche und dann auch noch ohne Pogerl…

      Überhaupt Pogerl: Koller hat ganz offenbar (und zurecht) Anweisung gegeben, Fouls in der eigenen Hälfte zu vermeiden, um den Schweden keine Standards zu geben. Im Normalfall hätte der Pogerl bei seinem Kopfball, der zum Cut führte, noch mit den Armen angeschoben, da er von hinten zu dem Spieler hingesprungen ist. So kam er mit dem Kopf voran und hat seine Birne für das Team riskiert. Aller Ehren wert. Wenn er einmal nicht mehr kicken will, würden wir ihn glatt als Hockeyspieler akzeptieren.

      • Austria4ever

        Also bei allem Respekt, aber ich kann Ihnen in keinster Weise zustimmen …..

        Der größte Glücksfall gestern war die Verletzung von Pogatetz, ich wage gar nicht daran zu denken, was mit ihm auf dem Platz noch passiert wäre.

        Sie sagen es ja selber, dass er “normalerweise” den Gegner wegschiebt, um sich Platz zu verschaffen, und allein das ist ja schon eigentlich genug um zu erkennen, dass er im A-Team nichts verloren hat. So viele Böcke wie der schießt, ist einer Nationalmannschaft nicht würdig. Wenn er einen Zweikampf nicht “fair” bestreiten kann, erübrigt sich jede weitere Diskussion.

        Und ich will hier auch gar nicht auf seine Vergangenheit eingehen (sei es im Team, sei es in Moskau ….), dieser Spieler verdient es einfach nicht im Team aufzulaufen. (Fußballkenner werden schon wissen worauf ich anspiele …..)

        Genug von diesem mittelmäßigen Rauhbein …..

        Lets go AUSTRIA!!!!!!! Die Iren packen wir auch!!!!

      • tf

        ich hab ja nicht geschrieben, daß der Pogerl ein super Spiel gemacht hat, sondern daß er im Kopfballspiel unheimlich wichtig in einem im Vergleich zu Schweden kleingewachsenen Team ist. Gegen die Iren hat Pogerl zb am Boden Fehler gemacht, aber in der Luft war er ein Gigant. Und noch was: ist ihnen nicht aufgefallen, daß Prödl Ibrahimovic bei Standards mehrmals aus den Augen verloren hat? Wer ist also die Alternative zu Pogerl im Rückspiel gegen Schweden?

        Ich empfehle auch, den Kopfball, der zum Cut führte, nochmals auf Video anzusehen. In so einer Situation hat jeder Verteidiger normalerweise die Hände vor dem Körper.

  • tf

    ich habe nicht verstanden, warum Koller Juno rausgenommen hat. Arnautovic war zum Zeitpunkt des Juno Wechsels bereits platt. Er hätte Weimann auf die Außenbahn stellen können und Juno als verkehrte 9.
    Was mir auch aufgefallen ist: als es darum ging, die Uhr runter laufen zu lassen, hat Ö sich nicht clever verhalten. Man suchte immer das Zentrum, statt auf den Außenbahnen zu bleiben und im Idealfall bei der Cornerfahne zu tricksen. Es gab auch keine Spielverlagerungen, um pressende Schweden am Laufen zu halten.

    • Peter

      Harnik war aber auch schon eine Weile blau und Arnautovic war zum Schluss als Unterstützung für Fuchs und eben von dir angesprochenes Zeitspiel sehr wichtig: Schindereien an der Eckfahne gab es nämlich und zwar genau und nur von ihm, nur leider hat der Schiedsrichter nicht mitgespielt (falsche Einwurfentscheidungen).

      Aber bezüglich Zeitspiel möchte ich noch nichts bekritteln. Erstens waren wir zuvor eigentlich nie in der Situation die Uhr runterspielen zu wollen/müssen, zweitens hat es Koller bisher immer geschafft echte Mängel beim nächsten Versuch auszumerzen:

      * gegen KAZ mit Harnik als Spitze ein Griff ins Klo, seitdem Top-Vorbereitungen auf den Gegner (v.a. Irland!).
      * gegen KAZ und IRE noch wertvolle Zeit für Umstellungen verschenkt, gegen SWE nach 5 Minuten auf Hamrens Wechsel reagiert.
      * gegen IRE durch schlechte Kommunikation nach Verletzungsausfall noch ein billiges Standardtor bekommen, gegen SWE bei Unterzahlen durch Behandlungen blitzschnell und sauber reagiert.

      • tf

        Koller ist auch in Bezug auf Lernfähigkeit das genaue (positive) Gegenteil seines Vorgängers ;-)